Berlin.Table – Ausgabe 747

Warkens große Baustellen + EU-Einigkeit in Davos + Trumps Pläne für Gaza-Friedensrat

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Talk of the Town

Warkens Jahr der Reformen: Die großen Baustellen und was Beteiligte darüber denken

Nina Warken ist langsam angekommen. Heißt es jedenfalls aus den Reihen der Koalition. Sie wisse jetzt, was sie wolle. Was nicht ganz einfach ist bei dem komplizierten Erbe, das die Gesundheitsministerin übernommen hat. Warken habe einen „der schwierigsten Posten im Kabinett“, meint auch Dagmar Schmidt vom Koalitionspartner SPD. Dennoch sei die Ministerin unaufgeregt, heißt es immer wieder. Ganz im Gegensatz zu ihrem oft nervös wirkenden direkten Umfeld. In der kommenden Woche wird der Koalitionsausschuss über zentrale Probleme beraten. Table.Briefings hat davor mit zahlreichen Verbänden gesprochen. Dort herrscht verhaltener Optimismus. Zugleich ist zu hören, dass jetzt „konkrete Taten“ folgen müssten.

Warkens Baustellen sind groß – und bislang nicht ausreichend beackert. Kassenärzte-Chef Andreas Gassen sagt, dass man an einer ehrlichen Bestandsaufnahme nicht vorbeikomme. Auch in der Koalition ist dieser Gedanke längst angekommen. Die Frage, wie das Gesundheitssystem in Deutschland künftig finanziert und umstrukturiert werden soll, sei eine noch größere Herausforderung als das Rententhema; es berge mindestens so viel Sprengkraft, heißt es dort. Trotzdem sind „zentrale Reformvorhaben nicht infrage gestellt worden“, lobt SPD-Politiker Christos Pantazis.

Im BMG weiß man, wie wichtig in diesem Jahr große Reformen sind. Unter den derzeitigen Bedingungen sei die Versorgung „schlichtweg nicht mehr finanzierbar“ heißt es in der Vorhabenplanung des Ministeriums. Zentral ist die Finanzreform der GKV, um die Krankenkassen langfristig sicher aufzustellen. Allein bis 2027 wird ein Defizit in zweistelliger Milliardenhöhe prognostiziert. Bis Ende März soll die Finanzkommission Gesundheit ihre Vorschläge vorlegen.

Fast täglich werden derzeit neue Ideen ins Spiel gebracht, um das System finanzierbar zu halten. Karenztage, eine Neuauflage der Praxisgebühr oder die Erhöhung von gesetzlichen Zuzahlungen seien aber keine wirklich nachhaltigen Maßnahmen, sagte GKV-Chef Oliver Blatt. Diese Ideen „haben alle eines gemeinsam: Sie gehen den Weg des geringsten Widerstandes.“ Es brauche stattdessen grundlegende Strukturreformen.

Eine einschneidende Änderung steht mit Warkens Planungen zum Primärversorgungssystem an. Patienten könnten dann über die Hausärzte zu Fachärzten gesteuert werden. Auch digitale Ersteinschätzungen sollen möglich sein. Warken hatte Table.Briefings jüngst erklärt, dass man Ende des Monats mit Stakeholdern in den Dialog gehen wolle. Danach sind Gespräche in Arbeitsgruppen geplant. Im Sommer dann will die Ministerin einen Vorschlag präsentieren.

Die Hausärzte signalisieren an der Stelle Unterstützung. Bisher sei aber wenig für die ambulante Versorgung getan worden, meint Nicola Buhlinger-Göpfarth, Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes. Wenn ein Primärarztsystem aber noch 2026 gesetzlich geregelt werde, könne der Fokus dorthin verschoben werden.

