Frieden in Gaza?
In Ägypten ist die erste Runde der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Gaza-Kriegs zu Ende gegangen. Arabische Medien sprechen von einer „positiven Atmosphäre“.
Vertreter der Hamas und Israels verhandeln in Scharm el-Scheich indirekt miteinander.
Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist die Zahl der antisemitischen Straftaten in die Höhe geschnellt, wie eine aktuelle Analyse zeigt.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat alle Deutschen aufgefordert, auf jüdische Bürgerinnen und Bürger zuzugehen, um ihnen zu zeigen, dass Deutschland an ihrer Seite stehe.
[01:33]
Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu ist nach nicht einmal einem Monat im Amt zurückgetreten. Er ist dennoch von Präsident Macron ein weiteres Mal beauftragt worden, eine Regierung zu bilden. Dr. Yann Wernert, Policy Fellow am Jacques Delors Centre, sagt im Gespräch mit Till Hoppe vom Europe.Table, Macron solle nun Zugeständnisse bei seinen Plänen zur Rentenreform und Vermögenssteuer machen: „Wenn er da einen Schritt nach vorne macht oder zur Seite tritt und andere machen lässt, dann denke ich schon, dass das dem Land guttun würde.“
[06:11]
Das deutsch-französische Start-up The Exploration Company will das europäische SpaceX werden. Die Mitbegründerin und CEO Hélène Huby hat mit Redaktionsleiter Alex Hofmann vom CEO.Table über ihre Pläne gesprochen. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, eine wiederverwendbare Raumkapsel für Material- und später auch für bemannte Missionen zu entwickeln.
[16:11]
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Der 7. Oktober, 7.10.2023. Dieses Datum hat sich fest eingebrannt in die Seele des israelischen Staates und der Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt. Am Jahrestag des Massakers der Hamas in Israel wird in Ägypten über einen möglichen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern verhandelt. Und Trump mahnt eine Verständigung in den nächsten Tagen an. Ist das ein Durchbruch? Wir analysieren es für Sie.
Sprecher 3: Ja, die Auswirkungen des Nahostkonflikts sind natürlich auch in Deutschland spürbar, vor allem für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Der Antisemitismus grassiert. Das zeigt auch wieder ein neuer Bericht des Bundesverbands der Recherche und Informationsstellen Antisemitismus. Mehr dazu gleich bei uns.
Sprecher 2: In der Tschechischen Republik siegt ein EU-kritischer Oligarch. In Großbritannien gehen die Tories unter und Frankreich steht wieder einmal vor Neuwahlen. Europa kommt nicht zur Ruhe. Ist der Rücktritt des französischen Premiers Le Cornu auch das Ende von Macron? Und wie geht es bei unseren Nachbarn jetzt weiter? Das fragen wir Jan Wernert vom Jacques Delors Center.
Sprecher 3: Nichts weniger als das europäische SpaceX soll das deutsch-französische Start-up The Exploration Company werden. Laut der Gründerin Helene Ubi ist die Finanzierung für das Projekt erstmal gesichert. Alex Hofmann, unser Chef vom CEO-Table, hat sie auf der Bits& Pretzels-Konferenz in München getroffen. Los geht's an diesem Dienstag, den 7. Oktober.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 2: Ein Tag der Trauer, ein Tag der Erinnerung, dieser zweite Jahrestag des barbarischen Massakers der Hamas gegen die Juden in Israel. Und die letzten Geiseln sind immer noch nicht befreit. Es gibt noch Hoffnung, aber der Druck ist natürlich auch groß auf Benjamin Netanyahu, dort etwas zu erreichen.
Sprecher 3: Mitten in dieser Trauer jetzt plötzlich vielleicht doch die historische Chance auf einen dauerhaften Frieden im Nahosten. In Ägypten wird verhandelt, unter Händler von Israelis, Palästinensern, unter Regie der Kataris, der Ägypter, auch der Türken, die mit dabei sind, verhandeln über einen dauerhaften Frieden. Sie verhandeln über den Friedensplan von Donald Trump.
