Historische Wahl in Ungarn
Europa atmet auf. In Ungarn vollzieht sich ein historischer Machtwechsel: Nach 16 Jahren endet die Ära Viktor Orbán. Péter Magyar und seine Tisza-Partei haben die Parlamentswahl mit einer satten Zweidrittelmehrheit gewonnen — 138 von 199 Sitzen. Die Wahlbeteiligung von 77,8 Prozent war Rekord. Orbán gestand am Abend eine „schmerzhafte Niederlage" ein; Magyar feierte den Sieg als Befreiung des Landes.
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Der Koalitionsausschuss hat es bisher nicht geschafft, Ergebnisse vorzulegen. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben das ganze Wochenende in der Villa Borsig verhandelt. Die Meinungsverschiedenheiten sind offenbar zu groß. Die SPD will staatliche Eingriffe in den Energiemarkt, die Union lehnt das ab.
[10:17]
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Europa atmet auf ein demokratischer Machtwechsel. Manch einer hatte ja daran gezweifelt, ist sogar in Ungarn möglich. Nach 16 Jahren löst Peter Magja, der Oppositionsführer, den scheinbar ewigen Ministerpräsidenten Viktor Orban ab. Mit einer satten Mehrheit, zwei Drittel mehr gewann er gegen den Mann, der in seiner Kampagne gegen die EU, gegen Deutschland und vor allem auch gegen Ukraine ist, Präsident Zelensky, wetterte. Wir geben Ihnen ein Update.
Sprecher 3: Und auch in Deutschland ist was los. Es dreht sich um die Frage, ob die schwarz-rote Regierung endlich ihre Reformversprechen einlöst. Knapp zwei Tage lang haben am Wochenende die Spitzen der Koalition in der Villa Borsig verhandelt. Wir bringen sie auch hier auf die neuesten statt.
Sprecher 2: Jetzt sind die Frauen endgültig an der Macht. Nicht nur hier in diesem Podcast, sondern jetzt auch in der Fußball-Bundesliga. Denn die erste Bundesliga-Trainerin der Geschichte. Sie übernimmt jetzt den Trainersessel bei Union Berlin. Wer es ist und warum sie jetzt ans Zepter kommt, das sagen wir Ihnen ganz zum Schluss nochmal am Montag, den 13. April.
Sprecher 4: 22.300.146 Milliarden. Was haben diese drei Zahlen miteinander zu tun? Sie stehen für den wirtschaftlichen Abstieg unseres Landes. Alle 22 Minuten geht eine deutsche Firma pleite. 300.000 verlorene Jobs, alleine in der Metall- und Elektroindustrie. Und 146 Milliarden, die wir jedes Jahr nur für sinnlose Bürokratie verschwenden. Zeit zu wenden. Warum jetzt nur noch große Reformen helfen.
Sprecher 3: Man sollte das Wort historisch nicht allzu oft benutzen. Es nutzt sich dann ab. Aber tatsächlich nach 16 Jahren ununterbrochener Regierung von Viktor Orban gibt es nun in diesem Land, das immer der Außenseiter der Europäischen Union war, ein Machtwechsel. Das ist schon etwas, das das Wort historisch heute verdient.
Sprecher 2: Peter Maggia, wir sprechen jetzt mal in der deutschen Variante aus. Hat es tatsächlich geschafft bei einer Rekordwahlbeteiligung von fast 88 Prozent bei acht Millionen Wahlberechtigten. Insgesamt erreichte er knapp eine Zweidrittelmehrheit und kann damit viele der Maßnahmen, auch der Rückbau der Rechtsstaatlichkeit, die Justizreform, wahrscheinlich alles wieder rückgängig machen. Europa freut sich, Frau von der Leyen hat sich schon geäußert. Der Bundeskanzler sieht ein gestärktes und einiges Europa am Horizont wieder aufziehen. Ein tiefer, tiefer Seufzer von Brüssel über Berlin bis nach Budapest.
