Welche Rolle spielen die Grünen in der Opposition, Herr Nouripour?
Dauer: 27:10

Welche Rolle spielen die Grünen in der Opposition, Herr Nouripour?

Omid Nouripour fordert mehr Leidenschaft im Bundestag. Der neue Bundestagsvizepräsident plädiert für emotionalere Debatten im Parlament. „Leidenschaftlich heißt, dass Emotionen sein müssen, dass auch Zwischenrufe sein müssen“, sagt er im Gespräch mit Helene Bubrowski. Wichtig sei aber, dass das Präsidium klare Grenzen setze – wie in der Erziehung: „Wenn die Kinder merken, dass bei Papa alles geht und bei Mama nichts, dann versuchen sie es bei Papa. So funktioniert das im Präsidium aber nicht.“ Um einheitliche Maßstäbe bei Ordnungsrufen zu gewährleisten, stimme man sich im Präsidium derzeit intensiv ab.


Wer bekommt welches Amt in einer möglichen künftigen Bundesregierung? Helene Bubrowski und Michael Bröcker sprechen über Namen, die derzeit in politischen Hinterzimmern kursieren – und darüber, wer sich berechtigte Hoffnungen machen kann.


Marine Le Pen sieht sich als Opfer einer politischen Justiz. Sie will ihre Verurteilung nicht hinnehmen, die ihr eine Kandidatur bei der nächsten Präsidentschaftswahl untersagt. In einem Interview mit dem Sender TF1 warnte sie, Millionen Franzosen würden faktisch ihres Wahlrechts beraubt.


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Transkript

Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.

Sprecher 2: Bärbel Bas, Alexander Dobrindt, Jens Spahn, Armin Laschet, Boris Pistorius, Carsten Linnemann. Altbekannte Namen, vor allem von Männern, sind es auch die Gesichter der neuen Regierung. Wer schafft das Comeback und wer nicht?

Sprecher 3: Die Rechtspopulistin Marine Le Pen darf nicht bei der französischen Präsidentschaftswahl 2027 antreten. Das war die Nachricht des gestrigen Tages. Ein Gericht in Paris hat so entschieden. Wir analysieren das mal mit unserer Kollegin Cécile Boutellet.

Sprecher 2: Fast genau sechs Monate nachdem Omid Nouripour als Parteichef der Grünen zurücktreten wollte oder musste, hat er ein neues politisches Spitzenamt bekommen. Er ist einer der Vize-Bundestagspräsidenten und spricht erstmals in der neuen Rolle bei uns über die Grünen im Oppositionsmodus und die AfD im Parlament.

Sprecher 3: Helene ist im gute Laune Modus, aber heute keine billigen April-Scherze von uns. Es ist trotzdem Dienstag, der 1. April. Welcome to Table Today.

Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.

Sprecher 3: Helene, es geht heute um die Frage aller Fragen in der Bundespolitik. Und was wird aus mir?

Sprecher 2: Ja, ein sympathisches Zitat von Heide Simonis. Und die Wahrheit ist ja, dass Politiker und Journalisten zwar immer vorwerfen, wir würden uns ständig nur mit Personalien beschäftigen. In Wahrheit beschäftigen sich die Politiker selber fast ausschließlich mit Personalfragen. So auch jetzt. Es wird zwar über den Koalitionsvertrag verhandelt, aber in Wahrheit ist das, was alle interessiert, wer kriegt welchen Job.

Sprecher 3: Also was Sie jetzt in den nächsten fünf Minuten von uns hören, sind begründete Spekulationen aus Gesprächen mit wirklich relevanten Persönlichkeiten. Das ist hier kein Wünsch dir was von Helene Bubrowski und Michael Brücker.

Sprecher 2: Das ja sowieso leider nicht, Michael, wenn das der Fall wäre.

Sprecher 3: Dann hätte ich ein Expertenkabinett vorgeschlagen. Mit Parität.

Sprecher 2: Ja, Michael, das freut mich natürlich sehr zu hören. Ganz so sieht es leider nicht aus. Wir haben hier fast nur Männernamen, über die wir sprechen. Zunächst einmal Armin Laschet, der Fastkanzler der letzten Bundesregierung. Ganz knapp hat er die Wahl verloren. 2021, jetzt wäre er gerne noch was geworden, mindestens mal Bundestagspräsident. Das hat nicht geklappt. Und jetzt, so sieht es aus, wird er nichts mehr.

Sprecher 3: Es sieht so aus, obwohl er eigentlich geeignet wäre, ich mache mal die Pro-Laschet-Fraktion jetzt hier, glühender Europäer, Erfahrung nicht nur in der deutsch-französischen Parlamentarierversammlung, es war immer schon sein Thema, aber in den letzten Wochen sich vielleicht doch zu sehr auch in Interviews selbst auf diese Rampe gestellt und jetzt die durchaus ärgerliche Nummer mit...

