Der Podcast zur Zukunft des Standorts Deutschland
Dauer: 29:45

Der Podcast zur Zukunft des Standorts Deutschland

Der Bundesverband Startups, die Deutsche Börse und mehr als 100 Persönlichkeiten aus Think Tanks, Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft stellen heute eine Innovationsagenda 2030 für Deutschland vor. Unter dem Motto „Weltklasse Made in Germany“ werden in sechs Themengebieten (Talente, Diversität, Deep Tech, Climate, Rolle des Staates und Kapital) konkrete Ideen benannt, wie Deutschland fit für die Zukunft gemacht werden kann. Table.Briefings ist Medienpartner und stellt jeden ersten Freitag im Monat im Podcast eine Persönlichkeit und ihre konkrete Idee vor.

Es geht unter anderem um bessere Job-Bedingungen für Frauen, Zuwanderer und Ältere. Außerdem um eine Patent-basierte Existenzgründungsoffensive, eine neue Dienstleistungsmentalität in den Behörden, bessere Finanzierungsbedingungen für junge Unternehmen und mehr Digitalkompetenz im Kanzleramt.   

Zu den Initiatoren gehören neben der Vorstandsvorsitzenden des Startup-Verbands, Verena Pausder, etwa der Geschäftsführer der Agentur für Sprunginnovationen, Rafael Laguna de la Vera, Helmut Schoenenberger (TUM), Stefan Gross-Selbeck (Woltair), oder Katrin Suding (Ex-Staatssekretärin). 


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Transkript

Sprecher 1: Table Today mit Michael Bröker und Helene Bubrowski.

Sprecher 2: Alle Ampelparteien verlieren dramatisch in der Wählergunst. So erleben wir es seit Monaten. Doch die FDP leidet ganz besonders. Zehn Wahlen hat sie schon verloren seit 2021. Was nun also, Herr Lindner? Zeit, das zu diskutieren.

Sprecher 3: Die CDU und das BSW, eine schwierige Konstellation. Die einen sind sowas wie links-konservativ und der neue Shootingstar am Parteienhimmel. Und die anderen sind die letzte Volkspartei des Westens. Passt das zusammen? Michael hat das schon bei Karin Mioska diskutiert und wir reden hier drüber.

Sprecher 2: Bei uns heute am runden Tisch des guten Diskurses. Verena Pauster, die Vorstandsvorsitzende des Start-up-Verbandes. Sie hat mit mehr als 100 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft einen neuen Zukunftsplan für diesen Standort entwickelt. Den Sie heute in Ausschnitten schon hier im Podcast gleich hören und dann immer am ersten Freitag exklusiv unsere Kooperation mit dem Start-up-Verband und der Deutschen Börse Innovationsagenda 2030.

Sprecher 3: Und zum Nachtisch haben wir nachhaltige Musik für Sie. Was das ist, hören Sie gleich.

Sprecher 2: Thematisch also wieder pickepacke voll. Dieser Montag, der Bundestag kehrt auch zurück aus der parlamentarischen Sommerpause. Es ist der 9. September. Starten wir in die Woche. Los geht's.

Sprecher 4: Ich bin völlig blind. Manchmal habe ich das Gefühl, meine Tage und Nächte sind auf den Kopf gestellt. Weil ich Schwierigkeiten habe, nachts zu schlafen und tagsüber wach zu bleiben. Ich leide unter 924, einer seltenen Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung, die viele völlig blinde Menschen betrifft. Möchtest du mehr über diese Erkrankung in Verbindung mit völliger Erblindung erfahren? Rufe kostenfrei an unter 0800 24 24 008.

Sprecher 5: Die erste Verkehrsampel ist im Jahre 1924 in Berlin errichtet worden, am Potsdamer Platz. Kann das funktionieren? Haben die Leute skeptisch gefragt. Heute ist die Ampel nicht mehr wegzudenken, wenn es darum geht, die Dinge klar zu regeln und für die richtige Orientierung zu sorgen und dafür, dass alle zügig und sicher vorankommen. Mein Anspruch als Bundeskanzler ist es, dass dieses Ampelbündnis eine ähnlich wegweisende Rolle für Deutschland spielen wird.

Sprecher 6: Wir haben während der Verhandlungen Olaf Scholz neu kennengelernt. Wir haben ihn erlebt als eine starke Führungspersönlichkeit. Die über die Erfahrung und Professionalität verfügt, dieses Land in eine gute Zukunft zu leiten. Um es mit Egon Barth zu sagen, Olaf Scholz verfügt über ein inneres Geländer, um aus einer klaren Werthaltung heraus dieses Land nach vorne zu führen. Und deshalb wird Olaf Scholz ein starker Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland sein.

Sprecher 7: Das Leitbild dieser Regierung ist eine handelnde Gesellschaft, ein investierender Staat und ein Deutschland, das schlichtweg funktioniert.

Sprecher 3: Ja, lang, lang ist es her, aber so lang ist es gar nicht. Aus dem Herbst 2021 kommen diese Töne. Da hat die Ampel gerade den Koalitionsvertrag. geschmiedet und was ist draus geworden?

Sprecher 2: Schmetterlingsgefühle waren das damals. Vor allem hat uns doch überrascht, Helene, Lindner und Scholz oder der FDP-Liberale und der Sozialdemokrat, die entwickelten sich zum Traumpaar am Anfang und schwärmten regelrecht voneinander. Was ist eigentlich da genau passiert?

