Micky und Micks Jahresvorschau
Micky Beisenherz und Michael Bröcker schauen auf das kommende Jahr und ziehen auch eine kurze Bilanz. Es geht um Kneipen und Stadtfeste als soziale Orte, um die Macht der sozialen Medien – und natürlich um Donald Trump. Vor allem aber werfen die beiden einen Blick auf die anstehenden Ereignisse in 2026.
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Transkript
Sprecher 1: Zum Jahresende ein besonderer Podcast. Wir haben es im vergangenen Jahr angefangen und natürlich ist alles, was bei uns zweimal stattfindet, große Tradition. Das weiß ich als Rheinländer. Es ist jemand da, den Sie erahnen, wenn ich Ihnen sage, er ist der Podcaster der Herzen hier in dieser Republik.
Sprecher 2: Ronsheimer kommt.
Sprecher 1: Es ist der Gag-Schreiber der Großen. Ja. Und hier wird es bei Paul dann schon wieder eng. Er ist der Moderator der Massen, muss man ja sagen. Nicht nur in Köln. Und er ist die Sternstimme. Und da habe ich jetzt ganz schön viele Alliterationen extra für dich zusammen geholt.
Sprecher 2: Das hast du sehr, sehr schön gemacht, Michael. Das gefällt mir sehr, sehr gut.
Sprecher 1: Micky Beisenetz ist da. Herzlich willkommen.
Sprecher 2: Thank you for having me.
Sprecher 1: Thank you for being on the show.
Sprecher 2: Wobei das Gagschreiben gar nicht mehr so eine ausgeprägte Tätigkeit ist. Die habe ich wirklich auf ein absolutes Minimum reduziert.
Sprecher 1: Weil die Gags nicht mehr kommen oder weil die Anfragen nicht mehr da sind oder weil du zu viel anderes machst?
Sprecher 2: Weil ich tatsächlich zu viel anderes mache. Und jetzt, da Joko und Klaas mit dem Duell um die Welt ja dann auch noch sich vom Fernsehschirm verabschiedet haben, ist eine der ganz wenigen Unterhaltungssendungen dann auch noch zu Ende gegangen, an denen ich als Autor im Studio noch so richtig aktiv beteiligt war. Und da ist nicht mehr viel. Einmal im Jahr in Dschungel. Und weitestgehend war es das dann auch.
Sprecher 1: Vielleicht war dieses geopolitisch krisenhafte Jahr ja auch einfach kein gäckiges.
Sprecher 2: Da muss man aber ehrlicherweise sagen, das geht ja schon seit ein paar Jahren so. Da hätte man schon lange keine Komedien in Deutschland. Ja, das ist ja lange vorbei. Also wovon wir wirklich kuriert wurden, ist dieser lächerliche Reflex, den es noch, sagen wir mal so grob, bis 2022 gab. So jetzt tschüss 2022. 2023 kann kommen. Und das macht keiner mehr, weil alle jetzt wissen, meine Lieblingsbeobachtung ist immer noch damals, fick dich 2016. Weil dann natürlich Menschen gestorben sind wie Prince und David Bowie und so und viele Alan Rickman. Und damals dachten alle, schlimmer kann es nicht kommen. Trump und Brexit, fick dich 2016, komm bloß sie wieder. Und jetzt denken alle natürlich, das war die gute alte Zeit, 2016, das war herrlich. Schöner Brexit, Trump 1, oh, das war toll. Das war alles noch geregelt und schön.
Sprecher 1: Rob Reiner ist ermordet, also es ist auch unfassbar, oder? Also es gibt auch wirklich ähnliche Nachrichten in diesem Zurückreiner.
Sprecher 2: Ja, Rob Reiner, also die Geschichte, das ist wirklich, das hat mich auf ganz vielen Ebenen nochmal berührt. Ich habe das meiner Frau morgens gesagt, die lag wie üblich noch im Bett um elf. Und habe ihr gesagt, Rob Reiner ist gestorben. Und da habe ich ihr kurz erzählt, was passiert ist. Sie ist in Tränen ausgebrochen, wirklich. Also nein, das kann nicht sein, wirklich. Weil Rob Reiner ein Regisseur nicht nur ihrer Generation war, Stand By Me, Harry und Sally, Misery, hat ja auch noch eine Frage der Ehre, hat ja auch noch einen großen Film. Kann man sich jeden Tag neu anschauen. Und hat ja nebenbei auch geschauspielert, einen so warmherziger, gütiger, liebenswerter Charakter. Und die Art und Weise, wie er ums Leben gekommen ist, ist natürlich wirklich mit die denkbar Schlimmste. Und das ist wirklich fürchterlich. Und als wäre das alles nicht schlimm genug. Kommt dann Donald Trump, ein Mann, von dem wir ja wirklich vieles schon gewohnt sind, was Grenzverschiebungen angeht, rhetorische Ausfälle, ein Ausmaß an Ekelhaftigkeit. Und wenn du denkst, er hat wirklich das Bodenlose längst erreicht, dann sagt er, hold my Kernbohrer. Und wie er sich zu Rob Reiner geäußert hat, das alles wieder auf sich selbst bezogen hat. Also am Ende dieses wirklich nicht einfachen Jahres, die Nummer noch.
Sprecher 1: Aber jetzt nimm doch mal deine persönlichen Empfindlichkeiten zu Herrn Trump weg und freu dich darüber, dass der Mann in zwei großen Konfliktherden relevant war.
Sprecher 2: Friedensbemühungen in diesem Jahr. I solved, I made peace with, I made peace, eight country, eight conflicts, I solved them all. Also, das fand ich immer ganz toll. Bald gar kein Konflikt mehr übrig für ihn. Der Preis ist heißmäßig, hat er sich selber so hoch gehandelt, so am Anfang der Rede.
Sprecher 1: Der Harry Weinfurt der Geopolitik, schön.
Sprecher 2: Also wirklich, I stopped six wars, it was actually eight. It was ten wars, I stopped ten wars, it was twelve wars. Am Ende so twenty wars, I stopped wars. Wo du denkst, okay, also ja natürlich, unsere Ambiguitätstoleranz wird natürlich auch wieder massiv herausgefordert bei diesem Mann, der natürlich gleichzeitig ein widerliches Schwein ist. Und gleichzeitig aufgrund seiner, wie man so schön sagt, erratischen Art und seiner Unberechenbarkeit mindestens ganz viel Bewegung in internationale Konflikte reingebracht hat und im Grunde genommen das alles nochmal so durchgerüttelt hat, dass so das ein oder andere Steinchen nochmal auf ein anderes gefallen ist und wir auf eine andere Situation blicken, was so internationale Konflikte angeht. Das würde ich ihm erstmal lassen.
Sprecher 1: So, das widerliche Schwein sitzt immer noch im Krimmel, um das mal hier klarzustellen.
Sprecher 2: Ein anderes widerliches, also widerliches Schwein ist ja...
Sprecher 1: Das lässt sich gar nicht steigern. Lasst uns doch mal auf das Gute schauen. Was gab es Gutes in diesem Jahr, bevor wir zu unserem traditionellen Jahresvorblick kommen? Was hat dich positiv überrascht? Was nimmst du richtig gerne mit ins neue Jahr?
