Die Richterwahl
Es hat geklappt: Sigrid Emmenegger, Ann-Kathrin Kaufhold und Günther Spinner haben die notwendigen Zweidrittelmehrheiten bekommen. Damit endet die wochenlange Hängepartie um die Besetzung der wichtigen Posten. Unionsfraktionschef Jens Spahn hatte „liefern müssen“. Grüne und Linke stimmten mit – welchen Preis werden sie dafür verlangen?
[01:31]
Der DAX-Konzern Infineon investiert fünf Milliarden Euro in eine neue Chip-Fabrik in Dresden. CEO Jochen Hanebeck will damit den Standort Deutschland stärken und die europäische Souveränität im Halbleiter-Bereich ausbauen. Die neue Fabrik soll Chips für die Autoindustrie und erneuerbare Energien produzieren; dabei sollen bis zu 1.000 Arbeitsplätze entstehen.
[03:48]
Der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie sieht KI als eine der großen Herausforderungen für die Bildungssysteme: „Wir leben in einer Welt der falschen Nachrichten.“ Wie müssen Schulen und Universitäten auf KI reagieren? Deutschland ist auf dem richtigen Weg, meint Hattie.
Bundesbildungsministerin Karin Prien sieht KI pragmatisch: „Die Schule wird durch KI nicht auf den Kopf gestellt.“
[08:37]
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Jens Spahn ist gerettet, die Koalition ist gerettet. Die drei Richterkandidatinnen und Kandidaten sind gewählt. Gestern mit einer Zweidrittelmehrheit im Bundestag. Wir sagen Ihnen mal, was hinter den Kulissen los war.
Sprecher 3: In Finien ist die Hoffnung Deutschlands und wahrscheinlich ganz Europas im Halbleitersegment. Der CEO des Sachs-Konzerns, Jochen Hanebeck, will weiter in den Standort Deutschland investieren. Er sagt aber auch, dass es in dem Bereich unmöglich ist, komplett ohne China oder die USA zu arbeiten. Was er damit meint, das haben wir ihn direkt gefragt.
Sprecher 2: Wir bleiben bei den Technologien der Zukunft. KI hat und wird natürlich einen großen Einfluss auf nicht nur unsere Wirtschaft, sondern auch unser Bildungssystem haben. Aber wie genau und wie können wir es nutzen? Der Bildungsforscher John Hattie hat sich damit intensiv auseinandergesetzt. Außerdem sprechen wir mit Bildungsminister Karin Prien über Social Media und KI im Schulalltag.
Sprecher 3: Die Älteren von uns erinnern sich noch an den Kraftriegel der Facharbeiter, so hat Gerhard Schröder die Currywurst genannt. Und heute reden wir über das Pausenbrot der Multikulti-Gesellschaft. Vielleicht kann man es so nennen. Jedenfalls die Rede ist vom Döner und dem Streit um die richtige Rezeptur. Es ist Freitag, der 26. September. Schön, dass Sie dabei sind.
Sprecher 4: Herr Dr. Günther Spinner hat damit die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Ja- und Nein-Stimmen und mindestens 316 Ja-Stimmen erreicht. Er ist damit zum Richter des Bundesverfassungsgerichtes gewählt worden. Damit hat Frau Dr. Ann-Kathrin Kaufhold die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Ja- und Nein-Stimmen und mindestens 316 Ja-Stimmen erreicht. Sie ist damit zur Richterin des Bundesverfassungsgerichtes gewählt. Damit hat Frau Dr. Sigrid Emmenegger die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Ja- und Nein-Stimmen und mindestens 316 Ja-Stimmen erreicht. Auch sie ist damit zur Richterin des Bundesverfassungsgerichtes gewählt.
Sprecher 3: Am Ende ist es dann doch gut gegangen, nach ganz schönen Querelen im Vorfeld. Aber jetzt haben wir drei neue Verfassungsrichter, nämlich Sigrid Emmenegger, Ann-Kathrin Kaufhold und Günther Spinner, haben die nötige Zweidrittelmehrheit im Bundestag bekommen.
