Was bringt der Autogipfel?
Die deutsche Autoindustrie und ihre Zulieferer stehen massiv unter Druck: Allein 2024 wurden 50.000 Jobs in der Branche abgebaut.
Arndt G. Kirchhoff, VDA-Vizepräsident und Chef der Kirchhoff-Gruppe, fordert Technologieoffenheit statt starrer Grenzwerte. Das 2035-Ziel für null CO2-Emissionen bei Neuzulassungen hält er für unrealistisch, weil Verbraucher noch nicht mitziehen. Kirchhoff setzt auf Range Extender – kleine Generatoren, die Batterien laden und nur etwa einen Liter pro 100 Kilometer verbrauchen.
Der Schlüssel zur Mobilitätswende liegt laut Kirchhoff in der Infrastruktur. „Wenn die Politik Ziele setzt, dann muss sie auch dafür sorgen, dass die Infrastruktur mitwächst."
[01:04]
Gitta Connemann, Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, fordert strukturelle Reformen statt kurzfristiger Maßnahmen. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kostet Deutschland 82 Milliarden Euro jährlich – Rekordniveau. Sie will die telefonische Krankschreibung abschaffen, da Deutschland im europäischen Vergleich zu großzügig ist. Zusätzlich bringt sie einen Verzicht auf arbeitsfreie kirchliche Feiertage ins Gespräch.
[20:31]
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wird innerhalb der Regierung kontrovers wahrgenommen. Sie hält an den Klimazielen 2045 fest, setzt aber auf Technologieoffenheit und will die Fördersätze für Wärmepumpen senken. Ihre Gaskraftwerkstrategie sieht vor, dass neue Anlagen nicht zwingend wasserstofffähig sein müssen – ein Reizthema für die Grünen und Verunsicherung für Investoren in der Wasserstoffwirtschaft. Mit Unterstützung von Friedrich Merz vertritt sie eine harte angebotsorientierte Wirtschaftspolitik.
[15:06]
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Ein Krisengipfel im Kanzleramt, das will die Koalition so natürlich nicht stehen lassen. Nein, es ist einfach ein Koalitionsausschuss an diesem Mittwochabend. Union und SPD treffen sich, um Verschiedenes zu besprechen, unter anderem den Plan zur Rettung der Autoindustrie, bevor dann am Donnerstag der große Gipfel zum Auto im Kanzleramt stattfindet.
Sprecher 3: Und einer ist immer auch mit am Tisch, nämlich der Verband der deutschen Automobilindustrie. Wir sprechen heute mal mit dem Vizepräsidenten, einem der größten Autozulieferer in Deutschland, Armin Kirchhoff, der CEO und Gründer der Autozulieferergruppe Kirchhoff.
Sprecher 2: Außerdem zu Gast ist Gitter Connemann, die Mittelstandsbeauftragte beim Bundeswirtschaftsministerium. Sie wird uns sagen, wie der Mittelstand das Rückgrat unserer Wirtschaft unterstützt werden soll bzw. Muss.
Sprecher 3: Es ist Mittwoch, der 8. Oktober. Legen wir los.
Sprecher 4: Berlin. Die Bundesregierung berät über weitere Entlastungen für die Wirtschaft und hat dafür einen Ausschuss gebildet.
Sprecher 5: Schluss mit Schneckentempo in Berlin und Brüssel. Jetzt wirksame Entlastungen und Reformen voranbringen, damit die Chemie- und Pharmaindustrie wettbewerbsfähig bleibt.
Sprecher 2: Um 17 Uhr kommen sie im Kanzleramt zusammen. Die drei Parteien, so muss man es ja sagen, SPD, CDU und CSU. Die CSU nicht zu vergessen, sie hat ja durchaus ihre eigene Meinung und bringt sie auch aktiv ein in diese Koalition, die, ja, in welchem Zustand eigentlich ist. Ich würde sagen, die Aufgaben bleiben weiterhin groß.
Sprecher 3: Hier ist die Tagesordnung für Sie, liebe Zuhörer und Zuhörer. Es geht um die Infrastrukturfinanzierung des Patrick Schneider, dem es übrigens ein bisschen besser gehen soll. Er hatte ja vergangene Woche einen kleinen Kreislaufkollaps erlitten. Es geht natürlich um weitere Absenkung der Energiestrompreise oder der Energiekosten für die Unternehmen. Es geht ums Bürgergeld und die Aktivrente, so viel der offizielle Plan. Aber in Wahrheit geht es um den Rettungsplan für die deutsche Wirtschaft.
Sprecher 2: Und natürlich geht es auch um Arbeitsplätze. Allein im vergangenen Jahr wurden 50.000 in Deutschland abgebaut.
