USA vs. Europa - Kann SAP mithalten? Mit Christian Klein.
SAP muss Anleger und Kunden überzeugen, dass seine Software trotz KI auch in Zukunft noch gebraucht wird. SAP-CEO Christian Klein gibt sich im Table-Today-Interview gelassen und setzt auf eine eigene KI-Plattform, die Unternehmensdaten mit Large Language Models verbindet.
Klein hofft, dass die Bundesregierung beim Bürokratieabbau bald Fortschritte macht. Der Digitalminister mache einen guten Job. „Ich würde mir wünschen, dass Karsten Wildberger mehr Durchgriff hätte – Thema Föderalismus", sagt Klein. „Ich denke, dass wir bis zum Sommer endlich in die Umsetzung kommen."
[06:30]
Die Grünen prüfen wegen der Studien zum Sondervermögen eine Klage vor dem Verfassungsgericht. Die Berechnungen des Ifo-Instituts und des IW Köln haben die schwarz-rote Koalition in Erklärungsnot gebracht. Malte Kreutzfeldt ordnet ein: „Für 2025 ist es tatsächlich so, dass ich diesen Vorwurf zutreffend finde, dass ein Großteil der Investitionen nicht zusätzlich ist. Daraus folgt noch nicht, dass jetzt dieses ganze Konstrukt zweckentfremdet wird."
[01:22]
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Mit 500 Milliarden Euro frischen Schulden will diese Koalition das Land modernisieren. Es ist so etwas wie der Nukleus dieser schwarz-roten Bundesregierung. Wenn dieses Projekt nicht gelingt, was bleibt dann eigentlich für schwarz-rot? Deswegen alarmiert die neue IFO-Studie und auch die Berechnung des IW-Instituts diese Koalition. Ist das alles nur eine Mogelpackung oder werden diese Investitionen auch wirklich gut eingesetzt? Wir haben nochmal nachgefragt, diesmal bei unserem Finanzexperten aus dem Table House, Malte Kreuzfeld.
Sprecher 3: In der Weltrangliste der Tech-Giganten ist SAP das einzige deutsche Unternehmen, das mithalten kann. Aber der in Waldorf ansässige Softwarekonzern hat zu kämpfen. Investoren befürchten, dass KI selbst die Top-Software der SAP ersetzen könnte. Wie reagiert das Unternehmen darauf? Das fragen wir den CEO von SAP, Christian Klein.
Sprecher 2: Der war gestern physisch anwesend hier bei uns im Podcast-Studio. Dabei ist das Homeoffice doch eigentlich sehr weit verbreitet. Und genauso weit verbreitet ist das Vorurteil, dass diejenigen, die im Homeoffice sind, eigentlich unproduktiv sind. Eine neue Studie beweist jetzt das Gegenteil. Darüber reden wir ganz zum Schluss noch in diesem wunderbaren Podcast am Donnerstag, den 19. März.
Sprecher 3: Die Grünen prüfen jetzt eine Klage vor dem Verfassungsgericht. Grund sind die zweckentfremdeten Mittel des Sondervermögens. 500 Milliarden stehen da ja im Raum, die noch ausgegeben werden sollen. Eigentlich ja für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und was sonst noch so in diesem Land gebraucht wird. Aber zumindest die Studie des IFO-Institutes und des IW Köln haben gezeigt, bis jetzt ist noch nicht so viel an neuen Investitionen geflossen.
Sprecher 2: Ja, und diese Frage kann wirklich zum Kasus Belli für auch die Beurteilung dieser Koalition werden. Denn immerhin hat ja Lars Klimmer gesagt, er sei Investitionsminister. Er werde von Tag 1 an ganz genau tracken, wie dieses Geld investiert wird. Aber da gibt es eben Zweifel, berechtigte Zweifel. Was sind denn eigentlich Investitionen? Sind das Kredite an Gesundheitsdienstleistungen, die nämlich auch mitgezählt wurden im Investitionsbegriff dieser Bundesregierung? Wir haben gestern darüber schon diskutiert und die IFO-Studie hier öffentlich gemacht. Aber wir müssen nochmal tiefer reinschauen in die Zahlen. Denn nicht nur werden die Milliarden aus dem Kernhaushalt rausgenommen und in das Sondervermögen gepackt. Das ist die Zweckentfremdung, der berühmte Verschiebebahnhof, über den diskutiert wird. Sondern es steht ja auch noch drin, dass diese Milliarden in die Klimaneutralität gehen sollen. Was ist da genau los beim Sondervermögen? Fragen wir doch einfach mal unseren ZDF-Korrespondenten hier bei Table, den Mann für Zahlen, Daten und Fakten, Malte Kreuzfeld. Schön, dass du da bist. Hallo Malte.
Sprecher 4: Hallo Mick.
