Ist Frieden zwischen Israel und Palästina möglich, Herr Arafeh?
Dauer: 25:43

Ist Frieden zwischen Israel und Palästina möglich, Herr Arafeh?

Laith Arafeh wirft Israel "ethnische Säuberung" und Kriegsverbrechen in Gaza vor. Der palästinensische Botschafter in Berlin beschuldigt in dem kontroversen Gespräch die israelische Regierung, den Gazastreifen rekolonialisieren zu wollen. Im Interview verteidigt Arafeh die palästinensische Führung. Er fordert eine Zwei-Staaten-Lösung, sieht aber die Schuld ausschließlich bei Israel.

[09:49]

Die schwarz-rote Koalition kämpft mit sich selbst. Bundeskanzler Friedrich Merz trifft sich heute mit den Unionsministern, um sich auf den Reform-Herbst vorzubereiten. Am Wochenende hat Merz klargemacht, dass die bisherige Performance der Koalition zu wünschen übrig lässt: "Es muss auch besser werden."

Michael Bröcker und Helene Bubrowski diskutieren die bisherige Performance des Kabinetts.

[01:23]


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Transkript

Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.

Sprecher 2: Die Politik in Berlin erwartet einen heißen Herbst. Friedrich Merz trifft sich heute mit seinen CDU-Ministern, um sich schon mal einzuschwören auf harte Verhandlungen mit der SPD. Und in der SPD spekuliert man munter weiter über Steuererhöhung. Diese Koalition findet noch nicht so wirklich zusammen. Wir bringen sie mal auf den neuesten Stand.

Sprecher 3: Und wir müssen heute auch wieder mal nach Israel und Palästina schauen und uns der Frage widmen, ob ein dauerhafter Frieden dort überhaupt noch denkbar ist, wenn man sich anschaut, was seit dem 7. Oktober 2023 passiert ist. Wir fragen Laid Arafay, den bevollmächtigten Botschafter der palästinensischen Mission in Berlin.

Sprecher 2: Und zum Schluss geht es um das vermeintliche Trendgetränk Matcha und warum es hier zu einem Engpass kommen könnte. Los geht's, es ist Montag, der 25. August. Helene, um 15 Uhr im Kanzleramt wieder einmal eine Art Krisengipfel, den natürlich nie jemand so nennen will. Die CDU und CSU-Minister sind zu Gast beim Kanzler und wollen sich auf den Herbst und die Verhandlungen mit der SPD einschwören.

Sprecher 3: Michael, da wird uns Medien sonst sicherlich wieder unterstellt, dass wir eine Krise in der Regierung herbeireden oder herbeischreiben. Dann sage ich, nichts liegt uns ferner, denn auch wir wünschen uns, dass die Regierung funktioniert. Gleichwohl muss man doch drauf schauen, was sie so macht und warum sie nach über 100 Tagen eben nicht so zusammengekommen ist, dass man den Eindruck hat, die arbeiten vor allem, sondern nein, man hat den Eindruck, sie beschäftigen sich noch ziemlich viel mit sich selbst.

Sprecher 2: Friedrich Merz war auf dem Landesparteitag der CDU in Niedersachsen, Osnabrück und hat eigentlich schon mal ein paar Pfeile Richtung Sozialdemokratie geworfen und klar gemacht, der Außenkanzler will sich jetzt auch mal um die Innenpolitik kümmern. Hören wir mal rein.

Sprecher 4: Und ich werde mich durch Worte wie Sozialabbau und Kahlschlag und was da alles kommt nicht irritieren lassen. Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar. Und deswegen werden wir das ändern müssen.

Sprecher 3: Das ist natürlich erstmal eine ziemliche Provokation in Richtung SPD. Genau davor hat die SPD ja Sorge, dass es, wie es dann immer heißt, eine Axt gibt, die an den Sozialstaat gelegt werden könnte. Und natürlich argumentieren die Sozialdemokraten, dass es auch so viele Wünsche gibt. gibt von Seiten der CSU und auch der CDU, die jetzt erfüllt worden sind, dass man auf gar keinen Fall bei den Vorhaben der SPD noch weiter kürzen dürfte. Also die Frage, was passiert mit den Sozialleistungen, das wird im Herbst sehr kontrovers werden und wir haben hier schon mal einen kleinen Vorgeschmack gehört.