Sprecher 2: Also was mich erstmal grundsätzlich positiv gar nicht überrascht hat, sondern was auch in diesem Jahr sich wieder ganz eindeutig gezeigt hat, dass dieses ganze Gefasel von dem zerrissenen Land und der gespaltenen Gesellschaft und diesen wirklich zahllosen Dokus, die ich alle nicht mehr ertragen kann, dass sich das in der analogen Begegnung wirklich überhaupt nicht dargestellt hat. Dass das überhaupt nicht meine Erfahrung ist, dass ich, wenn ich mit Freunden nach dem Fußballspielen oder sonst wo Bier trinken gehe, das sind Leute, die kommen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichsten Ecken, haben unterschiedlichste Jobs oder so. Du stehst mit denen, du unterhältst dich, du trinkst dein Bier. Man blickt auf das ein oder andere Thema unterschiedlich und ist sich trotzdem einig, dass man sagt, ja, du blickst darauf so, ich sehe es ein bisschen anders. Du bist aber ein feiner Kerl, ich mag dich gut leiden. Und wenn ich auf dem Stadtfest in Kassel-Brauxel bin, dann kommen ein, zwei Leute auf mich zu, die, was weiß ich, keine Ahnung, über Facebook radikalisiert wurden. Die kommen dann im Zweifel natürlich mit 1,8 Atüsche und kommen auf dich zu und sagen, also das sehe ich wirklich komplett anders und du gehst mir auch echt auf den Sack, aber ich mag dich gern. Komm, wir gehen ins Bier trinken. Und du denkst, ja, guck, geht doch, Dankeschön.
Sprecher 1: Ich finde das eine unfassbar interessante Beobachtung, weil ich habe das Gefühl, gerade wenn diese Themen so virulent sind, wo wir uns die Köpfe einhauen könnten, haben wir inzwischen gelernt, das beiseite zu schieben und das menschlich Private eigentlich auch zu trennen von bestimmten politischen Differenzen, die man ja auch haben kann.
Sprecher 2: Na klar, na klar.
Sprecher 1: Solange sie in der Mitte stattfinden. Und diese Mitte ist sehr breit und sehr konsistent. Und vielleicht lernen wir, finde ich, eine tolle Beobachtung.
Sprecher 2: Und die Mitte, ich will ja nicht wie Margot Käßmann durchs Land gehen und immer... Man hat dasselbe Predigen, aber weil wir natürlich auch in diesem Jahr, siehe Social Media Verbot, 16 aufwärts, also beziehungsweise Social Media Verbot für alle unter 16 in Australien, das wird ja hier auch diskutiert, sollte man ehrlicherweise den meisten aussprechen, das Social Media Verbot, denn auch Leute jenseits der 40 können damit oft nicht wirklich gut umgehen.
Sprecher 1: Hallo Rüdiger Bachmann jetzt hier anzusprechen, ein kleiner Scherz. So, liebe Grüße. Liebe Grüße.
Sprecher 2: Da wird natürlich immer darüber nachgedacht, was macht man, da auch wieder die gespaltene Gesellschaft, Debatten und so, was macht man, Social Media, kannst ja alles vergessen, den Geist kriegst du nicht zurück in die Flasche. Deshalb ist es ja immer mein Ansatz, du musst halt einfach analoge Begegnungsstätten schaffen, mehr Vereinsheime, mehr Stadtfeste, mehr Schützenfeste, wurscht, Feuerwehrfest auf dem Dorf, da wo Leute sich analog begegnen und feststellen, du bist nicht nur die eine Position, aus der ich also die komplette Verkommenheit einer Person ableite, sondern du bist vieles gleichzeitig. Und ja, ich sehe das völlig anders. Ich rolle mit den Augen, ich zucke mit den Schultern. Aber die anderen acht Dinge, für die du auch stehst, die mag ich gern. Und das revanchistische Kernelement, weshalb diese Gesellschaft plötzlich in Umfragen sich für solche Parteien entscheidet oder von mir aus auch an der Wahlurne. Oft ist es ja eine Entscheidung, dass man sagt, wenn ich da jetzt meinen Zettel reinstecke, die dumme Fresse, die möchte ich aber sehen am Wahlabend, wenn der Balken hochgeht. Ich nehme mich genau den und den und die und die, wie die heulen. Das würde ich gerne sehen. Und das kriegst du natürlich nur aus einer Gesellschaft rausgebügelt, wenn man sich analog häufiger begegnet. Und das schaffst du natürlich nur, indem du halt einfach mehr Vereinsheime... Ich meine, das ist jetzt wirklich eine... Ich wage mich jetzt weit voraus und dann darfst du gerne sofort zum nächsten Thema kommen. Aber der Aufstieg sozialer Netzwerke und dieser digitalen Verkommenheit begann natürlich analog auch zum Kneipensterben. So. Und da, wo das verschwindet, die analogen Begegnungsräume, da ziehen sich dann alle nur noch ins Digitale zurück. Und wenn du immer nur in den Zerspiegel Social Media blickst, ja, ist ja klar, dass du dann denkst, diese Welt steht ja komplett in Trümmern. Da hat der Kollege mit seinem Song schon recht.
Sprecher 1: Ich würde natürlich sagen, dass es analog zur Corona-Pandemie war, das Kneipensterben und damit auch natürlich diese digitale Sucht. Aber du hast recht, ich grüße an dieser Stelle das Casino von Stefan vom FV Wannsee, wo du auch schon ein Bierchen mit mir getrunken hast. Richtig, sehr schön. Und diese Vereinsheime, die sich übrigens als Gastronomie ja kaum finanziell lohnen. Das ist ja alles fast schon Altruismus, was die machen. Und die Kneipen, Bierstübchen müssen wir an dieser Stelle unbedingt auch erwähnen. Nein, du hast völlig recht. Wir brauchen mehr von diesen analogen Räumen, diese eigentlichen Wohnzimmer in dieser Republik. Und das ist ein wunderbarer Appell, den wir mitnehmen. Müssen wir sonst noch was sagen zum zurückliegenden Jahr oder wollen wir nach vorne gucken?
Sprecher 2: Zum zurückliegenden Jahr gibt es ja immer eine ganze Menge zu sagen.
Sprecher 1: Für dich war es ein gutes Jahr, Micky, oder?
Sprecher 2: Für mich war es auf vielen Ebenen ein gutes Jahr, würde ich auf jeden Fall sagen. Das geht, sag mal...
Sprecher 1: Sagt er? Meine Frau, manchmal, Micky, ist reich, du machst zu viel.
Sprecher 2: Ja, sagt die häufig. Ja, natürlich, sagt die auf jeden Fall. Die verbietet mir ja auch ganz viele Sachen. Also wirklich, das muss man einfach sagen. Das ist ja bei Leuten in der Öffentlichkeit, ist es ja ganz wichtig, Umfeld, Umfeld, Umfeld. Also wenn ich nicht Menschen wie zum Beispiel Jakob Lund oder Klaas auf der Umlauf hätte, dann hätte ich wahrscheinlich schon längst ein Akustikalbum mit meinen zehn gefühlvollsten Songs aufgenommen, irgendwo zwischen Eckart von Hirschhausen und keine Ahnung. Also das ist wichtig.
Sprecher 1: Das wäre sicherlich dein erstes Produkt, was in den Charts gar nicht funktioniert.
