Die neue deutsch-amerikanische Beziehung
Friedrich Merz hat Donald Trump im Weißen Haus getroffen – und es war ein politischer Achtungserfolg. Trump lobte den Kanzler als „Great Leader“ und sprach von einer starken Beziehung zu Deutschland.
Inhaltlich rückte Trump von früheren Drohgebärden ab. Er will keine Truppen aus Europa abziehen und denkt laut über einen neuen Handelsdeal nach.
Alles in allem wirkte das Treffen im Oval Office beinahe harmonisch.
Es war in der Tat ein „New Day“ – ein neuer Tag für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. So sieht es Kenneth Weinstein, einer von Trumps außenpolitischen Beratern. Michael Bröcker hat ihn in Washington zur ersten Analyse des Treffens getroffen.
„Merz ist nicht Merkel“, sagt Weinstein.
Er sieht in Merz einen Kanzler, „der zuhört, versteht und bereit ist, die Beziehung mit Trump wirklich aufzubauen“ – anders als Angela Merkel es getan habe.
Deutschlands neues Fünf-Prozent-Verteidigungsziel sei „Musik in Trumps Ohren“.
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Transkript
Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.
Sprecher 2: Viel Trump, wenig Friedrich Merz und selten hatte der CDU-Chef und Bundeskanzler wahrscheinlich ein gutes Gefühl dabei, so wenig gefragt worden zu sein. Donald Trump und Friedrich Merz, das erste Treffen gestern im Weißen Haus. Es ging sehr glimpflich aus für den deutschen Kanzler.
Sprecher 3: Einer der engen außenpolitischen Berater von Donald Trump ist Ken Weinstein, ehemaliger Präsident und CEO des konservativen Thinktanks Hudson Institute. Michael wollte von ihm wissen, was Trump wirklich über Deutschland denkt und wie die Zukunft der transatlantischen Beziehungen aussehen könnte.
Sprecher 2: Es ist Freitag, der 6. Juni, D-Day und vielleicht Tag 1 der neuen deutsch-amerikanischen Beziehung.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 5: It's an honor to have you. As you know, the chancellor just won a great election, a very, very strong election. Very respected man. I can tell you we've been on the phone many times talking about some of the problems of the world outside of Germany. We're going to have a great relationship with your country. So I just want to thank you very much for being here. Would you like to say a few words?
Sprecher 6: Absolutely. Thank you, first of all, Mr. President, for your kind invitation to come to Washington, D.C. I was in this building first time ever in 1982. I told you when former President Ronald Reagan was in office. Thank you for the hospitality and thank you for having your guest house for a night. This is a great place. Great place. Many thanks for that. I really enjoyed it.
Sprecher 5: It's a nice place to stay. Thank you very much for saying that.
Sprecher 2: Helene, 45 Minuten, Friedrich Merz und Donald Trump. Und das Grinsen hat der Kanzler gar nicht mehr aus seinem Gesicht bekommen.
Sprecher 3: Dabei hatte er einen Redeanteil von, sagen wir mal, zwei Prozent in der Zeit. Und zunächst ging es überhaupt nicht um ihn, sondern die amerikanischen Journalisten fragten nach China und sie fragten nach Ägypten und Donald Trumps Politik. Und Merz saß einfach daneben und wurde schlicht nicht gefragt.
Sprecher 2: Er hatte auf jeden Fall Glück, dass Trump in richtig guter Laune war und von Anfang an eigentlich seinen Gast nur loben wollte. Zumindest hatte man das Gefühl, er nannte ihn einen Good Man oder einen Great Lee. und sprach von einer großartigen Beziehung zu Deutschland. Also es war von Anfang an eine Stimmung, die eigentlich nur gut laufen konnte für Merz. Und je weniger er gefragt wurde oder das Thema auf Deutschland kam, desto besser war es eigentlich für den Kanzler. Denn man hatte nicht das Gefühl, dass Trump ihn irgendwie demütigen oder bloßstellen will.
Sprecher 3: Ja, absolut. Zumal er dann ja auch noch gelobt hatte für seine Englischkenntnisse und sagte, das sei doch wirklich irgendwie super und sprach dann ja über Angela Merkel, nannte sie aber nur her, I talk to her und machte dann so eine Bemerkung, so sinngemäß, du hast ja deine eigenen Erfahrungen mit mir und ich war Friedrich. Also das war so ein bisschen zwei Männer gegen Angela Merkel.