Sprecher 3: Ja, sie passen ja auch gar nicht so schlecht zusammen. Der eine der neue Finanzminister, der andere der ehemalige Finanzminister. Auch ein Sozialdemokrat, Olaf Scholz, der mit einem Sparkurs, jedenfalls mal mit einer Haushaltsdisziplin etwas anfangen kann. Auch habituell haben die beiden einiges gemeinsam. Angeblich interessieren sich beide für gute Weine und kennen sich aus mit den exzellenten Lagen, den großen Gewächsen und all diesem Zeug und reden auch gerne darüber. Es hieß einmal, Lindner würde ein bisschen zu Scholz hinaufschauen und Scholz würde ein freundschaftliches Verhältnis zu Lindner pflegen, auch in dem Wissen, dass man eine 5%-Partei... Oder ein bisschen drüber immer gut behandeln muss, damit sie nicht durchdreht.

Sprecher 2: Ja, zumal Olaf Scholz Zeit seines Lebens eigentlich nicht nur ein schlimmer linker Stammokap-Rechtsanwalt war, sondern eigentlich ein Sozialliberaler wurde. Nicht nur in der Ära Gerhard Schröder, sondern auch danach immer wieder politische Positionen vertreten hat, die den Liberalen eigentlich gefallen. Aber dann kam das Haushaltsurteil aus Karlsruhe, das Verfassungsgerichtsurteil und dann haben sie sich gegenseitig die Schuld eigentlich für dieses Desaster in die Schuhe geschoben, der Ex-Finanzminister und der aktuelle und da begann dann der Bruch. So sagen es zumindest die Beteiligten.

Sprecher 3: Und so war es ja auch mitzubekommen in jener Zeit. Im Dezember 2023, wenige Wochen nach dem Urteil, als es dann zu einem Krisentreffen im Kanzleramt kam und Christian Lindner, der allerdings auch krank war, mitten in der Nacht abreiste. An diesem Moment, so wurde es beschrieben aus Ampelkreisen, soll es kurz vor dem Ende gestanden haben. Ernsthafte Sorgen, dass man sich nicht mehr zusammenraufen könne. Scholz und Habeck harten im Kanzleramt aus und am nächsten Tag traten alle zu dritt wieder vor die Kamera. Aber in dieser Nacht ist etwas zerbrochen zwischen Lindner und Scholz, das offenbar nicht mehr zu kitten ist.

Sprecher 2: Ja, und wie so oft, wenn nicht nur die Beteiligten ein Problem miteinander haben, ist es das Umfeld, das gegeneinander steuert. Dann wurden sie gegenseitig, haben sie sich verdächtig, Papiere oder Informationen an die Medien zu stecken, die doch noch gar nicht geeint waren. Und dann kommt das berühmte Wort des Spins immer wieder rein. Wer spinnt gegen wen? Lindner sah sich dann plötzlich von einer Phalanx aus dem Kanzleramt gegenüber, die ihn als Quertreiber und Rebellen diffamieren, während er doch nur an den Koalitionsvertrag denkt und so handelt. Und umgekehrt sagt Lindner, die Sozialdemokraten hätten sich wegbewegt vom Koalitionsvertrag und Dinge gefordert, die er nun mal nicht umsetzen kann als Liberaler. So wie das dann immer so ist. Gegenseitige Vorwürfe.

Sprecher 3: Gegenseitige Vorwürfe und eben mehr als inhaltliche Differenzen. Es soll wirklich zu einer Zerrüttung gekommen sein, so berichteten es Menschen aus dem Ampelumfeld. Nach dem Motto, wenn eine Ehe kaputt geht, dann ärgert man sich am Ende auch über die Zahnpastatube, die offen rumliegt. oder die Milchflasche im Kühlschrank, die nicht richtig zugedreht wurde, dann sind es die kleinsten Dinge, die einen auf die Palme bringen. Aber dazu kommt natürlich noch, dass die FDP in einer ziemlich schwierigen Situation ist. Zwei Landtagswahlen hat sie gerade wieder verloren. Insgesamt ist die Bilanz der Landtagswahlen und auch der Europawahl Während der Ampelzeit wirklich ziemlich katastrophal. Von mehr als 11 Prozent bei den Bundestagswahlen sind es jetzt meistens unter 5. Und bei der Europawahl freute sich die Partei ostentativ über 5,2 Prozent. Das ist natürlich auch bitter, oder Michael?

Sprecher 2: Ja, und das waren vor allem Strack-Zimmermann 5,2 Prozent. Es sind am Ende zehn Niederlagen in Folge. Und vielleicht hatte Christian Lindner einfach recht. Er hat ja im Wahlkampf 2021 immer schon gesagt, mir fehlt die Fantasie, dass SPD und Grüne mit den Gelben zusammen, dass das funktionieren könnte. Die haben sich was vorgemacht und eine Lehre ist doch, Helene, man muss aufhören mit dieser emotionalen Übertreibung am Anfang eines Bündnisses. Am Ende geht es hier um Interessen, harte Interessen von Milieus, von Parteimitgliedern und das sind alles Zweckbündnisse und diese Überhöhung war vielleicht einer der Grundfehler dieser Ampel.

