US-Angriff auf Iran: Die Europäer wollen Trump nicht verärgern

01. März 2026

US-Angriff auf Iran: Die Europäer wollen Trump nicht verärgern. Europäische Staats- und Regierungschefs warnen vor einer Eskalation im Nahen Osten, schrecken aber mit wenigen Ausnahmen vor offener Kritik am Vorgehen der USA und Israels zurück. „Frankreich, Großbritannien und Deutschland haben wiederholt an das iranische Regime appelliert, das Nuklearprogramm einzustellen und das ballistische Raketenprogramm zu reduzieren“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs der drei Länder. Man sei nicht an den Militärschlägen beteiligt, stehe aber im engen Kontakt mit den internationalen Partnern.

Deutliche Kritik kommt einzig von Pedro Sánchez. „Wir lehnen die einseitige Militäraktion der Vereinigten Staaten und Israels ab, die eine Eskalation darstellt und zu einer unsicheren internationalen Ordnung beiträgt“, schrieb Spaniens Regierungschef auf X. Die Europäer versuchen in einer schwierigen Gratwanderung, Kritik zu üben, ohne die Trump-Regierung zu verärgern. „Wir rufen zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen auf und fordern die iranische Führung auf, eine Verhandlungslösung zu finden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens weiter. Verurteilt werden auch Irans willkürliche Angriffe auf Staaten in der Region. Wie die Mitgliedstaaten und die EU-Spitze sich in Brüssel positionieren, lesen Sie im Europe Table. Stephan Israel

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Letzte Aktualisierung: 01. März 2026