Entscheidend für die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems wird 2026 vor allem die Pflegereform sein. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ hatte Mitte Dezember erste Ergebnisse vorgelegt. Nach Beratung mit betroffenen Organisationen Ende Januar will das BMG einen Vorschlag machen. Pflegeverbände mahnen vor allem den Abbau von Bürokratie an. Aus Sicht des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) braucht die Pflege „mehr unternehmerische Freiheit“, wie Geschäftsführer Thomas Knieling sagt. Noch seien die Ergebnisse enttäuschend. Der Arbeitgeberverband Pflege sieht auch Lichtblicke. Zaghafte Signale, die Mut machten, seien die Abkehr von starren Personalschlüsseln und „die verstärkte Integration von Digitalisierung und KI in die Versorgung“, sagt AGVP-Präsident Thomas Greiner.

Ein deutlich düstereres Bild zeichnet die Opposition. Es brenne überall, sagt Ates Gürpinar, Linken-Sprecher für Gesundheitsökonomie. „Statt die strukturellen Probleme anzugehen, verzögert die Bundesregierung notwendige Reformen durch Kommissionen, kurzsichtige Darlehen und umstrittene Sparpakete.“ Ähnlich sieht das Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen. Die Vorhabenplanung des BMG für 2026 lese sich wie ein „Sammelband aus Prüfaufträgen, Dialogformaten und Ankündigungen.“

Zu all den Baustellen hat sich Warken auch noch vorgenommen, das Gesundheitssystem in Deutschland für den Krisenfall resilient zu machen. Auf Warkens Zeitpläne dürften sich die Landtagswahlen auswirken, allen voran jene in Baden-Württemberg. Vor Anfang April wird es nach Informationen von Table.Briefings deshalb keine größeren Reformentwürfe geben. Andere meinen, vielleicht unterschätze man die Bevölkerung in dieser Hinsicht. Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, beobachtet eine wachsende Bereitschaft, tiefgreifende Reformen mitzutragen. Weiteres Zögern sei keine Option mehr. Dafür seien die Probleme zu drängend.

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News

Grönland: EU-Regierungschefs loben ihre Einigkeit. „Wir haben in den vergangenen Tagen und Wochen etwas gelernt“, sagte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen am Donnerstagabend in Brüssel. „Wenn wir klar und stark sind in der Bereitschaft, für uns einzustehen, werden die Resultate sich sehen lassen“, sagte sie, sichtlich erleichtert, dass die Krise um Trumps Grönlanddrohungen der vergangenen Tage zumindest vorübergehend entschärft wurde. Der außerordentliche EU-Gipfel war ursprünglich einberufen worden, um eine gemeinsame Position und Drohkulisse gegenüber den USA aufbauen zu können. Nun will man das Treffen nutzen, um die Ereignisse der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen und Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Die Episode der vergangenen Tage wirkte wie ein Schock auf viele Regierungschefs. „Wir müssen uns auf die veränderte Ordnung in der Welt einstellen, und zwar sehr schnell“, sagte der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker. „Trump respektiert [die EU], wenn wir stark und geeint sind“, sagte der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo. Deshalb müssten in den weiteren Verhandlungen alle Werkzeuge der EU auf dem Tisch bleiben. Wie die Regierungschefs die Ereignisse der vergangenen Tage analysieren, lesen Sie heute spätabends im Europe.Table.

Friedrich Merz hat lange in der Hoffnung gelebt, auch mit dem selbsternannten Dealmaker Donald Trump könne man irgendwie klarkommen. Man müsse ihm nur selbstbewusst und zugleich schmeichelnd begegnen. Dieser Glaube ist in den vergangenen Tagen wohl endgültig zerbrochen. Trotz des möglichen Einlenkens von Trump in der Grönland- und Strafzölle-Frage hat der Kanzler am Donnerstag in Davos deutlich vor den Folgen einer neuen Zeit der Großmachtpolitik, in der nur Macht zähle, gewarnt. Der Kanzler nannte Russland, China und die USA. Die internationale Ordnung der vergangenen Jahrzehnte sei „in ihren Grundfesten erschüttert“. Merz beschrieb eine solche Welt als „gefährlichen Ort“ – letztendlich auch für die Großmächte selbst.