Sprecher 3: Und trotzdem würde ich sagen, ob man nun überhöht oder nicht, natürlich hat jeder Interessen und jede Partei ihr eigenes Profil, aber in einer Koalition muss man sich doch auch ein Minimum zusammenreißen. Und meine Analyse ist ja, der FDP geht es auch deshalb so schlecht, weil sie als querulatorisch allgemein wahrgenommen wird und Kompromisse immer wieder aufschnürt. Immer wieder Äußerungen kommen jetzt von Wolfgang Kubicki, die Ampel hat ihre Leben. Legitimation verloren. Es wird quasi immer die nukleare Option auf den Tisch gelegt. Der Ausstieg und wer immer mit sowas droht, der muss sich auch nicht wundern, wenn er irgendwann nicht mehr so ganz ernst genommen wird als verlässlicher Partner.

Sprecher 2: Ja, inzwischen haben sie wirklich Listen in ihren Schubladen, wer wann was gegen die eigene Partei gesagt hat. Aber wir müssen nach vorne schauen, Helene, es kommt jetzt der Haushalt noch in den Bundestag. Bis November muss er beschlossen werden. Es fehlen noch drei bis vier Milliarden Euro in der berühmten globalen Minderausgabe, auch nach dem Streit um das Gutachten im Sommer zwischen Olaf Scholz und Christian Lindner. Deine Prognose, wie das ausgeht?

Sprecher 3: Ja, nach dem Streit ist vor dem Streit, hätte ich jetzt beinahe deinen Satz beendet. Ja, irgendwo wird man dann, wie der Scholz es eben macht, das Ganze ganz klein hacken und irgendwie noch das Ganze zusammensetzen mit irgendwelchen 100 Millionen da und 100 Millionen da. Und am Ende wird es klappen und dann wird dieses Siechtum weitergehen bis zum September 2025. Und dann werden wir sehen.

Sprecher 8: Ich bin jemand, der Kriege verurteilt. Ich halte jeden Krieg für ein Verbrechen und deswegen halte ich Politiker, die Kriege beginnen, für Verbrecher. Das gilt aber eben nicht nur für Putin. Das gilt für all diejenigen, die in den letzten Jahren...

Sprecher 2: Und gegen diese Gleichsetzung amerikanischer, gewählter, demokratischer Präsidenten und deren Fehler... Ja, und deren Kriege, der Irakkrieg, der Krieg in Libyen... Sie setzen die Politik dieser Länder gleich. Sie setzen einen autokratischen Diktator, der Kinder aus Ukraine verschleppen lässt und der Kriege in Europa anführt, gleich mit einem demokratischen Präsidenten in den USA, der eine falsche Kritik führt. Das ist doch eine heuchlerische Doppelmoral, dass man auf der einen Seite einen Krieg verurteilt und andere nicht. Nein, wir verurteilen alle möglichen Kriege.

Sprecher 9: Aber wir reden jetzt über einen in Europa.

Sprecher 2: So, Frau Wagner, jetzt sind Sie in zwei Ländern so relevant, jetzt könnten Sie doch abrüsten und sagen, da gibt es ein Feld und da hinten steht die Rechte und die ist wirklich demokratisch sehr gefährlich. Und jetzt kommen wir mal vielleicht in Thüringen und Sachsen dazu, bessere Politik für diese Länder zu machen, anstatt irgendwelche Präambeln reinzuschreiben, dass wir die Waffenlieferungen an die Ukraine nicht mehr wollen. Was garantiert in Thüringen und in Sachsen nicht entschieden wird, wie der Krieg in der Ukraine ausgeht. Das wird dort nicht entschieden.

Sprecher 8: Nein, aber wenn dieser Krieg sich ausweitet, dann müssen wir über andere wichtige Themen nicht mehr reden. Das liegt an Herrn Putin im Kreml. Er kann sofort aufhören. Er kann einfach aufhören. Morgen. Nein, er kann einfach morgen aufhören. Glauben Sie mir. Er kann einfach aufhören. Das wird er aber nicht tun. Das kann man sich wünschen, aber das wird er nicht tun. Wegen unserer Waffen. Also muss man verhandeln und muss versuchen, ein Ende hinzubekommen. Und wenn wir das nicht tun und wenn wir uns immer tiefer in diesen Krieg hineinziehen lassen, dann ist es ein großes Risiko. Und natürlich werden wir auch über Schulen reden. Wir werden über Migration und innere Sicherheit reden. Es kommt bei Ihren Bedingungen aber gar nicht vor.

Sprecher 2: Das war Sarah Wagenknecht gestern in der Mioska-Sendung in der ARD, wo ich mit Thorsten Frey und mit ihr darüber diskutieren durfte, was will sie eigentlich wirklich? Helene, du hast sie ja interviewt neulich erst. Was glaubst du, ist sie eine klare, leidenschaftliche Oppositionsfrau oder will sie wirklich regieren?

Sprecher 3: Sarah Wagenknecht ändert ja auch gerne mal ihre Meinung. Sie ist relativ schwer einzuschätzen und in der Tat, ich lag auch falsch, da oute ich mich hier. Ich hatte gedacht, sie will gar keine Partei gründen, sondern kokettiert nur damit. Ihr ehemaliges Bündnis Aufstehen ist ja auch sehr schnell im Sande verlaufen. Sie gilt ja als unzuverlässig, als gar nicht so belastbar. Deswegen weiß man es immer nicht. Aber was sie jetzt offenbar will und wo sie auch ein paar Leute hat, die dabei sind, wenn auch nicht allzu viele, ist die Parteienlandschaft wirklich neu aufrollen und jedenfalls im Osten jetzt mal mitregieren. Und dann wird sich zeigen, was aus diesem Bündnis wird, das ihren Namen trägt.

