Wie politisch dürfen CEOs sein, Herr Werner?
DM-Chef Christoph Werner ist durch seine Äußerungen zum Umgang mit der AfD ins Zentrum einer Debatte geraten. Er hatte das Recht von Wirtschaftsverbänden verteidigt, Abgeordnete aller Fraktionen einzuladen. Der folgende Proteststurm hat den erfahrenen Unternehmer verunsichert. Werner plädiert für eine sachliche Debattenkultur: „Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir mit zunehmend polarisierten Diskussionen so umgehen können, dass wir am Ende uns nicht alle anschreien."
Werner macht sich Sorgen, dass Deutschland immer weniger wettbewerbsfähig wird und zu stark vom Export abhängt. Er mahnt an, sich wieder auf die soziale Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards zu besinnen. Bürokratie und langsame Verwaltung gefährden das Vertrauen der Bürger in den Staat. Sein Appell: „Wir müssen unternehmerisch rangehen – in allen Bereichen unseres Landes."
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Herzlich willkommen an diesem 25. Dezember, dem ersten Weihnachtstag bei Table Today. Und wieder einmal haben wir ein besonderes Gespräch für Sie. Eine Art Audio-Visellus-Weihnachtsgeschenk. Ich hoffe, Sie haben Ihre alle schon ausgepackt. Der Kopf brummt nicht mehr so stark, sodass Sie sich konzentrieren können auf einen Mann, der sicherlich zu den spannendsten Unternehmern des ablaufenden Jahres gehört. Denn er ist mehr oder weniger unfreiwillig ins Visier der Öffentlichkeit gerückt. DM-Chef Christoph Werner. Der Mann ist eigentlich nicht die ideale Zielscheibe für Kritik von links. Er behandelt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser als viele andere, wird regelmäßig zum Arbeitgeber des Jahres gewählt, setzt auf nachhaltige Produkte und über tarifliche Bezahlung. Und setzt sich auch sonst für einen fairen und menschenfreundlichen Umgang miteinander ein. Aber dann hat er in diesem einen Interview doch tatsächlich gesagt, der Verband der Unternehmerinnen, der Familienunternehmerin dürfe selbstverständlich auch AfD-Abgeordnete zu einem parlamentarischen Abend einladen, der ja immerhin dann auch Fraktionsabgeordnete als Ziel hat. Das war offenbar zu viel für einige. Ein Shitstorm begann. Er musste sich rechtfertigen bis hin zur Markus-Lanz-Sendung, wo er auftrat. Ein turbulentes Jahr. Wir wollten mal wissen, was er jetzt denkt über die Medien, über die Politik, aber auch über die Attacken von links. Bald man den falschen Satz zur AfD sagt. Wie sieht er das heute? Wie geht er ins neue Jahr? Einen schönen guten Tag, lieber Herr Werner.
Sprecher 3: Hallo Herr Brücker.
Sprecher 2: Herr Werner, lassen Sie uns nochmal auf das Jahr zurückblicken und Ihre durchaus überraschende Rolle, denn Sie waren plötzlich mitten in einer politischen Diskussion, die Sie sich wahrscheinlich so vorher auch nicht ausgesucht hätten, oder?
Sprecher 3: Ja, das ist richtig. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ausgangspunkt war ja eine Anfrage gewesen der Süddeutschen Zeitung. Und wir versuchen eigentlich auf Anfragen der Medien immer zu antworten.
Sprecher 2: Das ist schon mal sehr nobel.
Sprecher 3: Naja, also auch aus dem Anliegen heraus, dass die Rolle der Medien ja wichtig ist, weil das hilft, den Menschen Orientierungspunkte zu haben, um sich dann selbst eine Meinung bilden zu können. Und ihre Berichterstattung kann natürlich nur so gut sein, wie die Antworten, die sie auch bekommen aus Menschen, die jetzt beispielsweise in der Wirtschaft tätig sind. Und das sind wir als, jetzt ich auch als Verantwortlicher eines großen Unternehmens, bin ich das ja durchaus. Und deswegen war da auch unsere Überlegung gewesen, darauf zu antworten. Und wir haben das auch gemacht. Die Fragen waren, das waren mehrere und dann haben wir da ein relativ differenziertes Statement formuliert gehabt und haben das dann auch dem Redakteur gegeben, der dann einen Teil daraus genommen hat und in einen Artikel eingebaut hat, wo der Kontext uns natürlich nicht bekannt war. Und dann wurde es recht turbulent.
Sprecher 2: Dabei haben Sie doch eigentlich nichts anderes gesagt, als wir brauchen einen sachlichen, inhaltlichen Umgang mit dieser Rechtsaußenpartei. Aber dass Sie irgendwie selbst ideologisch in der Nähe dieser... AfD sind, das würde Ihnen ja wahrscheinlich kein Mensch zuschreiben. Also wie konnte es so eskalieren?
