Regierung löscht CO₂-Zertifikate 

Was soll mit überschüssigen CO₂-Zertifikaten geschehen? Das Wirtschaftsministerium bestätigt einen Vorgang.

14. Februar 2024

Ein Vorwurf gegen den Kohleausstieg lautet: Er bringe keinen Klimaschutz, weil die frei werdenden CO₂-Zertifikate im EU-Emissionshandel anderswo eingesetzt werden. Zuletzt hatte auch Christian Lindner so argumentiert. Doch die Bundesregierung hat das nun zumindest für die Jahre 2021 und 2022 verhindert. Alle überschüssigen CO₂-Zertifikate aus der Stilllegung von Kohlemeilern würden in die „Marktstabilitätsreserve“ (MSR) der EU überführt und dort später gelöscht, hat das Wirtschaftsministerium im Gespräch mit Table.Media bestätigt.

Damit verzichtet Deutschland gleichzeitig auf Einkünfte aus der Versteigerung dieser Lizenzen, die genaue Höhe ist allerdings unbekannt. 2022 erbrachte die Versteigerung aller CO₂-Lizenzen für Deutschland 6,8 Milliarden Euro, die dem Klima- und Transformationsfonds zuflossen. Mehr dazu lesen Sie im Climate.Table.

Briefings wie Berlin.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden

Letzte Aktualisierung: 24. Juli 2025