Sprecher 2: Ja, das war, glaube ich, wirklich das, was Merz am Ende am meisten geholfen hat. Und auch Rick Grinnell, der ja Trump gebrieft hat, der hat natürlich auch klargemacht, dass Merz'Programm eigentlich immer ein Anti-Merkel-Programm war und Trump eben mit dieser Frau sehr gehadert hat. Das kommt jetzt Merz zugute. Aber ich finde, Merz hat es auch geschickt gemacht, immer wieder... Trump zu loben, die amerikanische Solidarität mit Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, den Wiederaufbau, die Hilfe immer wieder klar zu machen, wir sind euch was schuldig. Hören wir mal kurz rein, wie er das Ganze am Anfang intoniert hat.
Sprecher 3: Wir sind euch bis heute dankbar, so kann man es auch übersetzen. An diesem Tag am 6. Juni. Darauf hat er gestern auch verwiesen, dass natürlich, da wir ja dann selber auch sagte, die Befreiung von Nazi-Deutschland wir den Amerikanern zu verdanken haben.
Sprecher 6: And may I remind you that we are having June 6th tomorrow. This is D-Day anniversary, when the Americans once ended a war in Europe. And I think this is in your hand in specific, in ours.
Sprecher 7: That was not a pleasant day for you?
Sprecher 6: No, that was not a pleasant day. Well, in the long run, Mr. President, this was the liberation of my country from Nazi dictatorship.
Sprecher 2: Die Botschaften Trumps sind wirklich gut für Deutschland. Sowohl im Zollstreit als auch in der Ukraine-Frage gab es nicht dieses Worst-Case-Szenario. Weder will er die amerikanischen Truppen aus Europa abziehen, noch hat er gesagt, dass er die Ukraine alleine lassen will. Und beim Zollstreit muss man klar sagen, er hat gesagt, ich will einen Trade-Deal mit diesem Mann, der da rechts neben mir sitzt. Und das war wohl auch später in den Gesprächen, so war es dann am Abend zu hören in der Delegation, ein positives Outcome. Es gibt die Chance, dass die Europäer, also die EU mit Trump zusammen am Ende zu einem Trade-Deal kommen, der vielleicht die großen ökonomischen Verwerfungen am Ende außen vor lassen wird.
Sprecher 3: Zweites großes Thema war erkennbar der Krieg in der Ukraine. Da war natürlich ein leichter Unterschied zu erkennen in der Intonation zwischen Merz und Trump. Merz, der immer wieder Putin verurteilte, natürlich davon sprach, dass dieser Krieg beendet werden könne, aber auch klar, machte, der könnte jetzt nicht irgendwie per Diktatfrieden zu Ende gehen. Und Trump, der eher einfach auf das Beendigen den Schwerpunkt setzte und sagte, wenn man die Bilder anschaut und die ganzen Toten und dieser Schrecken und so weiter. Aber er hat auch Putin kritisiert, das hat er schon gemacht und gesagt, naja, also es ist kein Freund, sondern jemand, den ich irgendwie respektiere und was er da macht, ist nicht gut. Also auch eine gewisse Annäherung. Witzig war dann ja die Passage zu den Verteidigungsausgaben, wo Trump nicht... Wie sonst immer nur gesagt hat, bitte, bitte gebt mehr aus, sondern dann irgendwie sagte, bitte auch nicht zu viel. Vielleicht kommt irgendwann der Punkt, wo es Deutschland zu sehr bewaffnet ist.
Sprecher 5: And quite a bit more money. That's a positive thing. I'm not sure the General MacArthur would have said it's positive. He wouldn't like it, but I sort of think it's good. You understand what I mean by that? Well, I understand. He made a statement, never let Germany rearm. And I said, I always think about that when he says, sir, we're spending more money on defense. They say, oh, is that a good thing or a bad thing? I think it's a good thing. But, you know, at least to a certain point.