Sprecher 1: Etwas zu schnell im Fahren.

Sprecher 2: Nicht schön. Problematisch ist nur, dass er die Strafe von 428 Euro zunächst nicht zahlen wollte, sondern einen Anwalt eingeschaltet hat, sich eine ziemlich räuberpistolenartige Geschichte überlegt hat, um das zu begründen, um dann am Ende zu sagen, naja, ich zahle es dann doch. So was verstehe ich immer bei Politikern nicht. Philipp Amtho hat Ähnliches auch gemacht. In diesen Fällen einfach bezahlen und die Klappe halten. Sonst entsteht so ein Eindruck, man würde doch irgendwie über dem Recht stehen und sich da rum, drum, herum drücken, nicht zu seiner Verantwortung stehen. Es ist eben das Bild dieses Politikers, von dem man nicht so ganz weiß, ob er wirklich für ein Spitzenamt geeignet ist.

Sprecher 3: Also Laschet eher kein Außenminister, aber das Außenministerium könnte nach all dem, was wir hören, wirklich tatsächlich zur Union kommen. Denn SPD-Chef Lars Klingbeil, das ist der Best Guest und vieles spricht dafür, wird und will Finanzminister und Vizekanzler dieser neuen Bundesregierung werden.

Sprecher 2: Wobei manche sagen, er wäre schon eigentlich vom Herzen her gerne Außenminister geworden. Aber viele in der SPD haben ihn doch dazu gebracht zu sagen, nein, das einzige Ministerium, das ansatzweise auf Augenhöhe ist mit dem Kanzleramt, ist das Finanzministerium. Und wie ein SPD-naher Berater kürzlich sagte, ja klar, Lars hat nicht besonders viel Erfahrung mit Finanzen, aber am Ende ist das auch nicht oberkomplex. Es geht Geld rein und es geht Geld raus, so ist das. Und man hat einen kompetenten Beamtenstab, das wird der schon schaffen. Also Lars Klingbeil scheint als Finanzminister gesetzt.

Sprecher 3: Von der ich in den letzten Tagen gehört habe, Helene, ist, dass Alexander Dobrindt, der vermeintliche Hau-drauf- und mit überschießender Wahlkampf-Rhetorik ausgestattete CSU-Politiker, gilt in SPD-Kreisen, gerade bei den Sondierern, durchaus als möglicher Stabilitätsanker in dieser Koalition. Er hat da viele Brücken gebaut in den letzten Wochen, man kann es gar nicht glauben. Sollte also Lars Klingbeil nicht Finanzminister werden, weil er doch als Partei- und Fraktionschef seine eigene Rampe zur Kanzlerkandidatur bauen will, gilt Dobrindt als der Mann für die Finanzen.

Sprecher 2: Aus Koalitionskreisen ist ja zu hören, Dobrindt ist quasi eine Wunderwaffe. Er kann segensreich wirken, aber er kann auch zerstörerisch wirken. Es kommt einfach nur darauf an, wie er konditioniert ist, wie er eingesetzt wird. Alexander Dobrindt auch einer der entscheidenden Player in dieser neuen Bundesregierung.

Sprecher 3: Und wenn die SPD als erstes zugreift, nach Friedrich Merz und dann das Finanzministerium, wäre die CSU, so funktioniert die Logik der Personalverhandlungen ganz zum Schluss dieser Koalitionsverhandlungen, könnte sie als nächstes zugreifen und dann, wenn Finanzen weg wären und Kanzleramt, zum Beispiel das Infrastrukturministerium nehmen oder das Verteidigungs- oder Außenministerium. Das weiß man nicht genau. Die CSU will eigentlich Verteidigung, Forschung und Landwirtschaft. Ob es am Ende so kommt, wissen wir nicht.

Sprecher 2: Zumal es ja auch einen sehr beliebten Verteidigungsminister gibt, Boris Pistorius von der SPD, der gerne im Amt bleiben würde. Man hört auch aus dem BMVG, dass das viele durchaus auch im Haus gut fänden, wenn er bliebe. Und er vertritt keine groß andere Position als die Union. Deswegen wird es gar nicht so ganz einfach sein, ihn da rauszustoßen.

Sprecher 3: Lars Klingbeil hat dazu auch einen Satz gesagt bei Karin Mioska am Sonntagabend. Hören wir mal ganz kurz, wie er auf die Personalie Pistorius reagiert.

Sprecher 5: Wir sind sehr, sehr froh, dass Boris Pistorius... Bei uns im Team dabei ist. Wir sind froh, dass wir den beliebtesten Politiker haben. Der ist ein ausgezeichneter Verteidigungsminister.

Sprecher 2: Und wir möchten auch, dass er es bleibt.

