Länder lassen halbe Milliarde Kita-Geld liegen

Bisher kannten wir die Bundesländer in Sachen Kitas als Raupe Nimmersatt: Die Landeshauptstädte fordern den Bund immer wieder auf, Milliardenschecks für mehr Kita-Qualität auszustellen. Zuletzt war das so, als Familienministerin Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen) die Bundesförderung für Sprachkitas stoppen wollte. Paus setzte eine jährliche Förderung von 260 Millionen Euro aus.

Jetzt ist es genau andersherum: Der Bundestag soll eine Frist verlängern, damit die Länder vergessene Mittel doch noch kriegen können. Es geht dabei um mehr als 500 Millionen Euro. So viel Geld haben die Bundesländer nämlich nicht in Berlin abgeholt. Obwohl sie das bis Juni vergangenen Jahres hätten tun sollen. Niedersachsen etwa hat nur 17 Prozent seiner Mittel beansprucht. Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt haben ein Viertel ihrer Millionen abgerufen, Bayern liegt bei mageren 31,3 Prozent Abruf. Daher soll der Bundestag den Zugriff auf den Kitatopf nun verlängern – bis Juni 2024.

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