Berlin.Table – Ausgabe 755

Arktis-Gipfel + Spahn reist nach Israel + Kulturdiplomatie mit Saudi-Arabien

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Talk of the Town

Arktis-Politik: Wie sich wegen Trump der Blick auf den hohen Norden verändert

Die Arktis ist zum neuen Hotspot der Geopolitik geworden. Seit Donald Trump Ansprüche auf Grönland, die größte Insel der Welt, angemeldet hat, stellt sich die Frage, wer die unwirtliche, aber strategisch wichtige Region im hohen Norden kontrolliert. Dabei hat sich der Blick auf die Arktis grundlegend verändert. War bis zu Trumps Griff nach Grönland der Klimawandel das wichtigste Thema, so geht es nun vor allem um die militärische Sicherheit.

Eisbrecher: Strategisches Ungleichgewicht zugunsten Russlands

Das zeigt sich dieser Tage bei der Arctic-Frontiers-Konferenz in Tromsø im Norden Norwegens. Wenn sich dort in den vergangenen Jahren Politiker und Wissenschaftler aus mehr als 40 Nationen trafen, ging es in der Regel um Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Forschungskooperationen. In diesem Jahr ist das anders. Statt des schmelzenden Eises in der Arktis sei nun die Sicherheitsfrage ein „hot topic“, sagte Norwegens Außenminister Espen Barth Eide am Dienstag.

Trumps Wunsch, Grönland zu übernehmen, hat die Europäer und Kanadier aufgeschreckt. Der US-Präsident begründete seinen Schritt mit der angeblichen Gefahr aus Russland und China für die arktische Region und damit für die Sicherheit der USA. Daraufhin versprachen die Europäer, sich stärker zu engagieren, und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte in Tromsø an, dass die Europäische Union ihre Arktisstrategie aktualisieren werde. Grönland solle künftig als zentraler Pfeiler des veränderten Sicherheitsumfelds betrachtet werden, sagte Kallas. Sie betonte aber, dass nicht nur Soldaten und Schiffe für Sicherheit sorgten, sondern auch resiliente Gesellschaften, vertrauenswürdige Institutionen und eine sichere Infrastruktur.

Die westlichen Arktis-Anrainer sorgen sich vor allem wegen der militärischen Aufrüstung Russlands und dem wachsenden chinesischen Interesse an Ressourcen. Wie ein gemeinsames Engagement zur Sicherung der Region konkret aussehen soll, ist allerdings derzeit noch offen. Klar ist jedoch: Das wird weniger eine Aufgabe der EU sein als der Nato. Eine Überwachungsmission namens „Arctic Sentry“, über die seit Wochen gesprochen wird, wird immer wahrscheinlicher. Auch Deutschland hat signalisiert, sich mit Seefernaufklärern zu beteiligen. Die Allianz hätte dabei gerne die USA an Bord. Doch noch ist unklar, wie sich Trump dazu verhalten wird.

Bislang haben die Europäer die Arktis nur am Rande in ihre militärischen Strategien einbezogen. Und ohne die Fähigkeiten der USA sind die europäische Nato und Kanada nur eingeschränkt handlungsfähig. Sie könnten zwar Präsenz zeigen, doch bliebe das nur ein begrenztes maritimes Gegengewicht zur russischen Nordmeerflotte.

Was die Europäer zur Sicherung der Arktis beitragen könnten, lesen Sie im Security.Table. Wie die Sicherheitsdebatte chinesische Investitionen in der Region beeinflusst, steht im China.Table. Hören Sie zu dem Thema auch den Podcast ab 5 Uhr hier.

Table.Today mit Michael Bröcker und Helene Bubrowski. "Wer bekommt die Kontrolle über die Arktis?"
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News

Nahost: Spahn will Signal der Solidarität an Israel senden. Bei seiner zweiten Auslandsreise besucht der Fraktionsvorsitzende der Union Israel, Zypern und den Libanon. Am Mittwoch bricht er mit einer kleinen Fraktionsdelegation nach Jerusalem auf. Im Mittelpunkt stehen sicherheits-, migrations- und wirtschaftspolitische Themen. Sowohl mit Blick auf den Libanon und die Hisbollah als auch auf den Iran ist die Lage dort weiterhin angespannt.

