CEO.Table – Ausgabe 56

Kapitalmarkt top, Konjunktur flop? + Resilienz: Europäische Energieversorgung + Wer ist hier reformunfähig?

Teilen
Kopiert!

Executive Summary

Bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings aktivieren.

Warum der Kapitalmarkt besser läuft als die deutsche Wirtschaft

Vergleicht man die Entwicklung des deutschen Kapitalmarkts mit der Lage der deutschen Volkswirtschaft, entsteht der Eindruck, als spiele sich beides in zwei unterschiedlichen Ländern ab.

  • So legte der DAX innerhalb eines Jahres um 24 Prozent zu, überschritt in der vergangenen Woche erstmals die Marke von 25.000 Punkten und entwickelte sich damit besser als S&P 500 (plus 19 Prozent) und Stoxx Europe 50 (plus 18 Prozent).

  • Dem stehen nach unten revidierte Wachstumsprognosen der führenden Wirtschaftsinstitute sowie Meldungen über Stellenabbau gegenüber. Im Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen um 23.000 auf 2,908 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte; die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.

Der DAX eignet sich nicht besonders gut als Konjunkturindikator, da rund 80 Prozent der Erträge der 40 größten deutschen börsennotierten Unternehmen im Ausland generiert werden. Hier drei Beispiele:

  • Deutsche Telekom: Der Telekommunikationskonzern mit Sitz in Bonn erwirtschaftete im dritten Quartal 2025 lediglich 22 Prozent seines Umsatzes in Deutschland.

  • Siemens: Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 78,9 Milliarden Euro, davon nur 11,6 Milliarden Euro in Deutschland.

  • SAP: Im dritten Quartal setzte der international agierende Softwarekonzern 9,08 Milliarden Euro um, etwa 16 Prozent davon in Deutschland.

Hinzu kommt: DAX ist nicht gleich DAX. Vor allem Rheinmetall (plus 185 Prozent), Siemens Energy (plus 144 Prozent), Commerzbank (plus 118 Prozent), Bayer (plus 101 Prozent) und die Deutsche Bank (plus 97 Prozent) verzeichneten innerhalb eines Jahres starke Kursgewinne und zogen den gesamten Leitindex nach oben.

Als besserer Gradmesser gilt der MDAX. Der Index umfasst die 50 Unternehmen, die in der Rangliste nach Streubesitz-Marktkapitalisierung und Börsenumsatz unmittelbar auf die DAX-Werte folgen. Die dort gelisteten Unternehmen wie LEG Immobilien oder der Finanzdienstleister Hypoport weisen eine wesentlich höhere Inlandsorientierung auf und hängen stärker von der Entwicklung der deutschen Wirtschaft ab.

MDAX bleibt hinter DAX-Aufschwung zurück. Zur Darstellung von Grafiken und Karten aktivieren Sie bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings.

Dennoch legte auch der MDAX nach einer langen Seitwärtsbewegung innerhalb des vergangenen Jahres um rund 25 Prozent zu (siehe Grafik). Die Deutsche Bank Research sieht zudem weiteren Spielraum nach oben. „Getragen von einer Erholung der Gewinne und einer Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren sehen wir Aufwärtspotenzial für den DAX – und ein noch größeres für den MDAX“, heißt es in einer aktuellen Analyse. Das Haus bevorzugt weiterhin den MDAX gegenüber dem DAX, da dieser ein höheres Re-Rating-Potenzial – also die Chance, künftig mit einer höheren Bewertung gehandelt zu werden – sowie eine stärkere Deutschland-Exponierung aufweist.

Maximilian Uleer, Head of European Equity- and Cross Asset Strategy bei der Deutschen Bank Research, betont, dass der Ausblick für die deutsche Wirtschaft insgesamt besser sei, „als es in der öffentlichen Diskussion häufig kolportiert wird“. Belastet seien vor allem energieintensive Unternehmen sowie Teile der Automobilindustrie. Gleichzeitig zeigten jene Bereiche, die direkt vom fiskalischen Stimulus der Bundesregierung profitieren, bereits eine spürbare Dynamik – insbesondere die Bauwirtschaft. Nach Angaben von S&P Global ist der Einkaufsmanagerindex für das deutsche Baugewerbe im Dezember auf 50,3 Punkte gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit rund 45 Monaten erreicht.

Zudem verweist der Kapitalmarktstratege auf einen Stimmungsumschwung auf Investorenseite. In Gesprächen mit internationalen Investoren lasse sich über den Jahresverlauf hinweg ein klarer, phasenweiser Wandel beobachten (siehe Grafik). Nach anfänglicher Euphorie folgte zunächst eine Abwartehaltung, da viele Marktteilnehmer konkrete Umsetzungsnachweise des fiskalischen Programms forderten. „In den vergangenen Wochen hat sich dieses Sentiment jedoch wieder zunehmend aufgehellt“, sagt Uleer. Der fiskalische Impuls werde erst mit der Verabschiedung des Haushalts für 2026 voll wirksam. Entsprechend zeigt sich die Deutsche Bank Research für 2026 optimistisch und erwartet ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 Prozent.