Sprecher 3: Ja, ist schon interessant. Wir können uns daran erinnern, dass ja die Fidesz-Partei, der Viktor Orban angehört, vor kurzem noch zur EVP gehörte, also zum Verbund der christlich-demokratischen Parteien in Europa, dass Angela Merkel noch die Nähe zu Viktor Orban ja gesucht hat. Und nun sind doch alle proeuropäischen Politiker erleichtert darüber, dass Viktor Orban abgewählt ist, nicht ohne Grund. Das liegt vor allem an außenpolitischen Belangen, insbesondere natürlich an der Ukraine. Er hat einen dezidierten Wahlkampf gegen die EU. Ukraine geführt. Er hat die Angst vor der Ukraine geschürt, hat sich klar an die Seite von Russland gestellt. Dazu kommt, dass er natürlich mit den USA, jetzt mit Donald Trump und J.D. Vance flirtet, Wahlkampfhilfe von denen bekommen hat, dass er einfach abgerückt ist von dem, worauf man sich in Europa geeinigt hatte. Naja, und da sind nun die Europäer... Wirklich froh, das war gestern Abend zu hören, dass es einen Machtwechsel in Ungarn gibt.
Sprecher 2: Manch einer in den europäischen Regierungszentralen, aber auch bei uns hier in Deutschland, hat ja gar nicht gedacht, dass es überhaupt möglich ist. Da eben Orban die Justiz im Griff hat, die Presse weitgehend regierungstreu. Geformt hat, aber er hat die Niederlage gestern Abend schon anerkannt. Erstaunlich, offen und klar. Hören wir mal kurz rein.
Sprecher 5: Die Verantwortung und die Möglichkeit der Regierungsführung wurden uns nicht übertragen. Ich gratuliere der Gewinnerpartei. Wir werden unserer Heimat und der ungarischen Nation auch aus der Opposition heraus dienen. Meine lieben Freunde, die Aufgabe, die vor uns steht, ist klar. Die Last der Regierungsführung drückt nicht auf unsere Schultern. Deshalb ist es jetzt unsere Aufgabe, unsere Gemeinschaften zu stärken. Wir haben schon in der Vergangenheit schwere und leichte, schöne und traurige Jahre erlebt. Weil eines kann jeder hier in diesem Saal und im ganzen Land wissen.
Sprecher 6: Eben nicht auf. Niemals, niemals, niemals, niemals geben wir auf.
Sprecher 3: In Budapest hatten sich gestern Abend tausende Anhänger versammelt unter freiem Himmel und ja dem neuen Präsidenten zugejubelt. Es ist ja interessant, dass er seine Wahl... Vor allem gewonnen hat damit, dass er offengelegt hat, wie sehr die Politik Viktor Orbáns den Ungarn geschadet hat, was in ihrem Leben sich verbessern könnte, wenn die tiefgreifende Korruption für die Viktor Orbán verantwortlich ist, wenn das beseitigt werden würde. Und ja, das ist ja interessant, dass eben viele Ungarn Viktor Orbán nicht deswegen gewählt haben, weil er antiliberal war und weil sie diesen russlandfreundlichen Kurs unbedingt mitgehen wollten, sondern weil er tatsächlich in der Zeit, jedenfalls vor Corona, den Menschen einigen Wohlstand beschert hat. Das ist aber nun vorbei. Und ja, jetzt hat es Peter Mangia geschafft, die Massen zu mobilisieren gegen Viktor Orban. Und hören wir mal rein, was er gestern Abend gesagt hat.
Sprecher 6: Liebe Ungarn, wir haben es geschafft. Die TISA und Ungarn haben diese Wahl gewonnen. Nicht nur ein bisschen, sondern sehr, ja sogar sehr, sehr deutlich. Gemeinsam haben wir das Orban-System abgelöst. Gemeinsam haben wir Ungarn befreit und unsere Heimat zurückgeholt. Wir danken euch. Ohne euch hätte es nicht funktioniert. dass nicht funktioniert. Unser Sieg ist nicht vom Mond aus zu sehen, sondern aus jedem einzelnen ungarischen Fenster, sei es das kleinste Lehmhaus oder ein mehrstöckiger Plattenbau, in der Großstadt oder auf dem Land, er ist aus jedem ungarischen Fenster zu sehen. Ich danke euch.
