Wie viel Entwicklungshilfe können wir uns noch leisten, Frau Alabali Radovan?
Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verfügt 2026 nur noch über rund zehn Milliarden Euro – fast 20 Prozent weniger als 2023. Sie setzt auf eine Reform mit klarem Fokus: Win-win-Situationen für Deutschland und Partnerländer. Deutsche Interessen sollen eine größere Rolle spielen. Für Schwellenländer soll es keine direkte Förderung mehr geben.
[12:28]
Die SPD will ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige nach australischem Vorbild. Zusätzlich sollen für unter 16-Jährige algorithmisch gesteuerte Feeds, Endlos-Scrollen und Belohnungssysteme verboten werden. 6,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind laut DAK-Studie bereits süchtig nach Social Media. Während die einen für das Verbot sind, setzen andere auf Medienkompetenz statt Verbote.
[01:19]
Das Hamburger Getränkeunternehmen fritz-kola will auch in Aluminiumdosen abfüllen. Jede fünfte Glasflasche werde nicht zurückgegeben, erklärt CEO Mirco Wolf-Wiegert. Für ihn ist klar, dass es am niedrigen Pfandsatz von nur acht Cent liegt.
Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert den Schritt als „falsch und unnötig“.
[07:16]
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Laut einer DRK-Studie sind bereits heute 6,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen süchtig nach Social Media. Und deshalb will die SPD ein Verbot für 14-Jährige verhängen und auch danach soll es Einschränkungen geben. Aber der Vorschlag sorgt nicht überall für Begeisterung. Wir diskutieren ihn auch hier.
Sprecher 3: Das Hamburger Unternehmen Fritz Kruller gilt eigentlich als Marke, das sich für Nachhaltigkeit einsetzt. Aber in Zukunft will das Unternehmen die Getränke wieder in Aludosen verkaufen. Warum das? Der CEO Mirko Wolf-Wiegert spricht darüber mit unserem Kollegen Alex Wiedmann.
Sprecher 2: Weniger als 10 Milliarden Euro hat das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in diesem Jahr zur Verfügung. Dabei sucht Deutschland doch gerade verlässliche Partner im Ausland. Wie viel Entwicklungshilfe können wir uns noch leisten und welche Projekte sind überhaupt sinnvoll? Das fragen wir die zuständige Ministerin Reem Alabali-Radovan.
Sprecher 3: Und zum Schluss sagen wir Ihnen, warum wir den Duft gar nicht mehr lieben hier in dieser Stadt, wenn wir um die Häuser ziehen. An diesem Dienstag, den 17. Februar. Schön, dass Sie dabei sind.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft Extradatenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 2: Michael, wie viel Bildschirmzeit haben deine Kinder?
Sprecher 3: Eine Stunde am Tag. In Wahrheit wird es aber durch diverse Ausnahmen, Verhandlungsmacht, Erfolge der Kinder auf gelegentlich auch mal am Wochenende drei oder vier ausgeweitet.
Sprecher 2: Heißt Bildschirm, Bildschirm, das ist ja immer die Frage, heißt es wirklich, auch wenn Sie bei der Tagesschau mitgucken oder...
Sprecher 3: Nein, Mütchen heißt schon zocken. Da sie jetzt beide Handys haben, dürfen sie natürlich trotzdem irgendwie jemanden anrufen oder mit jemandem whatsappen oder Nachrichten schreiben. Es heißt schon zocken.
Sprecher 2: Okay, eine Schnur heißt zocken.
Sprecher 3: Mein Sohn liebt Minecraft und meine Tochter irgendwelche komischen, wie heißt das, Run and High, Jump and Run Spiele bei Roblox. Aber es ist schon so, wenn sie einmal drin sind in dem Tunnel-Handy, ist es total schwierig, die da überhaupt wieder rauszukommen. Man redet wie gegen so eine Wand.
