Table.Briefings

Analyse

LinkedIn sperrt Nutzer-Profile mit "problematischen Inhalten"

Der "falsche" Titel einer akademischen Arbeit genügt beim beruflichen Online-Netzwerk LinkedIn, um das Profil eines Nutzers in China unsichtbar zu machen. Das Unternehmen verteidigt sich als nachdrücklicher Befürworter der Meinungsfreiheit, beugt sich aber dem Druck aus Peking. Der Fall eines schwedischen LinkedIn-Users zeigt, wie entschlossen die Volksrepublik versucht, unangenehmen Themen aus dem Diskurs zu verbannen.

Von Marcel Grzanna

Stau von Containern in Shenzhen stört Welthandel

Der Hafen von Shenzhen erlebt nach einem kleinen Corona-Ausbruch einen doppelten Stau: Drinnen stapeln sich die Waren, draußen liegen Frachter, die aufs Anlegen warten. Die Folgen für die Logistik sind bereits rund um den Globus zu spüren. Industriegüter kommen zu spät in den Zielmärkten an und die Preise steigen. Das Ifo-Institut schlägt derweil eine simple Gegenmaßnahme vor.

Von

BBK – der größte Smartphone-Hersteller der Welt

Wie heißt der größte Smartphone-Hersteller der Welt? Samsung, Apple, Huawei? Alles falsch. Die chinesische Firma BBK Electronics ist Verbrauchern zwar praktisch unbekannt, stellt jedoch jedes vierte Handy der Welt her. Verkauft werden sie über eine ganze Reihe von Marken, darunter Oppo und Vivo.

Von Redaktion Table

Die Vereinheitlichung der Sozialpunktesysteme rückt näher

Bei der Einführung eines landesweiten Sozialpunktesystems hinkt China seinem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Das System besteht aus verstreuten Feldversuchen, die hauptsächlich den wirtschaftlichen Austausch von Firmen regeln. Die politische Kontrolle von Individuen steht derzeit nicht im Mittelpunkt, doch das kann sich ab jetzt recht schnell ändern. Die Einführung wird in der Bevölkerung eher begrüßt als kritisiert.

Von Frank Sieren

„Das Schulsystem hat keinen Kopf“

Daniel Bialecki war Geschäftsführer der Lernplattform Scoyo. Er bedauert die Vorurteile und die toxische Lagerbildung, die unter denen herrscht, die Schule reformieren wollen. Der Berater hat einen Vorschlag, wie alle Beteiligten dem sehr sehr kranken Patienten Schule helfen könnten.

Von

Chinesischer Wüsten-Bordeaux

Chinas Weinanbau wächst, vor allem im westchinesischen Ningxia. Bis 2023 will China so viel Rebfläche haben wie das traditionelle Anbauland Deutschland. Die Weine gewinnen immer mehr internationale Preise. Das hat auch Auswirkungen auf die Exporteure in Europa: Je mehr China selbst anbaut, desto weniger müssen die Chinesen importieren. Schon 2020 wurde 25 Prozent weniger eingeführt, obwohl der Konsum fast gleichgeblieben ist. Für Deutschland gehört China zu den fünf wichtigsten Märkten.

Von Frank Sieren

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"China wird immer mächtiger, aber die KP durchlebt Albträume"

In wenigen Tagen feiert die Kommunistische Partei Chinas ihr hundertjähriges Bestehen. Im Interview erklärt der Sinologe Klaus Mühlhahn die Erfolgsgeschichte, die lange Zeit keine war – und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart: Historische Brüche bestimmen weiterhin das Handeln der Führung um Xi Jinping. Mit Mühlhahn sprach Michael Radunski.

Von Michael Radunski

Didis trotziger Börsengang in New York

Didi ist Platzhirsch auf dem chinesischen Markt für Fahrdienste. Doch ausgerechnet vor seinem geplanten Börsengang nehmen die Behörden das Unternehmen in die Mangel. Trotzig baut Didi seine internationale Präsenz aus. Die Basis bleibt jedoch die Heimat. Hier will das Unternehmen von der zunehmenden Mobilität und Urbanisierung profitieren.

Von Ning Wang

Tencent gegen Bytedance: Platzhirsch und Heimvorteil

Der Ton in Chinas hart umkämpftem Technologiesektor wird rauer. Das Ringen um Dominanz und Pluralismus in der chinesischen Netzwelt verlagert sich auf die Unternehmensebene — die Konflikte zwischen Bytedance und dem Internetgiganten Tencent sind ein beispielhaftes Lehrstück für die Verteilungskämpfe.

Von Christiane Kuehl

"Niemand will in die Vor-Pandemie-Zeit zurück"

Gemeinsam mit Thüringen und Niedersachsen startet Brandenburg eine Schulcloud, die mit dem Hasso-Plattner-Institut entwickelt wurde. Im Interview mit Bildung.Table sagt die zuständige Bildungsministerin in Potsdam, Britta Ernst, die Cloud löse Datenschutzprobleme, die andere Bundesländer haben. Und Ernst verrät: Es haben schon einige Länder an ihrer Cloud Interesse bekundet.

Von Antje Sirleschtov