Sprecher 2: Ja, der Herbst der Sozialreform, naja, also wenn man Bärbel Baas im Interview, im Sommerinterview bei der ARD gehört hat, das ist alles noch sehr vage und da soll alles diskutiert werden und dann gibt es vielleicht nächstes Jahr mal Vorschläge und vielleicht gibt es dann irgendwann auch nochmal Ergebnisse. Also ich weiß noch nicht, wie diese beiden Parteien gerade bei dem Thema eigentlich zusammenkommen wollen. Und wenn man sich mal das Organigramm dieser Sozialstaatskommission anguckt, da sind dann irgendwie acht Bundesministerien beteiligt. Die Länder sind noch mit drin und die Stakeholder werden auch noch befragt. Es klingt alles schon wieder sehr kompliziert. Dabei weiß man doch eigentlich schon alles, was da die Wissenschaft immer schon zum Sozialstaat analysiert hat, liegt doch alles schon vor.

Sprecher 3: Auf die anderen meckern, das ist immer einfach. Immerhin zeigt Merz auch einen Funken Selbstkritik. Sein Fazit der bisherigen Leistung der Koalition lautet so.

Sprecher 4: Ich bin mit dem, was wir bis jetzt geschafft haben, nicht zufrieden. Das muss mehr werden. Es muss auch besser werden.

Sprecher 2: Selbstkritik geht bei Merz natürlich nie ohne doch noch einen kleinen Ratschlag an die Genossen. In diesem Fall ein ziemlich kritischer Satz, wie sich doch die SPD idealerweise strategisch aufstellen sollte.

Sprecher 4: Aber wenn diese Partei die Kraft besitzt, Migranten zu verhindern, kritisch zu werden und industriefreundlich zu werden, dann hat diese Partei auch eine Chance, in der Regierung Tritt zu fassen, mitzumachen und die Reformen dieses Landes in die richtige Richtung, auf den richtigen Weg zu bringen. Ich wünsche mir, dass das...

Sprecher 3: Solche Sätze sagt man vielleicht mal am Kabinettstisch, wahrscheinlich noch eher im Vier-Augen-Gespräch beim BIA, wenn es denn ein wohlgemeinter Ratschlag ist über die Positionierung der SPD. Mein Gefühl ist, wenn man den öffentlich sagt, dann ist er mit Sicherheit eher kontraproduktiv. Also sei doch mal ein bisschen mehr so. Das wirkt in Partnerschaften schon mal nicht und sicherlich in Koalitionen auch nicht.

Sprecher 2: Was ist vor allen Dingen auch mit der CDU selbst los? Wir müssen natürlich auch mal die Performance der eigenen Minister reden. Und da gibt es ja durchaus Licht und Schatten.

Sprecher 3: Also ich muss sagen, auf Unionsseite, so ein echter Star fällt mir nicht ein. Ja, Alexander Dobrindt kommt oft vor, kann sich gut inszenieren, das wissen wir. Aber aus dem Haus ist zu hören, da gibt es doch einigen Unmut. Viele Personalentscheidungen sind immer noch nicht getroffen, zum Beispiel. Der Chef des Verfassungsschutzes, seit über einem halben Jahr ist diese Behörde jetzt kopflos und man weiß nicht so richtig, was Dobrindt will. Ja, hat mich bisher nicht überzeugt.

