Neuaufstellung in der Niedersachsen-SPD
Dauer: 23:20

Neuaufstellung in der Niedersachsen-SPD

In Niedersachsen hat Ministerpräsident Stephan Weil seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Die CDU fordert Neuwahlen. Der Vorsitzende der CDU Niedersachsen, Sebastian Lechner, kritisiert die geplante Amtsübergabe im Gespräch mit Michael Bröcker. Es sei kein Generationswechsel – „auch kein Neuaufbruch, sondern ein schlichtes Weiter-so der rot-grünen Politik für Niedersachsen. Und das ist keine gute Botschaft.“


Der brandenburgische SPD-Wirtschaftsminister Daniel Keller hat sich gegen eine Nominierung von SPD-Parteichefin Saskia Esken für das neue Bundeskabinett ausgesprochen. „Wir haben das historisch schlechteste Wahlergebnis eingefahren. Saskia Esken sollte sich auch überlegen, ob sie Teil der neuen Bundesregierung sein muss – oder eben auch nicht.“


Der SPD-Minister geht im Gespräch mit Michael Bröcker auf Distanz zu Tesla-Gründer Elon Musk. „Dass ich eine andere Position zu vielen politischen Themen habe als Elon Musk, muss ich nicht sagen.“


Innenministerin Nancy Faeser hat von rückläufigen Flüchtlingszahlen berichtet. Ein Grund dafür sind offenbar die ausgeweiteten Grenzkontrollen – die Faeser zuvor lange abgelehnt hatte.


Table.Briefings - For better informed decisions.


Sie entscheiden besser, weil Sie besser informiert sind – das ist das Ziel von Table.Briefings. Wir verschaffen Ihnen mit jedem Professional Briefing, mit jeder Analyse und mit jedem Hintergrundstück einen Informationsvorsprung, am besten sogar einen Wettbewerbsvorteil. Table.Briefings bietet „Deep Journalism“, wir verbinden den Qualitätsanspruch von Leitmedien mit der Tiefenschärfe von Fachinformationen. 


Professional Briefings kostenlos kennenlernen: 

table.media/testen  


Audio-Werbung Table.Today: jan.puhlmann@table.media


Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Transkript

Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.

Sprecher 2: Ist Teslas Gigafactory in Grünheide ein Segen oder ein Fluch für die Region? Wir sprechen mit dem Brandenburger Wirtschaftsminister Daniel Keller über das Engagement von Elon Musk in Brandenburg.

Sprecher 3: War die Asylpolitik der Ampel vielleicht doch besser als gedacht? Nancy Faeser hat gestern ihre Bilanz vorgestellt. Überraschendste Zahl, 50.000 Zurückweisungen an den deutschen Grenzen. Und ich dachte, das wäre inhuman und unmöglich und alles überhaupt. Und geht's also doch. Wir schauen da mal genauer hin.

Sprecher 2: Lustig, dass du jetzt auch Faser sagst, Michael, wie es ja auch viele Sozialdemokraten tun, obwohl die Frau wirklich, glaube ich, in Wahrheit einfach nur Fäser heißt. Und ich habe sie mal gefragt, woher der Vorname Nancy kommt. Das war offenbar irgendein Buch, das ihre Eltern gelesen haben. So hat sie es mir mal erzählt. Aber wir reden natürlich auch noch über Niedersachsen. Dort gab es ein Personalbeben in der SPD. Ministerpräsident Stefan Wall hat seinen Rücktritt angekündigt. Und wir sagen Ihnen warum und sprechen mit Sebastian Blechner, dem CDU-Landeschef, darüber, wie es jetzt weitergeht.

Sprecher 3: Das ist unser Start in den von Trump erfundenen Liberation Day. Für uns bleibt es natürlich einfach Mittwoch, der 2. April.

Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.

Sprecher 2: Am 12. November 2019 hat Elon Musk bekannt gegeben, dass er die Gigafactory in Grünheide bauen will. Damals galt der Mann noch als Unternehmer, Genie und Visionär. Und noch im März 2022 wurde er gefeiert. Da wurde die Fabrik eröffnet. Olaf Scholz war da, Robert Habeck, Voigtke und alle feierten zusammen das klimaneutrale Auto. Elon Musk machte ein paar Dance-Moves. Das waren andere Zeiten.