Sprecher 2: Das hoffe ich. Das wäre dann auch eine Lehre. Niki verbietet mir ja eigentlich so ziemlich jeden Auftritt in irgendwelchen Fernsehshows. Also wie häufig ich da als lustiger Furzbeer in Quizshows sitzen würde, wenn sie nicht von vornherein gesagt hätte, da will ich dich nicht sehen. Also sie hat mich wirklich vor Schlimmerem bewahrt. Das muss man ganz eindeutig sagen.
Sprecher 1: Das weiß ich gar nicht. Hartes Talkshow-Verbot. Aber zum Kölner Treff sollen sie alle kommen.
Sprecher 2: Zum Kölner Treff sollen sie alle kommen.
Sprecher 1: Micky, gibt es einen Wunsch für 2026 beruflich, den du hast, was du umsetzen willst, was du machen möchtest, wen du interviewen, wen du treffen willst, ob du ein Buch schreiben willst?
Sprecher 2: Ja, ich will tatsächlich, also seit mindestens drei Jahren kümmert sich Helge Malchow, der Mastermind von Kiepenheuer& Witsch, rührend um mich und animiert mich jetzt mit seinem rheinischen Akzent. Du musst das Buch schreiben, du musst das Englisch machen. Oh, das mag ich schon. Ich kenne ihn nicht, aber er hört sich gut an. Super Typ, super Typ, du musst das machen, so ein Büchlein da, so ein bisschen davon. Eine Familie und so, musst du machen. Wirklich, du kannst...
Sprecher 1: Bist du halt von Castro Brauxel in die Welt?
Sprecher 2: Ja, sowas in der Art, ja genau. Also seit, wirklich, ich trage mich sehr, also verstärkt mit dem Gedanken, jetzt endlich mal so ein vernünftiges Buch zu schreiben. Einfach mal, das muss auch kein Bestseller werden, aber dann hat man es mal gemacht. Das ist das Einzige, was mich wirklich interessiert.
Sprecher 1: Aber geht es eher um dich oder was dich umtreibt oder geht es um politische oder gesellschaftliche Fragen?
Sprecher 2: Nein, also ich würde, also der Gedanke ist, wo ich es ansetzen würde, wäre wahrscheinlich irgendwie dann doch eher so in der Zivildienstzeit.
Sprecher 1: Wo warst du denn beim MCV?
Sprecher 2: Ich war bei der AWO in Kastrop-Rauxel, also Arbeiterwohlfahrt. Und das passt natürlich sehr gut zu den aktuellen Debatten. Absolut. Gesellschaftsjahr, Wehrpflicht, Zivildienst.
Sprecher 1: Wirst du uns zurücknehmen heute den Kriegsdienst? Verweigerung? Nö.
Sprecher 2: Also das muss ich auch sagen, also ich hätte, würde, wäre wahrscheinlich einfach...
Sprecher 1: Viele meiner Kumpels in unserem Alter sagen ja, komm, ich nehme das zurück, mach jetzt so ein, bin jetzt wieder bereit und wir müssen jetzt alle zusammenstehen.
Sprecher 2: Ja, aber da muss ich ganz ehrlich sagen, also da bin ich wirklich überrascht, dass dann auch Menschen wie der von mir wirklich heißes Geliebte Jörg Thaddeus plötzlich sagt, ich werde Reservist, also wo ist das Gewehr?
Sprecher 1: Anständiger Patriot, Grüße gehen raus an Jörg.
Sprecher 2: Ja, finde ich super. Ich würde für meinen Teil wahrscheinlich trotzdem weiter Zivildienstleistender bleiben, weil es nicht nur in der Rückschau, sondern generell, und wir wissen ja auch, dass es an diesen Ecken, also was menschliche Zuwendung und Pflege und all das angeht, natürlich auch horrend mangelt.
Sprecher 1: Deswegen bin ich ja für ein gesellschaftliches Pflichtjahr, wo du eben das machen kannst, was du willst, aber alle machen was.
Sprecher 2: Exakt. Ich bin auch absolut... Dafür, auch aus der persönlichen Erfahrung, weil ich auch weiß, mit 18, 19 hätte man mich nicht dazu verpflichtet oder ich würde es in dem Falle sogar sagen, zum Glück gezwungen, dann hätte ich natürlich das eine Jahr auch damit verbracht, Playstation zu spielen oder in Renesse saufen zu gehen. Was also mit 19 mir auch eine gute Idee erschien.
Sprecher 1: Ich habe in der Biskuit-Halle in Bonn einen Gurt-Schlitten vor der Disco aufgebaut und junge Menschen animiert, nicht alkoholisiert Auto zu fahren.
Sprecher 2: Ja, auch nicht so schlecht. War auch nicht verkehrt.
Sprecher 1: Um dann doch zu sagen, dass meine Punktestatistik in Flensburg aber ohne Alkohol dem nicht ganz eigentlich Rechnung getragen hat, was ich mal gelernt hatte.
Sprecher 2: Ich habe es wirklich fertig gebracht, dreimal hintereinander in jedem Jahr einmal im Rheinufertunnel in Düsseldorf geblitzt zu werden.
Sprecher 1: Micky, soll ich dir sagen, was ich habe? Ich habe es dreimal hintereinander geschafft, auf der A2 bei Hannover.
Sprecher 2: Ja.
Sprecher 1: In die Autobahnstelle rein zu rasen, wo alle Menschen wissen, dass da dieser Blitzer ist und mir dann schön sechs Punkte innerhalb von drei Jahren zu holen. Schön, ne? Also dämlich kann auch bei uns hier durchaus vorkommen. Jetzt gehen wir ins neue Jahr. Micky, 2026 übrigens bei Star Trek begann 2026 der dritte Weltkrieg.
Sprecher 2: Wirklich? Ja. Ja, dann wollen wir mal hoffen, dass Gene Roddenberry da also nicht richtig, er hat sich ja auch in einigen anderen Sachen geirrt insofern. Nee, aber muss ja nicht sein. Es wird besser. Muss nicht sein. Es wird besser.
Sprecher 1: Wie hast du es gerade eben gesagt? Nein, ich wiederhole dein Schimpfwort nicht, was 25 war. 26 wird besser.
Sprecher 2: Stimmt, ich weiß ja gar nicht, ob bei Table das der Teil war. Ja, wir müssen gucken, ob wir das drin lassen. Aber es war ja ein Zitat. Ich habe ja nur... Und die Leute zitiert, ich habe das ja nicht aus meiner persönlichen, also ich bin ja zu solchen Worten gar nicht in der Lage.
Sprecher 1: Wir sind hier beim differenzierten Diskursmedium, Micky. Sehr gut, sehr gut. Der Januar, wir beginnen mit dem Januar, der Euro wird eingeführt in Bulgarien. Wie viel Bargeld hat Micky Beisen jetzt eigentlich noch bei sich oder machst du wirklich auch alles mit dem Handy inklusive im Backshop?
Sprecher 2: Also da ich mich ja häufiger in Kassel-Brauxel bewege, muss ich auch immer noch ein bisschen Bargeld mit mir führen. Wobei da ist mittlerweile also Kartenzahlung auch angekommen.
Sprecher 1: Außer bei denen, wo es generell keine Kartenzahlung gibt.
