Wer stoppt den Krieg im Sudan?
Im Sudan tobt ein brutaler Machtkampf. In der Stadt Al-Faschir sind mehr als 1.500 Zivilisten getötet worden. Die USA, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten versuchen gemeinsam, einen Waffenstillstand zu erreichen.
Als eine der ersten westlichen Politikerinnen hat Serap Güler, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, den Sudan besucht. Sie setzt bei diesem Konflikt besonders auf die Hilfe der USA.
[11:50]
New York City hat einen neuen Bürgermeister. Der demokratische Sozialist Zohran Mamdani hat die Wahl gewonnen. Mamdani ist mit Forderungen in den Wahlkampf gezogen, die für amerikanische Verhältnisse radikal klingen. Hier in Deutschland dagegen wären sie weitgehend politischer Alltag.
[01:20]
Die deutsche Wirtschaft wartet weiter auf den großen Aufschwung. Martin Blessing, Investitionsbeauftragter des Kanzlers, wirbt um Geduld. Er beschreibt im Gespräch mit Michael Bröcker aber auch, wie groß der Reformdruck in der Gesellschaft inzwischen geworden ist.
Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sagt, die schwarz-rote Koalition habe anfangs vielleicht zu große Versprechungen gemacht: „Vielleicht ist auch etwas zu viel angekündigt worden.“
[07:44]
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: New York City hat gewählt, die Hauptstadt des Kapitalismus. Und der neue Bürgermeister heißt Soran Mandani. Er ist ein Mann, der sich selbst als demokratischer Sozialist bezeichnet. Andere nennen ihn den Wall Street Schreck. Und wir fragen uns, ob das, was er will, nicht etwas ist, das wir hier in Deutschland längst haben.
Sprecher 3: Wie schaffen wir es, dass internationale Investoren wieder an diesen Standort glauben und frisches Geld hier zu uns bringen? Darum soll sich jetzt Martin Blessing kümmern, der ehemalige Chef der Commerzbank. Er ist der neue persönliche Investitionsbeauftragte des Kanzlers. Ich habe ihn gestern beim Bankenverband getroffen.
Sprecher 2: Die Bilder, die momentan aus dem bürgerkriegsgebeutelten Sudan zu uns kommen, sind nur schwer erträglich. Die RSF-Miliz hat die Stadt Al-Fashir eingenommen und mehrere Massaker angerichtet. Ist man in diesem blutigen Krieg, der viel zu wenig in der Öffentlichkeit ist, auch auf die Hilfe der USA angewiesen, um ihn zu beenden? Das wollen wir von Serap Güler wissen, der Staatsministerin im Auswärtigen Amt, die vor kurzem in den Sudan gereist ist.
Sprecher 3: Es ist Mittwoch, der 5. November. Schön, dass Sie wieder dabei sind. Los geht's.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 5: And we do have a race to call.
Sprecher 6: NBC News can project at this hour that the winner of the New York City mayoral race will be Zoran Mamdani.
Sprecher 5: It is an incredible turn of events that he is going to be the mayor of New York City. One of the great political upsets in the modern history of this country. He has taken on the oligarchs in New York who have spent millions and millions of dollars trying to defeat him. He's taken on Donald Trump, who has endorsed Cuomo. He's taking on the Republican establishment. He is taking on the Democratic establishment. I'm a democratic socialist who's also a Democrat. Right. When I say I'm a democratic socialist, I explain it in the words of Dr. King from decades ago, who said that call it democracy or call it democratic socialism, there must be a better distribution of wealth for all of God's children in this country.
Sprecher 3: Mamdani, 33 Jahre alt, in Uganda geborener Muslim mit indischen Eltern und einer ziemlich linken Agenda, hat also die Wahlen gewonnen, ist neuer Chef in New York, dem Geburtsort Donald Trumps. Man kann sich vorstellen, wie der das findet.
Sprecher 2: Ja, und diese Wahl hat landesweite, man kann sagen weltweite Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nicht nur, weil es ein schillernder Kandidat ist, über den wir gleich sprechen wollen und nicht nur, weil er quasi ein Antipode ist zu Donald Trump, sondern weil dieser Wahlausgang natürlich auch steht für die Frage, wie sich die Demokraten aufstellen, wie sie in das Jahr der Midterms reingehen, nämlich das Jahr 2026. Und da herrscht ja unter den... Demokraten durchaus ein Streit über die Frage, wählt man den zentristischen Ansatz, für den in der Vergangenheit Hillary Clinton, aber auch Joe Biden und Kamala Harris standen, oder wendet man sich ab vom Establishment der Partei und guckt in Richtung Linkspopulismus? Und da ist diese Wahl in New York eine Richtungsentscheidung, die jetzt mit dem Erfolg Mamdanis darauf hindeutet, dass die Demokraten diesen Weg gehen könnten.