Neben den politischen Gesprächen sind Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie der Wirtschaft geplant. Begleitet wird Spahn von den CDU-Abgeordneten Paul Ziemiak, Jürgen Hardt und Tijen Ataoğlu. Auf Zypern ist ein Besuch der Bundeswehr-Fregatte im Rahmen des seit 2006 bestehenden UNIFIL-Engagements geplant. Im Libanon sind ebenfalls eine Reihe von Gesprächen mit Vertretern der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorgesehen, sowie ein Besuch des Malteserordens in Beirut. Sara Sievert

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POLITISCHE ANZEIGE

500.000 zusätzliche Lkw über die Alpen. Rettet den kombinierten Verkehr. Hupac

- Sponsor: Initiative "Rettet den Kombinierten Verkehr", getragen von 1) Kombiverkehr KG, 2) Hupac SA, 3) TX Logistik AG
- Kontrolliert von: 1) Kombiverkehr KG, 2) Hupac SA, 3) TX Logistik AG
- Im Zusammenhang mit: Rahmenbedingungen für den Kombinierten Verkehr; Deutschland, national

Transparenzbekanntmachung

Saudi-Arabien und der Westen: Die Kunst als Vorhut einer geopolitischen Verschiebung. Derzeit reisen ungewöhnlich viele deutsche Politiker in die Golfregion – auf der Suche nach neuen Allianzen in einer zunehmend unsicheren Welt. Die Kunstwelt hat die neue Lage längst erkannt: Frankreich ist mit dem Louvre Abu Dhabi fest in der Region verankert, die USA mit dem Guggenheim, selbst der Vatikan tritt als Leihgeber bei der Islamic Art Biennale auf. Auch bei Friedrich Merz’ Besuch ab Mittwoch in der Region dürfte neben den großen Themen Energie und Wirtschaft die Kultur eine Rolle spielen.

Deutschland unterhält seit dem vergangenen Jahr eine kulturpolitische Kooperation mit Saudi-Arabien. Sie umfasst Leihgaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die gemeinsame Ausbildung von bis zu 80 Museumsfachleuten sowie die Zusammenarbeit im Bereich zeitgenössischer Kunst am Hamburger Bahnhof in Berlin. Ende 2024 berichtete der Spiegel über eine „Shoppingtour“ des saudischen Kronprinzen auf der Berliner Museumsinsel. Verhandelt wurde das Agreement unter der damaligen Kultur-Staatsministerin Claudia Roth. Zu den treibenden Kräften hinter der Annäherung an das Königreich gehörte Roths BKM-Amtschef Andreas Görgen. Er war bereits 2016 für den Besuch von Frank-Walter Steinmeier beim Kulturfestival in Riad verantwortlich. Leonard Schulz

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Medizinische Versorgung stärken, Standorte sichern: Auf dem „Ärztinnen- und Ärztegipfel Südwest“ am 11. Februar geht es um die Bedeutung einer verlässlichen Gesundheitsversorgung in attraktiven Regionen. Wie bleiben unsere Sicherungssysteme in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten bezahlbar? Verfolgen auch Sie die PKV-Veranstaltung im Livestream! (Programm und Anmeldung)

Die Koalition und die Wahlen: Zwischen Konkurrenz und Kooperation. In Landtagswahlen gegeneinander kämpfen, obwohl man im Bund dringend Zusammenarbeit braucht – dieser Zwiespalt ist alles andere als neu, aber vielleicht noch nie so wichtig gewesen wie dieses Mal. Das kann man aktuell aus vielen Ecken der Koalition vernehmen. Die Parteizentralen ringen mit aller Macht für den Erfolg der eigenen Wahlkämpfer; deshalb werden die Konflikte um die „Lifestyle-Teilzeit“ und die Zahnarztkosten auch so hart geführt. Während man sich im Konrad-Adenauer-Haus über beide Vorstöße ärgert, reibt man sich im Willy-Brandt-Haus die Hände.