Und dann stellte der deutsche Regierungschef eine Parallele zum finstersten Kapitel deutscher Geschichte her: „Im zwanzigsten Jahrhundert ist mein Land diesen Weg bis zu seinem bitteren Ende gegangen. Es hat die Welt in einen schwarzen Abgrund gestürzt.“ Man müsse die gegenwärtige Entwicklung indes „nicht als Schicksal hinnehmen“. Auf all die Drohungen und Herabsetzungen der Europäer durch den US-Präsidenten antwortete Merz in Davos, „unsere größte Stärke bleibt die Fähigkeit, Partnerschaften und Bündnisse zwischen Gleichberechtigten aufzubauen, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt basieren“. Merz’ Rede können Sie hier nachlesen. Wie chinesische Medien den Auftritt Trumps kommentieren, steht im China.Table. János Allenbach-Ammann, Stefan Braun, Stephan Israel, Sven Siebert

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Gaza-Friedensrat: Trump macht sich zum Vorsitzenden auf Lebenszeit. Bei allen westlichen Verbündeten, insbesondere jenen in Europa, hat Donald Trump mit seinem „Board of Peace“ und der ihm zugrunde liegenden Charta für Irritation und Stirnrunzeln gesorgt. Bundesaußenminister Johann Wadephul sagte, „wir haben einen Friedensrat und das sind die Vereinten Nationen“. Besonders frappierend: Trump ernennt sich in der Charta persönlich zum Vorsitzenden; es gibt keine Amtszeitbegrenzung, nur er allein kann eine Nachfolge bestimmen (siehe Abbildung unten).

Die Charta liegt Table.Briefings vor; sie kann hier vollständig gelesen werden. Allerdings sind nicht alle Staaten so kritisch. In Davos unterzeichneten am Donnerstagvormittag Ägypten, Argentinien, die VAE, Ungarn, Pakistan, Albanien, Marokko, Paraguay und Kosovo als erste die Charta. Die Mitgliedschaft gilt zunächst für drei Jahre. Wer sich einen Sitz sichern will, muss innerhalb des ersten Jahres eine Milliarde zahlen. Weitere Länder, darunter Israel, die Türkei und Saudi-Arabien, haben ihren Beitritt bereits angekündigt. Stefan Braun, Leonard Schulz

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Hätten Sie’s gedacht? Auf zusammen 24,5 Prozent drohen die Beitragssätze in der gesetzlichen Kranken- und der sozialen Pflegeversicherung zu steigen. Dabei ist schon die heutige Quote von 21 Prozent eine große Belastung für die Beitragszahler. Wenn wir diese Entwicklung stoppen und die Jüngeren nicht überfordern wollen, brauchen wir eine generationengerechte Finanzierung. So wie in der Privaten Krankenversicherung. (mehr auf pkv.de)

Deutsche Bahn: Aufsichtsrats-Chef Gatzer kündigt schwarze Null für 2025 an. Die Deutsche Bahn dürfte im vergangenen Jahr erstmals seit fast zehn Jahren wieder ein positives Ergebnis eingefahren haben. „Wir müssen den Jahresabschluss noch abwarten. Aber wir gehen von einer operativen schwarzen Null im Konzern aus“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Gatzer Table.Briefings. Der frühere Staatssekretär im Finanzministerium erwartet einen Wegfall von knapp 1.000 Managementposten in der Bahn-Zentrale in Berlin. „In der Konzernleitung sollen mindestens 30 Prozent abgebaut werden. Es fällt sogar eine komplette Ebene weg zwischen dem Vorstand und dem Management“, so Gatzer. Zur Konzernleitung gehören nach Angaben der Bahn etwa 3.500 Menschen. Der Vorstand der Bahn um die neue Chefin Evelyn Palla sei überzeugt, dass schlankere Strukturen Entscheidungen schneller herbeiführen könnten.

