Bundeswehr verstärkt Zusammenarbeit mit israelischer Armee

Deutschland will auch bei der Einbindung von Reservisten und Frauen im Militär von Israel lernen.

23. Februar 2026
Der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, hat in Israel eine Kooperationsvereinbarung mit seinem israelischen Amtskollegen verabschiedet. (picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann / SVEN SIMON)
Das Briefing für Geostrategie & Verteidigung. Jetzt Security.Table 30 Tage kostenlos testen!

Die Bundeswehr und Israels Armee streben eine engere Zusammenarbeit an. Ziel sei „die Weiterentwicklung des Heeres“, sagte der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, bei einem Besuch in Israel. Das erste Heeresabkommen wurde von Freuding und dem Kommandeur der Bodentruppen der israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Generalmajor Nadav Lotan, unterzeichnet.

Die Bundeswehr will von Israel unter anderem bei der Integration von Frauen ins Militär und der Nutzung von Reservesoldaten lernen. Immer mehr Soldatinnen dienen in der israelischen Armee auch in Kampfeinheiten. Reservisten spielen für den jüdischen Staat zudem eine übergeordnete Rolle. Auch die Bundeswehr will künftig verstärkt auf Reservisten zurückgreifen. Derzeit gibt es mehr als 180.000 aktive Soldaten und laut Jahresbericht der Wehrbeauftragten rund 50.000 Reservisten. Ziel sind 200.000 Reservistinnen und Reservisten und 260.000 Soldaten in der aktiven Truppe.

Die Armeen beider Länder wollen sich laut Freuding außerdem über Richtlinien bei Einsätzen austauschen. Zudem ist eine engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung sowie bei Übungen und der Fähigkeitsentwicklung geplant. Auch Austauschprogramme sollen stattfinden. Eine gemeinsame Übung sei im Herbst geplant. Das Abkommen bekräftigt Freudings Angaben zufolge auch das Versprechen Deutschlands, für das Existenzrecht und die Sicherheit Israels einzutreten. dpa/ Wilhelmine Stenglin

Letzte Aktualisierung: 27. März 2026