Zur 500. Folge - Wie hat sich der Politik-Talk verändert, Herr Lanz?
Markus Lanz und Michael Bröcker sprechen über den Wandel in der politischen Berichterstattung und die zunehmende Polarisierung in der öffentlichen Debatte. Lanz reflektiert seinen konfrontativen Interviewstil und wie Politiker dem Druck in seiner Talkshow standhalten. Trotz aktueller Herausforderungen glaubt er an die Vernunft der Mehrheit in Deutschland. Außerdem erzählt er von prägenden Momenten aus seiner Sendung und seiner Leidenschaft für Dokumentationen.
[19:06]
Michael Bröcker und Helene Bubrowski blicken zurück auf Interviews mit führenden Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in 500 Folgen Table Today.
[01:44]
Im Gespräch ist auch Torsten Burmester, designierter Oberbürgermeister von Köln. Er spricht über seinen überraschenden Wahlsieg für die SPD in der Domstadt. Seinen Erfolg erklärt Burmeister mit einem pragmatischen und ideologiefreien Wahlkampf, der auf lokale Themen wie Sauberkeit und Sicherheit setzte. Er betont, wie wichtig es sei, als „Kümmerer“ aufzutreten und Wahlen in der politischen Mitte zu gewinnen. Es wird diskutiert, ob sein Ansatz ein Vorbild für die SPD im Bund sein kann.
[15:06]
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Folge von Table Today, denn wir feiern heute Jubiläum.
Sprecher 3: 500. Folge Table Today, 500 Mal Henine Bubrowski und Michael Bröker, 500 Mal an morgen. Lassen wir für Sie die wichtigsten Themen und Nachrichten des Tages schon vorab Revue passieren. So was gibt es eigentlich auch nur einmal in Deutschland.
Sprecher 2: 500 Mal schon von uns vollgequasselt worden zu sein, ganz schön anstrengend, finde ich manchmal selber, wenn ich uns höre. Aber die Hörerinnen und Hörer sind uns treu und dafür an dieser Stelle schon mal vielen Dank.
Sprecher 3: Heute geht es deswegen nicht um uns, sondern um Sie und Ihre Bedürfnisse und vielleicht auch Ihre Lieblingsgesprächspartner, wenn wir sie im Gepäck haben. Denn wir schauen mal zurück auf unsere 500 Interviews des Tages und auf die eine oder andere Idee, die vielleicht gar nicht realisiert wurde.
Sprecher 2: Wir haben den designierten Oberbürgermeister von Köln, Thorsten Burmester, der sich gegen die Grünen durchgesetzt hat für die Sozialdemokraten.
Sprecher 3: Die neue Herzkammer der Sozialdemokratie, wie Bärbel Baas gesagt hat.
Sprecher 2: Das sieht er möglicherweise anders. Wir werden ihn gleich fragen. Und außerdem sprechen wir mit der deutschen Podcast- und Fernsehlegende, den wir beide so sehr mögen. Markus Lanz ist bei uns zu Gast und wir diskutieren mit ihm über den Wandel in der politischen Berichterstattung.
Sprecher 3: Und zum Schluss, es ließ sich nicht verhindern, werden wir ganz kurz nochmal in den Giftschrank dieser Podcast-Produktion schauen, gucken, wann sich Helene verquatscht hat und wann Michael B. Röker wieder mal ein Wort nicht wusste. Nicht alles, was sich hier so glatt anhört, ist wirklich glatt gelaufen. Heute ist Mittwoch, der 1. Oktober. Los geht's.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester DNS-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 2: 500 Folgen Table Today. Wir haben uns das Archiv nochmal angeguckt und festgestellt, wie schnell manche Folge gealtert ist.
Sprecher 3: Das ist richtig, aber ich wollte dich erstmal emotional schon mal vorab fragen, was war denn dein Moment so? Was ist dein Moment im Podcast?
Sprecher 2: Ich denke manchmal zurück an diesen ersten kleinen Videoclip, den wir gemacht haben, wo du sagtest, bei der 100. Folge wolltest du eine Bodenwelle machen und ich wollte was singen.
Sprecher 3: Siehst du mal, also das erste ginge aus rein körperlichen Gründen nicht mehr.
Sprecher 2: Du warst immer fetter.
Sprecher 3: Ja, leider hat sie recht. Nein, und ich lasse es drin. Marc Schubert, unser wunderbarer Produzent aus Zypern, lass es einfach drin, weil es einfach die Wahrheit ist. Nein, ich bin in diesen 500 Folgen dicker geworden. Sie hat ein anderes Wort benutzt, Liebe zu hören und so. Es stimmt leider. Immer fitter.
Sprecher 2: Nein, ich habe heute Morgen gesagt, wie gut du bist. Du hast wirklich fetter gesagt und wolltest fitter sagen. Das glaubt dir kein Mensch da draußen. Entschuldigung, ich bin heute Morgen ins Büro gekommen. Ist es nicht wahr? Und habe gesagt, siehst du gut aus. Dieser Pulli hat genau dieselbe Farbe wie deine Augenfarbe. Du siehst einfach hervorragend aus. Habe ich heute Morgen gesagt, oder nicht?
Sprecher 3: Ja, aber die Pulli-Farbe hat nichts mit mir zu tun, also du kannst es jetzt auch nicht mehr retten. Wir reden über die Verhältnisse und wie sich die Zeiten verändert haben. Und Helene hat ja recht, zum Beispiel die wirtschaftliche Lage, aber vor allem auch die Politik. Erinnern Sie sich noch an die Ampel, die sich ganz schön viel vorgenommen hatte und sich dann zerlegte? Das war einer unserer ersten Gesprächsthemen im Podcast.
Sprecher 2: Und kurz vor der Wahl haben wir den noch nicht Bundeskanzler Friedrich Merz danach gefragt und er hat gesprochen über... Bürgergeld, Bürokratieabbau und seine Pläne für die Wirtschaft. Heute redet er nicht viel anders, aber in der Zwischenzeit hat er regiert und hätte eigentlich einiges machen können. Hören wir doch mal rein, was er sich vorgenommen hat.
Sprecher 5: Herzlich willkommen, Friedrich Merz. Warum fehlt der Mut zu sagen, wo das Land sparen muss?
Sprecher 6: Das teile ich nur eingeschränkt, was Sie gerade sagen. Wir haben meines Erachtens ziemlich große Spielräume, wenn wir schnell das ganze sogenannte Bürgergeldsystem korrigieren. Das ist der explodierende Ausgabenteil des Bundeshaushalts. Wir liegen mittlerweile bei fast 50 Milliarden Euro. Für 5,6 Millionen Bürgergeldempfänger in Deutschland, von denen 1,7 Millionen erwerbsfähig sind. So, wir brauchen diese Menschen im Arbeitsmarkt. Ich werde Anfang Januar mit den EVP-Parteivorsitzenden einen Vorschlag machen, wo wir Regulierung der EU rückgängig machen. Nicht ein bisschen korrigieren, nicht stoppen, rückgängig machen mit dem, was da in der Europäischen Union beschlossen worden ist. Wir müssen Freiräume für die Unternehmen zurückgewinnen. Wir müssen die wirklich von Berichtspflichten von überflüssiger Bürokratie jetzt wirklich mal entlasten.
Sprecher 3: Ja, das war fast vor einem Jahr und jetzt müssen wir wirklich mal die Bürokratie abbauen und entlasten. Naja, jetzt ist der Mann Kanzler und könnte längst mehr tun, aber lassen wir das.
Sprecher 2: Jetzt trifft sich immerhin das Kabinett mal in Tegel und will das jetzt alles ins Werk setzen. Dazu drängt auch die Wirtschaft und die war natürlich hier auch ständig zu Gast. Erst bei uns in Form von CEOs und Unternehmern, aber auch mit Wirtschaftswissenschaftlern. Moritz Schularek, Michael Hüther, Veronika Grimm zum Beispiel. Außerdem Philippa Siegel-Glöckner, Ökonomin und Direktorin der Denkfabrik Dezernat Zukunft.
