Gelingt der Aufschwung?
Dauer: 24:30

Gelingt der Aufschwung?

Beim Ludwig-Erhard-Gipfel blickt die Wirtschaft voller Hoffnung auf die neue Bundesregierung.

Astrid Hamker, Präsidentin des Wirtschaftsrats der CDU, sagt im Gespräch mit Michael Bröcker: „Ich freue mich, dass mein ehemaliger Vizepräsident Bundeskanzler ist.“ Sie fordert jedoch auch: „Wir brauchen dringend einen Keilschlag in der Bürokratie.“ Und weiter: „Deutschland ist ein Hochsteuerland – seit 2010 gab es keine Steuerreform mehr. Das wäre jetzt mal fällig gewesen.“


Marcel de Groot, CEO von Vodafone Deutschland, spricht im Podcast über Reformstaus, deutsche Mentalität und digitale Infrastruktur. Er warnt: „Eine Viertagewoche ist so, wie weniger trainieren, um Weltmeister zu werden.“ Bürokratische Hürden lähmen aus seiner Sicht den Ausbau digitaler Netze nach wie vor. De Groot sieht für Deutschland jedoch alle Chancen – wenn die Mentalität stimmt.


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat der Befreiung vom Nationalsozialismus gedacht – würdevoll, aber mit klaren Worten zur Gegenwart. Er mahnte: „Von außen kann uns heute niemand die Freiheit schenken. Wir müssen selbst für sie einstehen.“

Gleichzeitig stieß die AfD mit ihrer Haltung zum Gedenktag auf Kritik.


Zum ersten Mal in der Geschichte der katholischen Kirche kommt ein Papst aus den Vereinigten Staaten: Robert Francis Prevost heißt das neue Oberhaupt der Katholiken. Als Pontifex wird der 69-Jährige den Namen Leo XIV. tragen.



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Transkript

Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.

Sprecher 2: Das dürfte Donald Trump freuen. Der neue Papst ist erstmals in der Geschichte der katholischen Kirche, erstmals seit 266 Wahlen ein US-Amerikaner. Der 69-jährige Robert Francis Prevost aus Chicago wird als Leo XIV. Das neue Oberhaupt der 1,4 Milliarden Katholiken. Gleich dazu mehr. Gestern vor 80 Jahren wurde Deutschland und die Welt endgültig vom Naziregime befreit. Ein Tag, an dem auch der rund 75 Millionen Opfer gedacht wird, die in diesen zwölf Jahren ihr Leben verloren haben. Wir schauen kurz auf die sehr würdevolle Gedenkzeremonie im Bundestag und müssen leider auch über die AfD sprechen, die an diesem Tag mit geschmacklosen Ideen auffällt. Das große Ziel dieser neuen Bundesregierung ist gleich auch das erste Kapitel im Koalitionsvertrag. Ein neuer Aufschwung soll die Wirtschaft beleben. Ich war die letzten Tage beim Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee, einer ziemlich gut besetzten Wirtschaftskonferenz und habe mich dort unter anderem mit Marcel de Groot, dem CEO von Vodafone, Astrid Hampka, der Präsidentin des Wirtschaftsrates der CDU und den neuen Ministern Katharina Reiche und Thorsten Frei unterhalten, um herauszufinden, ob die Pläne der Politik mit den Bedürfnissen der Unternehmen übereinstimmen. Und natürlich lösen wir kurz noch das Asylrätsel auf von gestern und hören dazu den Kanzleramtsminister. Es ist Freitag, der 9. Mai. Schon wieder liegt ein historischer Tag hinter uns. Starten wir in diesem Sonderpodcast vom regnerischen Tegernsee.

Sprecher 3: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.

Sprecher 4: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Niemand wird um dieser Befreiung willen vergessen, welche schweren Leiden für viele Menschen mit dem 8. Mai überhaupt erst begannen und danach folgten. Aber wir dürfen nicht im Ende des Krieges die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen. Sie liegt vielmehr in seinem Anfang.

