Wie setzen Sie KI sinnvoll ein, Frau van Doren?
Katja van Doren verantwortet bei RWE die digitale Transformation von über 20.000 Mitarbeitern weltweit. „KI ist eine wirklich transformative Neuerung, der wir uns stellen müssen. Es geht vor allen Dingen darum, wie wir den Menschen entlasten, aber auch wie wir Arbeitsplätze erhalten", sagt van Doren im Gespräch mit Alex Hofmann vom CEO.Table.
[10:53]
Die nationale Umsetzung der EU-Asylreform verzögert sich, wie es aussieht. Der SPD scheint der Gesetzentwurf zu hart zu sein. Die geplanten "Sekundärmigrationszentren" stoßen auf Widerstand. Bis Sommer 2026 muss die GEAS-Reform in nationales Recht umgesetzt sein.
[01:27]
Junge Wähler wandern ab – weg von SPD und Grünen, hin zu Linkspartei und AfD. Die Jugendorganisationen reagieren mit unterschiedlichen Strategien: Die Jusos setzen auf Strukturreform und wollen AfD-Wähler zurückgewinnen. Die Grüne Jugend setzt dagegen auf Polarisierung in sozialen Medien, berichtet Leonhard Schulz vom Berlin.Table.
[05:18]
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Ja, wir sind immer noch mitten in der Urlaubszeit, deswegen immer noch ohne Michael und Helene. Die werden vertreten von mir, ich bin Florian Fischer und natürlich von meiner wunderbaren Kollegin aus dem Berlin Table, Sarah Sievert.
Sprecher 3: Guten Morgen, Flo. In der Koalition bahnt sich der nächste große Streit an. Es geht mal wieder um das Thema Migration. Warum Union und SPD sich bei der Umsetzung des neuen gemeinsamen europäischen Asylsystems nicht einigen können, gleich bei uns.
Sprecher 2: Der Wettbewerb um die Jugend. SPD und Grüne müssen schweren Herzen feststellen, dass sie immer mehr junge Wählerinnen und Wähler an die Linke vor allen Dingen verlieren. Und natürlich auch an die AfD. Woran liegt das und welche Ideen haben die Parteien, um dem entgegenzuwirken? Darüber sprechen wir mit Leonard Schulz von unserem Berlin-Table.
Sprecher 3: Der Vormarsch von künstlicher Intelligenz ist eine der größten Zukunftsherausforderungen für die Unternehmen. Wie setzt man KI sinnvoll ein? Wo ist sie vielleicht sogar gefährlich? Und wie schafft man es eigentlich, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Angst vor der neuen Technik zu nehmen? Das diskutiert Alex Hofmann, der Redaktionsleiter unseres CEO-Table, mit der Personalvorständin und Arbeitsdirektorin von RWE, Katja van Doren.
Sprecher 2: Es ist Mittwoch, der 6. August. Los geht's.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 2: Die sogenannte GEAS-Reform, also eine Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems, soll eigentlich dafür sorgen, dass es eine gerechtere und besser geregelte Verteilung von Asylsuchenden innerhalb der EU gibt. Der Plan ist, dass das EU-weit ab Sommer 2026 in Kraft tritt. Bis dahin müssen dann alle Länder den Beschluss noch in nationales Recht umsetzen. Und Union und SPD hatten eigentlich vor, das noch dieses Jahr zu erledigen. So steht es zumindest im Koalitionsvertrag. Ganz so einfach scheint es dann aber doch nicht zu sein, Sarah.
Sprecher 3: Nee, das ist es nicht, Flo, denn eigentlich sollte die nationale Implementierung der Reform schon in der vergangenen Woche auf die Tagesordnung im Kabinett gesetzt werden. Also man hatte das alles vorbereitet und das sollte dann beschlossen werden und dann möglichst zeitnah auch weiter in den Bundestag gegeben werden. Wie wir aber aus Regierungskreisen gehört haben, hat man dann in letzter Minute beschlossen, das doch nochmal zu schieben. Der Grund dafür war, dass die SPD mit dem Gesetzentwurf so nicht einverstanden war, der war ihr zu hart. Und es sollte noch einmal evaluiert werden, ob man nicht doch an manchen Stellen entschärfen könnte.