Sprecher 3: Einen schönen guten Tag, liebe Philippa.
Sprecher 7: Ja, vielen Dank, dass ich da sein darf. Ich würde jetzt sofort Schulden aufnehmen und alle Schulen auf den besten Stand bringen, für das Bildungssystem alles tun, was man tun muss, weil jede Generation, die wir verlieren, finde ich nicht nur ist es normativ falsch, sondern wird uns später auf der Tasche liegen.
Sprecher 3: Ja, uns ist wichtig, dass sie nicht nur die Perspektive der Deuter und Denker dieser Republik bekommen, sondern auch der Macher und diejenigen, die es wirklich umsetzen müssen. Deswegen haben wir diesen Podcast Table Today frühzeitig auch zu einem Table Business umgebaut und die CEOs reihenweise hier zu Gast gehabt. Zum Beispiel den Rheinmetall-Chef Armin Pappberger, TUI-Chef Sebastian Ebel, den Rewe-Chef Lionel Suque oder den RWE-CEO Markus Kreber. Und natürlich auch den Mann, der jetzt gerade sehr viele Probleme hat, denn er will 4000 Leute entlassen in der Verwaltung. Carsten Spohr, der Chef der Lufthansa. Einen schönen guten Tag, herzlich willkommen bei uns zum ersten Mal im Podcast Carsten Spohr.
Sprecher 8: Schönen guten Tag. Wir haben die Luftverkehrssteuer, die wir uns anschauen müssen. Wir müssen uns die Luftsicherheitskosten anschauen. Wir müssen uns die hohen Kosten für die deutsche Flugsicherung anschauen im internationalen Vergleich. Also die Liste der Ideen, die auch relativ schnell dann wieder Luftverkehr in Deutschland wettbewerbsfähiger machen würden, liegen vor. Wir haben eine Situation, dass der innerdeutsche Luftverkehr auf einem Viertel dessen angekommen ist. Wo er vor Covid war. Wir haben Regionen wie Friedrichshafen, die komplett vom Luftverkehr abgeschlossen sind. Wir stehen kurz vor der schwierigen Entscheidung, wie wir Paderborn weiter an das Lufthansa-Streckennetz anbinden können. Sie können schon heute nicht mehr von Leipzig nach München fliegen. Und das sind alles Auswirkungen auf die jeweilige Region. Die gehen weit über die Sorgen der Lufthansa, die da mit den Flugzeugen teilweise auch woanders hinfliegen kann, hinaus.
Sprecher 2: Einer, der die wirtschaftliche Lage in diesem Land jedenfalls... Qua Amt mit zu verantworten hatte, war auch bei uns und zwar gleich zweimal. Einmal ganz am Anfang und dann einmal kurz vor dem Wahltag. Es ist Robert Habeck und wir haben mit ihm wenige Tage vor der Wahl über den Zustand der Ex-Koalition damals gesprochen.
Sprecher 9: Nun begrüße ich sehr herzlich im Podcaststudio bei uns den Kanzlerkandidaten der Grünen, Robert Habeck. Hallo.
Sprecher 10: Hallo Frau Bobowski.
Sprecher 9: Christian Lindner.
Sprecher 10: Wer ist das?
Sprecher 9: Der Parteivorsitzende der FDP hat gesagt, dass Voraussetzung für ihn, um in eine Koalition einzutreten, ist, dass die CO2-Neutralität auf 2050 verschoben wird. Scheidet damit Jamaika aus?
Sprecher 10: Ich glaube, er hat auch eine Koalition mit den Grünen ausgeschlossen, oder? Was alles Wahnsinn ist, wenn ich das mal sagen darf, das ewige Ausschließen von Parteien. Ich meine, ich finde, die FDP hat sich in dieser Verfassung, in der sie ist, als komplett regierungsunfähig erwiesen. Sie haben das jetzt bewiesen, dass sie eine Regierung von innen heraus zerlegen wollen. Man kann ja eine Regierung verlassen, sollte man nicht tun. Ich finde, wenn man in einer Regierung ist, muss man für eine Regierung arbeiten. Das ist das Prinzip der Demokratie. Hier aber bitte, wenn man die Nerven verliert oder nicht will, dann soll man halt gehen. Aber eine Regierung zu sabotieren, weil man selber nicht gehen will, damit das ganze Ding scheitert, damit das Land quasi regierungslos wird, damit man selber irgendwie rauskommt, das ist wirklich gelebte Regierungsunfähigkeit. Ich kann mir auch nicht vorstellen, mit dieser FDP, mit dieser FDP in dieser Verfassung nochmal eine Regierung zu bilden. Die haben ihre Regierungsunfähigkeit jetzt hinlänglich bewiesen, aber niemals würde ich ausschließen, mit einer anderen demokratischen Partei oder mit auch der FDP in einer anderen Verfassung eine Regierung zu bilden. Dass jetzt Söder nicht mit den Grünen, Lindner nicht mit den Grünen, wo führt denn das hin am Ende zu österreichischen Verhältnissen? Also alle schließen alles aus und am Ende freut sich die AfD und sagt, na super, dann müssen wir halt... Friedrich Merz zum Kanzler wählen. So doof kann man ja gar nicht sein als Demokrat.
Sprecher 3: Ja, seine Spöttelei über Christian Lindner führte am Ende auch zum Aus bei der Ampel, weil die beiden es auch nicht zusammen hinbekommen haben. Immerhin, Christian Lindner war unser allererster Gast vor 500 Folgen. Deswegen hier nochmal herzlichen Gruß an den Ex-Finanzminister, der selbstverständlich gerne wiederkommen darf. Eine, mit dem Christian Lindner auch Zeit seines Lebens haderte, ist die Altkanzlerin Angela Merkel. Sie war bei uns zu Gast und Helene, ich darf das sagen, das war sicherlich ein besonderer Moment auch für uns.
Sprecher 2: Wir haben sie zusammen interviewt, das war sehr lustig und wir hatten ein bisschen eine Rollenverteilung.
Sprecher 3: Ich möchte mal darauf hinweisen, dass wir beide das Buch gleichermaßen nicht komplett gelesen hatten.
Sprecher 2: Aber nur du, Michael, wurdest enttarnt. Ich kam als Streberin durch.
Sprecher 11: Ich bin eine große Freundin der Deutschlandfahne. Ich wollte sie nur nicht... Als Triumphsymbol der CDU. Weiter nicht.
Sprecher 3: Das ist neu.
Sprecher 11: Wieder das Buch nicht gelesen.
Sprecher 3: Nein, ich habe es gelesen. Sie hatten es mit.
Sprecher 11: Flüchtig.
Sprecher 3: Quer, sagt man. Wir haben eine Polarisierung wie selten zuvor in diesem Land. Es sind wirklich wieder Lager, in die man sich reingräbt und an den anderen attackiert. Gibt es etwas, was wir stärker betonen müssen, was dieses Land eigentlich gerade noch zusammenhält? Und hat im Moment das Gefühl, es ist nicht viel.
Sprecher 11: Ich vermute, dass das auch etwas mit den sozialen Medien zu tun hat, dass ich im Grunde für jede Position... Eine ganze Menge Leute finden, die mir zustimmen, dass es eine Tendenz gibt, wenn es irgendeine Aussage gibt, dass man den Daumen hoch oder den Daumen runter macht. Dazwischen gibt es nicht viel und damit natürlich auch die Zuspitzung einer Aussage mehr Aufmerksamkeit erreicht, als wenn ich so sage, jawohl, sowohl als auch sind gleichermaßen gut. Ich glaube, dass wir uns bewusst machen sollten, dass da, wo viele Menschen zusammentreffen, immer ein großes, breites Meinungsspektrum ist, von dem man nicht sagen kann, drei haben Recht und drei haben komplett Unrecht, sondern wo verschiedene Meinungen einfließen.