Sprecher 2: Ja, eine Zeitenwende ist das jedenfalls in der Parteiendemokratie, denn die Union kann ja gar nicht anders, als irgendwie den Unvereinbarkeitsbeschluss nach links aufzuweichen, weil die AfD als rechtsextreme Partei schlicht keine andere Entscheidung für die Union übrig lässt. Insofern, und ich... Ich muss sagen, dass BSW bei aller Liebe, diese sieben, acht Seiten im Parteiprogramm, die man da lesen kann im Netz, das ist natürlich alles jetzt kein linkes sozialistisches Schreckgespenst mehr. Das ist klassische sozialistische, vielleicht sozialistische Umverteilungs- und Sozialpolitik. Aber es ist vor allem auch eine harte konservative Migrationspolitik. Und wenn das das zentrale Thema der nächsten Monate bleibt und ist, dann kann die CDU natürlich sagen, mit dem BSW geht es viel besser als mit der einstigen Linken.

Sprecher 3: Ja, wobei ich da entgegen muss, dass die Umverteilung, wie die BSW sich das vorstellt, nicht die klassische linke Umverteilung von oben nach unten ist, sondern quasi horizontal, wir nehmen es den Migranten weg, wir nehmen es der Ukraine weg, dann ist genug für die Deutschen da. Also es ist schon ein sehr nationalistischer Kurs, nicht ganz so wie die AfD, aber jedenfalls in diese Richtung. Und wir haben noch nicht gesprochen über die Außenpolitik, die spielt auf Landesebene nicht die Rolle, aber da liegen CDU und BSW nun wirklich himmelweit auseinander.

Sprecher 2: Ja, vielleicht ist die soziale und Wirtschaftspolitik gar nicht das Thema, was man hätte denken können. Du hast völlig recht. Dieser harte Ton auch gegen Amerika, gegen die NATO, diese ständige Verteidigung Russlands und die Gleichmacherei zwischen einem demokratischen Land wie den USA und ihren vermeintlich vielleicht auch zu Recht fehlerhaften Kriegen irgendwo in der Welt und einem autoritären Regime, das ein anderes Land überfällt, das ist sehr anstrengend und kann die CDU zumindest im Bund eigentlich nicht zu einer Annäherung bringen.

Sprecher 3: Ja, also mich fröstelte es tatsächlich richtig bei dem Interview mit Sarah Wagenknecht. Das ist schon sehr zynisch, wie sie über die Lage in der Ukraine spricht. Und das war ja gestern Abend auch so zu hören, dass diese Solidarität, wie ich sie empfinde, wie es auch die CDU und alle anderen Parteien der Mitte ja auch aussprechen, bei allen Zweifeln, die man haben kann, wie das weitergehen soll, da ist bei... Halt überhaupt nichts übrig. Und da sehe ich nicht, wie auf Bundesebene das mit der Union, die auf fester transatlantischer Grundlage steht, wie das gehen soll.

Sprecher 2: Ein neuer Player jedenfalls auf der politischen Bühne. Wir werden es im Wahlkampf ja intensiv uns anschauen, auch mit neuen Kapazitäten im Berlin-Table. Der BSW gehört jetzt zum festen Programm, ist doch klar. Insofern bleiben Sie Table-Briefings treu. Es ist wahrlich keine neue Nachricht, dass Deutschlands Wirtschaftskraft erlahmt ist in den letzten Jahren. Für dieses Jahr, sagt das Institut für Weltwirtschaft in Kiel, ein Wachstum, also eine Schrumpfung von minus 0,1 Prozent vorher. Das ist natürlich viel zu wenig und alle wissen, es kann so nicht weitergehen, denn die Probleme und Defizite sind tief, sie sind breit und sie gehen über das normale Wirtschaftswachstum hinaus. Das sieht auch Verena Pauster so. Sie ist nicht nur Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbandes, sie ist selbst erfolgreiche Investorin, Gründerin und Geschäftsfrau. Und sie ist neuerdings Teil einer Zukunftsinitiative, die Lust machen soll auf neue Ideen, neue Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunft des Standorts Deutschlands. Mehr als 100 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft haben in einer Innovationsagenda 2030 konkrete Vorschläge gemacht, wo dieses Land sehr schnell, sehr einfach und mit klaren Entscheidungen anpacken kann, wieder nach vorne kommt, sodass wir den Rückstand aufholen können, den wir inzwischen international in so vielen Bereichen haben. Welche Vorschläge in dieser Agenda stehen, wer genau dahinter steckt und warum das alles, das hat Verena Pauster uns exklusiv vorab erzählt. Hallo Verena.

Sprecher 10: Hallo, lieber Mick.

Sprecher 2: Sag mal, Verena, warum braucht das Land eine Innovationsagenda?

Sprecher 10: Weil wir gerade aktuell eigentlich überhaupt nicht mehr über Inhalte sprechen und überhaupt nicht darüber, wie es in... in diesem Land weitergeht, im Sinne von, wo kommt der Wohlstand her, wie geht es der Wirtschaft, wo kommt die Innovation her. Eigentlich geht es nur noch um Migration und welche Partei gerade mit welcher irgendwie kann. Und ich glaube, es ist jetzt mal wieder Zeit, den Blick nach vorne zu richten.