Sprecher 2: Und interessant war, vielleicht auch der einzige Akzent, den Merz überhaupt setzen konnte, denn er hatte ja wirklich wenig Redeanteil, war natürlich die Sache, dass eben die Angriffe der Ukraine auf russischem Gebiet immer gezielt militärische Logistik oder eben die Flughäfen betreffen und die Russen dies eben im Gegensatz Das ist nicht so. Und er zuckte Trump kurz, hat dann allerdings doch nicht groß widersprochen. Es ist ein Unterschied, ob du angegriffen wirst und dann eben nur militärisch zurückschlägst oder ob du wahllos die Zivilisten bombardierst, wie es Putin tut. Diesen Punkt hat Merz machen können.
Sprecher 3: Und ansonsten hat er ja immer wieder auch ziemlich geschickt darauf verwiesen, dass man über all diese Themen später nochmal in Ruhe und vertieft sprechen werde. Also er hat schon deutlich gemacht, man ist nicht einfach nur da, um dieses nette Geburtszertifikat zu übergeben, über das wir gleich unbedingt auch noch sprechen müssen. Es ist nicht nur ein Freundschafts-, ein Antrittsbesuch, sondern es gibt auch tatsächlich relevante Themen, wo man mit Amerika einig werden will. Und er betonte immer wieder Trump, ohne sie geht es sowieso nicht. Er sei der wichtigste Mann in all diesen Punkten. Man brauche ihn an der Seite und so. Also das war natürlich eine Art von Schmeicheln und gleichzeitig, wir haben gestern darüber gesprochen, nicht zu einem Grad, dass man irgendwie das als peinlich empfunden hätte und gedacht hätte, was wirft er sich da in den Sand?
Sprecher 2: Ja, das Birth Certificate war wirklich eine gute Idee aus dem Kanzleramt. Kaltstadt heißt die Heimat des Großvaters von Donald Trump, der witzigerweise eben auch Fritz. Und da hat er ihm eine gold eingerahmte Kopie dieser Geburtsurkunde geschenkt. Das war natürlich eine kluge Idee, eben diese persönliche Beziehung. Und um nichts anderes ging es ja gestern beim ersten Treffen, diese persönliche Beziehung aufzubauen. Und da muss man sagen, Helene, das ist Friedrich Merz gelungen. Und deswegen war es eine gute Reise. Selbst wenn du nicht jetzt konkrete Abkommen unterzeichnest oder Fahrpläne zum Ende des Ukraine-Kriegs unterzeichnet hast, am Ende geht es immer erstmal darum, können wir miteinander.
Sprecher 3: Wobei man sich natürlich von dem Moment da nicht wegreißen lassen darf. Wir wissen nicht, ob morgen irgendetwas passiert und Donald Trump dann sagt, he's the worst guy oder was auch immer. Also einfach nur, wir haben so viele Wendungen erlebt im Hirn dieses Donald Trump, dass man sich auf einem freundlichen Gesicht, das er heute zeigt, nicht ausruhen darf. Just a little warning.
Sprecher 2: Du bist hier zuständig für den Skepsis. Ich, frisch aus den USA wieder zurückkommend heute nach Deutschland, möchte mir diesen Optimismus jetzt nicht vermiesen lassen. Merz hat nach dem Treffen dann auch einige Interviews gegeben in verschiedenen Sendern. Vielleicht hören wir auch mal rein, wie er selbst das Treffen mit Trump wahrgenommen hat.
Sprecher 8: Wir verstehen uns auf der persönlichen Ebene gut. Da gibt es eine Gesprächsebene, die ist offen, die ist sehr kollegial. Und wir werden darauf aufbauend auch sicherlich in weiterer Zukunft sehr gute Gespräche haben und auch eine sehr kurze Verbindung miteinander. Wir haben natürlich auch über Zölle und über Handelspolitik gesprochen. Wir haben verabredet, dass es eine enge wirtschaftspolitische, handelspolitische Kooperation zwischen dem Weißen Haus und dem Kanzleramt gibt. Wir haben bereits die Personen benannt, die diese Gespräche in unser beider Auftrag in Zukunft führen, werden noch weiter intensiviert, als ohnehin sie schon in der Vergangenheit einmal stattgefunden haben. Wir nehmen das wieder auf und intensivieren diese Gespräche. Ich kann das nur noch mal zusammenfassend sagen, ich bin mit dem Besuch außerordentlich zufrieden. Die Tatsache, dass die amerikanische Regierung, der amerikanische Präsident persönlich mich eingeladen hat, in seinem Gästehaus zu übernachten, ist auch ein Beispiel dafür gewesen, dass er ein gutes Gespräch haben wollte und es ist ein gutes Gespräch geworden.