Sprecher 2: Und da spielen eben die noch lebenden Geiseln eine ganz entscheidende Rolle. Die letzten 20, ja hoffentlich noch lebenden, und die Überreste von weiteren 28 sollen an Israel übergeben werden. Und im Gegenzug sollen palästinensische Gefangene von Israel freigelassen werden. Trump hatte schon angedroht, sollte es nicht zu einer Einigung kommen, werde es zu einem massiven Blutvergießen kommen. Ob diese Taktik aufgeht, ist natürlich immer fraglich, aber wir erinnern uns daran, dass kurz vor der Amtsübernahme Trumps er schon mal eine ähnliche Drohung ausgestoßen hat. Und damals war sie jedenfalls zum Teil erfolgreich und hat auch zur Bewegung bei der Hamas geführt.
Sprecher 3: Ja, und er drückt aufs Tempo. Gegenüber CNN hat er gesagt, a couple of days, es wird nur noch wenige Tage dauern, dann haben wir hier einen Frieden. Man hat das Gefühl, er schielt auch auf Oslo, wo am Ende dieser Woche... Woche der Friedensnobelpreis vergeben wird und nichts würde dieser Mann sehnlicher gerne an seinen Revers heften als diesen Orden. Am Ende hätte er ihn verdient, wenn er das wirklich schafft. In den nächsten Tagen dürfte es also noch sehr spannend werden.
Sprecher 2: In diesem Jahr, da lege ich mich fest, wird er ihn nicht kriegen. Wer ein bisschen weiß, wie dieses Komitee tickt, der wird auch die Frage aufwerfen, ob er ihn jemals bekommt. Aber gut, sei es drum. Sprechen wir über die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf Deutschland. Was wir täglich sehen und was die Sicherheitsbehörden berichten, ist, dass seit dem 7. Oktober 2023 die Anzahl von antisemitischen Straftaten in die Höhe geschnellt ist und traurigerweise auf diesem hohen Niveau bleibt. Ich fand das am Anfang immer total erstaunlich, weil ich dachte, wenn Israel doch auf diese barbarische Weise attackiert wird, wie kommen dann Menschen hier auf die Idee, auch Israelis zu attackieren oder auch Juden zu attackieren? Aber es ist die Realität und jetzt gibt es wieder erschreckende Zahlen.
Sprecher 3: Es fing eigentlich an mit Demonstrationen auch hier in Berlin, die das gefeiert haben, was man da erlebt hat, so schlimm es auch ist. Jetzt gibt es Zahlen vom Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus, eine Art Meldestelle für niedrigschwelligen und auch echte antisemitische Vorfälle. Und zwischen dem 7. Oktober 2023, also dem Tag des Massakers, und dem 31. Dezember 2024 dokumentierte RIAS diese Meldestelle insgesamt 2225 Versammlungen mit antisemitischen Inhalten, rechnerisch also pro Tag fünf Versammlungen in Deutschland vor dem 7. Oktober. Aber waren es knapp statistisch nur eine pro Tag.
Sprecher 2: Benjamin Steinitz, der Geschäftsführer des Bundesverbands RIAS, der fasst das Ganze zusammen und bezeichnet es als bedrückende Normalität. Und damit meint er Aufrufe zur Vernichtung Israels, die Befürwortung von Gewalt gegen Jüdinnen und Juden, die offene Unterstützung des Terrors der Hamas, die Relativierung der Shoah. Das ist natürlich größtenteils in Deutschland strafbewehrt, führt dann auch hoffentlich zu Ermittlungsverfahren, aber eben in vielen Fällen sind die Täter nicht zu ermitteln. Manche Verfahren werden eingestellt und allein die Verurteilung hilft natürlich auch nicht. Hier ist Prävention gefragt, aber an diesem Tag, dem 7. Oktober, müssen wir uns auch mit diesem erschütternden Befund hier beschäftigen, wie die Lage in Deutschland ist.
Sprecher 3: Ja, das große Versprechen eigentlich dieses Nachkriegsdeutschland, nämlich jüdisches Leben dauerhaft in Deutschland sicher zu machen, dass wir das nicht halten können, ist eigentlich wirklich ein Skandal. Und Zentralratspräsident Jacques Schuster, also der Präsident des Zentralrats der Juden, sagte, wegen der erhöhten Bedrohung werde jüdisches Leben auch weniger sichtbar. Also die Juden trauen sich nicht mehr auf die Straßen, erst recht nicht mit einer Kipa. Und die Zahlen belegen das. Die Zahl der antisemitischen Straftaten sind von 5.100 im Jahr 2023 auf über 6.200 gestiegen im vergangenen Jahr.
