Wie tief ist der atlantische Graben?
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat in Washington mit seinem Amtskollegen Marco Rubio zusammengesessen. Wadephul ist zuversichtlich, dass eine Lösung in der Grönlandfrage gefunden werde. Die NATO sei dabei, konkrete Vorschläge zu entwickeln. Stefan Braun, Redaktionsleiter des Berlin Table, hat den Außenminister auf seiner Reise begleitet.
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Niedersachsen schafft das schriftliche Dividieren für Kinder mit dem neuen Schuljahr ab. Kritiker befürchten, dass durch den Wegfall das Lernniveau in Mathematik ein weiteres Mal abgesenkt wird. Was sagen Experten? Wir sprechen darüber mit Vera Kraft, Redaktionsleiterin des Bildung Table.
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Damasi Ilassi, so soll zumindest Hallo und Guten Tag auf Grönländisch heißen. Der Streit um die Zukunft der größten Insel der Welt spitzt sich zu. Während Donald Trump angeblich einen Invasionsplan vorbereiten lässt, ist Außenminister Waderfuhl nach Washington geeilt, übrigens auch Lars Klingbeil, um vor allem dieses Thema mit den amerikanischen Amtskollegen zu besprechen. Unser Kollege Stefan Braun hat den Außenminister begleitet. Wir sprechen gleich mal mit ihm, was da los war.
Sprecher 3: Das schriftliche Dividieren. Vielleicht erinnern Sie sich, da wurden große Zahlen durch andere große Zahlen geteilt. Eine Standarddisziplin in der Grundschule, aber in Niedersachsen soll das künftig anders werden. Kinder, die in diesem Jahr eingeschult werden, sollen diese Methode nicht mehr lernen. Ist das eine sinnvolle Änderung oder eine weitere Absenkung der Lernstandards? Darüber sprechen wir mit Vera Kraft, der Redaktionsleiterin unseres Bildungstable.
Sprecher 2: Und zum Schluss gibt es eine wirklich gute Nachricht aus Stanford. KI kann uns jetzt auch noch helfen, unseren Schlaf zu verbessern. Und nichts ist bekanntlich wichtiger als eine ordentliche Mütze Schlaf. An diesem Dienstag, den 13. Januar, legen wir los. Bleiben Sie aber noch ein bisschen wach, bitte.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 5: Wenn es um die Angelegenheiten geht, die Grönland und Dänemark betreffen, ist es an Grönland und an Dänemark darüber zu entscheiden. Und ist es an den Menschen, die auf Grönland leben, darüber zu entscheiden. Zusammenhalt ist unsere Stärke. Und deswegen ist es gut, dass wir heute sehr intensiv, sehr freundschaftlich über zahlreiche Themen sprechen konnten, die uns miteinander verbinden. Für mich persönlich bedeutet das, dass es immer lohnenswert ist, nach Washington zu kommen und das direkte Gespräch zu suchen. Ich hoffe, dass wir es bald fortsetzen können, wahrscheinlich schon auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Sprecher 2: Johann Wadephule ist in die USA gereist. Die große Frage ist, interessiert das da eigentlich jemanden? Es ist ja nicht leicht mit dieser US-Administration.
Sprecher 3: Uns jedenfalls interessiert es und Stefan Braun, unser Redaktionsleiter, war dabei und wird uns gleich noch ein bisschen was berichten von dieser Reise. Aber ja, erstmal die Frage, was kann Deutschland ausrichten? Ja, haben wir noch Softpower, haben wir Hardpower, um die Amerikaner davon zu überzeugen, irgendwo an Bord des Völkerrechts zu bleiben?
Sprecher 2: Ja, nicht nur des Völkerrechts, überhaupt eine Beziehung, eine Partnerschaft mit uns zu erhalten, Helene. Die Tagesschau hat gestern gemeldet, Partnerschaft in Auflösung und immerhin noch das Fragezeichen drüber gesetzt. Aber es ist schon offensichtlich, dass die Amerikaner einen neuen Fokus haben. Und gerade bei den Themen Grönland, auch Venezuela, vor allem aber Ukraine, sind wir weiterhin auf die Amerikaner angewiesen. Und deswegen heißt es Appeasement in der Rhetorik. Alle Beteiligten in der Bundesregierung versuchen auf verschiedensten Ebenen, den Partner, ich hätte es fast gesagt, gefügig zu halten.
