Anders als von Umweltschützern erhofft, wurde das Ambitionsniveau des europäischen Emissionshandelssystems (ETS) im Berichtsentwurf von Peter Liese (EVP) nicht erhöht. Dennoch gibt es auch Lob für Lieses Vorschläge. Die ETS-Reform gilt als zentraler Bestandteil des Fit-for-55-Pakets.
Von Lukas Knigge
Im Rahmen ihres Fit-for-55-Pakets hat die EU-Kommission die Einführung eines CO2-Grenzausgleichs für Importe vorgeschlagen. Kürzlich hat der Berichterstatter des Europaparlaments seinen Entwurf vorgelegt und teils weitreichende Änderungen gefordert. Umweltschützer begrüßen die Vorschläge. Die Industrie reagiert geschockt.
Von Timo Landenberger
China gehört zu den größten Verursachern des Klimawandels. Gleichzeitig ist die Volksrepublik stärker von den Folgen der Klimakrise betroffen als andere Staaten. Dem Land drohen in den nächsten Jahrzehnten Kosten in Billionenhöhe, wenn die Weltgemeinschaft den Klimaschutz nicht intensiviert. Das zeigt eine neue Studie der Tsinghua-Universität.
Von Nico Beckert
Das europäische Emissionshandelssystem startete bereits 2005, doch für die Erreichung der globalen Klimaziele ist der Aufbau vergleichbarer Systeme in anderen Staaten wichtig. China spielt dabei eine zentrale Rolle: Mehr als die Hälfte der Kohlekraftwerksemissionen entfiel laut IEA 2021 auf chinesische Kraftwerke. Mittelfristig soll der EU-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) Emissionen weltweit verteuern - Zeit für einen Blick auf den Stand des chinesischen ETS.
Von Redaktion Table
Chinas Emissionshandel geht ins zweite Kalenderjahr. Praktisch alle beteiligten Energieunternehmen haben zum Jahresende 2021 die Auflagen erfüllt. Noch setzt das System aber nicht genug Anreize für Minderungen des Ausstoßes. Doch der Einstieg in die CO2-Bepreisung ist geschafft. Als nächstes werden weitere Branchen einbezogen – jenseits des Energiesektors.
Von Christiane Kuehl
Das Jahr 2021 sollte mit der COP-Konferenz eine Konkretisierung der chinesischen Klimapolitik bringen. Dennoch wirken die Signale jetzt widersprüchlich. Das liegt an mangelnder Abstimmung der verschiedenen Regierungsstellen. Insgesamt zeigt der Daumen jedoch nach oben.
Von Christiane Kuehl