Sprecher 2: Hat jetzt die Regierung im großen Stil betrogen mit dem Sondervermögen oder ist alles doch nicht so wild?
Sprecher 4: Das kann man gar nicht so ganz leicht. Es kommt sehr darauf an, was man betrachtet. Für 2025 ist es tatsächlich so, dass ich diesen Vorwurf zutreffend finde, dass ein Großteil der Investitionen nicht zusätzlich ist. Und da ist die Argumentation der Regierung auch komisch, weil sie bei ihren Zahlen, mit denen sie da argumentiert, dass die Investitionen doch stark gestiegen sind, plötzlich diese finanziellen Transaktionen wieder reinrechnet. Also wo Kredite zum Beispiel zugehören an die Sozialversicherung oder ähnliches, bei der Berechnung dieser Investitionsquote wiederum nicht einberechnet werden. Insofern arbeitet sie da mit unterschiedlichen Maßstäben und dadurch kommen auch diese Widersprüche zwischen der Regierung und den Studien zustande. Tatsächlich erwecken die Berichte aber teilweise jetzt den Eindruck, als wenn dieses ganze Sondervermögen zweckentfremdet wird. Und das wiederum ist auch nicht zutreffend. Wir reden jetzt über den ersten ganz kleinen Teil, der in 2025 geflossen ist. Das waren für den Bundeshaushalt 14 Milliarden von diesen 500 Milliarden. Und ja, die sind zum Großteil nicht für zusätzliche Investitionen verwendet worden. Aber daraus folgt noch nicht, dass jetzt dieses ganze Konstrukt zweckentfremdet wird.
Sprecher 2: Aber offensichtlich ist doch, dass Milliarden aus dem Kernhaushalt rausgezogen wurden und durch das Sondervermögen ersetzt wurden, oder?
Sprecher 4: Das ist richtig, wobei das noch nicht zwangsläufig auf einen Skandal hindeutet. Man kann ja auch sagen, wir gruppieren das und so argumentiert die Regierung, dass wir jetzt sagen, wir machen alle Schieneninvestitionen aus dem Sondervermögen. Wenn man dafür im Kernhaushalt andere Investitionen finanziert, dann wäre es ja trotzdem zusätzlich. Und die Regierung sagt eben, das tun wir. Faktisch sind aber diese anderen Investitionen, diese Stadt, dessen Finanzieren eben zum Großteil diese finanziellen Transaktionen gewesen, sodass es in diesem Fall jetzt eben dann tatsächlich doch eher dieser Verschiebebahnhof tatsächlich ist.
Sprecher 2: Aber ist denn ein Kredit für einen Pflegerheimbetreiber eine Investition im Wortsinne oder ist das nicht tatsächlich ein bisschen Mogelpackung?
Sprecher 4: Es gibt halt für Investitionen keine klare einheitliche Definition. Das macht diese ganze Betrachtung ja auch so kompliziert und deswegen kommen da auch bei den verschiedenen Berechnungen immer unterschiedliche Sachen raus. Grundsätzlich ist es so, dass einem Kredit ja eine Gegenleistung entgegensteht, die man irgendwie auch wiederkriegt und so weiter. Andere Beispiele waren dieses Eigenkapital für die Bahn, was da ausgegeben worden ist, so die Beteiligung des Bundes an Uniper und so. Das sind auch alles finanzielle Transaktionen, denen aber ja ein realer Gegenwert entgegensteht. So argumentiert die Regierung da. Trotzdem ist es eben umstritten und deswegen hat man ja auch bei der Berechnung dieser Investitionsquote gesagt, da rechnen wir ohne finanzielle Transaktion. Ich finde das auch überzeugender, weil das dann sehr viel eindeutiger ist, dass es wirklich Investitionen sind. Und dass die Regierung eben bei ihren absoluten Zahlen, die jetzt trotzdem mit reinrechnet, ist eben aus meiner Sicht dann auch nicht wirklich ganz sauber.
Sprecher 2: Es sollen ja auch, im Grundgesetz steht es sogar, diese Investitionen in die Klimaneutralität fließen. Kann man sehen, ob das gelingt bisher?
Sprecher 4: Das kann man in 2025 tatsächlich noch nicht so richtig sehen. Da fließen ja diese 10 Milliarden jedes Jahr in diesen Klima- und Transformationsfonds und sollen da dann für zusätzliche Investitionen in die Klimaneutralität genutzt werden. Das ist 2025 noch nicht gelungen. Da sind die Investitionen im KTF ungefähr gleich geblieben im Vergleich. Zu 2024, wobei man da auch sagen muss, es waren ja auch wirklich nur drei Monate, die man da hatte, um Anträge zu schreiben und dann das Geld zusätzlich auszugeben, dass das nicht so realistisch ist, leuchtet eigentlich leicht ein. Im KTF ist noch die Sondersituation, da ist dieses Geld irgendwie nicht zweckentfremdet worden und auch nicht weg, sondern was da nicht ausgegeben wird, wandert in die Rücklage. Da stehen also die 10 Milliarden Euro, die in 2025 nicht genutzt worden sind, in 2026 dann zusätzlich zur Verfügung, sodass da schon noch die Hoffnung besteht, dass es da diese zusätzlichen Investitionen kommen und eben jetzt mit etwas Verzögerung dann in den nächsten Jahren entsprechend mehr, was in 2025 nicht verwendet worden ist.