Sprecher 3: Ja, Appeasement, da haben wir eigentlich eine negative Assoziation. Da sind wir ansonsten bei den autoritären Staaten dieser Welt, insbesondere Russland, der Meinung, das war in der Vergangenheit falsch. Man hätte härter auftreten müssen. Mit Blick auf Amerika ist die Wahrheit, wir haben keine Wahl. Wir können nicht härter auftreten, denn wir sind zu schwach und zwar in verschiedener Hinsicht und allen voran natürlich militärisch.
Sprecher 2: Ja, und die Berichterstattung in den amerikanischen Medien über die Reisen der deutschen Minister, die ist, sagen wir mal, unterausgeprägt. Also über die Ankunft von Herrn Wadephul fand man bei den großen Medien und Nachrichtensendern erstmal nichts. Aber das muss nichts heißen, denn Marco Rubio spielt schon eine besondere Rolle, der Mann, der gestern Wadephul getroffen hat, Helene. Alle setzen ja ihre Hoffnung auf den Außenminister, dass er Trump oder auch Vance oder eben auch Jared Kushner, wen auch immer, auf den Donald Trump hört, ein wenig eingrenzen kann und notfalls die Allianzen und Partnerschaften ein wenig noch retten könnte. Ich weiß nicht, ob das berechtigt ist. Was glaubst du?
Sprecher 3: Ja, am Ende ist er natürlich kein besonders mächtiger Player in dieser amerikanischen Administration, was man hört. Wenn man an die Amtszeit Donald Trump I. Denkt, wie viele Leute da in einer kurzen Zeit abgesägt werden, wenn sie anderer Meinung sind als... der Präsident, dann ist Rubio sicherlich einer, der sich Sorgen machen muss um seinen Job und der deswegen auch sicherlich den Mund nicht zu voll nehmen wird, sondern auch vorsichtig sein wird. Aber er ist derjenige, der noch am ehesten ein Republikaner alter Schule ist, der irgendwo noch ein Verständnis für Europa hat, der... Von Multilateralismus zumindest ein bisschen was hält und das nicht vollständig verurteilt. Also jemand, mit dem wir Europäer irgendwie versuchen und auch versuchen müssen, zusammenzuarbeiten.
Sprecher 2: Immerhin, der Außenminister ist nicht nur in Washington, sondern auch in New York und danach sogar nochmal wieder zurück nach Washington gereist, um auch Mitglieder des Kongresses zu sprechen. Also da bemüht sich einer, um eine bessere Verbindung zu Deutschland. Und ein Kollege von uns, Stefan Braun, nämlich der Redaktionsleiter des Berlin Table, ist mit ihm gereist. Fragen wir ihn doch einfach mal, was hinter den Kulissen so besprochen wurde. Einen schönen guten Tag. Hallo Stefan.
Sprecher 6: Hallo Michael, grüß dich.
Sprecher 2: Was ist das zentrale Motiv dieser Reise des Außenministers nach Washington?
Sprecher 6: Ich glaube, inzwischen geht es fast nur noch darum, allen anderen zu zeigen, dass man sich immer noch bemüht, mit Washington und auch mit Marco Rubio im Gespräch zu bleiben. Womöglich ist es gar nicht mehr das Ziel, in Amerika wirklich viel zu erreichen. Man will den Grönländern, man will den Isländern, man will den Dänen, man will den Europäern zeigen. Wir gehen hin, wir reden weiter mit denen, wir fallen hin, wir kriegen nichts zurück, aber wir stehen trotzdem auf und wir laufen wieder los.
Sprecher 2: Lars Klingbeil, der Vizekanzler, der ja parallel unterwegs ist. und den ihr in Island getroffen habt beim Auftanken, der sprach davon, dass das transatlantische Verhältnis in der Auflösung ist. Das sind harte Worte. Sieht das Waddeful genauso und äußert sich nur anders oder ist das eine übertriebene Darstellung?
Sprecher 6: Also er hat dazu intern gesagt, diese Tonalität würde er nicht verwenden, aber natürlich spürt er das jeden Tag und bei jedem Versuch hier in Washington irgendeinen Gesprächspartner zu finden. Also es ist fragil in Auflösung. Ich würde sagen, wahrscheinlich filtert es im Bauch und würde es so nicht sagen.
Sprecher 2: Ich verstehe deine Berichterstattung auch bei uns im Berlin Table zu dieser Reise auch so, dass er große Hoffnung auf Marco Rubio, den vermeintlich oder tatsächlich moderaten Außenminister legt. Ist das so?