Sprecher 2: Er habe die Ungarn befreit vom System Orban, so also der Wahlgewinner. Und tatsächlich gibt es ja mehrere Gewinner, nicht nur die Demokratie, das ist offensichtlich. Denn es gab mehrere EU-Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn. Sanktionen wurden eingeführt, Gelder nicht ausgezahlt. Also wir sprachen ja an dieser Stelle schon mehrfach auch über die Veränderung im Justizsystem und bei den Medien. Also das ist etwas natürlich, was die proeuropäischen demokratischen Kräfte gestern schon europaweit zu Jubelstürmen hingerissen hat. Die politische Mitte kann doch noch gewinnen. Das ist vielleicht der erste und wichtigste Gewinner dieser Wahl.
Sprecher 3: Ja, das ist wirklich interessant. Wir haben ja in den vergangenen Jahren immer gedacht, Europa wird rechter und rechtspopulistischer und noch rechter. Jetzt hat man den Eindruck, nein, es muss gar nicht so kommen. Ein Politiker, der ehemals übrigens auch dem Fidesz angehörte, also der nun wirklich kein Linker ist, auch kein Mensch aus Wokestan, aber doch einer, der sich eben der illiberalen Demokratie entgegenstellt, der für die Unabhängigkeit der Justiz ist, der auch außenpolitisch andere Schwerpunkte setzt, der die Ukraine Gott sei Dank nicht als Gegner ansieht, sondern Russland, der also in diesem Punkt... sehr europäisch tickt, auch so jemand kann gewinnen. Und das lässt uns doch hoffen, dass es auch in anderen Ländern so kommen kann, dass wir vielleicht auch nicht herbeireden sollten, dass es nun in Frankreich einen Sieg von Le Pen oder einem ihresgleichen gibt und so weiter.
Sprecher 2: Ja, der ist ein Nationalkonservativer. In der Migrationspolitik, in der Innenpolitik will er eigentlich gar keinen großen anderen Kurs, aber in den zentralen außenpolitischen Fragen und beim Thema Rechtsstaatlichkeit dann eben schon. Selenskyj ist natürlich ein Gewinner. Er hat sich gestern auch schon bei X geäußert und freute sich über die konstruktiven Kräfte, die offenbar in Europa doch noch gewinnen können. Denn es geht ja auch um die EU-Milliarden, die Hilfen, die blockiert wurden von Orban bis zuletzt. Der 90-Milliarden-Kritt an die Ukraine, der bisher an Orban gescheitert war, der könnte natürlich dann jetzt doch noch schneller fließen und das Geld braucht die Ukraine dringend.
Sprecher 3: Ja, und da hatte Selenskyj sich ja auch einmal hinreißen lassen zu einer Äußerung, für die er sich auch zu Recht hat kritisieren lassen müssen im Sinne von Viktor Orban. Ich weiß, wo du wohnst oder meine Leute wissen, wo du wohnst. So hat er sinngemäß eine Drohung in den Raum gestellt, die natürlich nicht ernst gemeint war, aber wo man schon ablesen konnte, wie verzweifelt dieser Mann ist, dass die Hilfen, für die alle Europäer einstehen, an Orban scheitern. Ja, aufgrund des Einstimmigkeitsprinzips in der EU, aber natürlich vor allem aufgrund der innenpolitischen Erwägungen. Denn Viktor Orban war ja fest der Überzeugung, dass er diese Wahl gewinnen könnte, indem er ein Feindbild aufruft. Das Endbild lautet Zelensky und von der Leyen, also einerseits die Ukraine, andererseits die EU. Und das, Michael, ist natürlich auch eine große Doppelbödigkeit, denn die EU gegen die Orban so wettert, die finanziert in großen Teilen sein Land.