Sprecher 2: Ich weiß ja, viele Eltern berichten und auch ich kann davon berichten, dass wenn man dann das Ende durchsetzt, weil man sagt, jetzt hat die Uhr geklingelt, jetzt ist die Zeit vorbei, dann gibt es ja immer schlechte Laune und fast immer Streit. Das finde ich wirklich das Ärgerliche. Auch für den Familienfrieden. Und ich denke immer so, wie schön muss es gewesen sein, als man diese Diskussion mit den Kindern noch nicht führen musste. Im Durchschnitt, Michael, da stehst du eigentlich noch ziemlich gut da mit deinen Kindern, verbringen Kinder und Jugendliche 2,7 Stunden nicht nur vor dem Bildschirm, sondern auf Social-Media-Plattformen und am Ende sogar noch deutlich mehr. Meine Kinder sagen dann immer, Mama, du bist selber ständig am Handy. Ich sage dann, ich arbeite ja. Ja, auch. Manchmal gucken sie über die Schulter und finden das alles streng genommen nicht Arbeit, weil sie natürlich auch einen anderen Begriff von Arbeit haben, als dass man Nachrichten schreibt. Aber sei es drum. Also wir haben ein Problem bei Social Media und das lautet Sucht.
Sprecher 3: Und die SPD will da jetzt ran, ganz nach dem Vorbild Australiens, soll für ihre Jugendliche unter 14 Jahren es ein Social-Media-Verbot geben und selbst die unter 16. Sollen an verpflichtende Jugendversionen nur auf ihr Handy laden können und algorithmisch gesteuerte Feeds und Empfehlungssysteme sollen für diese Altersgruppe verboten werden.
Sprecher 2: Das ist ja eben auch so, dass man zum Beispiel bei TikTok automatisch in das nächste Video reinkommt und so weiter. Also, dass diese Sucht auch noch gesteigert wird durch die Art und Weise, wie diese Apps programmiert sind. Und deswegen soll es eben auch Mechanismen geben, die genau das verhindern, dass eben Videos nicht mehr automatisch abgespult werden, dass man nicht in dieses Endlos-Scrollen kommt und auch Push-Benachrichtigungen und Belohnungssysteme für intensive Nutzung sollen verboten werden. Um möglichst wenig Suchtsteigerndes im Angebot zu haben.
Sprecher 3: Auch Frankreich diskutiert in der Nationalversammlung gerade ein Verbot für unter 15-Jährige. Also das Thema ist heiß. Hier sind meine Argumente dagegen. Ich weiß nicht, wie du siehst, Helene. Ich bin erstmal der Meinung, es ist Sache der Eltern, der Erziehung. Dass man das Thema irgendwie hinkriegt und nicht schon wieder der staatlichen Ordnungsrecht ist. Außerdem glaube ich auch, am Ende kriegst du es nicht wirklich kontrolliert und von diesen ganzen digitalen Entwicklungen fernzuhalten, wird auch nicht wirklich. die funktionieren. Alleine diese einfachen Umgehungsmöglichkeiten, die ich hier bei meinen Kindern immer erlebe, wie zum Beispiel sich irgendwelche VPNs zu bauen auf ihrem Computer, selbst finde ich vergeblich irgendwie den Computer meines Sohnes abgeschaltet hatte über das WLAN. Also ich bin mir nicht so sicher, ob man es überhaupt kontrollieren kann. Und wenn es kein Gesetz ist, was man oder keine Regel, die man irgendwie durchhalten kann, dann ist es fraglich, ob man sie überhaupt einführen sollte.
Sprecher 2: Sehe ich wirklich komplett anders. Da bin ich eine Hardlinerin, wie übrigens auch Karin Prien. Ich weiß nicht, ob sie sich als Hardlinerin bezeichnen würde, aber sie zeigt sich jedenfalls offen für ein solches Verbot. Ich finde auch das Argument, dass das vielleicht nicht lückenlos durchsetzbar und kontrollierbar ist, ist keins. Denn am Ende das gesamte Strafrecht besteht aus Regeln, die trotzdem ständig gebrochen werden und dann gibt es halt eine Sanktion. Regeln sind erstmal eine Richtlinie, um festzustellen, was, wohin geht es, was ist richtig, was ist falsch, was ist gut für Kinder, was ist nicht gut für Kinder. Viele Eltern wissen ja selber nicht, wie sie es machen sollen, kriegen das Thema überhaupt nicht in den Griff. Und ich finde wirklich, gegen diese Übermacht der Plattform, gegen diese Manipulation durch diese suchtmachenden... Algorithmen, die wir da haben, da ist das Ordnungsrecht in der Tat der richtige Weg.