Sprecher 3: Jetzt müssen wir erstmal fragen, was ist Linkspopulismus oder was ist eigentlich linke Politik und wäre das bei uns eigentlich auch links, was der Mann da fordert? Also lass uns mal ein bisschen in die Inhalte schauen, Helene. Ein vierjähriger Mietstopp hat er zum Beispiel gefordert für alle mietstabilisierten Wohnungen in New York City, wie es so schön heißt. Also das sind schon Wohnungen, die in irgendeiner Weise schon in Regionen liegen oder von staatlicher Regulierung betroffen sind. Man muss wissen, 2200 Euro kostet im Monat so ein ganz kleines Studio für 20 Quadratmeter irgendwo in Manhattan mindestens. Also wenn man nicht in dieser Stadt irgendwie was versucht bei den Mieten, wo sonst? Aber das ist dann schon Sozialismus.
Sprecher 2: Also 2200 Euro für 20 Quadratmeter, das ist schon sehr happig. Das wäre in Deutschland eindeutig Wucher und jedenfalls mit keiner Mietpreisbremse dieses Landes vereinbar. Aber ja, in Amerika beginnt in der Tat das, was man Linkspopulismus nennt, jedenfalls das, was man Sozialismus nennt, sehr viel früher. Wir erinnern uns daran, dass alle Ideen von Obamacare zur Krankenversicherung auch als sozialistisch gebranntmarkt wurden. Wohnen ist sein Hauptthema im Wahlkampf. Hat übrigens Friedrich Merz auch gesagt, die soziale Frage unserer Zeit, das sieht man in New York offensichtlich auch so. Und ja, also diese Stabilisierung der Mieten, das soll für eine Million Wohnungen in New York gelten, die vor allem eben für sozial Schwächere gedacht sind.
Sprecher 3: Zusätzlich hat er weitere Maßnahmen in der Wohnungsbaupolitik vor, zum Beispiel den Good Cause Eviction Law. Da geht es eigentlich um Kündigung, also wann kann man Mieter aus der Wohnung loswerden. Nur bei Trifting im Grund, das ist alles heute in New York offenbar ein bisschen einfacher. Und raffgierige Vermieter, wie es heißt, sollen jetzt mit einer neuen Behörde zu tun bekommen. Wenn sie sich weigern, zum Beispiel Sanierungen durchzuführen, übernimmt das der Staat und schickt dem Vermieter die Rechnung. Das ist natürlich schon aus Sicht eines Trump-Republikaners purer Kommunismus.
Sprecher 2: Außerdem auch eine staatliche Wohnungsbaubehörde, auch das wird den Republikanern gar nicht gefallen. Die will Mamdani schaffen und die soll 200.000 neue bezahlbare Wohnungen in den nächsten zehn Jahren schaffen. Also auch Wohnungsbau ist auf seiner Agenda und auch das, wissen wir ja, gibt es in Deutschland nun auch schon seit vielen Jahren, wenn auch die Ziele regelmäßig verfehlt werden.
Sprecher 3: Interessante neue Idee. Alle Busse sollen kostenlos sein. Das sind genau die Transportmittel, die gerade in New York von den sozial schwächeren oder einkommensschwächeren Gruppen genutzt werden. Im Pilotprogramm wurde das schon mal getestet. 30 Prozent mehr Fahrgäste hat es gebracht und das will er in ganz New York umsetzen. Auch da denkt man sofort an das 49-Euro-Ticket in Deutschland. Also viel von dem, was er da macht, ist jetzt zumindest... Das ist hier für uns ziemliche Mitte-Politik.
