Table.Briefings

Analyse

Chinas Propaganda in westlichen Medien

China nutzt die wirtschaftlichen Nöte von westlichen Verlagen, um sich für seine Propaganda Plattformen im seriösen Gewand zu erkaufen. In den USA, aber auch in Deutschland, fließen große Summen in Anzeigen und Beilagen in renommierten Zeitungen und Magazinen. Besser könnte es für Peking kaum laufen. Denn so erhält die Volksrepublik eine Plattform für die Darstellung ihrer politischen Interessen.

Von Marcel Grzanna

Rivalität zwischen Indien und China nimmt zu

Indien baut seine Truppenstärke an der Grenze zu China massiv aus. Mehr als 50.000 zusätzliche Soldaten schickte es in den Norden. Ein Blick auf die Zahlen der beiden Länder zeigt jedoch: Für Indien ist es aufgrund seiner relativen wirtschaftlichen Schwäche im Vergleich zu China immer schwieriger das Machtgleichgewicht zu halten — das Land könnte sich in die Ecke gedrängt fühlen. Ein Krieg zwischen den Atommächten ist dennoch sehr unwahrscheinlich.

Von Frank Sieren

Klar zur Wende? Schifffahrt soll für Emissionen zahlen

Die Schifffahrt soll einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und in den europäischen Emissionshandel aufgenommen werden. Vielen geht der Vorschlag der EU-Kommission jedoch nicht weit genug. Auch die Initiative für den Umstieg auf klimafreundlichere Kraftstoffe sei ungeeignet, kritisieren Experten.

Von Timo Landenberger

Entertainment nur wie es die Partei erlaubt

Chinas Jugend sucht sich ihre Freiheiten in Musik, Konsum und der Unterhaltungsindustrie. Kris Wu, Chinas Justin Bieber, ist einer der großen Stars der Pop-Szene mit Millionen Followern auf Weibo. Nun wurden Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs gegen Wu vorgebracht. Chinas Behörden nutzen solche Anschuldigungen nur zu gern. Mit neuen Verhaltensregeln für Schauspieler und Prominente verengen sie den Raum für persönliche Freiheiten und Entfaltung in der Kultur.

Von Ning Wang

Harte Urteile für Kanadier sorgen für Spannungen

Drei Kanadier sind in den geopolitischen Mahlstrom um die mögliche Auslieferung der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou aus Vancouver in die USA geraten. Sie sitzen in China in Haft. Gegen zwei von ihnen wurden diese Woche harte Urteile gesprochen. Die Beziehungen zwischen Kanada und China sind auf dem vorläufigen Tiefpunkt – während der Auslieferungsprozess von Meng auf seine Entscheidung zusteuert.

Von Christiane Kuehl

„Das Schulbuch gibt Sicherheit“

Das Ende des Schulbuches ist noch nicht besiegelt, meint der Schulbuchverleger und Gründer David Klett. Ein Gespräch darüber, was Künstliche Intelligenz in der Schule soll, über open educational resources - und wie gefährlich Eingriffe von Zentralregierungen in den Bildungsmarkt werden können.

Von

Schulbuchverlage machen jetzt KI

Der Modellversuch für Künstliche Intelligenz der KMK entwickelt sich zum Wirtschaftskrimi. Eigentlich waren die Schulbuchverlage bereits raus - aber jetzt dürfen sie überraschend doch KI machen. Derweil warten die deutschen digitalen Bildungsanbieter immer noch auf eine Audienz bei den Bildungsministern. Ihre Geduld sinkt

Von

Neue Seidenstraße: Peking missachtet Menschenrechte

Im Zuge der Belt-and-Road-Initiative (BRI) führt Peking zehntausende Auslandsprojekte durch. Das globale Infrastrukturprojekt Chinas steht regelmäßig wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. In einer neuen Studie hat das Business and Human Rights Resource Centre nun 679 Vorwürfe gegen China und seine Unternehmen zusammengetragen.

Von Nico Beckert

Neue Chancen durch Tech-Crackdown

Die US-Ratingagentur S P bewertet den staatlichen Crackdown gegenüber chinesischen Tech-Giganten als Möglichkeit, das Wirtschaftswachstum des Landes auf ein gesünderes Fundament zu stellen, den Wettbewerb anzukurbeln und die Vielfalt an Unternehmen zu erhöhen. Andere westliche Tech-Analysten sehen das ähnlich – und gehen davon aus, dass die Interessen Pekings und der westlichen Staaten gegenüber den Tech-Giganten gar nicht so unterschiedlich sind.

Von Frank Sieren