Sprecher 5: Und diese Sätze gesagt, kann sich jeder jetzt den Rest denken. Aber wir sind froh, dass Boris Pistorius bei uns ist.

Sprecher 2: Was ist eigentlich mit Jens Spahn? Eine interessante Figur. Erst sah es gar nicht danach aus, als hätte er einen sicheren Platz im Kabinett. Es wurde gesagt, er müsse dann schauen, was übrig bleibt. Er selber war ja durchaus forsch rangegangen, hatte ein Ministeramt für sich durchaus reklamiert und hat ja gesagt, möglichst etwas anderes als Gesundheit, in Klammern etwas Wichtigeres als Gesundheit. Und dann konnte man dabei zuschauen, wie Jens Spahn also immer wichtiger wurde. Plötzlich saß er mit in der kleinen Runde der Sondierer am Tisch, verhandelt jetzt ganz wichtige Themen, nämlich einerseits Wirtschaft, andererseits Finanzen. Und man hat den Eindruck, er ist für ein wichtiges Ministeramt gesetzt.

Sprecher 3: Jens Spahn war ein ewiger Rivale von Friedrich Merz, aber er hat sich über die Zeit in der Opposition nicht nur an ihn gewöhnt, sondern auch mit ihm ausgesprochen. Das hat er bei uns im Podcast mal begründet.

Sprecher 6: Wir können uns vertrauen, wir arbeiten gut zusammen, wir denken viele Dinge sehr ähnlich. Manchmal sehen wir sie auch unterschiedlich, dann können wir das gut miteinander besprechen. Und so ist das ja, das wird ja in der Redaktion nicht anders sein oder woanders. Wenn man zusammenarbeitet, dann kann Vertrauen wachsen und das ist passiert und das freut mich.

Sprecher 2: Ein anderer CDU-Mann wird darüber wahrscheinlich gar nicht so ganz begeistert sein, nämlich Hendrik Wüst, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. Es geht ja hier um nichts weniger als die Frage, wer übernimmt die CDU eigentlich nach Friedrich Merz. Und da gibt es einerseits Jens Spahn, der das gerne werden möchte und andererseits Hendrik Wüst, der sicherlich nicht dabei zugucken wird, wie sein Freund aus Tagen der Jungen Union jetzt einfach die Dinge für sich regelt.

Sprecher 3: Eins konnte Jens Spahn immer schon nicht nur schlagfertig in Talkshows agieren, sondern auch Netzwerke spielen. Er hat gute Drähte zu den Landeschefs, den Jüngeren wie Manuel Hagel, Sebastian Lechner oder auch Jan Redmann. Aber es stimmt, Henrik Wüst entscheidet am Ende auch so ein bisschen, wer die NRW-CDU im Kabinett repräsentieren wird. Die wahrscheinliche Variante ist, dass er Fraktionsvorsitzender wird und ihm den Rücken frei hält und Merz dann gleichzeitig sagen kann, unser Kabinett ist Merkel-frei. Also ich hole neue Köpfe ins Kabinett.

Sprecher 2: Wobei natürlich Jens Spahn auch in mancherlei Hinsicht insbesondere in der Migrationsfrage ein Antipode zu Angela Merkel war. Insofern ist das sowieso nicht so ganz passend, dieses Narrativ. Aber wie dem auch sei, es gibt ja in der CDU durchaus auch Menschen, die Jens Spahn sehr kritisch sehen, die auch seine Haltung zu Trump, aber auch zur AfD, die ihm unterstellen, dass er der Erste wäre, der die Brandmauer auch einreißen würde. Und die sagen, ihn als Fraktionsvorsitzenden einzusetzen, sei höchst gefährlich für Merz, weil, so zitiert, Ihre ich, CDU-Leute. Am Ende geht es Jens Spahn um Jens Spahn und die Loyalität kommt erst an Platz zwei. Und natürlich hat der Fraktionsvorsitzende eine eigene Machtbasis in der Fraktion und ist nicht in der Kabinettsdisziplin und unterliegt nicht der Richtlinienkompetenz des Kanzlers.

Sprecher 3: Warten wir es ab. Jedenfalls, die NRW-CDU ist auf jeden Fall im Kabinett vertreten mit Carsten Linnemann. Der hat als Generalsekretär und auch als Chef der Grundsatzprogrammkommission für März die Kohlen aus dem Feuer geholt in der Opposition. Er wird nach aller Voraussicht Wirtschaftsminister, vielleicht mit Arbeit, vielleicht ohne Arbeit, aber er wird im Kabinett sein.

Sprecher 2: Nach allem, was wir bisher gesagt haben, haben wir ein Kabinett mit einer hundertprozentigen Männerquote, Michael, schon irgendwie bitter. Du hast dich für Parität ausgesprochen, gelassen uns über die Frauen sprechen. Die Frauen, also eigentlich gibt es nur eine, die gesetzt scheint, das ist Bärbel Baas von der SPD.