Sprecher 2: Das stimmt, aber wir haben natürlich ein anderes Verhältnis zum Staat. Wir Europäer und wir Deutschen sind noch mal etatistischer als viele unserer Nachbarn. Aber jetzt schauen wir uns nochmal das Thema Lebensmittelversorgung an. Auch das natürlich eins, das vor allem für die sozial Schwachen relevant ist. Die Stadt soll fünf eigene Supermärkte betreiben. Also wir sehen hier schon eine Tendenz zur Verstaatlichung. Und das hat aber damit zu tun, dass es in vielen Vierteln in New York gar keinen Supermarkt mehr gibt, sondern nur noch Fastfood. Und das ist natürlich nicht nur ungesund, sondern auch in New York ist sogar Fastfood extrem teuer.
Sprecher 3: Kostlose Kitas für alle, das kennt man hier in Berlin auch. Mindestlohn verdoppeln für New Yorker, das ist auch seine Agenda. Und mehr Sozialarbeiter statt nur mehr Polizisten im Umgang mit Kriminellen. Das ist im Grunde seine Agenda, Helene. Ja, das ist links, definitiv links der Mitte, aber es ist jetzt, würde ich mal sagen, auch noch kein Sozialismus. Zumal er die Pläne für die Steuer der sehr Reichen abgeschwächt hat, gerade in den letzten Wochen nochmal im Wahlkampf, um doch nicht zu sehr in diese Linksfalle reinzurutschen, die ja natürlich von der anderen Seite des politischen Spektrums dann auch reingelockt wird. Also nur noch zwei Prozent auf Einkommen über einer Million Dollar. Das ist die Reichensteuer à la Mamdani.
Sprecher 2: Trump sagt natürlich, der Mann ist ein zu 100% Irrer, wäre auch nicht anders zu erwarten. Aber ja, in der Tat, ob er dann wirklich ein Wall Street Schreck ist, wie jetzt manche vermuten, oder? ob er nicht, wenn er dann regiert und mit den praktischen Fragen konfrontiert wird, ein gemäßigteren Kurs einschlägt, pragmatisch wird, übrigens wie es auch sein Vorgänger Bilde Blasio passiert ist, der auch mit einer dezidiert linken Agenda angetreten ist und dann ein ziemlicher Mitte-Bürgermeister geworden ist. Das werden wir sehen und werden hier darüber sprechen.
Sprecher 3: Ja, und wenn sehr Linke mit der Realität konfrontiert werden, dann werden sie ja manchmal sehr vernünftig. Die Sichtbarkeit Deutschlands im globalen Standortwettbewerb zu erhöhen, die Stärken des Landes herauszustellen und frisches Geld für Investitionen anzulocken, das ist grob zusammengefasst die Aufgabe von Martin Blessing. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Commerzbank ist der neue persönliche Beauftragte für Investitionen des Bundeskanzlers Friedrich Merz. Und seitdem muss er Klinken putzen. Oder will er oder darf er. Seit vier Wochen ist er im Amt und er soll dafür sorgen, dass auch privates Kapital in dieses Land fließt und nicht nur das staatliche vom Sondervermögen. Wie er das genau anstellen will und warum nach sechs oder sieben Monaten Kanzlerschaft Merz die Stimmung in der Wirtschaft immer noch nicht so wirklich sich gedreht hat, das habe ich ihn gestern bei einer Podiumsdiskussion auf der Bühne des Bankenverbands hier in Berlin gefragt und das war seine Antwort.
Sprecher 7: Die Einschätzung, dass ein Tick von der Dynamik etwas nachgelassen ist, das merkt man auch, wenn man mit Investoren redet. Aber das ist nicht so, dass wir jetzt sagen, das habe ich abgehakt. Ich glaube, das ist vielleicht auch eine, wo auch immer sie herkommt, Erwartung gewesen, jetzt legen wir einfach einen Schalter um und dann passiert das alles. Das wird etwas anstrengender werden. Aber was ich positiv finde, ist, dass der Drang nach Reform, der Ruf danach, der Druck in der Öffentlichkeit darüber, Ich finde, der schreit. Jetzt kannst du sagen, Mensch, hätten wir es nicht früher tun können, hätten wir es nicht schon längst erkennen müssen. Ich glaube, sie brauchen ja auch eine Bereitschaft der Gesellschaft, Sachen mitzugehen und anzugehen. Wenn Sie jetzt lesen, Bürgergeld zu performen, dann lesen Sie dann viele Diskussionen darüber, ist das eigentlich schon genug? Das kann doch die Sozialstaatsreform nicht gewesen sein. Da muss doch jetzt mehr rauskommen. Warum brauchen wir noch eine Kommission? Das zeigt doch schon, dass die Ungeduld auch in der Bevölkerung angekommen ist. Auch bei Ihren Kollegen und Ihnen, Herr Brücker, wenn man das so verfolgt.
