Die anderen Mitgliedsstaaten haben sich zu lange hinter EU-Kommission und EuGH versteckt, kritisiert Piotr Buras vom European Council on Foreign Relations (ECFR). Das habe die Krise der Rechtsstaatlichkeit in Ungarn und Polen nur weiter anschwellen lassen. Nun sei es an den Regierungen, den Konflikt auszutragen.
Von Redaktion Table
Im August 1991 riefen die damaligen Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens das Weimarer Dreieck ins Leben. Es sollte die endgültige Überwindung der historischen Feindseligkeiten bedeuten und die Integration Polens in die westliche Gemeinschaft vorantreiben. Doch nach ermutigenden Anfangsjahren besteht im Jubiläumsjahr nur wenig Grund zu Feiern, schreibt David Gregosz, Leiter des KAS-Büros in Warschau. Hoffnung stiftet indessen die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit.
Von Timo Landenberger
Peking verbreitet seine Narrative auch in westlichen sozialen Medien. Vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie haben Desinformationskampagnen mit dem Ziel, China in einem besseren Licht dastehen zu lassen, im Netz zugenommen. Der Erfolg ist allerdings mäßig, wie Beobachterinnen und Beobachter erklären. Sie warnen trotzdem vor einer künftigen Tech-Abhängigkeit des Westens.
Von Amelie Richter
Mehrere Regierungschefs haben beim Gipfel die Linie der Kommissionspräsidentin im Rechtsstaatskonflikt mit Warschau unterstützt. Kanzlerin Merkel mahnt zur Deeskalation.
Von Redaktion Table
Der Konflikt mit Polen, der Streit um die hohen Energiepreise: Beim voraussichtlich letzten EU-Gipfel mit Bundeskanzlerin Merkel drohen hitzige Auseinandersetzungen. Die wichtigsten Themen im Überblick.
Von Redaktion Table
Im Streit um den Rechtsstaat und den Vorrang des EU-Rechts haben sich die Fronten zwischen Polen und der EU weiter verhärtet. Eine Aussprache mit dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki im Europaparlament in Straßburg hat keine schnelle Lösung erkennen lassen. Allerdings deutete Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an, dass sie weiter gesprächsbereit sei.
Von Eric Bonse
Nach dem Urteil des polnischen Verfassungsgerichts zum Verhältnis von nationalem Recht und EU-Recht ist die EU-Kommission in Zugzwang geraten. Sie muss schnell und entschieden handeln, wenn sie eine Erosion des Gemeinschaftsrechts verhindern will. Doch nicht alle Mittel sind erfolgversprechend.
Von Eric Bonse