Sprecher 5: Wie können wir es schaffen mit erneuerbaren Energien? Neue Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig auch im Bereich des Klimaschutzes voranzukommen. Und lieber Elon Musk, ich bin Ihnen ganz persönlich sehr, sehr dankbar, dass wir hier heute in Brandenburg die Antwort auf diese Frage geben. Herzlichen Dank. Dankeschön für alles. Brandenburg, Grünheide und Deutschland.

Sprecher 3: Elon Musk war irgendwie auch anders. Damals hat er noch für Hillary Clinton Werbung gemacht. Heute ist er der glühendste Fan und Unterstützer von Donald Trump. Tesla in Grüne Heide jedenfalls ist von den Zahlen her zumindest ein ganz gutes Projekt für die Region. 12.000 Jobs sind entstanden, mehr als 6.000. Millionen Euro Steuereinnahmen. Aber natürlich gibt es jetzt erst recht wieder Kritik an dieser Fabrik, denn es ist eben Elon Musk.

Sprecher 2: Ja, die Kritik gab es auch damals schon. Der Bau war ziemlich chaotisch. Musk hatte einfach losgelegt auf eigenes Risiko. Er hatte nämlich nur vorläufige Genehmigung. Außerdem gab es Bedenken von Anwohnern und von Umweltverbänden, was zum Beispiel die Austrocknung des ja ohnehin trockenen Brandenburger Bodens angeht. Diese Bedenken wurden vielfach einfach weggewischt. Es gibt auch eine Fernsehdokumentation darüber. Allerdings, das ist die Kehrseite der Geschichte, Brandenburg hat damals bewiesen, dass Deutschland Infrastrukturprojekte eben doch schnell auf die Beine stellt, dass Genehmigungen schnell erteilt werden können. Von einer Tesla-Geschwindigkeit war damals die Rede. Jetzt wollen viele Deutschen mit Tesla nichts mehr zu tun haben.

Sprecher 3: Die Tesla-Zahlen brechen ein in Deutschland über 70 Prozent Absatzrückgang im Februar. Aber was ist vor Ort los? Das wollten wir von dem Mann wissen, der es eigentlich wissen muss. Wirtschaftsminister in Brandenburg ist ein gewisser Daniel Keller. Und er kann uns vielleicht auch sagen, ob das stimmt. Mit den 25.000 Papieren, die Elon Musk ausdrucken und unterschreiben musste für diese Gigafactory, fragen wir ihn einfach. Einen schönen guten Tag, Herr Keller.

Sprecher 6: Einen wunderschönen guten Tag, hallo.

Sprecher 3: Einer, der hier in Brandenburg Jobs geschaffen hat in einer neuen Welt, ist Elon Musk. Wie sehen Sie ihn eigentlich gerade und das, was er politisch so treibt in den USA?

Sprecher 6: Wissen Sie, ich sage, ich gucke mir weniger Elon Musk an, als dass ich mir angucke, dass wir hier in Brandenburg... die E-Mobilität von morgen haben, dass wir hier 11.000 Menschen haben, die gut finanzierte Arbeitsstellen auch haben. Ich glaube, dass ich eine ganz klar andere Position habe als Elon Musk zu vielen Themen, muss ich nicht sagen. Aber auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk in Grünheide teilen nicht die Meinung von Elon Musk.

Sprecher 3: Aber hat sein politisches Engagement, die Proteste, die es gab, auch vor dem Werk in kleinem Umfang hier in Grünheide, aber auch die Absatzzahlen von Tesla, die runtergehen, hat dieses politische Engagement am Ende Auswirkungen auf die Brandenburger Wirtschaft und diesen Standort von Tesla?