Sprecher 2: Ich sage es jetzt mal mit den Worten von Thorsten Legeert, wenn er versucht Zeit zu gewinnen. Also wir sind immer noch in Deutschland. Und das ist natürlich grundsätzlich erst einmal schon mal die Erklärung, warum es immer noch sinnvoll ist, Bargeld mit sich zu führen, weil du in Deutschland doch immer noch in den verschiedensten Ortschaften oder selbst in Berlin in Restaurants, es gibt ja immer nur zwei Möglichkeiten, entweder nur Kartenzahlung oder nur Barzahlung, speziell in Restaurants. So, insofern ist es ganz sinnvoll. Ich habe oft immer noch Bargeld hinten in der Hosentasche, in irgendeiner Hose. Also ich habe jetzt so einen kleinen Kniff eingeführt, in dem das Vergangenheits-Ich das Gegenwarts-Ich belohnt. Im Sinne von, ich packe die Hose nach dem Tragen in den Schrank und sehe, da ist hinten noch Bargeld in der Tasche, ich lasse es drin. Oh, das ist schön. Das heißt, wenn ich dann irgendwie Wochen später die Hose wieder anziehe, freue ich mich, dass ich da plötzlich so 20 Euro drin finde. Fantastisch.
Sprecher 1: Man freut sich wirklich darüber. Ich habe das neulich auch erlebt. Total.
Sprecher 2: Und es ist wichtig, immer Bargeld zu Hause zu haben, wenn du mal den Lieferandoboten kommen lässt. Da gibt es zwei Dinge, die sind wichtig. A. Bitte Trinkgeld dabei haben. Und wenn du wie ich im dritten Obergeschoss wohnst, es macht auch durchaus Sinn, dem Mann auch schon mal entgegenzukommen. Oder der Frau. Wobei es sind eigentlich nur Männer. Ich habe, glaube ich, noch nicht ein einziges Mal eine Frau.
Sprecher 1: Nein, ich hatte eine DHL-Botin zu Weihnachten, die selbstverständlich auch kein einziges Wort Deutsch oder Englisch sprach. Ist aber nicht schlimm, sie war unfassbar sympathisch und sie hat Trinkgeld bekommen.
Sprecher 2: Da möchte ich an dieser Stelle Marcel, unseren DHL-Boten, grüßen. Feiner Kerl, der auch immer wieder mal Trinkgeld bekommt, weil das ist natürlich ein wirklich ein... Ein gottloser Job, den sie da teilweise haben.
Sprecher 1: Wir gehen in den Februar, Olympische Spiele in dem wunderbaren italienischen Ort und ich weiß gar nicht, ob du eine Erinnerung daran hast.
Sprecher 2: Dordina d'Ampezzo?
Sprecher 1: Exakt, ich wollte es einfach von dir hören.
Sprecher 2: Toll, ich habe jetzt wirklich einfach mal, da kannst du mal sehen.
Sprecher 1: Hast du wirklich jetzt geraten?
Sprecher 2: Ja, ich habe geraten. Ich habe einfach geraten, weil dieser Ort irgendwie mehr, da merkst du, das geht ja doch auch so. Man nimmt irgendwo mal so Begriffe auf und die hängen dann so wie so eine Erdnuss in der Sofa ritz. Da hängt so eine Info dann irgendwo in der hintersten Lamelle des Gehirns.
Sprecher 1: Und dabei lebten wir gar nicht 1956, als dort zuletzt die großen Spiele stattfanden.
Sprecher 2: Toll, oder? Hauptsache mal nicht Sochi oder so. Schön.
Sprecher 1: Wir kommen zu Markus Söder, der im März eine Kommunalwahl bestehen muss in Bayern. Ist das der große Lackmustest für den CSU-Chef oder nimmt er das einfach so links mit?
Sprecher 2: Also ich würde mal behaupten, das ist wahrscheinlich das letzte Mal, dass wir so eine Art, also die Kommunalwahl, die letzte war ja in NRW und das war ja wie so eine Art Paralandtagswahl, so wurde es ja schon wahrgenommen. Ich glaube, das ist das letzte Mal, dass wir im nächsten Jahr auf Wahlen blicken in einem Bundesland und da einigermaßen entspannt drauf. Blicken im Sinne von, es wird jetzt kein absolutes Desaster. Was Markus Söder angeht, ich glaube, der hatte auch schon ruhigere Tage, weil diese 83 Prozent, die er jetzt auf dem CSU-Parteitag gekriegt hat, so richtig entspannt ist es ja nicht für ihn.
Sprecher 1: Aber wenn 83 Prozent der Deutschen sagen würden, Micky Beißer ist ein feiner Kerl, dann wären wir doch sehr zufrieden.
Sprecher 2: Also das wäre für mich ein sehr sinnvoller Wert.
Sprecher 1: Ist doch gar nicht so schlimm, diese 83 Prozent.
Sprecher 2: Aber innerhalb der Ziele.
Sprecher 1: Bist du schon auch so politisch verdorben?
Sprecher 2: Aber innerhalb der Ziele. Also ich sage es mal mit den Worten. Schauen Sie. Franz Josef Strauß hatte mal 99, er hatte aber auch mal 77 Prozent. Da waren wir jetzt nicht, gell?
Sprecher 1: Da ist er genau in der Mitte.
Sprecher 2: So ist er genau in der Mitte. Und da ist er wieder einmal bei seinem großen Idol Franz Josef Strauß. Ich gehe davon aus, dass wir einigermaßen entspannt laufen. Alle blicken natürlich darauf. Söderdämmerung am Ende wird es, glaube ich, relativ harmlos werden.
Sprecher 1: Vom bayerischen König zur Queen Mom. Die wäre am 21. April 100 Jahre alt geworden.
Sprecher 2: Queen Mom oder die Queen?
Sprecher 1: Queen Mom.
Sprecher 2: Ach so, klar, Queen Mom. Jetzt ist sie ja Queen. Ja, Moment. Also jetzt müssen wir ganz kurz. Queen Mom, formal, aber ja.
Sprecher 1: Also sie lebt natürlich nicht mehr, sie wäre 100 Jahre alt geworden. Meine Frage war eigentlich in Richtung britischer Monarchie.
Sprecher 2: Ja, weil ich bin, entschuldige bitte, weil bei Queen Mum denke ich natürlich immer noch an die drollige Gin-trinkende Mutter von Queen Elizabeth. Das ist ja bei uns nun einfach über Jahrzehnte hinweg immer Queen Mum gewesen. Und die Person, von der du jetzt sprichst, ist The Artist, formerly known as Queen Elizabeth, richtig? Richtig. Ja, die wäre 100 Jahre alt geworden.
Sprecher 1: So ist es. Ist das? Ja. 4. August 1900 in England geboren. Gut, also wir brauchen die Monarchie nicht zurück. Wir haben den König aus Bayern. Ich verstehe dich richtig.
Sprecher 2: Ja, naja. Also ich meine so jemand wie Prinz William und Kate.
Sprecher 1: Fehlt uns nicht manchmal so eine Figur da oben? Guck mal, der Steinmeier ist so ein Dröger. Manche sagen Büroklammer, manche sagen netter Kerl. Aber es fehlt uns nicht gerade in dieser polarisierten Gesellschaft mal eine Figur, wo man sagt, Gottschalk ist auch nicht mehr da.