Sprecher 3: Aber wir sind der Podcast der harten, klaren Analyse. Tiefe statt These ist unser Motto, Sie kennen das. Aber wir sind auch, und danke Lede, muss ich wirklich mal sagen, kommt es immer wieder vor, auch der Podcast für Zuversicht, für Optimismus. Einer, der das bei uns wirklich beispielhaft gemacht hat, ist vielleicht einer der wichtigsten Unternehmer der letzten Jahrzehnte, Bill Gates, der ehemalige Microsoft-Chef. Er war auch bei uns bei seinem Berlin-Besuch in seinem einzigen Podcast-Interview.
Sprecher 12: The COVID vaccine saved millions of lives, but it didn't stop you completely from being infected. The Gates Foundation is funding research to solve those problems and make even better vaccines. And of course, we don't have a vaccine yet for HIV, TB, or malaria. We need...
Sprecher 2: Michael und ich bewegen uns ja meistens in diesem Quadratkilometer der Macht, wie es heißt, das Berliner Gelände rund um den Bundestag, was gerade hier so in die Wöhlerstraße bis zum Table-Podcaststudio geht. Und Thomas de Maizière hat immer gesagt, Journalisten müssen mindestens einmal im Monat besser öfter außerhalb des Berliner S-Bahn-Rings. Das haben wir versucht zu machen. Wir haben aber auch Leute von außerhalb des S-Bahn-Rings zu uns geholt, europäische Außenminister zum Beispiel und den kosovarischen Premierminister, außerdem den griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis. Der jetzt, ja, man hört es, EU-Kommissionspräsident werden könnte, wenn es nicht Roberta Mezzola aus Malta wird.
Sprecher 3: Das Prinzip unseres Podcasts ist aber nicht nur, die Spitzen aus Politik und Wirtschaft hier einzuladen und zu befragen, sondern vor allem die Themen aus unseren Briefings, aus unserer Redaktion hier in E. diesen Podcast zu holen. Und deswegen waren Dutzende Kolleginnen und Kollegen aus den Table Briefings Redaktionen hier bei uns, nicht nur als Interviewer zu Gast, sondern auch als Interviewte, die mit ihrer Expertise aus den Briefings ihre Themen hier reinbringen. Und damit wir sie hier nochmal nennen, die täglichen Briefings, die wir im Angebot haben, zum Beispiel der Europe Table von Till Hoppe oder der China Table von Amelie Richter.
Sprecher 2: Der Climate Table von Bernhard Pötter, Security von Markus Bickel, Research Nicola Kurt und Bildung Vera Kraft.
Sprecher 3: Africa Table, noch viel zu wenig hier im Podcast, aber das wird sich ändern. David Renke macht das exzellent und Henrike Schirmacher, die auch mit ihrem Team immer wieder zu Gast ist und die Themen aus Agri-Food, also Landwirtschaft und Ernährungsindustrie hier bei uns reinbringt und damit unsere Perspektiven erweitert.
Sprecher 2: ISG nicht zu vergessen von Kaspar Dumm und Marc Winkelmann. Und haben wir noch einen vergessen?
Sprecher 3: Ja, CEO-Table ist immerhin in der Berlin-Table ohnehin ja sehr präsent. Klar, als Berliner Hauptstadt-Nieuwssitter. Aber der CEO-Table seit Ende vergangenen Jahres auf dem Markt einmal die Woche. Und ich verrate hier vielleicht einfach schon mal nächstes Jahr zweimal die Woche unser Kollege Alex Hofmann, den Sie hier an dieser Stelle schon öfter gehört haben.
Sprecher 2: Und all diese Kollegen wissen natürlich so viel mehr als wir.
Sprecher 3: Und die Expertise von außerhalb ist eben nicht nur Politik oder CEO, sondern auch überraschende Themen, die mal vielleicht Sie etwas irritieren, aber wir hoffen doch am Ende immer ein bisschen weiterbringen. Zum Beispiel mit Professor Fischer haben wir mal über den Rechtsruck diskutiert, eine der erfolgreichsten Folgen, die wir hatten, oder mit Sarah Benz über das Sterben.
Sprecher 2: Eine Sterbebegleitung. Die Autorin Barbara Schmidt hat kürzlich hier über Prostitution gesprochen und bei uns war auch der Berliner Landesschülersprecher Aimo Görne, der über den Zustand der Toiletten an Berliner Schulen gesprochen hat. Ich finde ja, Michael, Irritation ist gar nicht so schlecht, denn das gibt einem die Möglichkeit, manches auch mal neu zu denken.
Sprecher 3: Was wir ja immer wieder gefragt werden, Helene, bei Veranstaltungen, woher wir unsere Themen nehmen und wie wir es schaffen, jeden Tag Themen und Interviewpartner zu haben. Es gibt eigentlich keine Strategie, kein Muster, wie Journalisten das machen, sondern es ist auch ein bisschen Bauchgefühl und es sind die Themen, die morgens in der Redaktionskonferenz besprochen werden und aus dem Bauch unserer Redaktion heraus auch in diesem Podcast schwappen.
Sprecher 2: Es gibt natürlich die Dinge, an denen wir nicht vorbeikommen. Wenn der Luftraum der NATO verletzt wird, dann müssen wir hier darüber sprechen. Wenn ein Anschlag ist, müssen wir darüber sprechen. Wir versuchen aber auch immer, eigene Themen zu setzen, wo es geht. Und natürlich, woher kommen die Informationen? Das liegt daran, dass Menschen uns anrufen oder dass wir Menschen anrufen. Hallo da draußen, all diejenigen, die von uns ständig genervt werden mit SMS, mit Anrufen. Wir wissen, dass das anstrengend ist. Es ist leider unser Job.
Sprecher 3: Genau so ist das ein bisschen Stalking-Gurt zum Journalismus dazu. Wenn Sie den Herbstferien also lange Weile haben sollten, gehen Sie doch einfach mal in der Podcast-App zurück. Manch ein Interview der letzten 500 Folgen ist überraschend aktuell und manche hören sich an wie aus einem anderen Jahrhundert. Ein aktuelles Thema haben wir trotzdem noch für Sie. Bärbel Baas, die SPD-Chefin, hat Köln neulich als neue Herzkammer der Sozialdemokratie bezeichnet. Warum? Weil in Köln überraschend der SPD-Kandidat Thorsten Burmester gewonnen hat und neuer Oberbürgermeister der Millionenstadt, der einzigen Millionenstadt in NRW wird. Allerdings nur 32.000 Stimmen Unterschied im Kampf gegen die grünen Kandidatin Berivan Eimers. Und naja, die CDU hat auch noch zur Wahl von Burmester aufgerufen. Also kann man jetzt wirklich was lernen für die SPD in der Krise im Bund? Und was kann man von dem Mann lernen, der einst bei Gerhard Schröder den Wahlkampf geleitet hat? Wir haben ihn einfach mal angerufen gestern in Köln, Thorsten Burmester. Einen schönen guten Tag, Herr Oberbürgermeister Burmester. Darf ich das schon sagen, Oberbürgermeister, oder sind Sie es offiziell noch nicht?
Sprecher 13: Ich bin designiert und erst ab 1.11. Geht das Bürgermeisteramt auf mich über.
Sprecher 3: Glückwunsch jedenfalls, Herr Burmester. Wussten Sie, dass Sie jetzt die Herzkammer der Sozialdemokratie in Nordrhein-Westfalen sind?
Sprecher 13: Ich wusste es nicht, aber ich freue mich, weil ich glaube, mit diesem Sieg in Köln gebe ich der SPD zumindest in Köln, aber ich hoffe darüber hinaus, auch wieder Mut, Zuversicht. Dass wir die Probleme der Menschen in einer großen Stadt bewältigen können und angehen können.
Sprecher 3: Aber Herr Bohm, ich sage mal ehrlich, 30.000 Stimmen mehr als die grüne Gegenkandidatin. Aber sie hatten natürlich auch Unterstützung der CDU, die mehr oder weniger dazu aufgerufen hat, sie zu wählen. Ist das deswegen jetzt das Comeback für die SPD oder ist das eine Köln-Wahl mit einem Kölner Kandidaten?