Hinzu kommt aber ein zweiter Blickwinkel, vor allem in den Koalitionsspitzen. Sie müssen zum Schutze der Berliner Koalition zugleich darauf hoffen, dass weder nach den Wahlen in Baden-Württemberg (8. März) noch in Rheinland-Pfalz (22. März) ein Partner im Bündnis politisch so in die Bredouille gerät, dass er die danach anzugehenden Großreformen nicht mehr mit der nötigen Autorität durchsetzen kann. Und weil der SPD in Baden-Württemberg bei aktuellen Umfragewerten von rund 8 Prozent ein miserables Ergebnis droht, gibt es manchen Christdemokraten, der leise darauf setzt, dass die SPD in Rheinland-Pfalz möglichst nicht viele Federn lässt. Auch im Kanzleramt hofft der eine oder andere darauf, dass eine stabil bleibende SPD in den Monaten danach mehr Mut und mehr Kraft behält, die Umbauten beim Sozialstaat, bei der Gesundheit und bei der Rente mitzutragen. Mancher Betroffene beschreibt das als „fast schon schizophrene Situation“: für den eigenen Erfolg kämpfen und zugleich für den des anderen ein bisschen mithoffen. Laura Block, Stefan Braun

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Selbstständige: Mehr als 14 Prozent in armutsgefährdeten Haushalten. 14,3 Prozent der Selbstständigen leben in Haushalten, deren Einkommen unter 60 Prozent des Medianwerts der Gesamtbevölkerung liegt. Das zeigt ein Bericht im Auftrag des BMAS. Es handelt sich demnach um die erste umfassende Analyse der verschiedenen Formen von Selbstständigkeit. Circa 15 bis 25 Prozent der Gruppe befindet sich der Untersuchung zufolge „in einer schlechten sozialen Lage“. Diese Personen seien häufig auch nicht ausreichend für das Alter abgesichert. Wie mehrere Bundesregierungen zuvor hat sich die Koalition vorgenommen, neue Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. In seiner Stellungnahme zur Reform der privaten Altersvorsorge spricht sich der Bundesrat zudem dafür aus, die geplante Förderung auf Selbstständige auszuweiten. Insgesamt seien 16,1 Prozent der Deutschen armutsgefährdet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Okan Bellikli

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IT-Systeme in Kliniken: BMG will einheitliche Standards. Demnach sollen verbindliche Anforderungen für informationstechnische Systeme, etwa PCs, Datenbanken und Mobiltelefone, in Krankenhäusern festgelegt werden. Das ermögliche eine sichere und strukturierte Kommunikation, heißt es in einem Entwurf zur Änderung der Gesundheits-IT-Interoperabilitäts-Governance-Verordnung von Ende Januar, der Table.Briefings vorliegt. Zuerst hatte Tagesspiegel Background berichtet.

Die Standardisierung ist aus Sicht des BMG gerade im stationären Bereich notwendig, um effektiv auf Gesundheitsdaten zugreifen zu können. Unterschiedliche Datenformate und inkompatible Softwaresysteme könnten demnach zu Informationsverlusten und Doppeluntersuchungen führen und für mehr administrativen Aufwand sorgen. Die Verordnung soll zum 1. Juni 2026 in Kraft treten. Die Änderungen, die damit einhergehen, sollen vom Kompetenzzentrum für Interoperabilität im Gesundheitswesen (KIG), das bei der Nationalen Agentur für Digitale Medizin (Gematik) angesiedelt ist, evaluiert werden. Die Frist dafür wurde, wie aus dem Verordnungsentwurf hervorgeht, vom 30. September 2026 auf den 31. März 2028 verschoben. Magdalena Latz

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Einladung: Volkes.Stimmen – Demokratie in Bewegung. Wie blicken Menschen in diesem Land auf Politik, Medien und die Zukunft des Journalismus. 04. März um 18:30 Uhr. Jetzt anmelden.

