Gipfeltreffen: Freundliches Miteinander, harte Botschaft

16. Mai 2026

Der Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping zeigte wirtschaftlich eine vorsichtige Annäherung, vor allem im Interesse großer US-Konzerne. Trump reiste mit Spitzenmanagern von Apple, Nvidia, Tesla und Boeing nach Peking und drängte auf besseren Marktzugang für US-Unternehmen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Trump vor der Reise selbst Millionen in Apple investiert hatte – allein im ersten Quartal bis zu 7,2 Millionen US-Dollar. Auch mit Aktien von Nvidia, Boeing, Amazon, Meta und Microsoft handelte er intensiv. Beobachter sehen darin nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern auch potenzielle Interessenkonflikte, da genau diese Firmen von möglichen Zugestöndnissen im China-Geschäft profitieren könnten. Nvidia erhielt parallel offenbar erste Freigaben für den Verkauf bestimmter KI-Chips an chinesische Unternehmen, Boeing sicherte sich einen Großauftrag über rund 300 Flugzeuge.

Trotzdem rechnen Experten nicht mit einer echten Entspannung: Exportkontrollen, neue chinesische Vorschriften und die anti-chinesische Stimmung in den USA dürften die wirtschaftliche Rivalität weiter verschärfen. Während Trump demonstrativ auf Harmonie und kurzfristige Deals setzte, machte Xi klar, dass Taiwan für China die rote Linie bleibt. Er warnte die USA ausdrücklich davor, das Thema falsch zu behandeln, da dies die Beziehung beider Länder in eine „äußerst gefährliche Lage“ bringen könne. Peking setzte diese Botschaft sofort öffentlich in Szene und zeigte damit, dass geopolitische Kerninteressen Vorrand vor wirtschaftlicher Kooperaton haben. Die USA wiederum konzentrierten sich stärker auf Handelsfragen und den Iran-Konflikt, etwa die Sicherung der Straße von Hormus für den globalen Energiehandel. Wie Trump sich zu Taiwan äußert und welche konkreten Vereinbarungen daraus folgen, können Sie im China.Table verfolgen.

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Letzte Aktualisierung: 16. Mai 2026