Chinesischer Automarkt: Das „Made in Germany“-Paradox

CS
18. April 2026

China ist das Land, das „Made in Germany“ am meisten vertraut: Laut einer Studie wird deutschen Produkten dort eine sehr hohe Qualität zugeschrieben. Zwischen Image und tatsächlichem Kaufverhalten zeigt sich jedoch ein deutlicher Widerspruch. Deutsche E-Autos haben in China eine deutlich geringere Wiederkaufquote als chinesische Modelle und die Marktanteile von VW, BMW und Mercedes-Benz sind stark gesunken. Besonders jüngere Käufer legen weniger Wert auf Tradition und mehr auf digitale Funktionen, Vernetzung, hohe Reichweiten und fortgeschrittene Assistenzsysteme.

Für deutsche Hersteller bedeutet das eine strukturelle Herausforderung, da sich die Anforderungen in China zunehmend von westlichen Märkten unterscheiden. Käufer in Europa und den USA sind konservativer und setzen eher auf Basissysteme, während in China bereits 24 Prozent der Kunden vollautomatisierte Funktionen nach Level 4 oder 5 für ihr nächstes Fahrzeug fordern. Deutsche Hersteller reagieren mit zunehmender Lokalisierung, planen eigene Modelle vor Ort und gehen Partnerschaften mit chinesischen Technologieunternehmen ein, um wieder Anschluss zu finden. Mehr Details zu den Stratgien der Autobauer lesen Sie im China.Table. Christian Domke Seidel

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Letzte Aktualisierung: 18. April 2026