Sprecher 2: Habt ihr, die Initiatoren dieser Bewegung, das Gefühl, dass wir nicht innovativ genug sind, nicht kreativ genug, nicht erfinderisch genug, dass eigentlich die Kernkompetenz der deutschen Volkswirtschaft gerade in Gefahr ist?

Sprecher 10: Ja, aber nicht, weil ich so denke, hier gehen bald die Lichter aus, sondern weil ich denke, wir haben da ganz viel Zutaten, aber wir tun sie irgendwie nicht zu einem Rezept für die Zukunft zusammen. Also an den Hochschulen kommen wir mit Weltklasseforschung. Da kannst du dir angucken, Augenhöhe mit den USA, aber in der Praxis kommt wenig an. Wir haben wahnsinnig viel privates Kapital. Wir investieren es aber nicht in Venture Capital und Innovation. Wir haben eine Rente, die investiert überhaupt nicht in Aktien oder in Innovation. Wir haben die Talente, aber die, die wir von außen reinholen, dauert ewig. Die Visa-Verfahren sind nicht digital, dauert immer noch trotz Fachkräfteeinwanderungsgesetz über ein Jahr zum Teil. Das heißt, wir könnten es eigentlich, aber wir springen nicht ab. Und mit dieser Innovationsagenda wollten wir ganz konkret sagen, wie bauen wir jetzt dieses Sprungbrett, damit wir in Zukunft mal wieder richtig hoch abspringen.

Sprecher 2: Also zu viele Potenziale liegen brach, nehme ich schon mal mit. Wer ist dabei bei dieser Innovationsagenda und wie habt ihr diese Partner ausgewählt?

Sprecher 10: Es sind über 100 Experten und Expertinnen dabei, weil wir gesagt haben, jetzt nicht irgendwie der Startup-Verband und sein Vorstand. Persönlichkeiten. Persönlichkeiten, Raphael Laguna von der Sprint, Helmut Schönberger von der TUM, Stefan Groß-Selbeck von der Darty. Katrin Suda, die selber mal Staatssekretärin war. Also wir sind wirklich auch an Menschen gegangen, die in den jeweiligen Bereichen genau wissen, was die Hebel wären und haben mit denen über fünf Monate dieses sehr konkrete Papier erarbeitet. Und der Anspruch war die ganze Zeit nicht noch so ein White Paper, nicht noch so ein Ding, mit dem wir jetzt irgendwen erschlagen.

Sprecher 2: Also es muss umsetzbar sein und die Parteipolitik darf keine Rolle spielen.

Sprecher 10: Genau, es ist völlig überparteilich. Es geht auch nicht darum, liebe Ampel, hier bitte noch die nächsten zwölf Monate, sondern... Ja, ihr bitte auch noch was, aber die nächste Regierung bitte auch. Deswegen heißt sie auch 2030 und nicht 2025. Weil ich glaube, Innovation kannst du jetzt nicht über Nacht backen, aber du musst sie mal konkret ins Visier nehmen. Und klar, so Innovationsagenten und wenn die dann auch noch eine Zahl dahinter haben, da denkt man so, das hatten wir doch schon alles. Aber wenn man sich mal anguckt, was eine Agenda 2010 damals für eine Wirkung entfaltet hat, wäre es doch mal wieder Zeit für eine große Vision für dieses Land.

Sprecher 2: Dann lass uns mal reingehen in die einzelnen Themenfelder. Also Talente, Kapital, Rolle des Staates wurde identifiziert, Deep Tech, Climate ist ein zusammengefasstes und Diversität. Warum diese und wer hat diese verschiedenen Themen ausgesucht?

Sprecher 10: Also am Anfang hatten wir irgendwie zwölf oder dreizehn Themen und haben gedacht, Mensch, kannst ja über alles und nichts sprechen. Dann haben wir gesagt, was sind wirklich die Bereiche, dass wenn wir die hinkriegen, dann klappt es. Und da ist Talente natürlich klar, weil du da Fachkräftemangel hast. Wenn du keine Leute hast, kannst du ja die dollsten Ideen in diesem Land ausdenken, kannst so viel Kapital haben, wie du willst, funktioniert es nicht.

Sprecher 2: Gibt es konkrete Vorschläge bei dem Thema, alleine schon die wir bisher... in der Debatte nicht kannten.

Sprecher 10: Zum Beispiel Englisch als zweite Amtssprache ist eigentlich ein totaler No-Brainer, aber einfach machen. Wie sollen Menschen von außerhalb, keiner kann Deutsch und dann triffst du hier auf deutsche Behörden und dann dauert es eh schon lange.

Sprecher 2: Ich bin froh, wenn die in der Grundschule Deutsch können.

Sprecher 10: Das ist ein anderes Thema, aber wie können wir Englisch und vor allen Dingen als zweite Amtssprache, wir schaffen nicht Deutsch ab, wir führen Englisch zusätzlich ein. Dann das Thema Kapital eben benannt. Wir haben 300 Milliarden institutionelles Kapital jedes Jahr, was die Versicherer und Pensionskassen investieren. Null Euro davon fließt in Venture Capital. Das können wir ändern und da haben wir ganz konkrete Ideen und Forderungen da drin. Da haben wir das Thema Deep Tech und Deep Tech ist immer so, was ist denn das? Das ist für mich patentbasiertes Gründen. Also ein Patent, eine IP, eine Forschung kommt aus der Hochschule raus und daraus wird ein Unternehmen. Und dann hat man ein Alleinstellungsmerkmal, was auch verteidigbar ist.