Sprecher 2: Zahlen, Daten und Fakten bei uns wie immer mit Malte Kreuzfeld. Vielen Dank für diese aktuelle Einschätzung und bis zum nächsten Mal.
Sprecher 4: Gerne. Tschüss.
Sprecher 2: Kennen Sie das Unternehmen Systemanalyse und Programmentwicklung? Nein? Dann ist es vielleicht Ihnen besser geläufig als SAP. Der einzige deutsche Tech-Konzern mit Weltrang, gegründet übrigens in einem Jahr, als noch Willy Brandt regierte und ein gewisser Mark Spitz neun Goldmedaillen im Schwimmwettbewerb der Olympischen Spiele gewann. Das war 1972. Immer noch ist dieser Waldorfer Konzern der einzige Deutsche, der in der Weltspitze der Tech-Konzerne rangiert, auch wenn er jüngst aus den Top 50 herausgefallen ist, der meist bewerteten Unternehmen der Welt. Ein SAP-Manager sagte mal, knapp drei Viertel des weltweiten Bruttoinlandprodukts laufen über SAP-Systeme. Ob das stimmt? Wer weiß. Was richtig ist, ohne dieses firmeneigene Nervensystem, das die Finanz- und Warenströme tausender Unternehmen steuert, kann selbst Nvidia gar keine Chips ausliefern. Die SAP ist für viele tatsächlich systemrelevant. 200 Milliarden Euro Wert, ein Betriebsergebnis von knapp 10 Milliarden Euro, über 100.000 Mitarbeiter. Seit dem Amtsantritt von Christian Klein, dem Chef von SAP, hat die Umsatzrendite einen ordentlichen Sprung gemacht, plus 120 Prozent. Doch der Glanz bröckelt, die Kurse sinken seit mehreren Monaten und Investoren machen sich Sorgen, dass die KI auch eine Top-Software wie die SAP-Software am Ende überflüssig machen könnte. Und was bleibt dann noch für die SAP? Wird also Zeit, dass wir mit... dem man mal reden, der das alles zu verantworten hat. Schön, dass Sie da sind. Hallo, Herr Klein.
Sprecher 5: Ja, freut mich hier zu sein.
Sprecher 2: SAP ist ja noch der wertvollste deutsche Konzern, aber in der Weltrangliste sind sie aus den Top 50 rausgefallen nach den Kursstürzen der letzten Monate. Ist das jetzt auch schon ein Abstieg bei der SAP, den wir da beobachten?
Sprecher 5: Ja, mittlerweile habe ich ein bisschen Erfahrung gesammelt. Vor fünf Jahren war es ähnlich, als wir die Cloud-Transformation gestartet sind. Da ist der Kurs ja auch um 30 Prozent abgesackt. Mittlerweile habe ich da eine gewisse Ruhe. Natürlich wollen wir für unsere Aktionäre sehen, dass der Kurs auch wieder steigt und auch wieder neue Höhen erreicht. Aber wir sind jetzt wieder mitten in der Transformation. Das bedeutet, dass wir jetzt wieder liefern, dass wir die Agenten, dass wir die KI liefern müssen. Und dann bin ich mir sicher, werden wir auch irgendwann wieder in die Top 50 reinkommen. Wichtig ist nicht kurzfristig, wichtig ist für mich schon, was mittel- und langfristig auch die Zukunft der SAP angeht.
Sprecher 2: Wir reden gleich über die Transformation auch vom Cloud-Geschäft hin zur KI, aber zunächst nochmal zu den Grundprodukten. Neulich hat Tim Höttges, der Telekom-CEO, bei einer Konferenz gesagt, wir laufen alle auf SAP, das ist so teuer. Ich habe manchmal das Gefühl, ihre Stärke, dass sie überall sind, kann auch ihre Schwäche sein, dass die Kunden zwanghaft darüber nachdenken, wie werde ich SAP los?
Sprecher 5: Ja, ich habe das auch gehört. Ich glaube, ich war mit ihm auf der Bühne. Genau.
Sprecher 2: Danach holte er sie auf die Bühne.