Sprecher 6: Zum jetzigen Zeitpunkt können wir feststellen, dass die Nachfrage bei elektrisch betriebenen Autos in Europa sinkt. Das betrifft nicht nur Tesla, sondern auch alle anderen Hersteller. Dass wir mit Tesla aber insbesondere die Möglichkeit haben, dass sie einen großen Absatzmarkt auch außerhalb von Europa haben, eben nicht in Kurzarbeit sind, weiter produzieren. Und deswegen würde ich sagen, womöglich Auswirkungen ja, aber sie halten sich derzeit noch in Grenzen. Und ich sage es nochmal, ich bin ein Kind der 90er. Ich bin in der Zeit groß geworden, wo in Frankfurt oder über 20 Prozent Arbeitslosigkeit waren. Und deswegen würde ich mir mehr freuen, wenn auch mehr Menschen auf die Straße gehen zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Ich bin bei vielen Unternehmen im Land unterwegs, die gerade um ihre Arbeitsplätze kämpfen. Und diese Bedeutung muss wieder rein in die Köpfe. Es geht hier um gut bezahlte Arbeitsplätze. Und da sollte man vielleicht diese Diskussionen nicht auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer führen. Zu Elon Musk habe ich eine klare Position. Die haben auch viele andere. Aber das hat nichts mit den Menschen, die dort arbeiten, zu tun.

Sprecher 3: Stimmt es eigentlich, dass es 20... 1000 Blatt Papier waren, die für die Genehmigung dieses Werks ausgedruckt, gestempelt und unterschrieben werden musste, so wie er es in einem Online-Gespräch mit Alice Weidel gesagt hat?

Sprecher 6: Ich würde es mal so formulieren, dass alle Unternehmer und Unternehmerinnen, die sie auch treffen werden, davon berichten, dass die Bürokratie, die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu lang, zu ausführlich, zu zeitraubend und auch kostenintensiv sind. Und deswegen haben wir als Landesregierung das zum Kernthema gemacht. Wir haben die ersten Schritte getätigt. Wir haben einen parlamentarischen Ausschuss dazu. Aber wir haben auch schon die ersten Gesetze vom Tisch genommen. Ob die 10.000 Seiten stimmen, weiß ich nicht.

Sprecher 3: 25.000 Seiten. Oder 25.000 Seiten. Das wäre ein LKW, sagt er.

Sprecher 6: Das will ich weder verneinen noch bejahen. Aber klar ist, die Bürokratie, die ist zu viel. Da müssen wir abbauen. Das ist dringend geboten. Und nicht nur für Tesla, sondern für alle.

Sprecher 3: Und dann wollte ich von den Sozialdemokraten natürlich mal wissen, warum die SPD in Berlin eigentlich nie nach dem Wirtschaftsministerium greift und was er eigentlich von einer möglichen Bundesministerin Saskia Esken hält. In Berlin ist überhaupt gar nicht davon die Rede, dass mal die SPD wieder das Wirtschaftsministerium übernimmt. Warum eigentlich nicht?

Sprecher 6: Auch wissen Sie, ich würde es eigentlich sehr begrüßen, weil es eigentlich schon zeigt, dass wir sehr gute Wirtschaftsministerinnen und Minister haben. Wir haben ja schon gerade zwei angesprochen, die dann auch später Chefs der Länder werden oder geworden sind. Warten wir doch mal ab, wer sich da auf Bundesebene durchsetzt. Ich glaube, fürs Land wäre es auch nicht verkehrt, einen sozialdemokratischen Wirtschaftsminister zu haben.

Sprecher 3: Wäre es gut für die künftigen Wahlkämpfe der SPD hier in Brandenburg, wenn Saskia Esken Bundesministerin würde?

Sprecher 6: Ich komme aus dem Bereich. wo es immer darum geht, dass man auch Verantwortung übernimmt für Wahlergebnisse. Wir haben das historisch schlechteste Wahlergebnis auf Bundesebene. Und da muss die Parteispitze auch Verantwortung übernehmen und sich damit auseinandersetzen. Ich habe sehr, sehr hohen Respekt vor Olaf Scholz und seinen Auftritten auch am Wahlabend, der hier ganz klar auch sagt, er steht zu diesem Ergebnis und er ist damit auch verbunden. Und dementsprechend, glaube ich, sollte Saskia Esken überlegen, ob sie Teil der neuen Bundesregierung sein muss oder eben auch nicht.