Die Pünktlichkeitswerte im Fernverkehr dürften dieses Jahr nicht viel besser werden, räumte Gatzer ein. Die Infrastruktur sei über Jahrzehnte unterfinanziert gewesen. „Das spüren wir jeden Tag. Es braucht einfach Zeit, auf ein Niveau zu kommen, das dem entspricht, was die Menschen draußen erwarten dürfen.“ Gatzer äußerte die Hoffnung, dass die Bahn auch nach 2027 von dem milliardenschweren Sondervermögen profitiert. Mittelfristig sollte sich die Politik aber überlegen, ob ein außerhalb des Haushalts organisierter Infrastrukturfonds wie in Österreich sinnvoll wäre. Das ganze Interview lesen Sie hier. Michael Bröcker

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Mercosur-Abstimmung: Grünen-Chefin Brantner spricht von „Fehler“. Grünen-Chefin Franziska Brantner hat die Abstimmung einiger Grünen-Europaabgeordneter für eine Überprüfung des Mercosur-Freihandelsabkommen als „Fehler“ bezeichnet. “Das war kein Glanzmoment und auch nicht richtig angesichts der weltweiten Verpflichtungen", sagte sie im Podcast Table.Today. Zum Glück werde das Inkrafttreten dadurch aber nicht verzögert. „Frau von der Leyen hat das Mandat der Mitgliedsstaaten, das Abkommen vorläufig in Kraft treten zu lassen. Es kommt zu keiner Verzögerung.“ Nach Informationen aus Regierungskreisen könnte das EU-Mercosur-Abkommen trotz der Anrufung des Europäischen Gerichtshofs voraussichtlich im März vorläufig in Kraft treten. Dann werde der erste Staat in Südamerika, Paraguay, das Abkommen ratifizieren. Michael Bröcker

Table.Today mit Franziska Brantner. "Wie erklären Sie die Doppelmoral der Grünen, Frau Brantner?"

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Bundesministerin Reem Alabali Radovan stellt die aktuelle Strategie der Bundesregierung in der Entwicklungszusammenarbeit vor.

Bürgergeld-Rückforderungen: Bundesagentur für Arbeit widerspricht MIT. In der Debatte um ausstehende Geldforderungen weist die Bundesagentur die Kritik von MIT-Chefin Gitta Connemann zurück. BA und Jobcenter „fordern überzahlte Beträge sowohl von Leistungsempfangenden als auch Unternehmen konsequent zurück“, heißt es aus Nürnberg. Hintergrund ist ein MIT-Antrag für den CDU-Bundesparteitag. Darin heißt es, offene Forderungen gegenüber aktuellen und ehemaligen Leistungsempfängern seien „konsequent einzutreiben“. Wer jeden Euro umdrehen müsse, „erwartet zu Recht, dass der Staat genauso sorgfältig ist“, hatte Connemann der Welt gesagt. Die BA betont jedoch, sie müsse sich etwa an den gesetzlich vorgegebenen Pfändungsschutz halten. Das setzt demnach genauso Grenzen für Rückforderungen wie Unternehmen, die Kurzarbeitergeld bezogen und zwischenzeitlich den Betrieb aufgegeben haben. Zwischen Januar und August 2025 wurden offiziellen Zahlen zufolge 387 Millionen erfolgreich zurückgefordert. Okan Bellikli

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Neue Umfragen: Kleine Trendwenden in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die CDU pendelt sich Infratest dimap zufolge in beiden Ländern unter 30 Prozent ein, was im Vergleich zum Sommer 2025 einen leichten Abstieg markiert. Die SPD kann in Rheinland-Pfalz, wo sie seit 25 Jahren regiert, wieder hoffen: Statt 6 trennen sie nur noch 3 Prozentpunkte von der CDU. In Baden-Württemberg rutscht sie auf 8 Prozent ab. Davon profitieren wohl die Grünen, die in der Endphase des Wahlkampfs außerdem darauf hoffen dürfen, dass Cem Özdemir den unbekannteren Manuel Hagel von der CDU vielleicht noch einholen kann. Die AfD fällt nach längerem Aufstieg in beiden Ländern etwas zurück. Parteiintern führt mancher das auf AfD-Positionen in Bezug auf Trump zurück. Franziska Klemenz