Sprecher 3: Also aus meiner Sicht einfach Handy nicht kaufen den Kindern wäre auch ein Argument. Dann bräuchte man auch nicht wieder nach dem Staat rufen. Zu dem glaube ich wirklich, dass die Alterskontrollen erstens eine hohe technologische Bürokratie, die da wieder in Gang gesetzt wird, die wir eigentlich... Kann ich brauchen. Ich glaube, dass es erst recht eine riesige Lust geben wird auf... diejenigen, die es dann vielleicht doch dürfen oder auf dem Schulhof mitgenommen haben oder sich irgendwie welche organisiert haben, welche Handys. Und ich bin überhaupt der Meinung, lass uns lieber Medienkompetenz ganz früh in den Grundschulen fördern, diskutieren, kommunizieren. Lass uns über Cybermobbing reden, über Suchtprobleme. Also das wären meine Ideen, dass Aufklärung... Anreize und auch Kompetenzvermittlung immer die bessere Lösung ist als die Regelung.
Sprecher 2: Ich würde sagen, es schließt sich auch nicht aus. Natürlich bleiben einem die Diskussionen zu Hause nicht erspart über die Frage, was darf man, wie viel darf man. Das hat auch natürlich mit Vertrauen, aber auch mit Kontrolle zu tun. Auch mit übrigens anwesenden Eltern, die das nicht alles outsourcen. Auch mit Eltern, die es sich nicht zu leicht machen und sagen, ist doch irgendwie besser, wenn die Kinder vom Fernseher sind, dann stören sie mich nicht. All das ist auch ein Thema, über das man sich ehrlich machen muss. Und, was du sagst, Michael, einfach kein Handy kaufen oder jedenfalls nicht so früh kaufen. Da bin ich absolut dabei. Auch bin ich da, ich würde auch einfach sagen, keine Playstation kaufen. Einfach diese ganzen Dinge nicht kaufen. Ich habe das Gefühl, bei uns gibt es Probleme erst, seit wir ein iPad haben, weil es früher einfach gar keine Möglichkeit gab. Also in dieser Hinsicht ist weniger sicherlich mehr.
Sprecher 3: Die Getränkedosen feiern ein großes Comeback. Wer hätte das gedacht? Weiß das eigentlich Jürgen Trittin? Jedenfalls über vier Milliarden Stück in Deutschland wurden letztes Jahr verkauft. Das ist schon erstaunlich. Immerhin brach der Verkauf 2003 ja massiv ein. Umweltschützer finden diese neue Liebesdose gar nicht gut. Zwar ist die Recyclingquote bei Dosen bei weit über 90 Prozent, aber auch der Prozess dieser Reinigung und Wiederaufbereitung setzt natürlich CO2 frei. Nun denn, das Hamburger Unternehmen Fritz Kohler will in Zukunft seine Getränke auch wieder in der Dose verkaufen. Und dabei galt dieses Unternehmen doch gerade als großer Verfechter von Nachhaltigkeit und von der Verwendung von Glasflaschen. Wieso man sich jetzt doch dafür entschieden hat, das wollte Alex Wiedmann, unser Kollege vom CEO-Table, vom Co-Gründer Mirko Wolf-Wiegert wissen.
Sprecher 5: Herzlich willkommen im Podcast Table Today, Mirko Wolf-Wiegert.
Sprecher 6: Vielen Dank für die Einladung. Moin.
Sprecher 5: Und jetzt bringen sie deutschlandweit eine Aluminiumdose raus. Sind sie am Ende doch nicht besser als Coca-Cola?
Sprecher 6: Wir versuchen auf jeden Fall eine gute Cola zu sein. Und das Herzstück von Fritz Cola ist und bleibt Glas Mehrweg tatsächlich. Damit sind wir sehr professionell unterwegs. Gleichzeitig ergänzen wir unser Portfolio über mitgeben Getränkedosen für Glasverbotszonen, Festivals. Und die Dose hat ein, zwei Vorteile, die wir damit auch erreichen können.
Sprecher 5: Welche Vorteile wären das? Warum war diese Ergänzung notwendig?