Investoren-Sentiment: Folgt auf den Einbruch der Aufbruch? Zur Darstellung von Grafiken und Karten aktivieren Sie bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings.

Dass der Sachverständigenrat Wirtschaft deutlich pessimistischer auf das bevorstehende Jahr blickt und ein Wachstum von lediglich 0,9 Prozent erwartet, ist vor allem in strukturellen Bedenken begründet. Zwar laufe „das Geschäft in vielen Branchen fantastisch“, erklärt die Wirtschaftsweise Veronika Grimm, etwa bei Energie, Rüstung, aber auch gerade bei Digitalisierung, Medizintechnik und Pharma. Gleichzeitig warnt sie vor einer weiteren Orientierung der Unternehmen weg vom Inlandsgeschäft: „Energiekosten, hoher Kündigungsschutz, viele Krankheitstage, hohe Lohnnebenkosten – schon das spricht für eine Verlagerung ins Ausland.“ Hinzu komme die strategische Neuausrichtung: Unternehmen produzierten verstärkt „local for local“, um Lieferkettenprobleme und Zölle zu umgehen.

Besonders schmerzhaft: Deutschland verliert in Zukunftsbranchen den Anschluss. Grimm sieht darin eine direkte Folge der Politik: „Wir stehen uns durch restriktive Regulierung gerade in vielen Hochtechnologiebranchen im Weg.“ Die Folge: „Aus Unternehmensperspektive haben viele vermutlich sogar ein Klumpenrisiko in Europa“ – und diversifizieren ihre Produktion konsequent in andere Regionen. „Man beliefert Drittländer ungern aus Deutschland heraus, sondern lieber aus den Staaten, in denen die Produktion günstiger ist.“

Teilen
Kopiert!

CEO.Talk

Resilienz: Thyssenkrupp-CEO López fordert europäische Energieversorgung

Eine sichere, verlässliche und günstige Energieversorgung ist für die deutsche Schwerindustrie zur Standortfrage geworden – und die Lösung liegt laut Thyssenkrupp-CEO Miguel Ángel López Borrego in einer gesamteuropäischen Energieversorgung. „Die Resilienz der deutschen Industrie entscheidet sich bei der Infrastruktur vor allem an der Frage einer sicheren, zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung“, sagt López zu Table.Briefings. „Die langfristige Lösung kann deshalb nur in einer europäischen Energieversorgung liegen, die günstigen Strom und insbesondere Wasserstoff aus Skandinavien und der iberischen Halbinsel sicher nach Zentraleuropa bringt.“

Neben Strom sei vor allem Wasserstoff der Schlüssel für Klimaneutralität im industriellen Maßstab, so López weiter. Deutschland wird beim Wasserstoff massiv auf Importe angewiesen sein: Bereits 2030 müssen 50 bis 70 Prozent des Bedarfs aus dem Ausland kommen. Die Infrastruktur dafür entsteht gerade: Das Wasserstoff-Kernnetz mit 9.666 Kilometern Länge soll bis 2032 fertig sein, die Investitionskosten belaufen sich auf knapp 20 Milliarden Euro. „Es braucht in Deutschland und Europa einen beschleunigten Ausbau einer resilienten Energieinfrastruktur. In der Übergangszeit brauchen wir für den Hochlauf staatliche Unterstützung, aber das Ziel muss eine dauerhaft tragfähige Lösung ohne Subventionen sein“, so der Thyssenkrupp-Chef.

Das Stromnetz in Deutschland ist eines der stabilsten Europas – dennoch müssen die Netzbetreiber stark eingreifen, um diese Stabilität zu gewährleisten: Im zweiten Quartal 2025 wurden laut aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur sogenannte Redispatchmaßnahmen mit erneuerbaren Energien im Umfang von 2.299 Gigawattstunden umgesetzt – eine Steigerung von etwa neun Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals von 2.101 Gigawattstunden. Das Problem: Windkraft wird vor allem im Norden erzeugt, der Verbrauch konzentriert sich aber im Süden. Die Leitungen dazwischen reichen nicht aus. Die Netzbetreiber müssen deshalb regelmäßig gegensteuern, indem sie Kraftwerke hochfahren oder drosseln, um Engpässe zu vermeiden.

Gleichermaßen hat sich die Versorgungssicherheit trotz des massiven Ausbaus erneuerbarer Energien nicht verschlechtert, sondern insgesamt leicht verbessert: Der SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index) lag zuletzt bei 11,7 Minuten durchschnittlicher Versorgungsunterbrechung pro Letztverbraucher. Dies war eine Verbesserung gegenüber 2023 (12,8 Minuten) und liegt unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 12,7 Minuten.