Sprecher 2: Ja, und damit ist der Unionsfraktionschef Jens Spahn natürlich vor allem gerettet, dem man das... Desaster rund um die Kandidatin Brosius-Gersthoff am Ende schon angelastet hat. Jetzt aber kann diese Koalition nach vorne schauen. Die Richterbänke sind endlich auch wieder besetzt. Was lernen die daraus? Ist eigentlich die Frage. Und müssen die Grünen und die Linken, die ja jetzt teilweise mitgestimmt haben, werden die dafür einen Preis verlangen?
Sprecher 3: Tja, erstmal jedenfalls haben sie mitgestimmt. Die Grünen haben das getan. obwohl sie ja im Vorfeld gemurrt haben. Sie waren ja schon entsetzt über den Umgang mit Frauke Brosius-Gersthoff und hatten dann doch sehr gehofft, dass es beim zweiten Mal besser läuft. Jedenfalls besser in dem Sinne, dass sie eingebunden informiert und konsultiert werden. Das ist alles nicht passiert, sondern es ging ziemlich hoppla hopp. Die Grünen haben dann entschieden, doch mitzustimmen für diese drei Richter. Und bisher haben sie nicht verlauten lassen, dass sie dafür irgendetwas wollen. Aber bei den Linken ist das wahrscheinlich anders.
Sprecher 2: Genau, bei den Linken, da dürfte es ein Nachspiel geben. Spätestens in der Reformkommission zur Schuldenbremse wird man sich nicht abspeisen lassen, dass die SPD immer mit den Linken reden sollen und die Unionspolitiker die direkten Gespräche verweigern. Das werden die Linken sicherlich nicht mitmachen. Also diese Gretchenfrage bei der Union, nämlich wie hältst du es mit der Linken, die wurde heute jedenfalls erstmal nur vertagt. Die Wirtschaft in Deutschland, sie steckt tief in der Transformation. Die industrielle Produktivität, sie sinkt seit 2018 kontinuierlich. Und manch ein Unternehmen geht durch ein Stahlbad, um ja was zukunftsfähig zu werden oder am Ende nicht zu überleben. Bosch jedenfalls, eine der großen Traditionshäuser in der deutschen Wirtschaft, kürzt jetzt 13.000 Stellen allein in Deutschland. Diese Nachricht schockierte gestern die deutsche Wirtschaft. Ein anderer deutscher Riese geht einen anderen Weg und investiert in den kommenden Jahren 5 Milliarden Euro in eine neue Fabrik in Dresden, eine Chipfabrik. Wir reden über Infineon. Der DAX-Konzern möchte nicht nur Europa und Deutschland souveräner und unabhängiger machen von den großen Chip-Herstellern in China und in den USA, sondern er glaubt auch wirklich an den Standort Deutschland und dass man hier mit Technologien gute Geschäfte machen kann. Nächstes Jahr soll die Fabrik schon mal anfangen zu produzieren. Unter Volllast soll sie dann spätestens 2031 laufen. Hergestellt werden in Dresden ein Halbleiter, die die Dekarbonisierung und Digitalisierung voranbringen könnten und sollen. In der Autoindustrie, aber eben nicht nur dort, vor allem auch in Anlagen der erneuerbaren Energien. Bis zu 1000 Arbeitsplätze könnten entstehen. Das hört sich doch alles ganz gut an. Und Jochen Hanebeck, der CEO von den vielen, hat uns diese Woche bei Table besucht und mit uns über den Standort Deutschland gesprochen. Alex Hof. Hoffmann, unser Redaktionsleiter vom CEO-Table, hat ihn hier empfangen diese Woche und mit ihm gesprochen. Alex ist jetzt bei mir im Studio. Einen schönen guten Tag, Alex.
Sprecher 5: Hallo Michael.
Sprecher 2: Warum Dresden? Also was sind für ihn die Vorteile, in Dresden eine Chipfabrik zu bauen?
Sprecher 5: Das Know-how, das da existiert. Da entsteht gerade ein Cluster rund um Halbleiterherstellung. Da ist auch zum Beispiel der große taiwanische Hersteller TSMC, die da eine große Fabrik bauen und eben Infineon.
