Startet jetzt das neue Space Race?
Dauer: 31:19

Startet jetzt das neue Space Race?

Der globale Markt für Raketenstarts boomt, doch Europa droht den Anschluss zu verlieren. Hoffnung liegt auf innovativen Start-ups, die Europas strategische Autonomie im Weltraum sichern sollen. Einer der größten Hoffnungsträger ist das Münchner Unternehmen Isar Aerospace.

In dieser CEO-Edition von Table Today spricht Alex Hofmann vom CEO.Table mit Daniel Metzler, Co-Gründer und CEO von Isar Aerospace. Metzler erklärt, warum Raumfahrt weit mehr ist als Romantik: „Eigentlich geht es darum, das Leben auf der Erde besser zu machen.“ Er betont die strategische Bedeutung des Weltraumzugangs für Sicherheit und Wirtschaft.

Isar Aerospace setzt auf automatisierte Fertigung und 3D-Druck, um Kosten zu senken und die Produktion zu beschleunigen. Metzler zeigt sich unbeeindruckt von der Dominanz von SpaceX: „Wenn man von vornherein schon das Handtuch wirft, dann braucht man es auch gar nicht erst zu probieren. Ich denke, es gibt nur eine einzige Möglichkeit – und das heißt: einfach mal machen.“


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Transkript

Sprecher 1: Herzlich willkommen zur CEO Edition des Table Today Podcasts. Mein Name ist Alex Hofmann, ich bin der Redaktionsleiter des CEO Tables. Bei mir ist mein Kollege Alex Wiedmann.

Sprecher 2: Schönen guten Tag. Wir widmen uns heute dem Thema Space und haben dazu eines der eindrucksvollsten Startups in Deutschland im Interview, den Chef von ESA Aerospace, Daniel Metzler.

Sprecher 3: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.

Sprecher 4: We choose to go to the moon in this decade and do the other things. Not because they are easy, but because they are hard. Because that challenge is one that we're willing to accept.

Sprecher 5: It's one small step for man.

Sprecher 4: One we are unwilling to postpone.

Sprecher 5: One giant leap for mankind.

Sprecher 4: And one we intend to win.

Sprecher 5: Looks beautiful from here. It has a stark beauty all its own.

Sprecher 1: In den 60er Jahren gab es das große Space Race zwischen den USA und Russland. Seitdem ist China noch mit dazugekommen. Allein in diesem Jahr gab es schon über 220 Raketenstarts auf der Welt. Auch Europa will zukünftig eine Rolle spielen und da liegen die Hoffnungen bei mehreren Startups. High Impulse zum Beispiel hat gerade von der Schwarzgruppe eine Finanzierung bekommen über 45 Millionen Euro. Es gibt noch die Rocket Factory Augsburg und als vielleicht größte deutsche Hoffnung ESA Aerospace, die allein in diesem Jahr schon 150 Millionen Euro an neuem Kapital bekommen haben.

Sprecher 2: Der Markt ist zwar groß, aber lassen uns mal auf die Fakten schauen. In Europa gab es nur zwei bis drei Starts. Der Marktanteil liegt bei weniger als ein Prozent. Ich sehe da eher einen massiven Verlust strategischer Autonomie und einen uneinholbaren Rückstand auf die USA. SpaceX dominiert mit über 50 Prozent den Markt. Das ist einfach schwer aufzuholen.

Sprecher 1: Ja, SpaceX dominiert den Markt natürlich wahnsinnig, aber es gibt ja auch noch eine andere Hoffnung, nicht nur die Startups in Europa, es gibt ja auch die Ariane 6, ein sehr, sehr großes Projekt, auch mit mehreren Milliarden finanziert, aber immer noch kein richtiger Wettbewerber zu SpaceX, weil nur ganz wenige Starts bislang stattfinden konnten.

Sprecher 2: Ja, also die Ariane 6 liegt bei der Kadenz weit unter Plan. Kadenz heißt, dass sie... eigentlich viel mehr Starts haben hätte sollen, als sie jetzt tatsächlich hatten. Tatsächlich flogen nur zwei Ariane 6 Missionen. Insgesamt sind vier Starts für dieses Jahr geplant. Zum Vergleich, SpaceX startet alle zwei bis drei Tage.

Sprecher 1: Hinzu kommt natürlich auch noch, dass die SpaceX-Raketen wiederverwertbar sind. Die Ariane ist es leider nicht und das treibt die Kosten natürlich pro Start massiv in die Höhe.

Sprecher 2: Ja, und genau deshalb braucht man ja nicht fünf bis zehn Wettbewerber, wie auch diese Woche der Ariane Space Chef bei den Kollegen von Handelsblatt im Interview gesagt hat. Der Markt wächst einfach nicht stark genug.

