US-Militär setzt neue Abwehrdrohne gegen den Iran ein

LUCAS ist eine Weiterentwicklung der iranischen Shahed-136 und soll im Nahen Osten weiter eingesetzt werden.

02. März 2026
Satellitenbild eines zerstörten Radarsystems auf dem Luftwaffenstützpunkt Zahedan im Iran, 1. März. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Uncredited)
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Zum ersten Mal hat das US Central Command (CENTCOM) bei den Luftschlägen gegen den Iran die neue Kamikaze-Drohne LUCAS eingesetzt. Sie ist vom US-amerikanischen Drohnenhersteller SpektreWorks als Abwehrdrohne gegen die iranische Shahed-136 konzipiert worden. Auch äußerlich ähneln sie dem iranischen Modell. Mit einem Gewicht von rund achtzig Kilogramm und einer Nutzlast von bis zu 18 Kilogramm kann die Einweg-Drohne über 800 Kilometer weit fliegen. Laut eines Berichts des US-amerikanischen Magazins Defense News hat LUCAS die „doppelte Sprengkraft einer Hellfire-Rakete“. Diese wird vor allem für präzise Schläge genutzt. Im Gegensatz zu den teuren Hightech-Raketen sollen die LUCAS-Drohnen nur rund 35.000 US-Dollar kosten.

Ende 2025 wurde die erste Kamikaze-Drohnen-Einheit unter dem Befehl des CENTCOM eingerichtet. Die sogenannte „Task Force Skorpion Strike“ kommt im Nahen Osten zum Einsatz. Das neue Drohnengeschwader operiert vor allem mit dem „low-cost unmanned combat attack system“ (LUCAS), das im Dezember zum ersten Mal erfolgreich getestet worden ist. Angeblich soll LUCAS auch über Fähigkeiten verfügen, die nicht nur eine autonome Koordination, sondern auch eine Schwarmtaktik ermöglichen sollen. Unter Experten ist es umstritten, wie weit die Schwarmfähigkeit von KI-gesteuerten Drohnen bereits fortgeschritten ist. Nana Brink

Letzte Aktualisierung: 27. März 2026