Sprecher 5: Für einen Moment hätte ich ihn gerne mal eins zu eins gesprochen. Nein, Spaß beiseite. Ich meine, wo Tim vielleicht recht hat, das ist nicht, SAP ist zu teuer. Was SAP teilweise aber teuer macht, ist, Deswegen haben wir ja auch die Cloud-Transformation gestartet. Wenn man natürlich alle fünf, sechs Jahre auf ein neues Release wechseln muss und plötzlich Hunderte an Millionen zahlen muss, ein Großkonzern, kleinere zahlen natürlich weniger, dann ist das natürlich viel Geld. Und dann ist auch immer die Frage, mache ich damit auch eine Transformation? Wenn man nur eine technische Migration macht, ist das teuer. Deswegen sind wir ja auch in die Cloud gegangen, wo wir gesagt haben, ihr müsst die Systeme nicht mehr upgraden. Wir halten die auf dem letzten Release. Und ich glaube, da ist die Telekom auch gerade mittendrin. Und dann wird der Tim auch merken, Mensch, SAP hat nicht nur ein tolles System, eine tolle Plattform, sondern ist auch günstig, weil ich mir eben diese Upgrade spare, wo natürlich auch viele Partner daran beteiligt sind. Und jetzt mit der KI ist natürlich auch eine super Chance, weil wenn man sich mal die Migration anschaut, ich muss Daten migrieren, ich muss Systeme konfigurieren, KI-Tools können das in Zukunft mit Sicherheit auch sehr, sehr gut und deswegen werden auch da für die Kunden viele Vorteile entstehen.
Sprecher 2: Nicht nur Deutschland sucht ja die Souveränität und den Wegfall von der Abhängigkeit, sondern auch die Kunden. Wird es schwieriger, neue Kunden zu akquirieren?
Sprecher 5: Ja, ich hoffe doch mal in Deutschland, Europa, man erkennt auch, hey, ich habe SAP. Egal, was in der Geopolitik passiert, ich habe hier ein europäisches Unternehmen, Weltmarktführer, in Software angewandter KI. Wir versprechen uns da Vorteile daraus. Und natürlich auch in den USA, aber auch in Asien. Natürlich besteht ein viel höherer Bedarf an Souveränität. Aber ich denke, hier in Deutschland fühlen wir manchmal auch eine etwas religiöse Diskussion. Also, wow, ich muss hier alles... aus Deutschland kommen. Also das wird es schon mal nicht geben in einem technologischen...
Sprecher 2: Europe würde schon helfen.
Sprecher 5: Europa würde schon helfen, aber selbst da wird es schwierig, weil auf der Hardware-Seite haben wir halt einfach nicht alles hier. Aber ist ein Stück Blech wirklich so wichtig für unsere Souveränität? Wichtig ist doch, dass mir keiner den Stecker zieht. Wichtig ist doch, dass meine Daten nicht irgendwo hin entschwinden, wo Menschen sie sehen können, die sie nicht sehen sollten. Und vielleicht auch, dass ich einfach auch die Daten vor dem Zugriff schütze, Thema Cyber Security, US Cloud Act. Und dafür haben wir eigentlich heute schon so viel Souveränität. Also wir haben hier in Deutschland die souveränste Cloud, die wir jeweils auf der Welt gebaut haben. Souveräner wie alles, was wir in den USA gebaut haben, in Asien. Deswegen, ich glaube, das Thema Souveränität, man glaubt es kaum, ist eigentlich schon gelöst. Viel wichtiger wäre mal, darüber zu reden, wie wir in Europa wieder Innovation liefern.
Sprecher 2: Aber dann müssten sie ja beim Cloud-Geschäft durch die Decke gehen, weil gerade das ist ja das, was die europäischen Regierungen, auch die deutsche Regierung immer wieder sagt. Und zeitgleich erlebe ich, wie ein Ministerpräsident nach dem anderen mit Amazon, mit Microsoft Rechenzentren eröffnet und ganz stolz ist, dass die Amerikaner noch stärker reinkommen.
Sprecher 5: Ja, das ist ein Widerspruch manchmal.
Sprecher 2: Wir würden gerne mehr rote Bänder durchschneiden.
Sprecher 5: Wir sind ja nicht primär im Rechenzentrum-Business. Würde ich die Zeit nochmal 17 Jahre zurückdrehen können, als die Hyperscaler angefangen hätten. Ich glaube, die SAP hätte alles Recht der Welt gehabt, da zu gewinnen, weil viele, viele Workloads der SAP, große Workloads, laufen auf den Hyperscalern. Teilweise sind wir sogar der größte Kunde. Und natürlich wäre ich in dem Geschäft auch gerne, aber 17, 18 Jahre sind in der Technologie eine lange Zeit. Man kann die Zeit nicht einfach so zurückdrehen. Nach vorne geschaut, glaube ich aber, dass die Souveränität viel wichtiger ist, dass meine Supply Chain Software, das Payroll, das Finanzen, egal was, dass diese Daten, da stecken ja die geschäftskritischen Daten drin, da stecken meine geschäftskritischen Prozesse. Da müssen wir über Souveränität nachdenken und natürlich auch über angewandte KI. Ich denke, darüber werden wir ja dann auch gleich sprechen.