Sprecher 3: Sie hat bei einer Krankenkasse gearbeitet, sie gilt als mögliche neue Gesundheitsministerin, könnte aber auch Familie, Frauen, Jugend oder Bildung machen, wo übrigens auch weitere Frauen im Gespräch sind, nämlich Dorothee Beer von der Union oder Karin Prien von der Union. Also Parität ist nicht in Sicht, aber 30 Prozent werden wohl.

Sprecher 2: Die Familie ist dann wieder Frauensache, okay, Bildung ist Frauensache und sonst?

Sprecher 3: Wenn das kein Zukunftsthema ist, Bildung und Forschung. Oder ein aufgewertetes Familienministerium rund um die Bildung. Das wäre auch sinnvoll. Denn unser Kollege Thorsten Denkler hat ja hier schon öfter erklärt, dass eigentlich Bildung von der Kita bis zur Uni in einem Ressort zusammengeführt werden sollte.

Sprecher 2: Dann fragen wir doch mal einen dieser Unions- oder SPD-Männer, ob sie nicht statt... Verteidigung oder Innen- oder Wirtschaft, nicht einfach Familie oder Bildung machen, was ja so zentrale und wichtige Punkte sind.

Sprecher 3: Christian Lindners Karriere begann als Kindergartenpolitischer Sprecher. Und ist schon wieder vorbei. Und ist schon wieder vorbei.

Sprecher 2: Auch das müssen wir mal sagen. Also mein Appell nochmal, mehr Frauen ins Kabinett.

Sprecher 7: Ce soir, il y a des millions de Français qui sont indignés, mais indignés à un point inimaginable en voyant qu'en France, dans le pays des droits de l'homme, des juges ont mis en place des pratiques que l'on croyait réservées au régime autoritaire.

Sprecher 2: Ein Judgment Politik, ein politisches Urteil. Das war die erste Reaktion von Marine Le Pen gestern Abend im Fernsehen TFA. Millionen Franzosen seien indigné, sagte sie, also entrüstet und empört. Im Land der Menschenrechte hätten die Richter Praktiken angewendet, die man nur aus autoritären Regimen kenne. Eine Marine Le Pen, die angespannt war und sehr wütend. Sie hatte am Morgen nicht einmal die Urteilsverkündung abgewartet, sondern das Tribunal Judiciaire von Paris vorzeitig verlassen. Sie und weitere Mitglieder des Rassemblement National waren wegen der Veruntreuung von EU-Geldern verurteilt worden. Marine Le Pen darf nicht bei den Wahlen 2027 antreten. Das passive Wahlrecht wurde ihr mit sofortiger Wirkung für fünf Jahre entzogen. Das Rassemblement National, früher Front National ohne Le Pen, das ist kaum zu glauben. Was genau war passiert? Le Pen und andere Mitglieder des Rassemblement National sollen EU-Parlamentsassistenten in ihrem persönlichen Umfeld und in der Parteizentrale eingesetzt haben, obwohl das nicht in deren Aufgabenbereich fällt und sie eigentlich von der EU bezahlt wurden. So ist ein Schaden von geschätzten 2,9 Millionen Euro entstanden. Welche Auswirkungen hat dieses Urteil auf die Politik in unserem Nachbarland? Und wie geht es jetzt weiter für das Rassemblement National? Das kann mir Cécile Boutelet, die Korrespondentin von Le Monde, am besten erklären. Hallo, schön, dass du da bist, Cécile.

Sprecher 8: Ja, hallo, Hélène. Vielen Dank für die Einladung.

Sprecher 2: Ja, sag mal, Le Pen sagt, Millionen Franzosen seien entrüstet. Ist das so? Hat sie so starken Rückhalt mit dieser Argumentation in der französischen Bevölkerung?

Sprecher 8: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IFOP vom Sonntag würde Le Pen schon im ersten Wahlgang bei der nächsten Präsidentschaftswahl, also 2027, mit 37 Prozent der Stimme für sich entscheiden. Das bedeutet tatsächlich, dass sie einen sehr starken Rückhalt in der Gesellschaft und dass ihre Partei sich normalisiert hat.

Sprecher 2: Marie Le Pen versucht ja das noch zu verhindern und hat jetzt angekündigt, dass sie ganz schnell in Berufung gehen will. Wie schnell rechnest du da mit einem Urteil, die französischen Justizmühlen malen, ja relativ langsam, oder?

Sprecher 8: Ja, absolut. Laut Einschätzungen würde diese Berufung mindestens 18 Monate dauern, möglicherweise 24 Monate. Und die Partei überlegt schon jetzt und sie auch, welche Alternative es sein kann.

