Nancy Pelosi bekam nicht nur Zustimmung für ihre Reise nach Taiwan. Vor allem aus Asien, aber auch aus anderen Teil der Welt, hagelte es Kritik. Der Vorwurf: Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses habe aus Eigeninteresse die geopolitische Stabiltät ins Wanken gebracht. Auch weil der Nationalismus in China zunimmt, könnte sich Peking zu Wiedergutmachung dafür gezwungen sehen, dass es Pelosi gewähren ließ.
Von Frank Sieren
Die Auswirkungen der Pelosi-Reise betreffen nicht nur China und Taiwan, sondern auch alle anderen Nachbarländer. Vor allem Japan gerät in die Konfliktzone. Die Asean-Staaten kritisieren China und die Reise der US-Politikerin.
Von Christiane Kuehl
Der prominente Politologe Minxin Pei erklärt die Gründe für das heftige Säbelrasseln in der Taiwanstraße: China will ein Stoppsignal setzen, weil es die schrittweise Verschiebung der US-Position zugunsten Taiwans nicht tolerieren kann. Das birgt Gefahren, denn den Beteiligten könnte die Kontrolle über die Situation entgleiten. Ein direkter Angriff auf Taiwan ist derzeit dagegen unwahrscheinlich, denn Xi Jinping strebt durchaus keine Vereinigung um jeden Preis an.
Von Redaktion Table