Bis 2035 benötigt Deutschland zwischen 22,4 und 35,5 Gigawatt zusätzliche steuerbare Kapazitäten, um die Versorgungssicherheit zu garantieren. Die Bundesnetzagentur hat in ihrem Versorgungssicherheitsbericht zwei Szenarien durchgespielt: Im optimistischen Fall, wenn alle Ausbauziele fristgerecht erreicht werden, sind es 22,4 Gigawatt. Verzögert sich die Energiewende, steigt der Bedarf auf 35,5 Gigawatt. Hinzu kommen neue Risiken: Extremwetterereignisse beschädigen zunehmend Freileitungen, die Digitalisierung schafft Einfallstore für Cyberangriffe. Und die Elektrifizierung von Wärme und Mobilität treibt die Stromnachfrage weiter nach oben.

Das führt zu einem strategischen Dilemma: „Mehr Ausfallsicherheit im Stromnetz bedeutet höhere Kosten. Wer maximale Versorgungssicherheit und sinkende Netzentgelte zugleich verspricht, ignoriert den Zielkonflikt“, sagt der Ökonom und Analyst für Wettbewerbsfragen von der TU Ilmenau, Benedikt Schmal, im Gespräch mit Table.Briefings.

Hinzu kommt, dass Entscheidungen von Versorgungsunternehmen und Regulierungsbehörden nach schweren Stromausfällen dazu neigen, die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse zu überschätzen und sich stark an Vorsorgeprinzipien zu orientieren, ohne den tatsächlichen Nutzen und die entstehenden Kosten systematisch gegeneinander abzuwägen. Zu diesem Schluss kommt die Studie „Are utilities overspending on electric power resilience? How can that be?“ von Kenneth W. Costello. Diese argumentiert, dass Investitionen zur Stärkung der Resilienz von Stromnetzen gegenüber längeren Ausfällen und extremen Ereignissen nicht automatisch sozial vorteilhaft sind, sofern Grenzkosten und Grenznutzen dieser Maßnahmen nicht klar bewertet und berücksichtigt werden.

Teilen
Kopiert!

CEO.News

Mercosur: EU-Mitgliedstaaten geben grünes Licht für Vertragsunterzeichnung

Am Freitag gab eine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten der EU-Kommission das Mandat, das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten zu unterzeichnen. Nach 25 Jahren der Verhandlung kann Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen das Abkommen kommende Woche voraussichtlich in Paraguay unterzeichnen. Danach muss das Abkommen vom EU-Parlament ratifiziert werden, bevor der Handelsteil des Abkommens in Kraft treten kann.

Am Schluss hatte die Zustimmung der italienischen Regierung für die notwendige qualifizierte Mehrheit unter den Mitgliedstaaten gesorgt. Um die italienische Zustimmung zu sichern, hatte die Kommission eine Anpassung der Agrargelder im langfristigen EU-Haushalt in Aussicht gestellt. Zudem sind die EU-Mitgliedstaaten den Agrarinteressen und den Forderungen aus dem EU-Parlament nach strengeren Schutzmechanismen für die Landwirtschaft nachgekommen.

Wirtschaftsverbände und handelsfreundliche Mitgliedstaatsregierungen wie die Bundesregierung zeigten sich erfreut über das Resultat. Sie erhoffen sich ein positives Momentum, das auch andere wichtige Freihandelsverträge wie jener mit Indien über die Ziellinie bringen könnte.

Die Entscheidung birgt aber auch politische Risiken. Mit Frankreich und Polen wurden zwei große Mitgliedstaaten überstimmt. Insbesondere in Frankreich, wo die Stimmung in allen politischen Lagern Mercosur-feindlich ist, dürften populistische Kräfte aus der Entscheidung Kapital schlagen. János Allenbach-Ammann

Teilen
Kopiert!

Deutsche Industrie mit starkem Auftragsplus im November

Die deutsche Industrie hat im November 2025 ein überraschend starkes Auftragsplus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vormonat verzeichnet, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Es war bereits der dritte Monat in Folge mit steigenden Auftragseingängen.

Besonders deutlich legten die Bestellungen für Metallerzeugnisse mit plus 25,3 Prozent und im sonstigen Fahrzeugbau mit plus 12,3 Prozent zu. Letzterer umfasst auch Militärfahrzeuge, was auf eine zunehmende staatliche Nachfrage hindeutet. Investitionsgüter verzeichneten ein Plus von 7,9 Prozent, Konsumgüter von 8,2 Prozent.