Sprecher 1: Demgegenüber steht aber, dass zumindest Isar Aerospace sagt, bis 2027 schon ausgebucht zu sein, obwohl Isar Aerospace noch keine einzige Rakete tatsächlich in den Weltraum geschickt hat bislang.

Sprecher 6: We have engine ignition. And he has lift off of Spectrum. The vehicle has cleared the tower and is now starting the pitch-over maneuver.

Sprecher 2: Ja, fairer Punkt, aber du sagst es ja. ESA Aerospace hatte einen Fehlschlag im März. Die Rakete war 18 Sekunden, glaube ich, in der Luft und dann zerplatzt. Also da muss sich erst noch beweisen.

Sprecher 1: Ob das als Fehlschlag zu werten ist, sei mal dahingestellt. Wenn man an SpaceX denkt, dann kommen auch vielen die Explosionen, die wir in den Nachrichten gesehen haben, in den Kopf. Und zumindest konnte Isar Aerospace beim Start viele Informationen sammeln, mit denen jetzt die Raketen verbessert werden können.

Sprecher 2: Ja, also du glaubst immer noch an einen erfolgreichen Start. Grundsätzlich muss man auch noch sagen, dass so eine Raketenentwicklung extrem kapitalintensiv ist und ohne in eine massive Serienproduktion gehen zu können, hat man kaum Kostenvorteile.

Sprecher 1: Und genau da will ja zum Beispiel Isar Aerospace ansetzen, indem sie durch 3D-Druck die Kosten niedrig halten und damit Raketen zum Bruchteil der Kosten herstellen können, die für eine Ariane 6 zum Beispiel anfallen.

Sprecher 2: Ja, das klingt ja alles schön und gut. Das Ding ist einfach, wenn... Europa 2026, 2027 keine Orbitalstarts liefert, dann wandert noch mehr Know-how und Industrie ab und für mich ist das alles noch sehr viel Kaffeesatz, Leserei und Zukunftsmusik.

Sprecher 1: Da hast du natürlich recht und genau deshalb versucht man ja auch im Rahmen der European Launcher Challenge, unterschiedliche Unternehmen aus Europa fit zu machen, da eine kommerzielle Alternative auf die Beine zu stellen. Die Hoffnung da ist natürlich, wenn man den Fokus auf mehrere Unternehmen setzt, dass am Ende eines tatsächlich auch erfolgreich sein wird. Aber man muss natürlich bedenken, dass noch keines der ausgewählten Unternehmen überhaupt eine Rakete ins Weltall geschickt hat bislang.

Sprecher 2: Ja, Wettbewerb belebt das Geschäft und ich wäre aber froh, wenn in Europa mal was positiv vorangeht. Nichtsdestotrotz, es dauert noch ein bisschen, bis wir da was sehen werden.

Sprecher 1: Auf jeden Fall blicken gerade viele Augen auf die deutsche und europäische Space-Szene. Und deswegen haben wir mal Daniel Metzler gefragt. Der ist der Gründer und CEO von ISA Aerospace, einem der Hoffnungsträger. Und von dem wollte ich mal wissen, War das jetzt wirklich ein Fehlstart oder war das wichtig zum Erkenntnisgewinn? Wann ist überhaupt ein Orbitalstart realistisch? Und ob er sein Unternehmen wirklich als Alternative zu Elon Musks SpaceX sieht? Dazu bin ich in die Fertigungshalle von ESA Aerospace nach Ottobrunn gefahren und habe mit ihm darüber gesprochen. Hallo Daniel.

Sprecher 7: Hi, freut mich sehr.

Sprecher 1: Daniel, das Thema Weltraum könnte ja aktueller gerade nicht sein. Konntet ihr das 2017, als ihr angefangen habt, konntet ihr das dann ahnen, dass das so ein Fokusthema werden wird?

Sprecher 7: Aus der Engineering-Sicht natürlich wussten wir immer um die Möglichkeiten der Raumfahrt. Ich glaube, es hat jetzt einige Jahre gedauert, bis auch die breite Bevölkerung das Weltraumthema ein bisschen ernster genommen hat. Es ist Raumfahrt, die ist sehr romantisch, zum Mond fliegen, zum Mars fliegen. Aber eigentlich geht es darum, das Leben auf der Erde besser zu machen. Gerade jetzt natürlich mit leider diversen Kriegen auf der Welt wurde da nochmal diese strategische Dimension unterstrichen. Insofern freuen wir uns, dass mittlerweile die strategische Relevanz von der Raumfahrt auch erkannt wurde.

Sprecher 1: Wann erwartet ihr denn den ersten erfolgreichen Orbitalstart? Ende März hattet ihr euren ersten Launch, der ja erfolgreich war. Ihr seid abgehoben. Dann ist die Rakete ins Meer gestürzt. Ihr habt viel daraus gelernt. Wie geht es jetzt weiter?