Sprecher 2: Ja, also das stimmt. Also das könnte ja theoretisch der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin sein, so das Rückgrat der Gesellschaft. Ich habe den Eindruck, das ist leider spätestens mit der ganzen Affäre Wulff komplett flöten gegangen. Ein Mann, der, wie wir ja nun im Nachhinein wissen, sich deutlich weniger hat zu Schulden kommen lassen, als es damals verhandelt wurde.
Sprecher 1: Ein wirkmächtiger Intellektueller im höchsten Staatsamt war er aber auch nicht.
Sprecher 2: Nee, das ist wahr und es gab halt einfach nur mal diese ganzen Berichte um Vorteilsnahme, Pipapo und da sickerte es natürlich bis ins letzte, in die letzte gesellschaftliche Schicht durch diese Geiz ist geil Mentalität, wir nehmen das jetzt mal mit und die machen es doch auch und dieser Zeitgeist ist natürlich nicht besser.
Sprecher 1: Ja, zu Carsten Maschmeyer auf die Villa in der Mallorca fand ich auch viel schlimmer als irgendein Bobbycar anzunehmen.
Sprecher 2: Ey, ohne Scheiß, wirklich, genau. Ey, das finde ich übrigens wirklich, wirklich erstaunlich, dass jemand wie Carsten Maschmeyer es geschafft hat, Teil einer sehr populären Fernsehsendung zu sein und als gütiger Onkel in der Jury zu sitzen und junge Unternehmen. Thema zu fahren und zu sagen, also da wäre ich vorsichtig. Da gibt es ja teilweise auch ganz windige Gestalten da draußen im Business und du sitzt da und denkst, okay, toll.
Sprecher 1: Aber wo wir bei Staats- und Oberhäuptern sind, welcher zentrale Satz des seit 2017 amtierenden Bundespräsidenten Steinmeier ist dir in Erinnerung geblieben? Vielen Dank, Micky Beiser. Jetzt kommen wir zum Mai. Da ist das ESC-Finale in Wien mit israelischer Beteiligung.
Sprecher 2: Ja, ich muss schon sagen...
Sprecher 1: Was sagst du zu dem Boykott?
Sprecher 2: Ja, das ist natürlich wirklich peinlich. Ich finde es einfach wirklich absolut peinlich für einen Wettbewerb, der für Vielfalt, Diversität, Völkerverständigung steht, dass dann irgendwelche Hanseln, wahrscheinlich weil sie in irgendwelchen Instagram-Chats beleidigt werden, die sagen, du musst dich doch auch solidarisieren und Free Palestine, dass sie dann ihrerseits dann alle aussteigen und ihren, also wie jetzt Nemo zuletzt, der dann auch seinen Titel zurückgibt und so. Also hochnotpeinlich. Ich bin mal gespannt, wie es am Ende läuft. Am Ende hast du beim ESC noch zwei Teilnehmer. Das eine ist Israel, das andere ist Deutschland.
Sprecher 1: Dann haben wir Chancen zu gewinnen.
Sprecher 2: Dann sind wir wieder auf dem Letzten. Also das ist wirklich Hochnot. Ich verstehe es gar nicht. Gut, sind wir uns da einig.
Sprecher 1: Vor allem, was macht man mit diesen Sängerinnen und Sängern? Was ist das für ein Nebenkriegsschaublad? Du kannst ja nicht in Netanyahu zu Recht sein, aber was hat denn diese Sängerin damit zu tun?
Sprecher 2: Ja, ich hätte es ja toll gefunden, gerade in diesem Jahr nochmal Dana international zu schicken. Also eine Transperson, die dann gleichzeitig für Israel... Das hätte also das Gehirn einiger massiv überfordert, damit jetzt umzugehen.
Sprecher 1: Gegen eine Transperson, das wäre natürlich dann schwierig gewesen.
Sprecher 2: Wobei ich da jetzt nochmal Rücksprache halten müsste, wie es um Dana International jetzt wirklich bestellt ist, weil der aktuellste Stand ist mir nicht bekannt. Ich glaube, es ist aber eine Transperson.
Sprecher 1: Ich kann da leider nicht so aufhören und beitragen, weil ich ESC aus musikalischen Gründen, muss ich wirklich sagen, weitestgehend ablehne.
Sprecher 2: Es geht mir ähnlich, wobei ich die Veranstaltung grundsätzlich ja ganz rührend finde. Absolut, coole Idee. Genau, und gerade weil ja der ESC, auch wenn ich ihn musikalisch für mich auch völlig uninteressant finde, aber gerade weil der ESC ja für Völkerverständigung steht, für eine offene, diverse, bunte Gesellschaft, wo alle Menschen zusammenkommen und so sein können, wie sie sein wollen. Und das ist ja die Gesellschaft, die wir mögen und lieben und anpeilen, ist es ja umso unverständlicher, dass man diesem super stumpfen Reflex erliegt, zu sagen, wir machen jetzt ein ganzes Land und seine Bevölkerung für die ausgesprochen problematische Regierung Netanjahu verantwortlich. Und das finde ich einfach schäbig.
Sprecher 1: Zumal ich tatsächlich einmal physisch vor Ort war beim ESC-Finale, nämlich in Tel Aviv. Und es war sensationell, tolle Stimmung, eine ganze Stadt in guter Laune, 150 Nationen und alle Fans von irgendwem. Nur halt eine unterirdische, schlimme Madonna auf der Bühne, aber okay. Ansonsten war es ein wunderbares Event. Schade, dass es dadurch ein bisschen verkommen wird. Aber jetzt mal. Lieblingstermin im nächsten Jahr ist natürlich der Geburtstag meiner Tochter, der zufällig auch der Geburtstag von Micky Beisenetz ist, der 28. Juni.
Sprecher 2: Ja, das wird sehr schön.
Sprecher 1: Der Mann wird 49.
Sprecher 2: Der Mann wird 49. Jetzt wird es ernst. Ja gut, also wie sagte immer Roger Willems, man ist es ja immer irgendwie vier Jahre. Also du bist immer vier Jahre lang immer diese runde Zahl. Also du bist quasi, du bist schon zwei Jahre lang, bist du schon also 50 und wenn du dann 52 bist, bist du immer noch 50. Und das ist jetzt halt einfach so und es gibt ja Anzeichen dafür, dass ich also keine 28 mehr bin.
Sprecher 1: Für die Zuhörer und Zuhörer hier an dieser Stelle ein kleiner Disclaimer, seine Haare sind inzwischen so grau wie sein extrem gut sitzender Rolli.
Sprecher 2: Dankeschön, Dankeschön. Frei nach Lothar Matthäus, die Haare müssen zum Pulli passen. Und nein, das finde ich jetzt alles wirklich gar nicht so dramatisch. Ich merke natürlich, also gerade ich spiele ja genauso wie du gerne viel und leidenschaftlich Fußball. Das funktioniert glücklicherweise auch noch ganz gut. Ich bin offenkundig auch noch schnell genug und Puste ist auch noch da. Nichtsdestotrotz fällt mir natürlich auf, dass da sehr, sehr viele auf dem Feld sind, die deutlich jünger sind als ich.
Sprecher 1: Ja, weil du bist wirklich noch unfassbar fit. Das war ein bisschen, für uns, die wir mit dir gegen den FC Bundestag gespielt haben, war es ein bisschen anstrengend, weil du wirklich fit warst und den ganzen Tag wie so ein Dura-Zeller her ist, wie wenn links nach rechts gelaufen bist. Natürlich auch deine Position nicht gehalten hast.