Sprecher 3: Ja, insgesamt hat die Industrie ein echtes Problem. Zum 30. Juni vielleicht hier noch eine Zahl waren 5,4 Millionen Menschen in der deutschen Industrie beschäftigt, 114.000 weniger als vor einem Jahr. Innerhalb von einem Jahr, innerhalb von zwölf Monaten wurden 2,1 Prozent der Jobs gestrichen. Ist eben das Thema. Diese Koalition will jetzt einen Industrierettungsplan schmieden und der sieht zweierlei vor. Erstens, Frau von der Leyen, die bei manch einem Christdemokraten in der Regierung als Grüne bezeichnet wird, soll die flotten Grenzwerte für die Automobilindustrie entschärfen. Also die Automobilhersteller sollen weniger grüne Autos anbieten müssen. Im Schnitt, also zum Beispiel, soll es auch eine weitere Förderung durchaus für den Hybridmotor geben, also die Kombination von Verbrenner und Elektro. Also weniger Auflagen für die Autoindustrie. Das ist auch Konsens übrigens in der Union mit der SPD. Da muss sich Frau von der Leyen bewegen.
Sprecher 2: Ursula von der Leyen. Eine Kommissionspräsidentin der CDU ist nun in der Kritik. Und die Frage ist, wie man das alles nun zusammenkriegt. Denn nicht erst seit Ursula von der Leyen, sondern schon in den Jahren davor, war die europäische Politik sehr, sehr stark von Deutschland dominiert und beeinflusst. Wendet man sich jetzt auch gegen den Kurs, den man selber mitgeprägt hat?
Sprecher 3: Ja, offiziell gilt noch ab 2035 keine neuen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen. Das wäre die bisherige Position. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dabei bleibt. Dafür ist der Widerstand zu groß. Und das zweite Thema, wo sich die Koalition auch einig ist, ist, man will für einen bestimmten Teil der Unternehmen in Deutschland Wie ich gestern gehört habe, sind ungefähr 800 Unternehmen betroffen, die weder von den Energiepreissenkungen bisher profitieren noch ausgenommen sind. Bei den energieintensiven Industrien will man noch eine gezielte Strompreissubvention einbauen in das ohnehin schon große Geflecht der Subventionen, um da eine Art Industriestrompreis-Leit einzuführen. 800 mittelständische Unternehmen sind da betroffen, die weder in die eine Kategorie fallen noch in die andere. Diese beiden Maßnahmen werden an diesem Mittwochabend also sicherlich konsentiert.
Sprecher 2: genauer anschauen, ob dieses Paket ausreicht, um die Autobauer und die Zulieferer zufriedenzustellen, aus der Krise zu führen, ihnen zumindest dabei zu helfen. Und wir fragen einen, der es wissen muss, nämlich Arndt Kirchhoff ist bei uns. Er ist der Vize des VDA. Und Chef der Kirchhoff-Gruppe mit einem Umsatz von 3,2 Milliarden Euro im Jahr. Also man kann doch noch mit Autos Geld verdienen. Das belegt zumindest diese Summe und hier ist er auch schon.
Sprecher 3: Einen schönen guten Tag, Herr Kirchhoff.
Sprecher 6: Guten Tag, Herr Bröcker.
Sprecher 3: Herr Kirchhoff, so wie als Automobilzulieferer, wie viel Verbrenner braucht die Autoindustrie noch?
Sprecher 6: Also die Autoindustrie möchte keine Verbrenner im herkömmlichen Sinn mehr haben, sondern was sie möchte, ist Technologieoffenheit. Das hören wir so oft, was ist das? Damit wir sogenannte Range Extender, das sind kleine Verbrenner, ich nenne sie lieber Generatoren, die aber nicht Auto fahren können, sondern die die Batterien laden, sodass das Auto dann eine Reichweitenverlängerung bekommt. Der Verbrauch, der liegt so bei ungefähr einem Liter auf 100 Kilometer. Es wäre ein riesiger Beitrag.
Sprecher 3: Es wäre weniger als ein Vespa-Roller.
Sprecher 6: Heute schon, jawohl, so ist das.
Sprecher 3: Und das würde der deutschen Automobilindustrie massiv das Geschäft retten?
Sprecher 6: Die Grenze ist der Verbraucher. Wenn der Verbraucher nicht will und der Verbraucher will noch nicht so, wie Politik sich wünscht, auch noch nicht so, wie wir uns als Autohersteller und Zulieferer wünschen würden, dann muss man fragen, warum will der das nicht?
Sprecher 3: Sie wünschen sich Elektromobilität in Deutschland, Sie als Autounternehmer.
