Wie muss die EU auf Trump reagieren, Herr Mitsotakis?
Dauer: 24:22

Wie muss die EU auf Trump reagieren, Herr Mitsotakis?

Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis stellt in dieser Folge seinen Vorschlag für einen europäischen Verteidigungsfonds vor. Er schlägt ein Modell mit 100 Milliarden Euro nach dem Vorbild des europäischen Fonds vor, der während der Corona-Pandemie geschaffen wurde – die „Recovery and Resilience Facility“. Mit gemeinsamen europäischen Krediten könnten nationale Verteidigungsbudgets ergänzt werden.


Im Gespräch mit Michael Bröcker betonte Mitsotakis auch die Bedeutung von Wettbewerbsfähigkeit und weniger Bürokratie in Europa. Die Reduktion von Regulierungen sowie Investitionen in Stromnetze und Energiemärkte seien essenziell, um wirtschaftlich gegenüber den USA und China bestehen zu können.


Er beschreibt Griechenlands wirtschaftliche Erfolge:

„Wir haben die Steuern gesenkt, ohne unsere Haushaltslage zu gefährden. Wir haben dereguliert, den Staat digitalisiert, und das hat zu einem Wachstum geführt, das deutlich über dem Durchschnitt der Eurozone liegt, während wir gleichzeitig in der Lage waren, die Primärüberschüsse zu reduzieren und unsere Schulden abzubauen.“


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Transkript

Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.

Sprecher 2: It's Inauguration Day. Ab heute Mittag ist Donald Trump ganz offiziell wieder Präsident der Vereinigten Staaten. Und wir sagen Ihnen, was Sie zur Amtseinführung wissen müssen und was Trump an den ersten Tagen im Amt so vorhat.

Sprecher 3: Trump vor der Tür, eine drohende Rezession in Deutschland und eine gespaltene EU, auch das sind die Zutaten für dieses Jahr. Heute haben wir einen Mann am Tisch, der in den vergangenen Jahren mit seinem Land in Europa allerdings eine außergewöhnliche Comeback-Story geschrieben hat. Wir haben mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis gesprochen, unter anderem darüber, wie Europa jetzt auf Trump reagieren muss und was er von Friedrich Merz erwartet.

Sprecher 2: Es ist Montag, der 20. Januar und der Tag, an dem Trump zum letzten Mal Präsident werden kann, es sei denn, er ändert die Verfassung.

Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.

Sprecher 5: Within hours of taking office, I will sign dozens of executive orders, close to 100 to be exact. He says, you're not going to be a dictator, are you? I said, no, no, no, other than day one. We're closing the border and we're drilling, drilling, drilling. When I win, I will immediately bring prices down starting on day one. On day one, I will launch the largest deportation program in American history. But we're starting with the criminals and we got to do it. And then we're starting with others.

Sprecher 2: Die amerikanische Verfassung schreibt sogar die Uhrzeit vor 12 Uhr nun. In Deutschland ist es dann 18 Uhr. Heute Abend beginnt die Vereidigungszeremonie von Donald Trump, das Swearing-In. Und diesmal wegen der Kälte nicht auf dem Platz vor dem Kapitol, sondern drinnen. Sprich, Michael, es ist gar nicht Platz für die Millionen, Millionen Menschen, die wahrscheinlich kommen würden, oder?

Sprecher 3: Hi, nun, ich finde, das passt auf jeden Fall schon mal ganz gut. Man muss sofort an die Western-Klassiker denken und was da alles so passieren kann mit diesem Trump im Office. Aber ja, drinnen, weil zu kalt. Minus 6 bis minus 12 Grad soll es sein. Und deswegen hat er sich wie damals Ronald Reagan 1985 dazu entschlossen, das Ganze nach drinnen zu verlegen.

Sprecher 2: Da gibt es jetzt schon böse Zungen, die witzeln. Naja, da müssen sich die Kanadier und die Grönländer eben doch keine Sorgen machen. Wenn Trump so ein Problem mit der Kälte hat, dann wird er sich in diese Länder gar nicht trauen. Mal sehen, aber schon interessant. Ich meine, wir erinnern uns vor acht Jahren, da gab es diese ganze... Geschichte mit wie vielen Menschen sind gekommen und es wären nie mehr Menschen da. Jetzt, wenn ich richtig informiert bin, passen ins Kapitol drin nur 600 Leute. Das heißt, so richtig viele können es gar nicht werden. Trump kann aber eben behaupten, es wären bestimmt viele, viele, viele mehr gekommen. Die können jetzt aber in die Sportarena im Stadtzentrum von Washington gehen. Dort wird die Amtseinführung live übertragen.