Sprecher 2: Ja, ich glaube, bei Dobrindt ist es am umtriebigsten noch. Er hat immerhin in der Migrationsfrage das umgesetzt, was im Koalitionsvertrag passiert. Und auch die Themen häusliche Gewalt und auch Links- und Rechtsextremismus, man hat zumindest das Gefühl, dass er dies annimmt. Aber andere müssen eigentlich noch viel größere... Dinge liefern und da wartet man auch drauf. Zum Beispiel Katharina Reiche, das Monitoring der Energiewende. Wo stehen wir da eigentlich? Wo kommt der Strom künftig her? Und warum hat sie sich nicht gegen die nicht erfolgte Stromsteuersenkung gewehrt? Das wäre ein Moment gewesen, wo eine Energie- und Wirtschaftsministerin mal aufspricht oder was sagt. Das fand ich ein bisschen überraschend. Und von Frau Waken hat man auch noch nicht so wirklich viel gehört. Die ist übrigens für diejenigen da draußen, die es nicht wissen, Gesundheitsministerin.

Sprecher 3: Ja, Frau Wacken ist, so höre ich das immer noch, dabei, sich in die Themen einzuarbeiten, während gleichzeitig ja die Krankenhausreform ja vorangetrieben wird und werden muss. Denn dort ist der Zeitdruck groß, abgesehen von den vielen anderen Themen. Michael, Thema Sozialstaat, das hat nicht nur mit Bärbel Basministerium zu tun, sondern auch in hohem Maße mit dem BMG. Alles, was mit Krankenkasse und Pflege zu tun hat, darum muss sich Frau Wacken kümmern und ihrerseits mal Vorschläge machen, hat man noch nicht viel gehört.

Sprecher 2: Verena Huberts macht Schlagzeilen, weil sie demnächst als Ministerin in Mutterschutz gehen wird. Immerhin hat sie den Wohnungsturbo schon durchs Kabinett gebracht. Aber von Bärbel Bas gibt es ehrlicherweise außer von Vorschlägen und allgemeinen Sätzen, wir kriegen das schon hin, noch nicht wirklich viel, was sie eigentlich will, wie sie diesen Sozialstaat effizienter, treffsicherer machen will. Da würde ich mir auch ein bisschen mehr wünschen, ehrlich gesagt.

Sprecher 3: Stefanie Hubig, Justizministerin, hat jetzt ihr Thema gesetzt. Nach dem Thema Mieten hat sie jetzt das Thema Gewaltschutz für Frauen, insbesondere die elektronische Fußfessel. Hier ist ein Gesetz in Vorbereitung. ist jetzt natürlich kein breiten Massenthema und trotzdem eines, das sehr wichtig ist.

Sprecher 2: Carsten Schneider, ein Satz, der Mann geht zum Wacken Rock Festival, finde ich schon mal gut, kümmert sich um die Moore und hat immerhin klar gemacht, dass die Klimafragen, die Klimafragen, auch die Klimaziele nicht angetastet werden. Aber bei der Plastikkonferenz lässt er sich von seinem Staatssekretär vertreten. Auch da Licht und Schatten.

Sprecher 3: Wobei dieser Staatssekretär Flassbart einer der profiliertesten und bekanntesten in diesem Bereich ist. Also was das Know-how angeht, ohne Carsten Schneider zu nahe zu treten, hat er da sicherlich denjenigen geschickt, der in der Sache mehr versteht.

Sprecher 2: Das stimmt. Patrick Schneider, muss man sagen, hat immerhin jetzt den Bahnchef rausgeschmissen, worauf Deutschland wirklich gewartet hat. Und wir müssen diesem Mann... Zu billigen, dass der wichtigste Auftritt erst noch kommt, nämlich am 22. September, wenn er die Strategien für die Bahn vorstellen kann. Das ist seine Hauptbaustelle Nummer eins. Von ihm war sonst auch ehrlicherweise bisher noch nichts zu hören. Aber man ist ja jetzt bei 120 Tagen. Vielleicht sind wir auch einfach zu kritisch, Helene.