Sprecher 3: Aber Verantwortung gilt nicht für Lars Klingbeil, sondern nur für Saskia Esken?

Sprecher 6: Das gilt für beide Personen, die dieses Ergebnis sicherlich auch mitverantworten müssen. Aber es wird nicht meine Aufgabe sein, das zu kommentieren, sondern das muss dann der neue Bundestag machen, die SPD-Abgeordneten vor Ort und natürlich auch der Bundesvorstand. Das werde ich mir sicherlich hier aus Brandenburg anschauen.

Sprecher 3: Sie schauen entspannt und gelassen von Potsdam nach Berlin. Vielen Dank für dieses Gespräch.

Sprecher 6: Bitteschön.

Sprecher 7: Wir haben die irreguläre Migration stark zurückgedrängt, trotz der Krisen und Kriege, die wir aktuell erleben. Im ersten Quartal 2025 liegt die Zahl der Asylgesuche um rund 35 Prozent unter der Zahl aus dem letzten Jahr in 2024. 50 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2023.

Sprecher 2: Nancy Faeser, die Bundesinnenministerin, hat gestern interessante, überraschende Zahlen präsentiert über die Migration nach Deutschland. Und da scheint sich einiges geändert zu haben. Obwohl doch Friedrich Merz eigentlich jetzt um 180 Grad erst das Ruder rumdrehen wollte und die Migrationswende einleiten wollte. Da hat man den Eindruck, Michael, nach diesen Zahlen, schon die Ampel hat die Migrationswende eingeleitet.

Sprecher 3: Ja, eingeleitet hat sie die tatsächlich und die Asylzahlen sind wirklich zurückgegangen. Und man muss auch sagen, das, was die Union unbedingt an allen Grenzen will, nämlich Grenzkontrollen, gibt es inzwischen. Und es gibt auch Zurückweisungen, nämlich insgesamt 50.000 seit Oktober 2023. Das ist nicht gerade wenig. Es ist wahrscheinlich immer noch zu wenig, um den Druck auf die Kommunen und die Länder abzumildern. Aber man kann Nancy Faeser nicht vorwerfen, dass sie nichts getan hat.

Sprecher 2: Aber um es nochmal kurz zu erklären, es handelt sich hier um Zurückweisung an den Grenzen für Menschen, die nicht Asyl beantragen wollen in Deutschland, sondern die einfach kein Visum haben und trotzdem einreisen wollen und nicht Asyl beantragen. Da ist nach deutschem und europäischem Recht eine Zurückweisung immer möglich. Wurde früher nicht in derselben Art und Weise durchgezogen, jetzt schon. So kommt es zu diesen Zahlen. Also das hat nichts mit dem zu tun, was Merz jetzt will, nämlich Zurückweisung auch für Asylbewerber.

Sprecher 3: Richtig, im März will auch Asylbewerber zurückweisen, aber auch die Zahlen gehen ja zurück. Die Zahl der Asylgesuche, das ist ja entscheidend, ist um 45 Prozent gesunken im Vergleich zum Vorjahr auf 8.800 im März. Und das sind 45 Prozent weniger als noch im Vormärz. Also auch die Zahl der Asylgesuche sinkt.

Sprecher 2: Interessant ist auch, was Nancy Faeser zu den Binnengrenzkontrollen gesagt hat, die es ja seit einem Jahr gibt. Monaten an allen deutschen Landesgrenzen gibt. Nancy Faeser war jetzt geradezu begeistert davon und sagte, sie trügen maßgeblich zur Senkung der Zahlen bei. Aber wir erinnern uns, es war Nancy Faeser, die ursprünglich ziemlich strikt dagegen war, jedenfalls an den Grenzen zu Polen und Tschechien zu kontrollieren. Das Bundesinnenministerium hatte damals allerlei Argumentationen parat, dass es logistisch gar nicht möglich sei, jeden Übergang zu kontrollieren, dass man die Nachbarn ärgern und frustrieren würde und dass es auch alles gar nichts bringen würde.