Sprecher 3: Mit dabei sein wird natürlich Joe Biden, der scheidende Präsident, aber auch die ehemaligen Präsidenten George W. Bush, Bill Clinton und Barack Obama. Nur die ehemalige First Lady Michelle Obama, die hat abgesagt.

Sprecher 2: Wobei du sagst, selbstverständlich kommt Biden. Umgekehrt war es ja nicht so. Trump war damals vor vier Jahren nicht dabei, als Biden vereidigt wurde. Biden möchte jetzt ja vor allem eins nicht, nämlich selber der schlechte Verlierer sein. Und deswegen kommt er. Trump wird zwei Bibeln haben. Einerseits die alte Abraham Lincoln Bibel, die alle Präsidenten haben oder jedenfalls die meisten und seine persönliche Kinderbibel.

Sprecher 3: 11.000 Polizisten und Nationalgardisten schützen diese Veranstaltung und Trump ist erst der zweite Präsident nach Grover Cleveland, der zwei nicht aufeinanderfolgende Amtszeiten absolviert.

Sprecher 2: Und am Abend wird dann noch getanzt. Donald Trump soll an drei Bällen teilnehmen. So ist es jedenfalls geplant. Dann ist es schon morgens bei uns in Deutschland. Mal sehen, was wir da für Bilder sehen werden. Neulich hat er ja so ein bisschen den Hüftschwung geübt neben Elon Musk. Mich hat es nicht komplett überzeugt, aber sei es drum. Reden wir darüber, was an den ersten Amtstagen passiert. passieren wird. Er hat ja schon einiges angekündigt.

Sprecher 3: Über 100 Executive Orders will er unterzeichnen. Unter anderem natürlich, man muss davon ausgehen, Einwanderungspolitik, Migration wird ein großes Thema. Er plant ein nationales Notstandsgesetz zu unterzeichnen, um den Bau der Grenzmauer zu finanzieren. Und wahrscheinlich, liebe Helene, wird sich Europa oder der Rest der Welt auch auf die ersten Handelsdekrete einstellen müssen.

Sprecher 2: Wobei das ja seine ganze Deal-Making-Politik ist. Er wird da sicherlich vieles ankündigen, auch in Sachen Zölle. Was dann wirklich kommt, werden wir sehen. Denn die Amerikaner müssen natürlich auch ihre eigenen Waren auch in Europa loswerden. Und damals unter Jean-Claude Juncker war das vor acht Jahren. Da hat auch die EU ganz schön die Daumenschrauben angezogen und am Ende hat man sich dann irgendwie geeinigt. Aber vor allem, was wahrscheinlich bevorsteht, ist die Einwanderungspolitik. Da will Trump ja richtig loslegen. In Chicago will er ein Abschiebeprogramm starten, alle undokumentierten Einwanderer raussuchen lassen und dann in ein Flugzeug setzen. Sind das jetzt nur große Worte oder schickt er tatsächlich die Polizisten los?

Sprecher 3: Ausgerechnet am Tag des Martin Luther King Jr. Wird diese Amtseinführung stattfinden, der ja nun ein wahrhaft großer Versöhner der Lager und der Minderheiten mit der Mehrheit in diesem Land war. Und jetzt kommt der Polarisator Nummer 1 ins Amt und er wird auch vor allem in der Klima- und Energiepolitik wahrscheinlich sehr schnell ein Turnaround hinlegen. Viel ist davon die Rede, dass er das Elektromandat von Biden, also die Unterstützung für Elektromobilität, kassieren wird und auch aus dem internationalen Klimaabkommen wieder aussteigen wird.

Sprecher 2: Ja, und Stichwort... Polarisierung, da wird es wahrscheinlich in Amerika wirklich ordentlich Zoff geben, wegen der Begnadigung, die er angekündigt hat. Und zwar handelt es sich um die Straftäter des Kapitolaufstands vom 6. Januar 2021, also vor vier Jahren, als Trump die Massen aufgestachelt hat, die dann ins Kapitol reinmarschiert sind, also der Ort, wo die Amtseinführung nun stattfindet. Und diese Leute sollen jetzt so Trump eben sich nicht vor Gericht verantworten müssen, beziehungsweise ihre Haftstrafen absitzen. Das ist natürlich schon ein ziemlicher Axt an den Rechtsstaat.