Sprecher 7: Genau, beim ersten Start war unser Ziel, nicht das Launchpad in die Luft zu jagen. Das haben wir erfolgreich gemacht, da waren wir auch sehr, sehr happy darüber. Haben wahnsinnig viel gelernt, haben einige Product Upgrades gemacht. Und jetzt mit dem zweiten Flug haben wir einen Qualifikationsflug vor uns, auf dem wir auch tatsächlich schon Nutzlasten mitnehmen. Das heißt, wir sind zuversichtlich genug, dass wir es schon mit dem zweiten Flug schaffen könnten.

Sprecher 1: Was sind denn derzeit die größten technischen Hürden?

Sprecher 7: Am Schluss ist so eine Rakete ein enorm komplexes Produkt. Wir haben selbst die Bauteile im Vergleich zur etablierten Industrie um einen Faktor 30 reduziert und noch immer sind es 100.000 Bauteile. Und jedes davon wird gebraucht. Wir mögen Masse nicht so gerne, das heißt, jedes unnötige Bauteil wird ohnehin schon rausgeschmissen. Und diese 100.000 Bauteile müssen alle gemeinsam funktionieren. Und vieles davon ist tatsächlich spezifisch für eine gewisse Rakete. Und das kann man nur herausfinden, ob es tatsächlich funktioniert, wenn man es im Flug erprobt. Und deswegen sind das auch Testflüge. Das heißt, wir wollen hier auch wirklich schauen, dass wir unser eigenes System wirklich sehr gut kennenlernen, auch an die Grenzen bringen können, dass man es verbessern kann. Diese Komplexität, die spiegelt sich nachher wieder. Da geht es nicht nur um das Design einer Trägerrakete, sondern sehr, sehr stark um die Produktion. Ich traue mir auch zu sagen, dass der Aufbau einer Produktion für die Trägerrakete komplexer und noch schwieriger ist als das eigentliche Design. Da können einfach noch viel mehr Dinge schief gehen eigentlich. Das reicht manchmal, wenn ein kleiner Radius nicht 2 mm, sondern 2,2 mm sind und so ein Raketentriebwerk explodiert auf einmal. Das kann man tatsächlich nur durch große Wiederholbarkeit und bei uns natürlich durch sehr starke Automatisierung erreichen. Und letztlich sind es noch die Launch Operations. Wir müssen für jeden Start den Luftraum sperren, wir müssen die maritime Area sperren. Und auch da wiederum gehört es dazu, dass man von der Lizenzierung bis hin zu dem Lift-Off alles sauber, sowohl technisch als auch regularisch hinbekommt. Also insofern ist es einfach ein komplexes Unterfangen, so ein Satellitenzwelter zu bringen.

Sprecher 1: Komplex ja, aber auch sehr, sehr wichtig für Europa. Wir haben in Europa kein richtiges Launch-Angebot. Es gibt Ariane, aber das ist auch erstmal nicht besonders skalierbar. Die meisten Launches europäischer Satelliten gehen über SpaceX. Deswegen ist ja auch das Raketengeschäft ein bisschen zum Thema geworden im Sinne von europäischer Souveränität. Jetzt ist er ein prominenter Investor bei dieser Aerospace, auch der FC Chelsea mit Eigentümern. Und mehr der Todd Burley, ein US-Investor. Wie passt das zusammen?

Sprecher 7: Also erstmal wollen wir sicherstellen, dass unser Know-how, unser IP, unser Team auch aus Europa heraus agiert. Und wir wollen hier auch keine Abhängigkeiten haben, was einer der Gründe dafür ist, warum wir die gesamte Wertschöpfungskette komplett in-house machen. Das heißt, bei uns geht in der Fabrik das Rohmaterial rein auf der einen Seite und auf der anderen Seite kommt die komplett fertige Trägerrakete raus. Wir wissen auch, dass Weltraumangelegenheiten nicht so einfach entwickelt sind wie eine App. Auf der man irgendwo am Handy Katzenvideos schauen kann. Das heißt, da fließt auch ordentlich Kapital rein. Und da braucht man sich nichts vormachen. Amerikanische Investoren investieren heute bereits und über die letzten fünf Jahre mehr in deutsche Unternehmen als deutsche Investoren. Und gerade wenn wir in Richtung große Finanzierungsrunden schauen, fehlt in Deutschland noch immer das Kapital, das zwar grundsätzlich auf deutschen Bankkonten vorhanden wäre, aber den Weg nicht in Deep Tech Companies findet. Auf der anderen Seite natürlich machen wir uns nicht abhängig von einem einzelnen Investor. Das heißt, Todd hat bei uns einen von vielen Boardseats. Das heißt, wir schauen natürlich auch da, dass die Entscheidung letztlich immer bei uns auch beim Management liegt, beziehungsweise die wichtigen strategischen Entscheidungen auch bei uns im Management getroffen werden können.