Sprecher 7: Also wir leben in einem freizügigen Land, wo man das notifizieren muss bei der EU. Deutschland kann das nicht alleine machen. Wir müssen da von der EU auch die Bestätigung bekommen. Wir haben beispielsweise mit der Schweiz im Moment die erfolgreichste Arbeit in der Frage der Zurückweisung. Und die haben keine stationären Grenzkontrollen. Das funktioniert dort noch besser als mit Österreich. Also das zeigt auch, dass stationäre Grenzkontrollen nicht die Lösung sind. Aber es bedeutet natürlich für die Menschen...

Sprecher 2: Über Monate hatten die Innenminister der ostdeutschen Bundesländer darum gebeten. Feser wollte es nicht und dann plötzlich wollte sie es doch. Und in der Tat, es hat offenbar gewirkt.

Sprecher 3: Jedenfalls geht die Migrationswende der Union, die jetzt auch teilweise kommt, natürlich weiter. Nicht nur an den Grenzen durch die Zurückweisung auch von Asylbewerbern, sondern vor allem natürlich auch durch die Verschärfung bei der Abschiebung, aber auch die erweiterten Kompetenzen der Bundespolizei. Ich glaube, da ist durchaus schon ein Weg eingeleitet worden. Aber diese Union jetzt mit dieser anderen SPD wird ihnen noch konsequenter weitergehen. Und das ist auch gut so.

Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.

Sprecher 8: Ich werde nicht wieder beim nächsten ordentlichen Landesparteitag der niedersächsischen SPD als Vorsitzender kandidieren. 13 Jahre sind genug. Ich bin 66 Jahre alt und ich merke das auch.

Sprecher 2: Ja, der ohnehin schon anstrengende Alltag wird noch anstrengender. Mit 66 Jahren ist das sicherlich nicht einfach. Stefan Weil scheidet aus der Politik aus und er tut das selbstbestimmt. Das ist für sich gesehen schon eine Leistung.

Sprecher 3: Olaf Scholz ärgert sich wahrscheinlich, denn Stefan Weil war der innerparteilich größte Kritiker von Olaf Scholz. Und jetzt kurz nachdem Olaf Scholz sein Amt aufgeben muss, geht jetzt auch Stefan Weil. Aber ich muss sagen, durchaus beachtliche Bilanz. Der Mann regiert seit 2013 und ist damit aktuell der dritt dienstälteste Regierungschef in Deutschland. War ein sehr pragmatischer, sehr beliebter Landesvater. Dann hat die SPD aus meiner Sicht immer wieder mal rechtzeitig, auch bei Wirtschaftspolitik, auch gerade bei der Asylpolitik, in die Mitte zurückgeführt, würde ich jetzt mal sagen.

Sprecher 2: Ja, hätte er bis 2027 also die volle Legislaturperiode noch gemacht, hätte er den Rekord von Ernst Albrecht von der CDU gebrochen, dem Vater von Ursula von der Leyen. Aber diesen Wettbewerb in den Zahlen ist Stefan Weil offenbar egal. Er übergibt jetzt an Olaf Lies, den niedersächsischen Wirtschaftsminister, der ehemals sein Konkurrent war, nämlich 2013 wollte Lies selbst SPD-Spitzenkandidat werden und hat nur ganz knapp gegen Weil verloren. Doch er ging eben nicht auf Distanz, sondern diente ihm, war sein enger Vertrauter und nun wird er dafür belohnt.

Sprecher 3: Ja, interessante Vita hat der Mann. Er war mal Funkelektroniker bei der Barine in Wilhelmshaven. Er hat Elektrotechnik studiert, ist Diplomingenieur. Sieht man ja in der Politik auch nicht so häufig. Und im Bundestag wäre er wahrscheinlich bei den Seeheimern pragmatischer SPD-Politiker. Also keine einfachen Bedingungen für die CDU. Aber hören wir doch erstmal, was Olaf Lies selber sagt.