Die Inlandsaufträge stiegen um 6,5 Prozent, wobei viele Großaufträge eine wichtige Rolle spielten. Bestellungen aus dem Euroraum legten um 8,2 Prozent zu, während Aufträge von außerhalb des Währungsraums um 2,9 Prozent stiegen. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht darin einen sich verstetigenden Trend zunehmender Nachfrage aus dem Inland und dem Euroraum.

Ohne Großaufträge gerechnet, fällt das Plus allerdings deutlich moderater aus: Es betrug nur 0,7 Prozent. Im Dreimonatsvergleich lag der bereinigte Index 2,1 Prozent höher. Volkswirte zeigen sich vorsichtig optimistisch, mahnen aber zur Zurückhaltung, da die Aufträge seit Jahresbeginn 2024 größtenteils stagnieren und sich das Geschäftsklima zuletzt verschlechtert hat. Alex Hofmann

Teilen
Kopiert!

Digitale Souveränität: Wie das Konzept des „Venture State“ Europa unabhängiger machen könnte

Spätestens seit dem deutsch-französischen Gipfel im vergangenen Herbst diskutiert Europa darüber, wie es digital unabhängiger werden kann. Manuel Kilian, Gründer des Global Government Technology Centre, fordert einen Perspektivwechsel in der europäischen Technologiepolitik: Weg vom Staat als Regulierer und Fördermittelverwalter, hin zum Staat als strategischem Investor in zukünftige Märkte. Sein Konzept des „Venture State“ orientiert sich an der Logik von Venture Capital: viele frühe Wetten, hohe Ausfallquoten, schnelle Skalierung der wenigen Gewinner. Entscheidend ist nicht, ob Europa Technologien erfindet, sondern ob es sie in marktdominante Positionen überführt – denn nur wer Plattformen, Infrastrukturen und Schlüsseltechnologien kontrolliert, definiert die Spielregeln.

Für Unternehmen ist diese Logik vertraut: Marktmacht entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Geschwindigkeit, Kapital und Skalierung. Kilians These trifft damit einen wunden Punkt europäischer Wirtschaftspolitik: Während Konzerne global längst nach Plattformeffekten, Lock-ins und Ökosystemen denken, verharrt der Staat in Risikoaversion und Absicherungslogik. Der Venture State würde öffentliche Aufträge, Regeln und Kapital gezielt zusammenbringen, um starke technologische Wettbewerbsvorteile aufzubauen. An diesen Vorteilen würden sich globale Märkte orientieren. Souveränität wäre dann kein politisches Versprechen mehr, sondern das Ergebnis wirtschaftlichen Erfolgs. Wie dieser Perspektivwechsel gelingen kann – und warum er Europas Technologiepolitik grundlegend verändern würde –, erläutert Kilian in seinem Gastbeitrag. Leonard Schulz

Teilen
Kopiert!

EU-Indien: Woran das Freihandelsabkommen noch hakt

Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien befinden sich in einer entscheidenden Phase. Indiens Handels- und Außenminister sind zu Gesprächen in Brüssel. um wirtschaftliche und geopolitische Fragen zu klären. Es gibt noch einige offene Streitpunkte wie Stahlzölle, CO2-Grenzausgleich, nicht-tarifäre Hürden und Agrarschutz.

Das Abkommen bietet große Chancen: Indien könnte Exporte in Bekleidung, Pharmazeutika, Stahl, Erdölprodukte und Elektromaschinen ausweiten, während die EU Zugang zu einem stark geschützten Wachstumsmarkt erhielte. Deutschland, Frankreich und Polen unterstützen die schnelle Finalisierung auch aus strategischen Gründen. Im China.Table lesen Sie mehr dazu. Amelie Richter, János Allenbach-Ammann

Teilen
Kopiert!

KI: Europa finanziert Alternativen zu LLMs

In Europa setzen Forschungs- und Innovationsförderer zunehmend auf alternative KI-Ansätze jenseits großer Sprachmodelle (LLMs), die laut vieler Experten als ineffizient und unzuverlässig gelten. Wissenschaftler und Unternehmer sehen darin eine Chance, da europäische Teams flexibler experimentieren und leichter Talente gewinnen können. Dies könnte Europa in der nächsten KI-Welle einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA verschaffen, die stark auf die Skalierung von LLMs setzen.

Programme wie die deutsche Sprind-Initiative „Next Froniert AI“ und die britische Aria fördern KI, die die physische Welt versteht, Robotik antreibt und System-2-Denken (bewusstes, abwägendes Denken) nachahmt. Paneuropäische Konsortien wie Thirdwave kombinieren LLMs mit neuro-symbolischer KI, um diese Modelle verlässlicher und besser erklärbar zu machen. Bis 2032 sollen mehrere europäische „Frontier“-Labore entstehen, die mit den weltweit führenden KI-Einrichtungen konkurrieren können. Die ganze Analyse lesen Sie im Research.Table.

Teilen
Kopiert!