Sprecher 1: Gibt es in den Verträgen da irgendwie so Klauseln zu, das kann Technologietransfer irgendwo anders hin? fließen darf oder so?

Sprecher 7: Da gibt es gar nichts. Ich glaube auch tatsächlich, dass es wichtig ist zu verstehen, dass nicht jeder amerikanische Investor der böse amerikanische Investor ist. Nicht jeder möchte quasi nur die Technologie aus Europa herausziehen, sondern ganz im Gegenteil. Eldridge hat bei uns investiert, um auch eine Serienproduktion unserer Trägerraketen in München, in Deutschland zu ermöglichen. Das heißt, wir sollten ehrlich gesagt dankbar sein, diversen amerikanischen Investoren, dass sie sowas überhaupt austauschend heraus machen. Denn deutsche Family Officers und deutsche Investoren sind mitunter am Ende ihrer Möglichkeiten auf finanzieller Basis. Und um ein weltweit erfolgreiches Unternehmen aufzubrauchen, braucht es nun mal Kapital.

Sprecher 1: Und gleichzeitig geht es ja aber auch darum, den Markt zu schützen. Was sind da die richtigen Maßnahmen? Ist da Protektionismus gefragt jetzt?

Sprecher 7: Ich denke, dass wir in Europa keine Abhängigkeiten haben sollten. Das heißt... Man muss immer im besten Fall die Wahl haben, ob man in der Form mit einem europäischen Anbieter ein Projekt umsetzt oder nicht. Aber das sollte im besten Fall eine Wahl sein und man sollte nicht gezwungen sein, das mit jemand anders zu machen. Denn dann hängt man eigentlich nur am Tropf des guten Willens einer anderen Person. Und genau in diesen Situationen ist man dann eben nicht her über die eigenen Dinge. Gerade wenn es um sicherheitsrelevante Themen geht, ist es meiner Meinung nach ein Risiko, dass wir niemals eingehen sollten. Das heißt, es gibt so eine gewisse Grundfähigkeit, die wir immer aus Deutschland, aus Europa heraus mit eigenen Mitteln machen können. Und da gehört auch ein frequenter Zugang zum Weltall dazu. Und ohne Zugang zum Weltall spielt man überhaupt nicht mit in der gesamten Weltraumökonomie. Auf der einen Seite ist das natürlich ein strategisch relevanter Bereich, gerade wenn es auch um militärische Anwendungen geht. Auf der anderen Seite ist natürlich der Weltraum... Eine riesengroße ökonomische Chance für Deutschland. Denn heute ist die Raumfahrt schon bei ungefähr 600 Milliarden Euro pro Jahr Umsatz. Soll laut diversen Forecasts auf ungefähr 1,8 Billionen Euro pro Jahr in den nächsten zehn Jahren ansteigen. Das ist dreimal so groß wie die Smartphone-Industrie heute. Das ist fast so groß wie der globale Automobilmarkt. Und da gibt es auch die Chance, aus Deutschland heraus mit deutschen Technologien, mit gutem deutschen Maschinenbau ein neues Standbein auch für die deutsche Wirtschaft auszubauen.

Sprecher 1: Im Moment fließt wahnsinnig viel Geld, im Prinzip der allergrößte Teil, was Launches angeht, direkt an SpaceX. Mit Starlink ist auch die Kommunikationskonstellation fest in der Hand von SpaceX. Kann man aus so einer Abhängigkeit überhaupt noch gut rauskommen?

Sprecher 7: Ich bin der Allerletzte, der bei sowas aufgibt. Und wenn man von vornherein schon das Handtuch wirft, dann braucht man es auch gar nicht erst probieren. Ich denke, es gibt nur eine einzige Möglichkeit und das heißt einfach mal machen. Technologisch können wir das. Die Frage ist, ob auch der politische Willen da ist. Ich glaube auch mit der Ankündigung von Boris Pistorius, dass man ordentlich Kapital aus der deutschen Bundesregierung heraus in souveräne Systeme investiert, ist absolut der richtige Schritt. Und genau über solche Elemente kann man natürlich auch die eigene Wirtschaft stärken und wirklich aufbauen. Man darf nicht vergessen, SpaceX ist 2002 gegründet worden. In der breiten Bevölkerung kennen wir SpaceX seit vielleicht drei, vier Jahren. Am Ende scheint es wie so ein Overnight-Success, der aber letztlich dann knapp 25 Jahre in the making war. Und da braucht man sich nichts vormachen, dass man mit einem fünf Jahre alten Unternehmen nicht von heute auf morgen mit einem... Industriegiganten, der seit fast 25 Jahren unterwegs ist, konkurrieren kann. Ich glaube sehr wohl, dass wir die Talente haben. Ich glaube, dass wir das Know-how und die industriellen Fähigkeiten haben, ganz vorne mitzuspielen. Man muss sich aber auch dazu committen, diese Fähigkeiten tatsächlich strategisch aufzubauen.