Sprecher 6: Elektromobilität. Es ist die beste Art, Auto zu fahren, die sauberste Art, Auto zu fahren. Am Ende auch die effizienteste Art und die kostengünstigste Art. Denn sie brauchen praktisch nicht mehr in die Werkstatt. Sie haben keinen Ölwechsel mehr nötig, Sie haben die Verschleißseite eines Verbrennungsmotors nicht gelegt. Die teuren Reifenwechsel muss ich noch machen. Reifen und Bremsbeläge, wenn Sie zu wild bremsen. Voraussetzung ist natürlich, wir sollten das mit grünem Strom betreiben, was wir noch nicht tun. Voraussetzung ist, dass der Verbraucher es macht, weil er zum Beispiel ausreichend Lademöglichkeiten hat. Das ist heute noch nicht der Fall. Und Voraussetzung ist auch, dass er natürlich von mir aus in den Urlaub fahren kann. Das macht er vielleicht nur ein, zweimal im Jahr. Aber wenn er das Gefühl hat, Er kommt nur 300, 400, 500 Kilometer weit. Kann es sein, dass er sagt, ich will noch nicht elektrisch fahren, weil ich möchte einmal im Jahr in Urlaub fahren. Also muss ich ihm ermöglichen, dass er auch tausend und mehr Kilometer fahren kann. Das zweite ist der Preis. Wenn Sie in der Region zu Hause laden können oder gar sogar mit eigen erzeugtem Strom über PV-Anlagen, ist der Strom günstig und dann ist das ein echtes Business, ein elektrisches Auto zu fahren. Und dann freuen Sie sich jedes Mal, wie günstig doch Ihr Strom ist im Vergleich zu normalem Sprit. Wenn Sie aber in einer Großstadt sind, wie zum Beispiel in Berlin, und Sie sehen dort 80 Cent pro Kilowattstunde, dann ist ganz leicht zu rechnen, dass es billiger ist mit normalem Diesel oder Sprit.
Sprecher 3: Also dann ganz konkret, den Range Extender habe ich verstanden. Was verlangen Sie als Familienunternehmer, der ja nach der Maxime lebt, so viel? Markt wie möglich, so viel Staat wie nötig. Was kann ganz konkret die Politik jetzt an diesem Mittwoch tun, bevor sie sich zum Autogipfel trifft?
Sprecher 6: Also die Politik hat da schon angefangen zu tun. Frau von der Leyen hat auf europäischer Ebene schon drei Autodialoge gemacht, die letzten vor zwei Wochen während der IAA. In Deutschland mit der neuen Regierung wird jetzt ein erster Autodialog gemacht auf Einladung des Kanzlers am Donnerstag. Dort stehen diese Punkte auf der Tagesordnung. Also die Frage des Range Extenders, auch die Frage des Hochlaufs, der Begleitung, der Grenzwerte, einschließlich der eventuellen Strafzahlungen.
Sprecher 3: Die ja schon mehr oder weniger abgeräumt sind.
Sprecher 6: Ja, die sind nicht abgeräumt, die sind verschoben. Eins muss klar sein, wenn die Politik Ziele aussetzt, dann muss sie auch dafür sorgen, dass die Infrastruktur, denn die Infrastruktur, die wird weder der Bürger noch der Unternehmer bezahlen, dann muss sie dafür sorgen, dass die Infrastruktur auch mitwächst.
Sprecher 3: Machen wir es aber ganz kurz konkret. Die Flottengrenzwerte der EU schreiben vor, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neuzulassungen bei Null liegen muss. Ab 2035. Das sagen Sie ist nicht realistisch und verlangen anstatt dessen was?
Sprecher 6: Unsere Einstellung der Autoindustrie, aber auch der deutschen Industrie insgesamt, die Emissionen erzeugt, ist, dass wir spätestens 2045, und dem haben wir auch zugestimmt, Klimaneutralität erreicht haben. Weil das ist der Green Deal. Im Pariser Abkommen bräuchten wir erst 2050. Also die Welt hat 2050, sie kommitiert China sogar erst 2060. Aber der Greenie sagt 45. Das 35er Ziel ist eins, wo man heute eigentlich schon sehen kann, naja, das führt dann wieder dazu, dass irgendein Verbraucher sagt, das mache ich nicht, das ist für mich noch kein... Business Case oder dass Firmen vielleicht auch noch nicht investieren. Denn ich frage mich, wo sind zum Beispiel die synthetischen Kraftstoffe, die sogenannten E-Fuels, wo sind die Hersteller, die das machen? Die werden das erst machen, wenn sie einen Markt sehen. Die werden das erst machen, wenn sie eine Chance sehen, die Investitionen, die sie tätigen in Anlagen, die das herstellen, die sehen ja so ein bisschen aus wie Raffinerien, wenn sie da auch die Investitionen wieder zurückkriegen. Denn wir werden dann sonst das nicht erreichen.
Sprecher 3: Also die einfachste Lösung wäre aus Ihrer Sicht von 2035 auf 2045 zu gehen.
