Die westlichen Verbündeten halten den Druck auf China beim Gipfelmarathon von Brüssel hoch: Nato, G7 und EU. Peking soll sich von Russland distanzieren – und Moskau auf keinen Fall materielle Hilfe leisten, heißt es unisono. Peking wehrt wie gewohnt ab. Nur ein Diplomat deutet an, dass die Beziehungen zu Russland auch Grenzen haben könnten.
Von Redaktion Table
Kann und soll sich die EU stärker einbringen, wenn es um die Auflösung von Spannungen mit China geht? Ein koordiniertes europäisches Auftreten ist heute umso wichtiger, da der Handel immer politischer wird. Zugleich müssen Aktionen wie die Gründung des Taiwan-Büros in Litauen besser abgesprochen werden. Sonst ist die EU gezwungen, gemeinsam eine Politik zu vertreten, die ihr die Mitgliedsstaaten im Alleingang diktieren.
Von Redaktion Table
Kaum jemand hat es für möglich gehalten, dass Putin tatsächlich diesen Angriffskrieg startet. Aber auch kaum jemand hat mit dieser globalen Solidaritätswelle gegen den Krieg gerechnet. Welche dieser beiden Bewegungen ist zukunftsweisend? Die neue Solidarität der Weltgemeinschaft könnte die stärkere Signalwirkung auf Peking haben – auch, was den begehrlichen Blick auf Taiwan angeht.
Von Frank Sieren
Angesichts des russischen Angriffs auf Ukraine und der sich rapide verschlechternden Beziehungen zwischen der EU und Russland verfolgt die Welt aufmerksam Chinas Positionierung. Die Haltung des Landes ist geprägt von Pekings strategischem Kalkül, seine geopolitische Partnerschaft mit Russland gegenüber den USA zu stärken und gleichzeitig die für Chinas Wirtschaftswachstum wichtigen Handelsbeziehungen mit der EU nicht zu gefährden. Obwohl Peking versucht, beide Interessen auszutarieren, wird die stillschweigende Unterstützung für Moskau die Beziehung zur EU vermutlich erheblich belasten.
Von Redaktion Table