Berlin.Table – Ausgabe 797

Trumps Nato-Drohung + Gesunkene Wirtschaftsprognose + Reform des Emissionshandels

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Talk of the Town

Trump droht mit Nato-Austritt: Altes Spielchen oder neue Eskalationsstufe?

Der US-Präsident ist sauer. Mal wieder auf die Nato-Partner. Mal wieder, weil er das Gefühl hat, die Europäer machten zu wenig – diesmal im Krieg gegen den Iran. So kritisiert Donald Trump Spanien, Großbritannien, Frankreich und auch Deutschland dafür, sich nicht ausreichend zu engagieren. Und er nimmt sich das Militärbündnis als Ganzes vor. Über die Nato sagt er in einem Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph: „Ich wusste schon immer, dass sie ein Papiertiger ist, und Putin weiß das übrigens auch.“ US-Außenminister Marco Rubio hat zuvor bereits angekündigt, das Bündnis nach dem Krieg gegen den Iran neu bewerten zu wollen. Nun droht auch der US-Präsident mit einem möglichen Ausstieg.

Es ist eine neue Eskalationsstufe – und gleichzeitig eine Lage, die für die europäischen Nato-Partner zur Gewohnheit geworden ist. So reagiert die Bundesregierung am Mittwoch fast schon gelassen. „Da es ein wiederkehrendes Phänomen ist, können Sie auch die ‌Folgen ⁠etwa selbst beurteilen“, sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius. Deutschland halte selbstverständlich an der Nato fest, die für die Verteidigung des Bündnisgebiets zuständig sei. Damit unterstreicht Kornelius indirekt, dass die gegenseitige Beistandspflicht im Angriffsfall nach Artikel 5 des Nordatlantik-Vertrags im Falle des Irans nicht greift. Der Regierungssprecher fordert deshalb, „solche Aufregungsspiralen“ zu beenden.

Experten sehen in den jüngsten Drohungen von Trump und Rubio die Gefahr, dass Artikel 5 zunehmend banalisiert wird. „Wenn die USA im Iran-Krieg über die Nutzung von Artikel 5 sprechen, zieht das die Glaubwürdigkeit der Nato-Beistandsklausel in Mitleidenschaft. Egal, ob die formell aktiviert wird oder nicht“, sagt Leonard Schütte im Gespräch mit Table.Briefings. Er forscht an der Harvard Kennedy School zu Europas Rolle in der Nato und betont: „Wir bewegen uns perspektivisch hin zu einer Europäisierung der Nato, also einer Nato geführt durch die Europäer ohne die USA.“ Es bahne sich ein signifikanter US-Rückzug an, bei einer weiterhin formellen Nato-Mitgliedschaft. Das könne die Glaubwürdigkeit der USA, sich für die europäische Sicherheit zu engagieren, „enorm, vielleicht irreparabel“ beschädigen, sagt Schütte.

Dagegen sei ein formeller US-Austritt aus der Nato in den nächsten Monaten wenig wahrscheinlich. Denn Trump müsste dazu erst komplexe bürokratische Prozesse und hohe innenpolitische Hürden im US-Kongress überwinden. Schüttes Fazit: Um die Glaubwürdigkeit der Nato nachhaltig zu beschädigen, müssten die USA gar nicht formell austreten.

Zudem hat in dieser Gemengelage der europäische Teil der Nato einen Verhandlungsvorteil. Denn die US-Basen in Europa sind entscheidend für die Durchführung der nicht-europäischen US-Operationen. Und die meisten Stützpunkte, etwa der in Ramstein, können nach wie vor von den USA genutzt werden. „Die Bundesregierung hat hier eine echte Verhandlungsmasse. Die Amerikaner, losgelöst von ihrer Rhetorik, werden weiterhin ein großes Interesse haben, diese Basen auch in Zukunft zu nutzen“, so Schütte.

Und so wollen die Europäer dem Druck der Amerikaner nicht nachgeben. Die Nato sei das „effektivste Militärbündnis“, das die Welt je gesehen habe, betont der britische Premier Keir Starmer und macht klar, dass Großbritannien Trumps Aufruf, die Straße von Hormus mit der Royal Navy freizukämpfen, nicht folgen werde. Und auch der französische Präsident Emmanuel Macron betont am Mittwoch, dass Frankreich vor den US-Angriffen auf den Iran „nicht konsultiert“ worden sei und am Krieg „nicht teilnehme“. Daran sei „nichts neu“, deshalb „sollte man sich nicht darüber wundern“, sagt Macron während eines Besuchs in Tokio.