Sprecher 3: Naja, Kontext, Kontext, Kontext. Also Aussagen werden natürlich im Kontext immer dann bewertet auch. Und der Kontext war offensichtlich so, dass dann das Anliegen, welches ich in meinem Statement versucht habe zum Ausdruck zu bringen, eben untergegangen ist. Dann waren wir halt in einer Diskussion jetzt um die Frage des Umgangs mit der AfD. Und das ist ein Thema, was im Moment viele Gemüter in Deutschland erregt. Ich denke auch zu Recht. Und dann ist es halt so, dass die Deutungshoheit über das, was man eigentlich sagen wollte, ziemlich schnell entrissen bekommt, weil es dann gerade in den sozialen Medien schnell sehr hoch hergeht.
Sprecher 2: Was meinen Sie denn dann genau, wenn Sie sagen, Sie lehnen eine polarisierende Brandmauer-Debatte ab?
Sprecher 3: Ja, also man muss das jetzt nochmal mit dem zweiten Teil dieses Satzes in Verbindung bringen, dass wir uns für eine Debattenkultur in diesem Land einsetzen möchten. Und das ist schon mal eine grundsätzliche Frage, wie wir in diesem Land mit unterschiedlichen Meinungen umgehen. Es ist ja jetzt interessant gewesen, auch wieder in den letzten Tagen gibt es einige Berichte gegeben. Zuletzt habe ich es heute Morgen in der Neuen Zürcher Zeitung auch wieder gelesen, wo offensichtlich Menschen in Deutschland zunehmend den Eindruck haben, dass sie ihre Meinung nicht mehr sagen können. Das ist in gewisser Weise eine Selbstzensur, die in den Köpfen stattfindet, weil rechtlich im Großen und Ganzen man sagen muss, dass es da keine großen Einschränkungen gibt, auch wenn es gewisse Verschärfungen gegeben hat in letzter Zeit. Aber eigentlich kann man die Meinung in diesem... Land sagen und eine lebendige Demokratie ist auf eine Debattenkultur angewiesen. Das ist unsere Überzeugung und auch meine persönliche Überzeugung. Und deswegen müssen wir uns die Frage stellen, wie wir mit zunehmend polarisierten Diskussionen so umgehen können, dass wir am Ende uns nicht alle anschreien, sondern dass wir die eigentlichen Anliegen wieder in den Fokus nehmen und auch die Realisierbarkeit von unterschiedlichen Entwürfen abgeklopft werden.
Sprecher 2: Absolut.
Sprecher 3: Und dafür habe ich mich eingesetzt. Was jetzt die Brandmauer anbelangt, ich glaube, es ist da nochmal wichtig, einfach deutlich zu machen, das ist ein politisches Konstrukt. Das ist jetzt die Frage, wie politische Parteien beispielsweise mit der AfD umgehen wollen. Und das müssen sich die Parteien überlegen, zusammen mit ihren Parteimitgliedern, weil das ist deren Aufgabe. Das ist das Geschäft des Wettbewerbs, in dem die Parteien sind.
Sprecher 2: Aber verstehen Sie, nach dem, was Sie erlebt haben, und wir kommen nochmal darauf zurück, wie man mit der AfD umgehen muss, aber verstehen Sie, dass sich so viele Unternehmerinnen und Unternehmer komplett zurückgezogen haben und in die öffentlichen Debatten gar nicht mehr gehen wollen?
Sprecher 3: Ich habe es jetzt ja die letzten Wochen erlebt gehabt, wie das ist, wenn so ein Shitstorm über einen niederprasselt. Und das ist unangenehm, muss man einfach sagen. Ich meine, man ist ja in seiner Funktion, aber man ist ja auch, also Funktion jetzt im Unternehmen in meinem Fall, bei dem Toggeriemarkt, man ist auch Bürger. Ja, und dann ist man ja auch noch Familienvater, Mensch und jemand, der in seiner Biografie steht und versucht, sich zu orientieren und versucht, die richtigen Dinge zu machen. Und wenn man dann plötzlich bombardiert wird in der Art und Weise, wie ich das auch erlebt habe, das ist natürlich zunächst mal extrem verunsichernd. Jetzt haben wir das Glück bei DM-Toggeriemarkt, dass wir wirklich gute Teams in unserem Marketing auch haben, in unseren Medienabteilungen, die das dann sehr, sehr gut analysieren konnten, sodass es uns dann gelungen ist, relativ schnell einordnen zu können, wo das herkommt, wie das funktioniert, ob das jetzt nur im... In der virtuellen Welt stattfindet oder ob das auch in der realen Welt beobachtbar ist. Und somit konnten wir dann relativ schnell uns wieder sortieren und sagen, wie gehen wir jetzt damit um. Wenn man dieses Glück nicht hat, ja dann zieht man sich zurück, weil dem möchte man sich nicht aussetzen. Das erschüttert einen, man ist verunsichert. Und letzten Endes, auch wenn man in der Wirtschaft tätig ist, jetzt für ein Unternehmen, man ist ja auch verantwortlich für die vielen Kolleginnen und Kollegen, die dann beispielsweise in einem Filialunternehmen über Deutschland verstreut mit den Menschen in Kontakt tritt. Und wenn die dann angesprochen werden auf Dinge, die man selbst gesagt hat und vielleicht sogar angegangen werden, dann ist das etwas, was einem natürlich Sorge bereitet. Und dem möchte man sich dann nicht aussetzen und zieht sich aus der Debatte zurück. Und dann haben wir das Problem, dass am Ende nur noch die Lautsprecher das Regiment führen.