Sprecher 6: Wir haben aktuell damit zu kämpfen, dass wir mit unseren Bierflaschen, wir nutzen quasi Bierflaschen für unsere Limonaden, auch wenn sie weiß sind und nicht grün oder braun wie Bierflaschen, aber im Kern sind es Bierflaschen. Wir haben aktuell das Problem, dass unsere Flaschen nicht genug zurückkommen. Das heißt, damit zu kämpfen, dass der geringere Pfandsatz von 8 Cent nicht jetzt der ganz große Anreiz ist, dass die Flaschen zurückkommen tatsächlich. Und bei Einwegverpackungen, bei Dosen zum Beispiel, die haben 25 Cent Pfand drauf. Das heißt, wenn Sie jetzt in Berlin oder Hamburg, Köln, München irgendwo draußen im Park sitzen, bei gutem Wetter und Ihre Getränke konsumieren, Sie möchte die dann nicht zurücktragen, dann stellen Sie die Glasflaschen neben den Papierkorb zum Beispiel oder eben die Dose. Die Dose wird sofort von irgendjemand mitgenommen und zurückgebracht. Die Glasflasche, meine Bierflasche steht sehr lange da oder wird auch gar nicht mehr zurückgebracht. Und das ist ein Problem, das ist ein aktueller Vorteil, was Einweg hat. Und wir treten dafür ein, dass wir den Pfandsatz von Bierflaschen von 8 auf 25 Cent erhöhen.
Sprecher 5: Können Sie das quantifizieren, wie viel Prozent ungefähr dieser Glasflaschen nicht zurückkommen bei Ihnen?
Sprecher 6: Wir legen dabei fast 20 Prozent der Flaschen, die nicht zu uns zurückkommen.
Sprecher 5: Aber haben Sie denn Reaktionen von Ihren Kunden vielleicht auch bekommen zu dieser neuen Einführung?
Sprecher 6: Ja, genau. Wir haben eine Testphase in Hamburg gehabt. Das heißt, wir haben ein paar tausend Dosen in Hamburg verkauft. Es gab einige negative Stimmen. Die meisten waren aber sehr positiv. Endlich, toll, klasse und so weiter. Also wir haben mehr positive als negative Rückmeldungen bekommen.
Sprecher 5: Ja, und dennoch sagt die Deutsche Umwelthilfe, der bundesweite Umstieg auf umweltschädliche Getränkegosen ist falsch und unnötig. Was sagen Sie dazu?
Sprecher 6: Ja, wir sind große Fans der Deutschen Umwelthilfe und animieren gerne, mit uns gemeinsam für einen höheren Pfandsatz einzutreten. Also für einen höheren Pfandsatz und vielleicht auch eine höhere Mehrwertquote in Deutschland. Auch gerne das. Damit wir das Mehrwegsystem stärken tatsächlich und dann die Dosen weniger relevant werden. Da sind wir gerne dabei, auch offen für Gespräche.
Sprecher 5: Ein anderes Thema ist noch, was können freiwillige unternehmerische Maßnahmen denn beim bewussten Konsum wirklich bewirken und wo braucht es klare staatliche Regeln?
Sprecher 6: Ja, also Sie sprechen da ja darauf an, auf... Over-Consumption, also dass der Konsum zu groß ist von zum Beispiel Süßgetränken, wie jetzt eine Cola, eine Limonade und andere Saftschorlen. Ich sehe A, uns Unternehmen selber in der Pflicht. Das heißt, wir haben mit Gründung von Fritz Cola vor über 20 Jahren von vornherein gesagt, Cola gibt es nur in kleinen Glasflaschen und nicht in großen Flaschen, also keine Literware. Weil wir ein reines Genussmittel sind. Also es sind ja einige, auf die Idee kommen, Limonaden auch in großen Plastikflaschen anzubieten, weiß ich gar nicht warum. Aber bei Bier macht es niemand, also niemand bietet jetzt Bier in der 2-Liter-Fasche an. Das hat einen guten Grund, man trinkt Cola wie Bier rein aus Genuss, wir sind ja kein Wasser, das man den ganzen Tag über trinken sollte. Insofern sehe ich uns als... als Branche zu fordern, es in der Pflicht uns zu managen, dass wir da verantwortungsbewusst unsere Produkte verkaufen. Und dazu gehören zum Beispiel auch kleinere Portionen. Wir haben eine Portionsgrößenstudie gemacht und können quasi belegen, dass große Portionen auch zu mehr Konsum anregen oder auch zu mehr Konsum führen tatsächlich. Und auch, dass Konsumenten selber sich bewusst sind, dass kleinere Portionen auch zu einem geringeren, verantwortungsvolleren Konsum führen. In meiner idealen Welt gäbe es Limonade zum Beispiel nur in Flaschen oder in Portionsgrößen maximal halber Liter und keine Liter oder 1,5 Liter. Das heißt, würden wir als Branche uns selber regulieren oder verantwortungsbewusst handeln, wären wir zum Beispiel nicht so stark im öffentlichen Fokus.