Sprecher 2: Und obwohl wir von den Parteien der Mitte jedenfalls ständige Solidaritätsbekundungen hören mit den Jüdinnen und Juden in Deutschland, erschreckende Worte über den Antisemitismus in diesem Land, müssen wir feststellen, dass sich im Bundestag die Parteien nicht einmal einigen konnten. an diesem Dienstag eine Schweigeminute für die 1200 Opfer vom 7. Oktober 23 einzulegen. Auch das spricht Bände.
Sprecher 5: tre Premier ministre est une tâche difficile, sans doute encore un peu plus difficile en ce moment, mais on ne peut pas être Premier ministre lorsque les conditions ne sont pas remplies. Les partis politiques continuent d'adopter une posture comme s'ils avaient tous la majorité absolue à l'Assemblée nationale.
Sprecher 3: Die Parteien verhalten sich weiterhin so, als hätten sie alle die absolute Mehrheit im Parlament. Was wir aus deutschen Diskussionen hier in der Bundesregierung und gegenüber der Opposition auch kennen, hat jetzt Sébastien Lecornu gesagt, der Kurzzeit-Premierminister von Frankreich und ist gescheitert aus dem Amt geschieben, nach nur 27 Tagen im Amt schmeißt er hin.
Sprecher 2: Ja, das Ganze ist umso bemerkenswerter, als Emmanuel Macron in der vergangenen Woche, kurz vor dem 3. Oktober, wo er ja in Saarbrücken zu Gast war bei der Einheitsfeier, in einem Interview in der FAZ gesagt habe, dass es seinem Land viel besser gehe als der Ruf. Nicht nur sei die Wirtschaft eigentlich im Aufschwung, sondern auch politisch sei es alles auf einem guten Weg. Man müsse einfach nur lernen, Koalitionen zu formen, sich Mehrheiten zu besorgen. Da könne man auch von Deutschland viel lernen, aber Frankreich sei auf einem guten Weg. Und nur wenige Tage später wurde der Präsident eines Besseren belehrt. Es funktioniert nicht. Und wieder wirft ein Premierminister hin.
Sprecher 3: Der einsame Emmanuel, fast flehentlich hat der Le Corneau angebettelt, doch bitte nochmal einen Versuch zu starten, wieder eine Regierung zu bilden. Jedenfalls hat er dann auch davon gesprochen, falls das nicht klappen sollte, werde er als Präsident die Verantwortung übernehmen. Was das heißen kann, naja, Rücktritt oder vielleicht doch jetzt das, was auch der Rassemblement National fordert, nämlich schnelle Neuwahlen für die Nationalversammlung. Jedenfalls ist Frankreich in einer Tiefenkrise und genau jetzt bräuchten wir doch dieses Land so stabil und stark wie nie zuvor.
Sprecher 2: Wobei man ja festhalten muss, dass die Neuwahlen in Frankreich direkt nach den Europawahlen vor einem guten Jahr das ganze Drama erst ausgelöst haben. Damals wollte Macron klare Verhältnisse schaffen, hat Neuwahlen ausgerufen, viele hatten ihn gewarnt, aber er hat es gemacht und mit dem Ergebnis, das wir jetzt sehen, es gibt keine Mehrheit mehr im Parlament, nicht für seine eigene Partei. Auch nicht mit anderen Partnern. Es ist wirklich schwierig. Das Ganze vertiefen wir jetzt mit einem, der dieses Land bestens kennt und sein politisches System und verfolgt, was da genau passiert. Es ist Jan Wernert vom Jacques Delors Center und er hat mit Till Hoppe gesprochen, unserem Redaktionsleiter des Europe Table.
Sprecher 6: Hallo Jan.
Sprecher 7: Hallo, Zidane.
Sprecher 6: Bankreich unter den derzeitigen Umständen, den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen in der Nationalversammlung unregierbar?