Sprecher 2: Worauf sich Russlands Präsident Putin einstellen dürfte, sind weniger Energie-Euros aus Ungarn. Immerhin 80 Prozent des Erdgases bezieht Ungarn noch weiterhin aus Russland. Auch das hat Magia im Wahlkampf angekündigt, werde er reduzieren. Und auch, dass China eine solche große Rolle spielt bei einigen Großprojekten in Ungarn, dürfte sicherlich dem pro-europäer Magia ein Dorn im Auge sein. Also da sind schon ein paar tektonische Verschiebungen, die wir da erleben. Aber Helene, man muss erstmal dieses System, das Orban über 16 Jahre aufgebaut hat und wo überall seine Leute an den Schalthebeln der Macht sitzen, das muss man auch erstmal zurückdrehen. Also das ist noch ein dickes Brett, was da zu bauen ist.
Sprecher 3: Ja, das zeigt natürlich auch, dass es hier mit einer anderen Situation zu tun hat als normalerweise, wo man sagt, in einer Demokratie ist es normal, dass mal die eine Regierung, mal die andere Regierung an der Macht ist, sondern dass es hier wirklich darum geht, Missstände, die unter Orban eingetreten sind in puncto Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit und so weiter, die wirklich zurückgedreht werden müssen. Es gibt Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn aus guten Gründen. Naja, und wenn wir da jetzt jemanden haben, mit dem man konstruktiv zusammenarbeiten kann, bei allen Schwierigkeiten, die es dann im Detail geben mag, die natürlich in der EU auch normal sind, die auch zur Pluralität innerhalb der EU. EU dazugehören, aber dass man nicht mehr einen hat, der alles blockiert. Michael, ich glaube, da ist dann schon doch sehr viel gewonnen.
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Sprecher 2: Zehntausende feiern den Machtwechsel in Ungarn, aber keiner feiert die Bundesregierung hier in Deutschland. Helene, 15 Prozent der Deutschen sind nur noch zufrieden mit dieser Bundesregierung. Da wurde es wahrscheinlich dringend Zeit, dass die Herren und Damen dieser Koalitionsspitze sich in der Villa Borsig wieder einmal für zwei Tage eingeschlossen haben, um diesen großen Deutschlandplan, auf den alle warten, vielleicht dann doch mal zusammenzuzimmern.
Sprecher 3: Ja, eine Art Klassenausflug. Wir hatten es ja schon mal zu tun mit dem Geist von Würzburg, der dann wehen sollte und so weiter. Also diese schwarz-rote Koalition versucht doch immer wieder irgendeinen Geist darauf zu beschwören, der dann ihnen selbst, aber auch der Welt verheißen soll, dass es weitergeht, dass irgendwann und auch wirklich in diesem Jahr dann die Reformen kommen sollen.
Sprecher 2: Hinter den Mauern der Villa Borsig wurde zunächst mal im kleinen Kreis wohl verhandelt. Wir haben nicht viel erfahren, muss man sagen. Das zeigt eigentlich, dass sie es ernst meinen. Hohe Vertraulichkeit. Friedrich Merz war ja schon empört darüber, dass Katharina Reich und Lars Klingbeil in den letzten Tagen sich öffentlich die Vorschläge des jeweils anderen um die Ohren gehauen haben. Da gab es sogar mal einen öffentlichen Rüffel an die eigene CDU-Wirtschaftsministerin. Da mal auf, was wiederum im Wirtschaftsflügel der CDU gar nicht gut ankam. Aber Merz hat dann wohl angeblich direkt schon zu Beginn klargemacht, wenn diese Koalition nochmal eine Chance haben will, dann müsse sie Vertrauen bekommen bei den Deutschen. geht am Ende immer nur durch Vertraulichkeit. So soll er es gesagt haben.