Sprecher 2: Ja, die Alternative könnte sein Jordan Bardella, der ja auch Parteivorsitzender ist, 29 Jahre alt. Er hat eine Autobiografie geschrieben in diesem zarten Alter. Meinst du, er wird sie beerben? Wird er Kandidat der Präsidentschaftswahlen? Und hat er dann auch eine echte Chance?

Sprecher 8: Jordan Bardella hat eine sehr gute Kampagne für die Europawahl hinterlegt. Er ist sehr, sehr populär, gerade bei jungen Menschen. Er ist extrem beliebt auf die sozialen Netzwerke. Da hat die Partei sehr, sehr viel investiert. Und allein sein Vorname zeigt, dass er nicht von diesen Großstädten, nicht von dieser Elite kommt, sondern eine ganz andere Biografie hat. Und da kann er eben in dieser Peripherie Frankreich auf dem Land sehr viele Stimmen für sich gewinnen.

Sprecher 2: Glaubst du, dass die politische Mitte aber irgendwie auch profitieren könnte, wenn jetzt die Hauptprotagonistin der Rechten ausgeschaltet ist?

Sprecher 8: Man sollte nicht vergessen, dass in Frankreich die Straße auch eine große Rolle spielt. Also man könnte in den nächsten Monaten auch etwas auf der Straße sehen, etwas wie eine Bewegung der Populisten zum Beispiel. Da müssen die Partei der Mitte sehr geschickt tatsächlich agieren, weil das sind tatsächlich viele Leute, die Marine Le Pen mögen. die die Familie Le Pen mögen. Und das ist die Gefahr, dass diese Entscheidung nicht respektiert wird. Und da mache ich mich ein bisschen Sorgen für die ganze Stimmung im Land. Also von Gewinn würde ich sagen, das ist viel zu früh und die Lage ist auch viel zu... Fragil, weil einfach Marine Le Pen eine sehr, sehr große Bewegung hinter sich hat. Vielen Dank, dass du heute bei uns warst, Cecile. Sehr gerne, vielen Dank.

Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.

Sprecher 2: Seit fast 30 Jahren, genauer gesagt seit 1996, ist er Grüner. Und jetzt Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour ist bei uns. Bis zum Herbst war er Parteivorsitzender der Grünen, wollte, musste, man weiß es nicht ganz genau, dann zurücktreten. Jetzt hat er ein neues Amt. Vergangene Woche wurde er gewählt und jetzt ist er erstmals in einem Podcast in dieser neuen Rolle. Hallo, schön, dass Sie da sind, Herr Nouripour.

Sprecher 9: Danke für die Einladung.

Sprecher 2: Sie haben gegen zwei Frauen kandidiert bei den Grünen und sich durchgesetzt. Wie konnte das passieren?

Sprecher 9: Ich glaube, dass wir gesegnet sind bei den Grünen mit einem Personal, was gut ist. Und alle drei hätten den Job gekonnt. Und die Fraktion hat mich nominiert. Dafür bin ich dankbar.

Sprecher 2: Weil Sie ein Mann sind?

Sprecher 9: Nein, sicher nicht. Aber ganz ehrlich, wenn ich mir die anderen Fraktionen angucke, so manche Personalvorschläge, die da jetzt sich anbahnen, da bin ich doch froh, dass ich in der Fraktion bin mit Qualität.

Sprecher 2: Und dem größten Frauenanteil im Bundestag, der ja kein großer...

Sprecher 9: Man sagt, es gäbe einen kausalen Zusammenhang zwischen Qualität und der Frauenanteil.

Sprecher 2: Würde ich immer so sehen, sehen viele andere nicht so. Herr Rüppold, ein halbes Jahr lang sind Sie jetzt nicht mehr Parteivorsitzender. Wie ist das rückblickend für Sie? Sind Sie froh, diesen Laden nicht mehr leiten zu müssen oder auch ein bisschen traurig?

Sprecher 9: Ich habe den Job unglaublich gerne gemacht und ich habe ihn auch unbedingt gewollt. Aber natürlich war es eine Niederlage. Aber wir haben uns ja schnell beide berappelt. unsere Arbeit gemacht. Ich bin aus dem Amt getreten. Eine Woche später bin ich Direktkandidat geworden in Frankfurt und habe Wahlkampf gemacht. Danach waren wir jetzt mit den Folgen der Wahlergebnisse beschäftigt und jetzt habe ich ein neues Amt. Also eigentlich kam ich ja gar nicht in eine Ruhephase. Ich war durchgehend beschäftigt.

Sprecher 2: Viele Grüne sagen ja rückblickend, dass sie und Ricarda Lang bei weitem nicht das größte Problem der Grünen waren, vielleicht auch gar kein Problem, sondern ein Asset, während die Probleme, die die Grünen zu diesen schlechten Umfragewerten geführt hatten, an ganz anderer Stelle lagen. Ist Ihre Wahl zum Bundestagsvizepräsidenten auch so etwas wie eine Kompensation für das, was die Partei Ihnen angetan hat?