Sprecher 3: Ich frage es mich auch manchmal. Ich bin ja auch dagegen, immer alles schlecht zu reden. Man muss diesen Menschen eine Chance geben. Und gleichzeitig ist es dann doch so, dass es wirklich eben drängt, dass es eine große Frustration im Land gibt, dass die Leute das Gefühl haben, Politik ist ohnmächtig, dass sie wollen, dass die Regierung was macht und dann muss da auch ein bisschen was kommen. Aber kommen, reden wir noch über Lars Klingbeil, der auch eher zum Unfrieden in der Koalition beiträgt.

Sprecher 2: Entweder er macht klare Vorschläge, wie er sich die Steuer... Politik vorstellt oder er lässt es mit diesen unruhigen Äußerungen rund um Steuererhöhung. Ich finde sowas Raunendes, das bringt ja der Koalition jetzt auch nicht wirklich was. Ansonsten klar, er ist beliebt, er wirkt wie so ein sanfter Ruhepol in dieser Koalition. Aber man weiß auch nicht genau, welchen Staat wünscht sich dieser Mann? Welche finanzpolitischen Innovationen will der eigentlich? Wo will er unser Leben erleichtern?

Sprecher 3: Und man fragt sich auch in der Tat, warum stellt er das einfach so in den Raum und sagt, wir brauchen irgendwie Steuererhöhung, wissend, dass der Koalitionspartner das nicht will. Und auch wirklich nur mit diesem ziemlich platten Argument, wir haben kein Geld, das nicht wirklich verfängt, wenn wir wissen, dass wir Schulden in nicht gekannter Höhe jetzt aufgenommen haben. Also das kann man vielleicht auch anders erklären. Vielleicht ist es ja auch so, dass die Menschen das verstehen und vielleicht auch der Koalitionspartner, wenn man sagt, um manche oder viele zu entlasten, müssen wir an ganz wenigen Stellen mehr belasten. Vielleicht kann man auch diese Reizworte lassen wie Vermögensteuer, sondern vielleicht kann man auch über andere Dinge nachdenken. Also da kommt mir, wenn ich das so hart sagen darf, Lars Klingbeil auch ein kleines bisschen denkfaul vor.

Sprecher 2: Helene, harte Worte. Wir warten auf den Herbst der Reform und eins können wir Ihnen da draußen auf jeden Fall versprechen, dieser Herbst der Reform wird begleitet von Table Today und zwar sechsmal in der Woche, montags bis samstags, 5 Uhr. Jetzt gehen wir mal wieder rüber zu anderen Themen, oder Helene? Drei Viertel aller Staaten in den Vereinten Nationen haben Palästina als eigenen Staat anerkannt und unterhalten diplomatische Beziehungen. Deutschland tut dies formal und offiziell nicht, auch wenn der Druck zuletzt durch die Ankündigung Frankreichs nochmal größer geworden ist. Denn auch gibt es hier seit vielen Jahren die Mission der palästinensischen Selbstverwaltung in Berlin. Ihr oberster Vertreter ist der sogenannte bevollmächtigte Botschafter Laid Arafi. Nachdem wir hier im Podcast zuletzt den israelischen Botschafter und die Sprecherin des früheren Verteidigungsministers Israels hatten, haben wir gedacht, es wird Zeit, auch angesichts der Lage im Gaza, die Sichtweise der Palästinenser hier auch zu hören. Ich habe mit Arafi also natürlich darüber gesprochen, wie die Lage jetzt gerade ist, nachdem offiziell die Hungersnot ausgerufen wurde und wie er die umstrittene Militärtaktik des israelischen Premiers bewertet. Aber natürlich wollte ich von diesem Mann auch wissen, warum die Palästinenser seit Jahrzehnten nicht in der Lage sind, sich von dieser Terrorgruppe zu lösen und ob nicht alles am Ende durch den 7. Oktober in die Schieflage geraten ist. Sie ahnen es, es wurde durchaus kontrovers in unserem Gespräch, dass wir auf Englisch geführt haben. Zunächst habe ich ihn gefragt, wie die Lage gerade in Gaza ist. Dann spricht er von ethnischer Säuberung durch die israelischen Truppen und dem angeblichen Ziel der israelischen Regierung, den Gaza zu rekolonialisieren. Was ich in der Wortwahl aber auch inhaltlich zurückgewiesen habe, denn die offiziellen Verlautbarungen zumindest der relevanten Menschen nicht. In Israel, die sind andere. Aber hören Sie doch einfach selbst. Hello, welcome, Ambassador Arafat. Hello.