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Lebensmittel: Wie das Landwirtschaftsministerium den Handel fairer machen möchte. Die Bundesregierung will eine Ombudsstelle einrichten, um unfaire Handelspraktiken im Lebensmittelbereich wirkungsvoller zu bekämpfen. Das kündigte Martina Englhardt-Kopf (CSU), Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium, am Donnerstag bei einer Diskussionsrunde von Table.Briefings auf der Grünen Woche an. Die Ombudsstelle soll bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt sein. Was momentan den Kampf gegen unfaire Handelspraktiken behindert, lesen Sie im Agrifood.Table. Frederik Bombosch

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Nachhaltigkeit: Großbritannien erklärt Verlust der Biodiversität zum Sicherheitsrisiko. Der Geheimdienstausschuss der britischen Regierung hat den Verlust der Artenvielfalt als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft. Demnach sei der Zusammenbruch wichtiger Ökosysteme schon in den kommenden fünf Jahren möglich und könne drastische Folgen für die Ernährungssicherheit, Lieferketten und Wirtschaft nach sich ziehen. Auch geopolitische Instabilität, organisierte Kriminalität und verstärkte Migration seien möglich. In Deutschland seien ähnliche Entwicklungen wahrscheinlich, so der Thinktank Adelphi. Warum es dazu allerdings noch keine dezidierte Analyse und Folgenabschätzung gibt, lesen Sie im ESG.Table. Lisa Kuner

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Außenwirtschaft: Wie weit die deutsch-französische Freundschaft in Afrika reicht. Gemeinsame Reisen könnten Mittelständler aus Deutschland und Frankreich künftig zusammen nach Afrika führen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage von Table.Briefings mit. „In einem reziproken Pilotprojekt sollen GTAI und Business France jeweils eine Wirtschaftsdelegationsreise organisieren, bei denen die Delegationen zu gleichen Teilen aus deutschen und französischen KMU bestehen. Dabei ist ein Zielland in Afrika eine mögliche Option“, schrieb ein Sprecher. Warum die deutsche Wirtschaft bei einer Afrika-Zusammenarbeit mit den französischen Kollegen Bedenken hat, lesen Sie im Africa.Table. Lucia Weiß, David Renke

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Korrektur: Der Berlin.Table berichtete in seiner Mittwochs-Ausgabe über die AfD-Landesschiedsrichter Sachsen-Anhalts, dass Laurens Nothdurft und Hinnerk Jordan bei der AfD-Landtagsfraktion angestellt seien und Heinz-Peter Günther für einen MdB arbeite. Tatsächlich sind Nothdurft und Günther bei der Fraktion angestellt, Jordan beim MdB. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

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Beitrag von Michael Preuss über die Zukunft der Leitmedien

Table.Documents

Charta des von Donald Trump ins Leben gerufenen „Board of Peace“

Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz in Davos

Beschlussentwurf der Gesundheitsministerkonferenz zu Änderungen am KHAG

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Heads

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Holger Loclair, CEO des brandenburgischen Folienherstellers Orafol, will weiter in Deutschland investieren. Bis 2027 sollen 150 Millionen Euro in den Stammsitz des Unternehmens in Oranienburg fließen Loclair trat 1977 in den damaligen VEB Spezialfarben Oranienburg ein, aus dem später Orafol hervorging. Er leitet das Werk seit 1987. Mit 981 Millionen US‑Dollar Umsatz erzielte die Gruppe 2025 das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Firmenhistorie. Mehr zur Erfolgsgeschichte dieses ostdeutschen Hidden Champions lesen Sie am Samstag im CEO.Table. Alexander Wiedmann

Anna Stolz, bayerische Bildungsministerin, übernimmt die Präsidentschaft der Bildungsministerkonferenz für 2026. Nachdem 2025 im Zeichen der Chancengerechtigkeit stand, rückt die Politikerin der Freien Wähler nun digitale Bildung und Sport in den Fokus. Warum sie auch den Leistungsbegriff betont, lesen Sie im Bildung.Table. Vera Kraft

Elisabeth Niejahr gibt ihren Posten als Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung auf. Auch in Zukunft werde sie weiter „intensiv am Thema Demokratie arbeiten“, heißt es in einem Brief an die gemeinnützige Stiftung. Nach sechs Jahren freue sie sich nun auf eine „Zeit der Reflexion, des Lesens und Schreibens“. Zuvor war die Publizistin für die Zeit, den Spiegel und die WirtschaftsWoche tätig.

