Beim wichtigsten Thema der Weltklimakonferenz gibt es bislang wenig Fortschritte: den Verhandlungen über das „Paris Rulebook“, die Ausgestaltung des globalen Emissionshandels und Transparenzmechanismen. Auch einige der Erfolgsmeldungen der ersten COP-Woche entpuppen sich auf den zweiten Blick als wenig belastbar.
Von Lukas Knigge
Die Abkehr von fossilen Brennstoffen und ein gerechter Übergang zu grünen Technologien standen am Donnerstag im Mittelpunkt der Weltklimakonferenz (COP26). Besonders beim Kohleausstieg gab es Fortschritte – während der globale Treibhausgas-Ausstoß wieder fast das Vor-Corona-Niveau erreicht hat.
Von Timo Landenberger
Die Arktis spürt den Klimawandel bereits jetzt besonders stark. Mit dem schwindenden Eis wachsen Begehrlichkeiten in der Region: Pekings Aktivitäten im hohen Norden alarmieren Brüssel. Der EU-Sondergesandte für die Arktis, Michael Mann, schätzt das aktuelle Konfliktpotenzial aber als gering ein.
Von Amelie Richter
Europa und die USA wollen bei der Dekarbonisierung der Stahl- und Aluminiumindustrie zusammenarbeiten. Die Vereinbarung biete die Chance auf eine abgestimmte Klimapolitik, analysiert Susanne Dröge von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Doch die Ausgrenzung Chinas könne sich als kontraproduktiv erweisen.
Von Redaktion Table
Auf internationaler Ebene gilt China als Bremsklotz beim Klimaschutz. Doch das Ziel, innerhalb von knapp 40 Jahren seine Emissionen auf „Netto-Null“ zu senken, stellt das Land vor massive wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen.
Von Nico Beckert
Mit der Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ) verpflichteten sich am Mittwoch private Banken, Versicherer und Investoren, die Begrenzung des Klimawandels in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen. Die Firmen verwalten ein Gesamtkapital von rund 130 Billionen Dollar. Die Wirkkraft des Vorhabens muss sich jedoch erst zeigen.
Von Lukas Knigge