EM-Spezial: "Okay, wir sind drin"
Dauer: 16:03

EM-Spezial: "Okay, wir sind drin"

Die deutsche Nationalmannschaft hat einen perfekten EM-Start hingelegt. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann besiegte Schottland im Auftaktspiel mit 5 zu 1. Es war der bisher höchste deutsche Sieg bei einer EM.

Diesen sensationellen Start diskutieren Michael Bröcker und Michael Horeni.



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Transkript

Sprecher 1: Der EM-Table. Alle Infos rund um die Europameisterschaft zu Hause mit Michael Horin.

Sprecher 2: Klar, wenn du dann in Einzelentführung gehst, das sind schon schöne Momente. Da fällt so der erste kleine Stein mal vom Herzen und du weißt, okay, wir sind drin.

Sprecher 3: Das war ein guter Start. Wir lassen das jetzt nicht zum Kopf gehen und wir werden alles wieder geben am Mittwoch. Es ist natürlich nur der erste Schritt, aber der war in den letzten Turnieren schwer genug und dementsprechend ist es heute sehr schön. Überragender Auftakt zu dem, was wir am Ende haben wollen, ein Sommermärchen.

Sprecher 4: Das Sommermärchen, ja vielleicht kann es doch noch auch 2024 wahr werden. Deutschland schlägt mit dem höchsten EM-Sieg aller Zeiten Schottland 5 zu 1. Der Jubel ist grenzenlos. Wusialer heißt das Zauberwort. Toni Kroos ist der Gestalter dieser neuen EM-Mannschaft. Das müssen wir dringend am Samstag in unserem EM-Spezial von Table Today diskutieren. Und das geht natürlich nur mit Michael Horeni, unserem EM-Kolumnisten, der gestern Abend in München dabei war. Einen schönen guten Morgen, Michael.

Sprecher 5: Guten Morgen, Michael aus München.

Sprecher 4: Du bist noch ganz siegestrunken oder bist du schon wieder nüchtern?

Sprecher 5: Also ich muss wirklich sagen, das war das erfreulichste und beste Spiel der deutschen Mannschaft bei einem Turnier seit vielen, vielen Jahren. Bestimmt seit der WM. 2014. Das war wie eine Befreiung, dieses Spiel, für die Mannschaft, aber auch, ich denke, für alle Zuschauer, die das gesehen haben, nachdem wir bei den letzten drei Turnieren immer früh ausgeschieden sind, dass die Auftaktspiele immer ein Zeichen dafür waren, mit Niederlagen und mit Enttäuschungen. Dieses Spiel war tatsächlich, ich denke, für die Mannschaft, aber auch für viele Zuschauer, wie eine Befreiung und wieder der Gedanke, der deutsche Fußball, der kann auch schön sein.

Sprecher 4: Ja, die Erwartungshaltung war ja gigantisch. Warum hat es diesmal dann geklappt? Warum ging es von Anfang an, von den ersten Minuten direkt gut los?

Sprecher 5: Dazu gehören halt immer auch echt Zweite, auch wenn das klingt wie fürs Phrasenschwein, aber die Schotten haben es auch wirklich nicht gut gemacht. Also die haben die Deutschen genau das spielen lassen, was die Deutschen am besten konnten. Sie haben ihnen Raum gelassen, sie haben sie nie früh gestört, nie früh angegriffen. Toni Kroos hatte, glaube ich, in dem ganzen Spiel überhaupt keinen einzigen Gegenspieler auf seinen Füßen gehabt. Und was dann passiert ist, dass die ersten Schüsse von Musiala, von Wirtz, dass die ersten sofort getroffen haben. Im letzten Spiel oder im vorletzten Spiel gegen die Ukraine gab es 25 Torschüsse und kein Tor. Und hier haben die ersten zwei, drei, die haben sofort gepasst. Und das hat natürlich das Selbstvertrauen nochmal gesteigert. Die Zuversicht, die Schotten hatten kein Selbstbewusstsein. Dann kam noch der Elfmeter dazu mit einer roten Karte. Also das war auch ein Spielverlauf wie gemalt. Also sowas kommt auch so schnell nicht wieder, so ein Spielverlauf, wo alles so passt.

