Versand von Medikamenten: Notwendiger Versorgungsweg oder Sicherheitsrisiko?

22. März 2026

Versand von Medikamenten: Notwendiger Versorgungsweg oder Sicherheitsrisiko? Im Rahmen der Apothekenreform könnten laut BMG-Entwurf die Vorgaben für den Versand von Arzneimitteln verschärft werden, darunter die Temperaturkontrolle. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände begrüßt das. Wer Arzneimittel aus dem EU-Ausland bestelle, kaufe eine medizinische Blackbox, schreibt Vizepräsidentin Ina Lucas in einem Standpunkt für Table.Briefings. Kein Patient sehe einem Paket an, welchen Temperaturschwankungen die Medikamente darin ausgesetzt gewesen seien. Apotheken in Deutschland müssten dagegen jede Abweichung dokumentieren. Es brauche „gleiche Standards für alle Marktteilnehmer“, sagt Lucas.

Ganz anders sieht das Olaf Heinrich, CEO von Redcare Pharmacy, vormals Shop Apotheke Europe. Sollten die Verschärfungen für den Versandhandel umgesetzt werden, schreibt Heinrich, schneide die Bundesregierung einen essenziellen Versorgungsweg ab. Mehr als 26 Millionen Patienten in Deutschland würden diesen Weg regelmäßig nutzen. Und nicht zuletzt böten Online-Apotheken ihre Ware meist günstiger an als Vor-Ort-Apotheken. Die Apothekerschaft will am Montag mit einem bundesweiten Protesttag auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam machen. Magdalena Latz

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Letzte Aktualisierung: 22. März 2026