Sprecher 6: Ja, ich glaube, dass er immer noch diese Hoffnung hat, obwohl ich ja im Mai letzten Jahres auch schon mit ihm hier war. Und schon da war Rubio freundlich, aber im Prinzip war ihm wurscht, was Wade Poole wollte. Jetzt ist ja hier einfach mal spontan das Treffen um vier Stunden verlegt worden. Jeder weiß, was das heißt, wenn man so einen ganz taffen Terminkalender eigentlich in Washington haben möchte. Also da ist einfach mal signalisiert worden, wo der Hammer hängt. Ich würde immer noch sagen, wünscht sich das, erhofft es, aber in Wahrheit ist Rubio natürlich einer, der auch auf Trump nachfolgen will, 2028, 2029. Der kann sich gar nicht leisten, so furchtbar sanft mit irgendjemandem umzugehen.
Sprecher 2: Ja, wenn man sich auch Kennedy anschaut, den Gesundheitsminister Deutschlands. Und steht einfach nicht hoch im Kurs. Welche inhaltlichen strategischen Optionen haben die deutschen Mitglieder der Bundesregierung eigentlich Amerika zu signalisieren, dass auch sie weiterhin ein Interesse an uns haben müssten?
Sprecher 6: Ich glaube, und darum kämpft Wade Pruhl jetzt irgendwie in diesen zwei Tagen hier in Washington, Es geht möglicherweise nicht um diese Administration, sondern es geht eher darum, dass man drumherum im Kongress, möglicherweise auch mit dem einen oder anderen jüngeren Republikaner, der noch nicht komplett verloren ist, immer wieder signalisiert, macht euch bewusst, was da passiert, macht euch bewusst, dass ihr ein Risiko geht. Also hier hinter den Kulissen ist zu hören, ja, Venezuela, sozusagen die Entführung oder wie immer wir es nennen von Maduro war erfolgreich, aber was jetzt kommt, weiß kein Mensch. Und man kann ja lesen, dass die großen amerikanischen Ölfirmen sagen, wir werden doch da jetzt kein Geld investieren, solange wir nicht wissen, was passiert. Oder wie es einer gesagt hat, wenn mit einem Tweet des Präsidenten wieder plötzlich alles anders sein kann.
Sprecher 2: Jetzt, ich habe verstanden, dass man versucht, über die Kongressabgeordneten zu kommen. Das Hauptthema ist ja auch Grönland. Da soll es ja unterschiedliche Einschätzungen zu den militärischen Drohungen von Trump auch im Kongress geben. Hast du irgendwas gehört? Gibt es eine Strategie, wie man Trump von diesen Invasionsplänen bezüglich Grönland abbringen kann?
Sprecher 6: Also es gab auch ihr intern die Überlegung, dass es natürlich auch sein kann, dass die Grönländer mit einem Referendum, das dänische Parlament mit einer Entscheidung sozusagen den Weg öffnen könnte zu einem, man kann es nennen, Staatsvertrag mit den Vereinigten Staaten, dann würde sozusagen an den rechtlichen und territorialen Dingen sich nicht wahnsinnig viel ändern. Aber die Amerikaner hätten dann sozusagen das, was sie eigentlich wollen, mehr Zugriff oder mehr in Kooperation Zugriff. Auf die Bodenschätze, auf die ja in Wahrheit alle lauern. Aber ob das ein wirklicher Weg ist, weiß man natürlich nicht. Die Drohungen von Trump sind bekannt. Die Tatsache, dass seine Militärs jetzt gerade abgelehnt haben oder mit Werft dagegen polemisieren, dass er sagt, inszeniert mir mal, organisiert mir mal einen Überfall. Also da ist schon wahnsinnig viel Verrücktes in der Luft. Und auch das hat Wade Poole gemerkt, als er in Island seine Amtskollegin getroffen hat.
Sprecher 2: Wir sind gespannt, inwiefern wir die Amerikaner bei uns halten können und sie das überhaupt wollen. Vielen Dank für diese ersten Eindrücke aus der Reise. Den Rest lesen Sie selbstverständlich im Berlin Table, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, den Sie natürlich längst abonniert haben. Vielen Dank, Stefan.