Stefan Liebich tritt aus der Partei „Die Linke“ aus. Der frühere Bundestagsabgeordnete leitet seit knapp zwei Jahren das Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in New York. In einem Abschiedsbrief, aus dem die taz zitiert, kündigt Liebich an, er werde in Zukunft die Demokratische Partei in den USA unterstützen. Dabei wolle er „nicht auf zwei Partys tanzen“.

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Best of Table

China.Table: Der Blick in Xi Jinpings Jugend. Aus den Memoiren von Xi Jinpings altem Freund Nie Weiping sprechen die Schrecken der Kulturrevolution. Später wurde Nie als Go-Spieler berühmt. Wie sein Tod nun ein neues Licht auf die prägende Jugendzeit Xis wirft, lesen Sie hier.

China.Table: Pekings gebrochener Gesellschaftsvertrag. Ein taiwanischer Thinktank-Bericht attestiert China geopolitisches Wettbewerbsstreben auf Kosten der breiten Bevölkerung. Weshalb die Autoren eine neue Klassenspaltung und zunehmend systemkritische Proteste wahrnehmen, lesen Sie hier.

Bildung.Table: Wie umgehen mit KI in der Schule? Dazu brauche es unbedingt klare Regeln, schreibt OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher in seiner Kolumne. Worauf besonders zu achten ist, um Kinder zu schützen, lesen Sie hier.

Africa.Table: Chancen durch Wirtschaftshubs. In Afrika gibt es über 1.000 Wirtschaftshubs. Deren Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung auf dem Kontinent werde oft unterschätzt, meint Ökonom Philipp von Carlowitz. Warum die Hubs wichtig sind, lesen Sie hier.

Africa.Table: Wie sich die Sicherheitsarchitektur am Roten Meer neu ordnet. Israels Anerkennung von Somaliland ist Teil einer größeren Verschiebung der Machtachsen am Roten Meer. Die Konfliktlinien zwischen Status-Quo-Bewahrern und Revisionisten verfestigen sich. Wer auf welcher Seite steht, lesen Sie hier.

ESG.Table: Die Klimastrategie der Schwarz Gruppe. Die Science Based Targets Initiative hat die Klimaziele von 10.000 Unternehmen validiert. Eines davon ist die Schwarz Gruppe. Warum deren Fokus jetzt auf Scope 3 und der Elektrifizierung der Fahrzeugflotten liegt, lesen Sie hier.

ESG.Table: Welches Know-how Führungskräfte benötigen. Unternehmenslenker sind von der Transformation ihrer Firmen häufig überfordert und nicht dafür ausgebildet. Dabei kann man die nötigen Skills lernen. Welche jetzt wichtig sind, lesen Sie hier.

Security.Table: Ehemaliger TV-Produzent soll ukrainische Luftverteidigung reformieren. Ein Mann aus dem Showbusiness ist für eine der erfolgreichsten ukrainischen Drohneneinheiten verantwortlich: Pawlo Jelisarow. Ihm vertraut Wolodymyr Selenskyj nun die Erneuerung der Luftverteidigung im Nahbereich an. Was Jelisarow genau machen soll, lesen Sie hier.

Security.Table: Lieferketten als Fundament der Verteidigungsfähigkeit. Die Industrie in der EU steht vor neuen Anforderungen, was digitale Souveränität und Sicherheitsstandards betrifft. Warum Unternehmen durch resiliente Lieferketten einen Wettbewerbsvorteil erreichen können, lesen Sie hier.

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Time.Table

23. Januar

Wirtschaft I: Abschluss der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Wirtschaft II: Start des zweitägigen Political Tech Summit. Berlin. Programm

EU: Informelles Treffen der Justizminister der EU-Staaten. Nikosia, Zypern. Weitere Informationen

Außenpolitik: Deutsch-italienische Regierungskonsultationen in Rom unter Vorsitz von Giorgia Meloni und Friedrich Merz. Mit Rede von Katherina Reiche (9:30) und Begrüßung durch Meloni und Merz (11:30). Anschließend gemeinsame Pressekonferenz (14:30).