Sprecher 4: Also es war ein dankbarer Gegner, aber man muss dann die Bälle natürlich auch so treffen, wie das Wirtz in seinem wunderbaren Schuss vom 16er gemacht hat, aber auch Toni Kroos. 100, 1 Pässe, wovon 100 angekommen sind. Das ist eine Wahnsinnsquote. Der Mann ist der Spielgestalter, aber du sagst, es ist noch nicht wirklich der Gegner gewesen, an dem wir messen können, ob Toni Kroos in seiner Bestform ist?

Sprecher 5: Dass das jetzt nicht der beste Gegner war, ist klar, aber das heißt ja in dem Fall erstmal auch nicht so richtig viel. Denn bei den letzten Turnieren hatten wir auch ständig Gegner, die eigentlich schlagbar waren und das ist uns einfach nicht gelungen. Und man muss erstmal 5 zu 1 gewinnen, man muss 5 Tore schießen und es gab ja noch mehr Chancen. Es hätten ja auch noch 2 oder 3 Tore leicht mehr sein können. Also man muss den Moment sehen und in diesem Moment hat die Mannschaft das perfekt gemacht. Ungarn wird natürlich wesentlich schwieriger und auch die Schweiz wird schwieriger. Das ist das, was als nächstes auf dem Programm steht. Dieses Spiel, denke ich, muss man erstmal für sich betrachten und das war sehr, sehr gut. Und dass diese Mannschaft auch ihre Grenzen hat, dass das alles kein Selbstläufer wird, das versteht sich natürlich auch von selbst. Keine Mannschaft marschiert einfach durch so ein Turnier durch. Aber es war der Anfang, den man sich gewünscht hat, der ist gekommen. Besser konnte der Anfang nicht sein.

Sprecher 4: Wir gehen nochmal rein in die Taktik, in die Spielabläufe. Das Team Musiala wird jetzt schon bejubelt in den Medien. Also Florian Wirz und Jamal Musiala, 21 Jahre Musiala. Man sah ihm richtig an nach seinem Tor, dass eine zentnergroße Last von seinen Schultern fällt. Ist das wichtig, gerade für die ganz Jungen, dass sie in einem Turnier schnell gute Leistungen bringen, bevor sie irgendwie in ein Loch fallen und der Druck zu groß wird?

Sprecher 5: Dass sie gute Leistungen bringen können. Davon ist jeder überzeugt gewesen, auch sie selbst. Aber ich glaube, was wirklich entscheidend ist, dass sie mit ihren Toren gleich zu Beginn gezeigt haben, dass sie nicht nur gut spielen können, sondern dass sie auch Spiele entscheiden können, dass sie maßgeblich für diese Mannschaft sein können, dass sie nicht nur Spieler sind, die ein Potenzial haben und ein Versprechen für die Zukunft sind, nein, sondern dass sie in dem Moment, dass man auf sie zählen kann und dass sie die Spiele selbst entscheiden können durch ihre Qualität. Das ist sicher ein Schritt, den sie jetzt gemacht haben und der ihnen mit Sicherheit Selbstvertrauen und Zuversicht für das Turnier geben wird, auch für die nächsten Spiele.

Sprecher 4: Ich finde ja immer bezeichnend bei Mannschaftssportarten generell, wie wird gejubelt und ist da eine Teamleistung zu erkennen? Und ich fand bei jedem Tor, auch bei den Nachzüglern Füllkrug, die ganze Mannschaft geht zum Jubeln. Da ist ein Team spürbar. Die Jungs haben Lust, miteinander zu spielen. Sie gönnen sich was. Ist das der richtige Eindruck?