Sprecher 9: Nee, überhaupt nicht. Und die Partei hat mir nichts angetan. Mein Job war der Partei zu dienen und der Job hatte eine Kernbeschreibung, nämlich Wahlergebnisse beliefern, Wahlen gewinnen und das haben wir nicht vermocht. Und natürlich kann man darüber reden, war es jetzt das Heizungsgesetz oder war es die Fraktion oder war es die Böll-Stiftung oder was auch immer. Aber am Ende ist der Kernbereich unserer Arbeit gewesen, dass wir Wahlergebnisse liefern. Das war unsere Verantwortung. Deshalb hat mir niemand was angetan und die Fraktion hat auch sicher keine Kompensation leisten müssen.

Sprecher 2: Ihre Position, Bundestagsvizepräsident, Sie müssen in diesem ja relativ komplizierten Parlament für Ordnung sorgen, wo ja die Grünen ja in der Opposition in nicht besonders angenehme Umfeld sitzen zwischen AfD und Linkspartei, haben Sie sicherlich einiges zu tun mit Ordnungsrufen und so weiter. Sprechen wir über die AfD. Finden Sie es richtig, dass in den vergangenen Legislaturperioden es keinen Bundestagsvizepräsidenten der AfD gibt? Und sich ja jetzt andeutet, dass es dabei bleiben soll.

Sprecher 9: In der Geschäftsordnung steht, dass die AfD, wie alle Fraktionen, einen Anspruch hat auf einen Vizepräsidentenposten. Und das ist und bleibt richtig. Gleichzeitig ist so, dass die Wahl geheim ist und jeder einzelne Abgeordnete am Ende in der Wahlkabine ihrem Gewissen verpflichtet ist.

Sprecher 2: Ist schon richtig und trotzdem wählen nicht alle Grünen aus vollster Überzeugung den CSU-Kandidaten. Es gab immer Absprachen, okay, wir unterstützen euch, ihr unterstützt mich. Das gibt es mit der AfD nicht. Insofern hat sie faktisch keine Möglichkeit, einen Bundestagsvizepräsidenten zu stellen. Deswegen nochmal. Ist das jetzt auch politisch strategisch gesehen der richtige Ansatzpunkt, mit dieser immer stärker werdenden jetzt Oppositionsführerin umzugehen?

Sprecher 9: Ich kann nur wiederholen, die AfD ist herzlich eingeladen, eine überzeugende Person, die auch mehrheitsfähig ist, auch aufzustellen.

Sprecher 2: Hans Baumann sagte neulich, wir können Jesus Christus präsentieren und der würde trotzdem nicht gewählt werden.

Sprecher 9: Ich glaube nicht, dass Jesus Christus in der AfD wäre.

Sprecher 2: Das war auch die Antwort des Phoenix-Kollegen, die ich sehr schlagfertig fand.

Sprecher 9: Haben Sie mich gerade gelobt?

Sprecher 2: Würde ich mich nie trauen. Die Parteien der Mitte werden immer kleiner zusammen. Die AfD wird immer größer und bisher gibt es diese Vereinbarung, man hält sie von Machtpositionen fern. Jetzt gibt es ja in anderen Ländern Beispiele, wo man sagt, naja, dann sollen die doch mal irgendwelche Aufgaben übernehmen. Vielleicht diszipliniert es sie ja oder wir machen ein Naming and Shaming, also die ganze Welt guckt dabei zu, wie zum Beispiel ein Bundestagsvizepräsident der AfD das einfach nicht kann. Ist es nicht auch zumindest mal eine Möglichkeit, um die AfD nicht immer wieder diesen Opfermythos zu bescheren?

Sprecher 9: Ich möchte vorangestellt darauf hinweisen, dass diese anderen Länder, die Sie da benennen, beispielsweise Italien und Frankreich sind. Dort haben die Parteien, die dort als rechtsextrem gelten, entschieden, dass die die AfD aus ihrer Parteienfamilie rausschmeißt. Also wir haben es hier schon mit einem harten Sonderfall zu tun. Gleichzeitig ist es so, dass es völlig richtig ist, dass man keiner Fraktion Rechte rauben darf, dass man ihnen keine Rechte vorenthalten darf. Und dementsprechend bleibe ich dabei. Viel Erfolg beim Suchen von Jesus Christus. Dann sollen sie wiederkommen.