Sprecher 2: Deswegen sollte das Ganze dann eigentlich heute ins Kabinett kommen. Sarah, gab es denn jetzt eigentlich die Einigung?
Sprecher 3: Nein, das wurde jetzt tatsächlich zum zweiten Mal geschoben. Der SPD ist der Gesetzentwurf offenbar immer noch zu hart. Es könnte da zum Beispiel um die Sekundärmigrationszentren gehen, die in dem Entwurf stehen. Das sind Zentren, die dazu dienen, die Weiterreise von Geflüchteten innerhalb der EU zu steuern. Wenn dann zum Beispiel Asylsuchende als Dublin-Fälle eingestuft werden, dann würden sie dort untergebracht, bis eine Rückführung möglich ist. Und so lange dürften sie das Zentrum eben auch nicht verlassen, beziehungsweise nur in Ausnahmefällen. Und genau das könnte einer der Konfliktpunkte sein, der die SPD bislang noch stört und über den nochmal verhandelt werden müsste.
Sprecher 2: Ja, interessant, weil das ist eine Diskussion, die gab es schon mal 2018. Damals hießen diese Zentren nicht Sekundärmigrationszentren, sondern Ankerzentren. Prinzip war aber fast deckungsgleich. Offensichtlich also ein Konflikt, der damals nicht richtig zu Ende geführt wurde und die Parteien nach wie vor auseinander treibt.
Sprecher 3: Das scheint so und das, obwohl ja eigentlich die Regierung mit Blick auf GEAS unter Zeitdruck steht. Also die Reform soll zwar erst im Sommer 2026 in Kraft treten, bis dahin muss das Gesetz zur Implementierung aber noch durch den Bundestag und alle Vorbereitungen getroffen werden. Also es ist zum Beispiel nicht klar, wie die Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern sind. Wer ist da wie zuständig? Wer muss sich da um was kümmern? Und das alles zu klären, das könnte dauern.
Sprecher 2: Ja und währenddessen wächst natürlich weiterhin der Frust in der Migrationspolitik. Die Dublin-Regelung ist ja schon länger in der Kritik, weil nicht alle EU-Mitgliedstaaten sich da gleichermaßen dran halten. Und die Zahlen sprechen auch dafür, dass es wirklich langsam aber sicher dringend wird. Es gab im letzten Jahr von Deutschland an die anderen EU-Staaten fast 75.000. Übernahmegesuche, also Fälle, in denen das Bundesamt für Migration gesagt hat, Moment, halt, stopp, laut unserer Prüfung sind wir dafür gar nicht zuständig. Von diesen 75.000 Fällen wurden sogar fast 45.000 Fälle von den anderen EU-Staaten anerkannt. Also die haben gesagt, ja, stimmt, habt ihr recht. Also hätten diese Asylbewerber zurückgeführt werden müssen. Zurückgeführt wurden aber nur knapp 6000, also nur ein Bruchteil der Fälle, bei denen Deutschland gesagt hat, Moment, das ist gar nicht unser Zuständigkeitsbereich.
Sprecher 3: Ja, und genau das sollte die Gärs-Reform ändern. Deswegen hatte man sich ja darauf geeinigt, noch in diesem Jahr eine Lösung zu finden. Aber die Dinge scheinen ein bisschen festgefahren zu sein. Es könnte also sein, dass Gärs nach der Richterwahl und dem Streit um die Finanzlücken und das Bürgergeld zum nächsten Konfliktpunkt in dieser eigentlich noch sehr jungen Regierung wird. SPD und Grüne merken immer mehr, wie ihnen junge Wählerinnen und Wähler verloren gehen. Besonders die Grünen trifft das. Während sie bei der Bundestagswahl 2021 gemeinsam mit der FDP noch stärkste Kraft bei den jungen Wählerinnen und Wählern waren, ist das mittlerweile die Linke, gefolgt von der AfD. Die Jugendorganisationen von SPD und Grünen wollen das jetzt wieder ändern. Wie genau, damit hat sich Leonard Schulz, unser Kollege von Berlin Table, intensiver beschäftigt. Hallo Leo, schön, dass du da bist.