Sprecher 5: Thank you for having me.

Sprecher 2: According to the UN, for the first time in the history of the Middle East countries, a famine was declared by authorities in Gaza. What is the situation right now? What do you hear from your people?

Sprecher 5: As you've rightly stated, Gaza is already enduring a man-made famine that is imposed by the Israeli occupation authorities as a result of this inhumane blockade that has been ongoing for months now, that has been ongoing in defiance of all international calls. The goal of this ongoing onslaught is to ethnically cleanse the Palestinian people and to clear the way for the recolonization of the Gaza Strip, for the reconstruction of Israeli settlements in Gaza. This has been the stated goal. This has been repeated time and again as the purpose of the ongoing campaign by Israeli officials, by members of the Israeli government, and they're unabated in this attempt.

Sprecher 2: Ethnic cleansing, isn't that the wrong term? I mean, isn't it supposed to be for a very dark chapter of the German history? The majority of the Israelis doesn't want to ethnic cleanse the Gaza Strip. They want to get rid of Hamas. Isn't that in any way understandable that the goal is to get rid of Hamas?

Sprecher 5: Are you basically saying that it is understandable to kill over 60,000 innocent civilians, including 18,000 civilians?

Sprecher 2: I'm understanding the goal. The goal of killing the aggressor Hamas, who killed a thousand Jews in a first attack at October 7th, when Israeli soldiers were out of Gaza for years already.

Sprecher 5: The goal of the ongoing onslaught in Gaza has been pronounced repeatedly by... Senior members of the Israeli government. These are all statements that are a matter of public record. Everything that is happening in Gaza is premeditated, is part of a preconceived plan that basically attempts to achieve the goal, the goal of ethnically cleansing, of depopulating Gaza, of removing the Palestinian people from Gaza by way of displacement, by way of forced transfer.

Sprecher 2: Okay, we might disagree on the goals, at least when it comes to the majority of the Israelis. But let's go back to the...

Sprecher 5: You disagree? Do you speak for the Israeli government?

Sprecher 2: No, I'm just saying I disagree that the majority of the Israelis want an ethnical cleansing in Gaza.

Sprecher 5: Well, the government is the one that represents...

Sprecher 2: That's why the government is getting very much criticism. Worldwide, and we're talking about this right now. But let me ask you...

Sprecher 5: Because we are addressing the actions of the Israeli government, and the actions of the Israeli government are criminal by all standards and by all means, and they have been duly condemned by almost every international organization, by almost every human rights organization. And it is currently being investigated by the ICJ and the ICC for the crimes that it continues to commit against the Palestinian people.

Sprecher 2: Yes, Mr. Arafat, and it was criticized out of Germany, even from the German government, even from the German chancellor. But let me ask questions, please. Would you say the brutal attacks of the Hamas of the October 7th started this new conflict, new war, and it wouldn't have been a goal of this Israeli government to conquer Gaza City when it didn't happen in the first place?

Sprecher 5: Well, the conflict has been ongoing for over seven decades, and it is precisely because of this conflict that we have, but it is precisely because of this conflict that we have committed ourselves to a peace process that would bring an end to the conflict by addressing the root cause of the conflict. And the root cause of the conflict is Israel's illegal and brutal occupation of the Palestinian territory, Israel's denial of the Palestinian people's right to self-determination and an independent state of their own. And by the way, we remain committed to a political process that would achieve just that. And this was reiterated in the letter that was sent by His Excellency President Mahmoud Abbas, the President of the State of Palestine, to his French counterpart, His Excellency Mr. Macron, and to His Royal Highness Prince Mohammed bin Salman. In that letter, we also made our position abundantly clear about the attacks of October 7. But one bears to remember that history did not begin on October 7 and did not end on October 7. Mr.