Sprecher 2: Nachdem nun die Kritik vor allem von der Linken kam, haben auch viele in der Reaktion darauf dann publiziert, dass es ja mit ihnen nun wirklich den Falschen trifft. Sie haben ungefähr 60.000 Mitarbeitende alleine hier in Deutschland und eine sehr nachhaltige Unternehmenskultur, werden regelmäßig zum Arbeitgeber des Jahres gewählt, weil sie ihre Mitarbeiter offensichtlich gut behandeln und sie auch deutlich besser bezahlen als andere im Markt. Also ist man da als Unternehmer... Nachdem man so etwas erntet, auch Frust. über die politischen Eliten, die sie ja teilweise auch angegangen sind?
Sprecher 3: Ach, Frustration ist kein guter Ratgeber. Ich habe mir angewöhnt, in solchen Situationen erstmal innezuhalten und laut zu mir zu sagen, isn't it amazing? Also das nicht gleich als Bedrohung zu sehen, sondern erstmal zu fragen, was passiert hier eigentlich? Ich habe ja das Glück, auch mit einigen Politikern immer mal widersprechen zu können. Und das sind Menschen, die schon zum ganz überwiegenden Teil redlich versuchen, das Richtige zu tun. Aber die Aufgabenstellungen, die wir haben, sind halt nicht leicht zu lösen im Moment, auch wenn sie lösbar sind, glaube ich. Gleichzeitig haben wir durch das Phänomen der sozialen Medien, der Digitalisierung, eine zunehmende Blasenbildung, also diese Echokammern, die entstanden sind, wo eben man sich zunehmend mit dem umgibt, was die eigene Meinung und eigene Position stärkt und untermauert. Und dann man zunehmend irritiert ist, wenn es andere gibt, die das anders sehen. Und dann fängt man eben an, dagegen zu polemisieren, statt sich auf diesen Standpunkt auch mal einzulassen, um ihn mal zu durchdenken und dann entscheiden zu können, ob man sich diesen Standpunkt auch zu eigen machen möchte oder ihn ablehnt. Was ich erlebt habe jetzt gerade in diesem Shitstorm ist, am Anfang ist man natürlich da ein bisschen alleine, liegt aber auch daran, dass alle zunächst erstmal natürlich gucken und sagen, was ist denn das jetzt eigentlich? Also man kann dann auch nicht erwarten, dass die Leute einem gleich zur Seite springen, da muss man dann halt durch, das gehört dazu. Aber was ich dann erlebt habe, ist als... auch in den klassischen Medienberichte kamen, die wesentlich differenzierter waren und nicht nur einfach das abgeschrieben haben, was in Social Media unterwegs war, dass sich dann auch viele Menschen gemeldet haben, sei es, dass sie mich direkt kontaktiert haben, auch mit WhatsApp oder dann uns auch Zuschriften zugingen, die dann doch differenziert waren und die eben diesen Gesichtspunkt, den ich versucht hatte einzubringen, Und zwar, dass wir miteinander reden müssen, dass wir Debatten haben müssen, dass wir Standpunkte durchaus austauschen sollten, dass das dann Gehör gefunden hat. Und das war mir wichtig als Anliegen. Damit ist natürlich nicht gelöst, wie jetzt das, was von vielen mit großer Sorge gesehen wird, und zwar die zunehmende... Polarisierung, Umgang mit einer AfD, die Frage, ob die Brandmauer das richtige Konzept ist, ist damit natürlich nicht beantwortet. Das müssen aber auch die politischen Parteien am Ende entscheiden und nicht die Wirtschaft, weil die Wirtschaft kann das auch nicht entscheiden.
Sprecher 2: Und lassen Sie uns mal zum Kern kurz zurückgehen. Es ging darum, ob ein Verband, ein Wirtschaftsverband zu einem politischen Abend, wo man alle Fraktionen des deutschen Parlaments ja durchaus einladen könnte, gesagt hat, ja, wir laden einfach alle ein. Auch die AfD. Ist das jetzt nach einem halben Jahr nach der Debatte, ist das für Sie immer noch eine Grenzüberschreitung, wie es andere in dem Verband gesagt haben? Oder ist das für Sie eine Normalität, die wir ertragen müssen?