Sprecher 5: Grüß dich, Sarah. Schön, dass ich mal wieder bei euch sein kann.
Sprecher 3: Leo, es gab ja offen sichtlich eine ziemliche Verschiebung zwischen der Bundestagswahl 2021 und der 2025. Was glaubst du, woran liegt das?
Sprecher 5: Dafür gibt es viele Gründe. Was man erstmal verstehen muss, 2021 war die Debatte um die Jugend wahnsinnig von Fridays for Future geprägt. Damals hat man wirklich gedacht, die nächsten Jahre wird die Jugend immer grün wählen. Davon ist man ausgegangen und die Überraschung war, dass die FDP dann doch relativ... Knapp dran war an den Grünen 2021. Das hatte sich in der Zwischenzeit geändert. Bei den Europawahlen war es nämlich so, dass die AfD bei der Jugend die größte Kraft war. Damals gab es wahnsinnig viele große Artikel in allen Zeitungen darüber, dass die AfD auf TikTok so stark ist. Und genau dort, glaube ich, hat sich eine Verschiebung gezeigt, weil die Linke dort dem etwas entgegengesetzt hat und auch auf TikTok sehr präsent war. Diesen Erfolg konnte sie jetzt quasi bei der letzten Bundestagswahl dann zeigen, wo sie sogar die AfD überholt war, was ja dann doch wirklich viele Leute erstaunt hat.
Sprecher 3: Jetzt wird in den sozialen Medien ja häufig quasi verkürzt und auch mal zugespitzt. Videos müssen ganz pointiert sein. Kann man das vielleicht auch so zusammenfassen, dass man davon ausgeht, junge Leute wählen eher so zugespitzte Meinungen oder können sich dahinter eher versammeln, wählen Junge mehr die Extreme?
Sprecher 5: Nee, nicht nur. Ich würde eher davon ausgehen, dass wir uns in einem extremen Kulturwandel befinden, dass einfach unsere gesamte Medienlandschaft sich mehr auf die sozialen Medien hin bewegt. Und ja, dort findet man mehr Verkürzungen und nicht die ganzen großen komplexen Analysen, wie man sie in den... Deutschen Qualitätsmedien findet, aber es gibt einen großen Unterschied zwischen Verkürzung und Desinformation. Und das, was die AfD dort betreibt, ist in ganz, ganz, ganz vielen Fällen einfach Fake News und Desinformation. Die Linke hingegen hat es geschafft, dort zwar auch mit polarisierenden und verkürzten Botschaften zu punkten, aber das ist immer noch ein Unterschied zur AfD, meine ich, weil sie eben trotzdem bei der Wahrheit bleiben am Ende. Auch wenn sie natürlich, das kann man schon sagen, auch emotionale Botschaften da verbreiten und das sehr gut für sich zu nutzen wissen. Man kann jetzt sagen, die Jugend wählt nur verkürzte Botschaften und ist vielleicht nicht mehr... bereit, sich ganz so in der tiefen Politik auseinanderzusetzen. Das kann man quasi kritisieren, aber ich glaube, Das bringt nichts, weil wir befinden uns einfach in einem Zeitalter, was sich immer mehr darauf hinzubewegt, auf die sozialen Medien und aufs Internet. Und das wird sich nicht stoppen lassen. Und ich glaube, die anderen Parteien müssen eher verstehen, dass sie irgendwie dort dem auch etwas entgegensetzen müssen und Teil davon werden sollten.
Sprecher 3: Warum funktioniert die Union oder vielleicht auch die SPD schlechter auf Social Media als AfD und Linke?
Sprecher 5: Ich glaube, der Wille ist nicht da, sich auf die Plattform selbst einzulassen, auf die Mechanik der Plattform und auf den Vibe, den es dort gibt. Man kann quasi nicht auf eine Plattform gehen und das Spiel so spielen, wie man es selber spielen möchte. Man muss sich auf das Spiel dort einlassen. Und klar, man kann zu Recht kritisieren, da muss man immer verkürzen. Aber dann muss man es halt eben schaffen, so gut zu verkürzen, dass man keine Fake News betreibt und trotzdem damit Leute abzuholen.