Sprecher 2: Ja, weil das hätte ja auch keinen Sinn gemacht, die Position zu halten, weil die Scheiße, die da im defensiven Mittelfeld gebaut wurde, da musste ja einer, musste man zu, also irgendwie...
Sprecher 1: Wie redest du über Markus Fell?
Sprecher 2: Nein. Ja, meine Frau imitiert immer, wenn ich dann zum Fußball losmarschiere, imitiert sie immer so einen Jack Russell-Therapie. Geht ja wieder los und sie hat natürlich völlig recht. Anders aber als in den Jahren oder Jahrzehnten zuvor, mache ich mir langsam über das Ende, Klammer auf, des Fußballspielens Gedanken. Ernsthaft? Ja, im Sinne von, wie lange geht das eigentlich noch?
Sprecher 1: Naja, ich habe mir den Termin von dem angeblichen Knieexperten in Regensburg geholt, den Kontakt, falls es mal so weit ist, dass der mich notfalls nochmal zusammenschrauben muss.
Sprecher 2: Ich kenne natürlich auch andere, die auf dem Feld sind, die sind 60 oder so, das geht auch gut. Walking Football nennt sich das bei uns. Ja, wobei die sind teilweise auch wirklich noch gut unterwegs. Also das ist ja auch ganz hoffnungsstiftend. Aber dass du dir grundsätzlich über die Endlichkeit von etwas Gedanken machst, was dir Freude gemacht hat, das gab es halt vorher einfach nie. Du hast vielleicht mal darüber nachgedacht, dass du vielleicht ein bisschen langsamer bist oder dass anderes besser könnte. Aber dass das vielleicht einfach irgendwann vorbei sein könnte. Dieser Gedanke tritt erst jetzt in dieser Lebensphase überhaupt das erste Mal. Also er lugt schon mal so ganz vorsichtig durch die Tür.
Sprecher 1: Und Midlife-Crisis, wo zeichnet sie sich sonst noch bei dir ab?
Sprecher 2: Die ist ja schon seit ungefähr 20 Jahren da und die geht jetzt noch 20 Jahre. Also ich würde nicht, also jeder, der mich sieht, wie ich mich kleide, würde sagen, also so eine massive Midlife-Crisis kann er eigentlich nicht haben, weil es ja, würde ich mal, es ist ja relativ altersgerecht. So ist ja nicht so.
Sprecher 1: Hast du schon immer so eine dicke, fette, goldene Uhr gehabt?
Sprecher 2: Ja, ja, schon. Es war auch mal eine dicke, fette, silberne Uhr, aber das ist jetzt in dem Fall eine dicke, fette, goldene Uhr. Das ist schon wirklich...
Sprecher 1: Ein bisschen Castro-Brauxel-Style. Da holt er sich von seinen ersten 3,50 Euro mal so ein Ding. Ich bitte dich, das ist eine ganz alte Omega-Uhr.
Sprecher 2: Und die ist ungefähr so alt wie du und ich. Und kein Medienmensch würde sich eine solche Uhr holen. Denn jeder Medienmensch holt sich von seinem ersten Geld natürlich eine Rolex, so eine GMT Master.
Sprecher 1: Oder eine brave Fossil.
Sprecher 2: Ja, du bist halt noch Straße. Michael, du bist noch Straße, du holst dir eine Fossil, du investierst halt einfach in Steine. So, das ist sehr vernünftig.
Sprecher 1: Leider wahr. Sag mal, hast du deinen 50. Schon geplant, wo du und wie du ihn feiern willst?
Sprecher 2: Nein. Mir ist über meine Trennung und Scheidung damals in der Phase, als ich davor war, 40 zu werden, ist mir das Feiern irgendwie vergangen. Ich hatte zu der Zeit keinen Bock zu feiern und irgendwie habe ich auch keine Lust mehr. Ich weiß nicht, vielleicht sieht es aber in zwei Jahren anders aus, da ich ja dann doch ein paar Menschen um mich herum habe, an denen mir sehr gelegen ist, die ich liebe und ein... Wie ich finde, recht großen Freundes- und Bekanntenkreis habe, der sich aber über das komplette Land verteilt, gäbe es da sehr viele Menschen, über die ich mich freuen würde, sie zu sehen. Also kann ich nicht ausschließen, wobei wir ja, wenn wir ehrlich sind, nach allem, was wir so erleben, links und rechts, uns ja gar nicht so sicher sein können, ob wir die überhaupt erleben, die 50. Auch wenn wir es uns wünschen.
Sprecher 1: Ich gönne es dir und ich glaube auch an dich und du kannst dir schon mal den 24. Juli... 2027 vormerken. Das ist nämlich mein 50. Ich bin ja nur wenige Wochen jünger als du leider. Und da ist... Reizt die Location reserviert, kein Scherz. Wirklich? Wirklich per E-Mail reserviert, weil die eine sehr große und beliebte und die machen das im Jahr voraus, so eine typische Hochzeitslocation und so. Und da muss man das auch mal ein Jahr vorher schon mal anmelden. Mit einem Grunewald. Ach, wie schön. Toll. Wunderschön. Also ich komme sehr gerne. Mit allem drum und dran, Kits und Kegel. Und dann werde ich diese Einladung, ich würde mal vorschlagen, so im März, April rausschicken nächstes Jahr. Und wenn mir dann einer erzählt, dass er da nicht kann. Ja. Der kriegt wirklich einen auf die Mütze. So, wir gehen zur WM in die USA. Fährst du hin? Musst du hin? Will man da nicht hin, trotz Trump? Fußball-WM.
Sprecher 2: Ja, also es kann sein, dass ich dieses Turnier im nächsten Jahr von Berufs wegen begleite. Das ist aber noch nicht ganz klar. Das ist so ein bisschen so Jenny Elvers-artig, die Projekte, die man da macht. Keine Ahnung.
Sprecher 1: Ach so, das wäre natürlich. Du meinst so Fußball-MML-Podcast und so?
Sprecher 2: Ja, nee, ich glaube, es ist was anderes. Also ich weiß es noch nicht. Es kann aber sein.
Sprecher 1: Dich hätte ich gerne als Kommentator für Magenta.
Sprecher 2: Ja, wobei Kommentator, also ein Spiel zu kommentieren, traue ich mir nicht zu.
Sprecher 1: Ja, aber zwischendurch, so sagen wir mal die Halbzeitanalyse, das Expertengelaber, das würde ich sagen, das kann ich oder sowas.
Sprecher 2: Das habe ich ja auch mal mit Jörg Thaddeus und Esther Zettlatschek gemacht für die ARD. Das hat auch viel Spaß gemacht. Sowas macht Bock.
Sprecher 1: Lieber Tim Hattkes, falls Sie zuhören und ich weiß ja, dass Sie ein enger Begleiter unseres Podcasts sind. Micky Beisen jetzt würde zur Verfügung stehen, aber nur ganz kurz, ich auch. Im Gegensatz zu ihm war ich auch schon mehrfach im Doppelpass.
Sprecher 2: So. Ich war auch schon mehrfach im Doppelpass.
Sprecher 1: Ach, mehrfach auch schon?