Sprecher 2: Darüber müssen wir jetzt reden. Software galt ja immer als fortschrittlich, zukunftssicher, rendite stark. Und jetzt plötzlich kommen durch diese KI-Agenten und die KI-Bewegung eine völlig neue Debatte auf, die wir so nicht kannten, nämlich dass vielleicht auch ihre mittelständischen Kunden plötzlich... Eine eigene KI-personalisierte Unternehmenssoftware programmieren können. Frisst am Ende dann doch KI auch SAP?
Sprecher 5: Also da bin ich mir sicher, das wird nicht passieren, aber es ist schon ein sehr, sehr großer Wandel. Und ich glaube, hätten wir das Interview oder den Podcast vor acht Monaten gemacht, hätten wir wahrscheinlich noch überreden, wie toll die Cloud und wie toll Software as a Service ist. Nun, vor acht Monaten haben wir natürlich auch schon KI gemacht, aber was jetzt natürlich nochmal passiert ist, die KI hat nochmal natürlich einen Riesensprung gemacht. Nicht nur in der Art, wie man Software entwickelt, kann man jetzt viel schneller entwickeln, teilweise auch nicht. Entwickler können jetzt sehr schnell Software entwickeln, aber natürlich auch, was die KI-Agenten jetzt alles tun können. Auch da geht die Entwicklung jetzt sehr, sehr schnell voran. Aber jeder KI-Agent, egal ob man jetzt einen KI-Agenten baut für meine Finanzabteilung, für HR, für Supply Chain, braucht... Die Daten. Die LLM sind ja trainiert auf vielen, vielen Daten, die öffentlich zugänglich sind. Und da sind sie perfekt. Aber was ihnen alle fehlen, und hoffentlich fehlt es ihnen, die haben ja keine den Zugriff auf die Unternehmensdaten, auf die Unternehmensprozesse. Und die zwei Welten müssen jetzt zusammenkommen. Und genau da, deswegen arbeiten wir ja mit allen LLMs, aber wir bauen unsere eigene KI-Plattform, wo wir sie auf die Daten trainieren, auf die Geschäftsdaten, auf die Geschäftsprozesse.
Sprecher 2: Das heißt, Sie sagen Ihren Unternehmenskunden, du hast hier meine Software bekommen, jetzt kriegst du den KI-Agenten dafür, der das noch schneller implementiert, aber den kriegst du nur bei mir.
Sprecher 5: Genau. Und lieber Kunde, du kannst Entropic nutzen, du kannst Mistral nutzen, du kannst alles nutzen. Die ganzen Tools stehen dir zur Verfügung. Du bekommst nur noch den Kontext von deinen Geschäftsdaten dazu. Du bekommst den Kontext von deinen Geschäftsprozessen dazu. Was natürlich auch ein KI-Agent braucht.
Sprecher 2: Was ist der Mehrwert Ihrer KI dann im Vergleich zu den anderen KIs?
Sprecher 5: Wenn ich jetzt einen Agenten stand-alone auf der Entropic, auf dem... Oder auf der OpenAI oder auf der neuen Frontier, das ist jetzt die Enterprise AI Plattform von OpenAI, dann wird dieser Agent erstmal gut sein, Finanzdokumente auszulesen, eine Rechnung zu verstehen etc. Aber was der KI-Agent nie können wird, ist eine P&L zu simulieren, weil er die Daten gar nicht hat. Er wird auch keinen Finanzabschluss orchestrieren können, weil er die Geschäftsprozesslogik nicht kennt. Und genau diese zwei Welten bringen wir jetzt zusammen. Und deswegen sagen wir lieber Kunden, nutzt OpenAI, nutzt gerne auch Entropic, nutzt Claude, aber mach es bei uns, weil wir bringen dir die zwei Welten zusammen, die strukturierenden Daten. Die Governance, die IT-Governance und natürlich auch die Vorteile der LAR. Large Language Modelle.
Sprecher 2: KI ist jetzt Chefsache. Sie haben den Vorstand so umgebaut, dass Sie mehr Zeit auch haben, sich um dieses Thema zu kümmern. Ein Betriebsergebnis von knapp 10 Milliarden Euro bei der SAP. Wenn es nach Ihnen ginge, in zwei, drei Jahren, wie viel davon soll aus dem KI-Geschäft kommen?