Sicherheit: Fortsetzung der Sicherheitspolitischen Handelsblatt Konferenz „Mission 2029: Wer jetzt liefern muss“, mit Keynote von Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Berlin. Programm

24. Januar

Wirtschaft: Fortsetzung des zweitägigen Political Tech Summit. Berlin. Programm

25. Januar

Messe: Abschluss der Agrar- und Ernährungswirtschafts-Messe „Grüne Woche”. Berlin

27. Januar

Finanzen: Die Bundesbank startet das neue Veranstaltungsformat Spotlight. Zum Auftakt geht es um den digitalen Euro. Neben Bundesbank-Präsident Joachim Nagel sind Deutsche Bank-CEO Christian Sewing und die oberste Verbraucherschützerin Ramona Pop zu Gast. 18 Uhr, Telegraphenamt, Berlin

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Must-Reads

SZ: Kulturverwaltung hat Antisemitismus-Fördergelder fragwürdig vergeben. Ein Untersuchungsausschuss befasst sich in den nächsten Monaten damit, an wen der frühere Kultursenator Joe Chialo und seine Nachfolgerin Sarah Wedl-Wilson 3,4 Millionen Sonderbudget verteilt haben. Das Geld war für Projekte gegen Antisemitismus gedacht. Erhebliche Teile seien an Träger mit guten CDU-Kontakten gegangen, wobei der Nutzen für das eigentliche Ziel fragwürdig sei. Möglicherweise drohen juristische Konsequenzen. („Wünsch dir was“)

Welt: CDU will in Hessen kaum noch Beamte einstellen. Gemäß einer neuen Reformagenda sollen Verbeamtungen zur Ausnahme werden und nur noch in hoheitlichen Kernbereichen wie der Polizei, Justiz oder an Schulen erfolgen. Während die Union damit auf Effizienzsteigerung durch Digitalisierung und eine Senkung langfristiger Pensionslasten zielt, weist der Beamtenbund den Vorstoß zurück. („CDU plant ‚Verbeamtungsstopp‘“)

Handelsblatt: Migration stützt Beschäftigung, Wachstum und regionale Stabilität. Laut Studien zieht ein Anstieg von 100 Geflüchteten pro 10.000 Einwohner durchschnittlich sieben zusätzliche Gewerbeanmeldungen mit 27 neuen Jobs nach sich. Ausländische Frauen reduzieren den Fachkräftemangel massiv. Ohne jährliche Nettozuwanderung von rund 300.000 Menschen würde Deutschland spürbar schrumpfen. Wo Zuwanderung ausbleibt, fehlen Fachkräfte, Investitionen und Unternehmensnachfolger. („Deutschland profitiert von Zuwanderung“)

Zeit: Deutsche Arbeitszeiten als Vorbild. Weniger und dafür effizienter arbeiten – nach deutschem Vorbild: Dafür wirbt der japanische Autor Shigeki Nishimura. Sein Buch „Die unglaubliche Arbeitsweise der Deutschen“ hat sich im Land schon rund 80.000 Mal verkauft. Ein Grund aus Nishimuras Sicht: 2025 Deutschland überholte Japan in der Liste der reichsten Volkswirtschaften. („Überstunden sind auch keine Lösung“)

Nicht überlesen!

FAZ: Neun bis zehn Bundesländer reichen. Eine Föderalismus-Reform sei dringend geboten, schreibt der Historiker Hartmut Berghoff. Als Hinderungsgrund sieht er eine „diffuse Angst vor Veränderung“ und den Wunsch der Parteien, „den Zugriff auf gut dotierte Parlamentssitze und Beamtenstellen zu behalten“. Das sollte aber nicht vor dem Interesse der Bürger an einem effizienten Staat stehen, wie ihn besonders die geopolitischen und weltwirtschaftlichen Herausforderungen verlangten. („Die Macht der Zwerge“)

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Schlagzeilen von morgen

Meistgelesenes von heute

Talkshows

22. Januar

Maybrit Illner, 22:15 Uhr: Armin Laschet, Herfried Münkler, Sarah Pagung, Stormy-Annika Mildner, Claus Kleber

