Globale Risiken: Geoökonomie verdrängt Umweltprobleme kurzfristig

Das Weltwirtschaftsforum hat seinen neuen Risikoreport vorgestellt. Langfristig bedrohen Extremwetterereignisse sowie der Verlust von Biodiversität und der Kollaps von Ökosystemen die Menschheit am stärksten.

17. Januar 2026

Auf die kommenden zwei Jahre betrachtet stellen die geoökonomischen Krisen das größte Risiko für die Menschheit dar. Langfristig hingegen bedrohen Umweltgefahren den Planeten am stärksten. Das ist das Ergebnis des neuen „Global Risks Report“, den das Weltwirtschaftsforum zum 21. Mal zu Beginn des Jahres und kurz vor seinem Treffen in Davos veröffentlicht hat.

Das Ranking beruht auf der Einschätzung von mehr als 1.300 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft. Je höher die Positionierung, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis negative Folgen für einen signifikanten Teil des globalen Bruttosozialprodukts, die Bevölkerung oder die natürlichen Ressourcen haben wird.

Auffallend ist, dass das Risiko einer „geoökonomischen Konfrontation“ in der Zweijahresvorschau auf Platz eins gelandet ist – 2025 lag es noch auf Platz neun. Die Risiken, die aus „Extremwetterereignissen“ und „Verschmutzung“ entstehen, werden aktuell als weniger relevant als im vorigen Report eingestuft.

Bei der Zehnjahresvorschau hingegen bestätigen die Befragten ihre Einschätzung weitgehend. Bis 2036 nehmen fünf Umweltereignisse einen Platz unter den „Top 10“ ein. Darunter „Extremwetterereignisse“ und „Verlust von Biodiversität und Kollaps von Ökosystemen“ auf Rang eins und zwei. „Geoökonomische Konfrontation“ wird in zehn Jahren nur eine untergeordnete Rolle spielen (Platz 19), so die Prognose. Marc Winkelmann

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Letzte Aktualisierung: 17. Januar 2026