Sprecher 3: Die Jugendorganisationen von SPD und Grünen haben sich damit jetzt nochmal ein bisschen genauer beschäftigt. Du hast mit denen gesprochen. Was haben sie dir erzählt?
Sprecher 5: Tatsächlich gehen sowohl Jusos als auch die Grüne Jugend relativ unterschiedlich damit um, dass ja eigentlich ihre sozusagen Kernklientel jetzt von der Linken dominiert wird und von der AfD. Die Jusos jetzt vorhaben, ist tatsächlich ein großer Reformprozess, um genau das zu erreichen. Also sie wollen nochmal ihre gesamte Struktur hinterfragen und es eben schaffen, dort mehr Leute zu erreichen. Sie sagen, wir müssen die Leute von der AfD zurückholen. Der Philipp Thürmer hat ein schönes Zitat bei uns. gesagt, ich habe es gerade leider nicht wortgenau hier stehen, aber er meinte, dass die Leute, die sich ein Nackensteak grillen, am Kreisliga-Fußball schauen, dass wir die quasi davon bezeugen müssen, wieder echte linke Politik zu wählen. Das ist ein relativ anderer Einsatz, als die grüne Jugend gewählt hat, die ja jetzt mit ihren Vorsitzenden Jette Nitzhardt und Jakob Lasel eher den Weg gegangen sind, die die Linke gegangen ist. Und zwar, indem sie auf Social Media viel polarisiert haben. Jette Nitzhardt ist auch tatsächlich die grüne Jugendvorsitzende mit den meisten Followern auf Instagram, die es je gab. Wenn man sich das mal genau anschaut, ist die SPD, also die Jusos in dem Fall, versuchen eher ihre eigene Politik besser zu kommunizieren an die Leute und sich quasi die Wähler von der AfD zurückzuholen. Die Grünen probieren eher sich nach links zu orientieren und auf Social Media zu polarisieren. Was davon jetzt besser klappt, bleibt abzuwarten. Aber ich finde es schon erstaunlich, dass sie da eigentlich komplett konträr dran gehen.
Sprecher 3: Wo es doch in den vergangenen Jahren so eine Annäherung von SPD und Grünen gegeben hat, wäre das ja für die Zukunft zumindest mal unterscheidbar zwischen den beiden. Leo, vielen Dank, dass du dir die Zeit heute für uns genommen hast.
Sprecher 5: Vielen Dank, dass ich da sein durfte.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber spricht,
Sprecher 6: Startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 3: Die Energiebranche befindet sich im Umbruch wie kaum eine andere. Auf der einen Seite geht die Entwicklung weg von fossiler Energiegewinnung hin zu erneuerbaren Energien und gleichzeitig verändert sich der Arbeitsalltag durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Auch für einen von Europas führenden Energieversorgern gibt es auf diesem Weg eine Menge Herausforderungen. Die Personalvorständin Katja van Doren verantwortet die Bereiche Personal und IT bei RWE mit über 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit. Sie hat mit Alex Hofmann, unserem Redaktionsleiter des CEO Table, darüber gesprochen, wie das Unternehmen seine Belegschaft bei diesem Strukturwandel mitnimmt und welche Chancen und Risiken sie beim Einsatz von KI sieht.
Sprecher 6: Katja van Doren, herzlich willkommen im Table Today Podcast.
Sprecher 7: Herzlichen Dank für die Einladung.
Sprecher 6: RWE befindet sich seit Jahren im wohl größten Strukturwandel der Unternehmensgeschichte hin zu erneuerbaren Energien. Wie nehmen Sie die Belegschaft auf dieser Reise mit? Wie adressieren Sie die Ängste? Da wird es ja bestimmt auch viel Unsicherheit geben bei der eigenen Rolle, Anforderungsprofilen, Arbeitsplatzsicherheit. Was passiert da?