Sprecher 1: Diese Aerospace und SpaceX. Haben ja unterschiedliche Ansätze. Ihr setzt eher darauf, sehr günstig produzieren zu können, SpaceX auch wiederverwendbarkeit. Warum habt ihr euch für den Ansatz der günstigen Herstellung entschieden? Du hast mal gesagt, ihr könnt mit 400 Mitarbeitern alle zwei Wochen eine Rakete bauen. Ist das haltbar?

Sprecher 7: Wir können mit 400 Mitarbeitern nicht alle zwei Wochen schon heute jetzt eine Rakete bauen. Wir können zum Beispiel Raketentriebwerke in Serie produzieren bereits. Wiederverwendbarkeit und Serienproduktion schließen sich gegenseitig nicht aus. Die Frage ist oftmals, was macht man zuerst? Und wir haben uns zuerst für die Serienproduktion... entschieden, denn Wiederverwendbarkeit ist ein zusätzliches Element auf einer Rakete, das man auch später noch dazufügen kann, während die Serienproduktionsfähigkeit von Grund auf in das Produkt mit einig sein werden muss. Das heißt, wenn ich zuerst mit Wiederverwendbarkeit anfange, muss ich später trotzdem nochmal an das Drawing Board zurückgehen und das Design der Rakete anpassen, dass ich es in großer Stückzahl produzieren kann. Und wir haben deswegen auch damit begonnen.

Sprecher 1: Bislang hat Europa, speziell eben die ESA, sehr stark Ariane Space gefördert. Nun sind es... In 2025 wurden ja fünf Unternehmen in die European Launcher Challenge ausgewählt. Ihr seid eines davon. Ist das ein Tropfen auf den heißen Stein oder ist das wirklich aus deiner Sicht die Erkenntnis, dass Ariane alleine es nicht reißen kann?

Sprecher 7: Die Frage ist, ob man die europäische Sicherheit gesamtheitlich... In den Händen eines einzigen Unternehmens legen möchte. Und da würde ich jetzt als Bürger sagen, das wäre schon schön, wenn man hier eine oder eine andere Alternative dazu hätte. Auf die man im Schadensfall zurückgreifen kann. Ich glaube, dass es in den europäischen Regierungen als auch in den Weltraumbehörden erkannt wurde, dass Wettbewerb gesund ist und dass man nicht immer nur politisch gesehen einen Champion küren muss, der im Prinzip sozusagen alles vom Tisch wegnimmt, sondern dass ein gesundes unter Wettbewerb auch sehr, sehr gesund für den Markt ist und auch die Innovationsfähigkeit. Und was wir die letzten 20 Jahre gesehen haben, ist, es gab keine Alternative. Das heißt, es gab auch keinen Druck, nachdem auch alles staatlich finanziert wurde, überhaupt innovative Produkte zu machen oder auch günstige Produkte zu machen. Ganz im Gegenteil, über klassische Cost-Plus-Aufträge war man dazu aufgerufen, möglichst teuer zu sein. Denn man hat im Prinzip die Kosten aufgerufen, durfte einen ungefähr 10% Profit draufschlagen und das war der Gewinn. Wenn ich jetzt 4 Milliarden Kosten habe, mache ich sozusagen 400 Millionen Euro Gewinn. Wenn ich aber 6 Milliarden Kosten habe, mache ich 600 Millionen Euro Gewinn. Das heißt, es gab sogar einen Anreiz, langsam und teuer zu sein und das Ganze durch Steuergeld finanziert.

Sprecher 1: Es gab es gegenüber der ESA auch schon Kritik, die tatsächlich ein bisschen in die andere Richtung geht. Wenn man sagt, okay, jetzt haben wir fünf, die wir in die Launcher Challenge aufnehmen, wäre es nicht sinnvoller, das Geld auf ein bis zwei Alternativen auszugeben?

Sprecher 7: Ich denke, man sollte so viele Möglichkeiten wie möglich haben. Und nur weil man... Einem Unternehmen viel Geld gibt, heißt das noch lange nicht, dass es es tatsächlich schafft, einen erfolgreichen Raketenstart hinzulegen bzw. Ein erfolgreiches Raketenunternehmen aufzubauen. Es gehört ja sehr viel mehr dazu, als nur einen Start erfolgreichen Orbit zu machen. Es geht darum, ein eigenständiges Unternehmen aufzubauen, das profitabel ist und das weltweit konkurrenzfähig ist. Und in dem Fall macht das natürlich Sinn auf einer Agency-Ebene, dass man... das Ganze auf mehrere Unternehmen verteilt und sich anschaut, wie sind die Erfolge dieser einzelnen Unternehmen und mit Erreichen von gewissen Meilensteinen wird mehr Kapital auch freigeschalten. Man muss ja nicht von Anfang an jedem Unternehmen das volle Kapital und Budget zur Verfügung stellen, sondern das sollen sich die Unternehmen auch sozusagen erarbeiten. Und dann kann man auch sicherstellen, dass am Schluss die Besten, die übrig bleiben, auch tatsächlich finanziert werden.