Mittelstand unter Druck durch Fachkräftemangel und digitale Transformation

Mittelständische Unternehmen stehen vor allem vor den Herausforderungen Fachkräftemangel, Digitalisierung und KI. Laut dem Zukunftspanel Mittelstand des IfM Bonn haben vier von zehn Betrieben Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden - der Fachkräftemangel bleibt somit wie in den vergangenen vier Jahren die wichtigste Sorge. Optimistische Unternehmen betrachten Digitalisierung und KI inzwischen als vorrangige Handlungsfelder, noch vor Fachkräftemangel oder Wettbewerbsdruck. Mehr zur IfM-Umfrage lesen Sie im Bildung.Table. Kirstin von Elm

Lernen Sie alle Table.Briefings in voller Länge kostenlos kennen: Vier Wochen, ohne automatische Verlängerung, ohne Zahldaten – und informiert wie die Topentscheider.

Teilen
Kopiert!

ANZEIGE

Beitrag von Liebing über die Finanzierung der Transformation und den Deutschlandfonds

CEO.Presseschau

Handelsblatt

Wirecard: Markus Braun muss mit Haftstrafe von mehr als zehn Jahren rechnen

Dem ehemaligen Wirecard-Chef Markus Braun droht eine Haftstrafe von über zehn Jahren. Das Oberlandesgericht München sieht den Betrugsverdacht nach über 230 Verhandlungstagen als erhärtet an und wies seine Beschwerde gegen die Untersuchungshaft ab. Das Gericht sieht weiterhin Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Das Urteil wird für das zweite Quartal 2026 erwartet.
tagesschau.de

Zalando schließt Standort Erfurt mit rund 2.700 Beschäftigten

Der Mode-Versandhändler Zalando schließt Ende September sein Logistikzentrum in Erfurt. 2.700 Beschäftigte sind betroffen. Als Grund nennt das Unternehmen eine Neuausrichtung des Logistiknetzwerks nach der Übernahme von About You. Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan laufen. Den Mitarbeitern werden Jobs an anderen Standorten, wie Gießen, mit Umzugsunterstützung angeboten.
Spiegel Online

Elektroautos: Skoda verdoppelt Marktanteil – Tesla ist Verlierer des Jahres

Der deutsche Elektroautomarkt war 2025 fest in der Hand heimischer Konzerne. Bei Neuzulassungen reiner Stromer belegen Volkswagen und seine Töchter, BMW und Mercedes die Plätze eins bis sechs. VW ist die klare Nummer eins, Skoda verdoppelte seine Zulassungen. Tesla verlor fast die Hälfte des Absatzes und stürzte von Rang drei auf neun ab.
Süddeutsche Zeitung

Lego: Vorbei mit der Ruhe - Die Smart-Play-Revolution für Kinder

Lego startet mit "Smart Play" eine Revolution: Neue "Smart Bricks" enthalten Chips, Sensoren, Lautsprecher und Lichter. Sie reagieren auf Bewegung und andere Steine, um Geräusche und Lichteffekte zu erzeugen, zum Beispiel bei einem Star-Wars-Raumschiff. Lego will so das analoge Spiel mit digitaler Technik verbinden, ohne auf Bildschirme zu setzen. Die Lautstärke kann per App geregelt werden.
WirtschaftsWoche

Autoindustrie: USA, Europa und Mini retten BMW den Absatz

BMW lieferte 2025 mit 2,46 Millionen Fahrzeugen 0,5 Prozent mehr Autos aus. Starke Verkäufe in Europa (+7,3%) und den USA (+5%), sowie der Tochtermarke Mini (+17,7%) kompensierten den sinkenden Absatz in China (-12,5%). Die Kernmarke BMW verzeichnete hingegen einen Rückgang von 1,4 Prozent. Das Wachstum bei Elektroautos verlangsamte sich, liegt aber noch bei 3,6 Prozent Plus.
Teilen
Kopiert!

CEO.Personnel

FAZ

Unstimmigkeiten, Kompetenzgerangel und Eifersüchteleien: Bei der Baywa herrscht Führungschaos

Beim Agrarkonzern Baywa herrscht ein Führungschaos. Nach nur zehn Monaten im Amt wackelt der Stuhl von Vorstandschef Frank Hiller. Grund sind Unstimmigkeiten und Kompetenzgerangel mit Sanierer Michael Baur. Der Aufsichtsrat sprach Hiller nicht das Vertrauen aus, beschloss aber auch keine Abberufung. Hiller sollte den hochverschuldeten Konzern restrukturieren.
Süddeutsche Zeitung

RB Leipzigs neue CEO Tatjana Haenni im Porträt: Die erste Chefin im Männer-Fußball