Sprecher 5: Das ist eine gute Frage. Mein CFO, der wäre jetzt wahrscheinlich doch der bessere Ansprechpartner, aber um Ihnen einfach mal ein Gefühl zu geben. Wir berichten ja diese Zahlen nicht extern. Aber Stand jetzt war es ja schon im letzten Quartal so, bei allen Verträgen, die wir abgeschlossen haben, war in zwei Drittel der Verträge schon die KI quasi. embedded, eingefügt, implementiert. Wir liefern ja die Agenten als Teil der Software aus. Und jetzt fängt der KI, der Agentic AI Layer, wenn wir den nennen, die Agenten, die wir da einfügen, der ist heute überschaubar. Wir haben Agenten für... Cashflow für Cashflow Collection, für Recruiting etc. Aber wir liefern jetzt in den nächsten Monaten, Quartalen noch viele, viele weitere Agenten. Und deswegen wird unser Geschäftsmodell sich sehr stark ändern von heute noch einen sehr großen Anteil an Subskruptionsumsatz hin zu viel mehr Consumption-orientierter Umsatz, weil natürlich die KI-Agenten nicht auf Anzahl User gelizenziert werden, sondern auf Outcome, auf wie ist denn die Nutzung der KI-Agenten. Und da wird sich natürlich jetzt in den nächsten drei Jahren ein Riesenwandel begeben hin von Subskruptionsumsatz zu mehr Consumption-basiertem Umsatz.
Sprecher 2: Wann launchen Sie Ihre eigene KI-Plattform?
Sprecher 5: Wir haben ja KI schon gelauncht. Wir haben Jule, wir haben unseren Coworker, der digitale Coworker, wir haben Agenten. Aber ja, vielleicht kann ich die Spannung hier ein bisschen aufbauen. Warten Sie mal, die Sapphire-Abteilung ist ja ein paar Wochen. Da werden wir auch nochmal... Ja, einiges Neues präsentieren, einige Innovationen, wo unsere Entwickler jetzt auch schon seit vielen Monaten dran sind und weil wir natürlich jetzt auch die nächste Stufe dann zünden wollen in der KI.
Sprecher 2: Ich habe noch nicht verstanden, warum Sie zwingend der Meinung sind, dass die KI nicht das Grundgeschäft der Software, zumindest dann in der Marge, deutlich nach unten schraubt.
Sprecher 5: Ja, na gut. Wir sind natürlich überzeugt davon, dass die KI-Agenten, nehmen Sie mal heute unsere Finanzsoftware. Die Finanzsoftware der SAP ist die beste im Markt, wenn es darum geht, hoch compliant für den Auditor einen Quartalsabschluss zu transaktionieren, Procurement, Beschaffung zu machen, Controlling, Treasury, wir haben für Steuer in über 130 Ländern haben wir die Regulierung, dass auch der Steuerabschluss passt. Das wird aber heute von vielen Menschen gemacht, die vor dem System sitzen. In der Zukunft werden wir das viel schneller, viel automatisierter, teilweise auch mit viel Intelligenz im System für die Kunden bewerkstelligen. Und wenn natürlich die Kunden sagen, wow, ich brauche vielleicht nur noch ein Drittel von der Arbeitszeit, die ich vorher investiert habe, ja gut, dann werden die natürlich auch sagen, liebe SAP, dafür zahle ich natürlich dann auch. Auch im Preis, aber natürlich, sie müssen natürlich den Mehrwert der Agenten sehen.
Sprecher 2: Aber Sie reduzieren den Preis für die Software.
Sprecher 5: Das wird, und das ist ja genau diese große Thematik. Heute haben wir einen hohen Anteil an wiederkehrendem Subskriptionsumsatz. Wir rechnen ab nach Anzahl User. Wie viele User nutzen die Software? Klassisches Abo-Modell. Ein klassisches Abo-Modell, ja.
Sprecher 2: Kennen wir.
Sprecher 5: Finden die Kunden teilweise auch gar nicht schlecht, weil es natürlich auch eine gewisse Sicherheit gibt. Aber jetzt wird es dann viel mehr Outcome-basiert. Also wie viel schneller mache ich einen Quartalsabschluss? Wie viele Dokumente automatisiert füge ich jetzt im Order-Management ein? Und das ist dann halt viel mehr Outcome-basiert und dann viel Wert-basiert, was ja eigentlich auch was Gutes ist. Aber ja, so wird sich das Lizenzmodell ändern.
Sprecher 2: Wie sehr trifft eigentlich die aktuelle Wirtschaftskrise auch SAP? Wo hapert es genau bei Ihnen bei all den Kriterien, die hier auch in diesem Podcast in den letzten Wochen CEOs und Wirtschaftsvertreter immer wieder genannt haben? Was ist das, was Ihnen am meisten Sorge macht, gerade wenn Sie auf die Volkswirtschaft schauen?