Sprecher 3: Also ich finde, was jetzt diese Veranstaltung anbelangt, ist es wichtig, sich einfach nochmal klarzumachen, es war ein parlamentarischer Abend. Ein parlamentarischer Abend zu dem Abgeordneten des Deutschen. Genau, zu dem Abgeordnete des Deutschen Bundes. Bundestags eingeladen wurden. Und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind diejenigen, die die Legislative ausmachen auf Bundesebene. Das heißt, die sich mit Gesetzesvorhaben beschäftigen und diese auch verabschieden oder nicht verabschieden. Und da ist es meines Erachtens normal, dass ein Wirtschaftsverband, der jetzt die Interesse in diesem Fall der Familienunternehmen vertritt, dass der mit den mit den Mitgliedern der Legislative in den Austausch kommt. Deswegen parlamentarischer Abend. Und dazu sind eben die Mitglieder des Deutschen Bundestages eingeladen worden, und zwar aller Fraktionen. Es ist immer messen der Mitglieder des Deutschen Bundestages, ob sie so einer Einladung folgen. Nach dem, was ich gehört habe, ich war selbst nicht dabei, ich habe es auch nicht organisiert, sind beispielsweise Abgeordnete der Linken nicht gekommen. Von der AfD sind welche gekommen, zumindest einer ist gekommen, soweit ich das in den Medien gelesen habe. Und darüber wurde dann gesprochen. Also es wurde sozusagen rumgedreht. Es wurde gesagt, ja, ist die Partei wäre eingeladen worden. Nein, Abgeordnete sind eingeladen worden von allen Fraktionen. Das halte ich zunächst mal für legitim. Das war auch der Ausgangspunkt meines Statements. Also ich glaube, wir müssen da einfach unterscheiden zwischen Parteien und Funktionsträgern. Mitglieder des Bundestages sind Funktionsträger in unserem Staat. Auch wenn ich in der Wirtschaft tätig bin und möchte Investitionsentscheidungen treffen oder möchte Produktionskapazitäten erweitern und dafür braucht es Genehmigungen von den Stellen, unseres Staatswesens, die das regulieren. dann kann ich ja nicht sagen, ich schaue nach dem Parteibuch des Landrats beispielsweise oder der Abgeordneten jetzt im kommunalen Parlament, um da zu entscheiden, ob ich mit denen spreche. Dann muss ich ja mit denen sprechen in ihrer Funktion. Und die Tatsache, dass sie ein Parteibuch haben, ist der zweite Aspekt, der da zunächst mal nicht im Vordergrund steht. Und ich glaube, so realistisch müssen wir einfach sein, dass wir unterscheiden zwischen Funktionsträgern und politischen Parteien. In der Wirtschaft haben wir es mit Funktionsträgern zu tun und als Politiker habe ich es mit anderen Parteien zu tun. Und das sollten wir schön auseinanderhalten.
Sprecher 2: Also dann würden Sie auch sagen, im Nachhinein ist es falsch, das jetzt wieder korrigiert zu haben als Verband der Familienunternehmer und sich im Nachhinein dafür zu entschuldigen, dass man die auch mit eingeladen habe.
Sprecher 3: Also das kann ich jetzt nicht kommentieren, Herr Brücker, weil ich bin nicht Teil dieses Verbandes, bin nicht in diesen Gremien und ich weiß jetzt nicht, was die Erwägungen waren, die jetzt die Verantwortungsträger dort dazu bewogen hat, so damit umzugehen. Am Ende aber, glaube ich, ist es ja wichtig, dass man auch in so einem Verband schaut, dass Beschlossenheit in den eigenen Reihen ist, wenn man sich auch politisch äußert. Und wenn es da im Moment keinen Konsens oder keine... Der keine Mehrheit für gegeben hat, dann mag es durchaus richtig sein, da erstmal drauf zu reagieren. Also ich finde, es steht auch einem Außenstehenden nicht zu, zu sagen, wie sich jetzt der Verband der Familienunternehmer zu verhalten hat, wenn man nicht selbst Mitglied ist. Das ist Wohlfall. Diejenigen, die die Konsequenzen zu tragen haben, die sollen auch diejenigen sein, die entscheiden. Und nicht diejenigen, die von der Seite auszugucken und sagen, ihr müsst dies machen und jenes machen, aber selbst nicht mit den Folgen dann zu leben haben.