Sprecher 2: Dann klär uns erst nochmal auf, was ist genau ein Chip, den Infineon baut? Was sind die Chips, die man heute in der KI-Welt braucht, wo Nvidia so weit vorne ist? Und was sind Halbleiter? Also damit wir mal die Abgrenzung dieser Märkte mal verstehen.
Sprecher 5: Halbleiter sind das alles. Die Unterschiede zwischen den KI-Chips und den Chips, die Infineon hauptsächlich baut, sind das... In Elektronik steckt ja ganz, ganz viel. KI-Chips sind eine Sache, die sind sehr spezialisiert. Infineon baut Chips, die viel auch in iPhones vorkommen, die in unseren Computern drin sind, aber nicht unbedingt KI-Chips.
Sprecher 2: Jetzt heißt es, China und USA sind bei dem Thema Chip oder Halbleiter längst enteilt und es macht gar keinen Sinn mehr, da rein zu investieren. Wir können das gar nicht mehr aufholen. Stimmt das?
Sprecher 5: Man muss das differenzieren. Bei KI-Chips ist das sicherlich richtig. Da liegt Nvidia ganz, ganz, ganz weit vorne und hat einen Vorsprung, der auch schwer einzuholen sein wird. Aber große Firmen, auch Infineon, kooperieren ja auch mit Nvidia, zum Beispiel im Robotikbereich. Deswegen, das Know-how kann man einkaufen, aber, und das sagt der der Infineon-CEO auch ganz deutlich. Im Halbleiter-Business kann man keine Autarkie wirklich erreichen. Man ist im Großen und Ganzen auf Japan, China und USA angewiesen.
Sprecher 2: Also die ganzen Diskussionen um europäische Souveränität sind nur halb richtig, weil am Ende die Verflechtung der Weltwirtschaft so intensiv ist, dass selbst in diesem hochsensiblen Bereich keiner auf irgendwelche Zulieferer... Verzichten kann, die es in den USA oder im asiatischen Raum gibt.
Sprecher 5: Was das Halbleitergeschäft angeht, ist das so. Wir haben zum Beispiel in Deutschland, das ist wahrscheinlich auch gar nicht so wahnsinnig bekannt, ein Konsortium rund um Zeiss, die bauen ganz riesige Spiegel, die zur Belichtung von Halbleiterproduktionen notwendig sind. Und da gibt es ein Konsortium, das ist eine niederländische Firma, ASML, Zeiss und Trumpf. Trumpf baut die Laser. Da ist dieses Konsortium weltweit der einzige Lieferant für.
Sprecher 2: Jedenfalls sind das, wenn ich dich richtig verstehe, deutsche Vorzeigegeschichten in einer Technologie von morgen. Also vielleicht schaffen wir doch den Sprung. Und darum geht es doch in all unseren Debatten, Alex, von der alten industriellen Maschinenbau- und Automobilführerschaft auch zu neuen Technologien. Da ist was drin, da ist noch Potenzial.
Sprecher 5: Auf jeden Fall. Also insbesondere, was jetzt eben so Spezialzulieferer im Halbleiter-Business angeht, aber auch in anderen Bereichen. Quantencomputer zum Beispiel sind wir in der Forschung ganz vorne. Fusion sind wir in der Forschung ganz vorne. Da sind sicherlich noch Bereiche, wo Deutschland führend sein kann.
Sprecher 2: Und ein Teil kommt in... Eben aus Sachsen, aus dem Saxony Valley, wie die Einheimischen sagen würden. Alex Rufmann war das von unserem CEO-Table. Morgen in unserem CEO-Table lesen Sie die ganze Geschichte. Ich kann Ihnen das wie immer nur herzlichst empfehlen. Table.media slash CEO, unser Samstags-Wirtschafts-Newsletter gratis. Vielen Dank für deinen Besuch, Alex. Danke, Michael. John Hattie ist ein neuseeländischer Bildungsforscher und emeritierter Professor an der Universität Melbourne. Kennen Sie ihn nicht? Sollten Sie ihn allerdings kennen, denn dieser Mann hat die Metastudien zum Lernen, zur Bildungsforschung in den vergangenen Jahrzehnten veröffentlicht. Zuletzt wieder eine über das Thema Visible Learning. Und es geht darum, was erfolgreiches Lernen ausmacht. Und dafür hat er tausende Studien durchgescannt, analysiert und zusammengefasst zu einer Metastudie.