Sprecher 6: Naja, ich sage ja nicht, dass man dann wieder auf ein Datum gehen soll. Ich würde den Hochlauf gerne parallel sehen zu dem Hochlauf des Bedarfs, also der Kunden. Und je nachdem, wie schnell wir den Kunden motivieren, umzusteigen.
Sprecher 3: Aber das muss ich ja trotzdem irgendwie schätzen. Und ich muss ja mit Zielen irgendwie arbeiten. Ich weiß ja nicht, wie die Kunden reagieren werden.
Sprecher 6: Schätzen ist ja nicht verkehrt. Aber Strafzahlungen auszuloben dann, in Milliardenhöhe, dann belastet man ausgerechnet die Industrie, die dafür sorgt, dass dieser Mobilitätswandel überhaupt stattfindet. Weil die Infrastrukturvoraussetzung nicht erfüllt ist. Denn eins wird, glaube ich, die Autoindustrie und die Zulieferer nicht tun. Die werden nicht anfangen, auch noch ihren eigenen Sprit zu produzieren.
Sprecher 3: Zehntausende Jobs gehen gerade verloren pro Monat in der deutschen Industrie, im Automobilbau 50.000 in nur einem Jahr. Wie sieht es eigentlich bei Ihnen in der Kirchhoff-Gruppe aus?
Sprecher 6: Also wir haben eine globale Aufstellung, wo wir keine Personalanpassung machen müssen. Wir haben die unmerklich schon etwas früher getan, sodass wir unser Personal eigentlich immer einigermaßen beschäftigen konnten. Was wir allerdings auch haben, das hängt zusammen mit dem Nicht-Erreichen von politischen Zielen. Wir haben auch Investitionen, die nicht entsprechend ausgelastet sind. Dort könnten auch noch Leute Arbeit finden. Wir haben ja im Augenblick zwei Typen von Anlagen. Eine für die alte Mobilität, eine für die neue Mobilität. In Zukunft brauchen wir wieder noch eine Anlage, nämlich für die neue Mobilität. Im Moment fahren wir da parallele Welten, das macht jeder Zulieferer. Und das führt dann dazu, dass sie eben nicht so ganz sicher sein können bei dem Verbraucherverhalten. Wann können sie eigentlich die alte Anlage abstellen? Wir müssen beide betreiben, wir brauchen Personal, aber wir sehen natürlich auch, dass das tendenziell dann weniger wird. Das hat aber nicht nur was zu tun mit dem Hochlauf der Elektromobilität, sondern das hat auch was damit zu tun mit der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschlands. Denn in Summe fertigen wir weltweit nicht weniger Autos, wir fertigen sie nur nicht mehr so in Deutschland. Wie viele Mitarbeiter haben Sie in Weidenfeld? Mein Unternehmen fertigt die wesentlichen Teile im Ausland und nicht mehr in Deutschland. Wir haben ungefähr 14.000 Mitarbeiter.
Sprecher 3: Davon in Deutschland?
Sprecher 6: Keine 2000.
Sprecher 3: Wenn ihr berühmter sauerländischer Nachbar siehst, Jetzt so hört, wird er Ihnen doch wahrscheinlich zustimmen, oder?
Sprecher 6: Der kennt das ganz gut, weil in dieser Region, im Sauerland, da haben wir ganz viele Weltmarktführer, die meisten in Deutschland im Übrigen, kennt die Familienunternehmerinnen und Unternehmer und weiß genau, wie die ticken. Und wir haben so 95 Prozent sind Familienunternehmen. Also das sind die, die wirklich nicht weglaufen, sondern die für den Standort Deutschland brennen. Aber die werden ungeduldiger. Die werden ungeduldig, ja, da ist auch kein Wunder.
Sprecher 3: Auch enttäuscht davon Ihrem Kanzler Friedrich Merz?
Sprecher 6: Ich will nicht sagen enttäuscht, weil wir alle... Akzeptieren und haben das ja gesehen, dass er im Gegensatz zur vorgehenden Regierung als erstes Mal unser Verhältnis zum Ausland, zu den unmittelbaren Nachbarn, aber auch in der Welt wieder, ja ich sag mal, auf ein normales Maß gestellt hat. Jetzt muss er erstmal anfangen und muss erstmal zeigen, Deutschland ist wieder da, Deutschland ist auch wieder in Brüssel. Das hat er gemacht und ich glaube, das hat er sehr gut gemacht. Jetzt, und das besprechen wir jeden Tag, reden wir dann über den Herbst der Reformen oder über, dass jetzt mal Tempo gemacht werden muss. Die Liste ist immer die gleiche und wir müssen jetzt ins Machen kommen. Das höre ich jeden Tag.
Sprecher 3: Wie viel Zuversicht haben Sie, dass der Kanzler es genauso sieht?