Sprecher 2: Aber dann sind wir beim Kernbäser vermeintlich eingeschränkten Meinungsfreier. Diejenigen, die das weiter hochhalten und sagen, natürlich gibt es diese Prinzipien der Meinungsfreiheit, aber du musst dann eben damit leben, dass du in einer öffentlichen Diskurswelt, in der Social Media ein Treiber ist, dann auch Kritik bekommst. Ob du Verband bist, ob du Funktionär bist, ob du Unternehmer bist. Vielleicht darf man in diesem Land weiterhin alles sagen, nur die Kritik daran ist härter, schärfer und radikaler als je zuvor, wenn es einem gewissen Teil der öffentlich sehr wirksamen Gruppen nicht gefällt.
Sprecher 3: Ja, das ist absolut richtig. Das ist absolut richtig. Wir sind ein Land, wo Meinungsfreiheit besteht. Das heißt, jeder darf seine Position auch vertreten. Und man kann selbst entscheiden, wie man damit umgeht. Und jetzt als Wirtschaftsunternehmen für uns ist ganz, ganz maßgeblich zunächst mal, wie unsere Kundinnen und Kunden unsere Leistungen abnehmen und was da für sie wichtig ist. Und wir konnten beispielsweise jetzt in diesen Geschehnissen der letzten Wochen erleben, dass wir im Umsatz keine Auffälligkeiten hatten.
Sprecher 2: Aber es gab auch keinen Solidaritätsboost.
Sprecher 3: Das kann man nicht erwarten. Die Menschen wollen drogistische Waren und Dienstleistungen von DM-Drogeriemarkt kaufen. Wir sind keine Partei. Man kann uns nicht wählen in dem Sinne, dass wir in die Legislative eintreten, sondern wir machen unsere Arbeit als Dienstleister. Also als Handelsunternehmen, wir sind Dienstleister mit Sortimenten. Und wir sehen, ob Kundinnen und Kunden... sich dafür interessieren. Ich glaube deswegen auch, Herr Bröker, dass diese Forderung, die Wirtschaft muss sich politisch positionieren, diese Forderung kann man aufstellen. Aber als Unternehmer ist mir immer Wirksamkeit wichtig. Welche Wirkung hat es? Und ich kann nicht beobachten, dass ein Bekenntnis von einem Unternehmen für oder gegen eine Partei zu sein, eine Wirkung hat im Hinblick auf das, was in Deutschland geschieht. Das konnte man auch beobachten in diesen Kampagnen, die beispielsweise von einem deutschen Einzelhändler auch gemacht wurden in Ostdeutschland. Also kein blaues Gemüse und kein blaues Obst und so weiter. Das hat nichts bewirkt, weil einfach auch man sich mal klar machen muss, wenn ich als Unternehmen mich politisch positionieren möchte, was bedeutet das konkret, Herr Bröker? Bedeutet es, dass die Gesellschafter ein Statement abgeben sollten oder die Geschäftsführung oder alle Mitarbeiter, im Fall von DM Drogeriemarkt wären das 64.000 Menschen in Deutschland oder die zwei Millionen Kunden, die jeden Tag bei uns einkaufen? Was ist denn das Unternehmen, das es sich politisch positionieren könnte?
Sprecher 2: Ja, aber ich will mal eine kleine Gegenrede machen. Herr Werner, ich verstehe Ihre Argumente, aber einfach mal umgekehrt gedacht. Sie sind ein unternehmerisches Vorbild, einer der führenden Unternehmer im Handelsbereich. Viele schauen zu Ihnen auf, auch Ihre 64.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind ein ganz kleines Deutschland. Sie haben alle sozialen Schichten und Herkünften in Ihren Läden als Mitarbeiter. Vielleicht ist es angesichts der dramatischen Lage dieser Demokratie, dass wir von Feinden nun mal bedroht werden, von innen wie von außen. Dass die Mitte sehr schwach ist gerade und sehr hart angegangen wird. Vielleicht braucht es eben mehr als nur Politikerinnen und Journalisten, die sich einmischen, die klare Kante zeigen und die politischer werden, obwohl es nicht ihr ureigener Auftrag als Unternehmer ist.