Sprecher 3: Das war Friedrich Merz im Anschluss an das Gespräch mit Donald Trump. Und ja, Michael, es ist natürlich richtig, dass es einige Szenen gab, die so ein bisschen auch erheiternd waren. Zum Beispiel, als Trump Merz ein difficult man nannte und dann sagte, das sei ein Kompliment. So ungefähr, einfach kann jeder und schwierig sei doch eigentlich eine Auszeichnung. Und dann auch so ein bisschen mit den Klischees über Deutschland. Deutschland spielte, dass er jetzt im Oval Office sei, diesem absolut wichtigen Raum und dass man es alles so tippitop machen will, wie das in Deutschland sei. Also irgendwie, da war noch so ein Hauch von Made in Germany als Qualitätssiegel, woran wir ja ehrlich gesagt nicht mehr so richtig glauben können.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem Einfach-Mobilfunk-Anbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.
Sprecher 2: Auch wenn Donald Trumps Politik natürlich für uns als erratisch oder chaotisch immer wieder wahrgenommen werden musste, scheint jetzt ja doch irgendwie eine Art transatlantische Agenda dahinter zu stehen. Zumindest war das gestern so zu spüren. Aber er hat ja auch einen großen Stab von Beratern, die den Präsidenten immer wieder mit Informationen und Einschätzungen versorgen. Eben auch zu den Ländern, die Trump vielleicht nicht so gut kennt. Einer, der schon in der ersten Amtszeit von Donald Trump an seiner Seite stand, ist Ken Weinstein, ehemaliger Präsident und CEO des konservativen Thinktanks Hudson Institute. Der promovierte Politikwissenschaftler versorgt Trump immer wieder mit seiner außenpolitischen Expertise und er kennt Deutschland ganz gut. Denn seine deutschen Vorfahren und auch seine exzellente deutsche Sprache haben ihm immer schon eine besondere Stellung im Beraterkreis einnehmen lassen. Ich hatte die Gelegenheit, mit Ken Weinstein direkt nach dem Treffen von Trump mit Merz in Washington im Hotel Willard zu sprechen. Wo ist jetzt dieser Kern der neuen transatlantischen Beziehung wirklich? Und wie blickt er, der Amerikaner mit jüdischen Wurzeln, eigentlich auf den weltweit wachsenden Antisemitismus?
Sprecher 9: Thanks for having you on the show. Hello, Ken Weinstein.
Sprecher 10: Thank you. Delighted to be here.
Sprecher 2: Einmal muss ich Sie auf Deutsch fragen. Ihr Deutsch ist sehr gut. Woher kommt das?
Sprecher 10: Meine Mutter ist in Fulda geboren. Meine Mutter, meine Großmutter, sie haben immer zu Hause... Deutsche gesprochen. Meine Mutter, meine Großmutter waren Flüchtlinge aus Deutschland 1939. Wow. Zuerst nach der Schweiz, dann Frankreich, danach Mexiko und New York am Ende.
Sprecher 9: We're going to talk about your German-Jewish heritage later on, but I want to at least have my audience listen to your perfect German. Thank you very much. Thank you. So we just experienced an extraordinary meeting between the American president and the German chancellor. In Germany, we would say a complete Lobbruterei. What's going on there? Is Donald Trump finally in love with Germany again?
Sprecher 10: Look, it's a new day for U.S.-German relations. It's clear that Friedrich Merz is not Angela Merkel. That Germany has abandoned the Nord Stream endeavor, which rightly drove Donald Trump crazy.
Sprecher 9: It really did in the first term, you mean?