Sprecher 9: Ich durfte diese Zeit begleiten, seit Beginn an, seit über zwölf Jahren als Minister in unterschiedlichen Funktionen. Und ich will das an der Stelle nochmal sagen. Tatsächlich ist aus dieser Zeit des Wettbewerbs eine Zeit des Vertrauens und eine Zeit der Freundschaft entstanden. Was nicht selbstverständlich ist in den Rollen, die wir haben, was aber gut tut in der Arbeit.

Sprecher 2: Michael, wenn sich in Niedersachsen etwas bewegt, dann ist das wie beim Tetris-Spiel. Alles ruckelt sich zurecht und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Bundes-SPD, denn die besteht, muss man sagen, zu einem großen Teil aus Niedersachsen. Olaf Scholz kann man nicht so richtig dazu rechnen, obwohl er dort geboren ist. Aber Hubertus Heil, Lars Klingbeil, Matthias Miersch und Boris Pistorius sind alle aus Niedersachsen und werden wahrscheinlich nicht alle im Bundeskabinett einen Platz kriegen. Also vielleicht wechselt einer von ihnen nach Niedersachsen. Was hast du gehört?

Sprecher 3: Es spekuliert wird in niedersächsischen Medien darüber, dass Matthias Miersch, der Generalsekretär, jetzt Wirtschaftsminister in seiner Heimat in Niedersachsen werden könnte. Dass Boris Pistorius und Lars Klingbeil in Berlin bleiben, ins Kabinett gehen, ist... Eigentlich fast ausgemachte Sache. Also vielleicht trifft es mir. Aber interessant ist ja, Helene, dass Niedersachsen immer so etwas wie eine Kaderschmiede war für die SPD. Man muss sich daran erinnern, Kurt Schumacher war der erste Parteivorsitzende der SPD und auch er wurde in Hannover damals gewählt. Dort wurde quasi die SPD nach dem Krieg wieder gegründet und es war immerhin auch ein gewisser Gerhard Schröder, dessen engster Mitarbeiter Lars Klingbeil jetzt die SPD in neue Ufer führt.

Sprecher 2: Der nächste Kanzler muss ein Niedersachse sein. Mal sehen, ob dieser Spruch nochmal aufgeht. Aber die Frage ist ja, was bedeutet das für die CDU, die ja Niedersachsen noch nicht besonders oft regiert hat und das gerne mal wieder tun würde.

Sprecher 3: Ja, ich erinnere mich an den Januar 2013, als David McAllister, der damals jüngste Ministerpräsident, schon wieder sein Amt aufgeben musste. Den ganzen Abend war es knapp und am Ende fehlten ihm ein paar tausend Stimmen, weil ein Kandidat es nicht rechtzeitig geschafft hatte, sich auch als Kandidat aufstellen zu lassen. Er weinte im Fernsehen dramatisch. Seitdem ist Stefan Weil im Amt, also 2013.

Sprecher 2: Die CDU ist in der Opposition. Sebastian Lechner, der Landesvorsitzende und mutmaßlich nächste Kandidat für das Ministerpräsidentenamt, ist jetzt bei uns im Gespräch. Er soll uns sagen, ob die CDU aus dem Rückzug von dem ja doch beliebten Ministerpräsidenten Kapital schlagen kann.

Sprecher 3: Einen schönen guten Tag, Herr Lechner.

Sprecher 10: Guten Tag, Herr Brügger.

Sprecher 3: Hat Sie die Ankündigung von Stefan Weil überrascht gestern?

Sprecher 10: Ich glaube, er hat den Menschen in Niedersachsen... Sachsen ein anderes Versprechen gegeben. Er hat klar gesagt, dass er bis 2027 die Periode zu Ende macht. Er hat mal angedeutet, dass er nicht unbedingt den Landesvorsitz der SPD weitermachen möchte. Aber dass er jetzt so hoppla hopp auch den Ministerpräsidenten niederlegt, das hat uns überrascht.

Sprecher 3: Das Überraschungsmoment ist da und jetzt kommt der Generationenwechsel mit Olaf Lies, kommt ein zumindest 10, 15 Jahre, glaube ich, jüngerer Kandidat, Wirtschaftsminister. Ist das für die CDU in Niedersachsen jetzt auch ein ganz anderer Gegner?