Sprecher 6: Der sieht das bestimmt genauso. Jetzt muss er nur, und wir haben ja unglücklicherweise in den letzten Jahren Millionen von Beschäftigten in dem öffentlichen Dienst und auch im Beamtenstatus neu eingestellt. Das können wir uns überhaupt nicht leisten. Und haben die gleiche Zahl an Arbeitsplätzen übrigens in der Industrie verloren oder abgebaut. Das müssen wir ändern, aus verschiedenen Gründen. Erstens brauchen wir die Arbeitskräfte woanders. Wenn wir die nicht als Beamten oder als öffentliche Dienst rumlaufen lassen, Dann brauchen wir die nicht aus dem Ausland anwerben, weil wir haben immer noch in bestimmten Bereichen einen sogenannten Fachkräftemangel. So zweitens müssen wir viel schlanker werden, indem wir die Prozesse digitalisieren. Das haben wir in der Industrie getan. Das kann man auch sehen, wenn man eine Bank besucht oder eine Versicherung besucht. Sie brauchen 30 Prozent weniger Leute über den Daumen. Dann stellen Sie sich mal vor, alle Ministerien brauchen 30 Prozent weniger Leute, die Rathäuser auch, die Landratsämter auch. Wie viel das an Sand aus dem Getriebe nimmt alleine. Die Digitalisierung ist dann zudem auch schneller. Und wir haben im Augenblick das Problem und leider, und das wissen wir auch, es handelt sich um Menschen. Und Sie müssen den Menschen klar machen, dass der Arbeitsplatz jetzt morgen so nicht mehr existiert. Aber dafür ein anderer da ist. Eine andere Arbeit machen.
Sprecher 3: Sie wollen jetzt hier nicht Millionen Beamte auf die Straße stellen.
Sprecher 6: Nein, trotzdem ist die andere Arbeitsplätze da. Trotzdem muss da Veränderungsbereitschaft erzeugt werden. Ich kann nur sagen, wir müssen dann auch mal akzeptieren, dass wir was weglassen. Wir haben so viel Verordnung, weil irgendwann einer mal gut meint, was aufgeschrieben hat. Ich empfehle, wir sollten so einen pragmatischen Entwurf machen, dass wir sagen, lass uns mal zehn Jahre zurückschalten. Da haben die Häuser gehalten beim Bauen. War aber auch nicht ungesünder. Und gehen einfach mal zurück. Auf eine Reset-Taste. Und dann wird es einen Aufschrei geben. Dann heißt es nämlich, da diese und diese und diese Regeln, die brauchen wir dringend. Ja, die drei Regeln, die können wir gerne einführen da wieder. Einmal zurück zu einem Zustand, wo wir sagen, das war auch gut. Ja, sowas besser ist, packen wir oben drauf, aber wir werden es sonst nie mehr wieder los. Also es ist eine Frage des Prozesses. Das ist ein Managementprozess. In Firmen wüssten wir, wie wir das machen und ich hoffe, dass wir in Ministerien das auch hinkriegen.
Sprecher 3: Und wir brauchen Unternehmer, die Mut zur Öffentlichkeit haben und sogar das 67. Lebensjahr überschritten haben und einfach munter weiterarbeiten wie Sie.
Sprecher 6: Gerne.
Sprecher 3: Vielen Dank, lieber Herr Kirchhoff. Ja, das war Arne Kirchhoff mit einer klaren Agenda an die Bundesregierung und auch ein bisschen Ungeduld, die da zu spüren ist. Der Mann ist übrigens auch Präsident der Unternehmer in NRW, also in dem Bundesland der Chef der Unternehmerinnen und Unternehmer mit der größten Wirtschaftsleistung. Und die Agenda an Frau Reiche, Helene, ist ziemlich eindeutig.
Sprecher 2: Ja, eine Botschaft an die Wirtschaftsministerin, die in der Tat natürlich angesichts der schlechten Wirtschaftsdaten liefern muss, auch ziemlich unter Druck steht. Aber ihr Kurs ist gar nicht so ganz leicht zu erkennen. Reden wir doch mal über Katharina Reiche, ihre Mission, ihre Kommunikation und der Umstand, dass sie von den einen gelobt und von den anderen aber auch sehr scharf kritisiert wird.
Sprecher 3: Sie ist eine resolute Wirtschaftsliberale, zumindest in ihrem Amt, war vorher Energiemanagerin, kennt sich in diesen Themen auch sehr aus, hat eine ganz andere Agenda als Robert Habeck. Sie ist der Meinung, dieser Fokus auf Erneuerbare, auch auf die Wärmepumpe, sei eben falsch gewesen. Man habe ein echtes Versorgungssicherheitsproblem in diesem Land und auch deswegen würden zu wenige internationale Investoren bei uns investieren, weil die Energiepolitik eigentlich das Hauptthema des Standorts Deutschlands sind. So ist ihre Analyse. Das teilt natürlich nicht jeder, auch nicht jeder in der Koalition.