Arbeitsbedingungen: Wo der Bundestag besser werden muss. Der vorzeitige Rückzug mehrerer Abgeordneter zeige, dass das Parlament Nachholbedarf etwa bei Familienfreundlichkeit und Arbeitsklima hat. Das schreibt Finn Heinrich, Director für Demokratie und Zusammenhalt bei der Bertelsmann Stiftung, in einem Gastbeitrag für Table.Briefings. Der Blick ins Ausland zeige, dass Verbesserungen im Zusammenspiel der Parteien gestaltbar sind. In Australien etwa bietet Heinrich zufolge eine eigene Parlamentsabteilung Unterstützung bei Personalführung, Coaching und Konfliktmoderation an. In Großbritannien habe eine fraktionsübergreifende Gruppe das Thema mentale Gesundheit auf die Agenda gesetzt. Was Deutschland aus seiner Sicht braucht, lesen Sie in seinem Standpunkt. Okan Bellikli

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Bürgerräte: NGO fordert Finanzierung „demokratischer Infrastruktur“. Angesichts der aktuellen politischen Lage sollten Bund und Länder Beteiligungsverfahren stärker fördern. Das steht im Bürgerräte-Bericht 2025 der NGO Mehr Demokratie, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Insbesondere die Länder könnten „zentrale Servicestellen und unkomplizierte Förderung“ bereitstellen und Verwaltungen sowie öffentliche Haushalte entlasten. Auch der Bund könne unterstützen, etwa über einen flächendeckenden Anspruch auf Freistellung und Entschädigung für Menschen, die an aufwendigen Verfahren teilnehmen. Die NGO verweist auf ähnliche, schon geltende Bestimmungen für Schöffen. Sie plädiert zudem für eine Koordinierungsstelle auf Bundesebene – auch, um „parteipolitisch bedingte Umwälzungen“ wie bei der Auflösung der Stabsstelle Bürgerräte in der Bundestagsverwaltung künftig zu vermeiden. Okan Bellikli

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Sachsen-Anhalt:  Debatte um AfD-Einladungen an Schulen. Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel (CDU) will Schulen freistellen, ob sie vor der Landtagswahl AfD-Abgeordnete an ihre Schule einladen. Ab vier Wochen vor einer Wahl dürften keine einzelnen Politiker mehr an die Schule eingeladen werden, sagte er Table.Briefings. Wahlforen seien aber weiter möglich – für einen ausgewogenen Diskurs müsse das politische Spektrum breit vertreten sein. Trotzdem gilt weiter das Hausrecht, so Riedel: Das stelle den Schulen frei, „etwa einen Kandidaten mit menschenfeindlichen Positionen nicht einzuladen.“

Zuvor hatte es Diskussionen gegeben, ob Schulen verpflichtet seien, alle Parteien zu politischen Debatten einzuladen. Das Ministerium will in den kommenden Tagen einen Erlass veröffentlichen, der Lehrkräften Rechtssicherheit unter anderem im Umgang mit der AfD geben soll. Der sogenannte Beutelsbacher Konsens soll darin als Maßstab für politische Bildung hervorgehoben werden. Wie Riedel gegen die bundesweit höchste Schulabbrecherquote vorgehen will, lesen Sie im Bildung.Table. Vera Kraft

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Lobbykontakte: EU-Kommission trifft sich öfter mit Unternehmen als mit NGOs. Die zweite Von-der-Leyen-Kommission tickt anders als die erste. Der Fokus auf die Probleme der Unternehmen statt auf die grüne Transformation spiegelt sich auch in den Kontakten wider, welche die oberste Führungsebene der EU-Kommission mit Interessenvertretern unterhält. Das zeigt eine Auswertung der Daten des EU-Transparenzregisters. Besonders stark ist der Kontrast im Kabinett von Kommissar Valdis Dombrovskis, der für die Omnibus-Regeln zuständig ist. Zudem fällt auf, dass US-Firmen nach wie vor einen sehr guten Zugang zur Kommission haben. Die gesamte Auswertung lesen Sie im Europe.Table. János Allenbach-Ammann