Sprecher 3: Ja, es ist ja interessant, wie sich die Lage zuspitzt nun zwischen dem Kanzler und der Wirtschaftsministerin, dass es da einen öffentlichen Schlagabtausch gibt. So kann man es, glaube ich, ohne Übertreibung sagen, dass Friedrich Merz Katharina Reiche gemaßregelt hat, Michael. Und das wirft doch Fragen auf, denn Reiche hat ja in diesem Kabinett eigentlich eine Funktion, die ihr Merz selber gegeben hat, nämlich sie soll diesen wirtschaftskonservativen Flügel bespielen. Sie soll das Heizungsgesetz rückabwickeln. Sie soll all diejenigen, die von der Ampel Wirtschaftspolitik enttäuscht sind, nun wieder für diese neue Koalition gewinnen. Und nun muss sie sich von Friedrich Merz sagen lassen, dass es so nicht geht. Dass sie empört ist, kann man verstehen, oder?
Sprecher 2: Absolut. Sie ist ja so eine Art marktwirtschaftliches Korrektiv auf Wunsch von Friedrich Merz gewesen, der gerade eine Frau von außen haben wollte, um eben diese Rolle zu spielen, die er selbst als Kanzler ja nicht spielen kann. Sie hat sich selbst ganz am Anfang in ihrem Interview bei uns ja als ordnungspolitisches Gewissen dieser Bundesregierung bezeichnet, hat bewusst übrigens Friedrich Merz, so wie wir wissen, frühzeitig klargemacht, sie steht nur für diese eine Legislaturperiode zur Verfügung, will danach wieder in die Wirtschaft gehen, hat auf Parteiamter verzichtet und muss sich jetzt, nachdem sie eigentlich nur öffentlich das sagt, was in der CDU Konsens ist, nämlich eine Übergewinnsteuer ist vielleicht verfassungsrechtlich nicht so die großartige Idee, muss sich jetzt anhören, er sei befreit. über ihr Verhalten. Also der Unmut im Umfeld von Katharina Reiche ist zu hören, soll bei ihr groß sein, aber in den Sack hauen will sie auch nicht. Ihre Gesetze will sie schon durchbringen. Also von Rücktrittsgedanken ist zumindest, was wir wissen, jetzt noch nicht die Rede.
Sprecher 3: Und auch nicht, dass Friedrich Merz eine Kabinettumbildung plant. Das wäre vielleicht anders gewesen, wenn das Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz ein anderes gewesen wäre. Dann wären vielleicht Konsequenzen notwendig gewesen. Jetzt möchte Friedrich Merz vor allem Stabilität und das bedeutet eben, weitermachen wie bisher mit dieser Formation im Kabinett, mit dieser Katharina Reiche. Aber ja, natürlich, diese Frau hat in der B-Note gewisse Probleme, auch in ihrem Haus gibt es Leute, die mit ihr fremdeln. Andere wiederum sagen, naja, das liegt daran, dass das Habeckianer sind, die nun mit diesem neuen Kurs im Haus nicht richtig zurechtkommen. Wer da nun recht hat, das ist schwer zu sagen. Ja, sie eckt ein bisschen an. Das wiederum muss ja nichts Schlechtes sein.
Sprecher 2: Die Ministerin mit der größten Empathie wird sie jedenfalls nicht, da sind wir uns glaube ich alle einig. Aber lass uns noch kurz über die Inhalte reden. Wie gesagt, sehr hohe Verschwiegenheit gestern, über die Energiehilfen wurde diskutiert und über die Gesundheitsthemen. Man will also mehrere verschiedene Pakete bis zum Sommer schnüren. Das erste sollen Gesundheitsmaßnahmen sein. Da klafft ein dickes Loch von 16 Milliarden Euro bei den Krankenkassen und wieder einmal wird über Karenztage diskutiert und eine eingeschränkte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Und das soll als erstes wohl auch präsentiert werden. Wir sind vielleicht schon an diesem Montag. Bis gestern Abend wurde getagt, lange getagt. Ein Ergebnis oder eine Pressekonferenz gab es danach nicht.