Sprecher 2: Naja, das ist ihre Analyse, aber ganz so einfach ist es ja nicht, wenn man ganz genau hinschaut, weil sie ja gleichzeitig sagt, wir wollen an den Klimazielen 2045 festhalten. Sie sagt gleichzeitig, natürlich wird der Strombedarf steigen. Sie sagt gleichzeitig, wir müssen eine Offenheit bewahren, was Technologien sind. Es klingt auch manchmal so, als würde sie durchaus den Weg von Robert Habeck fortsetzen. Wir erinnern uns daran, bei der Amtsübergabe, wie sehr sie Robert Habeck auch gelobt hat.
Sprecher 7: Und ich möchte Ihnen danken für diese fast übermenschliche Leistung. Und Sie haben dazu beigetragen, dass dieses Land durch diese Krise kam.
Sprecher 2: Um kurz drauf dann dafür einzutreten, auch hier im Podcast, dass das Heizungsgesetz von diesem Robert Habeck, den Sie doch gerade noch so gelobt haben, abgeschafft gehört.
Sprecher 3: Ja, und ich glaube, beides zusammen ergibt trotzdem aus ihrer Sicht Sinn, denn sie will den Fokus auf die Erneuerbaren, sie will den Ausbau gerade auch offshore weitermachen. Sie will allerdings nicht die hohen Fördersätze zum Beispiel für die Wärmepumpe. Sie sagt, viel zu viele Menschen, auch die Gutsituierten, die draußen in ihrem eigenen Familienhäuschen haben, die machen das ohnehin. Also von ihr ist zu erwarten, dass es sowohl bei der Förderung für die Solarpanels auf dem eigenen Haus als auch bei der Wärmepumpe es degressiv runtergehen wird, aber sie sie nicht... abschneidet. Und sie will mehr Versorgungssicherheit im Fokus haben, also das Stromnetz besser koordinieren mit den jeweiligen Anbietern. Und daher ihre Gaskraftwerkstrategie, sie ist eigentlich ähnlich wie bei Habeck, aber eben noch ein bisschen intensiver. Sie will zwei Gigawatt mindestens oben draufsetzen, sie redet von zwölf Gigawatt und sie will, dass es nicht zwingend wasserstofffähige Gaskraftwerke sein müssen und das ist natürlich in der grünen Bubble ein Reizthema.
Sprecher 2: Alleine nehmen wir mal das Beispiel, Gaskraftwerke müssen nicht wasserstoffready sein. Das hat durchaus auch... jenseits der grünen Bubble zu Verunsicherung geführt. Denn man fragt sich, was ist denn nun der Kurs der Bundesregierung? Verfolgt die die Wasserstoffstrategie, die sie verabschiedet hat oder nicht? Das hat auch kürzlich der Infineon-Chef Hanebeck bei uns gesagt. Natürlich brauchen die Unternehmen Planungssicherheit. Die müssen wissen, was sind die Rahmenbedingungen, unter denen wir künftig Geld verdienen können. Und da sorgt doch reiches Vorgehen bei einigen für Fragezeichen.
Sprecher 3: Ja, die Kommunikation war da sicherlich nicht glücklich. Vor allem brauchen die Unternehmen in Deutschland aber Entlastungsmaßnahmen. Sie brauchen Entlastung bei den Abgaben, Entlastung bei den Energiepreisen. Und da ist, glaube ich, Katharina Reiche auf dem Kurs, den ihr jetzt auch die Berater aufgeschrieben habt, die sie ja selbst installiert hat. Sie hat sich ihren eigenen Wirtschaftsweisenrat gebaut mit sehr liberalen Ökonomen, die mehr oder weniger ehrlicherweise eine grundlegende Modernisierung dieses gesamten Standorts vorgeschlagen haben, von länger arbeiten bis hin zu angebotsorientierter Steuer- und Finanzpolitik. Also sie wird der Pain in the Ass sein für die Linken in der Regierung, gerade bei der SPD. Sie wird das ordnungspolitische Gewissen bleiben, aber eben auf einer sehr harten, angebotsorientierten Logik. Und das führt sicherlich bei Lars Klingbeil gerade nicht immer zu Jubelstürmen. Aber sie hat die Unterstützung von Friedrich Merz. Er hält an ihr fest. Sie beiden kennen sich lange. Und er will eigentlich, dass sie das sagt, was Friedrich Merz nicht sagen kann, weil er die Koalition zusammenhalten muss.
Sprecher 2: Ja, manche sagen, sie ist der Jens Spahn der Koalition. Also sie sagt das, was sich der Kanzler eben nicht traut zu sagen. Interessant.