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Artemis 2: Nasa verschiebt Start von Mondmission. Nach massiven technischen und witterungsbedingten Problemen während eines mehrstündigen Tests am Kennedy Space Center in Florida steht fest: Die Nasa muss den für 8. Februar geplanten ersten bemannten Mondflug seit 53 Jahren verschieben. Die vierköpfige Crew, die sich bereits in Quarantäne befand, kann diese nun wieder verlassen. Frühstens im März soll sie nun in Richtung Mond aufbrechen. Eine Landung ist nicht vorgesehen, sondern lediglich eine Umrundung. Warum der Nasa-Chef Jared Isaacman nicht wirklich überrascht ist und wie es nun weiter geht, lesen Sie im Space.Table. Nicola Kuhrt

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Table.Documents

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Table.Forum Gesundheitsinnovationen. Bundesministerin Nina Warken über die Reformagenda im Gesundheitswesen

Heads

Ulrike Cress erforscht, wie KI menschliches Lernen verbessern kann. „Nur wenn wir das menschliche Denken kennen, können wir Technologie so einsetzen, dass sie den Menschen nutzt,“ sagt die Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen. Was sie als Mitglied der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz empfiehlt und wie ihre Vision einer besseren Schule aussieht, lesen Sie im Bildung.Table. Kirstin von Elm

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Best of Table

Europe.Table: Zu zögerliche Umstellung auf Glasfaser. Der Kupferdraht für den Internet-Zugang per DSL soll spätestens 2035 Geschichte sein. Die Umstellung auf das Gigabit-Internet soll aber erst 2030 beginnen. Michael Jungwirth von Vodafone hält das für zu spät. Warum, lesen Sie hier.

Space.Table: Was sich Elon Musk von Datenzentren im All verspricht. Sinkende Startkosten und Solarstrom ohne Pause könnten das All zur Alternative für Rechenzentren auf der Erde machen. Was die größten technischen Hürden sind, lesen Sie hier.

Space.Table: LiveEO startet eigene Satellitenkonstellation. Das Berliner Unternehmen entwickelt mit der Satellitenkonstellation Twinspector eine neue Infrastruktur für hochauflösende 3-D‑Erdbeobachtung – mehrere Satelliten arbeiten dabei zusammen. Welche Industriepartner beteiligt sind, lesen Sie hier.

Asia.Table: Warum bei einer Invasion Taiwans ein Mehrfrontenkrieg droht. Japan, Südkorea und die dort stationierten US-Truppen wären in dem Fall in Gefahr. Sowohl China als auch die USA bereiten sich daher intensiv auf dieses Szenario vor. Welche Rolle Nordkorea und Russland dabei spielen könnten, lesen Sie hier.

China.Table: Chinas Volkswirtschaft im Jahr des Feuerpferdes. Laut dem chinesischen Mondkalender steht 2026 für intensive Energie, Leidenschaft und rasche Veränderungen, aber auch für Brüche und unvorhersehbare Ereignisse. Wieso die Wirtschaft des Landes sogar noch weniger wachsen könnte als im Vorjahr, lesen Sie hier.

Bildung.Table: Warum es einen länderübergreifenden Innovation Hub braucht. Länder und Schulträger arbeiten bislang überwiegend isoliert an der digitalen Transformation des Schulsystems. Wie ein gemeinsamer Innovation Hub die Brücke zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft schlagen könnte, lesen Sie hier.

Security.Table: Der Welt droht ein erneutes Atomwaffen-Wettrüsten. Der New START-Vertrag zwischen den USA und Russland wird offensichtlich nicht verlängert. Damit läuft der letzte noch bestehende Vertrag aus, der die Zahl strategischer Atomwaffen begrenzt. Welche Rollen Europa und China jetzt zukommen könnten, lesen Sie hier.