Sprecher 2: Aravib, why do you, after such a brutal attack, why do you have to say a but? I know that it's a decade, but I'm just talking about actual conflict and war and the tragedy in Gaza, which, in my opinion, at least started 7th of October. Sie merken schon, es ist ein schwieriges, auch emotionales und kontroverses Gespräch geworden. Trotzdem wollte ich zum Abschluss natürlich von ihm vor allem wissen, warum es die Palästinenser nicht selbst geschafft haben, nach der Rückgabe des Gaza durch die Israelis 2006 aus diesem Landstreifen eine wie auch immer geordnete, strukturierte und friedliche Selbstverwaltung hinzukriegen. Warum die palästinensische Selbstverwaltung, die Hamas, nicht losgeworden ist und wer eigentlich in den arabischen Staaten jetzt noch für Frieden sorgen könnte, wer mithelfen könnte, diesen so festgefahrenen, blutigen Konflikt irgendwann doch wieder in eine friedliche Bahn zu rücken. Hier der letzte Teil unseres Gesprächs. Why wasn't your authority able to get rid of the Hamas in the first place?

Sprecher 5: As I've said, nothing really justifies what Israel has been perpetrating against the Palestinian people for the last 21 months. We reject violence. We condemn all attempts to target innocent civilians everywhere and all the time. We reject the attacks of October 7th. Nevertheless, nothing justifies the attacks, the massacres that Israel has been committing against the Palestinian people. The conflict did not start on October 7. The conflict has been ongoing for seven decades. The conflict did not start on October 7. The occupation has begun in 1967.

Sprecher 2: Tarafe, why can't the Palestinian people get rid of their own terrorist group, which recruits their people out of the Palestinian people?

Sprecher 5: Well, the Palestinian people are represented by the Palestinian Authority and by the PLO. The Palestinian people are represented by the government. That I represent here in Germany. And my government not only rejects terrorism, but condemns terrorism, and its position is abundantly clear. The Palestinian people condemn terrorism, and the Palestinian people condemn terrorism because they themselves have been the victim of some of the most brutal forms of state-sponsored terrorism. That is why the path forward for the Palestinian people is clear. The path forward is ending Israel's occupation and allowing for a two-state solution to emerge. There's a ceasefire. We have also promised to hold elections right after the conflict subsides.

Sprecher 2: Well, we have seen signs of peace agreements in the Middle East before these attacks from October. Mr. Arafat, let me ask you about what do you think about the Arab? There was Muslim countries who made peace with Israel. We have seen new negotiations in that area. Where do you see hopes or countries who can help to bring peace into that conflict again?

Sprecher 5: Well, in order to achieve peace in the region, in order to end the conflict, one needs to identify the root cause of the conflict. And now it has become a matter of international consensus that the root cause of the conflict is Israel's continued illegal occupation of Palestine, Israel's continued denial of the Palestinian people's right.

Sprecher 2: Do you represent all the Palestinian people? With your authority, Mr. Arfi?

Sprecher 5: Absolutely. Absolutely. Absolutely. We represent the will and aspirations of the Palestinian people. We represent the will and aspirations of the Palestinian people for independence and freedom and dignity in an independent, free and secure state of their own.

Sprecher 2: If the Hamas released the hostages tomorrow, that the fighting in the Gaza, the war would end tomorrow as well?

Sprecher 5: Well, we have also made our position abundantly clear with regards to the hostages that are captured in Gaza. And we have demanded their release. We have demanded the release of all. Innocent individuals who have been held in violation of international law, in violation of human rights. violation of humanitarian law. And that also includes thousands of Palestinians who have been captured illegally by Israel. Now, that being said, given the stated goals of the ongoing Israeli onslaught, of the ongoing Israeli genocide in Gaza, of the ongoing Israeli... Settlement plans in the West Bank, the ongoing settler terrorism in the West Bank, it has become abundantly clear that the war, that the current Israeli attack against the Palestinian people has little to do with the hostages, but more to do with the displacement, with the forcible transfer, and with the annexation of the Palestinian territory.