Sprecher 4: Herr Wiegert, vielen Dank fürs Gespräch.
Sprecher 6: Danke Ihnen.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau das habe ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 2: Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist in der Krise, denn einerseits hat sie immer weniger Geld. Es sind nur noch etwa 10 Milliarden Euro in diesem Jahr im Haushalt. Und andererseits ist sie umstrittener denn je. Nur noch 50 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass es richtig ist, was wir in der Entwicklungszusammenarbeit tun. Dabei gibt es ja in Wahrheit auch sehr erfolgreiche Projekte, aber eben nicht alle Projekte sind in der Vergangenheit so erfolgreich gewesen, trotz der umfassenden Evaluationen. Das Deutsche Institut für Weltwirtschaft in Kiel hat nun eine Idee, wie man den Erfolg von Projekten besser messen kann und wie man es in Einklang bringen kann mit dem deutschen Interesse. Also von einer Win-Win-Situation ist dort die Rede. Und diesen Ansatz verfolgt auch das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Aber kann das wirklich alles funktionieren? Wir fragen Reem Alabali-Radovan, die Ministerin. Hier ist sie. Hallo Frau Alabali-Radovan.
Sprecher 7: Hallo.
Sprecher 2: Ja, sagen Sie mal, Ihr Ministerium ist ja immer wieder Gegenstand von Debatten. Vor jeder Bundestagswahl wird darüber geredet, ob man dieses Ministerium überhaupt noch braucht. Was wollen Sie tun, um die Akzeptanz von Entwicklungszusammenarbeit zu steigern?
Sprecher 7: Die letzten Monate haben aus meiner Sicht ganz genau gezeigt, warum wir diese das Ministerium brauchen. Wir sind gerade aktuell in einer schwierigen weltpolitischen Lage. Die ganze Weltordnung ist im Umbruch und gerade jetzt sind wir angewiesen auf verlässliche Partnerschaften, vor allem mit dem globalen Süden. Und ich möchte jetzt zeigen mit dem Ministerium, dass wir die Kritik auch sehen, dass wir uns damit beschäftigen, dass wir aber auch wirklich sehr viele Stärken haben. Und deshalb habe ich auch eine Reform aufgesetzt, die auf 60 Jahre Expertise, deutsche Entwicklungszusammenarbeit basiert, aber auch in die Zukunft schaut.
Sprecher 2: Ja, der neue Ansatz heißt Win-Win, also beide Seiten sollen profitieren. Vielleicht können Sie mal sagen, wie kann man das denn eigentlich messen?
Sprecher 7: Das kann man in unterschiedlicher Form messen. Wir sind in vielen Bereichen unterwegs. Wir sind ein Politikfeld, was unglaublich viel evaluiert wird. Also es wird schon viel gemessen. Aber wir müssen in Zukunft stärker schauen, was funktioniert und was funktioniert nicht. Ein Teil davon haben wir schon in der Reform gemacht, zu sagen, was hat wirklich gut funktioniert und darauf setzen wir und was eben vielleicht eher weniger. Ich möchte, dass wir da stärker auch auf Datenanalyse setzen und das werden wir auch im Haus dann tun.
Sprecher 2: Aber die Frage ist ja, Frau Alabali, du warst... Was ist mit den Projekten, die bisher gefördert wurden, wo Deutschland nicht unmittelbar profitiert? Also zum Beispiel der Schutz von Kindern und Frauen in... Ländern des globalen Südens. Da kann man ja nicht sagen, dass Deutschland einen unmittelbaren Nutzen hat. Fallen solche Projekte dann künftig hinten runter?
Sprecher 7: Nein, auf gar keinen Fall, denn es geht um deutsche Interessen, nicht ausschließlich um deutsche Wirtschaftsinteressen oder ausschließlich um deutsche Sicherheitsinteressen. Natürlich ist es auch in unserem Interesse, dass es wieder mehr Demokratien gibt, dass wir Demokratien schützen, dass wir Menschenrechte schützen. Dass wir das Klima schützen, das zählt für mich auch zu deutschen Interessen. Und ein ganz wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit und der Arbeit des BMZ ist die Bekämpfung von Hunger, Armut und Ungleichheit mit einem Fokus auf Kinder und Jugendliche.