Doch am Ende bleibt die Restsorge, dass Trump dieses Mal doch ernst machen könnte. Nach Trumps Rede an die Nation, die für 3 Uhr morgens deutscher Zeit in der Nacht zu Donnerstag geplant ist, könnten die Europäer mehr wissen.

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Iran-Krieg: USA erwägen den Einsatz von Bodentruppen. In Militär- und Regierungskreisen werden zwei vorstellbare Szenarien diskutiert. Das erste Szenario konzentriert sich auf die Insel Kharg als Öl-Export-Hub, um die Straße von Hormus wieder für den gesamten Schiffsverkehr zu öffnen. Das zweite Szenario ist die Bergung der Uran-Vorräte des Iran, um den Bau von Atomwaffen zu verhindern. Militärexperten begegnen jedoch beiden Optionen mit Skepsis. Vor welchen Herausforderungen Washingtons Strategen stehen, lesen Sie im Security.Table. Katharina Kort

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News

Sinkende Konjunkturprognose: Was Politik und Experten sagen. Wegen des anhaltenden Irankrieges rechnen Wirtschaftsinstitute mit einem deutlich geringeren Wachstum in Deutschland – sie halbieren die Prognose auf 0,6 Prozent. Diesen Wert bewertet die Wirtschaftsweisin Veronika Grimm für noch zu optimistisch. Sie sagt Table.Briefings: „Sollte sich die Situation nicht bereits im zweiten Quartal normalisieren, so dürfte wohl eher Stagnation drohen.“ Durch den Krieg fallen wichtige Mengen an Energie weg. Deutschland sei darauf zu schlecht vorbereitet, sagt Grimm. Der Politik sei es bisher nicht gelungen, ein für die Industrie „attraktives Szenario in der mittleren Frist zu skizzieren“. Nur Subventionen für Energiepreise und der Ausbau von Erneuerbaren würden nicht ausreichen. Es brauche eine Strategie, wie die Versorgung mit fossilen Energieträgern gesichert wird.

Auch die Politik erkennt das Problem der weiterhin steigenden Energiepreise. Anders als Ökonomin Grimm sieht der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD, Sebastian Roloff, vor allem Handlungsbedarf beim Ausbau der Erneuerbaren. „Wir müssen uns schnellstmöglich unabhängiger von den internationalen Energiemärkten machen.“ Ein wichtiger Hebel sei dabei der Ausbau erneuerbarer Energien und ein zügiger Netzausbau. Allerdings sei das nicht nur die Aufgabe der jetzigen Generation. Daher erwarte Roloff von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche Vorschläge, „wie man die Kosten hierfür so verteilt, dass die Strompreise im Idealfall jetzt sogar sinken.“

Die CDU hält zusätzliche Maßnahmen ebenfalls für nötig. Die gesenkte Konjunkturprognose sei zu erwarten gewesen, sagt der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, Table.Briefings. Er fordert daher „tiefgreifende Reformen“. Und weiter: „Wir müssen unter allen Umständen zurück auf den Wachstumskurs.“ Laura Block, Helene Bubrowski, Sara Sievert

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Emissionshandel: EU-Kommission kommt der Industrie nur teilweise entgegen. Das europäische Emissionshandelssystem (ETS) soll einen größeren preisdämpfenden Puffer erhalten. Das schlug die EU-Kommission am Mittwoch vor, nachdem Mitgliedstaaten sowie Teile der Industrie aufgrund stark gestiegener Energiepreise auf schnell wirkende Maßnahmen gedrängt hatten. So sollen keine überschüssigen Emissionszertifikate mehr aus der Reserve gelöscht werden, sondern stattdessen erhalten bleiben, um eine Verknappung am ETS und eine Verteuerung der Zertifikate zu verhindern. Weitere Erleichterungen für die Industrie wurden allerdings auf nach Ostern verschoben. Zudem dürften sie deutlich geringer ausfallen, als von vielen erhofft. Warum eine Kernforderung von Umweltminister Carsten Schneider sowie der chemischen Industrie voraussichtlich unerfüllt bleibt, lesen Sie im Climate.Table. Lukas Knigge

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Wir sind die Medizinischer-Fortschritt-Versicherung. Die PKV erstattet viele Arzneimittel und Therapien schon frühzeitig. So sorgen wir dafür, dass sie schneller oder überhaupt erst in Deutschland verfügbar sind. Darüber hinaus fördern wir mit unseren „HealCapital“-Fonds viele Start-ups aus der Healthtech-Branche. Das alles kommt auch gesetzlich Versicherten zugute. (mehr auf pkv.de)