Sprecher 2: Mr. Arafat, the German government and also the majority in Germany, they have a special relationship with Israel, of course, because of our history. Israel's right to exist is a matter of state here. We call it Staatsräson. Do you understand that or do you criticize that maybe the right of exist for the Palestinian people is not ranked that high up here in the German debate or in the policy?

Sprecher 5: Well, we do know that Germany has its own unique history as a result of the crimes that it committed during the Second World War. At the same time, I do not fully understand the meaning of the term Stadt raison. As far as I know, that term is a medieval term that was... used during the era that predated the democratic state, that predated international law, that predated the modern notions of human rights. And international law and human rights are exactly the laws and the norms that Germany, because of its history, pledges full commitment to. Germany's commitment to the cause of peace should be its primary goal, because peace that starts by ending Israel's violations of international law, that starts by ending Israel's occupation of the territory of the state of Palestine, is the sure guarantee for peace. Peaceful coexistence for many decades to come.

Sprecher 2: Everyone in the Middle East deserves, no matter where they come from, freedom, security and human dignity. Thank you very much for the passion.

Sprecher 5: I agree. And I hope that Germany would continue to exert serious efforts towards the realization of this noble goal.

Sprecher 2: Let's conclude with that content here. And thank you very much for your passionate and open conversation. Thank you, Mr. Rafi.

Sprecher 5: Thank you.

Sprecher 2: Helene, war noch was.

Sprecher 3: Michael, wir müssen über Matcha-Tee sprechen. Ein Modegetränk seit vielen Jahren, das ich nicht so gerne mag. Und zwar in keiner Form. Auch nicht als Matcha-Eis, was gerne angeboten wird. Oder so. Ich finde, es schmeckt einfach nicht so richtig gut.

Sprecher 2: Lustig, dass wir über ein Trendgetränk reden, was wir beide nicht mögen. Ich habe es übrigens noch nie getrunken. Ich glaube, das ist auch nicht so meins. Bin eher der Kaffeesüchtiger anstatt der Teemensch. Aber die Nachfrage ist riesig, nicht nur hier in Deutschland, sondern weltweit. Und die japanischen Teebauern, die wollen aber jetzt nicht mehr anbauen. Der Umstieg ist ihnen zu aufwendig. Und sie haben irgendwie Angst, wenn sie ihre landwirtschaftliche Produktion jetzt komplett auf Matcha-Tee umbauen, dass dann der Hype irgendwann vorbei ist, wenn man dann gerade umgebaut hat. Und da ist natürlich die japanische Landwirtschaftsministerium ganz in Sorge, denn das Getränk ist ja sowas wie ein Weltmarktführer geworden. Und jetzt will man die Bauern dringend überzeugen, doch bitte bleibt bei Matcha. Es ist nämlich eine japanische Weltmarke.

Sprecher 3: Tja, was sagt das eigentlich über uns, dass wir jetzt beide so gar nicht im Trend sind, was Geschmack angeht? Jedenfalls mal diesen Geschmack. Ich finde, bei Mart ist es bei mir noch etwas anders. Das erinnert mich an mein Jahr in Südamerika nach dem Abitur. Na gut, aber man muss ja aber vielleicht auch einfach nicht jeden Hype mitmachen, oder?

Sprecher 2: Und die Japaner brauchen uns nicht. Die Welt liebt Matcha-Tee, auch wenn Helena und ich nicht dazu gehören. Insofern bleibt die Hoffnung der Japaner, das Ding immer größer. Es ist immer relevanter zu machen. Und wir gucken, ob es gelingt.

Sprecher 3: Bis Dienstag. Wir freuen uns, wenn Sie wieder dabei sind. Tschüss.