Security.Table: Pistorius eröffnet Innovationszentrum. Im bayerischen Erding soll ein Ökosystem aus zivilen und militärischen Unternehmen, Truppe und Forschenden entstehen, das alte Beschaffungsprozesse aufbricht. Welche Bedenken es gibt, lesen Sie hier.

ESG.Table: Worauf Unternehmen bei ESG-Software achten sollten. Der EU-Omnibus hat Hersteller von Nachhaltigkeits-IT unter Druck gesetzt, einige mussten bereits aufgeben. Wie sich der Markt jetzt entwickelt, lesen Sie hier. 

ESG.Table: Warum ökologische Krisen geopolitisch relevant sind. Europas Sicherheit ist bedroht, was sich aber nicht nur militärisch lösen lässt. Warum auch ein Frieden mit der Natur notwendig ist, lesen Sie hier.

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Time.Table

Außenpolitik I: Friedrich Merz reist erstmals in die Golfregion. Er macht Station in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. 4. bis 6. Februar

Außenpolitik II: Johann Wadephul reist in der Nacht zum Mittwoch nach Tonga. Gespräch mit Premierminister und Außenminister, anschließend Weiterreise nach Australien

Außenpolitik III: Dorothee Bär setzt ihre Brasilien- und Chile-Reise fort. Bis 6. Februar

Außenpolitik IV: Jens Spahn beginnt seine dreitägige Nahost-Reise. Mit Besuch in Israel, Zypern und dem Libanon. 4. bis 6. Februar

Gesundheit: Nina Warken besucht das Klinikum Osnabrück zur Vorstellung eines Kooperationsmodells zweier Kliniken. Mit Oberbürgermeisterin Katharina Pötte. 16 Uhr

Ehrung: Verleihung des Internationalen Brückepreises der Europastadt Görlitz/Zgorzelec an Joachim Gauck. 19 Uhr

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Must Reads

Handelsblatt: EU weicht Klimaregeln auf. Die Kommission will ihre Klimaregeln aufweichen und den Emissionshandel abschwächen. Unternehmen sollen länger als geplant kostenlose CO₂-Zertifikate erhalten. Energieintensive Branchen wie Chemie und Stahl begrüßen die Pläne, fürchten aber weiterhin hohe Kosten im globalen Wettbewerb. Experten warnen, dass die Reform den Druck auf Unternehmen, Emissionen schnell zu senken, deutlich reduziert. („EU will kostenlose Zertifikate um Jahre verlängern“)

FAZ: CDU schwächt Lifestyle-Teilzeit“-Antrag ab. Der Vorstoß sorgte auch innerhalb der CDU für viel Kritik. Der Antrag sollte eigentlich beim Parteitag eingebracht werden. Nun hat die CDU eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die einen Kompromiss erarbeitet hat. Der Antrag sei nun entschärft worden – von „Lifestyle-Teilzeit“ sei nicht mehr die Rede. Es soll nun darum gehen, Anreize zu schaffen, mehr zu arbeiten. („CDU streicht ‚Lifestyle-Teilzeit‘ aus Antrag“)

SZ: Wie sich die Bundesausgaben entwickelt haben. Die Ausgaben sind zwischen 2014 und 2024 deutlich schneller gestiegen als die Einnahmen. Zu diesem Ergebnis kommt ein IW-Gutachten im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Bei Investitionen in Infrastruktur, Verteidigung und Umweltschutz blieb Deutschland demnach hinter dem EU-Schnitt zurück. Der Anteil des Bundeszuschusses zur Rente an den Gesamtausgaben ist in dem Zeitraum gesunken. („Das Fundament bröckelt“)

Tagesschau: Fördergelder für Reha-Pflege werden kaum abgerufen. Heime haben Anspruch auf einen Bonus, wenn Bewohner durch entsprechende Pflege in einen niedrigeren Pflegegrad zurückgestuft werden können. 2024 wurde er in nur rund 40 Fällen abgerufen – obwohl es rund 720.000 Pflegeheimbewohnern gibt. Der Grund: Ein niedrigerer Pflegegrad ist für die Einrichtungen finanziell unattraktiv, da die Bewohner dann weniger Geld von der Pflegekasse bekommen. („Bettlägerigkeit ist meist profitabler”)

Nicht überlesen!