Sprecher 10: Also Olaf Lies ist gerade mal sieben Jahre jünger als der Ministerpräsident. Er ist 57, der Ministerpräsident 64. Deswegen ist das auch aus unserer Sicht kein Generationenwechsel. Zudem wird das ja weitergehen, so wie es im Moment in Niedersachsen ist, mit der Rot-Grün-Koalition. Olaf Lies ist jetzt 13 Milliarden Minister im Land. Er verantwortet alle Entscheidungen, die auch in den Kabinetten Wahl getroffen wurden, mit. Und insofern ist das kein Generationswechsel, auch kein Neu- oder ein Aufbruch, sondern ist ein schlichtes Weiter-so der Rot-Grün-Politik für Niedersachsen. Und das ist keine gute Botschaft.

Sprecher 3: Ich sehe schon, Sebastian Lechner ist schon im Wahlkampfmodus und noch sind zweieinhalb Jahre hin. Und wie macht man das denn dann eigentlich, wenn hier in Berlin Schwarz-Rot vielleicht einträchtig miteinander regiert und Sie gegen den roten Kandidaten Wahlkampf machen müssen? Glauben Sie, dass diese März-Koalition Ihnen hilft oder dass es erschwerend wird?

Sprecher 10: Ich glaube, dass das für beide Seiten nicht ganz einfach werden wird. Wir werden in Berlin kluge Entscheidungen treffen, auch zum Thema Migration. Wir werden kluge Entscheidungen treffen zum Thema Wirtschaft. Es wird um den Ausbau der Infrastruktur gehen, zum Beispiel in Niedersachsen auch Autobahn, die A20, A39. Da bin ich sehr gespannt, wie das eine rot-grüne Landesregierung begleitet und auch umsetzt. Da gibt es heute schon große Konflikte. Es wird um die Frage der Bewältigung der Migration gehen. Unsere Kommunen in Niedersachsen sind ebenfalls an der Integrationsgrenze. Dazu wird die Koalition in Berlin Entscheidungen treffen und die müssen wir in Niedersachsen umsetzen. Ich bin sehr gespannt, wie das eine rot-grüne Landesregierung tatsächlich macht und glaube sehr, dass es da zu vielfältigen Konflikten kommen wird. So und insofern glaube ich, ist das auch für die rot-grüne Koalition in Niedersachsen eine nicht ganz einfache Situation. Meines Erachtens wird es zu viel Streit führen und am Ende werden das wahrscheinlich zweieinhalb verlorene Jahre für unser Bundesland.

Sprecher 3: Warten wir es ab, Herr Lechner. Friedrich Merz, Ihr Parteivorsitzender, hat zumindest in eigener Sache den Politikwechsel eingeläutet und eine große Schuldenkoalition als erstes gegründet. Und jetzt sieht man zumindest in den AG-Papieren da auch an vielen Stellen, dass die CDU durchaus schmerzhafte Kompromisse machen muss. Was erwartet der CDU-Landesvorsitzende Niedersachsen von dieser Koalition wirklich ganz konkret als Politikmaßnahme?

Sprecher 10: Zunächst einmal erwarte ich, dass wir alle ein bisschen Zutrauen in die Verhandler haben. Denn ich glaube, am Ende wird ein Koalitionsvertrag rauskommen, der die klare Handschrift auch der CDU trägt. Und das in den wichtigen... Politikfeldern, wo wir einen Wechsel brauchen. Das ist beim Thema Migration. Wir brauchen eine Migrationswende und sie wird kommen. Das ist beim Thema Wirtschaftspolitik, bei der ganzen Frage, mehr zuzutrauen, zu vertrauen, zu entbürokratisieren, eine Staatsreform auch in den Blick nehmen und die wird kommen. Und ich erwarte auch einen Politikwechsel im ganzen Auftritt der Bundesregierung, wenn es um die Außenpolitik geht. Dort haben wir gerade mit Friedrich Merz einen versierten Außenpolitiker, der, glaube ich, auch die Rolle Deutschlands in Europa und in der Welt stärken wird und endlich wieder auch ein bisschen Sicherheit vermitteln wird und auch eine Außenpolitik machen wird, die sich an den Interessen Europas und Deutschlands orientiert. Und diese Politikwechsel werden kommen, wenn wir im Mai Friedrich Merz zum Bundeskanzler wählen.