Sprecher 7: Ich würde nicht sagen unregierbar, aber wirklich sehr schwer regierbar, weil diese Verhältnisse in der Nationalversammlung so sind, wie sie sind. So viele Fraktionen da sitzen, man so unterschiedliche Parteien zusammenbringen müsste. um einen Haushalt durchzubekommen. Solche Verhältnisse hatten wir noch nie in Deutschland. In der Nachkriegszeit, es braucht schon wahnsinnig viel Geschick, das hinzubekommen. Es braucht vor allem aber auch Manövrierfähigkeit von Seiten des Präsidenten, der sich an sein politisches Erbe klammert, da immer noch Anspruch darauf erhebt, den Regierungskurs mitzubestimmen. Was eigentlich nicht sein Job ist, sondern er sollte da ein bisschen in höheren Ebenen schweben und das dem Regierungschef überlassen. Und man sieht es ja deutlich, bei bestimmten politischen Themen, auch bei bestimmten Persönlichkeiten, greift er ein, setzt seinen Premierministern Grenzen und wählt auch nur Premierministerinnen und Premierminister aus seinem eigenen Lager oder die ihm nahe stehen. Das war bei Barnier ein bisschen anders. Aber er behält sich da so diesen Einfluss vor, der nicht wirklich mehr in Einklang zu bringen ist mit den Wahlergebnissen dieser Nationalversammlung, wo die anderen Oppositionsparteien danach lächzten, dass er den Kniefall vollzieht und sagt, ich habe keine Mehrheit mehr, wir müssen diesen politischen Kurs ändern. Ich habe damals die und die Entscheidung getroffen, das steht jetzt zur Disposition, die Parteien müssen jetzt eine Lösung finden, ich halte mich da raus. Und das ist insofern auch so eine sehr neue Situation, weil... Wo wir früher diese Konstellation hatten, dass Präsident und Regierung nicht miteinander übereinstimmen, gab es eine klare, absolute Mehrheit gegen den Präsidenten. Und er musste dann zuschauen, wie die Regierung so ziemlich wieder alles rückgängig macht, was er vielleicht in den vorherigen Jahren gemacht hat. Er musste mit Terran anschauen, wie Chirac das gemacht hat und Chirac später mit Jospin. Jetzt gibt es eine klare Mehrheit dagegen. Das heißt, seine eigenen Parteien sind immer noch Teil dieser Regierung, sind da unverzichtbar. Und er müsste sich da aber so ein bisschen zurücknehmen.
Sprecher 6: Le Cornu ist ja jetzt über die Regierungsbildung gestürzt, weil seine Koalitionspartner, die gemäßigt konservativen, auch unzufrieden waren, unter anderem damit, dass... Er mit Bruno Le Maire, einem alten Vertrauten von Emmanuel Macron, aus dem Hut gezaubert hat als Verteidigungsminister. Spricht das dafür, dass Macron diese Lektion immer noch nicht gelernt hat?
Sprecher 7: Ich weiß nicht, ob in dem Fall Emmanuel Macron wirklich der entscheidende Punkt gewesen ist. Man sagt, dass er ihn durchgedrückt hätte. Ich meine, Le Maire ist mehr oder weniger ein Repräsentant von Macrons Wirtschafts- und Finanzpolitik. Er war wirklich von Anfang an mit dabei, seit 2017.
Sprecher 6: Die zu einem sehr hohen Staatsverzicht geführt hat, muss man ja dazu sagen. Also es war keine erfolgreiche Finanzpolitik.