Mondflug: Deutsche Technik spielt zentrale Rolle für Nasa-Mission. In der Nacht zu Donnerstag öffnet sich das Startfenster für die „Artemis 2“-Mission der Nasa. Die US-Raumfahrtagentur will erstmals seit über 50 Jahren wieder eine Crew zum Mond schicken. Die SLS‑Rakete soll um 0:24 Uhr deutscher Zeit vom Kennedy Space Center abheben und das Raumschiff „Orion“ in den Orbit bringen. Wesentlicher Bestandteil des Flugs ist das in Bremen gebaute European Service Module (ESM), das Orion antreibt und die Crew mit Luft, Wasser und Energie versorgt. Dazu kommt hochpräzise Navigationssensorik aus Thüringen: Sternsensoren der Jena‑Optronik bestimmen die Lage des Raumfahrzeugs im All und gelten als missionskritisches Element. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt steuert Dosimeter bei, die die Strahlenbelastung während der Mission messen sollen. Die Mission fällt in eine Phase strategischer Neuorientierung der Nasa. Alles zum Raketenstart und zur Zukunft internationaler Mondmissionen lesen Sie im Space.Table. Nicola Kuhrt, Ralf Nestler

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Einladung: Von Daten zu Taten: Umsetzung von Schüler-ID und evidenzbasierter Bildungspolitik. 15. April 17-18 Uhr im Livestream des Bitkom. Kostenlos anmelden

Reformdebatte: Dullien hält Fokus auf Arbeitskosten für falsch. Deutschland leide nicht unter einer mangelnden Wettbewerbsfähigkeit, sondern unter „massiven Verschiebungen der geoökonomischen Landschaft“, schreibt Sebastian Dullien in einem Gastbeitrag für Table.Briefings. Der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) ist auch Mitglied der Schuldenbremse-Kommission. Berlin müsse sich angesichts der internationalen Entwicklungen damit abfinden, dass kaum ein relevanter Wachstumsschub von der Exportnachfrage zu erwarten sei. Daran ändere sich nichts, wenn die Arbeitskosten etwas sinken, so Dullien. Wenn sich etwa Peking das Ziel gesetzt habe, dass westliche Anbieter aus dem Automarkt in China verschwinden sollen, würden um ein paar Prozent niedrigere Lohnkosten bei VW nicht helfen. Was er der Regierung stattdessen empfiehlt und welchen Vorschlag er für potenziell schädlich hält, lesen Sie in seinem Standpunkt. Okan Bellikli

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Stephan Russ-Mohl über Briefings als neue Leitmedien. Table Forum

Forschungssicherheit: Bundesregierung fehlt Überblick über Zusammenarbeit mit China. Die Bundesregierung agiert in vielen sicherheitsrelevanten Aspekten der deutsch-chinesischen Forschungszusammenarbeit im Blindflug. Das offenbart ihre Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion, die Table.Briefings vorliegt. Demnach hat die Regierung keinen vollständigen Überblick über die Anzahl der deutsch-chinesischen Forschungskooperationen in sensiblen Bereichen sowie der national geförderten Forschungsprojekte in Bereichen mit potenziellen Dual-Use-Risiken. Die Regierung weiß darüber hinaus nicht, wie viele China Scholarship Councils (CSC)-Stipendiaten und andere chinesische Wissenschaftler an deutschen Unis tätig sind. CSC-Stipendien stehen unter anderem in der Kritik, da sich die Stipendiaten unter Androhung von Strafe verpflichten müssen, der Volksrepublik Staatstreue und Gehorsam zu garantieren. Es wird befürchtet, dass so sicherheitsrelevantes Wissen nach China gelangen könnte. Wie die Regierung die China-Kompetenz an deutschen Unis einordnet, lesen Sie im China.Table. Manuel Liu

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Table.Today Podcast

Table.Today. "Reden wir die Politik schlecht? Mit Dagmar Rosenfeld."

Helene Bubrowski blickt mit der Journalistin und Host des Nachrichtenpodcasts „Machtwechsel“, Dagmar Rosenfeld, zurück auf knapp ein Jahr Schwarz-Rot: Hat Friedrich Merz zu viel versprochen? Oder sind wir Medien zu streng? Und was muss passieren, damit wir in einem Jahr anders über diese Regierung sprechen? Das Gespräch hören Sie ab 5 Uhr hier.