Sprecher 3: Es gibt noch einen schönen... Schlimmeren Begriff über sie, zumindest im linken Teil der Regierung, da wird sie die schwarze Mamba genannt, was nicht gerade sympathisch ist, aber es zeigt, wie resolut sie wohl angesehen wird oder intern kommuniziert.
Sprecher 2: Und auch durchaus frauenfeindlich, würde ich sagen. Gleichzeitig stimmt es natürlich, dass das öffentliche Auftreten von Katharina Reiche nicht gerade gewinnend ist. Ich würde sagen, in der B-Note kann sie noch eins draufsetzen, ihre Interviews und so weiter. Da ist sie natürlich...
Sprecher 3: Sie ist das Gegenmodell dieses schluffig, sympathisch, überall den Smalltalk liebenden Robert Habeck. Das muss nicht schlecht sein.
Sprecher 2: Das würde ich nie behaupten, dass es schlecht sein muss. Dennoch auch aus dem Haus ist zu hören, naja, ihre Art zu kommunizieren nach außen und nach innen. Da ist Luft nach oben. Eine Art von Zugewandtheit fehlt ihr. Und da in der Tat sind manche der Beamten natürlich ein bisschen verwöhnt von einem Robert Habeck, der immer mal wieder auch jemanden angerufen hat und vor allem viel Lob verteilt hat.
Sprecher 3: Reden wir mit einer Person, die für Katharina Reiche arbeitet und zwar jeden Tag im Ministerium und die mit ihr durchaus einen vertrauten, engen Draht hat, nämlich Gitter Connemann, die CDU-Politikerin, Mittelstandsunionschefin und eben auch seit 150 Tagen parlamentarische Staatssekretärin und Mittelstandsbeauftragte bei Katharina Reiche im Ministerium. Schön, dass Sie heute bei uns sind. Guten Tag, Frau Connemann.
Sprecher 8: Moin.
Sprecher 3: Was können Sie dem Mittelstand in Aussicht stellen, was relativ schnell die Misere zumindest abmildert?
Sprecher 8: Am Ende kommen wir um strukturelle Reformen nicht herum. Ein Beispiel, wenn man in Deutschland... Deutschland ein Auto baut, kostet die Arbeitsstunde 66 Euro, in Frankreich 48 Euro. Und das hat nicht nur allein mit dem Thema Energie zu tun, sondern auch mit wahnsinnig hohen Sozialabgaben, die für nicht nur die Arbeitgeber anfallen, sondern auch für die Arbeitnehmer.
Sprecher 3: Also müssen wir an die Strukturen ran, an die Sozialausgaben, dann im Zweifel auch. Es geht um Sozialversicherungsabgaben. Eine aktuelle Zahl, die ich gelesen habe, allein die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kostet in Deutschland 82 Milliarden Euro, so viel wie nie, sagt das Institut der deutschen Wirtschaft. Traut sich jemand bei Ihnen in der Partei, da Vorschläge zu machen in der Koalition, wie man da runterkommt bei den Gesundheitskosten?
Sprecher 8: Da fragen Sie die Richtige, nämlich die Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. Denn wir haben schon vor einigen Jahren gefordert, dass wir zum Beispiel die telefonische Krankschreibung endlich wieder abschaffen müssen.
Sprecher 3: Weil sie Ihrer Meinung nach zu Missbrauch führt.
Sprecher 8: Absolut, ja.
Sprecher 3: Die Montagskrankschreibungen etwas überproportional sind.
Sprecher 8: Sagen wir mal so, sie erleichtert die Bettkantenentscheidung nicht in Richtung des Arbeitsplatzes, sondern eher in Richtung des Kissens. Derjenige, der wirklich krank ist, sucht den Arzt nicht auf. Und derjenige, der nicht krank ist, sucht den Arbeitsplatz vielleicht nicht auf. Bitte nicht missverstehen, man kann nicht alles verallgemeinern, aber es ist natürlich auffällig, dass bei den Lohnfortzahlungskosten innerhalb von drei Jahren die Kosten um 10 Milliarden Euro gestiegen sind.
Sprecher 3: Einfache Idee für Frau Wagen wäre Karenz. Tage an Tag 1 eben nicht den Staat bezahlen zu lassen.
Sprecher 8: Naja, wenn man sieht, wie unsere europäischen Nachbarn es handhaben, dann kann man feststellen, dass keiner unserer Nachbarn so großzügig ist wie wir. Beispielsweise in Spanien erhalten Arbeitnehmer erst vom vierten Tag an und dann übrigens begrenzt bis zum 15. Krankheitstag eine Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber Olé. Oder Frankreich, da gibt es dann nur 90 Prozent vom Bruttolohn in den ersten 30 Tagen. Oder Irland, 70 Prozent des Gehalts bis maximal 110 Euro am Tag. Aber wir sollten jetzt erstmal nach den naheliegenden Möglichkeiten suchen, um Betriebe zu entlasten. Und der erste Weg wäre, sie nicht weiter zu belasten.