Sprecher 3: Und was den Wissenschaftlern momentan besonders stört, ist, dass wir in unseren Bildungsdiskussionen immer nur auf das Ergebnis gucken. Also die Note, die bei dem Schüler oder der Schülerin dann hinten rauskommt. Aber wie gelernt wird, das schauen wir uns viel zu wenig an. Und darauf weist übrigens auch unser Bildungstable hin, dass es da ein Defizit gibt. Vera Kraft, die Redaktionsleiterin dieses Tables, hat mit John Hattie darüber gesprochen, was man da tun kann, um diesen Prozess zu verbessern, den richtigen Fokus zu richten und welche Rolle KI dabei spielen kann. Hören Sie doch mal rein.
Sprecher 6: We look at what can politicians do. They have like a big focus also on testing and measuring the quality in learning or the success of schools.
Sprecher 7: Well, I take the line, I have no troubles with those measurements, but the trouble I have is that we collect them. I want to leave them in the school and ask the school to interpret them, and I'll judge the quality of the interpretations they make. For example, in Australia, in my political role there, we have every one of the 400 teacher education institutions had to put evidence on the table that their graduates could change the learning lives of their students. Now, they were very angry at that because they thought that wasn't their job. And I thought, well, what is their job if it isn't that? And they've got together and they've done it. And we've dramatically improved not only the quality of initial teacher education, but we have the evidence of the quality. And we've changed the dialogue. And I think it's the same in school systems. I want to hear a principal argue their case. If they just used test scores, I'd fail them. If they didn't use test scores, I'd fail them. I want to see what evidence do they have that all their students feel invited and want to belong part of learning. I want to see progress and are all the students gaining at least a year's growth for a year's input. I want to see respect for self and respect for others. And I think this is the kind of thing which you hear principals talking. What do they value? Because what they value permeates through the school. What is their evidence? And then I'm willing to sit and... say to them, what do you need to improve and how can I help you? That's the role of government.
Sprecher 6: So the schools need more knowledge also how to deal with the data.
Sprecher 7: Absolutely. In the same way, I argue that students should be taught how to use their own data.
Sprecher 6: You also mentioned before that AI brings the most dramatic change to education. Yeah. In what way should schools react to that change?
Sprecher 7: Look, there's lots of scary going on and there's lots of hype going on. And as is always the case when that happens, schools are quite reticent and nervous to jump in and use it too quickly. And I just worry that we're going to have a long delay before we do it. And my argument and the reason that I've come back to Germany is to see how you are doing it. And my argument is it's not literacy because that implies there are certain knowledges that people should have use it. There are skills and competencies. And you had an excellent discussion 10 or 15 years ago about competencies. I want to know what are the competencies we should be teaching? Students and teachers to effectively use AI, such as how to ask questions, such as how to know when it's right or wrong and it's good enough. And we live in a world now of fake news. We live in a world of a lot of distrust. We have to teach our students when to trust, when not to trust. And AI is going to speed that up. And if we don't move... Reasonably quickly to do it, it's going to get ahead of us and the kids are going to use it in ways that are not going to be the socially most acceptable. Captive ways to do. So I'm keen, and I don't think there's been a town I've been in Germany in the last two weeks which isn't got a group that's focused on this.
Sprecher 6: We often talk about the problems we have, but what are the things that also inspired you here in Germany?
Sprecher 7: Well, firstly, I just want to go to the first part of your question there, Vera. As educators, sometimes we're not very good at getting the right problem on the table. We rush to the solution. You've got the right problem on the table. And I think that is a massive bonus. Our country hasn't. The problem we put on the table is banning it or not banning it. The problem we put on the table is not using it or whatever.
Sprecher 6: So the discussion here is a better one?