Sprecher 10: Totally. Trump's view all along was that Nord Stream was endangering European security. He didn't like the fact that, as he told Chancellor Merkel on numerous occasions, that you are giving... You know, billions of rubles to the Russians while we are subsidizing your defense. It just didn't make sense. Germany now has agreed to the 5% framework for the Hague NATO summit on defense. And that's music to Trump's ears. He rightly understands Germany is a powerhouse within Europe. Having Germany focused on defense and security will mean a lot. for the European pillar of NATO. It makes the U.S.'s burden in Europe a bit lighter. And so it's a very welcome shift.
Sprecher 9: Now we are spending 5%, maybe. That's at least the promise. Is that a game changer? Is that the zeitgeist on the street then?
Sprecher 10: It is a game changer. Germany obviously could always do more, but it is a game changer in terms of Germany understanding that it really does need to do more. And it is exactly what the Trump administration wants. I was in Singapore last week for the Shangri-La dialogue. Secretary of Defense Hegseth told the Indo-Pacific, you should follow the model of the Europeans in spending more on their defense. He was clearly thinking about Germany when he said that.
Sprecher 9: We truly come closer to each other in that term. But let's go broader on the transatlantic relationship again. We had a very, let's say, nostalgic retrospection on it from Germany. What is the core for Trump and his administration? Why do they need the transatlantic relationship? What is it that holds us together, really?
Sprecher 10: I mean, you saw it today with President Trump being touched by this very thoughtful gift from Chancellor Merz of Friedrich Trump's birth certificate. Trump understands, you know, his own European roots, understands his own German roots, understands European roots of American democracy. You know, that being said, he is, has been, and rightly so, very ambitious. upset with the United States having to carry the burden for Europe on defense and security. So he would like us to move to more equal burden sharing on trade as well. And he talked about the possibility of a trade deal with Europe. He obviously wants, and rightly so, that both the tariff and non-tariff barriers to be removed so that we can trade with each other as freely as possible. And it's very important we get in that direction. He obviously sees Europe as well as a critical market for American energy, for American LNG.
Sprecher 5: Very easily. We'll have a good trade deal. I mean, I guess that will be mostly determined by the European Union, but you're a very big part of that. So you'll be involved. And by the way, we have so much oil and gas. You will not be able to buy it all. I mean, you literally, we have so much, and I hope we're going to make that a part of our trade.
Sprecher 11: Could that meeting today be a new start for the relationship?
Sprecher 10: Absolutely. No, I think it definitely marks a new start for the relationship. This is very different.
Sprecher 11: They needed to meet in person.
Sprecher 10: They need to meet in person. I think Friedrich Merz is someone who obviously has had a distinguished political career, but also is someone who's had a distinguished business career. He's someone who comes in understanding the problem of immigration, the challenge that was brought upon Germany by... Chancellor Merkel's U-turn on immigration and the terrorism, the lack of integration. the criminality that followed with it. And I think there's a lot that the president and the chancellor share in this regard about trying to tackle the problem of immigration into our society of people who don't want to integrate. And so, and this is a very different chancellor than Merkel. I get the impression. That this man is a listener, that he has thought hard about how to build up a relationship with President Trump, and he understands the importance of that relationship. Whereas Merkel was very tactical, was really, at the end of the day, unwilling to listen to Trump's concerns. So I think we're really on a new day and I think it's an exciting moment. And it's also, I think, a recognition for Trump that his vision was correct when he said Nord Stream is not the way to go, that Germany needs to spend much more on defense. He had those famous interactions with Chancellor Merkel where he'd say, Angela, I don't get it. You build the best cars in the world, but your ships. Don't sail. Your helicopters don't take off. Your submarines don't submerge. Your planes don't fly. What gives here? And we're on a new day in terms of that. And we're also on a new day, I think, in the trade relationship as well.
Sprecher 9: Let me close with a personal question, Ken. To what extent is your German Jewish heritage still shaping you?