Sprecher 2: Bei mir war die immer schon da.
Sprecher 7: Das ist ja auch bei Ihren Kollegen und Ihnen. Die Ungeduld bei Ihnen. Ich glaube, das ist auch wichtig, dass da sozusagen die Notwendigkeit entsteht. Ich bin aber zuversichtlich, und das wieder, was Herr Schmitz gesagt hat, wenn Sie ins Ausland gehen, da ist mehr Positives.
Sprecher 3: Es ist der nationale Kraftakt, den eigentlich hier Martin Blessing anspricht und den Christian Seewing, der Gastgeber der gestrigen Veranstaltung, der Chef der Deutschen Bank. dann aufgenommen hat und ein wenig weiter gesponnen hat. Denn es seien inzwischen auch die Gewerkschaften, die Druck machten auf Reformen. Dieses Land wüsste, dass es den Wohlstand nur erhalten kann, wenn sich Dinge ändern. Und er gab zu, dass vielleicht die Politik am Anfang dieser Legislatur ein wenig zu viel angekündigt hat und bisher zu wenig gehalten hat. Hören wir kurz rein, was Christian Seewing sagt.
Sprecher 8: Vielleicht ist auch am Anfang des Tages, im März, April und Mai, etwas zu viel angekündigt worden, was man in den ersten Ringsmoldschäften, es ist eine enorme Erwartungshaltung entstanden worden. Und das dann alles zu erfüllen, da sind Sie ja auch Meister, also Sie jetzt nicht persönlich, aber Sie sind Meister darin, das auch nachzuhalten, das ist auch Ihre Aufgabe. Und dann wird natürlich jetzt gesagt, naja, das ist nicht alles geschehen. Es ist ja auch einiges schon passiert. Also wenn ich mir mal Investitionsbuße angucke, wo ich mir die Körperstadtsteuer ansehe, auch bei der Bürgergeldseite, es ist ja nicht so, dass nichts passiert ist. Von daher, ich glaube, das Erwartungsmanagement, vielleicht hätte man das etwas anders machen müssen. Aber ganz ehrlich gesagt, wenn ich das mit sieben Jahren... Rückschau, Deutsche Bank CEO, das ist gar nicht so einfach, wenn man am Anfang da steht und sagt, Mensch, das wollen wir so machen, das wollen wir so machen. Man möchte natürlich auch irgendwo Ruhe einbringen, Zuversicht einbringen. Von daher, diese Kommunikation ist gar nicht so leicht.
Sprecher 3: Das Erwartungsmanagement, es ist und bleibt ein wichtiges Thema in der politischen Kommunikation. Die Wirtschaft jedenfalls, sie drängt auf Reform. Wann und wie sie kommen, wir werden es. Erleben und hier an dieser Stelle.
Sprecher 1: Stelle sicherlich besprechen.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 2: Der Sudan ist derzeit einer der dunkelsten Orte auf diesem Planeten und taucht in der deutschen Berichterstattung viel zu wenig auf. Dabei leiden die Menschen dort unter der größten humanitären Krise der Welt. So berichtet es die UN. 10.000 Tote seit Kriegsbeginn und mehr als 30.000 Menschen brauchen Hilfe. Seit April 23 tobte dem Staat in Nordostafrika ein brutaler und blutiger Machtkampf. Der Chef der Übergangsregierung, General Abdelbohan, kämpft gegen den Anführer der Rapid Support Forces, Mohamed Hamdat Daglo. Ja, und sie kämpfen um Macht und um Ressourcen. Und die eine Seite, nämlich der Daglo, wird unterstützt von den Vereinten Arabischen Emiraten, während hinter der Regierung Ägypten steht. Also es ist auch ein Stellvertreterkrieg und ein grausamer Konflikt. Es gibt Massenexekutionen, davon wird berichtet, Vergewaltigung und Verstümmelung. Über 1500 Zivilisten sollen allein in wenigen Tagen getötet worden sein. Auch vor den Krankenhäusern macht die Miliz nicht Halt. Auf Satellitenbildern sind riesige Blutlachen erkennbar. Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA haben jetzt eine Initiative gestartet, um diesen blutigen Konflikt zu beenden. Und dabei liegt die große Hoffnung mal wieder, so möchte man es fassen,
Sprecher 9: auf Donald Trump, dem selbsternannten Friedensfürsten. Und Serap Güler, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, war nun mit dem Bundespräsidenten in Afrika unterwegs und mit dabei auch unser Kollege, der Chef des Africa Table, David Renke. Und David Renke hat mit Serap Güler über die traurige Situation im Sudan und die Hoffnung auf einen Frieden gesprochen.