Sprecher 2: Sie haben jetzt gesagt, deutsche Interessen sind nicht nur Wirtschaftsinteressen, aber eben auch Wirtschaftsinteressen. Und insofern ist die Rede auch davon, dass die Außenwirtschaftsförderung, die ja im BMWi, im Bundeswirtschaftsministerium ressortiert und die Entwicklungszusammenarbeit Hand in Hand gehen. Insofern ist auch Voraussetzung, dass die beiden Ministerinnen gut zusammenarbeiten. Wie ist Ihr Verhältnis zu Katharina Reiche?
Sprecher 7: Also wir arbeiten gut zwischen den Häusern zusammen. Es ist natürlich klar, dass Frau Reiche und das BMW e auch andere Schwerpunkte haben. Wir haben jetzt kürzlich... letztlich gemeinsam ein KI-Hub eröffnet für deutsche Unternehmen, die durch diesen Förderdschungel jetzt einfacher einen Zugang finden.
Sprecher 2: Frau Ministerin, aber wir haben doch ein Problem in der Sache, was auch ein Problem für die Akzeptanz ist, dass nämlich von den Mitteln, die Ihr Haus zur Verfügung stellt, in vielen Fällen bei großen Infrastrukturprojekten nicht deutsche Unternehmen den Zuschlag kriegen. Es sind sogar nur wirklich 11 Prozent. Die davon profitieren. Alles andere sind Unternehmen aus anderen Ländern. In vielen Fällen sind es auch chinesische Unternehmen. Das Ausland handhabt das völlig anders. Bei Amerika ist es zum Beispiel so, dass zu 85 Prozent heimische Unternehmen den Zuschlag bekommen. Bei den Japanern sind es 78 Prozent und auch bei den Franzosen ist es so, dass in 60 Prozent der Fälle eigene Unternehmen dann von den Mitteln profitieren. Wie können Sie das verbessern, dass künftig auch die deutschen Unternehmen stärker profitieren von den Mitteln, die Sie zur Verfügung stellen?
Sprecher 7: Ja, das kann und muss man ändern. Natürlich, wenn es eine deutsche Vergabe ist, sollten auch deutsche Unternehmen zum Zuge kommen. Zum anderen treibt mich das aber auch um, weil gerade deutsche und europäische Unternehmen vor Ort für etwas stehen, was für nachhaltige Entwicklung gebraucht wird. Und zwar lokale Wertschöpfung, indem sie Jobs schaffen, Ausbildung. Gerade deutsche Unternehmen sind sehr gut. sehr hoch anerkannt im globalen Süden für Ausbildung und weil sie eben auch zum großen Teil für Menschenrechtsstandards stehen, für Klimastandards, die eingehalten werden. Genau über diesen Weg kann man auch etwas daran tun, indem man zum Beispiel die Qualitätsstandards erhöht bei Vergabe. Und dass man auch schneller und unbürokratischer wird. Daran arbeiten wir auch gemeinsam mit dem BMWi, aber auch mit der EU, dass das mehr möglich wird. Und auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, was ist der Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland? Das fällt natürlich auf. Frankreich hat immer noch Generalunternehmen, die sehr stark in Großprojekten unterwegs sind. Seitdem Hochtief nicht mehr da ist sozusagen oder nicht international unter deutscher Flagge tätig ist, gibt es sozusagen kein Generalunternehmen, was zum Beispiel einen ganzen Hafen in einer afrikanischen Stadt bauen kann. Das gehört zur Wahrheit auch dazu, dass wir da eine andere Lage haben.
Sprecher 2: Auch ein bitterer Befund, ehrlich gesagt, dass wir in Infrastrukturprojekten schlicht abgehängt sind, weil wir es nicht mehr können.
Sprecher 7: Ist ein Teil, man muss aber gleichzeitig dazu sagen, dass wir in der Zulieferung fast immer mit dabei sind. Ich übertreibe jetzt mal, aber es ist wirklich so, dass wir sind in sehr, sehr vielen großen Infrastrukturen. Infrastrukturprojekten, zum Beispiel gerade in Indien am Bau auch einer Metrostation ist Siemens Energy beteiligt. In Sao Paulo habe ich es mir auch angeschaut. Siemens Energy ist sehr stark unterwegs. Gerade im Gesundheitssektor sind wir ganz vorne mit dabei, auch auf dem afrikanischen Kontinent. Es gibt fast keinen OP-Saal, der nicht auch Deutsch Technik Wir haben sehr viele Vorteile, aber was diese wirklich sehr großen Aufträge angeht, da glaube ich, ist jetzt, das sollte das Ziel sein, vor allem europäisch zu denken.