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Table.Documents

Heads

Jörg Kukies war lange Chefwirtschaftsberater im Bundeskanzleramt, bevor er nach dem Bruch der Ampel die Geschäfte des Finanzministers übernahm. Ab November wird er das Deutschland- und Österreichgeschäft der US-Bank Morgan Stanley leiten. Bereits ab Mai soll der frühere Finanzminister die Aktivitäten der Großbank in London unterstützen. Kukies war 2017 überraschend von Goldman Sachs in die Politik gewechselt und gehörte seitdem zum engen Kreis von Olaf Scholz. Laura Block

Żaklin Nastić verlässt das BSW mit einer harten Abrechnung. Die Mitgründerin der Partei spricht von parteiinterner „Katzbuckelei“, „Verrat“, „Kadavergehorsam“, „postengierigen Mitläufern“ und wirft BSW-Chefin Amira Mohamed Ali vor, einen „Hofstaat“ unter sich gebildet zu haben. Nastić war von 2017 bis 2025 Mitglied des Bundestags, erst für die Linke, 2023 wechselte sie zum BSW. (Taz)

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Best of Table

Climate.Table: Zweifel an großen E-Fuel-Versprechen. Eine Industrie-Studie zeigt große Potenziale zur E-Fuel-Produktion. Vor welchen technischen Hürden, Finanzierungsproblemen und neuen Lieferabhängigkeiten Kritiker warnen, lesen Sie hier.

China.Table: Wie China die deutsche Green-Tech-Industrie unter Druck setzt. „Die beiden Länder spielen nicht mehr in derselben Liga“, sagt Li Shuo, Direktor des China Climate Hub beim Thinktank Asia Society Policy Institute, nach einer Deutschlandreise. China halte bei Solarmodulen, Windkraftanlagen, Elektrofahrzeugen, Batterien und kritischen Mineralien rund 80 Prozent der globalen Marktanteile – mit steigender Tendenz. Was für ein Umdenken Li der deutschen Automobilindustrie rät, lesen Sie hier.

Research.Table: Was die syrische Diaspora zur Rückkehr sagt. Nach dem Besuch des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin wird über Rückkehrvoraussetzungen diskutiert. Warum es so wichtig ist, das Hochschulsystem wieder aufzubauen, lesen Sie hier.

Security.Table: Der Südkaukasus ist ein Testfall für Europa. Die Unterstützung für Armenien und Georgien ist keine „Gefälligkeit“, sondern eine strategische Investition in Stabilität und geringeren russischen Einfluss in einer Schlüsselregion für Europa, schreibt Georgiens Ex-Premierminister Giorgi Gacharia. Wie die EU die unterschiedlichen Wege beider Länder in Richtung Europa begleiten sollte, lesen Sie hier.

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Time.Table

Raumfahrt: Start der Nasa-Mondmission „Artemis 2“. Sie ist die erste bemannte Mondmission seit 1972. Cape Canaveral, 0:24 Uhr deutscher Zeit. Livestream

Internationales: Donald Trump hält eine Rede an die Nation zum Iran-Krieg. Seine Sprecherin kündigte ein „wichtiges Update“ an. 3 Uhr deutscher Zeit. Livestream

Außenpolitik: Mario Voigt empfängt die estnische Botschafterin Marika Linntam. Erfurt, 12 Uhr

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Must-Reads

SZ: Verfolgung von Kinderschändern könnte erschwert werden. Das Europaparlament lässt die umstrittene „Chat-Kontrolle“ diesen Freitag auslaufen. Während Datenschützer die Entscheidung feiern, warnen Ermittler vor gravierenden Folgen im Kampf gegen Kindesmissbrauch. Viele Verfahren basieren auf Hinweisen von Internetfirmen, die künftig wegfallen könnten. Staatsanwälte fürchten, dass ein zentrales Instrument zur Aufdeckung von Missbrauchsnetzwerken verloren geht. („Wie das EU-Parlament den Kampf gegen Kinderschänder gefährdet“)

ARD-Deutschlandtrend: Zufriedenheit mit Regierung auf Rekordtief. Nur 15 Prozent der Befragten sind noch zufrieden, wobei die SPD mit 13 Prozent noch schlechter abschneidet als CDU (22) und CSU (17). Zwei Drittel fühlen sich durch Steuern und Abgaben zu hoch belastet, unter den 18- bis 34-Jährigen sind es sogar 72 Prozent. Nur ein Fünftel hat noch Vertrauen, dass die Regierung notwendige Maßnahmen einleitet. („So unzufrieden mit Schwarz-Rot wie noch nie“)