Sprecher 10: Hallo Frau Güler, vielen Dank für die Zeit. Wir wollen über den Sudan sprechen. Zuletzt haben sich die Berichte über Massaker, vor allem in Darfur, in Al-Fashir, gemäht. Ist die Lage dort ein Kipppunkt für den Konflikt im Sudan?
Sprecher 9: Es könnte ein Kipppunkt sein. Es ist eine dramatische Lage. Ich war letzte Woche im Sudan und mein letzter Tag im Sudan war, als uns die Nachricht ereilte, dass El Faschir, wie Sie es gerade genannt haben, gefallen ist. Seitdem kriegen wir weitere Schreckensnachrichten, obwohl die Situation, als ich noch da war, auch schon schlimm genug war.
Sprecher 10: Die Bundesregierung, das haben Sie ja auch zuletzt gesagt, setzt vor allem auf die Quad-Initiative, also USA, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien und Ägypten. Vor allem die USA sind wahrscheinlich der entscheidende Faktor. Hoffen Sie auf Präsident Trump, dass er nochmal so eine, wie im Gaza-Konflikt, eine ähnliche Verhandlungsgeschick zeigt, auch im Sudan?
Sprecher 9: Also ich hatte drei Botschaften. Ich habe mich mit verschiedenen Vertretern in Port Sudan ausgetauscht und ich habe sehr für diesen Quad-Prozess, für diese Quad-Initiative geworben. Was nicht ganz einfach ist, weil... durch die Mitgliedschaft der VAE für viele Vertreter in Port Sudan, das ein Problem ist. Ich habe aber gesagt, auf der anderen Seite sitzen eben auch Saudi-Arabien und Ägypten, die euch unterstützen. Und insofern ist das jetzt auch eine Chance für euch. Und es kommt natürlich viel auf die USA an, viel auf Präsident Trump. Und es besteht die Hoffnung, und die wird gerade, ich habe gestern auch kurz mit dem ägyptischen Außenminister darüber sprechen können, dass die USA jetzt den nötigen Druck eben auf beide. Kriegsparteien auch aufbauen, damit die Situation, die sich im Sudan abspielt, die größte humanitäre Krise, die wir gerade in der Welt haben, mit einem Waffenstillstand jetzt, der mindestens für drei Monate eingehalten wird, das ist eine Forderung der Quad-Initiative, damit das jetzt wirklich realisiert werden kann. Und die andere Botschaft, die ich hatte, war die humanitäre Hilfe. Es gibt nach wie vor Regionen auf beiden Seiten, also von der portsudanesischen Vertretungsseite, SAF, genauso aber auch wie von der RSF, wo humanitäre Hilfsgüter in bestimmte Regionen nicht zugelassen werden. Das muss beschleunigt werden, dass das geändert wird, dass der Zugang aller Hilfskonvois überall zugelassen wird. Da gibt es eine Verbesserung, aber es ist halt nicht überall so. Und gerade jetzt nach dem Fall von El Faschir, wo uns ganz viele schreckliche Nachrichten und Bilder ereilen, wo wir auch über Satellitenbilder, Blutlachen etc. Mitbekommen, ist es umso wichtiger, dass den Überlebenden diese Hilfe, die in den LKWs stecken, also sie sind da, dass das Menschen erreicht. Der dritte Punkt ist, dass der politische Transitionsprozess startet. Dafür braucht es aber vor allem den Waffenschildstand und auch, dass die Menschen zuerst versorgt werden.
Sprecher 10: Konkret, Sie hatten gesagt, die USA müssen Druck aufbauen. Was bedeutet das? Wie kann die USA Druck aufbauen?