Sprecher 3: Die Welt wird jedenfalls eine andere sein. Wir werden sehen, was auch auf Europa zukommt. Donald Trump 2.0. Man kann einfach gar nichts Prophetisches sagen, weil man gar nicht weiß, was der Mann ab morgen machen wird. Aber dass es anstrengend wird, ich glaube, das wird es.

Sprecher 5: And it all starts tomorrow when I raise my hand on the Bible to be sworn as your... We'll be sworn in tomorrow. We're all going to be sworn in together. That's the way I look at it. It's not me. It's you. Greatest of all time.

Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probiert es mit Frank. Ist ehrlich einfacher.

Sprecher 3: Helene, was für eine Comeback-Story. Vor mehr als zehn Jahren stand Griechenland kurz vor der Insolvenz. Wer erinnert sich nicht an die Schuldenkrise? Ein gewisser Wolfgang Schäuble hat vorgeschlagen, Griechenland aus dem Euro aussteigen zu lassen. Das ist sehr lange her und mittlerweile sind die Griechen so etwas wie der Musterknabe Europas und nicht mehr das Problemkind. Die Wirtschaft wächst dramatisch schnell, schneller als in fast allen anderen Euro-Ländern. Dieses Jahr um 2,5 Prozent. Das hätten wir auch gerne.

Sprecher 2: Wirklich beeindruckende Story. Wir erinnern uns daran, wie die Troika damals da irgendwie für Ordnung sorgen sollte in dem Land. Wie Angela Merkel sich gegen Schäuble durchgesetzt hat und gesagt, ein Grexit wird es nicht geben, weil die Folgen unvorhersehbar sind. Und dann haben die Griechen es aus eigener Kraft geschafft, aber natürlich auch durch ziemlich harsche Maßnahmen. Es gab ja schon Aufstände in Griechenland, viel auch soziales Leid. Plakate wurden gezeigt, die deutsche Politiker mit Hitlerbärtchen zeigten und all das. Also die Unruhe war groß und ich finde das schön, wenn es diese Geschichten gibt, dass ein Land sich auch in eine andere Richtung entwickelt, als alles wird immer schlechter.

Sprecher 3: Zumal damals ja nach der großen Krise Linksradikale mit Rechtsradikalen zusammengearbeitet haben in Griechenland. Genau das, was theoretisch ja auch in Deutschland und in anderen Ländern vorschweben könnte. Aber ein Mann hat zumindest seit 2019 dafür gesorgt, dass diese... dieses Land doch auf einen soliden Pfad der Mitte zurückkehrt, nämlich Kyriakos Mitsotakis, der griechische Ministerpräsident, Konservativer der Neodemokratia. Und er hat am Rande des EVP-Treffens in Berlin am vergangenen Wochenende uns für Table Today ein Interview gegeben, wie er diese Comeback-Story eigentlich geschafft hat. Er ist auch EVP-Koordinator, also der Chef der Konservativen in Europa, zumindest vorübergehend. Und er hat dem Land Reformen aufgezwungen, die eine Mischung aus links und rechts sind. Harte neoliberale Steuersenkung, aber eben auch knallhartes Vorgehen gegen Steuerverschwendung, Steuerhinterziehung. Und zunächst mal habe ich ihn gefragt, was wir in Europa eigentlich von Griechenland lernen können, was Europa jetzt braucht. Hier seine Antwort. Thank you very much for being on the show, Prime Minister Mitsotakis. Welcome to Germany.

Sprecher 6: Thank you, thank you. Good to see you again.

Sprecher 3: How was your day in Germany? You met with the conservative leaders in trying to rebuild Europe a little bit, right?

Sprecher 6: Well, we had a chance to come to Berlin as EPP leaders to also support the candidacy of Friedrich Merz to become the next chancellor of Germany. I think it is important for us to add another member of our political family to the group of leaders at the European Council, where we already hold the majority. But of course, Germany, being the largest economy in Europe, is particularly important also for our overall European agenda. We've laid out very clear priorities for the next five years with Commission President Ursula von der Leyen. And of course, to have a full alignment between Germany. And the priorities that we have set also as the EPP is very important. So that's why we're here.

Sprecher 3: We need to enhance European competitiveness. That's obvious. What are the two, three main reforms the European Commission, the European heads of state have to put in place?