Sprecher 3: Ihr Kanzler sagt, letzte Frage, wir müssen insgesamt auch mehr arbeiten und hat unter anderem vorgeschlagen am vergangenen Sonntag bei Karin Mioska, man kann ja auch mal auf einen Feiertag verzichten, wie zum Beispiel Pfingstmontag. Hat er recht?
Sprecher 8: Ja. Wir müssen uns fragen, können wir uns bestimmte Dinge noch erlauben, die... Wir uns so gegönnt haben, die aber Leistungsfähigkeit kosten. Und jetzt gucke ich mal die ganzen Feiertage an, die wir haben, also Reformationstag. Ich gehe sogar noch manchmal in die Kirche, man stelle sich vor, und ich bin dann immer verwundert, dass bei diesen Tagen, übrigens auch Karfreitag oder wie auch immer, dass die Kirchen total leer sind. Und ich will nicht den K. Freien... Alltag in Frage stellen, weil der nun wirklich für jeden Christen eine unfassbare Bedeutung hat. Aber so dieses, wir nehmen noch den Tag mit und den Tag mit.
Sprecher 3: Über welchen konkret meinen Sie?
Sprecher 8: Ich würde immer über den Reformationstag sprechen wollen beispielsweise. Wenn wir dem wieder Leben einflößen würden, dann wäre es ja wunderbar. Solange das nicht so ist, finde ich, sollten nicht kirchliche Feiertage eigentlich herhalten, um sich einen freien Tag zu machen.
Sprecher 3: Vielen Dank, Frau Koneemann.
Sprecher 8: Sehr gerne.
Sprecher 3: Helene, war noch was?
Sprecher 2: Michael, es gibt ja manchmal diese Sehnsucht, alles stehen und liegen zu lassen und einfach in einen Bus zu steigen und wegzufahren. Da, wo es schön ist, da, wo man mit dem ganzen Mist, dem schlechten Wetter und der schlechten Laune Berlins nichts zu tun hat. Und jetzt gibt es zwei Menschen, die das wirklich getan haben und haben ein Buch drüber geschrieben. Das Buch heißt Abgefahren, ein wirklich schöner Titel, Untertitel. Vom Mut aufzubrechen, anzufangen. Und diese beiden Menschen sind Michelle Malzin und Helene Volkensfeld. Sie haben einen alten Bus genommen, einen Kaffeebus und sind dort durch ganz Frankreich gefahren.
Sprecher 3: Auf der Suche nach sich selbst.
Sprecher 2: Auf der Suche nach sich selbst, auf der Suche nach netten Menschen, sind dann bis nach Santiago de Compostela gefahren, haben immer mal wieder Halt gemacht und haben Kaffee verkauft. Und das Interessante ist, sie haben keinen Preis festgesetzt für den Cappuccino und all das, was sie dort serviert haben, sondern sie haben gesagt, zahl, was du möchtest. Und die Menschen haben wirklich deutlich mehr gezahlt, als man in Berlin Mitte für den Kaffee zahlt, was ja schon immense Summen sind, weil dieser Bus einen solchen Esprit verströmt, weil es einfach eine unglaublich tolle Stimmung sein muss. Und übrigens, der Bus fährt jetzt durch Deutschland auf Lesereise. Schauen Sie doch mal rein, ob Sie sich da mal dazusetzen und einen Kaffee trinken.
Sprecher 3: Die Sehnsucht, eine Reise weg von allem Stress zu machen, die habe ich auch. Bei mir würde es die Harley sein und die Route 66. Was wäre es bei dir?
Sprecher 2: Ich würde mal gerne wieder, was ich vor vielen, vielen Jahren gemacht habe, mit einem Jeep durch die...
Sprecher 1: Die Wüste fahren.
Sprecher 3: Bei dieser publizistischen Oase, die wir hier bei Table sind, ist die Sehnsucht nach einer Wüste durchaus auch mal verständlich. Das war Table Today. Wir freuen uns, wenn Sie morgen am Donnerstag, den 9. Oktober, wieder für uns da sind. 5 Uhr. Bis dahin. Ciao, ciao.
Sprecher 4: Berlin. Die Bundesregierung berät über weitere Entlastungen für die Wirtschaft und hat dafür einen Ausschuss gebildet.
Sprecher 5: Schluss mit Schneckentempo in Berlin und Brüssel. Jetzt wirksame Entlastungen und Reformen voranbringen. Damit die Chemie- und Pharmaindustrie wettbewerbsfähig bleibt.