Tagesspiegel: Raed Saleh fordert Abschaffung der Modernisierungsumlage. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus will damit den Mietanstieg in Berlin begrenzen. Eigentümer ließen Mieterinnen und Mietern dafür zahlen, dass sie gesetzliche Pflichten erfüllen und steigerten damit den Wert ihrer Immobilien, was „zutiefst ungerecht“ sei. („Neuer Vorstoß für Mietsenkungen“)

Handelsblatt: Bundesregierung prüft neuen Auszahlungsmechanismus. Die Bundesregierung prüft direkte Entlastungen für Bürger angesichts hoher Spritpreise – erstmals könnten Zahlungen direkt aufs Konto überwiesen werden. Im Fokus steht eine Prämie über die Kfz-Steuer, möglich gemacht durch einen neuen Auszahlungsmechanismus. Dieser verbindet erstmals die Konten der Bürger direkt mit dem Staat. Doch noch sind viele Fragen offen, etwa zur Finanzierung und Umsetzung. Eine Entscheidung über die Maßnahmen soll nach Ostern fallen. („Überweist der Staat bald jedem Bürger direkt Geld?“)

Nicht überlesen!

Bloomberg: Welche Folgen Pete Hegseths Inkompetenz hat. Er erfülle alle Kriterien, die ein britischer Militärexperte in seinem Werk On the Psychology of Military Incompetence aufgelistet habe, so Tobin Harshaw. Hegseths Auftreten lege potenziell den Grundstein für einen radikalen Wandel in einem Bereich des militärischen Handelns, dem nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt werde: der Psychologie. Da Streitkräfte tendenziell die Mentalität ihrer Führungskräfte übernehmen würden, könne das zu einer Katastrophe führen. („Hegseth’s Culture Wars Are Inviting a Military Disaster“)

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Schlagzeilen von morgen

Meistgelesenes von heute

Heute Abend in den Talkshows

Markus Lanz, 23 Uhr: Peter Altmaier, Julia Löhr, Katrin Eigendorf, Kai Ambos

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Interviews von morgen

Deutschlandfunk

6:50 Uhr: Dietmar Bartsch, MdB (Linke): Trumps Rede an die Nation

7:15 Uhr: Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Union-Bundestagsfraktion: „Wirtschaftsprognose mehr als halbiert – und nun?“

8:10 Uhr: Volker Beck, Deutsch-Israelische Gesellschaft: Todesstrafe gegen palästinensische Terroristen

RTL/ntv

Henning Höne: Vorsitzender der FDP Nordrhein-Westfahlen: Deutsche Wirtschaft und Zukunft der FDP

rbb24–Inforadio

7:05 Uhr: Sören Pellmann, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag: Trumps Rede an die Nation

7:25 Uhr: Maren Schellenberg, Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf (Grüne): drei Monate nach dem Stromausfall in Berlin

phoenix

9:05 Uhr: Metin Hakverdi, Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung (SPD): Trumps Rede an die Nation

14:15 Uhr: Jacques Tilly, Wagenbaukünstler: Prozess in Moskau wegen der Ausgestaltung von Karnevalswagen mit dem Vorwurf der Verunglimpfung russischer Staatsorgane

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Geburtstage von morgen

Gregory Bledjian, Botschafter im Südsudan, 53

David Kolesnyk, Staatssekretär in der Staatskanzlei Brandenburg (SPD), 36

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Nachttisch

Unser Tipp führt Sie heute zu einer entscheidenden Frage in der Erinnerungskultur. Eine neue Sonderausstellung in der Topographie des Terrors geht der Frage nach, was jene Deutschen vom Holocaust wussten, die weder direkt an den Taten beteiligt waren noch selbst verfolgt wurden. Von Hitlers offener Drohung mit der „Vernichtung der jüdischen Rasse“ über Hinweise im Alltag bis hin zu expliziter Aufklärung über den Massenmord an Juden in den Radioansprachen von Thomas Mann dokumentiert die Ausstellung, welche Informationen der Bevölkerung zugänglich waren. Zudem zeigt sie, wie einzelne Menschen die Hinweise systematisch sammelten und zu einem umfassenden Gesamtbild zusammenfügten – und, warum die meisten dies unterließen. Daniel Friesen

Der Holocaust – Was wussten die Deutschen? | Ausstellung im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

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Das war’s für heute. Good night and good luck!

Heute haben Okan Bellikli, Laura Block, Gabriel Bub, Helene Bubrowski, Damir Fras, Daniel Friesen, Katharina Horban, Franziska Klemenz, Lukas Knigge, Katharina Kort, Nicola Kuhrt, Manuel Liu, Vincent Mikoteit, Ralf Nestler, Leonardo Pape, Leonard Schulz und Sara Sievert mitgewirkt.

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