Sprecher 13: Eine Wahl. Eine Persönlichkeitswahl für mich als Person. Ich habe einen Wahlkampf gemacht, der, glaube ich, sehr authentisch war. Ich bin zu den Menschen gegangen. Ich habe Fedelschichten gemacht, in Unternehmen gearbeitet und mit 13.000 Menschen in Köln gesprochen in meinem Wahlkampf. Und das haben die Menschen in Köln honoriert.
Sprecher 3: Sie haben aber auch Themen genannt, die man der SPD normalerweise nicht so zuordnet. Sauberkeit, Sicherheit war ein Mantra, die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt. Haben Sie andere Akzente gesetzt als die SPD in Land oder im Bund?
Sprecher 13: Ich habe Kölner Akzente gesetzt, weil diese Probleme in Köln da sind. Auf dem Neumarkt, aber auch in allen Veedeln und die Menschen haben immer adressiert, sorgt dafür, dass diese Stadt sauberer und sicherer wird, weil ihr Sicherheitsgefühl, ihr subjektive Sicherheitsgefühl in Teilen der Stadt beeinträchtigt sind und da gibt es etwas zu tun und wir erleben gerade Verwerfungen in der Wirtschaft, 13.000 Stellen bei Bosch gestrichen, bei Ford gibt es Insofern ist das Thema Wirtschaft und Arbeitsplätze in Köln auch sehr aktuell.
Sprecher 3: Also muss ein Oberbürgermeister oder ein Bürgermeister in einer strukturwandelgeprägten Stadt vor allem ein Kümmerer sein?
Sprecher 13: Sie müssen Kümmerer sein, aber dann auch gleichzeitig die Probleme der Menschen lösen wollen. Entwürfe haben, wie sie das angehen. Das habe ich mit einem Köln-Plan, der insbesondere bezahlbares Wohnen, aber auch das Thema Sauberkeit und Sicherheit und das Thema gute Arbeitsplätze angeht.
Sprecher 3: Das klingt sehr ideologiefrei bei Ihnen, sehr pragmatisch. Ist das der alte Schüler von Gerhard Schröder? den man da heraushört?
Sprecher 13: Na, die Erfahrung aus den 2000er Jahren, dass man Wahlen in der Mitte gewinnt. Und das hat das Beispiel hier in Köln auch nochmal gezeigt.
Sprecher 3: Da würden Sie sich in der SPD auch verorten?
Sprecher 13: Ich bin überzeugter Sozialdemokrat und trete für die Menschen ein.
Sprecher 3: Was hat man denn von Gerd Schröder mitgenommen in so einem Wahlkampf? Was haben Sie damals gelernt bei dem Ex-Kanzler?
Sprecher 13: Auf die Menschen zugehen, mit ihnen sprechen und das honorieren Menschen, indem sie Nähe spüren, aber die Nähe musste zurückgeben, indem du was für sie tust. Und das ist das Entscheidende.
Sprecher 3: Dann waren Sie ja zuletzt auch noch Sportfunktionär beim DOSB, lieber Herr Burmester. Heißt das jetzt, in Köln wird das Olympische Dorf der nächsten Olympischen Spiele in Deutschland stehen?
Sprecher 13: Also Köln ist ja dabei bei der NRW-Bewerbung und natürlich werde ich Köln in diese Bewerbung einbringen, hoffentlich auch verstärkt, weil die zwei Spitzen, die wir in Köln haben, die beiden Domspitzen, sind schon international von überragender Bedeutung und die kennt jeder.
Sprecher 3: Ich dachte, Sie meinten den 1. FC Köln.
Sprecher 13: Die Stadtspitze wurde ja am Wochenende gewählt. Erst das Präsidium des FC und dann das Stadtoberhaupt. Da haben Sie recht.
Sprecher 3: In der Reihenfolge, Herr Buhmeister. Und dass der 1. FC Köln im alten Grüngürtel einst von Adenauer erschaffen, seinen Vereinsheim erweitern darf, ist bei Ihnen ja, glaube ich, auch im Programm positiv bewertet worden, oder?
Sprecher 13: Damit habe ich mich auch deutlich von meiner grünen Konkurrentin unterschieden. Ich habe da eindeutig Stellung zu bezogen, Position zu bezogen. Im Übrigen auch wie bei wichtigen... Zukunftsprojekten wie zum Beispiel dem Tunnel in dieser Stadt vom Heumarkt bis zur Aachener Straße.
Sprecher 3: Wir sind sehr gespannt, wie Sie diese größte Stadt in Nordrhein-Westfalen verändern und prägen werden, lieber Herr Burmester. Vielen Dank für diese schnellen Einschätzungen und wir wissen, dass Ihre Tage jetzt noch voller sind als sonst. Vielen Dank, Herr Burmester.
Sprecher 13: Vielen Dank, Herr Bröcke. Alles Gute.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 3: In der deutschen Medienlandschaft erst recht. In der Fernsehlandschaft gibt es kaum einen, der die politische Berichterstattung in den vergangenen Jahren so sehr geprägt hat wie Markus Lanz. Seine Talkshow schauen regelmäßig ca. 2 bis 2,5 Millionen Menschen, obwohl es so spät abends erst im Fernsehen kommt. Dazu kommt noch ein ziemlich erfolgreicher Podcast, den er aufgesetzt hat mit Richard David Precht. Immerhin mehr als 5 Millionen Streams pro Monat. Dieser Mann ist also ein Einflussfaktor in der politischen Berichterstattung, in der Debatte rund um politische Themen. Viele Politiker und Politikerinnen zittern vor seiner Sendung, kommen am Ende dann doch, auch wenn sie manchmal mit der rhetorischen Hartnäckigkeit des Markus Lanz umgehen müssen und auch mit seiner thematischen Flexibilität, wenn er mal wieder das Skript aus der Hand nimmt und spontan bei einem Thema nicht mehr aufhört zu bohren. Aber was ist, wenn er selber mal Gast ist und was sagt er zur maximalen Polarisierung, die wir in diesem Land erleben? Wen schätzt er eigentlich als Gast in seiner Talkshow? Wen er nicht? Das wollten wir mal von ihm wissen und deswegen haben wir ihn mal als Gast zu uns eingeladen. Einen schönen guten Tag. Hallo Markus.
Sprecher 14: Schönen guten Tag, Herr Brücker.
Sprecher 3: In diesem Fall dürfen wir uns ausnahmsweise mal duzen. Das Podcast ist ja ohnehin eher das Duzen-Medium. In deiner Sendung bist du da ja sehr sparsam mit.
Sprecher 14: Ja, aber vielleicht sage ich einfach Sie, Michael.
Sprecher 3: Das ist genau das Höfliche.
Sprecher 14: Michael, wie geht es Ihnen in Berlin?
Sprecher 3: Sehr gut, Herr Lanz. Wie war Ihre Sendung?
Sprecher 14: Äh, oh, interessant. In vielerlei Hinsicht lehrreich. Wir haben über Israel und Gaza gesprochen. Wochen gerade und interessant war vor allen Dingen, was sozusagen mittransportiert und kommuniziert wurde über die Dinge, die nicht gesagt wurden.
Sprecher 3: Gefällt es dir in so einer Sendung schwer, deine eigene Meinung zu diesem Konflikt, die ja wirklich jeder hat und auch mit Werbe und Überzeugung zurückzuhalten?
Sprecher 14: Ich weiß gar nicht, ob ich so diese eigene Meinung habe, Michael, um ehrlich zu sein. Da gibt es wirklich unendliches Leid auf beiden Seiten. Und das, was da passiert ist, hat diese Gesellschaften auf beiden Seiten so verändert. Wir hatten eine Kinderpsychologin da, die beeindruckend erzählt hat, Katrin lebt in Trondheim. Einen deutsch-norwegischen Hintergrund. Und die war gerade als Kinderpsychologin in Gaza, war zweimal da. Und die riskieren wirklich ihr Leben, wenn sie das machen. Und wenn du der zuhörst, dann verstehst du, wie tief das Trauma wirklich auf beiden Seiten ist.
Sprecher 3: Ist dann nicht sogar das, was Donald Trump da jetzt gemacht hat, gar nicht hoch genug zu bewerten, egal was man selbst von diesem amerikanischen Präsidenten vielleicht hält?