Sprecher 2: Also keine Marketing-Bubble-Plattform-Unternehmen, sondern erst muss die technologische Innovation stehen und dann kommt der Unternehmenserfolg.

Sprecher 10: Genau, Space-Tech, Satelliten-Tech, Fusionsenergie. Also alles, wo wir wirklich sagen, wenn wir das knacken, dann haben wir auf dem Weltmarkt eine Position mit diesem Unternehmen, die man nicht so leicht angreifen kann. Wie geht das?

Sprecher 2: Sollen staatliche Fördergelder dann gezielt da reingehen oder soll die Finanzierungserleichterung für diese Unternehmen dann geben?

Sprecher 10: Einmal brauchst du mehr Finanzierung, weil diese Unternehmen brauchen 50, 100 Millionen. Also wenn du jetzt wie ESA Aerospace zum Beispiel Raketen ins All schießt, um da Satelliten hochzubringen, dann brauchst du halt viel mehr Kapital, als wenn du ein E-Commerce-Startup startest. Und dafür sind unsere Fonds zu klein in Deutschland. Und da kannst du Richtung Frankreich gucken. hat Macron es hingekriegt, dass die Versicherer in die Asset-Klasse Venture Capital gehen. Damit werden die Fonds größer, also die gehen in die Venture Capitalisten. Die Fonds werden größer, die Unternehmen bleiben länger französisch oder europäisch und werden nicht abverkauft ins Ausland, wie das hier bei uns häufig der Fall ist.

Sprecher 2: Aber gründet ihr damit nicht eine Zweiklassengesellschaft von jungen Unternehmen?

Sprecher 10: Nee, gar nicht. Sondern du sagst ja nicht, die einen kriegen jetzt Geld, die anderen nicht mehr. Sondern die Frühphase in Deutschland, wo wir weniger Geld brauchen, die läuft schon. Aber die Wachstumsphase, da müssen wir rein und in die fallen halt besonders diese Deep Techs. Und deswegen ist das was, wo ich wirklich glaube, da könnten wir dieses Weltklasse Made in Germany wirklich schaffen. Weil wenn wir Weltklasse Forschung haben, wir haben die Ingenieure und Ingenieurinnen in diesem Land, na dann mal los, dann mal an die dicken Bretter ran.

Sprecher 2: Dann kommen wir zu dem Thema, was gerade heiß diskutiert wird, Diversität.

Sprecher 10: So, und Diversität ist ja immer so ein bisschen, muss man machen, damit es irgendwie politically correct ist. Und das nervt mich, weil ich sehe es eher, Diversität als stille Reserve dieses Landes. Welche stillen Reserven haben wir nicht gehoben? Wie viele Frauen sind nicht im Arbeitsmarkt? Wie viele Gründerinnen kommen nicht an Kapital? Wie viele Migrant Founders sind zu weit weg vom Kapital? Oder haben Sprachbarrieren bei der Gründung von einem Unternehmen? Und wie kannst du da ganz konkret reingehen und sagen, Kinderbetreuungskosten müssen mehr absetzbar sein. Wir brauchen Mutterschutz für Selbstständige. Kann nicht sein, dass Menschen nicht gründen, weil sie sagen, kriege ich nicht hin, wenn ich dann null Euro kriege in dieser wirklich wichtigen Phase, wo ich fast zwei Babys habe. Und da gibt es wirklich ganz klare... klare Maßnahmen, die einfach umgesetzt werden können und dazu führen, dass wir Menschen in Innovation reinholen, die bisher außen vor sind.

Sprecher 2: Was kostet das? Was du gerade vorgeschlagen hast, sind ja alles auch Maßnahmen, die am Ende der Staat bezahlen muss. Habt ihr mal ausgerechnet, was die verschiedenen Ideen in eurem Maßnahmenpaket den Staat oder den Steuerzahler kosten würden?

Sprecher 10: Der Steuerzahler ist es eben gar nicht. Also gehst du bei Finanzierung rein...

Sprecher 2: Ja, Mutterschutz für Selbstständige muss irgendeiner bezahlen.

Sprecher 10: Genau, aber da kannst du natürlich, jetzt will ich nicht mit irgendwie U2-Umlage und sowas nerven, aber da kannst du natürlich gucken, zahlen das die Unternehmen, zahlt das der Staat. Jetzt gerade bei dem Bereich Diversität kannst du sagen, Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten führt ja dazu, dass... Mehr Frauen arbeiten, dass die mehr Steuervolumen erwirtschaften. Also das ist ja nicht so, du tust vorne Geld rein und hinten kommt keins raus, sondern plötzlich gehst du von Teilzeit in Vollzeit oder von gar nicht arbeiten in Teilzeit. Also du hebst damit ja eine Reserve, die du bisher gar nicht angefasst hast.

Sprecher 2: Was wir seit Jahrzehnten versuchen und nicht hinkriegen.

Sprecher 10: Genau, und das können wir uns einfach nicht mehr leisten. Also das ist kein Nice-to-have-Diversität aus, ja, wäre nett, wenn noch ein paar mehr Frauen mitmachen, sondern wir müssen jeden und jede aktivieren, die wir haben, damit das hier überhaupt noch funktioniert.