Sprecher 10: Oh, it's very deep. I mean, I think I always, I was born in 1961, but the Holocaust was, for better or for worse, was the defining fact of my childhood, both relative. lost, you know, aunts, uncles with tattoos on their arms, hearing stories, you know, relatives who lost their only children, my grandparents losing so much of what they had in Germany. And the fact they also were proud Germans. My grandfather was a decorated World War I soldier. Fought for the Kaiser was of that. He was one of those German Jews who came from, you know, one of these small rural towns where his family, they were a fee handler. He was the first to go to university, which was possible after he fought in World War I. My grandmother, likewise, her family, they were both from small towns, Mike. They were from Dorfchen. Popenlauer for my grandmother and Lichtenwald for my grandfather. These are places of 300, 400 people, 30 Jews. They were very well integrated into society. And they viewed themselves as incredibly German. My grandfather came to the United States in 1935, went back in 1936, thought Hitler wasn't going to last. They were deeply German, and the rejection... Was something unthinkable to them. And the pain around their community, the people they knew who were sent to camps and died, our relatives who were sent to camps and died, that very much shapes who I am. My mother obviously had stories of her childhood, the early years in Germany. It's a big part of who I am.
Sprecher 9: Antisemitic attacks in Germany have doubled in the last year. The Gaza conflict, of course, is fueling tensions. How do you see that?
Sprecher 10: We're at a very disturbing moment in Germany. A lot has to do with... with the immigration policies that brought in people from the Middle East who do not share German values and principles. We also have those problems here in the United States as well because of our immigration policies under the last president, but also because our universities have been taken over by a kind of nonsensical post-colonial ideology that, you know, is linked to some racialist thinking about oppressors and oppressed in our universities that really have no place there. And I'm thrilled that President Trump is really taking on the big universities and trying to get rid of this heinous ideology. My grandparents came to this country and my other My great-grandparents on the other side came to this country because they understood the promise of America. They understood the Declaration of Independence. They understood the promise of religious liberty. They saw America as mankind's last best hope. And today, instead, we indoctrinate our children, our university students, with the most heinous ideology that doesn't respect liberalism, doesn't respect human rights, doesn't respect what America has done, has built. It's awful for our country, and I fear the same thing is certainly happening in Germany.
Sprecher 9: Thank you very much for your insights and thoughts and I hope to see you back in Germany then. Vielen Dank.
Sprecher 10: Danke sehr.
Sprecher 2: Helene Genuch aus den USA. Gibt es sonst noch was?
Sprecher 3: Ja, wir müssen noch ganz kurz nach Griechenland gucken, denn wer ist mit den Regeln beim Autofahren nicht so ernst, Michael? Sollte sich gut überlegen, ob er da hinfährt und wenn ja, ein bisschen Geld mitnehmen. Denn Handy am Steuer, zu schnelles Fahren, Roller oder Motorrad fahren ohne Helm, das wird sehr, sehr teuer. Und zwar bis zu 8000 Euro. Rauchen im Auto ist auch verboten, jedenfalls wenn Kinder unter 12 dabei sind. Das, ehrlich gesagt, finde ich, gehört sich sowieso. Und besonders extrem sind die Strafen bei Fahren unter Alkoholeinfluss. Erlaubt ist wie bei uns 0,5 Promille und darüber kann man seinen Führerschein für, halt dich fest, 10 Jahre verlieren. Das ist echt not so much the land of the free.
Sprecher 2: Da würde ich mal sagen, mein nächster Griechenland-Urlaub ausschließlich nur mit Uber oder mit dem Fahrrad. Aber das ist schon heftig, da hast du recht.
Sprecher 3: Ich sollte auch darüber nachdenken, im Berliner Straßenverkehr häufiger einen Helm zu tragen, auch ohne größere Strafen, für Erwachsene jedenfalls. Und ansonsten würde ich sagen, take it easy.
Sprecher 2: Tschüss und morgen 5 Uhr eine Sonderfolge unserer Kollegen vom ESG-Table. Freuen Sie sich drauf. Bis dahin.
Sprecher 3: Tschüss.
Sprecher 12: Handel und Zölle sind das neue Top-Thema für die Spitzen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Für Sie gibt es jetzt unseren neuen Trade Table. Mit dem Trade Table haben Sie Zugang zu allen Analysen und Nachrichten aller Table Briefings Redaktionen. Rund um die Themen Handel, Zölle, Gegenzölle und Rohstoffe. Von Amerika bis Europa, von China bis Afrika. Mehr Informationen und einen weiterführenden Link finden Sie in der Folgenbeschreibung.
Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im... Ernst, ich mag's einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.