Sprecher 14: Ja, auch da. Für mich ist ja immer viel interessanter, und das ist ja da genauso, wenn du Israel und Gaza schaust. Und eigentlich gilt das doch in unserer Arbeit immer, finde ich. Das ist auch übrigens das, was ich in diesem Land manchmal hier so bemängle. Wir beschwören dann immer die große Gefahr. Wenn du dem einen oder anderen aus der Jungsozialisten zuhörst, wie Philipp Thürmer oder so, dann wird mit Grabes Stimme, hat er bei uns. Sie haben es in der Sendung mal gemacht, wirklich die große Gefahr von Rechtsbeschworen. Und das ist auch alles legitim, das nehme ich hier mal ab. Und das ist ja auch DNA wirklich der SPD. Das ist auch völlig in Ordnung. Aber wir kommen manchmal dann nicht zur zweiten und viel wichtigeren Frage, nämlich was haben wir eigentlich falsch gemacht? Wo haben wir versagt? Dass die so groß werden konnten. Und das ist in Amerika genau das Gleiche. Und das Thema hast du auch, wenn du den Auskonflikt betrachtest. Es ist eigentlich immer genau diese Frage. Das ist die interessante Frage.
Sprecher 3: Was glaubst du, was machen wir gerade falsch, dass andere kleine Trumpisten auch in Deutschland so groß werden können?
Sprecher 14: Ich kann mich erinnern, ich habe 2017 mit Kollegen unter anderem in dem gerade so viel besprochenen Gelsenkirchen gedreht. Ich war dieser Tage sehr überrascht, wie überrascht alle waren. Ich habe mich immer gefragt, warum eigentlich erst jetzt? Weil die Verhältnisse waren damals schon so, dass man dachte, schwierig, da kriegen Menschen das Gefühl, dass ihre Stadt nicht mehr richtig funktioniert. Jetzt sagen es plötzlich alle, aber die Wahrheit ist, das war schon vor zehn Jahren so.
Sprecher 3: Aber hast du auch vor zehn Jahren in deinem Talk den Finger in diese Wunde gelegt, nämlich dass viel zu wenig in diesem Land eigentlich funktioniert?
Sprecher 14: Ja, ich gebe gerne zu, dass ich vielleicht auch einen Moment gebraucht habe, um das dann nochmal in großer Klarheit zu adressieren. Das will ich gerne zugestehen. Aber wenn ich mir diese Reportage damals anschaue, 2017, dann würde ich sagen, Da ist ganz, ganz vieles von dem schon vorweggenommen, worüber wir heute diskutieren. Da haben wir damals im Ruhrgebiet, unter anderem in Gelsenkirchen, türkische Einwanderer der ersten Generation getroffen, die gesagt haben, so wie ihr das jetzt macht mit eurer Einwanderungspolitik, damit sind wir absolut nicht einverstanden. Und ich erinnere mich an Heinz Bude, der große Soziologe, den ich unheimlich schätze, der Damals auf die Frage, warum die plötzlich jetzt sagen, wir wählen AfD. Es waren die sogenannten Gastarbeiter, die haben AfD gewählt. Und dann sagt der Bude damals, ist doch klar. Die sagen, wir kamen damals ins Land, wir mussten uns hinten anstellen. Und jetzt entsteht plötzlich das Gefühl, das ist nicht mehr notwendig.
Sprecher 3: Du führst diese harten Debatten nicht nur bei Migration, sondern auch zu Strukturwandel. Gestern auch die Debatte zum Beispiel von Daniel Gerlach zu Melody Sucharewitsch, zwei durchaus kontroverse Positionen. Man könnte ja sagen, dass du die Moderation deines Talks so ein bisschen die politische Dialektik da zur Kunstform erhoben hast. Meist kommt auf die These die Antithese, manchmal von dir, manchmal von anderen Gästen, aber jedenfalls das Ziel. Frei nach Hegel, Erkenntnisgewinn. Aber hast du das Gefühl, dass du dann Erkenntnisgewinn bei einem dieser Gäste auch erzeugst oder sogar beim Publikum? Oder bleiben die am Ende nicht doch immer wieder in ihren schon in die Sendung gebrachten, vorgefertigten Schubladen und Tunneln drin? Mehr denn je.
Sprecher 14: Da würde ich sagen, da sind wir mittlerweile sehr hart. in Lagern oder in Schubladen unterwegs. Dennoch glaube ich, die große Mehrheit in diesem Land ist nach wie vor sehr vernünftig. Und das merkst du ja auch allein daran, wie in Deutschland eigentlich nach wie vor gewählt wird. Eigentlich ist ja sozusagen nicht das, was Deutschland macht, die Regel mittlerweile, sondern Deutschland ist eigentlich die Ausnahme, insbesondere wenn du dir westdeutsche Wahlergebnisse anschaust. Das ändert sich gerade so ein bisschen, aber ich würde dennoch immer sagen, ich bin totaler Optimist, was das angeht. Ich glaube total. An die Vernunft in diesem Land. Ich glaube total daran, dass die Deutschen ihre historische Lektion gelernt haben. Ich glaube total daran, dass das Deutsche eigentlich im Kern nichts Extremes wollen. Und das ist gut so. Was die Kombatanten sozusagen der Sendung angeht, würde ich sagen, ja klar, das sind Profis, die haben ihren Blick auf die Welt und den verteidigen sie dann auch. Das ist ja auch in dem Moment ihre Aufgabe. Aber ich glaube schon, dass für die, die vorm Fernseher sitzen, wenn sie denn wollen, durchaus ein Erkenntnisgewinn da ist, definitiv.
Sprecher 3: Der Floskelhammer im Moderationsstuhl, das bist du zweifellos. Gibt es Politiker, die darauf einfach keine Lust mehr haben, die deswegen sagen, nee, das tue ich mir nicht an?
Sprecher 14: Ja, es gibt immer wieder mal Leute, die dann sagen, heikel und so, das glaube ich schon, aber es ist ein freies Land, du kannst hingehen, wo du möchtest und wir sind da auch nicht besser oder schlechter als andere, würde ich sagen, aber wenn du sozusagen... zu sagen, konsistent bist in deiner Argumentation und gut bist, dann hast du, glaube ich, bei uns auch durchaus mehr Raum, als du sonst üblicherweise bekommst. Also ich finde immer, eine Sendung gelingt dann, wenn sozusagen ein Moment der Irritation da drin ist. Wenn ein Moment da drin ist, wo man sagt, warte mal, das ist ja interessant, dass er oder sie das so oder so sieht. Und das ist eigentlich das, wo es dann wirklich spannend wird, wenn da lauter Leute sitzen, von denen ich eigentlich im Vorfeld schon weiß, was sie jetzt gleich sagen werden, ist das eigentlich wahnsinnig langweilig.
Sprecher 3: Ja, ich habe das bei dir öfter gesehen oder selbst erlebt. Das kann auch mal Schweigen sein, Überraschendes oder Tränen. Also da ist alles drin an Emotionen, was dann auch Authentizität darstellt. Aber es gibt eben auch Politiker, die du wirklich so hart rangenommen hast, dass man sich fragt. Und ich denke an Friedrich Merz, der jüngst erst gesagt hat, Lars Klingbeil sei ja sehr sensibel und man möge bitte mit Kritik aufpassen. Ob die zugenommen haben, dieser Typus? Ich denke an Amy Laschet, an Nancy Faeser, an Christian Lindner, die es alle nicht leicht hatten bei dir im Stuhl.
Sprecher 14: Wenn ich das Gefühl habe, da muss jetzt ein Argument gemacht werden und ein Job erledigt werden, dann muss das Argument gemacht werden und der Job erledigt werden, ganz einfach. Und wenn jemand das nicht aushält, dann muss ich ehrlich gesagt umgekehrt zurückfragen, okay, was genau hast du dann in der Spitzenpolitik verloren? Und ich erlebe die meisten als Profis, die nur gelegentlich Terminschwierigkeiten haben auf dem Weg nach Hamburg.
