Rüstungsindustrie: Rheinmetall erzielt Rekordumsatz und setzt auf Drohnentechnologie

14. März 2026

Deutschlands größter Rüstungskonzern verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 9,9 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg auf 1,8 Milliarden Euro. Auf das aktuelle Jahr schauend, prognostizierte CEO Armin Papperger ein Milliardengeschäft mit unbemannten Systemen. Schon bald will die Bundeswehr auch Rheinmetalls Kampfdrohnen beschaffen, sagte Papperger auf der Bilanzpressekonferenz. Damit steigt die Konkurrenz im umkämpften Drohnen-Markt: Die Start-ups Helsing und Stark hatten Ende Februar erste Großaufträge von der Bundeswehr erhalten.

Im vergangenen Jahr hat Papperger Rheinmetall weiter zum Systemhaus ausgebaut. Mittlerweile macht der Konzern, der früher für Munition und Panzer bekannt war, Geschäfte in allen militärischen Domänen:

  • Zur See produziert man nach der Übernahme der NVL-Werften Schiffe, von Fregatten bis Minensuchboote.

  • Für die Luft kooperiert man weiter mit den US-Konzernen Lockheed Martin und Northrop Grumman beim Bau von F-35-Kampfjets. Zudem soll jetzt die Produktion von Drohnen hochgefahren werden.

  • An Land läuft das Geschäft mit militärischen Fahrzeugen weiter bestens. Der Konzern treibt außerdem den Verkauf des schwächelnden, zivilen Autozuliefergeschäfts weiter voran.

  • Im Bereich „Space/Cyberspace” gründete Rheinmetall ein Joint-Venture mit dem finnischen Satelliten-Start-up Iceye und erwartet weitere Aufträge in Milliardenhöhe.

Bei welchen anderen Geschäftsfeldern der Rheinmetall-Chef Potenzial sieht und wann die Beschaffung der Rheinmetall-Drohnen beschlossen werden könnte, lesen Sie im Security.Table. Robert Wallenhauer

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Letzte Aktualisierung: 14. März 2026