Sprecher 6: Gerne. Tschüss.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal... Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 2: Bis jetzt musste jedes Kind in Deutschland in der Grundschule das schriftliche Dividieren lernen. Kinder in Niedersachsen allerdings, die brauchen auf diese Methode jetzt nicht mehr zurückgreifen. Das hat Kultusministerin Julia Willi Hamburg so entschieden. Die Reaktionen in der Expertenschaft bei den Pädagogen sind durchwachsen. Die einen sagen, es macht durchaus Sinn, weil man sich dann auf Wesentlicheres im Lehrplan konzentrieren könnte. Andere sagen, es ist eine ideale Schule, um Mathematik zu begreifen. Was sagt unsere Expertin Vera Kraft, die Redaktionsleiterin des Bildungstable? Schönen guten Tag, hallo Vera.
Sprecher 7: Hallo Mick.
Sprecher 2: Dann erklär mal, was hat sich die grüne Kultusministerin Julia Willi Hamburg bei dieser Entscheidung eigentlich gedacht?
Sprecher 7: Das niedersächsische Kultusministerium will ja das Rechenverfahren des schriftlichen Dividieren abschaffen und sagt, das sei das komplexeste aller schriftlichen Rechenverfahren. Und jetzt befürchten einige... Dass das bedeutet, dass die Kinder nicht mehr ausreichend Mathematikkompetenzen lernen. Ich glaube aber, dass das das nicht zwingend bedeutet, sondern wenn sie das wirklich schaffen, dadurch mehr Freiräume zu schaffen in ihrem Lehrplan, kann das die Kompetenz, und das Verständnis von den Kindern eher stärken. Weil diese Verfahren an sich, das ist auch die Kritik daran, bringt den Kindern noch kein Mathematikverständnis an sich bei.
Sprecher 2: Also ich habe tatsächlich vergangenes Wochenende mit meiner Tochter schriftlich dividieren wieder einmal geübt. Was sagen denn die Experten, die Bildungsexpertinnen und Experten dazu, wenn das abgeschafft wird, welche Folgen hätte das?
Sprecher 7: Genau, damit habe ich mich natürlich auch befasst und was ich ganz interessant finde in der Mathematikdidaktik, ist man da jetzt nicht total schockiert und geht auf die Barrikaden, sondern man vertritt da eher die Position, dass dieses Verfahren an sich keine mathematische Erkenntnis vermittelt. Das heißt, es ist zwar ein Instrument, was vielleicht ganz praktisch ist und du bist jetzt ja auch bestens geschulterin, wenn du das am Wochenende erst geübt hast. Aber ich weiß nicht, wie oft du das sonst in deinem Alltag verwendest.
Sprecher 2: Noch nie, Vera, noch nie.
Sprecher 7: Ich habe das seit meiner Schulzeit auch nicht mehr verwendet. Im Gegensatz zum schriftlichen Addieren, was ich zum Beispiel beim Kellnern verwendet habe, was ich während meines Studiums gemacht habe. Aber das schriftliche Dividieren ist kein Verfahren, wo die Didaktiker oder die Forscher sagen, das ist total wichtig, dass man das kann. Was aber nicht heißt, dass Dividieren per se... Nicht wichtig ist. Also dieses Verständnis dafür, was es heißt, Sachen aufzuteilen, wie oft passt eine Zahl in die andere Zahl, das sollten die Kinder auf jeden Fall weiterhin lernen.
Sprecher 2: Ist denn die Idee hinter der Initiative in Niedersachsen, was stattdessen dann in die Lehrpläne rein soll?
Sprecher 7: Das Kultusministerium sagt ja, es soll ein tragfähiges Verständnis von Divisionen als Aufteilen und Verteilen geben. Das heißt, man versucht die Zeit, die man sich jetzt freischafft, dann anders zu nutzen, um den Kindern... Besser Mathematik beizubringen. Wie das dann im Detail aussieht, müssen wir dann nochmal gucken. Aber an sich die Grundidee dahinter ist nicht verkehrt, würde ich sagen, denn wie auch viele Studienergebnisse zeigen, zum Beispiel die PISA-Studie, haben wir große. Mathematik-Schwierigkeiten, also auch 15-Jährige geben später dann noch an, ein Drittel der 15-Jährigen, dass sie sich hilflos beim Lösen mathematischer Probleme fühlen. Und auch das kenne ich aus meiner Schulzeit noch. Deswegen, es geht eher darum, dieses Verständnis zu schärfen, Und die Forschung sagt, dieses eine Verfahren des schriftlichen Dividierens, das ist nicht das Instrument, um dieses Verständnis zu schärfen.