Sprecher 2: Also eher weg von diesem schönen Wetterthema Diversität hin zum eigentlich ist ein Renditetreiber, eigentlich ist es ein Business Case. Okay, so wie ihr das sagen würdet. Jetzt noch der letzte Punkt bei euch in den Themenfeldern, Rolle des Staates. Welche Rolle habt ihr ihm eigentlich zugewiesen?

Sprecher 10: Also das Kapitel ist mein Lieblingskapitel. Wenn du das durchliest, denkst du...

Sprecher 2: Du bist eben doch eine politische Frau.

Sprecher 10: Wahrscheinlich schon, weil ich so denke, bitte nehmt das und macht das. Und ich meine, da sind Sachen drin, wir reden seit Jahrhunderten gefühlt darüber, brauchen wir jetzt ein Digital-Mitglied. Wie kriegen wir das Thema hin? Und da steht ganz klar drin, nein, wir brauchen einen Chief Digital Officer im Kanzleramt. Der muss aber oder die Budget und Zuständigkeit haben. Nicht wie in der letzten Regierung, wo das so ein bisschen so ein Feigenblatt ist und dann eigentlich von der Kanzlerin...

Sprecher 2: Und Zugriff auf die anderen Ressorts, da musst du ja schon fast das Geschäftsordnung der Bundesregierung ändern.

Sprecher 10: Ja, dann musst du das halt ändern. Die haben wir ja selber eingeführt. Also das wird jetzt nicht alles funktionieren, indem wir sagen, es bleibt alles so und wir schrauben so ein kleines Schräubchen. Aber guck dir das an, die Digitalisierung des Staates. Wir haben immer noch keine E-ID. Das Online-Zugangsgesetz mit seinen über 600 Verwaltungsdienstleistungen. Ich kann auch nicht alles digital machen, geschweige denn auch nur einiges. Das heißt, da haben wir einen ganz klaren Hebel. Und was da auch zum Beispiel spannend ist, wir vergeben kaum öffentliche Aufträge an Startups in diesem Land, weil die Ausschreibungskriterien so sind, dass Startups sich nicht bewerben können. Wenn du jetzt ein Space-Tech bist und du könntest eigentlich Satelliten ins All bringen und der Staat wird nicht Kunde bei dir, weil du die Ausschreibungskriterien nicht erfüllst, dann läuft das Staatsgeld immer eher in Großkonzerne als in junge Unternehmen, die vielleicht die Zukunft sind.

Sprecher 2: Soll und wird die Politik diese Innovationsagenda mit euch, mit den Initiatoren zusammen umsetzen? Oder legt ihr denen das Papier hin und hofft auf Einsicht? Wie ist der Plan, wenn es vorgestellt ist?

Sprecher 10: Nein, wir wollen es zusammen umsetzen. Und Beispiel Startup in a Day, wir sprechen schon ganz lange darüber, kann man in einem Tag in diesem Land ein Unternehmen gründen? Da tut sich die Politik noch schwer, diese Strecke, sage ich mal, zu definieren, aus was müsste dann da ein... eigentlich alles digitalisiert werden. Und da sind wir jetzt voll dabei zu sagen, wir gehen da rein mit Umsetzungspower, mit Entwicklern, Entwicklerinnen und sagen, wir bauen euch jetzt mal diesen Prototyp. Denn wir wollen nicht die sein, die da in der Außenlinie meckern und sagen, wieso kriegt ihr nichts hin und jetzt haben wir es euch mal aufgeschrieben. Wir wollen die sein, die sich mit die Hände schmutzig machen, damit es in diesem Land vorangeht.

Sprecher 2: Gibt es Parteien, bei denen diese Erkenntnis größer vorhanden ist oder willst du gerade darauf jetzt nicht antworten?

Sprecher 10: Doch, ich antworte auf alles. Also ich glaube, die Erkenntnis ist ganz groß vorhanden. Wenn wir jetzt hier Grüne, SPD, CDU, FDP wollt, dann würden die alle sagen, super Sache. Und dann geht man wieder zurück in seine Häuser und sagt, naja, aber für Digitalisierung jetzt zum Beispiel ist ja keiner wirklich zuständig. Ich glaube, das wollen wir mit diesem Papier schaffen. Das ist keine Problembeschreibung, sondern das ist ein Lösungsangebot, wo wir selber mit reingehen wollen.

Sprecher 2: Wir haben ja nie ein Erkenntnisproblem, wir haben immer das Umsetzungsproblem. Auch darüber reden wir seit Jahren. Habt ihr denn bei diesen 100 Persönlichkeiten jetzt mal als Beispiel einen Gewerkschafter dabei?

Sprecher 10: Wir haben mit Gewerkschaftern gesprochen. Also wir haben bewusst Expertengespräche geführt, die jetzt gar nicht so in der Gruppe mitgearbeitet haben, sondern die wir so reingeholt haben als Sparringspartner. Wir haben das und das erarbeitet, macht das für euch Sinn, fehlt da noch was? Und ich glaube, das ist ganz wichtig, dass man nicht so in seinem eigenen Saft kocht und sagt, wir sind die Startup-Bubble und wir haben jetzt eine Idee für ganz Deutschland, sondern dass wir hier ein Papier geschrieben haben, was die gesamte Wirtschaft positiv beeinflussen wird.