Sprecher 1: Rocket Factory Augsburg zum Beispiel ist ja auch relativ gut finanziert. Es gibt noch High Impulse, Allbacks, andere Anbieter. Was glaubst du, wie viele langfristig im Markt Bestand haben können?

Sprecher 7: Ich denke, es kann jeder Bestand haben, der es schafft, einen guten Business Case aufzubauen. Und der entsteht nicht nur in dem Engineering, sondern eben auch in der Produktion bzw. In der Serienproduktion. Bisher sehe ich diese Aerospace als den einzigen Kandidaten außerhalb der USA auf einer globalen Skala, die wirklich automatisiert Trägerraketen produzieren können. Und diese Produktionsfähigkeit wird unserer Meinung nach das größte Delta machen. Dann ist es auch mitunter eines der schwierigsten Elemente, wenn man ein erfolgreiches Raketenunternehmen aufbaut.

Sprecher 1: Entstehen eigentlich auch genug Launchpads, weil es geht ja nicht nur um die Rakete, es geht ja auch darum, von wo kann sie abheben und dazu braucht es ja auch eine ganze Menge.

Sprecher 7: So ist es. Und die Launchpads sind immer sehr spezifisch auf eine Rakete, denn sowohl die Hardware als auch die Software muss eins zu eins mit der Rakete interagieren. Deswegen entwickeln auch die Raketenunternehmen nicht nur die Rakete, sondern auch meist das Launchpad. Interessanterweise haben wir jetzt seit Anfang des Jahres von ungefähr zwei Dutzend Ländern die Anfragen bekommen, ob wir auch nicht deren nationale Raumfahrt- und Space-Launch-Infrastruktur aufbauen können. Denn bei Aerospace haben wir diese gesamte Wertschöpfungskette von Launchpad-Design, Aufbau, die Operations davon, genauso wie auf der Serienproduktion nachher auf den Raketen. Das ist spannend zu sehen, denn mehr und mehr Länder denken darüber nach, ihren eigenen Zugang zum Weltall sicherzustellen, weil sie eben auch hier keine Abhängigkeiten haben wollen.

Sprecher 1: Du hast mal gesagt, wir jammern in Deutschland zu oft. Was muss sich denn in der deutschen Raumfahrtpolitik ändern, so ein bisschen mit Blick auf... Nach vorne brauchen wir sowas wie das US-amerikanische Space Force Budget. Mittlerweile fließt ja ein bisschen Geld, aber reicht das schon?

Sprecher 7: Bisher ist die Raumfahrt insgesamt sehr stiefmütterlich behandelt worden, noch nicht als strategischer Wirtschaftsraum gesehen worden. Ich glaube, das hat sich mittlerweile geändert. Was man aber nicht erwarten kann, ist, dass man mit einem Kreisliga-Budget in der Bundesliga spielen kann. Geschweige denn Champions League gewinnen kann. Was wir wollen und was unser Ziel sein sollte, ehrlich gesagt, ist die Champions League gewinnen. Niemand tritt an mit der Champions League mit dem Ziel, Siebter zu werden. Zumindest ist es nicht unser Anspruch, sondern wir wollen die weltweit Besten werden. Und entsprechend braucht das natürlich Kapital. Die Rolle des Staates in dem Fall. ist die eines Kunden. Denn der Staat hat einen eigenen Nutzen im Weltall. Da soll es nicht um Förderungen gehen, sondern da soll es darum gehen, tatsächlich den Service von Raumfahrtunternehmen einzukaufen. Und das kann auf einem Raketenstart sein, das kann bei einer Satellitenkonstellation sein, das kann am Ende der Wertschöpfungskette sein. Rein datengetrieben sein. Aber am Ende, was eine Bundesregierung, zum Beispiel auch eine Bundeswehr interessiert, ist es tatsächlich Zugang zu relevanten Daten zu haben. Und das können deutsche, europäische Unternehmen liefern. Und da schafft man es auch tatsächlich, die richtigen Unternehmen hochzuziehen, denn Es sollen ja eigentlich die Produkte gekauft werden und nicht nur so nach dem Motto Spray and Pray mit der Gießkanne einfach Unternehmen gefördert werden, die aber eigentlich gar kein gutes Produkt haben. Das sollte nicht das Ziel sein. So war es in der Vergangenheit. Going forward, denke ich, sollte es so sein, dass einfach gute Produkte auch von Regierungen eingekauft werden. Genauso wie von Space Agencies.