Tatjana Haenni wird als neue Geschäftsführerin von RB Leipzig die erste Frau an der Spitze eines Männer-Bundesligisten. Die 59-jährige Schweizerin war zuvor in leitenden Positionen bei UEFA, FIFA und der US-Profiliga NWSL tätig. Sie gilt als international anerkannte Expertin, von der sich der Klub neue Impulse für seine Titelambitionen erhofft.
Horizont

Unerwartete Wende: Co-Chef Philipp Schwartz scheidet bei adam&eve Berlin aus

Philipp Schwartz, Mitgründer und Strategiechef der Agentur adam&eveBerlin, scheidet überraschend bei der Omnicom-Tochter aus. Ursprünglich war er als Teil einer neuen Lösung für den Großkunden Deutsche Telekom vorgesehen. Omnicom hat den Abgang des 42-Jährigen bestätigt.
electrive.net

Ex-Polestar-CEO Thomas Ingenlath kehrt als Chef-Designer zu Volvo zurück

Thomas Ingenlath, früherer CEO von Polestar, wird zum 1. Februar 2026 neuer Chief Design Officer bei Volvo Cars. Er hatte diese Position bereits von 2012 bis 2017 inne, bevor er Polestar als CEO leitete. Mit seiner Rückkehr will Volvo sein Engagement für visionäres Design und Elektrifizierung unterstreichen.
Teilen
Kopiert!

ANZEIGE

Table.Briefings Neujahrsempfang. Jetzt noch Partner werden.

Grafik der Woche

2026 wird zum Wendepunkt für Europas Raumfahrt: Während sich der Orbit mit tausenden neuen Satelliten füllt, ringen Politik und Industrie um tragfähige Regeln – vom EU Space Act bis zur Debatte um ein nationales Weltraumgesetz. Deutsche Raketenbauer wie Isar Aerospace und Rocket Factory Augsburg sowie die europäische Ariane Group stehen vor entscheidenden Erststarts, der Blick richtet sich gespannt auf die USA und das Artemis-Mondprogramm sowie auf wegweisende Missionen von Merkur bis zum Mond. Im neuen Space.Table halten wir Sie wöchentlich über die wichtigsten Entwicklungen der Raumfahrt auf dem Laufenden.

Raumfahrt 2026: Die wichtigsten Weichen- stellungen und Missionen im Jahresverlauf. Zur Darstellung von Grafiken und Karten aktivieren Sie bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings.
Teilen
Kopiert!

ANZEIGE

Neu: Space.Table von Deutschlands Briefing-Publisher Nr. 1. Mehr erfahren!

CEO.Finance

Welcher Kevin wird neuer Präsident der Fed?

Im Mai 2026 endet die Amtszeit von Jerome Powell als Präsident der US-Notenbank Fed. Der US-Präsident schlägt einen Nachfolger vor, der vom Senat bestätigt werden muss. Mit der anstehenden Entscheidung steht die US-Geldpolitik vor einem Wendepunkt.

US-Präsident Donald Trump hat Jerome Powell für falsche Zinsentscheidungen als „Loser“ beschimpft und zu Zinssenkungen gedrängt. Er hat sogar die öffentliche Forderung von niedrigen Zinsen mit Kritik an sehr hohen Baukosten der Fed verknüpft. Die Nominierung des Nachfolgers durch Trump könnte damit den Durchbruch zu wieder dauerhaft niedrigen Zinsen bringen.

Der Jurist Powell war 2012 von Barack Obama zum Mitglied des Federal Reserve Boards und 2017 von Trump zum Präsidenten der Fed ernannt worden. 2021 hatte Joe Biden die Verlängerung seiner Präsidentschaft auf den Weg gebracht. Er gilt nach der Einschätzung einer künstlichen Intelligenz als entschiedener Kämpfer für Finanzmarktstabilität und – bedingt – auch für Preisstabilität.

Denn in Powells Amtszeit fällt der Anstieg der Inflation auf 9,1 Prozent. Die Bilanz des Federal Reserve Systems ist unter keinem anderen Fed-Präsidenten stärker gewachsen, von 4.415 Milliarden Dollar im Februar 2018 auf knapp 9.000 Milliarden US-Dollar im Frühjahr 2022.

Vor diesem Hintergrund werden derzeit noch zwei Kandidaten für die Nachfolge gehandelt. Der Ökonom Kevin Hasset gilt als enger Vertrauter von Trump, unter dem er von 2017 bis 2019 Vorsitzender des Council of Economic Advisors war. Er steht staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft skeptisch gegenüber. Eine explizite geldpolitische Expertise besitzt er nicht. Hasset hat sich klar für die Unabhängigkeit der Fed ausgesprochen – auch gegenüber Trump. Er hat jedoch im Sinne von Trump wiederholt Zinssenkungen gefordert, um Investitionen und Wachstum in Gang zu bringen.