Sprecher 3: Welche Begegnung mit einem Gast hat dich wirklich nachhaltig geprägt, positiv wie negativ?
Sprecher 14: Gibt es wirklich so viele? Also jüngst tatsächlich jetzt gestern Katrin Glatz-Brockhardt, die Kinderpsychologin aus Norwegen, die sagte, meine Familie sagt mir immer wieder, du geh auf gar keinen Fall nach Gaza und so, du kannst da ums Leben kommen. Und sie sagt, ja, aber ich habe das doch gelernt. Wenn nicht ich, wer dann? Und vor solchen Leuten habe ich wirklich großen Respekt. Und das sind auch so die Momente, da kriege ich dann manchmal auch keinen Satz mehr raus, wenn die dann so erzählt, wie so ein kleiner Junge 20 Stunden am Tag schläft und nichts mehr sagt und sich komplett in sich zurückzieht. Und wie sie dann mühsam versucht, das irgendwie aufzubrechen und dann ihn irgendwann dazu bringt, mal was zu sagen. Und in dem Fall sagt er ihr, ich will diese blonde Frau da nicht mehr sehen, mach die Tür zu und schmeiß die für immer raus aus meinem Krankenzimmer. Und sie geht raus und ist nicht beleidigt, sondern sagt, das ist toll, dass das jetzt passiert ist. Aber jetzt ist ihm zum ersten Mal etwas nicht mehr egal. Das fand ich sensationell. Da kriege ich jetzt noch Gänsehaut. Das war ein Irrmoment. Der beste der Sendung.
Sprecher 3: Gab es einen in den letzten Jahren, wo du selber als Moderator sagen würdest, das war nicht gut von mir, das ist vielleicht sogar eine Niederlage für mich als Moderator, das habe ich nicht gut gemacht?
Sprecher 14: Also ich würde mal sagen, ich scheitere Woche für Woche und nehme mir dann immer wieder vor, es besser zu machen. Ich kann das jetzt gar nicht so präzise benennen.
Sprecher 3: Wo du das Gefühl hast, du bist zu weit gegangen?
Sprecher 14: Nee, weiß ich nicht. Nee, zu weit in welchem Sinn?
Sprecher 3: Ja, vielleicht einen zu hart angefasst.
Sprecher 14: Aber es heißt zu hart angefasst. Guck mal, neulich hatten wir die Situation mit Alexander Schweitzer, dem MP aus Rheinland-Pfalz.
Sprecher 3: Ja, habe ich gesehen.
Sprecher 14: Das ist ein guter Mann, finde ich.
Sprecher 3: Absolut.
Sprecher 14: Das ist so ein Politiker, wie ich mir eigentlich einen sehr soliden deutschen Politiker vorstelle. Und davon gibt es übrigens viele. Wir beide reden ja oft darüber, dass diese Leute eigentlich viel, viel besser sind, als sie gelegentlich so gemacht werden. Die stellen sich auch an einer solchen Sendung. Und dann haben wir über Müttergeld gesprochen, Mütterrente. Er verteidigte das und so weiter, weil ihm die Koalitionsdisziplin gesagt hat, das muss ich jetzt auf Biegen und Brechen verteidigen und so weiter. Und eigentlich ist das doch auch SPD-Position und so. Und Mütterrent ist doch eine gute Sache. Und dann stehst du vor der Wahl, okay, lasse ich ihn jetzt damit durchkommen? Oder gehe ich jetzt mal richtig rein und dann habe ich ihm gesagt, okay, jetzt gibt es diese 20 Euro mehr. Für wen denn? Ja, für Leute, die es wirklich brauchen. Aber ist das wirklich so? Ist das wirklich für Leute, die es wirklich brauchen? Dann lenkt er wieder ab und fängt wieder an und so weiter. Bis du dann nach der fünften oder sechsten Nachfrage sauber und klar rausgearbeitet hast, dass die Mütterrente alle möglichen bekommen, aber die Frau, die vielleicht wirklich bedürftig ist, die auf Transferleistungen zum Beispiel angewiesen ist, die Sozialleistungen, Hilfe bekommt, der werden die 20 Euro sofort wieder von der Stütze abgezogen.
Sprecher 3: Du hast da völlig recht bei dem Thema. Ich habe die Sendung gesehen, fand es genau richtig. Die Frage ist, ob du irgendwo zu persönlich warst, wo du im Nachhinein gesagt hast, da habe ich mich reingesteigert. Oder kommt das aus deiner Sicht schon lange nicht mehr vor, weil du inzwischen... Du bist ja, 500. Sendung hattest du übrigens 2013. Nur mal zum Vergleich. Du bist ja ein Dinosaurier inzwischen im Fernsehgeschäft.
Sprecher 14: Danke, Michael. Es tut mir sehr leid.
Sprecher 3: Auch wenn man es dir nicht ansieht, aber du bist es.
Sprecher 14: Die alte Sackwerdung schreitet voran, meinst du?
Sprecher 3: Du erinnerst dich nicht an so einen Moment, ja?
Sprecher 14: Hast du einen im Kopf? Du fragst so penetrant nach, wie ich sonst nur von diesen Fernseh-Typen...
Sprecher 3: Nee, ich versuche ein bisschen lanzig zu werden.
Sprecher 14: Ja, ja, ich merke das schon, ja.
Sprecher 3: Ja doch, ich erinnere mich an ein Streitgespräch mit Lars Klingbeil zum Beispiel, das mir leid tut. Weil ich mit zwei Gläsern Wein zu hart und konfrontativ und zu laut mich über seinen Wahlkampf gegen Armin Laschet beschwerte. Aber es war wirklich nicht mehr konstruktiv von mir, es war nicht mehr ruhig, es war nicht mehr seriös und dann ist er einfach gegangen. Zu Recht.
Sprecher 14: Es ist gegangen.
Sprecher 3: Ja, also in dem Gespräch zwischen uns, das war jetzt kein Live-Podcast und dann dachte ich mir so, ja, kein Wunder, das muss man als Journalist besser machen.
Sprecher 14: Die Tatsache, dass mir jetzt kein richtig granatenmäßiges Beispiel einfällt, heißt nicht, dass es das nicht gibt, Michael. So bitte nicht falsch verstehen. Aber ausgegangen ist bei dir wirklich keiner. Der Wendler war mal kurz davor.
Sprecher 3: Den hast du dann zurückgehalten und gesagt, mach es lieber nicht.
Sprecher 14: Ja, es war so, kennst du diese großartige Spiegel-TV-Reportage, die dauert glaube ich 20 Minuten, kann man bei YouTube überall finden. Michael Wendler ist der Titel, unterwegs mit Deutschlands unbekanntestem Schlagerstar. Und da wird der Wendler irgendwie sehr lustig von seinem sehr gut durchgetoasteten, solariumgebräunten Chauffeur irgendwie abgeholt und dann in so einer weißen Stretchlimousine durchs Ruhrgebiet gefahren, durchs nächtliche Ruhrgebiet. Und dann bist du plötzlich im Inneren dieser Limousine. Der Kameramann sitzt hinten auf dem Rücksitz. Und vorne sitzt der Wendler und daneben sein sehr gebräunter Chauffeur. Und plötzlich dreht sich der Wendler um, während er seine eigene Musik hört und sagt, also wenn ich nicht selbst der Wendler wäre, wäre ich mein allergrößter Fan. Also ich muss sagen, ich finde mich wirklich richtig gut. Und ich würde mir auch zu Konzert gerne fahren.
Sprecher 3: Vielleicht hätte man damals schon merken können, warum das Ruhrgebiet kippt. Aber gut, das ist ein anderes Thema.
Sprecher 14: Wir haben dann Ausschnitte aus dieser Reportage gezeigt in der Sendung, während er da saß. Und während der zweite Ausschnitt lief, weil er merkte, dass es für ihn nicht so richtig gut lief, sagte er, ich gehe jetzt. Und dann beriet sich noch kurz mit seiner Frau oder seinem Manager, der dahinter saß. Und sagt, ich stehe jetzt auf und gehe. Und dann habe ich zu ihm gesagt, Sie können das gerne machen. Und das wäre eine Riesensache für uns, weil dann kennt uns morgen jeder. Danach weiß jeder, wer unsere... Sendung ist, aber wenn ich sie wäre, würde ich es lassen. Und dann ist er sitzen geblieben.