Sprecher 1: In den USA, das ja toll funktioniert. SpaceX profitiert ja massiv von der NASA, profitiert massiv auch von Aufträgen vom Pentagon. Das sind ja nochmal wirklich komplett andere Größenordnungen, als wir es jetzt haben. Glaubst du, wir kommen irgendwann dahin, dass auch in Europa genug Budget für sowas vorhanden ist?

Sprecher 7: Ich hoffe es. SpaceX hat schätzungsweise mehrere zig Milliarden an Aufträgen durch die amerikanische Regierung über die Jahre bekommen. Ich denke auf jeden Fall, dass die Wichtigkeit und aber eben auch die ökonomische Chance aus Europa heraus mindestens genauso groß ist, dass wir hier weltweit eine führende Rolle spielen können. Wie gesagt, unser Ziel ist es nicht, ein Raumfahrtunternehmen aufzubauen, das mal einen One-Trick-Pony macht, sprich, dass man mal einen schönen Trick abliefern kann, sondern dass wir wirklich ein in sich selbstständig erfolgreiches, auf eigenen... Beinen stehendes Unternehmen aufbauen können. Aber ich glaube, wenn jetzt auch hier von der Regierungsseite richtig beschafft wird, indem man auch mal sich traut, Dinge etwas neu zu machen und neu zu denken, dann haben wir eine große Chance in Deutschland.

Sprecher 1: Du hast davon gesprochen, international wettbewerbsfähig zu sein. Da heißt es ja auch, international dann zu agieren. Auf der anderen Seite wird der militärische Bereich immer wichtiger. Würdet ihr auch militärische Aufträge, die halt von außerhalb der EU kommen, annehmen?

Sprecher 7: Das kommt natürlich immer auf das Land drauf an. Die NATO ist ein Shareholder bei uns. Das heißt, wir haben da natürlich immer einen gewissen Bias. Aber ich denke, dass wir offen sind für Deutschland, für die EU, für die NATO und alliierte Partner.

Sprecher 1: Nach dem Ukraine-Krieg sind ja die ganzen Suyuz-Launches in Europa weggefallen, die ja vorher auch wirklich sehr, sehr stark genutzt wurden. Könnt ihr davon noch profitieren oder sind die alle mittlerweile schon bei SpaceX gelandet?

Sprecher 7: Das Interessante ist ja, dass selbst SpaceX über die nächsten zwei Jahre ausverkauft ist. Das heißt... Egal wie man im Moment weltweit um einen Raketenstart bittet, wird man maximal vertröstet. Genauso bei Isarospace mit der heutigen Produktionskapazität sind wir bereits die nächsten vier Jahre ausverkauft. Das heißt, auch hier müssen wir neues Kapital investieren, dass wir schneller wachsen können, als wir ursprünglich geplant hatten, um wirklich der Nachfrage überhaupt nachzukommen. Aber der Markt auf der Satellitenseite wächst deutlich schneller, als die Raketenunternehmen tatsächlich Launch Services anbieten können.

Sprecher 1: Wo sind denn gerade die größten Aufträge?

Sprecher 7: Die sind tatsächlich meist Satellitenkonstellationen unterschiedlicher Größe. Manchmal sind es fünf Satelliten, manchmal sind es 500 Satelliten. Das Interessante an einer Satellitenkonstellation ist, dass jede sogenannte Orbit-Ebene mit einem separaten Raketenstart gemacht werden muss. Denn ansonsten fliegen, wenn man zum Beispiel 50 Satelliten auf einer großen Rakete mitfliegen würde, würden diese 50 Satelliten wie ein Klotz um die Erde fliegen und nicht gleichmäßig verteilt werden. Da kommt wiederum genau die Stärke unseres Unternehmens ins Spiel, dass wir eine Rakete haben, die flexibel und kostengünstig einzelne Orbit-Ebenen auch aussetzen kann, um solche Satellitenkonstellationen aus kleinen Satelliten aufzubauen. Und entsprechend der Anwendungen sehen wir hier natürlich auch wiederum seit Januar diesen Jahres einen starken Shift hin zu Defense applications. Das heißt, das sind sicherlich auch oftmals einfach Dual-Use-Technologien, die einen Start auf einen Beitrag eines Verteidigungsministeriums bekommen haben, die aber künftig eins zu eins vermutlich mit ihren Daten genauso in die kommerziellen Anwendungen gehen können. Als kleines Beispiel hier, wenn man einen Infrarotsensor hat auf einem Satelliten, dann kann man damit den Start einer interkontinentalen ballistischen Rakete entdecken. Das heißt, man kann ein Frühwarnsystem militärisch aufbauen. Der exakt selbe Satellit kann aber auch einem Landwirt sagen, wann ist der perfekte Zeitpunkt, ein Weizenfeld zu ernten und wo muss ich wie viel Wasser hinmachen. Das heißt, allein durch die Technik schon alleine ist es per Definition ein Dual-Use-Gut und kann sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich einen enormen Vorteil bringen.

