Das Reich der Mitte spielt in der Raumfahrt seine Trümpfe aus. So lauten viele Schlagzeilen. Chinas Taikonauten (nach dem Wort Taikong 太空 für Weltall) sind auf dem Sprung, 2022 einen eigenen Himmelspalast (Tiangong 天宫) im All zu beziehen, kurz bevor US-Astronauten und russische Kosmonauten ihre überalterte Internationale Raumstation (ISS) räumen müssen. Chinas Fee (Zhang’e 嫦娥) kehrte wieder auf den Mond zurück und lässt dort ihren niedlichen Jadehasen (Yutu 玉兔) als Rover die Rückseite erkunden. Ab Mitte Mai hilft Feuergott (Zhu Rong 祝融) als zweiter Rover, den Mars zu erforschen. Die Volksrepublik, ein Spätankömmling im All, mischt mit traditioneller Folklore ihre Raumfahrtkarten neu – frei nach Konfuzius: „Der Edle ist in der Lage, die Begriffe zu bestimmen und seine Worte zu Taten werden zu lassen.“
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China und Russland arbeiten in vielen Bereichen zusammen – vom florierenden Rohstoffhandel über Pläne einer gemeinsamen Mondstation bis hin zur Ablösung des US-Dollars als Leitwährung. Doch ein genauer Blick zeigt: Die vermeintliche Zuneigung hat klare Grenzen – und Konfliktpotential.
Von Michael Radunski
Chinas Pläne für eine Mondbasis haben mit Russland einen starken und erfahrenen Partner gefunden. Dass die Russen sich für das chinesische und nicht das amerikanische Artemis-Mondbasisprogramm entschieden haben, ist ein Zeichen der Weltpolitik. Gleichzeitig könnten die USA 2024 wegen ihrer eigenen Gesetzgebung erstmals ohne bemannte Basis im Weltraum dastehen.
Von Redaktion Table
Morgen soll die chinesische Marssonde in die Umlaufbahn des Mars einschwenken. Es ist ein Unterfangen, das mit einem Orbiter, Lander und Rover gleich drei Missionen in einer zusammenfügt. Für die Chinesen geht es beim Raumfahrtprogramm um Prestige, Technologie, wirtschaftliche Ziele und um geopolitischen Einfluss.
Von Redaktion Table