Sprecher 5: Und heute, noch einmal 40 Jahre später, der 8. Mai ist als Tag der Befreiung inzwischen Kern unserer gesamtdeutschen Identität geworden. Und doch begehen wir diesen 8. Mai heute nicht in ruhiger Selbstgewissheit, denn wir spüren, Freiheit ist nicht das große Finale der Geschichte. Freiheit ist nicht für alle Zeit garantiert. Heute müssen wir deshalb nicht mehr fragen, hat der 8. Mai uns befreit? Die Antwort ist gegeben. Und die bleibt gültig. Aber wir müssen fragen, wie können wir frei bleiben?

Sprecher 2: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erinnerte gestern im Bundestag an die großen Worte des vielleicht besten Bundespräsidenten aller. Richard von Weizsäcker, der vor 40 Jahren an den Tag der Befreiung erinnerte. Und auch Steinmeier nahm die Worte wieder auf.

Sprecher 5: Dieser Tag hat unser Land zutiefst geprägt. Wir alle sind Kinder des 8. Mai. Von außen kann uns heute niemand die Freiheit schenken. Wir müssen selbst für sie einstehen. Wir wissen, was zu tun ist. Und wir wissen um die Möglichkeit, dass immer wieder etwas Neues beginnt. Ja, wir sind alle Kinder des 8. Mai. Schützen wir unsere Freiheit, schützen wir unsere Demokratie. Vielen Dank.

Sprecher 2: Tausend Jahre sollte das Reich der Nazis Bestand haben, wenn es nach dem Willen des Schreckens Diktators Adolf Hitler gegangen wäre. Doch vor genau 80 Jahren endete der Nationalsozialismus, zum Glück bereits nach zwölf Jahren. Geschätzte 75 Millionen Tote, 3,5 Prozent der damaligen Weltbevölkerung kostete der rassistische Größenwahn. Und ja, es ist heute im demokratischen Spektrum Konsens, dass dieser Tag ein Tag der Befreiung war. Daran erinnerten gestern die Vertreter der Verfassungsorgane im Bundestag. Nur eine Partei, und das sollte an diesem Morgen nicht unerwähnt bleiben, sieht es etwas anders. Für manche AfD-Vertreter ist dieser Tag ein Tag der Niederlage. Sie zeigen damit, welch Geisteskind sie sind. Und auch wenn der Verfassungsschutz gestern zunächst die Einstufung der AfD als gesichert rechtsextrem bis zum Urteil der Verwaltungsgerichte ausgesetzt hat, bleibt es dabei. Diese Partei ist eine Gefahr für unsere Demokratie. Denn ein Tag der Niederlage war dieser 8. Mai nur für die Anhänger der NS-Diktatur. Ich dachte mir, es könnte wichtig sein, das zu wissen und vielleicht den einen oder anderen AfD-Wähler zum Nachdenken bringen. Deutschland nach der Wahl. Kommt jetzt doch das Wirtschaftswunder? So lautete das Motto des 11. Ludwig-Erd-Gipfels am Tegernsee gestern. Das Treffen zum 11. Mal fand es statt von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, wird von der Weimar Media Gruppe organisiert. Ja, richtig, dieser Weimar, der Mann, der inzwischen Kulturstaatsminister geworden ist, hat dieses Treffen einmal initiiert. Allerdings natürlich jetzt aus der Arbeit des Gipfels zurückgezogen. Alleinige Geschäftsführerin ist seine Frau Christiane Götz-Weimer. Die hatte das Treffen aber auch ohne ihn ganz gut im Griff. Es war prominent besetzt und die Zuversicht, dass diese neue Regierung die Wirtschaft stärker in den Blick nehmen könnte, sie war überall zu spüren. Nicht nur beim ersten Auftritt der neuen Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, die sich als ordnungspolitisches Gewissen der Bundesregierung verstehen will und erste entlastende Maßnahmen noch vor der Sommerpause ankündigte, sondern auch in den Panels und Diskussionsforen. Die Erwartungen an die neue Bundesregierung sind groß. Eine Vereinigung, die sich derzeit nicht wirklich über mangelnde Unterstützung beklagen kann, ist der Wirtschaftsrat der CDU. Denn immerhin ist der ehemalige Vizepräsident dieser Vereinigung, Friedrich Merz, jetzt Bundeskanzler, und ein anderer ehemaliger Vizepräsident, Carsten Wildberger, nun der neue Digitalminister. Ich habe am Rande des Gipfels mit Astrid Hamka, der Präsidentin des Wirtschaftsrats, gesprochen. Einen schönen guten Tag, Frau Hamke.