Markus Lanz, 23:15 Uhr: Wolfgang Schmidt, Sabine Adler, Frederik Pleitgen, Holger Stark

phoenix runde, 0 Uhr: Paul Ronzheimer, Christoph Heusgen, Thu Nguyen, Julian Heißler

25. Januar

radioeins Kommentatoren-Talk, 12 Uhr: u.a. mit Table.Briefings-Chefredakteur Michael Bröcker

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Interviews von morgen

Deutschlandfunk

6:50 Uhr: Burkhard Rodeck, Generalsekretär der DGKJ: Adipositas-Prävention bei Kindern

7:15 Uhr: Rolf Mützenich, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss (SPD): Trump, Davos, EU-Gipfel

8:10 Uhr: Peter Wittig, ehemaliger UN-Botschafter: Welchen Zweck erfüllt „Friedensrat“?

ZDF

6:35 Uhr: Lilli Berthold, stellvertr. Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz: Social-Media-Verbot

7:05 Uhr: Dirk Wiese, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD: nach Davos, den Treffen zwischen USA, Russland und Ukraine und EU-Sondergipfel

8:05 Uhr: Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz: transatlantische Beziehungen nach Davos

rbb24–Inforadio

6:45 Uhr: Franziska Giffey, Wirtschaftssenatorin Berlin (SPD): Wie steht es um die Gastronomie in Berlin?

7:05 Uhr: Wolfgang Ischinger, Präsident des Stiftungsrats der Münchner Sicherheitskonferenz: EU-Sondergipfel in Brüssel

phoenix

9 Uhr: Armin Laschet, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses (CDU): Antwort Deutschlands und Europas auf internationale Krisen

anschließend: Günther Oettinger, ehemaliger EU-Haushaltskommissar (CDU): EuGH-Anrufung durch das EU-Parlament wegen des Mercosur-Abkommens

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Geburtstage

23. Januar

Carsten Schneider, Bundesumweltminister (SPD), 50

Aline Abboud, Leiterin des Pressereferats beim BMZ, 38

24. Januar

Lutz Goebel, NKR-Vorsitzender, 71

Ophelia Nick, MdB (Grüne), 53

25. Januar

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter, 58

Sibylle Katharina Sorg, Botschafterin in der Türkei, 61

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, 48

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Nachttisch

Unser Tipp führt Sie heute zur wichtigsten Klimaaktivistin unserer Zeit. Nachdem ihr wöchentlicher Klimastreik im Sommer 2018 die globale Jugendbewegung „Friday for Future“ auslöste, wurde Greta Thunberg zur Ikone des Kampfes gegen den Klimawandel – bis sie an der Seite der propalästinensischen Bewegung nicht nur in Deutschland für Aufregung sorgte. In einem mehrteiligen Podcast der Süddeutschen Zeitung begibt sich Vera Schroeder auf die Spuren der jungen Aktivistin und fragt, wie sie wurde, wer sie ist, warum ihr Palästina-Engagement so polarisiert und warum immer weniger übers Klima gesprochen wird. Leonard Schulz

„Greta – Die Geschichte einer Eskalation“ von Vera Schroeder | Podcast der Süddeutschen Zeitung

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Das war’s für heute. Good night and good luck!

Heute haben János Allenbach-Ammann, Okan Bellikli, Frederik Bombosch, Stefan Braun, Michael Bröcker, Damir Fras, Daniel Friesen, Stephan Israel, Franziska Klemenz, Vera Kraft, Lisa Kuner, Magdalena Latz, Vincent Mikoteit, David Renke, Leonard Schulz, Sven Siebert, Lucia Weiß, Alexander Wiedmann mitgewirkt.

Der Berlin.Table ist das Late-Night-Briefing für die Table.Media-Community. Wenn Ihnen der Berlin.Table gefällt, empfehlen Sie uns bitte weiter. Wenn Ihnen diese Mail weitergeleitet wurde: Hier können Sie sich kostenlos anmelden.

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