Sprecher 7: It's an absolutely vital one, yes. And so I think there's a lot of places looking to how you're going to resolve this. It's not happening in many parts of the world. And so you've got it firmly on the table. You don't get an answer if you don't ask the right questions, and at least you're moving that way. So that's why I'm here, and I'd like to come back and hear more about what you're doing to this, because this is kind of world-leading.
Sprecher 2: Ja, Hettis These ist also, dass wir den Kindern beibringen müssen, die richtigen Fragen zu stellen, die Neugier zu zeigen und das Lernen zu lernen. Sie müssen so gut es geht erkennen können, was ist wahr und was nicht. Aber wie sieht es im deutschen Bildungssystem aus? Hat man diese Gefahr da schon erkannt? Wird darüber überhaupt diskutiert? Das wollte Vera Kraft dann auch von der Bildungsministerin Karin Prien wissen.
Sprecher 8: Kinder und Jugendliche müssen lernen, damit umzugehen, aber altersgerecht. Und sie müssen auch lernen, eine kritische Haltung zur KI in entwickeln zu können. Dafür müssen sie zumindest den Ansätzen verstehen, wie es funktioniert. Und sie müssen, auch das hat John Hattie gesagt, lernen, die richtigen Fragen zu stellen. Das geht übrigens ohne ein Wertefundament überhaupt nicht. Es geht auch ohne Wissen nicht, die richtigen Fragen zu stellen. Und deshalb verändert sich in Wahrheit... Gar nicht so viel. Schule muss nach wie vor Kompetenzen vermitteln und muss Werte vermitteln.
Sprecher 6: Also die Schule wird dadurch nicht auf den Kopf gestellt?
Sprecher 8: Wir werden neue Aufgabenformate brauchen. Wir werden neue Prüfungsformate brauchen. Und auch das haben wir ja schon eben gehört. In Deutschland machen sich überall die Landesinstitute auf den Weg, genau das zu machen. Ich glaube, Schulsysteme ändern sich immer ziemlich fix, wenn sich die Aufgabenformate und die Prüfungsformate ändern. Weil dann fängt man nämlich an, auf die neuen... Prüfungsformate hin, auch den Unterricht stärker auszugestalten. Das ist leider die Realität.
Sprecher 6: Das heißt, wir bräuchten ein neues Abitur, damit sich Lernen ändert.
Sprecher 8: Die gleiche Debatte haben wir übrigens geführt, als der Taschenrechner eingeführt wurde. Da war nämlich auch die Frage, muss man überhaupt noch rechnen können oder kann das alles der Taschenrechner? Wir wissen heute, Es wird auch weiter unterschiedliche Aufgabenformate geben, aber es wird auch welche geben müssen mit generativer. Das ist mir auch nochmal wichtig. Wir reden über generative KI, wir reden aber auch über KI im Einsatz von tutoriellem Systemen. Wo die KI helfen kann, Rückmeldungen zu geben. Auch ein sinnvoller Einsatz solcher Tools wird in Schulen eine größere Rolle spielen und wird Lehrkraften die Zeit geben, sich mehr um Schülerinnen und Schüler zu kümmern. Also ich glaube, wir müssen auch, wenn wir über KI sprechen, ist ähnlich wie mit die Digitalisierung, dann meinen wir in Wahrheit sehr viele verschiedene Anwendungen.
Sprecher 6: Also da auch ein bisschen... Stärker differenzieren in der Debatte.
Sprecher 8: Ja, bitte, bitte, bitte mehr Differenzierung.
Sprecher 6: Ja, grundsätzlich wurde die Debatte aber von John Hattie gelobt, die in Deutschland geführt wird. Also es findet differenzierte Debatte auch statt. Es wurde aber auch angebracht, auch vorhin im Bühnengespräch, dass etwas mehr Geschwindigkeit reinkommen soll. Auch die Erwartung formuliert, wenn John Hattie das nächste Mal, also circa in einem Jahr wahrscheinlich, nach Deutschland kommt, dann möchte er Ergebnisse sehen. Welche Ergebnisse wollen Sie John Hattie in einem Jahr präsentieren?
