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Johnny Erling

Zehntausend Jahre soll er leben

Der Personenkult um Xi Jinping nimmt immer neue Formen an. Mittlerweile lässt er sich auch Chinas "Steuermann" nennen. Nur noch wenig fehlt, um mit dem Meister des Personenkults, Mao Zedong, gleichzuziehen. Dabei zeigt eine historische Anekdote, dass der Personenkult auch gern vom Hochgelobten selbst ausgeht.

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Johnny Erling

Maotai – Chinas flüssiges Gold

Schottland hat seinen Whisky, Frankreich Wein, Cognac und Champagner. In China ist der Maotai das Nationalgetränk. Er ist gleichzeitig Luxusobjekt und steht für Korruption. Nur den Weltmarkt konnte der Schnaps noch nicht erobern. Henry Kissinger und Ronald Reagon können berichten, warum dem Hochprozentigen bisher kein Exporterfolg vergönnt ist.

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Studie zu China-Berichterstattung ignoriert die politische Realität

Kürzlich veröffentlichte die Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Studie mit dem Titel "Die China-Berichterstattung in deutschen Medien im Kontext der Corona-Krise". Darin werfen die Autor:innen den Texten aus sieben untersuchten Zeitungen und Magazinen „eine westliche Werteagenda und eurozentristische Perspektive“ vor. In der Berichterstattung würden „Klischees und Stereotypen“ aufgegriffen. Politikwissenschaftler und China-Experte Andreas Fulda von der Universität Nottingham hält die Schlussfolgerungen der Studie für falsch.

Von Redaktion Table

Johnny Erling

Chinesische Verwirrspiele mit Visitenkarten

Mit schwarzer Tusche auf rotem Grund, so sahen chinesische Visitenkarten aus, die einst Abgesandte des Kaiserhofes überreichten. Namenskarten waren in China bereits vor tausenden von Jahren im Umlauf. Die Geste, wie sie überreicht werden — mit beiden Händen — wurde allerdings kopiert. Mittlerweile reicht zum Tausch der Kontakte allerdings ein Tippen auf das Smartphone aus.

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nora sausmikat China

Kohleausstieg außerhalb Chinas – was ändert sich jetzt?

Chinas Präsident Xi Jinping hat bei der jüngsten UN-Vollversammlung medienwirksam angekündigt, keine neuen Kohleprojekte mehr im Ausland zu verfolgen. Zur Weltklimakonferenz in Glasgow zieht Nora Sausmikat von der Umweltrechtsorganisation urgewald e.V. Bilanz. Nach wie vor gehört China zu den größten Expansionisten bei Kohlekraftwerken weltweit. Auch der Umstieg auf Gas und Flüssiggas sind nur "Scheinlösungen", die selbst das Pariser Klimaabkommen gefährden. Ohne den echten Ausstieg im Inland wird zudem der Rückzug aus der Kohle im Ausland kaum klappen.

Von Ning Wang

Andreas Fuchs

Schuldenfalle oder großzügige Auslandshilfe?

Lockt China andere Schwellenländer in eine "Kreditfalle"? Chinas besondere Form der Auslandshilfe lädt zu Missverständnissen ein. Eine tiefgehende Analyse öffentlich zugänglicher Daten durch Forscher macht es möglich, ein wesentlich differenzierteres Bild zu zeichnen.

Von Redaktion Table

Chinas Wirtschaft muss wieder stärker wachsen

Die anhaltende Energieknappheit sowie die Krise um den Immobilienentwickler Evergrande bestimmen derzeit die Schlagzeilen. Auch wenn so manche Einschätzung falsch ist, drohen dennoch langfristige Probleme. Chinas Politik muss jetzt handeln, so Yu Yongding, der jahrelang das Institut für Weltwirtschaft und Politik an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften in Peking leitete.

Von Redaktion Table

Johnny Erling

Radieren für Chinas Zukunft

Kritik am Nationalen Volkskongress gibt es nicht nur aus dem Westen. Auch in China werden die Abgeordneten hinter vorgehaltener Hand die "Handhochheber" genannt. Präsident Xi nimmt sich dem "Parlament" Chinas nun mit allerlei ideologischen Klimmzügen an. Der Volkskongress sorgt seiner Ansicht nach für eine breite Teilhabe der Bevölkerung. Den westlichen Demokratien stellt Xi ein schlechtes Zeugnis aus.

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Joseph E Stiglitz: Diffamierung von IWF-Chefin Georgiewa

Diffamierung der IWF-Chefin?

Die Vorwürfe gegen Kristalina Georgiewa, Direktorin des Internationalen Währungsfonds, seien Diffamierungsversuche, kritisiert Nobelpreisträger Joseph Stiglitz. Georgiewa soll sich in ihrer Zeit bei der Weltbank dafür eingesetzt haben, den „Doing Business Report“ zugunsten Chinas zu schönen. Das Ranking misst das Geschäftsklima in den unterschiedlichen Ländern. Stiglitz warnt vor einem Putschversuch beim IWF, der das Management des Fonds auf Jahre hinaus belasten könnte.

Von Redaktion Table

Johnny Erling

China braucht sich nicht zu entschuldigen. Oder doch?

Die Anordnung der Behörden in Hongkong, diese Woche ein Mahnmal für das Tiananmen-Massaker abzubauen, zeigt die Stoßrichtung Pekings in der Erinnerungskultur: Die Zentralregierung will die Welt zwingen, den Vorfall zu vergessen. Denn Versuche zur Vergangenheitsbewältigung passen nicht zur Agenda der heutigen chinesischen Führung.

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