Sprecher 7: Also die Transformation ist natürlich im vollen Gange, nicht erst seit jetzt, sondern schon seit jetzt. Seit vielen Jahren arbeiten wir daran. Das macht natürlich was mit der Belegschaft. Wir haben es allerdings jetzt geschafft, in den letzten Jahren wirklich den Aufbau, nämlich den Mitarbeiterzuwachs in den Erneuerbaren und den Mitarbeiterabbau im Rheinischen Revier, jetzt hier bei uns in Deutschland, gut zu verbinden, sodass die Stimmung... Im Unternehmen wirklich gut ist. Und das können wir natürlich festmachen an Mitarbeiterbefragungen, die wir regelmäßig vornehmen. Und wie wir das machen, es ist, sag ich mal, mit den klassischen HR-Instrumenten wird hier natürlich unterstützt. Das heißt, wir haben klare Perspektiven für die Kolleginnen und Kollegen, die ausscheiden. Wir haben Programme, Altersteilzeitprogramme, aber auch andere Instrumente, die es erlauben, den Übergang in der Regel in die Rente, aber auch in die weiteren Arbeitsmarkt zu unterstützen. Und auf der anderen Seite natürlich haben wir insbesondere investiert in ein Employer Branding, um auch neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.
Sprecher 6: Nach welchen Kriterien definieren Sie denn heute die zentralen Kompetenzen, die RWE-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitbringen müssen?
Sprecher 7: Technologieverständnis ist extrem wichtig. Gleichzeitig sehen wir aber auch, auf der Ebene zum Beispiel der Führungskräfte, wie wichtig das ist, dass die Führungskräfte von morgen einfach auch diese neuen Kompetenzen erlernen können oder mitbringen, die es bedarf. Hier ist es... Es ist insbesondere nicht erst seit Covid, dass Führen in einer hybriden Welt wichtig ist. Führen in internationalen Teams, aber wenn ich jetzt an KI denke, natürlich auch Führen an der Schnittstelle Mensch und Maschine. Das ist etwas, woran wir arbeiten mit den Kolleginnen und Kollegen, die wir heute natürlich schon an Bord haben. Aber das ist auch etwas, was wir in die Stellenprofile hineinschreiben für die Kolleginnen und Kollegen, die wir potenziell an Bord nehmen werden.
Sprecher 6: Sie haben das Thema künstliche Intelligenz gerade schon angesprochen. Wie identifizieren Sie denn Kompetenzlücken bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Und wie fördern Sie die Akzeptanz und vor allem dann eben auch überzeugen zur Weiterbildung?
Sprecher 7: Also grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass es drei wichtige Trends gibt, wenn man KI im Zusammenhang mit Arbeitswelt denkt. Das eine ist, es ist sicher, dass wir noch mehr technologiegetrieben und in einem technologisch getriebenen Umfeld arbeiten werden. KI ist eine wirklich transformative Technologie. Neuerung, der wir uns stellen müssen. Und das Dritte ist, wenn wir KI in unserem Arbeitsumfeld nutzen wollen, dann geht es vor allen Dingen darum, wie wir den Menschen entlasten, aber auch wie wir Arbeitsplätze erhalten. Und in diesem Kontext haben wir uns sehr genau angeguckt, welche KI-Applikationen, welche KI-Anwendungen können wir denn eigentlich für unsere Branche wirklich nutzen. Denn es geht nicht nur darum, KI um der KI willen oder Technologie um der Technik willen einzusetzen, sondern es muss wirklich zum Vorteil des Geschäfts natürlich, aber auch der Mitarbeitenden und Kollegen eingesetzt werden. Und wir machen das sehr strukturiert, indem wir uns anschauen, was können wir, im Grunde genommen bieten, in einem sicheren Umfeld, um sich einfach mal auszutesten. Und das Zweite ist, dass wir sehr strukturiert im Sinne von Use Cases und angucken, what's in for us mit dieser neuen Technologie. Aber immer wieder, der Mensch steht im Mittelpunkt und wir müssen diese Schnittstelle finden, wo... Der Mensch und die Maschine zusammenarbeiten.
Sprecher 6: Sie sprechen von Anwendungen und Use Cases. Können Sie uns da mal ein paar Beispiele geben?