Kevin Warsh hat Wirtschaftswissenschaften studiert und war bereits zwischen 2006 und 2011 im Board of Governors der Fed, ernannt von Präsident George Bush. Nach Warsh haben dauerhaft niedrige Zinsen und große Ankäufe von Vermögenswerten ohne Exit-Strategie zu Fehlanreizen und Marktverzerrungen wie Vermögenspreisblasen geführt. Er hat die Quantitative Lockerung der Fed als „Robin Hood mit umgekehrten Vorzeichen“ bezeichnet. Er lehnt die Finanzierung von Staatsausgaben durch die Zentralbank ab und fordert einen Regimewechsel in der Geldpolitik. Die Fed solle ihre Bilanz verkürzen und keine Wirtschaftspolitik betreiben.

Damit könnten sowohl Hasset als auch Warsh stabilitätsorientierter als Powell sein. Und auch stabilitätsorientierter als EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die ein breites Aufgabenfeld für die EZB einschließlich der Klimapolitik will. Warsh erscheint klar mehr Falke als Hasset. Die geldpolitische Position von Warsh kommt dem einflussreichen US-Finanzminister Scott Bessent nahe, der den Auswahlprozess leitet und eine Rückbesinnung der Fed auf ihr ursprüngliches Kernmandat gefordert hat.

Im Moment liegt auf der Online-Wettplattform Polymarket Warsh in Führung, nachdem lange Hasset klar vorne gelegen hatte. Wird die Fed stabilitätsorientierter, bringt das den Euro unter Druck. Der Ausgang dürfte deshalb auch die Wahl der Nachfolge für Lagarde beeinflussen, deren Amt noch bis Oktober 2027 läuft.

Gunther Schnabl ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Direktor des Thinktanks Flossbach von Storch Research Institute. In seiner Kolumne beleuchtet er regelmäßig Themen rund um die internationalen Finanzmärkte.

Teilen
Kopiert!

ANZEIGE

Beitrag von Heldmann über den kommunalen Sektor und die Energiewende

CEO.Economics

Wer ist hier reformunfähig?

Der Bundesregierung wird seit Monaten fehlender Reformwille vorgeworfen. Doch liegt die Verantwortung wirklich allein bei der Politik – oder auch bei Wirtschaft und Gesellschaft? Ein konstruktiver Wutausbruch unseres Kolumnisten.

Die wirtschaftliche Stimmung hat sich über den Sommer nicht gedreht und aus dem Herbst der Reformen ist nichts geworden. Dafür wird der Bundesregierung maßgeblich die Verantwortung zugeschrieben. Mittlerweile jedoch beschleicht mich immer mehr das Gefühl, dass das Problem woanders liegen könnte: Kann man gegen das Beharrungsvermögen in Wirtschaft und Gesellschaft eigentlich eine zukunftsgerichtete Reformpolitik betreiben? Vier Beispiele:

  1. Fast 25 Jahre wird es dann her sein, dass Smart und BMW die ersten Serien-Elektroautos auf den deutschen Markt gebracht haben. Gleichwohl ist diese Antriebsart aus Sicht der deutschen Automobilindustrie noch nicht so marktgängig, als dass man nach 2035 auf neu zugelassene Verbrenner, die seit Ende des 19. Jahrhunderts in Automobilen verbaut werden, verzichten könnte. Wäre Joseph Schumpeter, dem Vater des Konzepts der „schöpferischen Zerstörung“, dazu noch etwas eingefallen?

  2. Auch der Mittelstand zeigt sich als großer Besitzstandswahrer. Die Unternehmen fordern Erleichterungen, sind aber kaum bereit, selbst etwas in die Waagschale zu legen. So wird jegliche Diskussion über eine Reform der Erbschaftsteuer kategorisch abgelehnt. Dabei würde eine moderne Erbschaftsteuer mit breiter Bemessungsgrundlage und niedrigen Sätzen Unternehmensnachfolgen nicht gefährden und auch die Leistungsbereitschaft nicht einschränken. Gleichzeitig schüfe sie – auch im föderalen Steuersystem umsetzbare – fiskalische Spielräume, um verzerrende Steuern zu senken und damit, wie dringend gefordert, die unternehmerischen Entfaltungsmöglichkeiten zu verbessern. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

  3. Ende 2024 wollte die Deutsche Bahn eigentlich die an ihren 5.400 Bahnhöfen aushängenden Ankunfts(!)fahrpläne abhängen. Die Begründung, dass diese wegen verfügbarer Echtzeitdaten über Monitore und Apps niemand mehr brauche (ich ergänze: und die Zeiten ohnehin nur unverbindliche Empfehlungen darstellen), überzeugt. Doch diese Rechnung hatte die DB ohne den Sozialverband VdK, grundsätzlich ein wichtiger gesellschaftlicher Akteur, gemacht. „Ohne Not werden Menschen von wichtigen Informationen ausgeschlossen“, kritisierte Präsidentin Verena Bentele. Geht es eine Nummer kleiner? Die DB machte einen Rückzieher. Deutschland dürfte weltweit das letzte Land mit gedruckten Ankunftszeitplänen sein.