Sprecher 6: I think it is very clear that we are burdened with excessive regulation in Europe, which is hampering the competitiveness of all companies, big ones, but in particular small and medium-sized enterprises. We're looking forward to the proposal by the Commission President for an omnibus legislation that will simplify regulation across the board. It is very, very clear that we need to do something about energy. Energy prices in Europe are much higher than those in the United States. But also within Europe, we see great discrepancies in energy prices. And if we want to make the green transition happen, we need to invest in our grids. The electricity grids should be treated as projects of European common interest. They could require European financing, but we need not only to bring down electricity prices in Europe in general, but also make the European electricity market function in order to avoid great disparities of price, of electricity price within the European Union.

Sprecher 3: And you also promised to cut down bureaucratic obligations by 35%. Is that realistic?

Sprecher 6: That's a target that the Commission has set. I think it's 25% or 35%, if I'm not mistaken. But it is very, very clear that we're adding regulation without really thinking about the consequences of those. regulations on the cost structure of our businesses. We cannot implement the green transition at the expense for competitiveness. I think this is now very, very...

Sprecher 3: The Green New Deal needs a side industrial deal.

Sprecher 6: Exactly. And this is exactly a clean industrial deal. And this is exactly what the Commission will be proposing. And of course, we're also looking at the reforms that Germany will hopefully implement. I'm very happy. To see that the agenda that the CDU-CSU alliance is putting forward is very similar to what we have implemented in Greece since we came into power. We cut taxes without jeopardizing our fiscal position. We have deregulated, we have digitized the state, and this has resulted in a growth that is significantly higher than the Eurozone average, while at the same time, we're able to produce primary surpluses and bring down our debt. So you can actually cut taxes and create fiscal space through growth. This is exactly what Friedrich Merz is proposing. And I can tell you that in the case of Greece, it worked.

Sprecher 3: Yeah, we have to talk about Greek economy. It has been outpacing the euro area since 2021, I think. Public debt declined. Sounds like a miracle. Is it a new kind of economic policy you are suggesting, or is it supply-side only?

Sprecher 6: No, it's not supply-side only. We need to explain that, because, of course, we have been successful in reasonably cutting taxes, but we also went after tax evasion. We were ruthless in going after tax evasion using digital tools. And this is... giving us the additional fiscal space to invest and to support our welfare state. So in our case, this policy has been clearly successful because we have to produce primary surpluses to pay down our debt. But we can do so while at the same time maintaining growth rates that are significantly higher than the Eurozone average, bringing down unemployment and increasing wages. Because at the end of the day, it is important for the macroeconomic process to trickle down to the real economy. And this is beginning to happen as we speak. But of course, we also need structural reforms. Labor market reforms, skills reforms, justice reforms, digitization, which has been a tremendous success in Greece since we took over, reducing the bureaucracy that is related to the interaction between citizens and businesses and the state. All this together have created an environment that fosters and attracts investment. And if you add to that mix the RRF, which has been a great success in Greece, I think it gives us an opportunity to bridge the investment gap that has always separated Greece from the Eurozone efforts. The next Greek story is more about the microeconomy and not the macroeconomy. It's about attracting investment, boosting our competitiveness, boosting our exports, and focusing on those sectors where Greece can really be a European champion.

Sprecher 3: The Draghi report is a sharp warning for the European Union, actually, for the lack of dynamics. Still, U.S. And China is funding billions of dollars into their industry. Don't we need more money for European companies? And where does it come from?

Sprecher 6: Absolutely. And this is going to be the next discussion that we will have at the level of the MFF. We cannot hope to achieve all the goals we have set without the financial means to do so. Part of the money will come from private capital. And that is why we need Capital Markets Union yesterday, because our capital markets are simply not competitive compared to those of the United States. But part of it will also be public money. The RRF has been a great success. We need to look at what we've done. Think about the next day. Defense, which is a great priority for all of us. There is no way we can fund our increased defense expenditures simply from national budgets. We may need a small, small compared to the RRF, focused European defense fund, funded by joint European borrowing.

Sprecher 3: With new, fresh money from the member states?

Sprecher 6: With fresh money borrowed at the European level. So an RRF...

Sprecher 3: Like what we had in Germany on the European side.

Sprecher 6: What we have, what we did with the RRF, at a smaller scale, of course, but exclusively for defense and for projects.

Sprecher 3: How big should that be?