Sprecher 3: Wann hast du dieses Gefühl erstmals bewusst entwickelt, dass du da beruflich angekommen bist, wo du hin wolltest?
Sprecher 14: Das war tatsächlich, als ich merkte, wie es nach Corona oder während Corona dann plötzlich so nach vorne ging. Da habe ich das erste Mal gedacht, okay, jetzt komme langsam in den Bereich, wo es interessant wird. Ich hätte das auch ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten. Wir haben ja schon mal darüber geredet. Ich kam damals mit dieser wahnsinnigen Wetten, dass Niederlage im Kreuz irgendwie wieder durch die Studiotür rein und dachte, oh mein Gott, lass es einfach aufhören. Es war wirklich hart, war eine wirklich harte Zeit. Und ich bin froh, dass ich die Chance bekommen habe, sozusagen das Ding nochmal zu drehen. Und bin aber auch jemand, ich war immer skeptisch gegenüber diesem Beruf. Bin es wirklich bis heute geblieben. Das hat mich, glaube ich, vor vielem bewahrt.
Sprecher 3: Zum Schluss, denn das, glaube ich, hast du wirklich geschafft. Das Wohnzimmer der Berliner Republik, das steht längst in Hamburg. Und 17 Jahre lang machst du diese Sendung schon.
Sprecher 14: Findest du das so?
Sprecher 3: Ich finde das so. Du hast immer wieder politische Talks, Aussagen, Zitate, Gesprächsfetzen, die aus deiner Talkshow kommen. Tagelang in der Berliner Republik diskutiert werden. Und das zeigt eben auch, dass ein politischer Talk selbst in Hamburg funktionieren kann.
Sprecher 14: Was soll das sein?
Sprecher 3: Nein, ernst gemeint. 17 Jahre machst du das schon.
Sprecher 14: Ganz wirklich, muss man sich mal leisten können. Wirklich unvorstellbar.
Sprecher 3: Noch weitere 17 Jahre vorstellbar? Wo denkst du, wie weit ist dein Zeithorizont?
Sprecher 14: Ganz ehrlich und so wie bei dir auch, hast du jemals wirklich aktiv eine Karriere geplant?
Sprecher 3: Nee, nee.
Sprecher 14: Natürlich nicht. Und ich kenne niemanden, der eine Karriere gemacht hat, der sie jemals aktiv geplant hat.
Sprecher 3: Aber so einen Wunschjob habe ich schon noch. Zum Beispiel will ich irgendwann mal Präsident des 1. FC Köln werden.
Sprecher 14: Ja, aber erstmal wirst du Amerika-Korrespondent.
Sprecher 3: Ah ja.
Sprecher 14: Warst du ja bei uns schon.
Sprecher 3: Ja genau, das stimmt. Es tut mir heute leid, noch Elmar Thelwin, dass ich einmal deinen Job nehmen durfte. Das war schon recht. Aber siehst du, da hast du schon zwei Jobs genannt, die ich toll finde. Was ist deiner?
Sprecher 14: Wenn du mich einfach jetzt so ganz frank und frei, also ich tue das, was ich tue, wirklich wahnsinnig gerne und ich freue mich, wenn ich das noch ein paar Jahre machen darf. Wirklich, bin ich total happy, dankbar. Ich träume nicht davon, habe ich übrigens nie gemacht. Um 20.15 Uhr irgendeine Schrotteppe runterzukommen und links und rechts tanzt das MDR-Fernsehballett und so. Und insofern bin ich sehr, sehr happy mit dem, was ich machen darf. Was ich schön finden würde, ich war jetzt gerade wieder unterwegs für eine Reportage über Flucht und Migration, weil wir auch Lukas, der gerade zuhört und hier die Regler bei uns bedient, der auch unseren Podcast immer betreut, waren wir echt viel unterwegs und sind auch ein wirklich eingeschworenes Team. Wir sind durch Syrien gereist, wir sind durch den Senegal gereist, wir sind durch Süditalien gereist und so weiter, haben echt viel gesehen. Und ich habe da wieder so eine Lust bekommen, unterwegs zu sein. Raus, unterwegs, Bilder machen, Momente festhalten. Mir gibt das so unfassbar viel. Das ist das, was ich eigentlich noch so vorhabe.
Sprecher 3: Ich finde auch, dass du bei denen, ich habe einige noch im Kopf, dass du da unfassbar Leidenschaft entwickelst. Ist da auch der eine Ort noch bei dir im Kopf, wo du gerne drehen würdest?
Sprecher 14: Nee, das kann man so nicht sagen. Das hängt immer sehr vom Thema ab und so weiter. Auch da versuche ich immer maximal offen zu sein, wie beim Wendler. Das ist wichtig.
Sprecher 3: Einen Fernsehpreis hat Markus Lanz schon. Den für Dokumentation wird er irgendwann auch noch bekommen. Ich freue mich, dass er heute zur 500. Folge bei uns im Podcast war und bedanke mich sehr, lieber Markus.
Sprecher 14: War mir eine Ehre, Michael. Vielen Dank. Ich freue mich, wenn wir uns bald mal sehen. Und dann sehen Sie uns wieder.
Sprecher 3: Tschüss, tschüss.
Sprecher 14: Ich höre mich sagen, Herr Brücker, wie sehen Sie das eigentlich? Und darauf freue ich mich. Danke dir.
Sprecher 2: Michael, wir müssen uns und wollen uns natürlich vor allem bedanken an dieser Stelle bei den Hörerinnen und Hörern, die uns die Treue halten. Es sind mittlerweile eine Million Abrufe im Monat und darauf sind wir stolz. Aber natürlich hier auch beim Team. In allererster Linie Flo, du musst da jetzt durch. Florian Fischer, unser Head of Podcast.
Sprecher 3: Die Herzkammer dieses Podcasts, muss man sagen.
Sprecher 2: Das Herz dieses Podcasts.
Sprecher 3: Oh Gott, jetzt geht's los.
Sprecher 2: Er ist immer da, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Manchmal sagen wir, Flo, es ist leider halb vier Uhr morgens, manchmal ist es 23.30 Uhr abends. Wir denken manchmal, der Mann hat überhaupt nichts anderes zu tun, als sich um uns zu kümmern. Aber das stimmt nicht. Er legt auch in der Hafenbar auf und also nicht am Mischpult. Aber doch, auch da kann er mit seinem mobilen Studio was für uns tun, wenn es sein muss. Und vor allem, und das ist das ganz Besondere an Florian Fischer, wenn man ihm sagt, Flo, kannst du für mich bitte dieses und jenes noch raussuchen, vorbereiten, anrufen oder sonst wie klären, gibt es von Florian immer nur eine Antwort und die lautet selbstverständlich.
Sprecher 3: Ja, das ist wirklich auch meine Lieblingsantwort von ihm in unserer gemeinsamen WhatsApp-Gruppe. Danke aber auch an Paulina, die uns hier lange unterstützt hat, bevor sie wieder zurück an die Uni gegangen ist. Danke an Sarah Schäfer für Social Media. Danke an Marc Schubert, unseren Produzenten im fernen Zypern.
Sprecher 2: Gut gelaunte Grüße gehen an dieser Stelle an den lieben Marc. Und danke für das meistens konstruktive Feedback.
Sprecher 3: Und damit sind wir durch, oder?
Sprecher 15: Nee, nee, nee, Freunde, so schnell habt ihr gedacht. Nee, 500 Folgen heißt natürlich auch 500.000 kleine Unfälle, die Sie da draußen nie gehört haben. Ein paar haben wir mal zusammengesammelt, die, die noch verträglich sind, die man ohne euch beide komplett zu blamieren zeigen kann. Keine Sorge, das ist ja auch so meine Lebensversicherung. Ich habe noch welche, die können wir dann zur letzten Folge nochmal veröffentlichen. Aber jetzt erstmal. Die kleinen Ausrutscher des Alltags.