Sprecher 3: Ich bin gespannt, was in Berlin kommt und was dann zweieinhalb Jahre später in Niedersachsen zu erwarten ist. Vielen Dank für diese erste Einschätzung, Sebastian Lechner.

Sprecher 10: Herzlichen Dank.

Sprecher 3: Helene, war noch was?

Sprecher 2: Michael, den 1. April haben wir Gott sei Dank überstanden. Da habe ich furchtbare Erinnerungen aus Kindertagen mit irgendwelchen ganz bescheuerten Witzen, irgendwelchen Birne-Helene-Joghurts, die auf meinem Tisch standen. Oh, witzig. Ja, super witzig. Jedenfalls, ich finde es immer gut, wenn dieser Tag vorbei ist. Erzähl mir den schlechtesten Witz, den du gestern gehört hast.

Sprecher 3: Es kursierten ja wirklich viele schlechte im Netz. Ich fand ganz lustig eigentlich, meine Kinder haben oder mein Sohn hat in der Schule, in der zweiten Klasse, haben sich alle vorher im Chat verabredet und haben plötzlich um, weiß ich nicht, 8.30 Uhr oder so Bibi und Tina gesungen. Problem war nur, dass sie alle den Text nicht wirklich konnten und das war eine lustige Aktion. Also ich finde, die Lehre auf so eine sympathische Art zu veräppeln, darf man schon mal machen. Ansonsten, ich weiß nicht, hast du einen richtig guten gesehen? Es gab diesen Frank Thelen, der sich als neuer Doge-Minister ins Gespräch gebracht hat und exklusiv getwittert hat, dass er es wird. Aber ehrlicherweise, das ist so weit weg von Realität, dass es nicht mal mehr als Witz funktioniert hat.

Sprecher 2: Ich sage mal, ein Kollege von uns, dessen Namen ich jetzt nicht erwähne, hat ernsthaft gefragt, ob das stimmt. Also, egal. Six, der Autoverleiher, ist ja sowieso bekannt für gute Kampagnen und hat da auch jetzt was Lustiges zu bieten, nämlich Armin Laschet und der Spruch, ein schneller Wagen sollte nicht gleich die Karriere kosten.

Sprecher 3: Sixt war immer schon gut. Sie haben auch, glaube ich, gepostet, Pistorius und Laschet zusammen mit dem Titel Kann ich mir deinen Führerschein leihen?

Sprecher 2: Auch sehr gut. Oder unvergessen, wir sehen. Zeltski, der GDL-Chef, zu Zeiten des Bahnstreiks wurde er zum Mitarbeiter des Monats gemacht oder Angela Merkel, wobei man das eigentlich fast nicht erzählen kann, sondern sehen muss. Lust auf eine neue Frisur, mieten sich ein Cabrio. Also über Sixt kann man sich doch immer wieder freuen.

Sprecher 3: So oder so sollten Sie veräppelt worden sein. Gestern machen Sie sich gar nichts draus. Gelassenheit ist immer noch die beste Antwort, auch auf den schlimmsten und schlimmsten Witz, der auf Ihre Kosten geht.

Sprecher 2: Machen Sie sich keine Sorgen, seien Sie einfach ein bisschen glücklich an diesem Mittwoch, den 2. April. Und wir hören uns, wenn Sie mögen, morgen wieder. Tschüss.

Sprecher 3: Bis morgen. Ciao, ciao.

Sprecher 11: Here's a little song I wrote. You might want to sing it note for note. Don't worry. In every life we have some trouble. But when you worry, you make it double. Don't worry. Be happy. Don't worry. Be happy now. Don't worry. Be happy. Don't worry, be happy. Don't worry. Be happy. Don't worry, be happy.

Sprecher 1: Don't do it. Be happy.

Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.