Sprecher 5: Also Kriege sind natürlich nie gut.
Sprecher 2: Und die Energiekosten sind wahrscheinlich bei Ihnen jetzt auch mit zweistelligen Prozentzahlen gestiegen.
Sprecher 5: Offen gesagt indirekt, ja, weil wir ja viel über die Rechenzentren gehen von unseren lokalen Partnern oder die Hyperscalern.
Sprecher 2: Die Preise erhöhen wiederum für sie?
Sprecher 5: Das ist natürlich ein Thema und vor allen Dingen die Hardware wird teurer, weil natürlich durch die KI eine hohe Nachfrage ist an Hardware. Das trifft uns. Also auf der Umsatzseite eher mal kurzfristig Krieg, weil natürlich auch sich manche Kunden überlegen, Kann ich das Projekt jetzt noch so machen, während ich natürlich auch einen gewissen Einsatz habe irgendwo oder da irgendwie der... direkt oder indirekt beteiligt bin. Und dann natürlich, ja, die Hardwarekosten, die Energiekosten, die treffen uns aber eher indirekt natürlich, weil wir natürlich auch indirekt über die Hyperscale oder lokale Partner Rechenleistungen und dann Senderkapazität benötigen.
Sprecher 2: Was wünschen Sie sich? Wir sind hier mitten in der Berliner Republik. Was wünschen Sie sich von dieser Koalition?
Sprecher 5: Von der Koalition wünsche ich mir, klar, als Tech-CEO Digitalisierung. Das ist natürlich eine Nummer eins. Macht der Wildberger einen guten Job? Ja, ja, ja. Und ich finde auch Carsten Wildberger, er macht einen guten Job. Er versucht auch so ein paar Blockaden einzureißen, über Behörden hinweg. Er geht auch in die Länder rein. Wir bauen gerade zusammen auch an einer Art Verwaltungsplattform, auch mit vielen anderen Tech-Unternehmen. Da werden auch Startups mitgenommen. Das finde ich ganz toll. Er macht da schon Druck. Natürlich würde es mir manchmal wünschen, er hätte noch mehr Durchgriff, Thema Föderalismus. Aber da passiert jetzt schon sehr viel und es war mit Sicherheit der richtige Move, da auch das Digitalministerium zu gründen. Und das Zweite ist natürlich die Bürokratie, aber das weiß der Bundeskanzler, das weiß die Koalition ganz genau. Ich denke, da hoffen wir jetzt einfach mal, dass in den nächsten Monaten was passiert. Ich glaube, da ist jetzt schon viel guter Wille zu spüren und ich denke jetzt auch hoffentlich, dass wir bis zu der Sommerpause da auch in die Umsetzung kommen.
Sprecher 2: Bürokratie soll es ja sogar bei SAP geben.
Sprecher 5: Du, also ja, auf jeden Fall. Also ich sage immer, die Politik sagt ja dann immer, ja, wie ist denn das bei euch so mit der Bürokratie? Ich will das gar nicht verheimlichen. Also wir machen alle zwei, drei Jahre, machen wir auch mal wieder, wir müssen wieder entrümpeln. Wenn ich zu den Kindern ins Kinderzimmer... Wie sieht es denn hier aus? Du warst doch gestern noch ganz sauber. Und so geht es aber in jedem Unternehmen, so geht es auch in der Politik. Mir ist es nur sehr wichtig, weil ich das natürlich weiß, wie wichtig Geschwindigkeit ist in der Technologie. Das heißt, ich achte da schon sehr stark drauf mit Sebastian Steinhauser, unserem CEO, dass wir nicht so viele Approver, nicht so viele Genehmigungen haben auf einem Vertrag, dass wir schnelle Entscheidungen treffen können, dass wir nicht immer zehn Menschen am Tisch haben, um eine Entscheidung zu treffen. Also das ist mir schon sehr, sehr wichtig, aber ich will natürlich gar nicht verheimlichen, daran muss man kontinuierlich arbeiten, sonst wird die Bürokratie wieder mächtiger.
Sprecher 2: Sie haben gerade eben die Startups angesprochen. Warum kauft eigentlich die SAP als größte deutsche Tech-Firma nicht auch Firmen in ihrem Bereich wie Personio oder Celonis? Amerikanische Bründer machen das und kaufen immer wieder die kleinen Startups in ihrem Bereich auf. Hier ist das gar kein Thema.