Sprecher 3: Herzlich willkommen, meine lieben Zuhörerinnen und Zuhörer. Es ist Montag, der 15. Januar und dies ist eine Premiere. Table Today, der neue Podcast von Table Media. Mein Name ist Michael Bröker und Sie ahnen nicht, wer neben mir sitzt. Hier ist sie, Dr. Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Hallo, auch von mir. Ich freue mich wahnsinnig, dass es losgeht.
Sprecher 3: Sie kennen sicherlich die zehn Fachbriefings, die unser Medienunternehmen jeden Tag herausgibt. Für Sie China, Afrika, Agri-Food. Kennst du sie alle schon, Helene?
Sprecher 2: Natürlich, Europe. Wir haben... Bitte Pause schneiden.
Sprecher 3: Genau, Ferien schneiden.
Sprecher 2: Und zum Nachtisch, Michael, müssen wir uns noch um die Frage kümmern, wie politisch eigentlich Spargel ist, insbesondere dann, wenn er auf der Havel serviert wird. Da-da-da-dum. So.
Sprecher 3: Ja, Helene, ich erinnere mich sehr gut, wie dieser Mann mit seinem großen, wie nennt man das Ding, diese... Diese, wie nennt man das denn? Womit man so laut...
Sprecher 15: Megafon.
Sprecher 3: Megafon, danke. So, und jetzt brauchen wir gar nichts. Achso, jetzt haben wir diese... Geschichte noch. Ne, von mir aus können wir jetzt mal zu den Grünen rübergehen. Jetzt haben wir genug über März geredet, wir regieren die anderen auf März. Sag das. Und geh auf direkt zu Ricarda. Und jetzt gehen wir raus. Mit was Nettem. Sag was Nettes.
Sprecher 2: Wir freuen uns, wenn Sie morgen wieder einschalten. Ihre Helene Bobrowski und...
Sprecher 3: 6 Uhr, Michael Brücker und Helene.
Sprecher 2: Ich sage zu ihr, Helene Bobrowski und 6 Uhr, Michael Brücker und Helene. Genau, soll ich da jetzt schon was Lustiges zu sagen?
Sprecher 3: Nein, du kannst Kikirikimachen.
Sprecher 2: Sehr witzig.
Sprecher 3: Bums.
Sprecher 2: Toll.
Sprecher 3: Davos.
Sprecher 2: So, Davos. Davos. Warst du mal da? Davos? Nee, ich war... Davos, die Wichtigen sind. Davos. Warst du da? Nee. Nee, ich auch nicht. Was bedeuten diese Zust... Was bedeuten diese Zust... Was bedeuten diese Zust...
Sprecher 3: Helene, du kriegst keine Werner mehr, wenn du so einen Satz nicht vor der Freie kriegst.
Sprecher 2: Wart ihr gestern im Schulden? Nee, da haben wir doch abends aufgenommen, 19 Uhr oder sowas.
Sprecher 3: Hä, ich saß doch gestern hier oder wann war das? Ah ne, gerade eben saß ich. Ich blicke so in die Mette. Okay. Bums. Wer nach dieser Inhalteübersicht nicht dranbleibt, der hat diesen Podcast noch nicht verdient. Mark, ich hoffe, wir haben dir jetzt auch ein kleines Lachen auf deine Lippen gezaubert. I doubt. So, geht los.
Sprecher 2: Lassen wir die Hörer raten, wer klatscht jetzt?
Sprecher 3: Das ist ja offensichtlich, dass du das weißt. So sanftmütig.
Sprecher 2: Aha, dumpf.
Sprecher 3: Ja, genau so.
Sprecher 2: Das hätte ich auch nicht gedacht. Die lesen, ich habe kürzlich mit einer Verlegerin gesprochen, die lesen jetzt ganz... Ah, nee, sag ich es weg.
Sprecher 3: Nein, jetzt einfach nur Book of Love irgendwie anteasern.
Sprecher 2: Ja, genau. Uh-huh. Um, You know. Das...
Sprecher 3: Ja, wie macht man das jetzt?
Sprecher 2: Wie mache ich das jetzt? Also, ja, greifen Sie doch mal zu diesen...
Sprecher 3: Bücher sind eine Liebeserklärung an was eigentlich?
Sprecher 2: An...
Sprecher 3: Ein Buch zu lesen ist wie eine Liebeserklärung.
Sprecher 2: Nein, die Zeit, die wir mit Büchern verbringen, ist eine Liebeserklärung an uns selbst, so sage ich das.
Sprecher 3: Oh, Helene, da kommen mir ja die Tränen. So, das ist gut.
Sprecher 2: Auch schön gesagt.
Sprecher 3: Das ist schon me, myself and I.
Sprecher 2: Achso, me, myself and I. Okay.
Sprecher 3: Die machst du direkt Dienstag. Okay.
Sprecher 2: Ich, ich und ich. Und wenn Sie Lust haben, auch mal über was anderes als über... Bei uns geht es immer nur um Michael und mich. Nee, bei uns geht es immer nur um Michael und die Liebe.
Sprecher 3: Wir nehmen auch wieder das große Wir. Ja, genau. Und wir ist schön.
Sprecher 2: Hello.
Sprecher 3: Hello. So.
Sprecher 2: Ich habe doch eine Anmeldung gemacht.
Sprecher 3: Ja, die hat sie gemacht. Das war ja, da stand ja schon alles dran.
Sprecher 2: Nein, die Anmeldung war gut. Die Anmeldung war super.
Sprecher 3: Da waren alle Zahlen drin.
Sprecher 2: Da war ein abgespecktes schwedisches Modell. Nein, da waren überhaupt keine Zahlen drin.
Sprecher 3: Und raus. Perfekter, gutes Opening.
Sprecher 15: Da spürt man die Emotionen.
Sprecher 2: Oh Mann, ich muss mich vorbereiten jetzt auf einen ganz anderen Mann.
Sprecher 15: Du musst dich nicht vorbereiten. Arbeck, dein Mann. Helene, dein Liebling.
Sprecher 2: Okay. Reden wir über Robert Habeck, den Bestaussehenden.
Sprecher 15: Bloß nicht. Hast du schon was für die Shitshow in unserem 5-Minuten-Sendung? Helene, interessant, dass du immer als Intellektuelle gilst, aber sofort wieder auf sowas. Nur Äußerlichkeiten. Bei Habeck, du nur auf Äußerlichkeiten.
Sprecher 2: Was den Allermeisten... Es geht immer um Äußerlichkeiten. Bei dir geht es auch um den Po, Michael. Nein. Also bei dir. So, komm, los geht's.
Sprecher 15: Mann, ey, das gibt's doch nicht.
Sprecher 2: Wann ist die Haushaltsberatung? Die fängt morgen an, ne?
Sprecher 15: Ja, heute schon lange.
Sprecher 2: Schon heute. Was ist heute für ein Tag? Dienstag.
Sprecher 15: Nee, das kann nicht sein.
Sprecher 2: Das kann nicht sein, am Mittwoch.
Sprecher 15: Ja, im Bundestag.
Sprecher 2: Okay, alles klar. Okay.
Sprecher 15: Bums.
Sprecher 2: Toll.
Sprecher 15: So, ich übernehme mal für die beiden. Wir würden uns natürlich freuen, wenn Sie uns weiterhin treu bleiben. Falls Sie es noch nicht getan haben und nichts verpassen wollen, abonnieren Sie uns gerne in der Podcast-App Ihres Vertrauens. Und was uns auch helfen würde, falls Sie uns noch ein bisschen unterstützen wollen, lassen Sie auch gerne gleich eine Bewertung da. Das bringt uns hier im Haus in den Podcast-Apps nochmal ein enormes Stückchen vorwärts. Morgen dann wieder in aller gewohnter Kürze. 25 Minuten ist ja die Deadline, ist die Grenze mit den aktuellsten Themen. Bis dahin, schönen Mittwoch noch.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.