Sprecher 3: Die Länderchefs werden ungeduldig angesichts der steigenden Benzinpreise, das muss man schon noch sagen. Und insbesondere natürlich die Wahlkämpfer in den Ländern und allen voran Sven Schulze, der ja noch versucht, die Macht der CDU in Sachsen-Anhalt zu halten. Aber der AfD-Kandidat Ulrich Siegmund liegt klar vorne. Am Wochenende hatte die AfD ihren Parteitag in Sachsen-Anhalt, hat ihr Programm jetzt finalisiert, fühlt sich nun gestärkt. Naja, und für Sven Schulze ist das keine einfache Ausgangssituation. Und natürlich sind die Leute sauer, wenn sie an der Zapfsäule vorbeifahren und sehen, was sie nun bezahlen sollen. Und da befürchten die CDU-Wahlkämpfer, dass das der AfD in die Karten spielt.
Sprecher 2: Das politische Berlin kommt diese Woche jedenfalls wieder zusammen. Sitzungswoche, Fraktionssitzungen und wohl die ersten Entscheidungen dieser Koalition. Wir halten sie hier bei uns natürlich auf dem Laufenden. Helene, war noch was?
Sprecher 3: Michael, Frauen an die Macht, so kann man das sagen. Marie-Luise Eter ist die Frau, die nun zum ersten Mal einen Trainerposten in einer Herrenmannschaft übernimmt. Es ist ja schon lange normal, dass Männer Frauen trainieren. Auch in diesem Podcast. Bitte? Männer, Frauen, kluge Hinweise.
Sprecher 2: Welcher Mann soll das sein? Flo, weißt du das?
Sprecher 3: Kluge Hinweise geben sich nicht so viel zu versprechen. Aber nun sagen Frauen Männern, wie sie besser Fußball spielen sollen. Und das ist doch wirklich ein, um mal im Wortwitz zu bleiben, Game Changer, oder nicht?
Sprecher 2: Ich bin sehr, sehr froh darüber. Ich finde es wirklich überfällig, meine ich ganz im Ernst. Die Frau war selber Spielerin, hat dreimal die deutsche Meisterschaft gewonnen. Die kann richtig gut kicken. Naja, und Steffen Baumgart hat jetzt beim dritten Verein hintereinander gezeigt, auch bei meinem Verein 1. FC Köln, dass er zwar viele Feuer anzünden kann ganz am Anfang, aber nach drei, vier, fünf Spielen geht dann schon seinem Team die Luft aus. Insofern hat sie es verdient. Soll sie zeigen, was sie drauf hat.
Sprecher 3: Also Frauen jedenfalls halten oft mehr aus und halten länger durch. Hoffen wir doch mal für Union Berlin, dass sich die weibliche Kraft dort auch auswirkt.
Sprecher 2: Die Frau meines Podcasts Herzens hören Sie morgen jedenfalls hier wieder, wenn Sie mögen. Am Dienstag, den 14. April, Table Today. Und wie immer natürlich Helene on Fire. Bis dahin. Ciao, ciao.
Sprecher 3: Und Mick on Fire.
Sprecher 9: Feier sowieso. Wir freuen uns. Tschüss.
Sprecher 10: Hotter than a fantasy. Lonely like a highway. She's living in a world and it's on fire. Filled with catastrophe, but she knows she can fly away.
Sprecher 7: Ingrid und Indit präsentieren Jobs, bei denen man sich keinen Fehler erlauben darf. Heute Steuerberaterin.
Sprecher 11: Wie sieht meine Steuererklärung aus? Super Neuigkeiten. Sie müssen dieses Jahr keine Steuern zahlen. Wie? Ich habe drauf geschrieben, nein danke. Das Finanzamt muss das respektieren.
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