Sprecher 6: Guten Tag, Herr Brücker.

Sprecher 2: Zwei ehemalige Vizepräsidenten des Wirtschaftsrats sind jetzt Bundesminister und Bundeskanzler. Ohne den Wirtschaftsrat kann man hier keine Bundesregierung mehr bilden.

Sprecher 6: Das ist großartig. Ich freue mich, dass mein ehemaliger Vizepräsident Bundeskanzler ist. Ich glaube, er wird ein sehr erfolgreicher Bundeskanzler sein. Und ich finde es auch großartig, dass er mit Dr. Wildberger jemanden ins Kabinett geholt hat, der unternehmerische Erfahrung hat, der sicherlich auch mutig sein wird und damit auch neue Impulse in der Politik setzt.

Sprecher 2: Wie groß ist die Gefahr, dass einer wie Herr Wildberger, der die Unternehmenswelt kennt, aber die politischen Zwänge und auch die Befindlichkeiten, auch die Tricks nicht kennt, dass so einer scheitert?

Sprecher 6: Das wird sicherlich eine Herausforderung, aber ich glaube nicht, dass Herr Dr. Wildberger scheitern wird, denn er hat den großen Vorteil, dass er ein neues Ministerium hat, was er sich aufbauen kann. Und er hat sicherlich mit Philipp Amthor und Thomas Jatzomberg zwei starke Staatssekretäre, die ihn unterstützen werden. Und er kennt natürlich schon das politische Umfeld aus seiner langjährigen Tätigkeit im Präsidium des Wirtschaftsrates.

Sprecher 2: Friedrich Merz hat gesagt, bis zum Sommer brauchen wir auch öffentlich diesen Impuls, es geht jetzt voran, es geht jetzt aufwärts. Was sind die Maßnahmen, die Sie von dieser Bundesregierung in den ersten 100 Tagen erwarten, damit die Wirtschaft wirklich wieder anspringt?

Sprecher 6: Die Wirtschaft braucht zunächst mal Zuversicht und ich denke, die Zuversicht sollte da sein, wenn das 100-Tage-Programm kommt. Wir brauchen dringend einen Keilschlag in der Bürokratie. Wir brauchen eine Reduzierung der Energiepreise.

Sprecher 2: Eine Sekunde, lassen Sie uns dabei bleiben. Keilschlag in der Bürokratie, da reicht es nicht, das nationale Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz auszusetzen. Sie erwarten da mehr, auch jetzt am Anfang schon?

Sprecher 6: Ich erwarte da mehr. Aber das ist nicht nur die Aufgabe der Bundesregierung, sondern das muss auf europäischer Ebene passieren. Und deshalb ist es sehr wichtig, dass Deutschlands Interessen in Europa stärker vertreten werden. Und ich finde es auch sehr gut, dass die erste Amtshandlung von Friedrich Merz war, nach Frankreich und nach Polen zu fahren, um jetzt auch hier in Europa eine starke Achse zu bilden, die sich dann auch entsprechend in Brüssel einsetzen wird.

Sprecher 2: Dann sagen Sie, Energiepreise müssen runter. Sie erwarten also sehr schnell die Absenkung der Stromsteuer und auch die Ausweitung für die energieintensiven Unternehmen.

Sprecher 6: Das erwarten wir, das erwartet auch die energieintensive Industrie. Die hat keine Zeit mehr.

Sprecher 2: 100 Tage geben wir ihm. Man hat das Gefühl, schon jetzt ist die Bevölkerung, auch die Medien ungeduldig. Die Umfragen sind schlecht. Kann diese Große Koalition doch noch Großes leisten? Oder sind da zu viele auch fragile Konstruktionen im Koalitionsvertrag angelegt, also mögliche Streitpunkte?

Sprecher 6: Die Streitpunkte sehe ich derzeit nicht. Man hätte sicherlich das eine oder andere noch mehr machen können, beispielsweise eine Unternehmenssteuerreform frühzeitiger. Aber der Effekt der Turboabschreibung ist sicherlich auch mal ein gutes Signal aus Sicht der Wirtschaft. Und ich denke, alle Beteiligten haben die Ernsthaftigkeit der Lage erkannt. Und es ist sicherlich auch gut, dass die SPD auch mit einer neuen Mannschaft an den Start gegangen ist, sodass da keine alten Befindlichkeiten sind, die in irgendeiner Form das Atmosphärische belasten.

