Commerzbank weist Vorwürfe zurück, nicht gesprächsbereit zu sein

08. April 2026
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp - bitte Bilderdownload erlauben
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp. (Commerzbank)

Die Unicredit treibt ihre Pläne zur Übernahme der Commerzbank weiter voran und hat für den 4. Mai eine außerordentliche Hauptversammlung angesetzt. Dort soll eine Kapitalerhöhung beschlossen werden, um neue Aktien für das geplante Übernahmeangebot zu schaffen. Geplant ist einer Mitteilung der italienischen Bank vom Donnerstag vor Ostern zufolge die Ausgabe von maximal 470 Millionen Stammaktien. Ziel ist es, den Anteil der ihnen gehörigen Commerzbank-Aktien auf über 30 Prozent auszubauen, ohne aber eine Kontrollmehrheit anzustreben.

Bislang hielt Unicredit rund 29 Prozent. Die Bank hatte die 30-Prozent-Schwelle bisher bewusst nicht überschritten. Durch die Aktienrückkäufe rutscht die Unicredit-Beteiligung aber immer näher an die Grenze heran, da sich die Gesamtzahl der Aktien im freien Umlauf reduzierte. Mitte März hat die Unicredit dann ein freiwilliges Übernahmeangebot für den Frankfurter Dax-Konzern angekündigt. Doch: „Beim derzeitigen Bewertungslevel ist eine Übernahme wirtschaftlich nicht attraktiv“, sagte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp im Gespräch mit Table.Briefings.

Die Commerzbank weist die am Karfreitag laut gewordenen Vorwürfe der UniCredit zurück, sie verweigere Gespräche über eine mögliche Übernahme. Die Bank betont, sie habe mehrfach Austausch angeboten, kritisiert jedoch ein zu niedriges Angebot sowie mangelnde Abstimmung seitens der Italiener. Eineinhalb Jahre zieht sich das Übernahmedrama schon und eine einvernehmliche Lösung scheint derzeit weiterhin nicht in Sicht. Nina Anika Klotz

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Letzte Aktualisierung: 08. April 2026