Sprecher 2: Wie wollen Sie es denn handhaben mit den Ordnungsrufen? Wie viel Debatte wollen Sie zulassen? Auch Polemik. Es gibt ja durchaus Leute, zu denen ich auch gehöre, die sagen, die meisten Debatten im Bundestag sind vergleichsweise langweilig, wenn man die mal zum Beispiel mit dem Unterhaus in Großbritannien vergleicht. Da gibt es gar keinen echten Austausch. Jeder trägt da, sagen wir mal, mit mehr oder weniger ausgeprägten rhetorischen Fähigkeiten seine Rede vor. Wie viel Lebendigkeit wollen Sie vielleicht auch fördern in dieser Position?

Sprecher 9: Wir haben auf der einen Seite einen Gewinn davon, wenn die Debatten leidenschaftlich geführt werden. Und leidenschaftlich heißt, dass auch Emotionen sein müssen, dass auch Zwischenrufe sein müssen. Ich sitze seit 19 Jahren im Bundestag. Ich habe gefühlt 19 Millionen Zwischenrufe gemacht.

Sprecher 2: Ah, und finden Sie es langweilig manchmal?

Sprecher 9: Nein, wenn ich mich aufrege, ist es sicher nicht langweilig.

Sprecher 2: Nein, aber wenn Sie sich nicht aufregen.

Sprecher 9: Schlafen Sie mal so in der Geschäftsordnung steht. dass Abgeordnete ihre Rede grundsätzlich frei halten, aber dabei Hilfsmittel verwenden sollten. Eine vorlesene Rede ist kein hilfsmittelgestütztes Sprechen.

Sprecher 2: Sind Sie schon mal eingeschlafen in den 19 Jahren? Nein, nein.

Sprecher 9: Dafür ist ehrlich gesagt der Raum auch zu heilig, mir persönlich schon. Ich bin sehr dafür, dass alle frei sprechen. Das macht es per se lebendiger. Die Frage der Grenzziehung zu Beleidigungen und Dingen, die unparlamentarisch sind, ist natürlich eine, die sehr individuell dann jeweils entschieden werden muss. Und natürlich ist Lautstärke kein Substitut fürs Argument. Genau, das sind die Maßstäbe. Ich muss aber auch noch sagen, dass noch eine Sache mir sehr wichtig ist, aber da sind wir im vertieften Gespräch im bisher gewählten Präsidium, nämlich, dass wir vergleichbare Maßstäbe ansetzen. Dass nicht so ist, dass die Abgeordneten, das ist ja ein bisschen so wie beim, wenn ich jetzt mal großväterlich reden darf, ist ein bisschen so wie beim Kindererziehen. Wenn Kinder merken, dass bei Papa alles geht und bei Mama nichts, dann versuchen sie natürlich bei Papa alles. So sage ich als einer, der immer davon profitiert hat, dass meine Frau die Linien eingehalten hat und nicht viel zu weich war.

Sprecher 2: Sie sind der Good Cop. Wollen Sie im Bundestag auch der Good Cop sein?

Sprecher 9: Ich glaube, so funktioniert es genau im Präsidium nicht, weil wir auch nicht zeitgleich im selben Präsidium sitzen, sondern die Leute müssen sehen, dass die Präsidentin und die vier stellvertretenden Vizepräsidenten, dass die fünf halbwegs gleichwertig auch arbeiten und jeweils Zuordnungsmaßnahmen greifen. Da sind wir aber im vertieftesten Gespräch miteinander. Ich bin da guten Mutes, da gibt es ein relativ einhelliges Verständnis.

Sprecher 2: Gleich strenge Eltern, ist doch schön. Letzte Frage, Herr Nul.

Sprecher 9: So was eigentlich?

Sprecher 2: Ich weiß nicht. Also bei mir zu Hause nicht.

Sprecher 9: Also ich habe als Kind auch relativ schnell gewusst, wann, wie, wo, was ich mein Lolli herkriege.

Sprecher 2: Meistens sind ja die Eltern auch in unterschiedlichen Punkten unterschiedlich streng. Aber das führt jetzt in der Tat zu weit. Ich wollte Sie noch was anderes fragen, und zwar die Aktion Abendröte, wie es heißt. Also die Versorgung von Parteifreunden und anderen mit guten Posten, wenn man aus der Regierung ausscheidet. Hat ja vor den Grünen auch nicht Halt gemacht. Da gibt es jetzt einige Fälle, über die es Aufregung gab, allen voran Annalena Baerbock, die sich selber einen Posten in New York organisiert hat. Wie finden Sie das?

Sprecher 9: Das Kabinett hat sie nominiert. Sie selber hat sich einen Job zugeschossen, das kann sie gar nicht. Gleichzeitig ist so, dass ich erstens Helga Schmidt lange kenne und grandios finde.

Sprecher 2: Die Kandidatin, die eigentlich für das Amt bestimmt war.