Sprecher 2: Ja. Also ich werde nie vergessen, ich werde nie vergessen. Ich habe nie die traurigen Augen von Dieter Hoeneß vergessen, als ich da saß. Es ging damals um Kai Havertz und da habe ich gesagt, naja, wenn Kai Havertz für Leverkusen weiter so spielt, dann kann er entweder zum FC Bayern wechseln oder direkt zu einem internationalen Top-Klub. Sehr schön.
Sprecher 1: Lustig, warst du auch mit Uli Hoeneß in der Sendung?
Sprecher 2: Dieter Hoeneß, ich war mit Dieter Hoeneß. Ich hätte ja mit Uli Hoeneß in einer Sendung sein können, aber das hat ja aus verschiedensten Gründen nicht geklappt. Nein, Doppelpass, fantastische Sendung.
Sprecher 1: Wunderbar, Florian König an dieser Stelle, viele Grüße.
Sprecher 2: Sei herzlich gegrüßt. Nein, ich werde mir das Turnier auf jeden Fall anschauen. Ich werde sehr viele Spiele sehen. Ich werde wahrscheinlich meine Tochter häufiger wecken, weil sie sagt, Peppa, du musst jetzt aufstehen. Es ist Dienstagnacht, 3 Uhr. Hier spielt jetzt gleich Curaçao gegen, was weiß ich, dann... Der Scheißzeitverschiebung. Cap Verde, der Klassiker. Wir müssen es schauen.
Sprecher 1: Wir müssen eher selber gegen Curaçao ran. Also nicht zu hochnäsig, mein Lieber.
Sprecher 2: Ich mache mir gar keine Sorgen mehr.
Sprecher 1: Lennart Karl spielt... Einen kleinen Messi, wir werden einen gesunden Musiala haben, wir werden natürlich die kölsche Krone uns aufsetzen, Said El Mala. Ich mache mir gar keine Sorgen mehr, ich glaube, wir überraschen. Es wird richtig gut.
Sprecher 2: Ich glaube auch. Naja, es ist halt immer so, wenn die Erwartungshaltung am geringsten ist, ich glaube auch, dass wir eine gute Rolle spielen werden. Wir werden auf jeden Fall das, Obacht, 16. Finale überstehen. Oh, stark.
Sprecher 1: Deswegen, wir skippen auch den Juli und den August, weil ich wollte mit dir einfach über Fußball reden und gehen direkt rüber zum September. Landtagswahlen im Osten. Wir müssen nochmal einmal über diese AfD reden. die da vielleicht am Ende plötzlich einen Ministerpräsidenten in einem Bundesland stellt. Ja, und dann?
Sprecher 2: Ja, dann wird es immer lustig im Bundesrat.
Sprecher 1: Gehen die dann alle raus, wenn der abstimmt oder wenn der redet?
Sprecher 2: Es wird wirklich interessant und es wird natürlich vor allen Dingen für Friedrich Merz interessant, der sich dann schnell eine blutige Nase holen kann und das wahrscheinlich vermeiden wird, wenn es natürlich um das Thema Brandmauer geht, Brandmauer auf Bundesebene, die hält, Brandmauer auf Landesebene wird schwierig und Friedrich Merz dann im Zweifel zu seinem Sachsen-Anhaltinischen oder Sachsen-Anhaltischen, ich komme da durcheinander.
Sprecher 1: Ich würde auch Sachsen-Anhaltinischen sagen.
Sprecher 2: Fühlt sich immer richtiger an, aber ich glaube, das andere ist dann das, ist auch wurscht. Wahrscheinlich hat der Duden, ist wieder eingeknickt vor den Deppen der Nation und hat gesagt, man kann das jetzt auch anders sagen. Naja, auf jeden Fall wird der da hingehen oder nach Thüringen, dann wird er seiner CDU auf Landesebene sagen, Leute, das könnt ihr nicht machen. Dann sagen die ihm, wer bist du denn eigentlich? Du kannst dich schön in die Bahn setzen und kannst wieder nach Hause fahren.
Sprecher 1: Ich erinnere mich an die Fahrt von Anne-Grethe Kram-Karrenbauer nach Thüringen, die war nicht glücklich.
Sprecher 2: Genau, und das memorierend wird Friedrich Merz sich genau überlegen, wie er denn diese Sache handelt in einer Situation, die ja ungleich schärfer ist als damals nochmal für Anne-Grethe Kram-Karrenbauer, was die Mehrheitsverhältnisse angeht. Ja, absolut. Aber das wird natürlich passieren. Also wir rauschen darauf zu und dass Rainer Haseloff seinem, wie heißt der, Sven Schulze?
Sprecher 1: Ja.
Sprecher 2: Dass ich mir den Namen überhaupt merken kann, ist also wirklich irre.
Sprecher 1: Dabei ist es so ein einfacher Name.
Sprecher 2: Das ist so wie Cortina d'Ampezzo.
Sprecher 1: Vielleicht müssen wir uns diesen Namen sogar merken und er überrascht alle.
Sprecher 2: Da bin ich mir nicht sicher. Also dass Rainer Haseloff es dort nicht hingekriegt hat oder es nicht hinkriegen wollte, seinen Nachfolger mal etwas deutlicher ins Schaufenster zu stellen, also quasi da als neuen Ministerpräsidenten schon mal zu installieren, Stichwort Amtsbonus, das ist, glaube ich, eines der größten Versäumnisse. Und das wird, glaube ich, dann auch zu einem entsprechenden Wahlergebnis führen.
Sprecher 1: Am Ende könnte aus meiner Sicht nur eine solide, effiziente, geräuschlose, wirtschaftsstimulierende Bundesregierung diese Wahlen in Sachsen-Anhalt noch retten und gar keiner mehr in Sachsen-Anhalt selbst. Wir werden es sehen. Im September ist übrigens auch, mein lieber Micky, der bundesweite Warentag jedes Jahr. Weißt du eigentlich, wenn du, sagen wir mal, in Kastrop-Rauxel oder in deiner Heimat in Hamburg bist, wo dein nächster Bunker wäre?
Sprecher 2: Das ist eine sehr gute, na gut, in Hamburg weiß man es, weil der Bunker steht auf dem Heiligen Geistfeld. Ist mittlerweile übrigens auch extrem zeitgeistig, dieses Bild. Der Bunker steht auf dem Heiligen Geistfeld, wurde begrünt und ist begehbar. Ökologisch Bunker, sehr gut. Ökologisch, grün, begehbar, für Partys, buchbar.
Sprecher 1: Wie viele Leute passen da rein?
Sprecher 2: Boah, gute Frage. Keine Ahnung, habe ich mich nie erkundigt, weil ich mich mit solchen Gedanken nie auseinandersetzen wollte. Was aber in diesem Jahr mir aufgefallen ist, Die Nina-Waren-App und dann auch am Hamburger Hafen gibt es ja auch schon mal ein, zwei so Probealarme, pipapo. Man verbindet es mit einem anderen Gefühl. Also früher und früher bedeutet vielleicht vor zwei, drei Jahren. Da hast du das gehört und hast gedacht, gut, ja, da wird vor irgendwas gewarnt, da gibt es vielleicht Hochwasser, pipapo. Jetzt beschleicht dich ein unangenehmes Gefühl, weil du diese Sirenengeräusche alleine über die Nachrichten und über das, was da transportiert wird, ein bisschen zu häufig gehört hast und plötzlich überhaupt der Denkraum so erweitert wurde, dass die Möglichkeit eines Angriffs im deutschen Luftraum plötzlich... Da ist und du das Gefühl hast, oh Gott, was sind denn das für Sirenen, was bedeutet das? Weil du dir das plötzlich vorstellen kannst, dass da irgendetwas...