Sprecher 5: Was mir auch aufgefallen ist, es war auch kein triumphalistischer Jubel, sondern man hat als Mannschaft gejubelt und man hat auch der Mannschaft auch nach dem Spiel angemerkt, dass sie wissen, das Turnier hat jetzt erst begonnen. Es ist noch längst nichts vorbei, es ist noch nicht viel gewonnen. Und dass dann eine Selbstverständlichkeit ist, dass man diesen Sieg als das nimmt, was er ist. Eine Momentaufnahme, die super schön ist, aber dass man noch gemeinsame Ziele hat und noch nichts, wie man immer so sagt, noch nichts gewonnen hat. Natürlich hat man jetzt was gewonnen, nämlich in dem Sinne, dass wir jetzt alle mit einer positiven Einstellung alle die nächsten Spiele anschauen werden. Also diese Welle der Begeisterung, die wird ja jetzt nicht abebben, die wird ja eher größer werden. Und dass man trotzdem als... Spieler jetzt nicht sofort sagt, wir werden die nächsten Europameister, das ist alles jetzt klar für uns, sondern dass es da eine gewisse Zurückhaltung noch gegeben hat. Und das hat mir auch gut gefallen.

Sprecher 4: Was war die Coaching-Leistung von Julian Nagelsmann? Es gab Diskussionen auch direkt nach Abschluss des Spiels um die Rolle von Gynoan, wie er mit Kroos zusammen harmoniert, ob er jetzt eine leichte 8 ist oder eine ganze 10. Wie ist die taktische Ausstellung mit diesen ja sehr spielstarken im Zentrum? Wer findet da welche Rolle? Warum ist das gut gegangen?

Sprecher 5: Das ist eine absolut berechtigte Frage, auch für die nächsten Spiele, weil es doch sehr stark durch die Mitte geht. Und man hat auch schon immer wieder das Gefühl, dass dieser Unterschied zwischen, es funktioniert so, wie es gegen Schottland jetzt funktioniert hat, sehr, sehr gut funktioniert, aber dass der Grat sehr schmal ist, dass man sich da festläuft, dass die Laufwege zu eng werden. Aber in diesem Fall, die Schotten kamen auch nicht wirklich in die Zweikämpfe. Das Kombinations- und das Passspiel war sehr präzise und war sehr schnell. Das war die Voraussetzung dafür, dass man auch durch die Mitte durchgekommen ist. Das ist noch nicht ausgemacht, ob das gegen stärkere Gegner, ob das tatsächlich dann die... Einzige Lösung ist oder ob nicht dann doch über die Außen durch einen schnellen Spieler wie Leroy Sané einfach nochmal mehr Breite und mehr Tiefe in das Spiel kommt. Das wird sicher nochmal eine taktische Maßnahme sein, die wir bei der Europameisterschaft sehen werden, denn mit dieser Konzentrierung dieser Topspieler in der Zentrale dass die ein riesiges Potenzial haben, sich da durchzuspielen, das ist klar, aber dass das gegen andere Mannschaften schwieriger wird, das sehe ich auf jeden Fall so kommen.

Sprecher 4: Havertz oder Füllkrug, wer ist deine Idee für das nächste Spiel?

Sprecher 5: Also ich denke, dass jetzt erstmal in dieser Formation jetzt mit Havertz spielerisch weitergespielt wird, also mit einer spielerischen Variante und dass Füllkrug der erste Mann ist, der als Stoßstürmer dann dazukommt, wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass ich... Füllkrug als ein Kopfballspieler nochmal in der Zentrale und ein körperlicherer Spieler, dass mir der mindestens so sehr zusagt wie Kai Havertz, vielleicht sogar ein bisschen mehr.

Sprecher 4: Leroy Sané, du hast ihn angesprochen. Ich finde, er hat sich sehr verrannt und immer wieder reingedrängelt und gedribbelt, ist oft hängen geblieben. Ich finde, man spürte in seinen wenigen 10, 15 Minuten Einsatz, dass er eigentlich gerade keine Alternative ist.

Sprecher 5: Man hat gemerkt, dass er unbedingt wollte, in dieses Spiel reinzukommen und dass das einfach ein Tick zu viel war. Dass er ein bisschen sein eigenes Spiel gemacht hat. Aber es gab ein oder zwei Momente, wo man schon gesehen hat, dass er eine Alternative ist durch seine Schnelligkeit. Und wenn er eine bessere Einbindung findet und vielleicht auch dann sich einfach nochmal besser in diese Mannschaft, in so einen Spielfluss einbringen kann, was ich ihm absolut zutraue, dann ist das sicher eine Alternative. Aber im Grunde sehe ich es wie du. Es hat sich im Grunde durch die Einwechslung gezeigt, dass Nagelsmann mit der richtigen Startform... an den Start gegangen ist.