Sprecher 2: Interessanter Punkt, die Abschreibung. Ich höre immer von Unternehmen, dass sie sagen, ja, das ist ganz gut, aber es ist eigentlich eine Maßnahme, eine konjunkturpolitische Maßnahme. Wir brauchen mehr Strukturreform, die Unternehmenssteuersenkung, das wäre das A und O gewesen. Glauben Sie wirklich, dass diese Abschreibungsmodelle jetzt... umfassend genutzt werden, von Ihren Mitgliedsunternehmen zum Beispiel?

Sprecher 6: Da gehe ich schon von aus, dass das ein Booster für Investitionen sein wird. Aber es ist in der Tat ein kurzfristiger Effekt. Und wir hätten uns natürlich gewünscht, dass wir jetzt auch sofort eine Steuerreform machen, um einerseits die Leistungsträger zu entlasten, aber andererseits auch die Unternehmen. Deutschland ist ein Hochsteuerland und wir haben seit 2010 keine Steuerreform gehabt. Das wäre jetzt mal fällig gewesen, war aber offensichtlich mit der SPD nicht vereinbar.

Sprecher 2: Letzte Frage, Frau Hamka. Wie viel CDU ist eigentlich im Wirtschaftsrat? Es wird immer wieder darüber diskutiert. Wie ist es?

Sprecher 6: Der Wirtschaftsrat ist ein unabhängiger unternehmerischer Verband, der keine Parteipolitik macht, sondern Ordnungspolitik. Und unser Kompass ist die soziale Marktwirtschaft. Und wir unterstützen die CDU, wenn sie eine Politik der sozialen Marktwirtschaft auf die Strecke bringt. Aber wir kritisieren die CDU, auch wenn sie von dem Weg abweicht. Und von der Art her nehmen wir unsere Rolle weiterhin wahr als kritischer Mahner und konstruktiver Gestalter für die soziale Marktwirtschaft.

Sprecher 2: Wir sind gespannt. Vielen Dank, Frau Hamka.

Sprecher 6: Danke Ihnen, Herr Brücker.

Sprecher 3: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.

Sprecher 2: Einer, der wissen muss, welche Aufgaben nun vor dem neuen Digitalminister Carsten Wildberger liegen, ist Marcel de Groot. Er ist der CEO von Vodafone, dem zweitgrößten deutschen Kommunikationsunternehmen. Ein gebürtiger Niederländer, er wünscht sich wieder mehr Lust auf Leistung von seinem Nachbarland, das einst doch für seinen Fleiß und für seine Aufstiegsbereitschaft in den europäischen Nachbarländern bekannt war. Und natürlich wünscht er sich vor allem weniger Regulierung beim Ausbau von Mobilfunknetzen. Ich habe ihn gefragt, wie er auf den Standort Deutschland und unsere Leistungsmentalität blickt. Einen schönen guten Tag, Herr de Groot.

Sprecher 7: Danke.

Sprecher 2: Eine Mentalitätsfrage zu Beginn, Herr de Groot. Sie sind ja Niederländer. Die Deutschen galten immer als fleißig und engagiert und Anpacker-Mentalität. Vermissen Sie das ein bisschen bei den Deutschen in den letzten Jahren?

Sprecher 7: Es ist ein Schieflager der Balance zwischen Anpacker und Leistung. Es ist momentan in Deutschland ein bisschen in der Schieflage. Es wird ganz viel gefordert, zum Beispiel eine Viertagewoche. Eine Viertagewoche ist so, wir trainieren weniger, um Weltmeister zu werden.

Sprecher 2: Gibt es das bei Vodafone nicht, eine Viertagewoche?

Sprecher 7: Nein, wir haben keine Viertagewoche, aber man kann sich natürlich entscheiden, vier Tage zu arbeiten. Aber wir glauben daran, dass vier Tage nicht richtig ist.

Sprecher 2: Als jemand, der von draußen ein bisschen guckt, haben Sie das Gefühl, dass Deutschland Leistung verlernt hat?