Sprecher 9: Diejenige, die vorher dafür vorgesehen war. Das ist eine Spitzendiplomatin vom Weltformat. Und trotzdem ist das für diesen Job einer UN-Generalversammlung natürlich ein Upgrade, wenn es die Außenministerin macht. Und das ist in anderen Ländern sehr normal, dass ehemalige Außenminister das machen.

Sprecher 2: Aber trotzdem ist es für die Grünen trotzdem ein Downgrade, ein Problem, weil sie in eine Glaubwürdigkeitsfalle da geraten sind?

Sprecher 9: Ich finde, der Downgrade besteht darin, dass Annalena Baerbock den Bundestag und damit die Fraktion verlässt.

Sprecher 2: Okay, da sieht man jedenfalls, dass die Grünen, die ja einst die Antiparteienpartei waren, doch mitten angekommen sind in der Parteienlandschaft.

Sprecher 9: Man kann so sehen, man kann auch sagen, wir haben die Parteienlandschaft auch ein bisschen...

Sprecher 2: Sie haben sich sicherlich mit verändert, aber in diesen Punkten die Machterhaltung und die...

Sprecher 9: Aber nochmal, wo ist da die Macht, wenn man die Generalversammlung leitet? Das ist eine hochrepräsentative und hochorganisatorische administrative Aufgabe.

Sprecher 2: Also ich würde sagen, im Vergleich zum Hinterbänkler-Dasein im Bundestag ist es schon ziemlich repräsentativ und wichtig.

Sprecher 9: Ja, aber es ist irgendwie echt ein Knochenjob. Man hat es nicht mit den... Also es ist auch deutlich härter als der Job, den sie jetzt zum Beispiel hat.

Sprecher 2: Sie wollte ja auch gerne Außenministerin bleiben. Insofern kommt dem das dann ja relativ ähnlich. Aber gut, ich glaube, die Positionen dazu sind ausgetauscht. Vielen Dank, dass Sie da waren, Herr Norit.

Sprecher 9: Danke.

Sprecher 2: Mick war noch was.

Sprecher 3: Diese Woche findet ja eine sehr relevante Veranstaltung in Berlin statt und vielleicht diesmal erstmalig ohne mich, Helene.

Sprecher 2: Mein Gott, dann kann ich ja im Grunde auch nicht hingehen. In Klammern, ich habe auch noch gar keine Karte. Der Bundespresseball am Freitag.

Sprecher 3: Meine Lackschuhe tun auch von der letzten Hochzeit weh. Diese Raucherkneipe da um vier Uhr nachts, das tut mir auch nicht mehr gut. Ich muss auch mal eine Pause machen.

Sprecher 2: Du willst jetzt auf professionelle Distanz zu der Berliner Blase gehen.

Sprecher 3: Kein Rapper-Spagat, keine Bodenwelle von mir dieses Mal, Helene. Es wird hart für uns.

Sprecher 2: Ja, dann lohnt es sich fast auch nicht hinzugehen. Wie gesagt, ich habe noch keine Karte. Letztes Jahr hatte ich diese Midnight-Karte. Habe die allerdings auch voll genutzt und war bis sieben Uhr morgens da. Wenn man dann da ist, muss man sagen, ist es schon witzig. Ich verbringe dann auch die meiste Zeit in dieser Raucher-Lounge, wo es wirklich unfassbar eng ist.

Sprecher 3: Und wo Hubertus Heil mit Annalena Baerbock einen ordentlichen Tanz hingelegt hat im vergangenen Jahr spät in der Nacht.

Sprecher 2: Ja, aber natürlich kann man sich fragen zwei Dinge. Zum einen ist das Ganze nicht doch irgendwie aus der Zeit gefallen, dass der Bundespräsident und der Regierungssprecher einen Eröffnungstanz machen. Und man denkt, das ist hier schon alles noch sehr der Geist von Bonn. Und das Zweite ist, wenn dann die Bilder in die Welt rausgehen, denkt man, ist das wirklich das Bild, das man senden will von der Berliner Bubble, wie sie Champagner trinkt und ausdient.

Sprecher 3: Jetzt nicht zu kritisch, Mathis Feldhoff macht das wunderbar.

Sprecher 2: Nein, er macht es wunderbar, aber trotzdem die Bilder, und das gilt ja für alle anderen Journalisten, Politiker feiern auch, suggerieren natürlich, dass es eine Nähe gibt. Und das wollte ich sagen, die es ja in Wahrheit gar nicht gibt. Wir sind ja sehr kritisch, sehr... distanziert und halten uns an alle Regeln. Aber die Leute da draußen, die uns das Schlimmste unterstellen, werden darin noch bestärkt.

Sprecher 3: Getanzt wird trotzdem bis tief in die Nacht. Wir tanzen aus diesem Podcast heraus. War schön mit Ihnen und Euch. Morgen 6 Uhr Table Today.

Sprecher 2: Tschüss.

Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber stört, Startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.