Sprecher 2: Dann eine Frage noch zum Schluss, Vera. Ich habe spontan natürlich wahrscheinlich wie viele Eltern gedacht, nicht schon wieder eine singuläre Reform in einem Bundesland. Wir reden doch eigentlich seit Jahren über Standards in Deutschland und nicht, dass ein Bundesland wieder etwas ganz anders macht als die anderen. Also wie reagieren die anderen Kultusminister darauf?
Sprecher 7: So Niedersachsen betont ja, dass sie damit nicht den Alleingang machen, sondern dass sie sich an bundesweiten Bildungsstandards orientieren. Und tatsächlich, wenn man in das schaut, was die Kultusministerkonferenz festgelegt hat, dann... betont die, dass schriftliches Addieren und Subtrahieren etc. Wichtig sind und vorkommen sollen. Schriftliches Dividieren ist aber nicht explizit gefordert. Das heißt, damit weicht Niedersachsen nicht von den bundesweiten Regelungen ab. Ob die anderen Bundesländer das jetzt aber auch übernehmen und das schriftliche Dividieren abschaffen oder beibehalten, das wird sich noch zeigen.
Sprecher 2: Vielen Dank, liebe Vera. Und ein Tipp an die Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn Sie die bildungspolitischen Analysen, Expertise von Vera und ihren Kolleginnen und Kollegen lesen wollen, dann empfehle ich mal einen kostenlosen vierwöchigen Test, table.media slash Bildung. Vielen Dank, liebe Vera. Bis später.
Sprecher 7: Vielen Dank auch. Bis dann. Ciao.
Sprecher 2: Und jetzt, Helene, war noch was.
Sprecher 3: Wir müssen über unseren Schlaf sprechen, Michael. Schläfst du gut?
Sprecher 2: Ich bin ja wirklich einer, der überall, immer und im Zweifel auch im Stehen auf einer Party schlafen könnte.
Sprecher 3: Ich bin auch früher mal, erinnere ich mich als ungefähr 18-Jährige, in der Großen Freiheit 36, dem damals angesagten Club auf der Hamburger Reeperbahn, mal auf einer riesigen Box eingeschlafen. Weshalb ich den Ruf habe.
Sprecher 2: Man spricht heute in Hamburg noch davon.
Sprecher 3: Unbedingt. Mein Vater erzählt auch bei jeder Gelegenheit, dass ich das einzige Baby war, das er kennt, das immer unbedingt ins Bett gehen wollte. Ich stelle nur jetzt fest, gerade in jüngster Zeit, dass ich wirklich so schlecht schlafe und nachts immer über alles Mögliche nachdenke. Und jetzt auch noch teilweise meine Kinder krank waren und ich mich gefühlt habe, als wären sie anderthalb.
Sprecher 2: Also am beruflichen Stress kann es nicht liegen, Helene, der ist ja gar nicht voran.
Sprecher 3: Nein, daran kann es sich legen, Michael, das ist so entspannt bei uns. Es muss andere Gründe haben. Aber lassen wir das, vielleicht sollte ich mal ins Schlaflabor gehen, denn an der Stanford University gibt es nun Wissenschaftler, die sagen, eine Nacht im Schlaflabor kann uns schon über unsere größten Gesundheitsrisiken aufklären.
Sprecher 2: An der Universität haben Wissenschaftler nämlich jetzt eine KI trainiert, die das Risiko für etwa 130 Krankheiten im Schlaf ausfindig machen kann, aufgrund der Werte, die da gesammelt werden, darunter Parkinson, Demenz, Prostata und Brustkrebs. Und das angeblich. Lange bevor es erste Symptome gibt. Man kann sich das nicht wirklich vorstellen, aber es wäre natürlich ein Game Changer, wenn die Prävention völlig anders gedacht werden müsste im KI-Zeitalter.
Sprecher 3: Ja, also Vorsorge ist nicht nur Vorschub auf Sorge, sondern kann natürlich auch wirklich dazu führen, dass wir vielleicht künftig ein bisschen sicherer träumen können, noch ein bisschen sicherer. Und damit verabschieden wir Sie in diesen Tag, der hoffentlich für Sie ein guter wird. Und morgen sind wir wieder für Sie da. Dream on. Tschüss.
Sprecher 2: Ciao, ciao.
Sprecher 8: In the mirror All these lies in my face get me clear. Past is gone. Just to go home. Everybody's got the do's and not the don'ts. My life's in books, written pages. Live and learn from fools and from sages. No, it's true. Come back to you. Sing with us. Sing for the year. Sing for the left. Sing for the right.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.