Sprecher 1: Was haben wir früher immer gelächelt über diese Sirenen, wenn die dann auf dem Schulhof waren, alle haben sich kaputt gelacht. Heute hat man ein anderes Gefühl dabei.
Sprecher 2: Ja, es ist so.
Sprecher 1: Die Resilienz gehört zu unserem Alltag, im Oktober gehört zu deinem Alltag sicherlich auf jeden Fall wieder ein Kölner Treff und wahrscheinlich dann spätestens die Sachbuch-Bestsellerliste mit Micky Beisenetz. Deswegen skippen wir einfach den Oktober und gehen nochmal rüber zum November Rain. Und ich denke mir, November Rain, einer der geilsten Songs aller Zeiten. Gibt es so eine Band aus deinen Jugend- und meinen Jugendtagen, die du dir auch heute noch anschauen würdest? Und Guns N'Roses gehört sicherlich nicht mehr dazu. Gibt es so einen Konzerttermin, den du schon hast, 2026?
Sprecher 2: Nee, ich würde im Zweifel mit meiner Tochter zum Saide-Konzert gehen. Die spielt am 3. Januar hier in Berlin. Sehr gut. Eine ausgesprochen erfolgreiche junge Künstlerin, gerade mal 15 Jahre alt. Meine Tochter liebt sie sehr. Und ansonsten habe ich nichts angepeilt. Wo ich immer gerne hingehen würde, wäre The National, Bon Iver. Das sind so Bands, die ich sehr liebe, wenn es um eine Band aus der Vergangenheit geht. Da fällt mir... mir ehrlicherweise gar nicht so viel ein, weil die meisten sind entweder tot. Also du bist ja auch so ein, also peinlicher als wir beide geht es ja gar nicht. Du hast da so zwei mittelalte weiße Männer, die dann Tupac und Biggie... Ich finde eure Musikauswahl fantastisch, vor allem wenn parallel Steingart wieder den Babysitter Blues spielt.
Sprecher 1: Nein, der kommt bei uns nicht auf den Schirm. Aber es ist ein bisschen viel Oldschool-Hip-Hop. Es ist auch tatsächlich mein einziger Termin, ist nächstes Jahr das Old But Gold Festival, was zu uns beiden sehr gut passt, wie ich finde. Im Juli allerdings in der Zitterlände in Spandau unter anderem. Busta Rhymes.
Sprecher 2: Sehr gut.
Sprecher 1: De La Soul.
Sprecher 2: Ja.
Sprecher 1: Max Herre.
Sprecher 2: Ja.
Sprecher 1: Und noch ein paar andere Klassiker, die ich jetzt nicht mehr übersehen habe.
Sprecher 2: Sehr gut, fantastisch.
Sprecher 1: Das ist Mannen-Line-Up.
Sprecher 2: Das ist ein sehr gutes Line-Up. Ich überlege gerade, welche Band würde ich gerne sehen, die dann auch noch aktiv ist, die ich früher gut fand. Ich versuche das gerade zu... Na gut, die Foo Fighters, die habe ich vor ein paar Jahren auf der Trabrennbahn in Hamburg gesehen, damals noch mit Taylor Hawkins. Das war schon wirklich richtig, richtig gut. Ansonsten gibt es gar nicht so... Springsteen, das Problem bei Springsteen ist immer... Lässt er doch. Ja, ich finde das Oeuvre nicht schlecht, bin aber auch nicht so ein glühender Springsteen-Fan und der Mann geht leider kein Ende. Weil wenn du mal so nach anderthalb Stunden sagen würdest, war doch herrlich, dann macht der aber noch zwei. Dann denke ich mir, oh, jetzt ist aber gut.
Sprecher 1: Du, ich habe mal Bob Dylan in New York gesehen, der hört da auch nicht auf, obwohl man ihn, genau, man hat ihn auch gar nicht mehr verstanden.
Sprecher 2: Ja, wirklich, oder?
Sprecher 1: Einfach gar nicht. Sechs, sieben, acht schon. Wir dachten so, okay, jetzt wäre dann doch noch so eine, so eine, Kleine New Yorker Comedy-Bar zum Abschluss, aber nein, man kam nicht mehr raus.
Sprecher 2: Ich glaube, von neuer Musik, ich würde mir Better Off ganz gerne ansehen. Den finde ich sehr, sehr gut. Sehr, sehr gut. Sehr guter neuer Künstler oder neuerer Künstler. Das macht Spaß.
Sprecher 1: Damit beschließen wir auch diesen Podcast, Micky Beisner. Das war schon, oder was? Erstens sind wir schon im Dezember angekommen. Zweitens schließen wir ja immer mit einem musikalischen Adventskalender. Selbstverständlich ist der längst an Weihnachten zu Ende gegangen. Aber Micky Beisner hat diesen Joker, diese Wildcard. Man kann sich jetzt überlegen, ob er Better Off oder Foo Fighters oder Bruce Springsteen zum Abschluss haben will. Es wird von uns gespielt. Es ist ein Micky Beisner's Only.
Sprecher 2: Ich könnte jetzt einen Hip-Hop-Titel wählen, aber weil wir ja auch in, wie sagt man so schön, gesellschaftlich schwierigen Zeiten leben, wähle ich den Song, der, und jetzt kommt die Brücke zwischen Gesellschaft und Fußball, der immer im Stadion, der, muss man ja mittlerweile sagen, AC Milan gespielt wird. Und der wiederum in einem wirklich wunderbaren Video gespielt wurde, in der Subway in Mailand in Italien. Und alle Menschen haben mitgesungen. Die Männer, die Frauen. Und dieser Song hat mich unglaublich gerührt, weil es zeigt, dass wenn Menschen, und da sind wir wieder bei dem Thema, sich analog begegnen, sie eine gute Zeit haben können und sie etwas Gemeinsames haben und etwas Schönes. Im Zweifel nämlich die Musik. Deswegen wünsche ich mir Sara Perchettiamo von Ricci e Poveri.
Sprecher 1: Und auf Deutsch heißt das... Ich liebe dich.
Sprecher 2: Das heißt wahrscheinlich sowas wie Sarah, also für dich sage ich, ich liebe dich oder sowas. Sarah perquetiamo heißt wahrscheinlich sowas wie Sarah, ich möchte dir sagen, ich liebe dich oder sowas. Tipp, tipp ich mal.
Sprecher 1: Ich habe es gerade, währenddessen du geredet hast, geguckt, es wird sein, weil ich dich liebe. Es ist ursprünglich 1981 schon auf den Markt gekommen. Ein wunderbarer Song, ganz Mylan. Ist verliebt in diesen Song. Wir sind es jetzt auch. Micky, mit dir startet man einfach entspannter gelassen und auch zuversichtlicher ins neue Jahr. Was mich sehr freut. Vielen Dank, dass du wieder bei uns warst.
Sprecher 2: Dann mache ich dir im nächsten Jahr alles kaputt.
Sprecher 1: Süß.
Sprecher 3: Sarà perché ti amo, è un'emozione che cresce piano piano. Stringimi forte e stammi più vicino, se ci sto bene.