Sprecher 7: Das ist genau das, was die Konservativen ihm vorwerfen. Schon mal ist Le Maire für sie ein Verräter. Er kommt aus ihrer politischen Familie, hat für die Präsidentschaft kandidiert und hat sich dann bedingungslos Macron angeschlossen. Hat diese Wirtschafts- und Finanzpolitik, diese angebotsorientierte Wirtschaftspolitik gefahren, hat den Schuldenkurs mitgetragen während der Pandemie, hat zwar intern hin und wieder gewarnt, aber letztendlich nie die Konsequenz daraus gezogen, dass er sagt, das ist für mich nicht mehr tragbar, so können wir nicht mit den Staatsfinanzen umgehen. Und das ist auch wirklich ein brisanter Punkt für die Rechte, ein Markenzeichen, dass sie sind die Partei der vernünftigen Finanzpolitik, so stellen sie sich zumindest dar. Und damit ist auch Le Maire die Macht. maximale Provokation für sie. Der Verräter, der diese Finanzpolitik gestaltet hat, die sie ablehnen und letztendlich nochmal die Bestätigung von Seiten des Präsidenten, dass er seine Politik fortführen will, wo sie das danach darstellen wollen und sich diesen Drahtseilakt vollziehen, dass sie in der Regierung sind, aber nicht Koalitionspartner sein wollen und irgendwie auch nicht dieses Erbe antreten wollen, sondern sie wollen ihren eigenen Weg zeichnen und sich da absetzen.
Sprecher 6: Glaubst du, dass Emmanuel Macron durchhält bis 2027, bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit oder kommt vorher schon die Chance für Marine Le Pen? Oder Jordan Badela.
Sprecher 7: Ja, ich hoffe es, dass er durchhält, weil er sollte jetzt für Stabilität sorgen und sich zurücknehmen und diesen Prozess irgendwie mit begleiten und Teil der Lösung sein und Türen öffnen und alles sein Möglichstes dafür tun, dass Frankreich regierbar bleibt, dass wir einen ordentlichen Haushalt bekommen und dass Frankreich weiterhin seine Rollen spielen kann im europäischen Gefüge, in den europäischen Institutionen. Wenn er das ermöglicht, das ist ja letztendlich ein Problem der politischen Inhalte, die er blockieren kann. Wenn er diese Haltung aufgibt, dann ist er auch nicht mehr Teil der Schwierigkeit.
Sprecher 6: Also sprich die Rentenreform.
Sprecher 7: Die Rentenreform, Vermögensteuer, die halt so präsente Punkte für die Linken sind und bei denen er nicht nachgeben möchte. Wenn er da sozusagen einen Schritt nach vorne macht oder zur Seite tritt einfach und andere machen, lässt, dann denke ich schon, dass das dem Land gut tun würde, wenn er bis 27 bleibt und diese Schocktabilität fortführt. Was ja auch gerade in der Außen- und Sicherheitspolitik spielt er diese Rolle ganz gut, finde ich. Und man merkt ja auch, wie wir sehr wie das brauchen in dieser derzeitigen doch verrückten internationalen Lage. Da ist er schon sehr wichtig und sehr zentral. Und ich glaube, das würde jetzt das Land noch mehr ins Chaos stürzen. Wenn er jetzt zurücktreten würde, dann würden wir nur noch über die Präsidentschaftswahl sprechen. Und dann müssten wir... Wirklich in absolut hoher Geschwindigkeit die großen gesellschaftlichen Fragen jetzt entscheiden, die man eigentlich in anderthalb Jahren dann jetzt entscheiden würde. Wie machen wir diesen Sparkurs? Wo kriegen wir Einnahmen her? Wo sparen wir Ausgaben ein? Wo setzen wir die Akzente? Bei wem wird es einfacher, bei wem wird es schwerer? Das alles ist nicht entschieden, kann in der derzeitigen Nationalversammlung nicht entschieden werden. Dafür braucht man auch ein bisschen Zeit und Vorlauf. Das jetzt in Allgeschwindigkeit zu machen, halte ich nicht unbedingt für eine gute Idee.
Sprecher 6: Kanzler Merz hat ja große Hoffnungen auf das Tandem mit Emmanuel Macron gesetzt. Inwieweit kann dieses Tandem überhaupt noch funktionieren angesichts der Umstände?
Sprecher 7: Es kommt wirklich darauf an, wovon wir sprechen. Gegeben, Emmanuel Macron bleibt im Amt, wovon ich jetzt erstmal ausgehen würde, ohne mir da natürlich sicher sein zu können, ist Frankreich nach wie vor ein extrem wichtiger Partner in der Außen- und Sicherheitspolitik. Das hat man auch bei diesen ganzen Gipfeln.
Sprecher 6: Aber in der Wirtschaftspolitik. Musik zum Beispiel auch. Da gibt es ja viel.