Sprecher 6: I don't know. Even if it were 100 billion, the RRF is 750 billion, it would send a clear signal that we mean business. And if that fund is focused on...

Sprecher 3: Would that be a proposal for Donald Trump to say, okay, we are really willing and able to spend more?

Sprecher 6: I have submitted this proposal together with Donald Tusk in a letter that I've sent to all of my colleagues. So we need to do two things. We need to spend more at the national level that we will not escape. Greece is already spending more than 3% of its GDP on defense. So we need to spend more both on the national level and on the European level. Because at the end of the day, it's our security that is threatened.

Sprecher 3: Dann wollte ich natürlich wissen, was er ganz konkret auch von Deutschland erwartet. Ich habe ihn gefragt, was er von dem Satz des polnischen Außenministers hält, Radoslaw Sikorski, dass er weniger Deutschlands Stärke als Deutschlands Untätigkeit fürchte. Und da hat er eine ziemlich klare Herangehensweise und er fordert mehr Engagement von Deutschland, gerade auch im wirtschaftspolitischen Bereich.

Sprecher 6: We cannot envision significant progress in the European Union and strengthening the European economy without a competitive Germany. So Germany needs to get its act together. The structural issues related to the German economy, they've been well discussed in the German public debate. So I think this is a time for bold action and more radical reforms. And I'm convinced that...

Sprecher 3: Und zu guter Schluss haben wir natürlich über Friedrich Merz geredet, denn er hat ihn ja hier besucht, den CDU-Chef und Unionskanzlerkandidaten. Es war auch eine kleine Wahlveranstaltung dieser europäischen Konservativen und mit Zutage macht kein Hiel daraus, dass er sich Friedrich Merz im Kanzleramt durchaus vorstellen könnte, Klammer auf, vielleicht sogar wünschen würde.

Sprecher 6: I've known him for years now. I did not know him when he was not in politics. And again, it is not my job. I want to be very clear to tell the German. people who they should vote for. But it is my job as an EPP leader to support the EPP candidate for Chancellor of Germany and to share to the best of my ability with your audience my experience and why what I think he wants to do in Germany is in a sense, in my belief, the right policies for Germany. But again, I don't intend to interfere in the German election. And who am I for Germans to listen to what I have to offer? But to the extent that you ask me, I am offering you an answer.

Sprecher 3: Greece has been the problem child in Europe 15 years ago. And now it's like a comeback story and everybody looks to your country. How does it make you feel and how do you... See the reaction of other leaders in Europe when they talk to you?

Sprecher 6: First of all, it makes me feel good on behalf of my people.

Sprecher 3: Are they more resilient than others? Is the sun better maybe?

Sprecher 6: I think Greece has proven, the Greek people have proven incredibly resilient. But I think they've also proven that when they have to make a choice, come election time, they will disregard the populist promises and reward a competent government. Because they did it in 2019, of course, after the experience with a radical leftist populist, which, by the way, we should remind your audience, teamed up with the extreme right at the time. So it was a radical left and a hard right that was governing Greece during the very difficult period of 2015-2019. They elected us at the time to propose a different... path forward and they re-elected us with a stronger mandate in 2023. There's still a lot of unfinished business. The job is not done. There are still issues, significant issues in Greece. We still need to catch up with the rest of Europe, especially when it comes to our GDP per capita. But I think we're moving in the right direction.

Sprecher 3: Still, four of at least five countries are governed by right-wing populists in Europe. What's your recipe against these people, against these movements?

Sprecher 6: In my mind, this is very clear. If people vote for populist parties, they express a reasonable discontent. It could be an economic discontent. Inflation has been...

Sprecher 3: Could be identity.

Sprecher 6: There are identity issues, and these issues need to be respected. And we need to listen to those people. We shouldn't just disregard their concerns, because their concerns are usually legitimate. The answer is not legitimate. So voting for a populist party has not provided a solution to the problems that people have. And this has been universally tested. In Greece, certainly that was the case. People were angry with the establishment parties in 2015. They brought in the radical left with the hard right. And what was the result? A third program. More pain. More suffering. So the only way to convince those people is to propose an alternative that will focus on results. That at the end of the day make their lives better, but also take into consideration their reasonable concerns. Migration is a real issue for people. to be addressed. We were able to address migration in Greece. And that is why migration doesn't rank in the top five issues that people tell us that they are concerned with. So it takes a careful balance. In Greece, what we've done, we've been very responsible. This is what I call responsible patriotism when it comes to issues of foreign policy, migration, strengthening our defense. We've been socially progressive when we thought that this was necessary, and we were economically liberal. And the third was probably the most important one, because that's what generates the growth, that's what brings down unemployment, and that's what brings up wages at the end of the day. So in our case, this sort of triangulation has worked.

