Laptops und Tablets für den Keller

In Sachsen-Anhalt geht es wie fast überall in der Republik: Lehrerinnen und Lehrer warten auf ihre neuen digitalen Dienstgeräte. Beim Ausliefern der Laptops und Tablets geht das Bundesland allerdings originell vor. Schulleiter berichten, dass die wertvollen Geräte zum Teil ohne Ankündigung einfach vor der Schule abgestellt werden. Lieferungen von mehreren Tausend Euro stehen plötzlich herum. Die Auslieferung erfolgt ohnehin zur Unzeit. Ab morgen sind in Sachsen-Anhalt Schulferien – viele der Geräte trudeln aber erst seit letzter Woche ein. Rektoren berichten, sie müssten die Geräte jetzt erst mal in den Keller stellen. Das liegt nicht nur an der unkonventionellen Zustellung, sondern auch an den IT-Administratoren. Sie sollen die Geräte einrichten, verwalten und den Lehrkräften erklären. Nicht nur in Sachsen-Anhalt wird aber man noch lange auf die Admins warten müssen. 

Dienstgeräte eher zufällig entdeckt

Inzwischen beschweren sich Schulträger im Ministerium über den „sehr problematischen Ablauf der Anlieferung“ der zentral bestellten Endgeräte. „Keine Schule wurde vorab über das konkrete Lieferdatum informiert, die Geräte waren plötzlich da und wurden teilweise einfach vor dem Schulgebäude abgestellt (und dann von Mitarbeitern eher zufällig entdeckt)“, heißt es im Schreiben eines Schulträgers ans Ministerium, das Bildung.Table vorliegt. „Kaum eine der Schulen hat derzeit einen Plan oder eine Handlungsanweisung Ihres Hauses (das ja Eigentümer dieser Geräte ist) zur Ausgabe und Verwendung der Geräte ggü. ihrer Lehrerschaft.“ Eigentlich hatte Sachsen-Anhalt bei dem halbstaatlichen Dienstleister „Dataport“ zentral bestellt, um schneller und billiger an Dienstgeräte zu kommen.

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