Sprecher 4: Lass uns noch ein paar Minuten über die Stimmung reden und das Drumherum. Du warst im Stadion, am Anfang hatte man das Gefühl, ein bisschen Auswärtsatmosphäre, die Schotten sehr dominant, die Fangesänge der ja ohnehin sehr eifrigen schottischen Fans waren deutlich. Was war mit den deutschen Fans da am Anfang los? War das noch die übliche Zurückhaltung und die erst nach dem Tor dann aufgebrochen ist?

Sprecher 5: Also ganz allgemein muss man mal sagen, dass ich glaube, dass in diesem Spiel, auch schon vor dem Spiel, eine bessere Stimmung in den fünf Minuten vor dem Spiel war, als in den letzten Jahren beim FC Bayern rund um die Uhr. Also die gesamte Stimmung in dem Stadion war klasse. Und wie du zu Recht sagst, zuerst waren die Schotten buchstäblich tonangebend. Aber auch die deutschen Fans waren recht schnell da, schon mit Beginn des Spiels, wo runtergezählt worden ist. Und da war sofort die Begeisterung für dieses Spiel vorhanden und stärker, als das bei vielen Länderspielen in Deutschland mit der deutschen Nationalmannschaft in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. Die erste Halbzeit war stimmungsmäßig wirklich top. Dann ging es so ein bisschen runter. Dann ging es erst wieder mit dem Tor von Füllkrug. War wieder größere Lebendigkeit dabei. Aber im Großen und Ganzen war das eine gute Stimmung. Wobei ich davon ausgehe, dass sie in Stuttgart, dass da noch eine Nummer mehr gehen wird.

Sprecher 4: Es gab gar keine Deutschland-Fahnen und überhaupt wenig Fahnen zu sehen im Stadion. Worauf ist das zurückzuführen?

Sprecher 5: Mir ist das auch aufgefallen, dass dieses Fahnenmeer, was man von früher kennt, eigentlich überhaupt nicht da war. Ich finde das eigentlich ziemlich schade, muss ich sagen. man zwar die ganzen Stadien in den Fahnen gesehen hat. Ich finde, es war wahnsinnig stimmungsvoll und das macht das ja eben auch gerade diese Länderspiele aus, dass diese Fahnen immer ein zentrales Stimmungselement sind. Und mir hat das auch gefehlt.

Sprecher 4: Ja, ich wundere mich, weil ist es jetzt eine Frage gewesen, dass dort keine Nationalfarben gezeigt werden sollten oder hat es Sicherheitsvorkehrungen, weil die gab es ja früher dann genauso. Ich erinnere mich an die WM 90 mit wirklich tollen Bildern aus den Rängen. Also irgendwie fand ich, sah es ein bisschen brav aus.

Sprecher 5: Das war auch so. Das war etwas braver, es war etwas bunter und es war weniger mit Nationalfahnen. Mal schauen, wie das jetzt bei den anderen Spielen ist, wenn die Ungarn spielen heute, wenn andere Mannschaften spielen. Mal sehen, wie dann sich dieses Farbenbild zeigen wird und auch wie sich das während dieses Turniers vielleicht auch noch entwickeln wird.

Sprecher 4: Deutschland als Gastgeber, du warst im Stadion. Wie war die Organisation, der Abläufe? Hat das alles geklappt? War das gut? Hast du interessante Persönlichkeiten entdecken können auf der Tribüne?

