Buchhandlungspreis: SPD-Fraktionschef aus Bremen rückt von Weimer ab

15. März 2026

Buchhandlungspreis: Bremens SPD-Fraktionschef rückt von Weimer ab. Die Kritik an Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wächst. Nach der Entscheidung des Kulturbeauftragten, drei Buchhandlungen, darunter eine aus Bremen, vom Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen, fordert ihn nun der Chef der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen, Mustafa Güngör, auf, „alle Belege und Erkenntnisse, die er im Rahmen dieses Eklats erhalten hat, auf den Tisch zu legen“. Güngör sagte weiter: „Wenn er das nicht kann oder will, sollte er daraus Konsequenzen ziehen und sein Amt zur Verfügung stellen.“ Gegebenenfalls solle der Bundeskanzler eingreifen. Weimer hatte die Preisverleihung abgesagt, die diese Woche auf der Leipziger Buchmesse hätte stattfinden sollen.

Für Güngör führt Weimer einen „Kulturkampf“, was „dem Amtsverständnis eines Kulturstaatsministers unwürdig“ sei. Anstatt sich schützend vor Kulturinstitutionen zu stellen und hohe Maßstäbe an Eingriffe anzulegen, führe der Staatsminister angebliche, unbelegte Erkenntnisse des Verfassungsschutzes ins Feld. Zumal keine der Buchhandlungen bisher in einem Verfassungsschutzbericht Erwähnung gefunden hätten. In Bremen soll der auf die Fassade der Buchhandlung gepinselte Spruch „Deutschland verrecke bitte“ für eine verfassungsfeindliche Einordnung ausgereicht haben. Was Güngör von Wolfram Weimer eigentlich erwartet hätte, lesen Sie im Standpunkt im Berlin.Table. Horand Knaup

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Letzte Aktualisierung: 15. März 2026