Sprecher 7: Wir haben das so geklastert, dass wir sagen, wir haben drei große Bereiche, in denen wir KI-Anwendungen sehen. Das eine ist natürlich in unseren Operations und zur Unterstützung unserer Aktivitäten. Hier ist zum Beispiel zu nennen, Unser Wetterlab in den USA, wo wir mit KI sozusagen Wettervorhersagen testen, extrem wichtig, wenn wir daran denken, was zum Beispiel unsere Supply and Trading Aktivitäten angeht, was die Steuerung von Kraftwerken angeht, was Einsatzzeiten angeht etc. Das ist das eine. Dann das zweite große, wir sind, habe schon gesagt, ja ein Technologiekonzern, Predictive Maintenance. Extrem wichtig an unseren Kraftwerkstandorten, egal ob es jetzt Gas ist. Wasser oder auch Wind und Solar ist, auch hier Einsatzzeiten zu optimieren, Revisionen zu optimieren. Und das Dritte ist natürlich das, was wir alle als Belegschaft nutzen können, nämlich wie entlastet uns KI, wie entlasten uns KI-Applikationen zukünftig von dem, was wir heute schon als Workload empfinden. Also repetitive Arbeiten, ein Informationsvolumen, das es gilt zu verarbeiten. In diesen drei Kategorien arbeiten wir und schauen uns auch an, wo wir mit KI weitermachen wollen. Und wo vielleicht aber auch nicht.
Sprecher 6: Setzen Sie in Ihrem Bereich auch schon KI ein?
Sprecher 7: Also mein Bereich ist ja HR und IT. Im HR-Bereich machen wir das definitiv. Wir haben auf unserer Webseite, wo man sich bewerben kann, einen CV-Tracker. Wo im Grunde genommen anonymisiert CVs hochgeladen werden können und gematcht werden mit offenen Stellen bei uns, hat den Vorteil, dass es weniger eingeschränkt ist in der Suche. Also ich muss nicht eine Stelle suchen, sondern der CV-Matcher macht mir Vorschläge, was denn mit meiner Kompetenz, die ich mitbringe, an offenen Stellen bei uns ist. Gerade da ist. Das ist das eine. Und natürlich alles andere, was wir, sag ich mal, nutzen können im Sinne von vertraglichen Dingen, die nachgefragt werden in unserem Chat-Service-Center.
Sprecher 6: Stichwort Leistungsgesellschaft. In der aktuellen Debatte geht es ja darum, Deutschland muss am Ende mehr leisten. Wir müssen mehr Leistungsverständnis insgesamt in der Gesellschaft haben. Wie definieren Sie persönlich und auch RW als Arbeitgeberleistung?
Sprecher 7: Also grundsätzlich sind wir ja ein internationaler Konzern in über... Elf Ländern tätig mit Mitarbeitenden aus über 70 Nationen. Wir sehen, dass die Leistungsbereitschaft bei uns im Unternehmen extrem hoch ist. Die Motivation ist da, die Motivation auch an dieser Energiewende mitzuarbeiten. Und daran machen wir letztendlich auch die Frage der Performance fest. Nicht so sehr an Zeit, die eingebracht wird, sondern an Ergebnis, was dabei rauskommt.
Sprecher 6: Wie messen Sie diese Performance jetzt bei Managerinnen und Managern zum Beispiel?
Sprecher 7: Wir haben eine ganz klare Vereinbarung am Anfang des Jahres über Ziele, die erreicht werden müssen. Dazu gehören teilweise eben finanzielle Ziele, teilweise runtergebrochen EBITDA auf Verantwortungsbereiche, aber eben auch die sogenannten How-Ziele, also Verhaltensziele, die wir auch sehen möchten in der Art und Weise, wie wir miteinander umgehen und wie wir zum Beispiel auch Teams führen. Und diese Ziele werden in mindestens zwei Feedback-Gesprächen über das Jahr gemonitort und dann am Ende des Jahres in einer sozusagen Abstimmungsrunde im Sinne einer Zielerreichung. gerade festgelegt.