Sprecher 5: Also was ich sagen muss von der Organisation war, das lief alles sehr, sehr gut. Also es gibt ja auch zum ersten Mal keine haptischen Tickets mehr, alles lief elektronisch. Ich habe nicht den Eindruck gehabt, dass das ein Problem gewesen wäre irgendwo. Also die Digitalisierung muss man sagen, das war okay. Das hat in Deutschland diesmal funktioniert. Und auch An- und Abreise, was ja immer so ein Thema ist, das schien mir auch sozusagen alles im Rahmen der Normalität zu sein. Also das war vom Organisatorischen her, aber auf den ersten Blick wirklich. das alles sehr gut organisiert.

Sprecher 4: Unser nächster Gegner heißt Ungarn. Was müssen wir über die Ungarn wissen?

Sprecher 5: Dass Ungarn deutlich unangenehmer und deutlich stärker und deutlich eingespielter ist, als es die schottische Mannschaft ist. Und dass uns die Ungarn in den letzten Jahren auch nicht sonderlich gelegen haben, dass wir uns gegen Ungarn immer schwer getan haben. Und dass sie zwei gute Stürmer haben, dass sie von Liverpool einen sehr, sehr starken Mittelfeldspieler haben, dass dieses Spiel deutlich unangenehmer werden dürfte als gegen Schottland. Aber ich bin eben durch diesen 5 zu 1 Sieg, durch diese Begeisterung, die entstanden ist, das hat auch Einfluss. Auf die Ungarn. Also die werden die deutsche Mannschaft heute auch mit anderen Augen betrachten, als sie das bei der letzten Europameisterschaft getan haben.

Sprecher 4: Ein unangenehmerer Gegner muss ja auch taktisch umstellen. Du hast gesagt, das Team wird wohl gleich bleiben, aber wird er in der Formation defensiver spielen lassen oder mit der gleichen Taktik auflaufen? Was glaubst du?

Sprecher 5: Das entscheidende Momentum wird sein, wie reagieren die Ungarn. Also werden sie so abwartend spielen und so defensiv positioniert sein, dass sie nicht hoch anlaufen, die Deutschen, wie das die Schotten getan haben, was ich mir nicht vorstellen kann. Es wird darauf ankommen, wie die Ungarn in dieses Spiel gehen, ob sie sagen, aktiver sein werden und davon gehe ich aus. Und dann muss man sehen, wie wir darauf reagieren können, welche Möglichkeiten wir dafür haben, ob wir dann dieses Kombinationsspiel durch die Mitte so verlässlich aufziehen können, wie uns das jetzt gegen Schottland gelungen ist. Davon bin ich überzeugt deutlich schwieriger. Und was wir ja auch gesehen haben ist, wir haben fünf verschiedene Torschützen gehabt. Das ist natürlich ein Ausdruck von der Breite und von der gewissen Stärke. Aber es ist natürlich in Klammern gesprochen auch ein Ausdruck von einer gewissen Schwäche, dass wir nicht den einen Stürmer haben, den einen Spieler haben, in Spielen, wo es vielleicht mal nicht so läuft, wo man sicher sein kann, der macht sein Tor. Und diese Spiele werden kommen, dass es Spiele gibt, wo man ein Tor braucht. Und wenn man eben nicht den Stürmer hat, der verlässlich trifft, ist das de facto ein Nachteil. Man wird sehen, ob es so weit kommt, aber das ist sicher nochmal ein Punkt, der bei dem Turnier wichtig werden wird.

Sprecher 4: Umso wichtiger, dass Füllkrug auch getroffen hat, ja fast zweimal mit einer ganz minimalen Abseitsposition. Und wir haben einen Groß, der wahrscheinlich im nächsten Spiel nicht mehr so alleingelassen wird. Vielen Dank für diese Einschätzung, Michael Loreni. Du machst dich jetzt auf den Weg nach Stuttgart, richtig?

Sprecher 5: Ich mache mich jetzt erstmal auf den Weg zurück nach Berlin und dann in Richtung Stuttgart, ganz genau.

Sprecher 4: Wir freuen uns auf deine nächsten Analysen und Texte für Table Briefings. Vielen Dank für diesen Auftakt. Es hat sich schon mal ausgezahlt, dich als Kolumnisten zu holen. Du bist ein gutes Omen. Danke, Michael.

Sprecher 5: Das freut mich. Also, auf das nächste Mal.