Sprecher 9: Wir haben das bei Gaza gesehen, dass die USA durchaus in der Lage dazu ist, Druck aufzubauen. Es geht aber auch darum, dass genauso Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate den Einfluss, den sie auf die einzelnen Parteien haben, geltend machen. Das geht am besten mit der Unterstützung der USA. Es gab letzte Woche auch ein Treffen in Washington der einzelnen Vertreter, wo auch Vertreter eben von RSF und von SAF dabei waren. Es ist nicht so optimal gelaufen, wie man sich das vielleicht gewünscht hat, aber es ist auch nicht so, dass man den Quad-Prozess jetzt oder die Initiative beerdigen würde. Insofern, dieser Druck muss jetzt auf beide Seiten aufrechterhalten werden. Und dieser Druck passiert auch am besten und da kommt auch unsere Rolle als Deutschland oder als Europäische Union ins Spiel. Ich war die erste Vertreterin. Europäische Vertreterin auf dieser politischen Ebene, die seit Kriegsausbruch, sprich seit zweieinhalb Jahren, den Sudan besucht hat, dort Gespräche geführt hat. Und das war eben auch ein Zeichen, wir schauen hier genau hin als Deutschland, als Europa, was passiert. weil vielleicht auch ein bisschen der Eindruck fort entstanden ist, interessiert sich eh niemand für das, was hier passiert. Also können wir tun und machen, was wir wollen. Und das ist eben auch Druck zu zeigen, wir schauen jetzt ganz genau hin. Da ist die internationale Weltgemeinschaft gefragt und allen voran die USA.
Sprecher 2: Vielen Dank für das Gespräch.
Sprecher 9: Sehr gerne. Mick, war noch was?
Sprecher 3: Die Malediven, unser allerliebstes Urlaubsparadies, in dem ich leider allerdings noch nie war, machen jetzt etwas weltweit Einmaliges, nämlich sie verbieten tatsächlich Tabak, also Rauchen. Und zwar richtig hart, so wie es selbst die Grünen sich niemals trauen würden. Wer ab dem Jahr 2007 geboren wurde, darf weder rauchen noch Tabakwaren verkaufen oder kaufen. Sogar der Konsum von E-Zigaretten ist verboten. Man will sich als das gesündeste Urlaubsparadies vielleicht auch selbst noch ein bisschen vermarkten damit. Mir würde das ja deutlich zu weit gehen, diese Geschichte, obwohl ich selbstverständlich nicht rauche.
Sprecher 9: Nie rauchst, Michael, genau. Nein, aber es ist doch wirklich interessant. Man sieht doch auch den Trend insgesamt, dass das Ballermann, Sangria, Saufen, Rauchen und bis in die Nacht Tanzen insgesamt abnimmt und die Leute diesen gesunden Urlaub machen. Nicht mehr so den Zeitgeist entspricht. Entweder wandern gehen, sich an der frischen Luft bewegen oder am Ende Fastenurlaub machen. Auch da, ich habe ja auch gelegentlich schon gefastet in meinem Leben, aber würde meinen Urlaub dafür ehrlich gesagt nie hergeben. Aber sei es drum, jeder ist eben auf seine eigene Weise jung, wild und frei.
Sprecher 3: Bis morgen, Donnerstag, Table Today, 5 Uhr. Ciao, ciao.
Sprecher 9: Tschüss.
Sprecher 11: So what? We get drunk. So what? We don't sleep. We're just having fun. We don't care who sees. So what? We go out. That's how it's supposed to be. Living young and wild. Keep that in there.
Sprecher 12: So what? I keep them rolled up, sagging my pants, not caring what I show. Keep it real. If you don't know me, keep it playing with my bros. It look clean, don't it? Watch it the other day. Watch how you lean on it. Keep me some 501 jeans on and roll up bigger than King Kong's fingers and burn them things down to they stingers. You a class clown. And if I skip for the day, I'm with your chick smoking gray. You know what?
Sprecher 13: It's like I'm 17 again. Peach fuzz on my face. Looking on the case. Trying to find a hella taste. Oh my God. I'm on the chase. Chevy. It's getting kind of heavy. Relevant. Selling it. Dipping away. Time keeps slipping away. Zipping the safe. Flipping for pay. Tipping like I'm dripping in paint. Up front. Folk. Black or lethal. Put them in the chain.
Sprecher 11: So what? We get drunk. Show up, we don't sleep. We're just having fun. We don't care who sees. So what? We go out. That's how it's supposed to be. Living young and wild and free.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.