Sprecher 7: Ja, da gibt es jede Menge große Baustellen und gerade da, wo man ein bisschen mehr Sichtbarkeit braucht, ein bisschen längere Verlässlichkeit oder wo es vielleicht, Gott bewahre, auch Geld kostet, da ist tatsächlich Frankreich gelebt derzeit. Da sind die Spielräume extrem gering bis nicht vorhanden. Da ist es wirklich wahnsinnig schwer, sich da mehr als ein paar Monate im Voraus zu projizieren und dann auch Absprachen zu treffen und einzuhalten. Wenn wir jetzt über Spar- und Investitionsunionen sprechen, über längere Prozesse, die da stattfinden müssen, über den mehrjährigen Finanzrahmen, da sind das natürlich schon Punkte, die sehr deutlich die französische Handlungsfähigkeit jeder Regierung, die da auch an die Macht kommen könnte, deutlich einschränkt. Trotzdem gibt es nicht allzu viele gute Alternativen, gerade jetzt, wo das transatlantische Bündnis so stark unter Spannung steht. Müssen ja auch alle Kräfte mobilisiert werden, alle Verbündete und Freunde der Bundesrepublik sozusagen.
Sprecher 6: Umso wichtiger wäre ein handlungsfähiges Frankreich als wichtiger Partner sozusagen.
Sprecher 7: Auf jeden Fall, auf jeden Fall.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 2: The Exploration Company ist ein deutsch-französisches Weltraum-Startup, das die großen Player dieser Branche herausfordern will. Die ehemalige Airbus-Managerin Hélène Ubi hat das Unternehmen 2021 gegründet und zwar mit dem Ziel, eine wiederverwertbare Raumkapsel zu entwickeln, die erst nur Material transportieren soll, später aber auch für bemannte Raumfahrtmissionen genutzt werden soll. Ist das die Autarkie im Weltall? Offenbar geht es darum. Im letzten Jahr hat das Unternehmen jedenfalls auf diesem Wege 150 Milliarden von Investoren eingesammelt. So viel wie kein anderes Space-Startup in Europa. Auf der Bits& Pretzel, der Start-up-Konferenz in München, hat Alex Hofmann, der Redaktionsleiter unserer CEO-Table, mit Übi gesprochen. Hören wir mal rein.
Sprecher 8: Die Frage ist wirklich, wie schnell können wir diese Wiederverwendbarkeits-Technologie masteren und wie können wir einen Launcher bauen, der nicht so viel Geld kostet. Desto größer der Launcher ist, desto niedriger sind die Preise. Zum Beispiel ein Vergleich zwischen einem Taxi und einem Bus. Sie bezahlen weniger, wenn Sie in einem Bus sind, als wenn Sie ein Taxi nehmen. So einfach ist es. Nummer zwei ist... Wie wiederverwendbar ein Launcher ist. Ja, es ist klar, auch super einfach, wenn jedes, jedes, sei wir Launcher in einen Launcher oder einen Raum, Wir können das nicht nochmal benutzen, kostet das mehr Geld. Man braucht Zeit, das ist nicht so einfach. Ich glaube, man braucht auch Konzentration. Wir haben so viele Firmen in Europa im Moment, ungefähr zehn Firmen, die Launcher machen wollen. Ich bin sicher, dass in ein paar drei, fünf Jahren, Jahren, Maximum, dann haben wir eine große Konzentration und dann haben wir vielleicht ein, zwei Launcher-Champion. Und dann, das ist ein bisschen dieselbe Geschichte als Airbus, das heißt, dann die Regierung wissen, okay, hier sind unsere neuen Champion oder alte Champion, die sozusagen modernisiert sind. Und dann investieren wir sehr viel in diese Champions.
Sprecher 9: Wird da in Europa sehr viel zusammengearbeitet, gut zusammengearbeitet oder gibt es da sehr viel Einzelinteresse?
Sprecher 8: Okay, es gibt immer dieses Wettbewerb zwischen Regierungen, das ist ganz klar. Ich sehe das sehr gut, weil wir sind in Deutschland, wir sind in Frankreich, wir sind in Italien. Wir müssen immer in jedes Land ein bisschen national sein, aber viele Leute wissen auch, das können wir nicht alles allein schaffen. Das ist ganz klar so. Wir müssen zusammenarbeiten.