Sprecher 7: Nein, ich glaube nicht, dass Deutschland Leistung verlernt hat. Ich glaube, es ist momentan... in einer Schieflage sozusagen, wie ich gesagt habe. Aber ich glaube auch, dass Deutschland sehr viele Chancen hat. Wir müssen ein bisschen mehr nach vorne schauen. Wie gesagt, der Windschutzschirm ist einfach größer als der Rückspiegel. Wir schauen mal ganz gerne in den Rückspiegel und merken, was passiert ist. Ich glaube, nach vorne mit Power und die Machen und Umsetzen, da brauchen wir ein bisschen mehr von. Ein bisschen weniger zurückgucken und ein bisschen mehr nach vorne. Und da bin ich mir ganz sicher, dass Deutschland das wieder schafft. Es ist nicht umsonst die drittgrößte Wirtschaft der Welt. Und nicht umsonst sehen wir die Regalen in Deutschland voll mit Pokalen von Wirtschaftsrunden und so weiter. Die Deutschen wissen, wie das gemacht werden muss. Von einer Anspruchskultur nach einer Fleißigkeitskultur, glaube ich, ist ein Ding, was wir wirklich wieder brauchen.

Sprecher 2: Wir hoffen, dass wir künftig mal wieder Pokale holen und nicht nur an den Vitrinen vorbeigehen mit den Pokalen der Vergangenheit. Eine Frage an den CEO eines Telekommunikationskonzerns, der ja auch mit digitaler Infrastruktur leben muss und sie als Geschäftsmodell benötigt. Bei der Digitalisierung, gerade bei der digitalen Infrastruktur, hängt Deutschland hinterher. Warum aus Ihrer Sicht?

Sprecher 7: Es gibt mehrere Gründe. Zum Ersten, wenn wir auf Festnetz schauen, sehen wir, dass da relativ viel Fiber gebaut wird, aber das bleibt hängen auf die Ebene Homespast. Zweitens bin ich der Meinung, dass wir in der letzten Zeit zu wenig gebaut haben und haben Milliarden vergeben an Auctions sozusagen. Und der dritte Punkt, ich habe es oben im Panel auch schon gesagt, wenn wir in Deutschland einen Standort bauen für 5G, einen neuen Standort, dann braucht es um ein Jahr, um die Genehmigung zu bekommen. Wir müssen nur nach Portugal schauen, nicht so weit weg. Da dauert es nicht ein Jahr, aber da passiert das Gleiche in 66 Tagen.

Sprecher 2: Warum dauert das mal so lange? Sind das Genehmigungen? Sind das Abstrafen?

Sprecher 7: Das sind Genehmigungen und die Genehmigungen, das ist meiner Meinung nach totale Bürokratie. Diese Bürokratie müssen wir wegnehmen und verschneiden. Es gab natürlich von der anderen Regierung das Netzausbau-Beschleunigungsgesetz. Schönes Scrabble-Wort.

Sprecher 2: Ein typisches deutsches Wort für ein Gesetz.

Sprecher 7: Ja, ein Scrabble-Wort, sage ich mal. Aber das Ding, da ist lange über diskutiert, aber das hat dann doch am Ende der Tage gescheitert. Wir sind sehr froh, dass jetzt mit der neuen Regierung gesagt wird, das ist wichtig, Digitalisierung ist wichtig. Digitalisierung, wie Sie eben erwähnt haben, ist für Deutschland wichtig, dass das jetzt in die Umsetzung kommt. Dass wir das schneller bauen, schneller machen. Weil wir wissen alle, wenn wir gut durchdigitalisieren, dass es Deutschland besser geht. Wir haben Beispiele. Dass wir, wir haben mal geprüft mit Unternehmen in der Mittelstand, wenn die gut durchdigitalisiert sind, wenn die eine gute Website haben, wenn die gut Cyber Security Hosts sehen, das ganze Ding, dann sind die um 23% erfolgreicher als diejenigen, die das nicht machen.

Sprecher 2: Egal in welchen Branchen?

Sprecher 7: Egal in welchen Branchen, das ist ein Durchschnitt. Es gibt natürlich Branchen, wo es besser ist und es gibt auch wo es schlechter ist. Aber im Mittelstand haben wir eine riesen Opportunity, um Deutschland besser aufzustellen und wirtschaftlich erfolgreicher zu machen. Es ist ein direkter Link sozusagen zwischen Digitalisierung und Erfolg.