Sprecher 3: Thank you very much for your thoughts on this interview. Thanks, Prime Minister.

Sprecher 6: Thank you.

Sprecher 3: Helene, war noch was?

Sprecher 2: Michael, ich habe jetzt ein Mittel gefunden gegen die schlechte Januar-Laune, die sich ja insbesondere in Berlin breit macht. Jetzt war es am Wochenende schön sonnig, aber trotzdem liegt ja irgendwie diese Kälte über der Stadt. Und da sehnt man sich so sehr nach dem Süden, nach griechischen Inseln. Apropos Mitzotakis.

Sprecher 3: Aber ich hätte jetzt gerne das Rezept. Das Rezept für gute Laune im kalten Winter. Bitte sag es mir.

Sprecher 2: Also die Insel Hydra ist eine besonders schöne Insel. Und ich habe jetzt am Wochenende gesehen, eine wirklich schöne Serie, die ich empfehle, in der ARD Mediathek. Sie heißt So Long Marianne. Und da wissen alle natürlich sofort, es geht um Leonard Cohen und seine große Liebe, nämlich die Norwegerin Marianne. Wie sie halt im Film genannt wird, Marianne Eelen. Es sind wirklich tolle Bilder von Hydra, sehr schöne Schauspieler außerdem. Also Leonard Cohen mit jungen Jahren, Mitte 20 war er. Auch schöne Dialoge, weil ja Cohen nicht nur ein großer Musiker war, sondern wirklich auch ein toller Dichter. Also mich hat es total gepackt, auch wirklich tolle Schauspieler. Alex Wolf spielt Leonard Cohen und Thea-Sophie Loch Ness, auch ein toller Name, ist die junge Marianne Eelen. Aber wir spielen jetzt trotzdem nicht den Song So Long Marianne, sondern einen anderen Song, den ich von Cohen ganz toll finde. Und zwar Suzanne. Und das ist auch eine interessante Frau, nämlich eine junge Tänzerin, auch eine Geliebte von Cohen, die ja Mitte der 60er... Jahre in Montreal kennengelernt hat und die sehr freigeistig gewesen sein soll. Manchen galt sie wohl auch als verrückt. Und das ist der Song, der auch ein wirklich schönes Liebeslied ist.

Sprecher 3: In dem Sinne schließe ich zumindest mit einem Leonard Cohen Zitat. Viele Songs sind meine Antwort auf die Schönheit, die sich mir offenbart hat. Wenn das kein Schluss ist für diesen wunderbaren Podcast mit dir, Elit.

Sprecher 2: Eine gute Woche wünschen wir allen. Erstmal einen guten Start da rein und wenn Sie mögen, bis morgen wieder um sechs. Tschüss.

Sprecher 3: Ciao, ciao.

Sprecher 7: And you want to travel with him. And you want to travel blind. And you think maybe you'll trust him. For he's touched your perfect body with his mind. Now Suzanne takes your hand and she leads you to the river. She is wearing rags and feathers from Salvation Army counters. And the sun pours down like honey on our Lady of the Harbor. And she shows you where to look Among the garbage and the flowers There are heroes in the seaweed There are children in the morning They are leaning out for love They will lean that way forever While Suzanne holds the mirror And you want to travel with her And you want to travel blind And you know you can trust her For she's touched your perfect body With her mind

Sprecher 4: Ich bin manchmal ein bisschen zu ehrlich, aber ganz im Ernst, ich mag es einfach klar, ohne Überraschungen. Genau deshalb bin ich bei Frank, dem einfach Mobilfunkanbieter. App runterladen, Tarif bestellen, fertig. 20 GB für 10 Euro. In bester D-Netz-Qualität. Monatlich kündbar, keine versteckten Kosten. Und das Beste ist Frank for Friends. Ich schicke einfach meinen Code an meine FreundInnen. Und jedes Mal, wenn jemand darüber startet, kriegen wir alle dauerhaft extra Datenvolumen. Kein Drama, keine Geheimnisse. Also, probier's mit Frank. Ist ehrlich einfacher.