Umweltmister Schneider in China: Joint Ventures und Investitionen in Klimatechologie

Umweltminister Schneider wirbt in China um Joint Ventures für Klimaschutztechnologien. Experten warnen jedoch vor der wachsenden Dominanz Chinas in Zukunftstechnologien und empfehlen neue europäische Strategien.

04. April 2026

Umweltminister Carsten Schneider war vergangene Woche zum Antrittsbesuch in Peking und Shanghai. Sein Fazit: „China verfolgt mit seinem Einsatz für erneuerbare Energien und Umwelttechnologien keinen Selbstzweck, sondern eine klare ökonomische Strategie.“ Grüne Technologien trugen 2025 rund ein Drittel zum Wachstum Chinas bei. In vielen Bereichen wie Solaranlagen, E-Autos und Batterien hat China eine große Dominanz aufgebaut.

Nun wirbt Schneider um Investitionen in Deutschland. Chinesische Unternehmen sollten etwa Joint Ventures mit deutschen Partnern eingehen. Beide Seiten könnten „gegenseitig viel voneinander lernen mit Blick auf neue Technologien“, so Schneider. Der China-Experte des Thinktanks Asia Society, Li Shuo, mahnt allerdings im Gespräch mit Table.Briefings, die Wettbewerbsvorteile Chinas würden weiterwachsen. Nicht nur dominiere China wichtige Märkte für Zukunftstechnologien wie Solarmodule, Windkraftanlagen, E-Autos und Batterien und die dafür benötigten Mineralien. Das Land treibe auch die „Elektrifizierung voran, auch das ein hilfreicher Faktor, um in Spitzentechnologien noch weiter voranzukommen“.

Li empfiehlt Handelsschutz und Investitionen in chinesische „Gewinner“. Deutsche Unternehmen mit „finanzieller Schlagkraft“ sollten „in großem Stil in die Gewinner“ der Transformation investieren, etwa in die chinesischen Elektroautohersteller, schlägt Li vor. „Wenn man selbst nicht zum Gewinner werden kann, kauft man Anteile am Gewinner.“ Im Umgang mit Chinas (Green-)Tech-Dominanz müsse Europa neue Wege gehen. Nico Beckert / Leonardo Pape

Lesen Sie das komplette Interview mit Li Shuo im China.Table.

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Letzte Aktualisierung: 04. April 2026