Sprecher 1: Du hast gerade gesagt, er ist seit vier Jahren ausgebucht. Kannst du dann ein Auftragsvolumen zu sagen?

Sprecher 7: Wir sind jetzt gerade in Diskussionen mit sowohl Space Agencies als auch diversen Ministerien, die jetzige Produktionskapazität nochmal deutlich zu erhöhen. Und das Ganze zu beschleunigen, das hängt aber am Ende auch rein vom Investment ab, das wir bekommen können, um schneller diese Trägerraketen zu produzieren. Technologisch können wir es. Das heißt jetzt rein eine Frage des Kapitals, wie schnell kann man diesen Ramp-Up machen.

Sprecher 1: Und wo kommt das Kapital her? Kommt das von Agencies? Kommt das vom Militär? Oder kommt das auch nochmal vom privaten Investor?

Sprecher 7: Das ist noch offen. Vermutlich ist es eine Kombination aus allem. Am Ende des Hages. Und was für uns letztlich wichtig ist, ist, dass es möglichst schnell passiert. Denn wenn Deutschland auch 2029 kriegstüchtig sein möchte, heißt das, dass eine Satellitenkonstellation 2028 spätestens im Orbit sein muss. Denn das muss man ja auch ein bisschen erproben. Das heißt, man muss 2027 die Trägerraketen und die Satelliten produzieren. Das heißt, man muss spätestens 2026 bzw. 2025 mit dem Aufbau dieser Produktionsanlagen beginnen. Und das ist quasi heute.

Sprecher 1: Und wenn du nochmal aufs Unternehmen blickst, wie wird sich das weiterentwickeln? Strebt ihr irgendwann mal einen Börsengang an oder weiter privat finanziert?

Sprecher 7: Ich denke, dass wir im Moment sehr gut finanziert sind über private Kapitalgeber. Ich glaube auch, dass die Börsenmärkte noch nicht bereit sind für Space Stocks, weil man es oftmals schwer einsortieren kann. Viele Privatpersonen oder auch institutionelle Investoren können die Raumfahrttechnologie noch nicht so sehr einschätzen, dass ich mich da an der Börse wohlfühlen würde. Insofern werden wir auf jeden Fall die nächsten Jahre noch ein privates Unternehmen bleiben.

Sprecher 1: Und von der Rakete her, ihr seid jetzt ja Small und Medium Lift, also nicht die ganz großen Raketen. Steht das bei euch auch auf dem Plan, mal eine größere Rakete zu haben?

Sprecher 7: Wir haben mittlerweile sehr, sehr viel Inbound seitens des Marktes, ob wir denn nicht auch eine große Trägerrakete bauen können. Wir wollen erst mit der kleinen Rakete in den Raum. Orbit kommen, bevor wir das lostreten. Aber ich denke sicherlich, dass das eine große Chance für uns ist, a, unseren Markt zu vergrößern, b, natürlich das gesamte Unternehmen deutlich größer zu machen.

Sprecher 1: Und dann nochmal eine Frage zum Thema Skalierung. Wichtig ist, glaube ich, auch einfach viel das richtige Personal zu finden. Findet man das in Deutschland, in Europa?

Sprecher 7: Ich traue mich zu sagen, dass München wahrscheinlich einer der besten Standorte weltweit ist. Auf jeden Fall in den Top 3 weltweit, um so ein DeepTech-Raumfahrtunternehmen aufzubauen. Wir haben wahnsinnig viele kluge Köpfe. Wir haben die Möglichkeit, auch... Außerhalb von Deutschland die Talente nach München zu holen. München ist eine super attraktive Stadt. Gleichzeitig haben wir natürlich auch unsere Test-Sites, zum Beispiel in Schweden, beziehungsweise unsere Launch-Site in Norwegen. Da werden auch künftig noch andere Launch-Sites mit dazukommen. Das heißt, wir werden wahrscheinlich vor oder später ohnehin ein sehr global agierendes Unternehmen werden. Wir haben aber den Zugang zu den Talenten. Ich denke, dass da wiederum eine extrem große Chance für Deutschland, für Europa da ist, dass man sowohl die Technologie als auch das Know-how und die Talente hat. Jetzt muss man was draus machen.

Sprecher 1: Prima, das ist eine schöne Schlussfahrt. Daniel, ganz, ganz herzlichen Dank für das Gespräch.

Sprecher 7: Danke dir, Alex.

Sprecher 4: Why choose this as our goal? And they may well ask, why climb the highest mountain? Why, 35 years ago, fly the Atlantic? Why does Rice play Texas? We choose to go to the moon. We choose to go to the moon. We choose to go to the moon in this decade and do the other things. Not because they are easy, but because they are hard. Because that goal will serve to organize and measure the best of our energies and skills. Because that challenge is one that we're willing to accept. One we are unwilling to postpone. And one we intend to win. And the others too.

Sprecher 3: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.