Sprecher 2: Jetzt kommt ein Unternehmer aus Düsseldorf oder aus Nordrhein-Westfalen, der Digitalminister wird. Das sollte Sie ja erstmal erfreuen.

Sprecher 7: Ja, das erfreut uns. Er war mal bei uns in der Firma. Nicht in Deutschland, by the way, aber in, ich glaube, Ungarn oder Rumänien. Muss ich mal prüfen. Aber ja, freut uns.

Sprecher 2: Was sind die ersten Maßnahmen, die Sie sich von einem Digitalminister erhoffen?

Sprecher 7: Weniger Bürokratie, mehr Geschwindigkeit und am Ende des Tages das, was wir brauchen. Und am Ende auch für Unternehmen weniger Steuer, sodass wir schneller und besser vorantreiben können. Das ist, was ich mir wünsche. Aber vor allem mehr Geschwindigkeit, Beigenehmigungen. Und auch da freuen wir uns schon, die Entscheidung, die getroffen worden ist bei der BNCA, dass wir jetzt nicht wieder ein Vergrenzauktion haben, aber dass wir einfach die Kohlen jetzt investieren können in das Netz. Das sind die Dinge, die wir uns wünschen.

Sprecher 2: Letzte Frage, Herr de Groot. Wir haben mit der Mentalität begonnen. Sie sagen, man kann nicht weniger trainieren und dann Weltmeister werden wollen. Was macht Sie zuversichtlich, dass Deutschland das Comeback an die Weltspitze schaffen kann?

Sprecher 7: Es ist eine Mentalitätssache, glaube ich. Und die Mentalitätssache ist, wenn wir nach vorne schauen, wenn wir wirklich sehen, das sind die Chancen, dass diese Wirtschaft nicht umsonst ist. der Drittlose der Welt. Es ist eine richtige Energie, um die Dinge wieder darzustellen. Und ich glaube, es ist Glauben, was wir in Deutschland machen können, das ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten Dinge. Man muss ein Optimist sein und nicht immer rückschauen, was passiert da. Wir brauchen dafür Mut, uns Jahrhänge zu treffen. Zum Beispiel, um die Bürokratie abzubauen, zum Beispiel, um mehr Geschwindigkeit zu bringen, zum Beispiel, um die Steuer für Unternehmen attraktiver zu machen. Und wir brauchen mehr Risikobereitschaft. Nicht nur bei Unternehmen, aber auch Risikobereitschaft in Politik und im Umfeld.

Sprecher 2: Mehr Risikobereitschaft, mehr Zuversicht. Vielen Dank, lieber Herr de Groot. Während die Wirtschaft also zuversichtlich auf diese neue Bundesregierung schaut, scheint das Thema Migration noch etwas komplizierter zu sein. Gestern hatte zunächst der stets gut informierte Robin Alexander gemeldet, dass Friedrich Merz die nationale Notlage in der Asylfrage ausruft. Das wurde allerdings kurze Zeit später vom Regierungssprecher Stefan Cornelius dementiert. Was war da los? Das hat Kanzleramtschef Thorsten Frei gestern Abend beim Ludwig-Erd-Gipfel versucht zu erklären.

Sprecher 8: Also Friedrich Merz hat zunächst einmal mit der Sache nichts zu tun, weil es ist die Sache des Bundesinnenministers. Und der Bundesinnenminister hat in diesen Stunden gesagt, dass er den Paragrafen 18 Absatz 2 Nummer 1 des Asylgesetzes so umsetzen wird und die Bundespolizei entsprechend angewiesen hat, wie er da im... Gesetz steht, nämlich dass diejenigen, die aus einem sicheren Drittstaat nach Deutschland kommen, eben sich nicht auf das Asylrecht berufen können. Das steht da drin und das wird die Bundespolizei jetzt umsetzen. Und das ist die Entscheidung des Bundesinnenministers und die ist im Einklang mit den Verabredungen, die wir im Rahmen des Koalitionsvertrages sind. Geschlossen haben.