Spiegel: Warum es weniger Beamte braucht. Einem mittleren Angestellten bleiben im Alter nach Abzügen gut 1800 Euro, einem mittleren Beamten gut 2800 Euro: Das gilt nicht nur als ungerecht, sondern belastet auch die öffentlichen Haushalte. In der Schweiz gibt es Beamte nur noch auf Kantonalebene – für jeweils vier Jahre. In Österreich bekommen den Status nur Polizei, Justiz und Militär. In Deutschland sind Reformen schwer – auch, weil Beamte im Bundestag deutlich überrepräsentiert und die Ministerien bei Gesetzen auf sie angewiesen sind. („Die Staatsverdiener“)

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Schlagzeilen von morgen

Meistgelesenes von heute

Heute Abend in den Talkshows

Markus Lanz, 23:05 Uhr: Julius van de Laar, Olivia Kortas, Claudia Major, Katarina Barley, Mona Jaeger

phoenix runde, 0 Uhr: Wigan Salazar, Cordula Tutt, Frank Stauss, Jörg Wimalasena

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Interviews von morgen

Deutschlandfunk

6:50 Uhr: Philipp Frisch, Direktor Human Rights Watch: World Report 2026

7:15 Uhr: Peter Beyer, Außenausschuss (CDU): Ukraine-Gespräche

8:10 Uhr: Andreas Bühl, Fraktionsvorsitzender der CDU in Thüringen: Höcke gegen Voigt

ZDF

6:35 Uhr: Philipp Frisch, Human Rights Watch: World Report 2026

7:10 Uhr: Dirk Peglow, Bundesvorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter: Linksextremistische Straftaten

8:08 Uhr: Christian Mölling, Gründer und Leiter Edina: Ukraine-Gespräche

08:35 Uhr: Hedwig Deubzer, stellvertretende Klinikleiterin der Charité: Neue Krebsheilmethoden

rbb24–Inforadio

7:05 Uhr: Martin Werding, SVR Wirtschaft: Debatte um Sozialabgaben und -ausgaben

7:25 Uhr: Lea Reisner, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss (Linke): Ukraine-Gespräche

phoenix

9:05 Uhr: Andreas Lenz, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Unionsfraktion: Energiepolitik

12:05 Uhr: Nina Scheer, umwelt- und energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion: Energiepolitik

17:30 Uhr: Andrij Melnyk, Ständiger Vertreter der Ukraine bei den UN: Ukraine-Gespräche

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Geburtstage von morgen

Katja Mast, Parlamentarische Staatssekretärin im BMAS (SPD), 55

Boris Mijatović, MdB (Grüne), 52

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Nachttisch

Unser Tipp führt Sie heute zum New Yorker. Das Magazin feierte im vergangenen Jahr hundertjähriges Bestehen. Diese Netflix-Dokumentation zeigt, wie es die USA und den Journalismus generell geprägt hat. Es geht um investigative Politik-Recherchen und Kurzgeschichten berühmter Autorinnen und Autoren, aber auch um lokale Kunst- und Konzertkritiken sowie die berühmten Karikaturen. Zudem bekommt man einen Einblick in die Produktion der Jubiläumsausgabe – und diverse Prominente erzählen, wie die Zeitschrift sie beeinflusst hat. Okan Bellikli

Marshall Curry: The New Yorker at 100 | Netflix

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Das war’s für heute. Good night and good luck!

Heute haben János Allenbach-Ammann, Okan Bellikli, Laura Block, Stefan Braun, Kirstin von Elm, Damir Fras, Daniel Friesen, Lisa-Martina Klein, Vera Kraft, Nicola Kuhrt, Magdalena Latz, Vincent Mikoteit, Fabian Peltsch, Leonard Schulz und Sara Sievert mitgewirkt.

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