Sprecher 3: Ja, also da haben Sie nicht Unrecht. Die Frage ist halt, welche Klaviatur ich spiele. Und als Unternehmer habe ich die Möglichkeit, durch die Art und Weise, wie wir im Unternehmen miteinander umgehen, wie wir Zusammenarbeit gestalten, wie wir mit unterschiedlichen Meinungen umgehen, also mit Diversität, wie wir mit Ermächtigung des Einzelnen umgehen, einen Beitrag zu leisten für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung. Also ich kann sozusagen das Zutrauen in einer Art und Weise, wie wir uns als Individuen begegnen, wie wir mit Herausforderungen umgehen, kann ich damit beeinflussen. Und das ist das Register, auf dem ich spielen kann und auf dem sollte ich auch spielen. Schauen Sie mal, Herr Bröker, es ist doch irgendwie erstaunlich, wenn man als Unternehmer sich für Demokratie ausspricht. Und die Art, wie der Einzelne gewertschätzt werden soll, die Würde des Menschen ist unantastbar, der Beginn des Artikel 1 des Grundgesetzes, und dann gleichzeitig in meinem Unternehmen eine Tyrannei, eine Schreckensherrschaft, eine Autokratie, vielleicht sogar Aristokratie etabliere. Also ich finde, als Unternehmer sollten wir uns die Frage stellen, wie wir zusammenarbeiten, wie wir miteinander gestalten. Und da können wir vorbildlich sein. Da sind wir auch wirkungsvoll. Auch in der Art und Weise, wie wir unsere Kundinnen und Kunden ansprechen, in unserer Kommunikation. in unserem Auftritt. Das ist entscheidend. Nicht indem ich sage, ich finde diese Partei gut oder wählbar und jene nicht. Das kann ich zwar machen, aber das hat keine Wirkung. Und ich als Unternehmer setze auf Wirkung und nicht auf Lippenbekenntnisse. Im Übrigen fand ich auch interessant, in der Berichterstattung über den US-Wahlkampf, den letzten US-Wahlkampf, Da ist zumindest in den Medien, die ich verfolgt habe, ist die Hypothese vertreten worden, dass die Aussage von Taylor Swift zu ihrer Präferenz eine maßgebliche Auswirkung auf die jungen Wählerinnen und Wähler haben würde. Das ließ sich allerdings dann in den Analysen der tatsächlich durchgeführten Wahl nicht beobachten. Und sowas nehme ich ernst.
Sprecher 2: Du, nochmal zurück zum Demokratie und der Stabilität. Was sagt denn der Bürger Christoph Werner? Macht der sich Sorgen um die Stabilität der Demokratie? Oder ist das auch von den Medien etwas zu hoch gejagt, weil mal politische Parteien der Mitte in Bedrängnis kommen?
Sprecher 3: Ich würde mal sagen, was wir im Moment erleben, ist letzten Endes ein politischer Wettbewerb in Deutschland, wenn wir jetzt auf die Wahlergebnisse schauen. Und es ist Aufgabe der Parteien im Wettbewerb, für ihre Wählerinnen und Wähler ein attraktives Angebot zu machen. Da ist Höchstleistung gefragt. Und da geht es nicht darum zu sagen, was nicht geht, sondern was geht. Ich erlebe im Moment, dass relativ wenig gesagt wird, was geht. Ich habe das auch erlebt in der Markus-Lanz-Sendung, in der ich ja war, wo ja der Co-Vorsitzende der Grünen auch war, den ich ja am Ende der Sendung auch ganz konkret gefragt habe, ja, was machen Sie denn? Und da ist zumindest in dieser Sendung, habe ich jetzt nicht gehört, was gemacht werden soll. Aber das ist auch genau das, auf was es jetzt ankommt. Weil ich muss doch Angebote machen den Wählerinnen und Wählern. Und zwar nicht, indem ich ihnen sage, was sie nicht machen dürfen, sondern sagen können, schau auf mich mit dem, was ich machen möchte. Ich finde, in dieser Diskussion im Moment wird den Parteien, also der AfD, wird viel zu viel Bedeutung gegeben, indem immer über die gesprochen wird, statt mal zu sagen, was man jetzt konkret als Partei machen möchte, um dieses Land wieder nach vorne zu bringen, weil Herausforderungen haben wir ja, das erleben wir ja jeden Tag. Im Prinzip muss ich da manchmal so dran denken, wenn ich dann höre, ja, die Wirtschaft soll jetzt helfen den politischen Parteien. Das wäre ungefähr so, wie wenn ich sagen würde, Sie verzeihen mir, das mal gleichzusetzen, aber wie wenn ich sagen würde, ich komme mit meinen Mitbewerbern und meinen händlerischen Mitbewerbern nicht klar, Und wir sind ein Dauerpreisanbieter und lieber Gesetzgeber, jetzt erlass doch bitte mal ein Gesetz, dass Sonderangebote verboten werden in Deutschland. Also meine Aufgabe als Teilnehmer des Wettbewerbs ist es doch eigentlich, mich hinzustellen und zu sagen, jetzt muss ich schauen, dass das Angebot, was ich mache, verstanden wird und attraktiv ist. Und dann wird das auch von den Kundinnen und Kunden angenommen werden. Und so müssen politische Parteien sich auch die Frage stellen, was ist den Wählerinnen und Wählern wichtig und wie kann ich ein Angebot machen, was so ist, dass sie sich für mich entscheiden. Und ich glaube, da müssen wir drauf zurück.
Sprecher 2: Voller Einverstand. Was waren denn Ihre persönlichen Lehren nach dem, auch was Sie dann bei Lanz erlebt hatten? Und gibt es da etwas, was Sie sich für das neue Jahr vorgenommen haben? Mehr einmischen? Oder weniger?