Sprecher 5: Ja, wir haben ja Signavio gekauft hier. Anstatt Celonis, wir haben LinaX gekauft, war eine tolle Akquisition, André Christ auch in Bonn gegründet. Und ich treffe mich später auch mit Jan von N8N, ich habe mich gestern mit Malte von Paloa, wir sind in Menge Austausch und wir haben tolle Partnerschaften, die SAP. Ich finde auch ein bisschen patriotisch darf man ja sein. Wir wollen natürlich die auch ein bisschen mitziehen, sagen, hey, ich baue deine Voice-KI bei mir jetzt in den Lösungen ein und ich helfe dir, da auch schnelleren Kundenzugang zu bekommen. Hilft uns natürlich auch, aber vor allen Dingen den Startups. Ja, wer weiß. Also ich will das gar nicht ausschließen. Also wir haben jetzt tolle Partnerschaften. Vielleicht entsteht daraus mal mehr. Wir haben es in der Vergangenheit gemacht. Und natürlich hat die... SAP-Zukäufe jetzt gerade beim Thema Daten und KI ist immer ein Thema jetzt, weil die Entwicklung so schnell vorangeht. Es muss halt Sinn geben für beide Seiten.
Sprecher 2: Persönliche Fragen zum Abschluss, lieber Herr Klein. Warum sponsern Sie eigentlich so Vereine wie Hoffenheim, wenn Sie doch eigentlich Fan des wunderbaren Traditionsvereins 1. FC Köln sind?
Sprecher 5: Jetzt überraschen Sie mich, aber jetzt reden wir noch über den FC. Ja, ich meine, ich habe das ja bisher immer so ein bisschen geheim gehalten, aber das stimmt. Kleiner, kleiner Junge schon. Jeder war Bayern-Fan. Ich fand das total langweilig. Dann gab es den Hennes. Dann gab es auch tolle Fußballer damals. Jetzt haben wir auch wieder gute. Und ja, das ist so. Wenn man mal für einen Verein, wenn man da mal, also bei mir ist es so, wenn man da einfach mal dann Anhänger geworden ist, dann bleibt man auch bei dem Verein. Es gab nicht viele Höhen. Und Hoffenheim, man muss sehen, das ist natürlich auch viel Verbundenheit zur Region. Da ist unser Hauptquartier. Es ist natürlich toll erstmal für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber es ist auch gut für die Kunden. Wir machen dann, wir verbinden das natürlich. Und von dem her, ich bin eigentlich glücklich über beides.
Sprecher 2: Aber Sie haben gerade wir gesagt beim 1. FC Köln. Das hat mir sehr gut gefallen. Vielen Dank für dieses Gespräch, lieber Herr Klein.
Sprecher 5: Dankeschön.
Sprecher 2: Flo, war noch was?
Sprecher 3: Michael, interessante neue Studie. Homeoffice steigert die Geburtenrate.
Sprecher 2: Das ist jetzt wenig überraschend.
Sprecher 3: Ja, aber die Studie des IFO-Instituts hat gezeigt, in Haushalten, die mindestens einen Homeoffice-Tag haben, liegt die Geburtenrate ungefähr 14 Prozent höher als in Haushalten, die jeden Tag ins Büro gehen.
Sprecher 2: Was hat jetzt die Firma davon?
Sprecher 3: Naja, zukünftig gesehen mehr Fachkräfte.
Sprecher 2: Das ist also das Rezept gegen den Fachkräftemangel. Jetzt habe ich es verstanden.
Sprecher 3: Ja, nicht so ganz. Also kleines Rechenbeispiel, um das mal einzuordnen. Wenn Deutschland von seinen aktuell 1,2 Tagen Homeoffice pro Woche im Schnitt auf US-Verhältnisse steigen würde, also 1,6 Tage pro Woche, wären das pro Jahr 13.500 zusätzliche Kinder, die dann entstehen würden. Zumindest mathematisch gesehen. Wir müssen immer noch berechnen, es sind Menschen, um die es hier geht.
Sprecher 2: Also das löst zwar unsere Demografie-Probleme nicht, kann allerdings die Rentenkasse zumindest ein wenig weiter füllen. Ich freue mich sehr, dass das Homeoffice jetzt auch noch eine Liebesbotschaft mit hier reingebracht hat. Danke, liebes IFO-Institut.
Sprecher 3: Wir sind auf jeden Fall morgen nicht im Homeoffice, sondern wieder im Studio für Sie da, ab 5 Uhr, Table Today. Bis dahin. Ciao, ciao.
Sprecher 2: Ciao, ciao.
Sprecher 6: Girl, I don't know, I don't know, I don't know why I can't get enough of your love, baby Oh, no, baby Girl, if I could only make you see And make you understand Girl, your love for me is all I need. And more than I can stand. Oh, well, babe. How can I explain all the things I feel? You've given me so much. Girl, you're so unreal still. I keep loving you, boy, boy. What am I gonna do? Cause you blow my mind. I get the same old feel. Every time you're here, I feel a change. Something moves. I scream your name. Look what you got to do. Can't get enough of your love, baby.