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Table.Standpunkt

Die Globalisierung der EV-Revolution

Der Markt für Elektrofahrzeuge entwickelt sich weitaus dynamischer als das vor Jahren zu erwarten war. Länder, die den Trend jetzt nicht erkennen und ihre Ökonomien umstellen, werden in Zukunft hohe Folgekosten tragen, glauben der frühere Vizepräsident des Internationalen Währungsfonds, Min Zhu, und die Ökonomen Fuad Hasanov und Reda Cherif. Das Trio von staatsnahen Ökonomen glaubt: Marktkräfte in den Schwellenländern werden die Elektro-Revolution viel schneller vorantreiben, als die behäbigen Akteure in den etablierten Industrieländern bisher erwarten.

Von Redaktion Table

Ausländer in China: Eine verschwindende Minderheit?

Der Lack blättert ab vom Glanz der marktwirtschaftlichen Reformen in China, weil sich Partei und Staat ständig willkürlich einmischen. Auch mit Pekings seit 40 Jahren verheißener Öffnungspolitik ist kein Staat zu machen. Das zeigte sich gerade wieder an der marginalen Zahl der in China ansässigen Ausländer. Vom neuen Zensus wurden 845.697 Ausländer im ganzen Land gezählt. Das sind umgerechnet nur 0,06 Prozent der Bevölkerung. Die angeblich globalisierte Volksrepublik ist mit ihrem Ausländeranteil das Schlusslicht unter allen großen Staaten der Welt.

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Die Auswirkungen der Pandemie auf Chinas Wachstumsaussichten

Der Direktor des Instituts für Weltwirtschaft und Politik an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften, Yu Yongding, äußert sich besorgt über die Wachstumsaussichten Chinas für die zweite Jahreshälfte. Er hegt Zweifel an der Null-Covid-Strategie und mahnt zur richtigen Steuer- und Geldpolitik, damit die Maßnahmen auch bei den kleineren und mittelgroßen Unternehmen ankommen.

Von Redaktion Table

Pekings neue Lehrbücher: „Ich bin ein Schüler Xi Jinpings“

Im September startete das Schuljahr mit neuen Büchern. Nach einem Erlass des Erziehungsministeriums wurde das "Xi-Jinping-Denken über den besonderen chinesischen Sozialismus für das neue Zeitalter“ darin aufgenommen. Peking steigert damit nicht nur den Personenkult. Ein Jahr vor dem großen Wahlparteitag ist es auch ein Zeichen, dass Xi weiter über China herrschen will und wird — schließlich sind seine Gedanken nun auch Pflichtlektüre in allen Schulen.

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Die KI-Revolution und der strategische Wettbewerb mit China

Der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt leitet heute ein neues US-Gremium zur Kontrolle der Künstlichen Intelligenz. Schmidt ist besorgt: Da China die Technologie zunehmend nutzt, um eine neue Form des Autoritarismus einzuleiten, müssen die Demokratien der Welt zusammenkommen und für ihre eigenen Werte und strategischen Interessen eintreten.

Von Redaktion Table

Es muss nicht zum Krieg zwischen den USA und China kommen

Ein ehemaliger Top-Militär und ein Finanzexperte, beide aus den USA, bewerten die Gefahr eines Kriegs zwischen den USA und China als eher gering. Zwar wird immer öfter vor so einem Szenario gewarnt. Doch es gibt reichlich Ausnahmen von der historischen Erfahrung, dass eine aufstrebende Macht oft mit einer etablierten zusammenprallt. Im Fall der Vereinigten Staaten und Chinas sind die genauen Umstände zu berücksichtigen.

Von Redaktion Table

Drei-Kind-Politik: Chinas Planer schneiden Schnittlauch

So rasch hat Chinas Führung noch nie ihre Politik geändert. Im Eilverfahren hat der Volkskongress Chinas Frauen am vergangenen Freitag erlaubt, drei Kinder auf die Welt zu bringen. Angst vor Bevölkerungsrückgang, rapider Überalterung und Mangel an Jungarbeitern gaben den Ausschlag zur radikalen Abkehr von der ehemaligen Ein-Kind-Gesellschaft. Doch die Zensur kann nun den Ärger in der Bevölkerung kaum noch unterdrücken: Wenn jetzt Geburtenmangel droht, wofür war der grausame Zwang in der Vergangenheit nötig?

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Gabriel Felbermayr zur Abkopplung Chinas

Abkoppelung von China kann für Europa teuer werden

Der Auftakt der Veranstaltungsreihe "Global China Conversations" des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel (IfW Kiel) gilt der Frage des "Decoupling", der Entkopplung von Lieferstrukturen zwischen den Weltgegenden. Eine Politik größerer Eigenständigkeit für Deutschland und die EU hat zwar im Verlauf der Corona-Krise immer mehr Freunde gewonnen. Die Befürworter einer wirtschaftlichen Entflechtung übersehen jedoch, wie hoch die Kosten dafür ausfallen, schreibt IfW-Präsident Gabriel Felbermayr im China.Table. Denn Handel und Austausch sind effizient und schaffen Wohlstand.

Von Redaktion Table

Wo Chinas Führung politisch baden geht

Pekinger Spitzenpolitiker hüten alles, was sie persönlich betrifft, wie ein Staatsgeheimnis. Selbst, wann sie Sommerpause machen und wo sie diese verbringen. Doch es gibt eindeutige Hinweise, dass sie sich derzeit im Prominentenbadeort Beidaihe 北戴河 erholen und dabei nicht nur urlauben.

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