Sprecher 6: Die Diskussion um einen späteren Renteneintritt und das Arbeiten im Alter polarisiert ja gerade sehr. Wie gehen Sie im Unternehmen mit dem demografischen Wandel um? Sie haben jetzt auch die Herausforderung, Sie haben junge Menschen, die jetzt in technischen Berufen sehr früh einsteigen. Sie haben aber eben auch aus dem klassischen Energiebusiness. Mitarbeitende, die sie mitnehmen müssen. Gibt es da irgendwie Modelle, flexible Übergänge zu gestalten oder Know-how zu transferieren?
Sprecher 7: Also grundsätzlich lässt sich festhalten, dass das Thema Rente schon ein extrem wichtiges ist und insofern ist es auch gut, dass das jetzt angegangen wird. Ich bin jetzt keine Rentenexpertin, insofern... Will ich mich dazu jetzt auch nicht im Sinne von Vorschlägen äußern. Ich glaube, wir sehen alle, dass wir Reformen brauchen, weil wir zum einen natürlich alle älter werden, aber eben auch im Gesamtpaket der Sozialabgaben natürlich in Deutschland extrem hoch liegen. Und da den Aufwärtstrend oder die Aufwärtsspirale deutlich eingrenzen müssen. Auf der anderen Seite sehe ich aber auch jetzt gerade hier im Unternehmen RWE, dass es doch unterschiedliche Bedürfnisse und unterschiedliche Wünsche von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen gibt. Da sind manche, die möchten gerne über das Rentenalter hinaus arbeiten und andere möchten lieber, geschuldet ihrer persönlichen Situation, vielleicht weniger als 40 Stunden in der Woche arbeiten. in Anpassung ihrer Work-Life-Balance sich anders ausrichten. Und ich glaube, hier müssen wir einen Weg finden und jetzt auf der betrieblichen Ebene, jetzt bei RWE, glaube ich, haben wir ein großes Portfolio an Möglichkeiten. Natürlich von der Vollzeitbeschäftigung, Teilzeitbeschäftigung, Ansparung von... Arbeitszeit für spätere, kleinere Zeiträume. Und ich glaube, da sind wir schon ziemlich weit und kommen den Bedürfnissen unserer Mitarbeitenden weitgehend entgegen. Und was, glaube ich, festzuhalten ist, ist, dass diese Flexibilität, die sich, glaube ich, alle wünschen, dass wir die irgendwie hinkriegen. Und ich glaube auch, als Arbeitgeber ist es wichtig, dass wir das im Angebot weiter nach vorne stellen.
Sprecher 6: Katja van Doren, ganz herzlichen Dank.
Sprecher 7: Herzlichen Dank.
Sprecher 2: Sarah, war noch was?
Sprecher 3: Ja, Flo, ich werde mir jetzt künftig keinen Espresso mehr nach dem Abendessen bestellen. Denn australische Forscher haben jetzt mal genauer untersucht, wie sich Koffein eigentlich auf den Schlaf auswirkt.
Sprecher 2: Ja, lass mich raten, man schläft schlechter. Das ist ja jetzt kein großes Geheimnis.
Sprecher 3: Ja, aber auch ziemlich dramatisch. Also die Daten aus dem Schlaflabor haben ergeben, dass der Konsum von Koffein die Gesamtschlafzeit um 45 Minuten verkürzt und es außerdem rund neun Minuten länger dauert, bis man eingeschlafen ist. Also neun Minuten sind nicht so viel, wenn man sich das so anhört, aber hochgerechnet ist es dann ja doch einiges. Und damit es keine negativen Effekte gibt, soll man laut der Studie 8,8 Stunden vor dem Schlafen gehen, seine letzte Tasse Kaffee trinken. Wenn man jetzt um 22 Uhr ins Bett geht, dann hieße das um 13.12 Uhr den letzten Kaffee.
Sprecher 2: Nice to know, danke für den Hinweis. Vielleicht denke ich irgendwann mal dran, aber ich bezweifle, dass das wirklich am Ende darüber entscheidet, ob ich noch eine Tasse Kaffee trinke oder einen Espresso oder nicht.
Sprecher 3: Ich weiß auch nicht, ob ich mich so wirklich davon abhalten lassen kann, mir abends noch einen Espresso am Ende zu bestellen. In dem Sinne, genießen Sie Ihren Kaffee.
Sprecher 2: Bis morgen.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.