Sprecher 3: Naja, ich würde mal sagen, auf Anfragen reagieren. Also ich denke, Sog ist besser als Druck. Also wenn es Menschen gibt, die sich interessieren für das, was wir tun, das, was ich sagen kann, dann bin ich gerne bereit, dafür nehme ich mir dann gerne die Zeit. Aber ich bin jetzt ja kein Missionar, der durch die Lande zieht, sondern ich reagiere auf Anfragen, die es gibt. Und ich glaube, dass wir bei DM Toggeriemarkt, wenn wir weiterhin unsere Kundinnen und Kunden sehr, sehr gut im Blick behalten, mit den sich ändernden Bedürfnissen, die es gibt und daraufhin immer wieder neue Angebote machen und eben unsere Anpassungsgeschwindigkeit erhöhen, dass wir dann erfolgreich sein werden. Und das ist auch in der Wirtschaft Hochleistungswettbewerb. Da müssen wir uns anstrengen.
Sprecher 2: Was haben denn Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigentlich gesagt zu Ihren öffentlichen Auftritten? Haben die Sie ermuntert, denke, danke und endlich mal einer oder haben die gesagt, bitte nicht?
Sprecher 3: Im Ergebnis schon, aber es wurden natürlich auch die Risiken gesehen, jetzt in die Talkshow zu gehen. Weil klar, da weiß man natürlich nicht, was passiert und das ist dann erstmal draußen. Aber andererseits... Ja, ich will mal sagen, Risiko und Chance, die gehen halt Hand in Hand. Ich meine, man muss sich dann halt schon trauen, man muss dann schon beherzt sein und dann ein Gespräch führen. Ähnlich wie heute, Herr Bröker, wir führen ein Gespräch. Ich weiß jetzt ja auch nicht, ob mir jeder Gedanke gelingt, gut auszudrücken und was dann daraus gemacht wird.
Sprecher 2: Gegen das, was manche da draußen denken, haben wir die Themen auch gar nicht vorher abgesprochen. Ich darf einfach fragen, was ich möchte. Das ist schon mal toll.
Sprecher 3: So ist es, ja. So ist es.
Sprecher 2: Muss man leider inzwischen auch als Disclaimer manchmal dazu machen. Herr Werner, ich mache mir vielleicht ja auch gar nicht so sehr Sorgen um die Stabilität der Demokratie. Ich glaube, politische Parteien mal oben, mal unten, da hat jeder mal so seine Stärken und Schwächen. Aber Sorgen mache ich mir schon um die Stabilität der Wirtschaft und ob da grundsätzlich was ins Rutschen geraten ist. Deswegen zum Abschluss nochmal einen Blick ins neue Jahr mit Ihnen wirtschaftlich gesehen. Sie spüren doch in den DM-Märkten jeden Tag, ob Menschen bereit sind, Vertrauen haben an diesen Standort, glauben wieder gerne Geld ausgeben, gerade auch für Produkte, die nicht vielleicht immer alle ein zwingendes Produkt sind, sondern ein nice to have. Merken Sie, dass da Zuversicht wiederkommt oder ist es wirklich schwer?
Sprecher 3: Naja, also wir als Dämptoggeriemarkt sind ja nah am täglichen Bedarf.
Sprecher 2: Also bei meiner Tochter ist das nicht täglicher Bedarf, was die ständig bei Ihnen kaufen möchte, lieber Herr Werner.
Sprecher 3: Ja, also ich freue mich über Ihre Tochter, die bei uns einkauft. Allerdings ist es nicht die Kernzielgruppe, muss man auch sagen. Okay, gut.
Sprecher 2: Also der Lipglow ist jetzt kein täglicher Bedarf. Aber gut, okay.
Sprecher 3: Naja, für Ihre Tochter allerdings offensichtlich so wichtig, dass sie darauf nicht verzichten wollte. Das ist halt subjektiv.
Sprecher 2: So ist es.
