Der EU-China-Gipfel blieb weitgehend ohne Ergebnis. Doch wessen Schuld ist das? Expert:innen sehen die Ursache für das Scheitern auch in schlechter Vorbereitung der Gespräche. Die EU sei nicht auf die chinesischen Vorstellungen eingegangen. Die europäische China-Politik beruhe in Teilen auf Fehleinschätzungen.
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Das Treffen zwischen den Spitzen von EU und China hat keine Annäherung gebracht. Peking spricht beim Ukraine-Krieg weiterhin von einer regionalen Krise, Brüssel warnt vor der Untergrabung der Russland-Sanktionen.
Von Amelie Richter
Die Europäer wollen Peking bei dem virtuellen Gipfel am Freitag dazu bringen, von seinem Verbündeten Russland abzurücken. Die Aussichten auf einen Durchbruch sind zwar gering. Das Zustandekommen des Gesprächs gilt aber bereits als Erfolg.
Von Amelie Richter
Nach Russlands Einmarsch in die Ukraine will die EU den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. Doch Europas Windkraftindustrie steckt in der Krise, chinesische Anbieter drängen inzwischen auf den Markt. Droht ein erneutes Debakel wie in der Solarindustrie?
Von Nico Beckert
Die westlichen Verbündeten halten den Druck auf China beim Gipfelmarathon von Brüssel hoch: Nato, G7 und EU. Peking soll sich von Russland distanzieren – und Moskau auf keinen Fall materielle Hilfe leisten, heißt es unisono. Peking wehrt wie gewohnt ab. Nur ein Diplomat deutet an, dass die Beziehungen zu Russland auch Grenzen haben könnten.
Von Amelie Richter
Der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt leitet heute ein neues US-Gremium zur Kontrolle der Künstlichen Intelligenz. Schmidt ist besorgt: Da China die Technologie zunehmend nutzt, um eine neue Form des Autoritarismus einzuleiten, müssen die Demokratien der Welt zusammenkommen und für ihre eigenen Werte und strategischen Interessen eintreten.
Von Experts Table.Briefings
China strebt in den nächsten Jahrzehnten die Führerschaft bei Innovationen und High-Tech an. Almuth Wietholtz-Eisert von der Leibniz-Gemeinschaft erklärt im Interview, was das für deutsche Wissenschaftlerinnen und Forscher bedeutet. Internationale Kooperationspartner dürfen nicht die Augen davor verschließen, dass Forschung in China oft militärischen, wirtschaftlichen oder repressiven Zwecken der KP diene. Wietholtz-Eisert warnt vor erzwungenen Technologietransfers und gezielten Cyberangriffen. Das Interview führte Michael Radunski.
Von Redaktion Table