Sprecher 2: Frau Ministerin, zum Schluss nochmal, Sie haben ja auch weniger Geld zur Verfügung. Der Haushalt ist für Sie kleiner geworden. Nach Ihrer Reform wird es also ja wohl so sein, dass manche Projekte rausfallen, dass die Förderung ausläuft, dass Bestimmtes nicht mehr gefördert wird, oder?
Sprecher 7: Wir müssen strategischer werden. Es geht jetzt auch um unsere Rolle in der Welt, in dieser sich verändernden Welt. Und da muss man fokussieren und strategisch rangehen. Und das haben wir jetzt gemacht. Das heißt also, wir schauen genau in die Region, wo machen wir was. Wo fokussieren wir welches Thema, was können wir eben gut und was können wir einfach auch aufgrund der Haushaltskürzungen, die schmerzhaft sind, nicht mehr leisten. Ein großer Punkt der Reform ist, wie gehen wir eigentlich mit Schwellenländern um? Brauchen die eigentlich wirklich... noch klassische Entwicklungszusammenarbeit. Und ich habe beschlossen, dass wir gerade mit aufstrebenden Volkswirtschaften wie Brasilien, Südafrika, Indien, die können einen großen Teil ihrer Entwicklung auch selbst finanzieren. Sie brauchen aber Unterstützung, vor allem beim Thema Transformation hin, wenn es um... Klimaschutz geht und in Fragen von Demokratie, wenn es um Südamerika geht. Also da werden wir jetzt vor allem über Kredite mit den Ländern zusammenarbeiten und nicht über Zuschüsse. Und es gab für diese Entscheidung auch großes Verständnis. Auch unsere Partnerländer verändern sich und da müssen wir dann auch unsere Strategie verändern.
Sprecher 8: Vielen Dank für Ihre Zeit, Frau Labaliradovan.
Sprecher 7: Danke auch.
Sprecher 3: Helene, war noch was?
Sprecher 2: Michael, wir müssen über Berlin reden, diese Stadt, die nun schon wieder unter einem leichten Schneeschleier liegt und damit verschleiert. Was für Hässlichkeiten sich darunter verbergen. Ein Freund von mir schickt mir seit acht Tagen ein Bild von einer völlig überfüllten Mülltonne und zwar mitten im Zentrum Berlins, direkt vor dem Eingang zur S-Bahn Friedrichstraße. Seit acht Tagen steht dort diese Gewerbetonne und jeden Tag wird sie voller, quillt über, Müll liegt auf der Straße und man denkt sich einfach nur ein Wort und das lautet?
Sprecher 3: Stinken?
Sprecher 9: Can't you smell that smell?
Sprecher 2: Stadtbild.
Sprecher 3: The City Stinks, da habe ich gerade gedacht, weil das ist wirklich nicht nur der Müll, sondern ich finde ja wirklich, nahe zu jedem Bahnhof, wo ich aussteige, riecht es irgendwo nach Aurin. Diese Stadt ist wirklich in den letzten Jahren... Ehrlicherweise schmuddeliger geworden, als ich es je für möglich gehalten hätte.
Sprecher 2: Neulich war unsere Verwandtschaft aus Basel hier und sagte irgendwie ganz überrascht, wie hässlich kann das eigentlich alles sein?
Sprecher 3: Auch München war viel sauberer und schöner, wo ich gerade war. Es ist wirklich traurig, dass hier nichts passiert und irgendwie die Berliner offenbar das auch noch toll finden.
Sprecher 2: Ja, dieses ganze Arm aber sexy ist aber dann auch wieder vorbei. Diese Kampagne war ja ganz passend mal, aber jetzt ist es eher arm und runtergekommen. Also die Rathausturmuhr hier. am Charlottenburger Turm, ist seit über einer Woche kaputt. Es steht immer auf 4 Uhr und auch da tut sich nichts. Aber wir wissen ja, dass es in der Stadt auch viele ehrgeizige und umtriebige Beamte gibt. Und vielleicht hören ja einige von Ihnen diesen Podcast und hören deswegen unseren flehentlichen Ruf. Tun Sie doch was!
Sprecher 3: Wir sind jedenfalls trotzdem wieder da für Sie am Mittwoch, den 18. Februar. Bis dahin, ciao, ciao.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.