Slowenien hat Anfang Juli die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Während das übrige Europa entweder mit China hadert oder besonders gute Beziehungen anstrebt, zeigt sich das kleine Land hier jedoch betont entspannt und macht die Polarisierung nicht mit. Die Fernost-Politik steht daher gegen den Trend ganz unten auf der Agenda. In Brüssel wird derweil Kritik an Premier Janša laut. Diesem fehle wegen rechtsstaatlicher Schwächen gegenüber Peking die nötige Glaubwürdigkeit. Frankreich will ihn daher genau beaufsichtigen.
Von Amelie Richter
Der Handel mit der Volksrepublik boomt, das Geschäftsjahr 2021 verspricht neue Rekorde. Dennoch wächst in der Schweiz die Kritik an der bisherigen China-Strategie. Kann das Land seine berühmte Neutralität beibehalten, obwohl es mit einem Freihandelsabkommen an die Volksrepublik gebunden ist? Eine Zwickmühle für die Eidgenoss:innen.
Von Amelie Richter
Boykotte gegen europäische Firmen, Sanktionen als Reaktion auf politische Positionierungen: Peking setzt seine wirtschaftliche Macht vermehrt als Druckmittel ein. Die EU will sich künftig besser gegen Erpressung wehren können. Konkrete Vorschläge, wie eine Antwort durch ein neues Anti-Zwangsmaßnahmen-Instrument aussehen könnte, hat nun eine Denkfabrik vorgelegt.
Von Amelie Richter
Anders als die Sowjetunion hat China reelle Chancen, die USA technologisch und wirtschaftlich bis 2030 zu überholen. Dabei geht es Peking aber nicht um eine gewaltsame Absage an die bürgerliche Welt und ihre Eigentumsordnung wie dem Kommunismus in seinen Anfängen. Der „Sozialismus der Milliardäre“ erweist sich als konkurrenzfähiger — und zwingt spätestens seit der Pandemie die Großmächte zur Kooperation.
Von Redaktion Table
Fusionen und Übernahmen durch chinesische Unternehmen in der EU sind weiter rückläufig, wie aus einer gemeinsamen Studie des Forschungsinstituts Merics und der Rhodium Group hervorgeht. Zum Teil liegt das daran, dass der chinesische Staat bremst. Zukäufe im Ausland sind nicht mehr so erwünscht wie vor fünf Jahren. Doch die EU-Länder zeigen sich ihrerseits auch immer misstrauischer und fordern eine genauere Überprüfung der Deals. Die politische Großwetterlage tut das Ihrige, um Investoren abzuschrecken.
Von
Das neue Gesetz gegen Strafmaßnahmen bringt ausländische Firmen in die Zwickmühle. Es drohen ihnen drastische Konsequenzen in der zweitgrößten Volkswirtschaft, wenn sie sich möglichen Sanktionen anschließen. Um die Risiken langfristig auszuschalten, müssten sie komplett unabhängige Wertschöpfungsketten schaffen. Das ist wirtschaftlich riskant. Doch das Worst-Case-Szenario bietet auch Chancen.
Von Marcel Grzanna