Sprecher 8: Also wir haben ja der Kommission, die wir jetzt eingerichtet haben, die Aufgabe gegeben, bis zum nächsten Sommer. Uns konkrete Empfehlungen vorzulegen. Also es wird konkrete Ergebnisse nächsten Sommer geben und dann werden wir versuchen, dieses Kunststück zu vollbringen, alle die Verantwortung tragen, an einen Tisch zu bringen und daraus sehr schnell eine Strategie zu entwickeln. Denn ich teile die auch. Also wir haben nicht viel Zeit. Wird diese neue Technologie unsere Welt und unsere Schulen, vor allem die Köpfe unserer Kinder und Jugendlichen so verändern, dass wir dann, der Zug schon wieder abgefahren ist, so wie es bei Social Media ja auch gewesen ist. Da haben wir viel zu lange zugeschaut. Und deshalb dränge ich sehr, aber Wissenschaft braucht auch Zeit. Und deshalb versuchen wir, da den Mittelweg zu gehen. Aber ich weiß, dass die Mitglieder der Kommission hochmotiviert sind und uns sehr schnell auch Ergebnisse vorlegen wollen.
Sprecher 6: Vielen Dank, Frau Prien.
Sprecher 8: Vielen Dank, Frau Kraft. Und vielen Dank, Don Hattie, dass du hier bist.
Sprecher 6: Thank you very much.
Sprecher 8: Das war die Bundesbildungsministerin. Und wenn Sie es ganz genau wissen wollen, dann schauen Sie doch mal rein in unseren Bildungstable unter www.table.media. Wir können das nur empfehlen.
Sprecher 2: Ja, Helene, wichtigste Nachricht des gestrigen Tages. Der Dönerstreit ist offiziell beendet. Der internationale Dönerverband UdoFIT, kannte ich auch noch nicht, hat jetzt seinen Antrag zurückgezogen, auch in Deutschland die Rezeptur für einen Döner zu bestimmen, also Vorgaben zu geben, wie wir unser, ja man muss fast sagen, inzwischen Lieblingssnack hier genießen dürfen und können. Warum, ist nicht ganz klar, aber jedenfalls kann jetzt jeder in Deutschland wieder seinen Döner so herstellen, wie er das gerne machen möchte.
Sprecher 3: Also Döner ist das, was sich als Döner ausgibt.
Sprecher 2: Döner bleibt Döner.
Sprecher 3: Döner macht schöner.
Sprecher 2: Lecker ist er jedenfalls, dieser Snack. Aber bevor Sie jetzt schon zum Frühstück einen genießen, weisen wir noch kurz auf Samstag hin. Unsere Sonderedition diesmal aus dem Bereich der Politik. Stefan Braun hat mit Klaus-Peter Schmidt de Guel gesprochen, dem ehemaligen langjährigen Berater von Hans Eichel und ihn gefragt, wie das damals eigentlich gemacht wurde mit der Agenda-Reform. Wie hat man Deutschland darauf vorbereitet und im Nachgang das kommuniziert? Hören Sie sich das mal rein am Samstag. Wir freuen uns, wenn Sie wieder dabei sind. Ansonsten wir beide wieder am Montag ab 5 Uhr. Table today.
Sprecher 3: Tschüss.
Sprecher 9: Such a sweet thing, good enough to eat. And it's just what I'm gonna do. Who loves to hold ya? Who loves to kiss ya? Who loves my love it so? Sweeter, sweeter than sugar. Cool love, I won't let you go. Yummy, yummy, yummy, I got love in my tummy. And it's silly as it may seem. The loving that you're giving is what keeps me living. And love is like a piece of cream. Kind of like sugar, kind of like spices, kind of like, like what you do. Kind of sounds funny, but I love honey. And honey, I love you. Yummy, yummy, yummy, I got love in my tummy that your love can't satisfy. Love, you're such a sweet thing, good enough to eat a thing and a sweet thing.
Sprecher 10: I love to hold you. I love to kiss you. Oh, love, I love it so. Oh, love, you're sweeter, sweeter than sugar. Oh, love, I won't let you go. Sweet thing, lovey on it. Sweet thing. Sweet thing. Yummy, yummy.