Sprecher 9: Wie ist dann euer Standpunkt zum Thema militärische Verwendung?
Sprecher 8: Also mit unserer Technologie für Raumschiffe, wir sind sehr stark im Bereich Militär. Zum Beispiel die Wiedereintritt. Dann haben wir zwischen Deutschland und Frankreich eine Hitzeschützer-Technologie entwickelt. Und das ist auch sehr benutzt, zum Beispiel für Hypersnack-Missiles und für Hypersnack-Missiles. Sneak-Flugzeuge. Und ich habe schon gesagt, also diese Kapazität, sehr nah neben einem Target zu fliegen, mit viel Verlässlichkeit und auch dieses Target, wenn nötig, eine Aktion gegen dieses Target zu schaffen, auch mit viel Präzision und viel Verlässlichkeit, das schaffen wir dank der Technologie von unseren Raumschiffen.
Sprecher 9: Was sind denn die wichtigsten Learnings jetzt seit 2021 gestartet aus vier Jahren Exploration Company? Und was würdest du vielleicht auch anders machen?
Sprecher 8: Also für mich die größte Learning ist, Leute, Leute, Leute, Leute, wir sind erfolgreich nur, weil wir ein gutes Team haben. Das ist sehr, sehr klar, besonders in Raumfahrt. Wir sind komplett abhängig von jedem, der in der Raumschiffentwicklung teilnimmt.
Sprecher 9: Findet ihr die Leute in Europa oder müsst ihr die nach Europa holen?
Sprecher 8: Ja und nein. Es gibt ein paar Kompetenzen, die wir in Europa nicht haben. Zum Beispiel Human Space Flight, das haben wir in Europa nie gemacht. Und das geht auch mit dieser super großen Verlässlichkeit von unseren Raumschiffen. Und dafür haben wir auch ein Team in den Vereinigten Staaten, in Houston und ein bisschen in Los Angeles. Die besondere Kompetenz hat, die Europa noch nicht hat. Und es gibt dieses Exchange zwischen Vereinigten Staaten und Europa, sodass wir auch hier in Europa die Kompetenz fördern. Es gibt Leute, besonders wegen dieser politischen Situation mit den Vereinigten Staaten, es gibt mehr oder weniger Leute, die wirklich an Europa gucken und sagen, okay, ich möchte dabei sein.
Sprecher 2: Mick, war doch was.
Sprecher 3: In Philadelphia, bei der Lieblings-Ostküstenstadt in den USA, hat ein Team von Ingenieurstudenten eine neue Straßenbeschichtung getestet. Und das ist nicht einfach irgendwas, sondern diese Beschichtung soll mehr Sonnenlicht vom Asphalt reflektieren und damit die Stadt insgesamt, und Achtung, um ca. 5 Grad kühler werden lassen. Das ist natürlich ein Gamechanger, wenn das überall gelingt. Denn die Städte, auch Berlin, sind im Sommer viel zu heiß und das liegt auch am Asphalt.
Sprecher 2: Die Versiegelung der Großstädte, das ist der Fachbegriff, das ist ein Jahrhundertthema, denn Wasser kann nicht mehr in den Boden einsickern und auch nicht aus dem Boden verdampfen. Bisher gab es da noch keine Lösung, soweit ich weiß, außer mehr Grünflächen schaffen. Jetzt deutet sich eine an, ausgerechnet von den Straßen von Philadelphia.
Sprecher 10: Streets of Philadelphia.
Sprecher 3: Mittwoch Table Today wieder um 5 Uhr sind wir für Sie da. Bis dahin. Ciao, ciao.
Sprecher 2: Wir freuen uns.
Sprecher 10: I won't be. Yeah, but no. Felt like stone. Voices of friends vanished and gone. I hear the blood in my veins Just as black and whispering as the rain The streets are filled with fear Any angel gonna greet me. Just you and I, my friend. My clothes don't fit me no more. I want a thousand miles to slip a skin. Night is falling, lying awake. I feel myself fading away. So receive me, brother, with your faithless kiss. Leave each other alone like this on the streets of Philadelphia.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.