Sprecher 2: Es scheint also in dieser neuen Bundesregierung das Ressortprinzip wirklich zu gelten. Alexander Dobrindt, der Innenminister, handelte so, wie es übrigens im Koalitionsvertrag steht und so, wie er diesen Auftrag auch verstanden hat. Aber Friedrich Merz wollte mit dieser Nachricht wohl nicht persönlich draußen erscheinen. Also das Fazit lautet wohl, hier ruckelt es noch ein wenig in der neuen Regierung, aber lassen wir der Truppe rund um Friedrich Merz doch einfach etwas Zeit und malen nicht gleich den Teufel an die Wand.

Sprecher 9: Annuncio vobis gaudium magnum. Habemus papam. Eminentissimum ac reverendissimum dominum, dominum Robertum Franciscum, sancte romane ecclesiae, cardinalem prevost.

Sprecher 2: Immerhin auch erst im vierten Wahlgang haben sich die 133 Kardinäle der katholischen Kirche auf einen neuen Papst geeinigt. Gestern endlich, um 18.07 Uhr, stieß weißer Rauch über der Sixtinischen Kapelle in Rom auf. Der neue Papst ist US-Amerikaner, es ist Robert Francis Privos aus Chicago. Der 69-Jährige wird der 267. Papst in der Geschichte und er nennt sich in Zukunft Papst Leo XIV. Seine ersten Worte waren, Friede sei mit euch.

Sprecher 10: La pace sia con tutti voi.

Sprecher 11: Questo è il primo saluto del Cristo risorto, il buon pastore che ha dato la vita per il gregge di Dio. Anch'io vorrei che questo saluto di pace entrasse nel vostro cuore, raggiungesse le vostre famiglie, a tutte le persone, ovunque siano, a tutti i popoli, a tutta la terra. La pace sia con voi.

Sprecher 2: Unter dem Vorgänger Papst Franziskus leitete der 69-Jährige die Vatikanbehörde für Bischöfe, quasi die Personalabteilung der katholischen Weltkirche. In dieser Funktion war er auch zuständig für die Bischofsernennungen und so kletterte er auch die Hierarchien offenbar im Vatikan nach oben. Der am 14. September 1955 in Chicago geborene Kirchenmann gilt als diplomatisch, pragmatisch, manche sagen sogar eher liberal und wird bei den progressiven wie konservativen Kirchenvertretern geschätzt. Internationale Erfahrungen sammelte er nicht erst durch seine letzte Position in der Kurie. Er trat 1977 dem Augustinerorden bei und wurde zum Studium nach Rom geschickt. Anschließend entsandte ihn sein Orden als Missionar nach Peru. Bis Anfang der 2000er Jahre wechselte er zwischen verschiedenen Positionen in den USA und in Peru. Er war hauptsächlich in der Ausbildung junger Ordensmänner tätig. Er spricht Spanisch und Italienisch. Natürlich mit leichtem US-amerikanischen Akzent. Seien wir gespannt auf diesen neuen Papst. Ein neuer Papst, ein neuer Kanzler, mehr geht in einer Woche wirklich nicht. Durchatmen, genießen Sie das Wochenende. Am Montag sind wir wie gewohnt wieder im Doppelt hier, denn bei uns bei Table Today gilt natürlich 1 plus 1 ist mehr als 2.

Sprecher 12: Like you'll never get rid of your shadow. You'll never get rid of me.

Sprecher 2: In diesem Sinne freuen sich auf Helene und auch auf mich. Montag, 5 Uhr, Table Today. Bis dahin.

Sprecher 13: Closer than pages that stick in a book.

Sprecher 12: And my.

Sprecher 13: We're closer than ripples that know where to drink.

Sprecher 12: Strolling down the avenue. Wherever you'll find him, you'll find me. Just look.

Sprecher 13: Closer than a miser, all the bloodhounds to the eyes of me.

Sprecher 12: Closer than Smuggins to all of L.A. Closer than Ricky to confessing his game. Not a soul can bust this team in two. We stick together like glue. And it's sleeping time. That's when we rise. We start to swing.

Sprecher 13: You think you're so just you.

Sprecher 12: Clocks don't chime. What a surprise. They ring. Ding, ding, happy new year. Me. Not to repeat what I said at the start. And my shadow. You'll need a large crowbar to break us apart. We're alone that far from.

Sprecher 14: Before we get finished, we'll make the town rock. We'll hit a few late spots and then a few more. We'll start out in stringies and maybe crouch your life. It's gonna be a wow-wow week.

Sprecher 3: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.