Sprecher 2: Wir werden ja eine Podcast-Reihe als Partner dieser wunderbaren Innovationsagenda ins Leben rufen, die mit diesem Gespräch hier beginnt, liebe Verena, und dann sechs Experten zu den verschiedenen Themen. Immerhin dann hier reinholen bei Table, das ist eine Maßnahme. Dann ist es ja gezielt auch, dass das Ende dieser Veranstaltung so im Frühjahr liegt, damit man noch weit genug vor der Bundestagswahl ist. Habe ich das richtig verstanden, dass man gar nicht erst in den politischen Kampf kommt mit euren Vorschlägen?

Sprecher 10: Genau, also wir bringen jetzt, wie du sagst, Ende des Monats einen so einen Table-Podcast raus und dann im April machen wir eine große Live-Podcast-Abschiedsveranstaltung. Bewusst, um nicht zu sagen, wir sind jetzt wieder im Klein-Klein des täglichen Wahlkampfs und der eine spricht mit uns und sagt, macht aber bitte ein Foto, weil das würde jetzt für mich gerade ganz gut irgendwie aussehen oder passen, sondern das soll wirklich eine Agenda sein, die in den nächsten Koalitionsvertrag einfließt, die nachhaltig in Deutschland jetzt dazugehört, dass wir uns mal wieder fragen, wo kommt eigentlich das Geld der Zukunft her? Wo kommen die Gründungen der Zukunft her? Wie schaffen wir die Next DAX 40? Und wie gucken wir nicht immer nur auf die Vergangenheit?

Sprecher 2: Verena, ich freue mich sehr auf dieses Projekt mit dir und mit euch und bin gespannt, was am Ende davon vielleicht auch in das eine oder andere Regierungsprogramm kommt. Vielen Dank, dass du heute da warst.

Sprecher 10: Danke dir.

Sprecher 2: Das war ein erster Ausschnitt aus der Innovationsagenda, die natürlich viel tiefer geht, viel detaillierter ist und sie wirklich überraschende Vorschläge und Ideen für einen moderneren Standort bereithält. Wir wollen Ihnen diese Ideen gar nicht vorenthalten und künftig jeden ersten Freitag im Monat eine Innovationsagenda hier in diesem Podcast präsentieren. Wir haben uns auch diese sechs Themenfelder, die Sie gerade gehört haben, vorgenommen und sprechen jeweils mit einer Expertin oder einem Experten aus diesem Themenbereich und freuen uns darüber, wenn Sie bei uns bleiben. Diese Podcast-Reihe ist unser Angebot für ein besseres Deutschland bis zum Frühjahr 2025, jeden ersten Freitag im Monat. Mit dabei der Bundesverband der deutschen Startups und die Deutsche Börse und viele spannende Gäste. Wir freuen uns drauf. Rockmusik kann neuerdings auch nachhaltig sein. Kein Scherz. Es geht um die britische Band Massive Attack, die extra eine Wissenschaftlerin angeheuert hat, damit ihre Konzerte klimafreundlicher werden. In Bristol haben die Band und die Expertin das bei einem Konzert jetzt schon mal testweise umgesetzt. Es gab recycelbare Materialien, es wurde auf Ökoenergien gesetzt, egal ob es um den Strom für die Boxen oder um das Licht für die Bühne ging. Die Fans kamen ausschließlich mit dem ÖPNV zum Stadion und pflanzenbasierte Ernährung gab es an den Ständen zwischendurch. Wir kennen das Konzept zumindest ähnlich schon von unserer geliebten Berliner Band Die Ärzte, die hier laut eigenen Aussagen zumindest in Berlin schon das nachhaltigste Konzert aller Zeiten umgesetzt hat. Die gingen noch einen Schritt weiter. Es gab vegane Foodtrucks, Dixi-Klos mit nachhaltiger Sägespäne statt Chemie und so weiter und so weiter. Diese Projekte dieser berühmten Bands, sie könnten die Musikindustrie langfristig verändern und auch weitere Künstler dazu inspirieren, diesen ökologisch nachhaltigen Weg zu gehen. Sie sehen also, es gibt keine Branche, in der Change nicht möglich wäre.

Sprecher 11: Things will never be the same.

Sprecher 2: Das war's für heute. Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen. Morgen hören Sie uns an dieser Stelle wieder. Ab 6 Uhr geht es los. Ein kluger Ökonom ist zu Gast und ein Mann, der Ihnen sagen kann, wie Sie besser reden. Bis dahin, seien Sie gespannt. Ich freue mich darauf. Ihr Michael Brühlkamp.

Sprecher 12: That's just the way it is. You'll never be the same. That's just the way it is. Oh, yeah. You're my brother, you're my sister. That's just the way it is. Things will never be the same. That's just the way it is. Oh, yeah.

Sprecher 13: Some things will never change.

Sprecher 4: Ich bin völlig blind. Manchmal habe ich das Gefühl, meine Tage und Nächte sind auf den Kopf gestellt. Weil ich Schwierigkeiten habe, nachts zu schlafen und tagsüber wach zu bleiben. Ich leide unter 924, einer seltenen Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung, die viele völlig blinde Menschen betrifft. Möchtest du mehr über diese Erkrankung in Verbindung mit völliger Erblindung erfahren? Rufe kostenfrei an unter 0800 24 24 008.