Sprecher 3: Das ist subjektiv. Wir sind sonst nah am täglichen Bedarf, gerade die junge Mutter, die für ihr kleines Kind, für ihr Baby natürlich da die Produkte einfach braucht. Und auch, was wir sonst haben an Reinigungsprodukten, Schönheitprodukten und so weiter. Also da sind wir nah dran und deswegen kommen wir auch so ganz gut zurecht. Es ist einfach unsere Aufgabe, immer Wege zu finden, dass wir unter den Rahmenbedingungen auch klarkommen. Allerdings haben wir in Deutschland ja auch eine sehr, sehr hohe Exportquote und das ist halt die Herausforderung. die wir haben, weil dann konkurriert man mit Mitbewerbern, die eben andere Rahmenbedingungen haben, als die, die jetzt beispielsweise im Handel in Deutschland tätig sind. Und da haben wir eine echte Aufgabenstellung und da müssen wir auch rangehen, glaube ich, als Land, um zu gucken, dass da die Wettbewerbsfähigkeit wieder da ist, weil sonst werden diese Arbeitsplätze verlagert werden, dann wird in Deutschland nicht mehr investiert werden und dann bekommen wir ein Problem. Im Übrigen glaube ich, jetzt auch gerade, auf was es, glaube ich, ankommt im neuen Jahr, um das Zutrauen und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger wieder auch in unser Land und in unsere Gesellschaftsformen zurückzugewinnen. Wir müssen einfach dafür sorgen, dass die Dinge klappen in diesem Land. Und da gibt es halt viele Dinge, die nicht mehr gut klappen. Das merken Sie auf kommunaler Ebene, wenn Sie irgendwelche Behördengänge haben, wie lange Sie da zum Teil warten müssen. Das ging früher alles schneller und das kann man schwer verstehen in einer Zeit der Digitalisierung, wo die Sofortness ja eine ganz wesentliche Erwartungshaltung bei vielen Menschen ist. Und ich glaube auch persönlich, die Deutsche Bahn ist ein weiterer Punkt, wo sich einfach die Verantwortlichen überlegen müssen, wie da den Bürgern wieder gezeigt werden kann, dass ein Unternehmen, welches vom Staat gehalten wird, es wirklich schafft, leistungsfähig zu sein und sein Leistungsversprechen der Pünktlichkeit einzuhalten. Und das ist lösbar, aber man muss sich halt reinbeißen, man muss es halt machen. Gerade die Deutsche Bahn, die rechtlichen Rahmenbedingungen werden auch vom Staat gesetzt. Also es könnte gelöst werden. Man muss da nur beherzt rangehen und muss da mal unkonventionell drauf gucken. Und meine große Hoffnung ist, dass im neuen Jahr dafür die Beherztheit bei den Akteuren da sein wird. Und dann werden wir... langsam auch wieder Licht am Ende des Tunnels sehen, welches wirklich das Licht am Ende des Tunnels ist und nicht der Zug, der auf uns zurauscht.
Sprecher 2: Aber ich sehe, Sie gehen von der Beherztheit der Verwaltung, der Bürokratie aus, die dann als Grundlage auch für nachhaltiges Wirtschaftswachstum da sein muss. Richtig? Verstanden?
Sprecher 3: Ja, also ohne geht es nicht. Also wir müssen schon die Chancen ergreifen, die da sind. Wir dürfen nicht nur managen, wir müssen unternehmerisch rangehen. Und das geht in allen Bereichen unseres Landes und unseres Staates.
Sprecher 2: Ja, aber die Politik ja zusehends der Meinung ist, ihr müsstet mal mehr Standortporträtismus zeigen. Die Wirtschaft soll nicht so viel meckern, sondern machen.
Sprecher 3: Ja gut, das sind wohlfeile Appelle. Das sind wohlfeile Appelle. Also ich würde mal nur sagen, dann bitte Ludwig Erhard lesen, Soziale Marktwirtschaft, wie da die Grundgedanken sind. Es ist ja alles vorhanden. Wir wissen es doch alle. Wir müssen es nur ernst nehmen. Und mit Appellen geht es nicht. Es ist Leistung letzten Endes, die überzeugt. Und es sind natürlich dann jetzt im Verhältnis Politik und Wirtschaft, es sind halt dann die Rahmenbedingungen, die ordoliberalen Rahmenbedingungen, die wir brauchen, damit ein gesunder Wettbewerb entsteht, der dann im Sinne der sozialen Marktwirtschaft auch dazu führt, dass der Wohlstand im Lande steigt. Denn Menschen wählen Wohlstand. Wenn unser System und unsere etablierten Parteien dieses Wohlstandsversprechen glaubhaft darlegen können und es auch dann tatsächlich umsetzen, werden sie weiterhin gewählt werden. Sonst leidet das Vertrauen und andere, die Dinge einfach behaupten, ohne sie schon bewiesen zu haben, bekommen dann einen größeren Vertrauensvorschuss.
Sprecher 2: Auch mal Ludwig Erdl lesen, wenn das keine wunderbare Botschaft zum Abschluss dieses Podcasts ist. Herr Werner, ich bedanke mich, dass Sie trotz der Erfahrung auch mit den Medien heute bei uns waren zu diesem, ich hoffe, ruhigen und konstruktiven Gespräch. Ich freue mich sehr auf den Austausch mit Ihnen im kommenden Jahr. Vielen Dank und allen Erfolg für Ihr Unternehmen.
Sprecher 3: Das hat mich sehr gefreut. Vielen Dank, Herr Bröker. Und auch Ihnen alles Gute und ein gutes Start ins neue Jahr.