  4. Die bayerische Regierung hat im November 2025 beschlossen, ein für 2026 geplantes Kinderstartgeld doch nicht einzuführen. Statt Eltern je Kind pauschal 3.000 Euro zu bezahlen, sollen die Mittel nun in die Kinderbetreuung fließen. Das kann man nach Studienlage zur frühkindlichen Bildung für sinnvoll halten. Binnen weniger Tage sammelte eine Petition mehr als 200.000 Unterschriften gegen diese Pläne; gegen die Nichteinführung einer Leistung, die es nur in Bayern gegeben hätte. Wohlgemerkt: Diese wäre zusätzlich zu allen bundeseinheitlichen Leistungen gewährt worden.

All diese kleinen und großen Beispiele, die für viele andere stehen, sind Beispiele von Verweigerern. Sie verweigern bei sich selbst die Abkehr von einem Anspruchsdenken und von Veränderungen, die Wirtschaft und Gesellschaft Fortschritt ermöglichen würden. Mit dieser Haltung, ich sage es so deutlich, versündigen sie sich an den Zukunftschancen unseres Landes.

Kann man gegen solche Haltungen eine erfolgreiche Fortschrittspolitik betreiben? Ich bin davon überzeugt, dass das gelingen kann. Es kann dann gelingen, wenn eine Politik, die auch Verzicht auferlegt, mit einer überzeugenden positiven Zukunftserzählung verbunden wird. Die Botschaft muss sein: Es lohnt sich für den Einzelnen, mitzumachen. Das stellt hohe Anforderungen an politische Kommunikation wie an politisches Handwerk gleichermaßen.

Mein bescheidener Wunsch für 2026 lautet: Lasst uns alle, vom einzelnen Haushalt bis zur Industrie, Verantwortung übernehmen für den Fortschritt, nicht für das Bewahren. Let’s pack ma‘s!

Michael Böhmer ist Chefvolkswirt und Managing Partner des Forschungs- und Beratungsunternehmens Prognos.

Teilen
Kopiert!

CEO.Picks

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Die Innovationslücke

Akrasie bezeichnet das uralte menschliche Phänomen, genau zu wissen, was man tun sollte – und dennoch nicht so zu handeln. Dieser Widerspruch zwischen Einsicht und Umsetzung prägt nicht nur individuelle Entscheidungen, sondern findet sich auch in modernen Organisationen wieder.

Ein Beispiel liefert der „Global Innovation Survey“ von BCG, eine Befragung von über 1.000 weltweiten Innovationsverantwortlichen. 83 Prozent von ihnen gaben hier an, dass Innovation zu den Top-3-Prioritäten ihres Unternehmens zähle. Wie die Grafik zeigt, ist dieser Anteil sogar innerhalb der letzten Jahre deutlich gestiegen. Gleichzeitig hat jedoch die Innovationsbereitschaft, wie sie der BCG „Innovationsreifegrad“ anhand von zehn Dimensionen misst, signifikant abgenommen. Er ist von 20 auf drei Prozent gefallen. Dies bringt zum Ausdruck, dass nur ein erschreckend kleiner Teil noch das Gefühl hat, dass die Unternehmens- und Innovationsstrategie aufeinander abgestimmt sind und dass geeignete Strukturen und Prozesse existieren, um die eigenen Ziele auch in Wertschöpfung zu verwandeln.

Weltweite Innovationsbereitschaftslücke wird größer. Zur Darstellung von Grafiken und Karten aktivieren Sie bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings.

Dieser Befund sollte wachrütteln. Bei aller Notwendigkeit, agil durch die sich verschärfenden Krisen zu steuern, bleibt die langfristige Perspektive eine Überlebensfrage für Unternehmen. Für CEOs heißt das: Nicht auf Worte kommt es an, sondern auf Taten. Wer schon am eigenen Anspruch scheitert, verspielt seine Zukunft.

Der Pick stammt von Ann-Kristin Achleitner, Distinguished Affiliate Professor an der ESMT Berlin, und Thomas Lange, Managing Director bei Achleitner Ventures. Die CEO.Picks sind eine Kooperation zwischen der ESMT und Table.Briefings.

Teilen
Kopiert!

CEO.Quote

Zur Darstellung von Grafiken und Karten aktivieren Sie bitte den Bilderdownload in den Einstellungen oberhalb dieses Briefings.
Teilen
Kopiert!

Briefings wie CEO.Table per E-Mail erhalten

Keine Bankdaten. Keine automatische Verlängerung.

Sie haben bereits das Table.Briefing Abonnement?

Anmelden